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Nach dem Mond leben

Guten Tach Kimchis!

Ein Hallo von meinem Dreckstisch aus! (Jeder, der in unserem Insta-Broadcast ist, weiß Bescheid!). Auch heute wünsche ich euch einen schönen Tag und hoffe, dass ihr euer verlängertes Wochenende gebührend feiert oder zumindest genießt.

Die kommende Woche dreht sich bei uns alles um Chuseok bzw. Hangawi, das dieses Jahr am 06.10.2025 ist. Lange kannte ich den Begriff Hangawi gar nicht, aber dank Internet, weiß ich nun, dass Chuseok nicht immer Chuseok hieß. Um mal etwas Knowledge zu droppen:

Chuseok und Hangawi sind zwei Namen für dasselbe koreanische Erntedankfest. Chuseok bedeutet "Herbstabend" und Hangawi ist der ältere koreanische Begriff, der "die große Mitte [des Herbstes]".

Witzigerweise hat uns bereits vor einigen Wochen eine Nachricht erreicht, in der uns “Happy Chuseok” gewünscht wurde. Hier nochmal: Chuseok oder Hangawi wird nach dem Mondkalender gezählt (15. Tag des 8. Monats nach dem Mondkalender). Daher verschiebt sich das Datum ständig, da wir nach dem Gregorianischen Kalender leben. Was der Unterschied zwischen den beiden ist, kann ich euch leider nicht genau erklären. Allerdings begleiten mich diese zwei Kalender mein ganzes Leben schon.

In älteren Generationen wird nämlich der Geburtstag nach dem Mondkalender gezählt. Meine Mutter bspw. wurde am 15.04. geboren und im Pass steht dieses Datum auch drin. Wenn man aber dieses Datum nach dem Mondkalender zählt, quasi der 15. Tag des 4. Monats, dann verrutscht dieser Tag jedes Jahr.

Ihr wollt gar nicht wissen, wie oft ich den Geburtstag von meiner Mutter schon vergessen habe. Von meinem Vater will ich gar nicht erst reden. Vor Zeiten des Internets konnte man sowas gar nicht nachschlagen. Man war angewiesen auf physische Kalender, wo die Mondkalendertage mit eingetragen waren, um zu wissen, wann welcher Tag ist. Mittlerweile haben wir ein ganz gutes System: KakaoTalk!

Jedes Jahr schreibt meine Mutter mich an und gibt mir das Datum von dem Geburtstag meines Vaters durch und mein Vater den Geburtstag meiner Mutter. So vergessen wir den wenigstens nicht.

Aber für jemanden, der manchmal rechts von links nicht unterscheiden kann, ist das eine schwierige Angelegenheit. Vor allem, wenn man kurzfristig im Namen der Eltern beim Amt oder bei der Versicherung anrufen muss, um Sachen zu klären. Die fragen nämlich nach dem Geburtsdatum. Ich muss immer 2-mal nachdenken, wenn die Frage kommt, mir die Eselsbrücke ins Gedächtnis rufen und dann stottere ich das Datum ins Telefon. Falls ihr mich mittlerweile kennt, dann wisst ihr auch, dass ich die Angewohnheit habe, meine Aussagen zu relativieren mit einem “glaub ich” am Ende. Oft ist es mir schon passiert, dass dann der Gesprächspartner stutzig wird und den Anruf für einen Scam hält, vor allem wenn es Versicherungsangelegenheiten sind. Doof, aber kann man nichts machen. Andere Länder, andere Sitten.

Aber es gibt viele verwirrende Bräuche bei uns. Nicht nur, dass der Geburtstag sich verschiebt, nein, das wäre zu einfach, wir sind auch bereits 1 Jahr alt, wenn man auf die Welt kommt. Das sollte abgeschafft werden, aber ein Brauch, der steinalt ist, ist nicht so einfach aus den Köpfen der Menschen rauszukriegen. Ebenso verwirrend ist, dass das Alter in Geburtsjahren angegeben wird. Demnach ist man nicht ein Jahr älter, wenn der eigentliche Geburtstag ist, sondern bei Neujahr, und zwar nicht das Neujahr, das wir alle kennen, sondern das Neujahr nach dem Mondkalender (quasi das chinesische Neujahr). Das hat folgenden Hintergrund: chinesische Tierkreiszeichen. Jeder gehört einem Jahrgang an und damit einem Tierkreiszeichen. Ich bin 1981 geboren im Jahr des Huhns. Ini ist 1982 geboren, aber im Januar vor dem chinesischen Neujahr und somit auch im Jahr des Huhns. Demnach sind wir beide nach altem Brauch ein Jahrgang, auch wenn wir 1981 und 1982 geboren wurden.

Puh! Das war kompliziert… ich hoffe, ihr kommt noch mit!

Es kann also sein, dass ein Baby im Dezember geboren wurde, 2 Monate später chinesisch Neujahr ist und deswegen das Baby bereits 2 Jahre sein soll. Dabei ist es netto erst 2 Monate alt. Verwirrend!

Naja… jedenfalls war das ein kurzer Ausflug in die Welt der verwirrenden Bräuche aus Korea und in diesem Sinne: Happy Chuseok Everyone!

Diese Woche im Podcast: Chuseok & Leid teilen.

🍂🌓 Happy Chuseok! 🎉

Chuseok ist das koreanische Erntedankfest – ein Familienfest voller Tradition, gutem Essen (Songpyeon, Galbi & Co.) und Dankbarkeit. Für uns ist es ein Anlass, nicht nur zurückzuschauen, sondern auch mit euch ins Gespräch zu gehen.

In dieser Folge haben wir etwas ganz Besonderes: Wir lesen eure Leserbriefe vor! 📬 Insgesamt vier Geschichten, die uns teilweise zum Nachdenken, teilweise zum Kopfschütteln und teilweise einfach nur sprachlos gemacht haben. 😳

Von verrückten Alltagsmomenten bis hin zu wirklich schockierenden Erlebnissen – alles ist dabei.

🎧 Hört rein und feiert mit uns nicht nur Chuseok, sondern auch die Power unserer Community! 💌💙

#WirRedenDieWelt #Chuseok #PodcastCommunity #KulturClash #Storytime

Ungefiltert. Exklusiv. Nur für Steady-Supporter. 🔥

Extra Material, die es nicht ganz in die offizielle Folge schaffen – zu persönlich, zu wild oder einfach „Off The Record“.

🎁 Was erwartet dich?

  • OFF THE RECORD-Material – Dieses Mal quasseln Ini&Jong über ihre Firmenfeiern und den Stories, die da so passiert sind.

  • Early Access: Hör die neuen Folgen bereits am Samstag – also vor allen anderen! Der Early Access endet allerdings, sobald die Folge auf Premiere eingestellt ist .

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