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Language Snack #10: Frosch-Fraktionen

Am Wochenende war ich zu Besuch in Wien, auf der 16. Game City Wien (Opens in a new window) und, viel wichtiger, auf der diesjährigen FROG – Future and Reality of Gaming (Opens in a new window). Die FROG ist eine Game-Studies-Tagung ausgerichtet von der Universität für Weiterbildung Krems, aber meist im Verbund mit der Game City in ziemlich schicker Atmosphäre in Wiens Rathaus abgehalten. Und für mich so eine Art Haustagung, seit ich 2019 mit Rudolf Inderst gemeinsam meinen allerersten wissenschaftlichen Talk (Opens in a new window) dort gehalten habe <3

Nun war die diesjährige FROG allerdings eine besprechenswerte Ausnahme ihrer bisherigen Geschichte. In diesem Jahr war das Thema natürlich eine Besonderheit: Sonst im Call for Abstracts eher auf klassische Forscher*innen aus, mit Themen wie Apokalypse in Spielen (Opens in a new window) oder Währung und Kapital, war die diesjährige Tagung sehr viel praxisnäher auf eine bestimmte Profession ausgerichtet. Das Thema hieß eSport und Jugendarbeit, und entsprechend waren sowohl Programm als auch Publikum von Sozialarbeiter*innen, eSport-Verbänden und Jugendzentren gefüllt. Spannend durchaus, erst recht für mich, der sich ja auch für die Business-Seite der Gamesindustrie (Opens in a new window) und der Diskussionen um eSport interessiert. Der Wermutstropfen an der Sache war jedoch, dass aus der Richtung der Forschung recht wenige Leute vor Ort waren, was nicht nur aus persönlichen Gründen schade ist, sondern auch aus interdisziplinären.

Dass sogar Susanna Pollack, Präsidentin von Games for Change, auf der FROG 2025 war, ist eigentlich ein Signal. Die Forschung könnte davon durchaus Notiz nehmen.
Dass sogar Susanna Pollack, Präsidentin von Games for Change, auf der FROG 2025 war, ist eigentlich ein Signal. Die Forschung könnte davon durchaus Notiz nehmen.

Grund für den diesjährigen recht krassen Wechsel in der Themenausrichtung der FROG ist übrigens die Verbindung des Projekts mit einem ERASMUS-Förderprojekt, das die Universität mit der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW eingeworben hat. Entsprechend war Daniel Heinz (Opens in a new window), Fachbereichsleiter Digitale Spiele bei der Fachstelle, auch einer der prominenten Speaker. 

Ich glaube, die Chancen solcher interdisziplinären Veranstaltungen brauche ich an dieser Stelle nicht auswalzen: Kontakt zwischen mehreren Sichtweisen ist fast immer eine Situation, die alle Seiten voranbringt. Nicht umsonst verbinden diverse Games-Messen Business mit Forschung, Jugendarbeit mit Industrieinterna oder eSport mit Publishing. Dass die FROG in diesem Jahr wohl leider die bestehenden Tagungsgänger*innen nicht so gut erreicht hat wie erwünscht, ist schade. Vielleicht lassen sich daraus aber Lehren fürs nächste Jahr ziehen, und wenn es nur Veränderungen in der Vorab-Kommunikation sind. – Pascal

Neueste Beiträge auf Language at Play

Diesen Monat gab es einen wunderbaren Gastartikel von Christina Kutscher mit dem Titel Wie Spieler*innen das Beste aus Nightreigns non-verbaler Kommunikation herausholen (Opens in a new window). Schon mal in einem Souls-Titel beim Multiplayer mit Gesten und Waffengewackel kommuniziert? Spieler*innen haben in Nightreign daraus eine regelrechte Kunst gemacht!

Den Call Board | Game | Play: Wechselspiele an den Schnittstellen zwischen digitalen und analogen Spielformen (Opens in a new window) aus dem letzten Newsletter findet ihr inzwischen zur einfacheren Verbreitung auf unserem Blog.

Termine

Auf languageatplay.de (Opens in a new window) findet ihr stets eine Übersicht (Opens in a new window) über die aktuellsten Calls und Game-Studies-Veranstaltungen. Hier einige der kommenden Highlights:

Calls

Veranstaltungen

Fundstücke

Falls ihr eure Terminhinweise oder Fundstücke in Zukunft hier sehen oder einen Gastartikel über euer Wunschthema schreiben möchtet, könnt ihr uns diese per E-Mail (Opens in a new window) oder Social Media (Opens in a new window) zukommen lassen.

Ein Fundstück im wahrsten Sinne des Wortes. Dragon Age: The Last Court (Opens in a new window), ein kostenloses DA-Browsergame, das 2020 von EA abgeschaltet wurde, ist nun mit einigen Änderungen und Zusätzen wieder verfügbar.

Eines der schönsten und am häufigsten referenzierten Linguistik-Beispiele wurde von @foone (Opens in a new window) auf Bluesky als Auswahlkriterium für Dating-Apps vorgeschlagen: Bist du Bouba oder Kiki? (Opens in a new window)

Die Kategorien "Bouba" und "Kiki" auf einer fiktiven Dating-App.
Die Kategorien "Bouba" und "Kiki" auf einer fiktiven Dating-App.

Worum es dabei geht (Opens in a new window), könnt ihr zum Beispiel in Bezug auf Magienamen bei Language at Play nachlesen


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