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Wien püriert mir das Herz

Essen und reden. Das war die Woche unserer Autorin. Gut so.

Sorry, dass ich ein paar Tage weg war, ohne mich ein einziges Mal zu melden. Aber die Woche war kurz, kalt und knackig. Ich war spontan in Wien, einfach so, für meine süße Studentin, Schnitzel, Sachertorte und Schloss Schönbrunn. Hab nichts eingepackt außer den wärmsten Mantel, den ich finden konnte, meine Mutter und meine jüngste Tochter, und kehrte zurück mit einem steifen Nacken und einem Koffer voll emotionalem Übergepäck. Der Koffer steht noch immer vor meinem Bett, verschlossen und nicht ausgepackt. Als würde ich all die Geschichten und Tränen, all das Gesagte und Nichtgesagte, all die Gedanken und Gefühle der letzten Tage vorübergehend zwischen meiner Schmutzwäsche wegsperren  wollen.

Puh, starker Tobak zum dritten Advent. Aber ist das nicht das Leben? Mal soft, mal unbequem?

Wir haben alle unsere Geschichten. Manche gehen weit zurück, manche verfolgen uns ein Leben lang, manche keimen auf, verschwinden wieder, und manche kommen hoch, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Aber es muss sich niemand Sorgen machen. So ist das immer bei uns: Die Gefühle müssen raus.

Dabei war alles so schön. Wir fuhren einmal quer durchs Nachbarland bis Wien, checkten im elegantesten Viertel mitten im ersten Bezirk ein, wo wir morgens von den

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