Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
.png?auto=compress&w=800&fit=max&dpr=2&fm=webp)
Hallo!
Trump, Trump, Trump – wir haben in diesem Newsletter lange mitgespielt bei den Trump-Festspielen. Wir wollen aber in Zukunft etwas bewusster mit den Nachrichten über den verrückten US-Präsidenten umgehen und im Nachrichtenteil nur mehr wirklich relevante Dinge darüber berichten. Dazu zählen drei Stunden faktenbefreite Selbstbeweihräucherung bei der State-of-the-Union-Speech eher nicht.
Für diejenigen, die gar nicht anders können, empfehle ich an dieser Stelle den Fakten-Check von CNN (Si apre in una nuova finestra) zur Trump-Rede. Props auch an die Kolleg*innen, dass sie nicht unter dem Druck der Regierung einknicken und weiterhin so hervorragenden Journalismus machen.

Stattdessen geht es heute um die Wirtschaft in Österreich, die Sicherheitslage in Mexiko und die RAMocalypse.

Österreich: Inflation geht zurück, Wirtschaftskammer erwartet Export-Erholung
Ähnlich wie in der Schnellschätzung prognostiziert lag die Inflation in Österreich im Jänner bei 2 Prozent. Das bedeutet, dass Produkte und Dienstleistungen im Schnitt und im Vergleich zum Vorjahres-Jänner nur um 2 Prozent teurer geworden sind. So niedrig war die Inflation zuletzt im Dezember 2024. Die Statistik Austria berechnet die Inflation anhand der Preise von Produkten und Dienstleistungen aus einem virtuellen Warenkorb, dem sogenannten Verbraucherpreisindex (VPI).
Vor allem der niedrigere Strompreis sorgt für eine Entspannung. Das hat zum Teil auch mit dem sogenannten Basiseffekt zu tun: Im Jänner 2025 sind die Preise für Strom stark angestiegen, nachdem die staatliche Strompreisbegrenzung ausgelaufen ist. Weil die Inflationsberechnung im Jahr 2026 auf den Zahlen des Vorjahres aufbaut, steigen die Strompreise in diesem Jahr schon mal nicht mehr so stark. Aber auch darüber hinaus gab es positive Entwicklungen beim Strompreis und bei den Sprit- und Heizölpreisen, was sich dämpfend auf die Inflationsrate auswirkt. Preistreibend wirken vor allem Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen und weiterhin die Miete, sowie die Lebensmittelkosten.
Und noch eine Meldung aus der Wirtschaft: Während 2025 die österreichischen Exporte vor allem wegen Trumps Zollpolitik stark eingebrochen sind – laut der Presse (Si apre in una nuova finestra) lagen sie inflationsbereinigt sogar fast auf Corona-Niveau von 2020 – erwartet sich die Wirtschaftskammer für 2026 eine Erholung bzw. einen leichten Anstieg.

Unruhen und Tote in Mexiko nach Tötung von Drogenboss
Das Drogenkartell Jalisco Nueva Generación (CJNG) gilt als eine der brutalsten kriminellen Organisationen Mexikos. Am Sonntag wurde bekannt, dass das mexikanische Militär den Anführer, Nemesio Oseguera Cervantes – besser bekannt als „El Mencho“ – getötet hat. Kurz darauf kam es in vielen Teilen des Landes, vor allem im Norden, zu gewaltsamen Ausschreitungen. Die Regierung reagierte, indem sie weitere Soldaten in die betroffenen Regionen verlegte. Insgesamt sollen jetzt 10.000 Armee-Mitglieder im Einsatz sein. Laut Behördenangaben wurden bei den Ausschreitungen mindestens 74 Menschen getötet.
Inzwischen erklärte Präsidentin Claudia Sheinbaum laut Zeit (Si apre in una nuova finestra), die Situation habe sich beruhigt. Das österreichische Außenministerium gab neue Reiseinformationen aus und empfiehlt, unnötige Reisen in die betroffenen Gebiete zu vermeiden. Expert*innen warnen, dass nun ein Machtkampf um die Nachfolge im Kartell drohen könnte – und damit neue Gewalt. Rund 100 Tage vor Beginn der Fußball-WM wachsen deshalb auch die Zweifel an der Sicherheitslage im Gastgeberland. Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Mehr zum Thema gibt es bei ZDFheute (Si apre in una nuova finestra) und bei der Deutschen Welle (Si apre in una nuova finestra). (Luzia Geier, adaptiert von Emil Biller)

