
Ich danke euch. Herzlich. Ich habe so viele warme, weiche Nachrichten bekommen auf meine Stories vom letzten Freitag. So viel Verständnis, so viel Geduld, so viel Verbundenheit — und hier und da auch Anklänge, dass es einigen ähnlich geht. Gerade jetzt oder auch schon seit geraumer Zeit.
Das hat wohl auch mit der großen Lage unserer kleinen Welt zu tun, die ja seit Jahren merklich aus Gefügen rutscht, die wir zumindest hierzulande immer für sicher und selbstverständlich, für berechenbar gehalten haben. Jetzt fühlt es sich für viele an, als würden unsere Zuversicht und unsere Kraft wieder und wieder über ein Reibeisen gezogen, mit jeder Nachricht, mit jeder Zuspitzung im Außen, immer weiter abgefeilt.
Es hat durch die Generationen, und das habe ich gerade erneut wieder im Lesen von Joan Didions Werk gedacht, immer und überall stürmische Zeiten gegeben. Manchmal ist mir das ein Trost, manchmal ist es das genaue Gegenteil. Irgendwo müssen wir uns verorten, auf dieser brüchigen Bahn zwischen der Überlegung, dass es doch schon schlimmer war … und der Befürchtung, dass es noch viel schlimmer kommen wird. Und ich rutsche, auch je nach persönlicher Tagesform, mal auf diese, mal auf jene Seite dieser wackeligen Waage.
Und als wäre das nicht genug, birgt die persönliche Geschichte von uns allen so viel