
“Wo Krümmel sind, da ist das Leben.” – diese Weisheit meines Sohnes steht als einleitendes Zitat in meinem druckfrischen Kritzelplaner für 2026. Unter diesem Motto schreibe ich auch den heutigen Newsletter.
Man muss nicht Großes erleben, um schöne Erinnerungen zu haben. Es reichen auch kleine Dinge, um das Leben zu genießen. Fünf davon aus dem September teile ich heute mit Dir:
1. Singing Sues

Ok, zugegeben, das ist jetzt eher etwas Großes – Singing Sues ist ein Hamburger Chor unter der Leitung der international mehrfach ausgezeichneten Dirigentin und Pianistin Suely Lauar. Hier (Si apre in una nuova finestra) habe ich bereits letztes Jahr darüber berichtet. Letzten Samstag haben Singing Sues ein ausverkauftes Galakonzert im Hamburger Miralles Saal veranstaltet.


Der beeindruckende Teamgeist und ihre Kreativität erlauben es dem Ensemble, eine Show auf die Bühne zu stellen, die das ganze Publikum mitreisst. Ihre Erlebnisse vor und hinter den Kulissen dokumentieren sie sehr unterhaltsam auf ihrer Website (Link unten in der Linkliste). Seit diesem Jahr sind sie der offizielle Chor des Haidepark-Resorts und wissen jetzt, wie es sich anfühlt, in einer Achterbahn zu singen.

Das Chor performt nicht nur mit den Stimmen, sondern auch mit Händen, Beinen und den ganzen Körpern. Kostüme, Instrumentalsolos, die Profitänzer:innen und die Choreografie, die Bühnenbeleuchtung, die Dekoration – das alles macht einen Abend mit Singing Sues zu einem besonderen Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

Das nächste Mal treten sie am 13. Dezember 2025 mit dem Weihnachts-Mitsing-Konzert in der Kulturkirche Altona auf. Schau mal auf ihrer Website vorbei, wenn Du Singing Sues live erleben möchtest (Link unten in der Liste).
2. Tanzen
“Du bist toll!” steht auf dem Einlassstempel vom Monkeys. Und gleich fühle ich mich viel besser …

Mit dem Tanzen ist das so ein Ding in Hamburg, wenn man ein Kind der 80-er ist: Es gibt viele Diskokugeln und wenig gute Klubs, die die Sehnsucht wecken und das Tanzbein entfesseln.
Ein guter hamburger Klub ist das Monkeys Music Club, oder kurz – Monkeys. Das Publikum hier sieht genau so aus, wie ich mich fühle. Umso leichter ist es, sich wohl zu fühlen und zu tanzen. Außerdem steht ja schon auf meinem Hangelenk, dass ich toll bin. Was habe ich also zu verlieren?


Fun Fact: Kennst Du den Film von Jim Jarmush “Only Lovers Left Alive”? Eine Klubszene wurde im Monkeys gedreht (damals hieß der Laden KIR).

Es gibt unterschiedliche Schwerpunktabende und Konzerte im Monkeys. Meine Lieblingsveranstaltung ist “Tainted Love” mit überwiegend 80-er Hits. Mehr brauche ich nicht … außer vielleicht Klettern :)
3. Klettern in Hamburg

Dieses Jahr ist voller Bewegung. Bereits in den Sommerferien habe ich für mich das Klettern in einem Hochseilgarten entdeckt.
Es gibt zwei richtig gute Outdoor-Kletterparks in Hamburg. Beide sind wunderbar mit den Öffentlichen zu erreichen und für fast jedes Alter (ab 5 bzw. 6 Jahren) geeignet:
Kletterwald Hamburg errecht man mit der U1, Haltestelle Meiendorfer Weg (Si apre in una nuova finestra). Hier klettert man auf richtigen Bäumen. Der Schwierigkeitsgrad ist etwas höher, aber es gibt mehr Auswahl. Und man kann schon ab 5 Jahren und 110 cm Größe hier klettern. Das Tolle an diesem Park ist das Grün, in das man förmlich eintauchen kann. Es fühlt sich wunderbar frei an.
Und zum Hochseilgarten Hansarock im wilhelmsburger Inselpark kommt man am besten mit der S3 bis Haltestelle Wilhelmsburg: HanseRock – Am Inselpark 22 (Si apre in una nuova finestra)
Hier ist der Schwierigkeitsgrad insgesamt nicht so hoch. Der Park liegt auf dem Gelände der ehemaligen Gartenschau, die im Oktober 2013 stattfand. Es gibt hier viele Seilrutschen und einen tollen Warte- und Beobachtungsbereich für die, die nicht klettern wollen. Aber wer will schon nicht klettern in einem Kletterpark?

4. Verbotene Gefuehle 2.0
Das Projekt “Verbotene Gefuehle in Zeiten des Kriegs” geht in die zweite Runde. Letzte Woche haben wir uns getroffen, um die neuen Interviews zu sichten und die Auftritte für dieses Jahr zu planen. Die spannende Frage: Wie haben sich die “verbotenen Gefühle” nach drei Jahren Krieg weiterentwickelt?


Ich freue mich sehr, weiterhin ein Teil dieser wunderbaren Gruppe zu sein. Wir sind Theaterfrauen, Regisseurinnen, Übersetzerinnen, Journalistinnen und Künstlerinnen. Die Idee des Projekts ist, sichtbar und hörbar zu machen, was nicht gern ausgesprochen wird. Hier (Si apre in una nuova finestra) ist ein Bericht über die erste Lesung im Tonali Saal, 2024.

Die Arbeit besteht darin, Menschen zu ihren “verbotenen Gefühlen” zum Thema Ukrainekrieg zu interviewen und sie in einer Sammlung auf der Bühne in drei Sprachen vorzulesen: Ukrainisch, Russisch und Deutsch.

Die nächste Lesung wird im November in Wien stattfinden, worüber ich mich auch sehr freue! Ein Wochenende später fahren wir nach Strassburg, um einer französischen Version der ersten Fassung beizuwohnen. Und in Hamburg findet die 2. Version wieder im Tonali Saal voraussichtlich am 12.11.2025. Ich werde berichten.
5. Kritzelplaner ist da!
Endlich ist er da – mein neuer Kritzelplaner! Es ist mal wider nicht ohne Fehler gegangen, aber mittlerweile wird es zum Markenzeichen. Vielleicht mache ich irgendwann einen Fehler-Planer …

Jedenfalls freue ich mich sehr darüber, meinen neuen Planer nächstes Jahr zu starten. Falls Du auch einen haben möchtest, solltest Du Dich beeilen – es gibt nur noch ca. 20 Exemplare.
Das ist ein Jahresplaner in Format A5 mit festem Buchcover, zwei Lesezeichen und einer Papiertasche hinten (mit einer kleinen Überraschung). Melde Dich gern, wenn Du Fragen dazu hast, oder gleich eins bestellen willst! Übrigens gibt der Planer auch ein Prima-Geschenk ab ;)
Tschüss
Julia Zeichenkind