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    <title>Mediapreneur.FM | Live-Podcast + Newsletter</title>
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    <description>Das Magazin mit Gesprächen, Frameworks und Praxiswissen für dein Media-Business. Als Live-Podcast und Newsletter.</description>
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      <title><![CDATA[Der Plan: Ein Spotify für News]]></title>
      <description><![CDATA[Es gab schon viele Anläufe für ein Spotify for News - und damit viele Gründe, es zu lassen. Warum (und wie) Swantje Dake und ihr Mitgründer es dennoch versuchen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihr von deinen Plänen</strong>.“</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/30c8d714-3cf1-4ce8-a128-6c39284d957a/uploads/images/rtbawslbrq/Uberschrift_%284%29.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Herzlich Willkommen zur neuen Ausgabe von <a href="http://mediapreneur.fm/">Mediapreneur.fm</a> - den Newsletter über die Pläne von Mediamakern – und was passiert ist, als diese Pläne auf die Realität getroffen sind.</p><p>Die heutige Ausgabe stammt aus der Feder von Swantje Dake, der Gründerin von unlock. <strong>Lesedauer: Rund 6 Minuten.</strong></p><p>Bundling-App, Aggregator, Spotify for news – egal, wie man es nennt, es gab schon mehrere Anläufe für ein solches Produkt. Es gibt damit sehr viele gute Gründe, es zu lassen. Swantje Dake und ihr Co-Gründer Peter Hornik versuchen es dennoch. Die größte Hürde? Nicht die Verlage.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c83fe677-951c-4934-a660-640c9d689e40/uploads/images/qrgn6to7ah/Uberschrift_%286%29.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2>„Warum gibt’s das nicht?“</h2><p>Die Frage, mit der alles anfing. Mein Co-Gründer Peter Hornik und ich lernten uns im Frühjahr 2021 kennen. Er stellte mir die Fragen bei einem unserer ersten Dates. Wir waren beide nicht auf Job-Suche, sondern auf Partner-Suche. Ich war Chefredakteurin Digital, er begeisterter Leser mit mehreren Digital-Abos. Selbst unter Journalisten ist so eine Häufung selten. Fand ich super. Er weniger; denn er zahlte viel Geld und hatte zu wenig Zeit zum Lesen. Er hatte schon vor Jahren eine Lösung für sein Problem geskribbelt, inspiriert von Blendle. Als das nicht groß wurde, verschwanden seine Pläne in der Schublade.</p><p>Jahre später hatte ich viele Antworten auf seine Frage. Aus Verlagssicht. Peter hielt immer wieder dagegen, pochte auf die Kundensicht, zeigte auf die verschiedenen Versuche, Umfragen und Studien. „Es wird dieses Produkt irgendwann geben. Die Frage ist, wer es baut.“</p><p>Peter hat schon mehrere Unternehmen in seinem Leben gegründet, darunter auch eine E-Book-Plattform, und hat jahrelang als Geschäftsführer des Digital Innovation Hubs Düsseldorf/Rheinland hunderte Startups und Scaleups begleitet. Was soll also schon passieren?</p><p><strong>Little did I know.</strong></p><p>Stark verkürzt und romantisiert: Zwei Jahre nach Peters Frage kündigte ich meinen Job, ein Jahr später verließ ich meine Chefredakteurs- und Geschäftsführerinnen-Rolle. Im Frühjahr 2024 gründeten wir. Und dann passierte erstmal relativ wenig.</p><p>Ich dachte ernsthaft, ich habe alles bedacht, gelesen und bin vorbereitet. Ich hatte ja einen Plan. Ich bin sehr gut im Pläne machen. Es dauerte nur wenige Wochen, bis ich das Zitat von Startup-Guru Steve Blank verstand: „No business plan survives first contact with customers.“ Es braucht nicht mal Kundenkontakt. Den Kontakt mit der Realität überlebt so ein Plan nicht.</p><p>Nichts, aber auch wirklich gar nichts läuft seitdem nach Plan. Ich könnte jetzt behaupten, dass ich das akzeptiert habe, dass ich mich im Flow total wohl fühle, dass es kein Sprint ist, sondern ein Marathon und dass das mir, als ehemalige Triathletin, ja gerade liegt. Was für ein Quatsch!</p><p><strong>Was stimmt:</strong> Ich habe gelernt, dass mir vermeintliche Sicherheit wie Arbeitsvertrag, regelmäßiges Einkommen und 30 Tage Urlaub (inkl. ausreichend Geld für Reisen) nicht so sehr fehlen. Ich merke, dass mir Selbstständigkeit und Aufbau sehr viel mehr liegen, als die Arbeit in Strukturen.</p><p><strong>Was auch stimmt:</strong> Manchmal glaube ich mir selbst nicht, wenn ich mantramäßig beim Anblick meiner Konten murmle: „Das ist jetzt halt nicht die Zeit für Vermögensaufbau, sondern eine Investition in dich.“</p><p><strong>Was ich heute nicht weiß:</strong> Ob ich in drei Monaten oder drei Jahren denke, dass es jetzt reicht und wir ein weiterer gescheiterter Versuch auf dem Weg zum „Spotify for news“ sind.</p><p>Natürlich ist die Skepsis der Verlage zum Thema Bundling eine Hürde – und der Halbsatz im Teaser war aber mehr als ein Cliffhanger. Natürlich wäre es einfacher, wenn sie alle einfach „ja“ sagen würden und weniger Angst vor Kannibalisierung und Veränderung der Distributionswege hätten. Schließlich haben wir uns wirklich viele Gedanken gemacht und richtig gute Lösungen gefunden.</p><p>Aber diese Nuss war erwartbar; denn die Argumentation der Verlage kannte ich nach mehr als 20 Jahren zu gut – und ich wusste auch, wie lang und langwierig Entscheidungswege sind. Auch wenn sie noch viel mehr Schleifen und Loopings haben, als ich mir ausgemalt hatte. Zumal wir mit dem Plattform-Modell uns ein schwieriges Geschäftsmodell ausgesucht haben. Wenn wir die richtigen Inhalte haben, kommen die Nutzer nicht. Wenn die Nutzer nicht da sind, haben die Verlage kein Interesse. Wenn beides nicht da ist, finden Investoren den Case nicht spannend. Diese drei Säulen haben wir immer im Blick. Und in den vergangenen Wochen stand das Produkt im Vordergrund. Es ist also auch immer eine Entscheidung, worauf man derzeit keine Energie legt.