Teure Festplatten und RAM-Speicher: Was noch auf uns zukommt
Der massive Ausbau von KI-Rechenzentren zieht jetzt erste Konsequenzen für Endverbraucher*innen nach sich. IT-Expert*innen sprechen gar von einer RAMocalypse. Die Preise für bestimmte IT-Hardware-Produkte, wie Festplatten und RAM-Arbeitsspeicher, steigen immer weiter an. Der Grund: Die großen Tech-Unternehmen kaufen für den Betrieb ihrer KI-Systeme jegliche Art von Speichermedium auf. Und auch die Hersteller dieser Chips und Speicher stellen ihre Produktionsschwerpunkte dahingehend um.
Im Handel für Endkund*innen macht sich das in großen Preissteigerungen bemerkbar: Laut dem "heise"-Preisradar sind die Preise für HDD-Festplatten im deutschen Handel seit Mitte 2025 um 20 bis 50 Prozent gestiegen. Auch bei den SSDs sind große Preissprünge erkennbar, weshalb Nutzer*innen nicht mehr länger mit einem Kauf warten sollten, wie das Handelsblatt (Si apre in una nuova finestra) und der WDR (Si apre in una nuova finestra) berichten. Langfristigkönnte sich das auch auf die Preise vieler Geräte, etwa Smartphones oder Laptops, auswirken.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Warum der Begriff „Wunschdiagnose“ oft problematisch ist
Im Zusammenhang mit Neurodivergenzen wie ADHS oder Autismus schreiben Medien oft von sogenannten „Wunschdiagnosen“. Jolanda Allram klärt in einer dreiteiligen Videoserie für das Zimt-Magazin auf, warum diese Perspektive problematisch ist und bei Betroffenen große Unsicherheit auslösen kann.
https://www.instagram.com/reels/DU8antrCsRB/ (Si apre in una nuova finestra)
7 Mythen über das Immunsystem, die zu viele Menschen glauben
Nein, das Immunsystem kann nicht „stark“ oder „schwach“ sein – und es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn du krank wirst.
https://krautreporter.de/psyche-und-gesundheit/6252-7-mythen-uber-das-immunsystem-die-zu-viele-menschen-glauben#lesen (Si apre in una nuova finestra)
Der Haken bei LinkedIns grünem Haken
Letzte Woche war ich knapp davor, mich auf der Networking-Plattform LinkedIn für einen grünen Haken verifizieren zu lassen. Das ist möglich mit wenigen Klicks, einem Foto und NFC-Scan von deinem Reisepass und einer Bestätigung deiner persönlichen Daten über die Plattform Persona.
Nach einer kurzen Recherche habe ich mich doch dagegen entschieden. Und darüber bin ich heilfroh, denn wie ein Beitrag vom deutschen Zentrum für Digitalrechte zeigt, ist diese LinkedIn-Verifizierung ein datenschutzrechtliches Desaster. Persona ist ein US-Unternehmen mit Verbindungen zu dem rechtslibertären Tech-Milliardär Peter Thiel. Persona speichert sehr viele sensible, sogar biometrische Daten und übernimmt so gut wie keine Haftung dafür.
https://digitalrechte.de/news/hoher-preis-fuer-gruenen-haken-bei-linkedin (Si apre in una nuova finestra)Empfiehlt jedes Mal, bevor irgendwo im Internet ein Reisepass oder Ähnliches hochgeladen werden soll, sich über die Datenschutzbestimmungen zu informieren:
Emil