</p><h2>Die echten Hürden stellen sich mit einem fetten Grinsen überraschend in den Weg:</h2><ul><li><p><strong>Unsere Marken-Anmeldung:</strong> Wort-Marke und Bild-Marke anmelden ist wichtig, aber reine Formsache. Unser Markenrechtsanwalt riet uns, unseren Namen zu überdenken und zeigte uns eine lange Liste mit Firmen, die klagen könnten. Wir blieben bei „unlock“. Keine der Firmen klagte, aber eine weitere, die nicht auf der Liste stand. Es dauerte mehr als eineinhalb Jahre, in denen sich unser Anwalt und der Anwalt einer portugiesischen Designbrand Briefe hin- und herschickten. Das kostet. Zeit und Geld. Ich wusste vorher nicht, dass Anwälte in 15-Minuten-Intervallen abrechnen.</p></li><li><p><strong>„Medien sind nicht sexy.“</strong> Sagte mir jemand ins Gesicht. Am liebsten hätte ich ihn gefragt, ob er weiß, wen er vor sich hat. Mehr als 20 Jahre Journalistin! Nicht sexy? Entschuldigung!!! Aber ich wollte sein Geld, und ich hatte Verständnis. Er ist Investor. Wer auf die Medienbranche schaut, kann durchaus den Schluss ziehen, dass die Branche unter Druck ist. Ein sichereres Investment sind derzeit Deep-Tech-Themen oder Drohnen-Startups. Medien-Gründungen sind kein Hype-Thema, aber ein wichtiger Baustein unserer Demokratie. Mit unlock wollen wir Journalismus zugänglicher machen, denn nur eine vielfältig informierte Gesellschaft ist eine stabile. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit – und es ist irgendwas zwischen erschreckend und heilsam, zu spüren, dass das nicht für alle so ist.</p></li><li><p>Okay, das <strong>Fundraising </strong>vor den ersten Umsätzen lief nicht wie geplant. Wir überlegten, wie wir es uns dennoch leisten können, die unlock-App zu bauen. Bislang haben wir unlock komplett selbst finanziert. Sowohl mein Co-Gründer als auch ich arbeiten als Berater in unseren Branchen, um Miete und Co zu finanzieren. Für die App brauchten wir einen anderen Plan. In Nordrhein-Westfalen, wo wir sitzen, gibt es ein Fördermittel, das von der EU und dem Land NRW finanziert wird. 70 Prozent einer Go-to-market-Maßnahme werden erstattet. Klang gut, wurde bewilligt. Was wir lernten: Wie viel Arbeit in Anträgen steckt, wie unverständlich Deutsch sein kann, wie umständlich Förderanträge sein können, wie viel man beachten muss und wie viel man falsch machen kann, ohne es auch nur zu ahnen. Eventuell wäre es Lebens- und Arbeitszeitschonender gewesen, wir hätte es komplett selbst finanziert.</p></li></ul><p><strong>An jedem dieser Punkte wäre ein Aufhören möglich, gar nachvollziehbar gewesen.</strong> Dann wären wir eins von bis zu 90 Prozent der Startups, die in den ersten drei Jahren aufhören. Statistisch gesehen der normale Weg. Man kann sagen: „Dann lassen wir es besser“ oder aber: „Lass uns zu den zehn Prozent gehören“.</p><p>Ob es klappt? Weiß niemand. Kein Investor. Kein Geschäftsführer, der mir sagt: „Das funktioniert nicht.“ Auch nicht mein Kopf, der immer mal wieder zweifelt.</p><p>Seit sechs Monaten gibt es die unlock-Website. Sieben Medienhäuser sind bereits Partner, mit zwei Dutzend weiteren führen wir Gespräche. Seit zehn Tagen gibt es eine App. Wir haben Fans und Unterstützer, die nach einem Abo fragen oder uns italienische Limo schicken.</p><p>Und es gibt viele Pläne. Und ein weiteres Zitat: „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“ Sören Kierkegaard, zu früh geboren, um in Startup-Buzzwords zu sprechen, gibt mir an vielen Tagen Energie, wenn ich mal wieder eine Entscheidung treffe, von der ich noch nicht so richtig weiß, wohin sie mich führt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p>Zum Abschluss ein paar letzte Worte von mir (Sören):</p><p><strong>Ich möchte an dieser Stelle (stellvertretend) Danke sagen liebe Swantje, dass du uns auf deine Reise mitgenommen und uns einen Blick unter die Motorhaube gewährt hast. 🙏🏼🙏🏼🙏🏼</strong></p><p>Und auch ein paar Worte an dich liebe Lesende, bzw. lieber Lesender:</p><p><strong>Du willst dir unlock mal anschauen? </strong>Hier geht’s zu Deinem persönlichen Newsfeed, mit Deinen Themen, Deinen Quellen, ohne Werbung: <a href="https://unlock-it.news/de">https://unlock-it.news/de</a></p><p><strong>Oder willst du mit unlock neue Zielgruppen und eine zusätzliche Monetarisierung erreichen?</strong> Dann meld dich unter <a href="mailto:swantje@unlock-it.news">swantje@unlock-it.news</a>. Bis Jahresende sind noch fünf Slots für Medienhäuser, Journalist:innen und Verlage offen. <br/><br/>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><em>Du hast diesen Newsletter weitergeleitet bekommen? Dann kannst du ihn hier abonnieren: </em><strong><em>➽ </em></strong><a href="https://mediapreneur.fm/"><strong><em>Link zur Anmeldung</em></strong></a></p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Tue, 20 Oct 2026 06:17:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Der Plan: Mama soll nen Brief schreiben]]></title>
      <description><![CDATA[Von Mamas Esstisch zur Lage der Nation: Thomas Lorenz nimmt uns mit auf seinen Weg zu „Brief-nach-Berlin“.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihr von deinen Plänen</strong>.“</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/30c8d714-3cf1-4ce8-a128-6c39284d957a/uploads/images/rtbawslbrq/Uberschrift_%284%29.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Herzlich Willkommen zur neuen Ausgabe von <a href="http://mediapreneur.fm/">Mediapreneur.fm</a> - den Newsletter über die Pläne von Mediamakern – und was passiert ist, als diese Pläne auf die Realität getroffen sind.</p><p>Die heutige Ausgabe stammt aus der Feder von Thomas Lorenz, dem Gründer von Brief-nach-Berlin. <strong>Lesedauer: Rund 6 Minuten.</strong></p><p><strong>Und los geht’s…</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/30c8d714-3cf1-4ce8-a128-6c39284d957a/uploads/images/oiuocjpqiv/Uberschrift_%281%29.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2>Mein ursprünglicher Plan bestand aus einem Gedanken:</h2><p>„Wer nutzt das? Meine Mutter und vielleicht zwei, drei Leute hier und da.“ Damit lag ich falsch. Nur anders, als ich es mir heute schönreden würde.</p><h2><strong>Der Plan: Mama soll nen Brief schreiben</strong></h2><p>Anfang des Jahres war ich bei meiner Mutter in Duisburg. Sie hat sich mal wieder über Probleme in der Nachbarschaft, den verdreckten Gassiweg und die Politik aufgeregt (ggf. auch zu Recht). Ich hab frech gefragt: „Warum schreibst du nicht deinem Abgeordneten? Die Zeit hast du doch.“</p><p>Die Antwort war ein Blick, der ungefähr hieß: „Wer ist das, wo sitzt der, und was schreib ich da überhaupt? Aber bringt ja eh nix.“ „Alles Ausreden in Zeiten von Internet und KI“, dachte ich.</p><p>Also hab ich mit KI ein kleines Tool gebaut, das ihr die Ausrede nahm: Anliegen schildern, PLZ eingeben, die zuständigen Abgeordneten werden gefunden und man bekommt einen Briefentwurf. Brief-nach-Berlin war geboren. Ihren Brief hat sie per Hand geschrieben (da besteh ich drauf!) und abgeschickt. Ein paar Wochen später rief das Büro ihres Bundestagsabgeordneten an, kam sogar vorbei, ihr Gassiweg wurde komplett bereinigt. Mutter strahlt!</p><p>Ich dachte: „Nettes Familienprojekt, steckt mehr dahinter?“</p><h2><strong>Fehlannahme 1: Ein Hype ist ein Durchbruch</strong></h2><p>Zurück in Bremen hörte ich beim Kochen den Podcast „<a href="https://lagedernation.org/">Lage der Nation</a>“. Die Hosts fragten, ob einige aus ihrem Publikum mal in einer Bürgersprechstunde waren oder man seinen Abgeordneten geschrieben hätte. Mein Projekt klingelte in meinem Kopf. Sofort hatte ich eine Sprachnachricht an die Lage geschickt – ehrlich gesagt vor allem, um mir selbst eine Deadline zu setzen. Danach hab ich etwa zwei Wochen nach Feierabend an Brief-nach-Berlin weitergeschustert, die Website verschönert und mit Freunden getestet.</p><p>Mitte Mai erwähnt die Lage das Tool in der Sendung. Ich musste dreimal zurückspulen. „Warte, reden die da über mich?“ Am nächsten Morgen wache ich zu über 100 neu formulierten Briefen auf. <a href="https://lnkd.in/p/dujG_Wmd">Mein LinkedIn-Post dazu bekommt über 1.500 Reaktionen.</a> Dann kommen <a href="https://www.weser-kurier.de/bremen/politik/bremer-erstellt-ki-portal-um-schnell-politiker-kontaktieren-zu-koennen-doc861z47hb3ieyv6y21iy">Weser-Kurier</a>, Funke, eine <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/schreiben-an-politiker-brief-nach-berlin-so-einfach-geht-der-kontakt-zur-politik-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260624-930-272418">dpa-Meldung</a>, Radio.</p><p>Und ich dachte: Jetzt geht&#39;s ab.</p><p>Was ich nicht wusste: Aufmerksamkeit kommt in Wellen. Und Wellen gehen wieder. Ein paar Wochen nach der dpa-Meldung war der Hype rum. Für neue Wellen bin ich nun selbst verantwortlich.</p><h2><strong>Fehlannahme 2: Das Produkt ist die Arbeit</strong></h2><p>Ich kann nicht programmieren. Das sag ich gern, weil es stimmt und weil es inzwischen fast egal ist. Die ersten rund 2.200 Briefe haben mich zusammen 2,70 € gekostet. Dazu noch etliche Stunden Zeit und ein paar Testgutscheine von Claude. Der Code war also nicht das Problem, die Infrastruktur an sich ist schlank gebaut.</p><p>Das Problem war alles abseits der Technik: Wie kommt der Link zu den Menschen, die gerade wütend auf die Politik sind und nicht wissen, wohin damit? Wie spreche ich Influencer an? Muss ich jetzt selber Videos drehen oder posten?</p><p>Ich bin ziemlich unvorbereitet ins Sales-Game gestartet. Mein Pitch an Menschen mit Reichweite war anfangs ungefähr: „Hey, du hast Reichweite, ich hab ein gratis Tool was vielen hilft. Willste das teilen?“ Wer selbst Sales-Erfahrung hat, zuckt jetzt vermutlich zusammen. Zu Recht.</p><p><strong>Ein paar Momente, die mir viel beigebracht haben:</strong></p><ul><li><p>Eine Podcasterin hat mir im Vorgespräch offen gesagt, sie sei ein bisschen enttäuscht, weil ich mich nicht richtig vorbereitet hatte. Ich kannte aus ihrem Podcast genau einen Schnipsel. Sie hatte recht. Unangenehm, und trotzdem eines der hilfreichsten Gespräche meines Sommers.</p></li><li><p>Ein Comedy-Format wollte einen Brief-Aufruf einbauen. Zum vereinbarten Call kam niemand. Danach auch keine Nachricht mehr. Geghostet werden ist doof - dabei dachte ich, ich liefere ihnen den perfekten Call to Action, damit Menschen zum Abschluss eines Textes direkt ins Handeln kommen können und mache ihren Content damit kostenlos und ohne großen Mehraufwand noch wertvoller?</p></li><li><p>Bei der dpa hab ich dagegen einfach so lange nachgehakt, bis jemand geantwortet hat. Über die Meldung bin ich dann in viele Zeitungen reingerutscht. Tiptop!</p></li></ul><p>Was ich daraus mitnehme: Reichweite gibt&#39;s nicht auf Anfrage. Egal wie überzeugt man von der eigenen Idee ist („Ey, ist umsonst und ich war in der Lage“ zieht nicht). Man muss vorher verstehen, was die andere Seite davon hat und vor allem, wie man pragmatisch die Balance zwischen Qualität und Quantität findet. Klingt für viele banal, in der frühen Begeisterung ging das bei mir unter.</p><h2><strong>Fehlannahme 3: Weniger Hürde ist immer besser</strong></h2><p>Kleiner Exkurs, weil ich da heute noch schmunzeln muss: Am Anfang kamen Mails, warum man den Brief nicht als Word-Datei oder PDF bekommt. Ausdrucken, unterschreiben, fertig.</p><p>Das ist Absicht: Der KI-Entwurf soll zu einem handgeschrieben Brief führen, die Angst vor dem weißen Blatt und dir eine Ausrede nehmen. Ein bisschen Arbeit ist der Filter. Handgeschriebene Briefe fallen in Abgeordnetenbüros auf, und beim Abschreiben passiert auch etwas mit einem selbst: Man kommt vom Betroffen-Sein ins aktive Handeln und erfährt demokratische Selbstwirksamkeit. Win Win!</p><p>Also: Hürde runter, aber nicht auf null. Das hab ich mir allerdings nicht vorher überlegt. Beschwerden bestätigen die Regel.</p><h2><strong>Wo ich heute stehe</strong></h2><p>Über 3.000 Briefe sind inzwischen über Brief-nach-Berlin entstanden. Statt Mama und zwei, drei Leuten hier und da.</p><p>Aus dem Tool für Einzelne sind Briefkampagnen für NGOs geworden: Eine Initiative kann ein Anliegen vorverfassen und viele Menschen schreiben dazu ihre eigenen Briefe an ihre Abgeordneten. Bei einer Kampagne zum AfD-Prüfverfahren kamen in zwei, drei Wochen <a href="https://www.brief-nach-berlin.de/kampagne/afd-vor-gericht">knapp 500 Briefe zusammen</a>. </p><p>Was die Briefe bewirken (in Politik und bei den Verfassern), weiß ich übrigens oft nicht. Ich speichere bewusst keine Daten und wollte am Anfang einfach nur Leute aktivieren. Inzwischen frag ich nach. Meine Mutter ist mittlerweile Demokratie-Fan Nummer 1 in Duisburg, Sätze wie „Ich hab gestern mit Brief-nach-Berlin meinen ersten Brief an die Politik geschrieben“ oder „Ich hab ne Antwort bekommen, mit der ich nicht happy bin und schreibe gleich nochmal“ motivieren volle Möhre.</p><p>Und ich führe fast jeden Tag ein Gespräch mit Menschen aus Medien, NGOs, Podcasts und Tech. Das ist der Teil, den ich am meisten unterschätzt habe. Die Perfektion am Tool ist am Ende eher Prokrastination, der Outreach ist die eigentliche Arbeit. </p><h2><strong>Mein Plan und das, was davon übrig bleibt</strong></h2><p>„Life is what happens to you while you’re busy making other Plans” sang eins John Lennon. Mal schauen, wie mein Leben in den nächsten Monaten diesen Plan herausfordert:</p><ol><li><p>Kampagnen statt Einzelwellen. Mehr NGOs, die mit ihren Communities Briefkampagnen fahren. Dann hängt Brief-nach-Berlin nicht mehr an der nächsten Podcast-Erwähnung, sondern wird von den Initiativen an ihr Publikum getragen.</p></li><li><p>Eine Schulversion. Mit <a href="https://www.digitalschoolstory.de/">DigitalSchoolStory </a>aus der Bildungsarbeit teste ich, wie ganze Klassen Briefe an ihre Lokalzeitung schreiben. Dazu kommt bald eine Seite, die Schülerinnen und Schülern hilft, ihre so wichtigen Themen in die Politik zu bringen.</p></li><li><p>Finanzierung, die zur Idee passt. Spenden und Förderung, damit das Projekt nachhaltig finanziert bleibt. Kein Werbegeld, keine Daten.</p></li><li><p>Reichweite über Partnerschaften statt Klinkenputzen. Und diesmal sogar mit mehr Erfahrung und besser vorbereitet.</p></li></ol><p>Meine Prognose: Punkt 2 dauert doppelt so lange wie gedacht, Punkt 3 hält mich nachts wach, und bei Punkt 4 schreibe ich locker noch einmal „lass mal treffen“, ohne vorher nachzudenken.</p><h2><strong>Und du?</strong></h2><p>Wenn du einen Newsletter, Podcast oder eine Community hast, deren Leute sich oft über Politik aufregen und nicht wissen, wohin damit: Vielleicht passt ein Aufruf zum Briefeschreiben? Ich überleg diesmal vorher, was du davon hast. Versprochen 😉</p><p>Und wenn du Feedback zu meinen Plänen hast oder gemeinsam mit mir darüber lachen willst, weil du dieselben Fehler schon vor zehn Jahren gemacht hast: Auch das hilft mir sehr. Schreib mir gern auf <a href="https://www.linkedin.com/in/thomaslorenz91/">LinkedIn</a> oder an <a href="mailto:brief-nach-berlin@posteo.de">brief-nach-berlin@posteo.de</a>.</p><p>Danke dir, Sören, für die Einladung. Und danke an alle, die bis hierhin gelesen haben.</p><p>Allerbeste Grüße und viel Spaß beim Briefe schreiben</p><p>Thomas aus Bremen</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><em>Falls du diesen Newsletter weitergeleitet bekommen hast, kannst du ihn hier abonnieren: </em><strong><em>➽ </em></strong><a href="https://mediapreneur.fm/"><strong><em>Link zur Anmeldung</em></strong></a></p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Mon, 12 Oct 2026 05:16:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Findungsphase abgeschlossen]]></title>
      <description><![CDATA[Nach 36 Ausgaben ist die Findungsphase endlich abgeschlossen. Wie es nun weitergeht, erfährst du in dieser Ausgabe.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>“Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihr von deinen Plänen”</strong>.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p></p><p>36 Ausgaben Mediapreneur-Newsletter liegen hinter uns und, um ganz ehrlich zu sein, für mich fühlt es sich so an, als wären da so zwei oder drei gute Ausgaben von mir dabei gewesen. So wie ich mich kenne, sind es dann vielleicht doch fünf bis sechs, was bei 36 Ausgaben natürlich keine grandiose Quote ist. Ich habe damit aber für mich meinen Frieden gemacht. Es war einfach eine Findungsphase, in der ich/wir viel ausprobiert haben.</p><p><em>Kurz zum Verständnis: David und ich haben das jetzt klarer aufgeteilt. Er übernimmt den Podcast, ich kümmere mich um den Newsletter. </em><a href="https://pod.link/1816708744"><em>Hier kommst du zum Mediapreneur.fm-Podcast</em></a></p><p>Die mit Abstand sympathischste Idee ist für mich weiterhin der Ansatz: <strong>Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihr von deinen Plänen.</strong> Ich hatte das Gefühl, dass das Format auch bei euch gut ankommt. In der Realität stellt sich nun aber heraus, dass ich dann doch nicht jede Woche</p><ul><li><p>einen gescheiterten Plan habe,</p></li><li><p>den ich schon überwunden habe,</p></li><li><p>aus dem ich schon meine Lehren gezogen habe</p></li><li><p>und über den ich lockerflockig schreiben kann und will.</p></li></ul><p>Ich denke (hoffe?), wir kennen das alle: Bei den Anderen siehste immer nur die Projekte, die funktioniert haben. Und es sieht immer so aus, als wäre da alles eine Wolke.</p><p><strong>Aber suprise, surprise: Ist gar nicht so.</strong></p><p>Ich habe in den letzten Wochen mit einigen Mediamakern darüber gesprochen und bin auch sehr glücklich, das Feedback bekommen zu haben, dass es anscheinend wirklich Allen so geht. Deswegen möchte ich diesen Newsletter mit dem “Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihr von deinen Plänen”-Format weiterführen. Nach 36 Ausgaben ist die Findungsphase abgeschlossen.</p><p>Für die kommenden Ausgaben habe ich dazu mehrere Mediapreneure eingeladen und bin (zu meinem Erstaunen) auf sehr viel Bereitschaft getroffen, die eigenen Pläne zu teilen und auch, was passiert ist, als diese Pläne auf die Realität getroffen sind.</p><p>Ab Montag geht es daher in diese Richtung weiter. Ich muss sagen, ich freue mich mega. Du auch?</p><p>(Sowohl Email-Antworten als auch Abmeldungen werden als direktes Feedback gewertet… :D)<br/><br/>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><em>Falls du diesen Newsletter weitergeleitet bekommen hast, kannst du ihn hier abonnieren: </em><strong><em>➽ </em></strong><a href="https://mediapreneur.fm/"><strong><em>Link zur Anmeldung</em></strong></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Thu, 08 Oct 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mediapreneur.fm – Starte hier]]></title>
      <description><![CDATA[Eine kurze Einführung in die Mediapreneur.fm-Welt. Lesedauer: 1 Minute ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zu <strong>Mediapreneur.fm</strong>,<br/>dem digitalen Magazin für unabhängige Medienschaffende.</p><p><strong>Mediapreneur.fm</strong> besteht aus diesen zwei Formaten:</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit;">Ein Newsletter von Sören Mannschitz:</mark></p><p>Der Newsletter folgt dem Leitsatz <strong>“Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihr von deinen Plänen”</strong>. Jeden Montag teilt ein Mediapreneur einen seiner oder ihrer Pläne mit dir - und was passiert ist, als der Plan auf die Realität getroffen ist. Hier kannst du dich für den Newsletter anmelden: <a href="https://steady.page/de/mediapreneur/newsletter/sign_up">Zur Newsletter-Anmeldung</a></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Ein Podcast von David Reiter:</mark></p><p>Staffel 3 läuft in der Woche ab 26. Oktober ab. Freu dich auf sechs neue <strong>Gespräche über Selbstwirksamkeit, Impact, nachhaltige Finanzierung und Wachstum</strong> rund um die journalistischen Herzensprojekte unserer Gäst:innen. <a href="https://pod.link/1816708744">Zum Podcast hier entlang</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e1c363f9-0fb8-42e6-ac4d-662173196ff8/uploads/images/2eo6austfe/David___Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2>Falls du uns direkt ansprechen magst:</h2><p><strong>Sören </strong>kannst du per Mail via <a href="mailto:soeren@mediapreneur.fm">soeren@mediapreneur.fm</a> oder <a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/">hier auf LinkedIn</a> erreichen</p><p><strong>David </strong>kannst du per Mail via <a href="mailto:david@mediapreneur.fm">david@mediapreneur.fm</a> oder <a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/">hier auf LinkedIn</a> erreichen</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><h3>Angebote aus der Redaktion:<br/></h3><p><strong>🎒 Mediapreneur</strong> ist <strong>Steady-Ambassador</strong>.</p><p>Wenn du dich über unseren Steady-Link anmeldest, können wir dir eine 60-minütige, individuelle Beratung zu deiner Community-Finanzierung anbieten und du bist in den ersten drei Monaten von den Abgaben an Steady befreit (also von den 10% Provision, die Steady einbehält). <a href="https://steady.cello.so/ktQrIDJ00VI">Zu unserem Steady-Link</a></p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 07 Oct 2026 08:49:32 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[An alle Podcastenden dieser Welt]]></title>
      <description><![CDATA[Herzlichen Glückwunsch, heute ist der internationale Tag des Podcastens. Wir finde das ist ein guter Zeitpunkt, um…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 35. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e1c363f9-0fb8-42e6-ac4d-662173196ff8/uploads/images/2eo6austfe/David___Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>✏️ <strong>Sören beginnt:</strong></p><p>Herzlichen Glückwunsch, heute ist der internationale Tag des Podcastens. Ich fand das ist ein guter Zeitpunkt, um</p><ul><li><p>meinen Lieblings-Podcaster:innen mal eine „Danke“-Nachricht zu hinterlassen</p></li><li><p>endlich mal selbst in einem Podcast zu Gast zu sein</p></li></ul><p>Mit den Danke-Nachrichten bin ich heute den ganzen Tag beschäftigt, weil ich einfach so gern und so viele Podcasts höre :D.</p><p>Meine erste (Video-)Podcast-Aufnahme habe ich hingegen bereits im Vorfeld hinter mich gebracht, denn ich war anlässlich des heutigen „International Podcast Day“ im Podcast „Interviewhelden“ von Markus Tirok zu Gast. Es ging – natürlich – um das Thema Kooperationen und Werbepartnerschaften. Falls du mal reinhören oder -schauen möchtest, hier findest du die Folge auf den gängigen Plattformen:</p><a href="https://pod.link/1493714384/episode/ZjI4YmJiYzkyNzlmZmJmOTc3MmNlMzM3OGM5OWNmZTQ">https://pod.link/1493714384/episode/ZjI4YmJiYzkyNzlmZmJmOTc3MmNlMzM3OGM5OWNmZTQ</a><p><br/>(Freue mich über jedes Feedback :))</p><hr aria-hidden="true"/><p>✏️ <strong>Ab hier von David:</strong></p><p>Podcastest du auch?</p><p>Heute Abend schalten wir uns im Rahmen vom <a href="https://www.skool.com/rec-club-4587/about">REC Club</a>, mit euch zusammen, um zu zelebrieren, dass es unsere Podcasts noch immer gibt.</p><p>Zusammen blicken wir auf das, was ist und auf das, was noch kommt.</p><p><strong>📅 <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">MI, 30.09. ab 20 Uhr via </mark></strong><a href="https://meet.google.com/ovr-gmvz-voy"><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit;">Meet</mark></strong></a><strong> (Klick)</strong></p><p>Ich öffne darin auch den Maschinenraum, woran ich aktuell mit St. Audio arbeite: ein MCP-Tool plus separater Growth-Community. Perfekt für alle, die mal wieder an ihrer Reichweite arbeiten wollen. Im Termin gibt’s die ersten Details dazu.</p><p>Wir halten dir einen Platz frei.<br/></p><p>Frische Grüße<br/>senden dir<br/>David + Sören</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 30 Sep 2026 11:19:15 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bewerbungsgespräche war früher]]></title>
      <description><![CDATA[Über 8 Stufen zum großen Ziel: Dafür bezahlt werden, dass du das tust, was du gerne tust.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 34. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter freitags für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p></p><p>Werbung verkaufen ist wie sich auf einen Job zu bewerben. Du musst dich auf jeden Fall an den korrekten Ablauf des Prozesses halten. Du kannst nicht einfach zum Vorstellungsgespräch gehen, ohne vorher eine Bewerbung geschickt zu haben. Und wenn du alles richtig machst, dann bedeutet dass nur, dass du am Ende sicher ein Ja oder Nein bekommst. Nicht mehr und nicht weniger So läuft dieses Spiel halt. Die Belohnung ist in beiden Fällen, egal ob du um auf einen Job oder ob um einen Kooperationspartner wirbst, dass du bei Erfolg dafür bezahlt wirst das zu tun, was du gerne tust. Ein Ziel, für das es sich lohnt zu kämpfen. Oder?</p><p><strong>Damit du dich nicht in unzähligen Details verlierst</strong> und weißt, welche Schritte du in welcher Reihenfolge nacheinander durchgehen musst, hier eine kurze Übersicht der acht Stufen, (inklusive der teuersten Fehler zu jeder Stufe).</p><p></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Stufe 1: Pitch</mark></p><p>Jede Kooperation beginnt mit der ersten Stufe, dem Pitch. Hier geht es einzig darum, das Interesse an einer Kooperation zu wecken. Das Ziel ist es, gemeinsam in die Verhandlungsstufe überzugehen. Die gängigsten Fehler:<br/>-zu langer Pitch<br/>-zu kompliziert<br/>-irrelevanter Pitch<br/>-Pitch nur über einen selbst (Mein Kanal, meine Follower, meine Reichweite) <br/>-Pitch an die falsche Person</p><p></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Stufe 2: Verhandlung</mark></p><p>Ist das Interesse geweckt, geht es in die Verhandlungsstufe und darum, dass alle Seiten ihre Vorstellungen austauschen. Das Ziel ist es, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, die den Interessen aller Beteiligten gerecht werden. Die gängigsten Fehler:<br/>- Total viele Sachen kostenlos zusätzlich anbieten<br/>- Nur ein Angebot machen und Kunden keine Möglichkeit geben, etwas Größeres zu kaufen<br/>- Für Kleinigkeiten extra Geld verlangen <br/>- Mit dem Preis einfach runtergehen, ohne Gegenleistung<br/>- Ganz allgemein: Sich unter Wert verkaufen</p><p></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Stufe 3: Vertrag</mark></p><p>Ich bin natürlich kein Vertragsexperte und kann keine rechtlichen Empfehlungen oder Ratschläge geben und bitte dich, dir hier im Zweifelsfall entsprechende Rechtsberatung an deine Seite zu holen (Du kennst einen entsprechenden Anwalt, den du empfehlen kannst? Melde dich mal bitte bei mir :)).</p><p>Meine Erfahrung ist, dass ich bei Verträgen keinerlei (negative) Erfahrung gemacht habe. Mein Grundsatz: Ich hole mir immer einmal schriftlich, per Mail, eine Bestätigung zu dem Auftrag, meist einen Einzeiler als Antwort auf mein Angebot. In dem Angebot liste ich den Leistungsumfang und die Kosten auf. Die Zahlungsbedingungen gehen aus den RGBs hervor.</p><p></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Stufe 4: Konzept</mark></p><p>Bevor ich mit der Produktion starte, erstelle ich ein Konzept. Für mich. Und für meine Partner. Nur so kann ich sichergehen, dass wir nicht an unterschiedlichen Visionen arbeiten. Der gängigste Fehler hier:<br/>- Dem Kunde kein Konzept schicken</p><p></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Stufe 5: Feedback</mark></p><p>Oft sind es die kleinen Details die darüber entscheiden, ob ein Partner die Zusammenarbeit rückblickend positiv bewertet oder nicht. Der Umgang mit Feedback und Wünschen zahlt hier direkt auf diese Bewertung ein und bildet die Grundlage für langfristige und nachhaltige Partnerschaften.<br/><br/>Die gängigsten Fehler:<br/>- Kein Feedback vom Kunden einholen<br/>- Unklare Kommunikation, die zu Missverständnissen und zu viel “klein klein” führt</p><p></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Stufe 6: Freigabe</mark></p><p>Alle Feedbackschleifen sind gedreht. Alle Wünsche sind eingearbeitet. Jetzt heißt es: Sich die Freigabe für die finale Version holen.<br/><br/>Die gängigsten Fehler:<br/>- Keine Freigabe einholen<br/>- Dauer und Komplexität für Freigabe unterschätzen (z.B. bei Großkonzernen, “staatlichen” Kunden, Agenturaufträgen oder Kunden aus sensiblen Bereichen (z.B. Pharma))</p><p></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Stufe 7: Veröffentlichung</mark></p><p>Die Freigabe ist da. Wir sind am Ziel. Jetzt nur noch auf “veröffentlichen” drücken und fertig? Nein! Vor der Veröffentlichung ist es unsere Aufgabe, unserem Content nochmal eine interne “finale Freigabe” zu verpassen. Die gängigsten Fehler:<br/>- Vor der Veröffentlichung nicht alle Links, Codes, Anmeldungen, Termine, Landingpages und (Bild)-Materialien final checken<br/>- Kooperationspartner nicht über Veröffentlichung informieren<br/>- Content während der Veröffentlichung nicht begleiten <br/></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Schritt 8: After Sales</mark></p><p>Nach der Veröffentlichung kommt der letzte Schritt im kompletten Prozess: Die Nachbereitung. Hier legst du die Grundlage dafür, dass aus einer einmaligen Kooperation eine nachhaltige und langfristige Partnerschaft wird, indem du im Rahmen deines Reportings die Kooperation nochmal zusammenfasst und eine Empfehlung für die nächste Zusammenarbeit aussprichst.<br/><br/>Die gängigsten Fehler:<br/>- Kein Reporting schicken<br/>- Reporting nur schicken, wenn der Partner danach fragt<br/>- Partnern kein Reporting schicken, wenn die Kooperation nicht so erfolgreich lief</p><h3>Noch ein paar letzte Worte:</h3><p>Nichts wird im Mediasales mehr <strong>überschätzt</strong>, als das <strong>Mediakit</strong>. Die Vorstellung ist oft: Ich erstelle mein Mediakit, verschicke das und dann verkauft das quasi “von allein”.</p><p>Gleichzeitig wird im Mediasales auch nichts mehr <strong>unterschätzt</strong> als das <strong>Reporting </strong>nach der Zusammenarbeit. Das Reporting wird oft als notweniges Übel hintenraus weggelächelt. Von “Oh ja, stimmt.” und “Mach ich, wenn ich etwas Zeit frei hab” über “Nächste Woche!” zu “Nur, wenn der Kunde danach fragt”. Dabei schafft ein gutes Reporting genau das, was sich alle von ihrem Mediakit wünschen: Es verkauft die nächste Zusammenarbeit “von allein”.</p><p>Wenn du also in den letzten 260 Tagen eine Kooperation umgesetzt, aber bisher noch kein abschließendes Reporting geschickt dazu hast, dann tu mir den Gefallen und hol das in den kommenden sieben Tagen unbedingt nach. Weil: Du lässt da gerade Geld liegen. 🙏🏼</p><p>Frische Grüße von ganz unten<br/>sendet dir<br/>Sören</p><p><strong><em>Ps: Unsicher, wie du dein Reporting aufbaust? Meld dich gern. Aber bitte bitte bitte: Lass diese Kunden nicht liegen.</em></strong></p><p><strong><em>(Die wertvollsten Kunden sind deine Bestandskunden!!!)</em></strong></p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 10:13:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ganz unten angekommen?]]></title>
      <description><![CDATA[Mein Fazit nach einem Jahr "Sales Coach für Werbung verkaufen".]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 33. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>Vor zwei Jahren bin ich auf einer Hochzeit mit einem pensionierten Schreiner ins Gespräch gekommen. Typ Harleyfahrer, Spitzname “Bomber”. Er hat mir davon erzählt, wie er sich ein runtergekommenes Bauernhaus in Brandenburg gekauft hat. Wie er es renoviert hat. Und wie glücklich er damit ist, dieses Haus jetzt als seinen Alterswohnsitz zu haben. Wir haben uns gut verstanden. Bis er mich gefragt hat, was ich denn beruflich mache.</p><p>“Ich verkaufe Werbung.”</p><p>Vielleicht kannst du dir seine Reaktion vorstellen. Sein ganzer Körper zuckte leicht nach hinten. Seine obere Gesichtshälfte, von den Nasenflügeln bis zu den Augenbrauen, schoss in die Höhe. Und seine Augen? Gefüllt von einer Mischung aus Ungläubigkeit und Ekel.</p><p>“Son Werbefutzi?”</p><p>Da war mir klar: Als Journalist war es manchmal schon nicht leicht. Aber gesellschaftlich bist du mit deinem Beruf jetzt wirklich ganz unten angekommen, direkt zwischen Politiker und Versicherungsmakler (beides bewusst nicht gegendert). Weiter runter geht’s nicht. Dachte ich. Wir haben die Hochzeit dennoch genossen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3f382706-044c-4f89-a5fb-cdbe19514ca1/uploads/images/o2eyivzrse/Screenshot_2026-09-03_131422.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Seit einem Jahr weiß ich, dass ich mich damals getäuscht habe. Denn was lässt dich mit einem noch größeren Handicap in ein Gespräch mit Bomber starten, als “Ich verkaufe Werbung&quot; ? <br/>Es ist der Satz, der mir seit einem Jahr über die Lippen kommt: <br/>“Ich bin Sales Coach für Werbung verkaufen.” 😱😱😱</p><p>Letzten Donnerstag war ich beim Media Maker Meet-up von Steady. Ein lockeres Treffen in dem Coworking-Space, in dem Sebastian Esser und sein Team ihre Zelte aufgeschlagen haben. Wenn ich Sebastian richtig verstanden habe, dann wollen sie das jetzt öfter veranstalten. Wenn du also in Berlin ansässig oder zumindest regelmäßig vor Ort bist, kann ich dir sehr empfehlen, dort mal vorbeizuschauen. Sicherlich wird Sebastian den nächsten Termin auch in seinem Newsletter Blaupause ankündigen, den du, wenn du es nicht eh schon längst getan hast, unter diesem Link <br/><a href="https://steady.page/de/sebastian/newsletter/sign_up">Zum Blaupause Newsletter</a> abonnieren kannst.</p><p>Bei Steady habe ich (u.a.) Frank Joung vom Podcast “<a href="https://halbekatoffl.de/">Halbe Katoffl</a>” kennengelernt und im Gespräch mit ihm wurde mir nach und nach klar, was ich in diesem ersten Jahr so alles erlebt habe. Im Alltag nimmt man sich ja doch viel zu selten mal die Zeit, innezuhalten und zurückzublicken. Daher hier mal ein kleiner Überblick:<br/><br/><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Größter Misserfolg:</mark></p><p>Der Plan war einfach. Wir wollten mit einer Kohorte von zehn Media Makern / Teams ins Jahr starten und sie fit machen für 2026. Am Ende standen wir zwar mit fast einem Dutzend Interessierten da. Aber für niemanden hat unser Kohorten-Angebot hundertprozentig gepasst. Ergebnis: Null Anmeldungen. Daraus folgte meine größte Erkenntnis 2026.</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Größe Erkenntnis:</mark></p><p>Erst in den Gesprächen rund um die Kohorte wurde mir klar, wie groß die Unterschiede sind zwischen</p><ul><li><p>A) Media Makern, die bereits mit Sponsoren und Werbepartnern zusammengearbeitet haben</p><p><em>und</em></p></li><li><p>B) Media Makern, die bisher nur eine grobe Vorstellung davon haben, wie so eine Zusammenarbeit abläuft.</p></li></ul><p>Ich dachte, ich könnte einfach durch das System führen und mit den Vertreter:innen der A)-Gruppe an den Bereichen arbeiten, die noch verbessert werden können, während die B)-Gruppe einfach den kompletten Prozess baut.</p><blockquote><p><strong>Kurz zum Verständnis:</strong> Werbung verkaufen folgt einem einfachen System. Und mit „einfach“ meine ich nicht zwingend leicht, sondern die logische Struktur dahinter. In der Systemtheorie spricht man von einem <strong>klaren, linearen System</strong>. Das bedeutet: Es gibt eine direkte Kausalität. Ursache A führt immer zu Wirkung B. Du kannst diesen Prozess im Grunde wie eine <strong>Checkliste</strong> durchgehen. Und wenn an einer Stelle (noch) nicht die nötigen Ergebnisse herauskommen um mit dem nächsten Schritt weiterzumachen, dann weißt du genau, wo du nachbessern musst.</p></blockquote><p>Media Maker, die bereits mit Sponsoren und Werbepartnern zusammengearbeitet haben, kennen den Ablauf bereits. Sie wissen, dass es für ihr Projekt schon funktioniert hat, welchen Wert eine Kooperation für sie (mindestens) hat und meist auch, wo es bei ihnen hakt bzw. dass sie wahrscheinlich noch Geld liegen lassen. Die eigentliche Herausforderung ist es hier, gemeinsam einen Zeitplan zu entwickeln, der zu und in den Terminplan der Media Maker passt.</p><p>Bei Media Makern, die bisher nur eine grobe Vorstellung davon haben, wie so eine Zusammenarbeit abläuft, sieht das komplett anders aus. Sie wissen noch nicht, ob das für ihr Projekt funktioniert und sie wissen nicht, welchen Größenordnungen Kooperationen und Werbepartnerschaften für sie haben werden. Und ich? Ich weiß es natürlich auch nicht. Ich kann nur meine Einschätzung dazu teilen. Aber am Ende steht jeder Media Maker allein vor der Entscheidung - und auch wenn ich mich regelmäßig in einer Situation wiederfinde, in der ich am liebsten Mut zusprechen möchte. Letztlich muss Jeder und Jede den Schritt selbst gehen. Ich bin einfach kein Motivationstrainer. Und ich will auch keiner sein. Auch wenn das natürlich verlockend klingt auf meiner Reise ans untere Ende der gesellschaftlichen Akzeptanz: “Motivationsguru Sales Coach für Werbung verkaufen”. 😅</p><p>Kurzum: Gruppe A) ist mein Alltagsgeschäft. Einfach. Sicher für alle Beteiligten. Könnte ich auch, wenn du mich nachts um drei weckst. Bei Gruppe B) hingegen geht mir das Herz ganz besonders auf. Denn da kann ich den größten Unterschied machen. Und Mediamakern bei ihren ersten Schritten helfen hat mich auch zu meinem schönsten Format geführt.</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Schönstes Format:</mark></p><p>DAS Nadelöhr bei der Akquise von Sponsoren und Werbepartnern ist die Kontaktaufnahme. Wen spreche ich an? Und wie schaffe ich es, dass die auch mit mir sprechen? Um dabei zu helfen, haben wir Ende April einen Guide zur Ansprache von Werbekunden veröffentlicht. Für mich das erste Mal, dass ich so einen Guide erstellt und veröffentlicht habe. Klar war da auch Unsicherheit, ob wir da alles vermittelt bekommen. Daher haben wir vier Wochen lang einmal die Woche ein kostenloses “Open Office” angeboten. Also einen Call, der vier Stunden lang offen ist und in den sich alle jederzeit dazuschalten konnten, damit sie ihre Fragen beantwortet und bei konkreten Herausforderungen Hilfe bekommen. Also nicht nur bei der Ansprache. Sondern wirklich zu allen Fragen rund um Sponsorings und Werbepartnerschaften. Vier Stunden Beratung Non-Stop. Mit bis zu zehn Leuten gleichzeitig. Und das hat nicht nur den Media Makern weitergeholfen (vielen Dank für das tolle Feedback!). Sondern das hat mir auch jedes Mal so viel Energie gegeben. Genug, um es vier Stunden am Stück durchzuziehen. (Danach war die Energie-Bilanz in etwa bei Plus/Minus Null :)). Das würde ich gern fortführen. Denn in diesen Beratungen hatte ich auch meinen persönlich schönsten Erfolg.</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Schönster Erfolg:</mark></p><p>Eine Mensch aus dem Bildungsbereich, ich nenne ihn mal Peter*, kam mit folgender Herausforderung in den Call: Er stand schon seit Monaten mit einem Unternehmen im Austausch und wollte unbedingt mit diesem Unternehmen zusammenarbeiten. Das Unternehmen hatte auch entsprechende Signale gesendet und bereits ein Budget in Höhe von 4.000 Euro in Aussicht gestellt. Doch irgendwie kam es nie zum Abschluss - und aus dem Unternehmen kamen immer größere Wünsche dazu, was es denn für diese 4.000 Euro gibt. Ich habe Peter empfohlen auf die einzelnen Wünsche und Ziele einzugehen, dafür individuelle Pakete anzubieten - und diese dann je nach Umfang auch mit mehr als die genannten 4.000 Euro zu bepreisen. Es war ihm mega unangenehm, weil der Kunde ja explizit diese Summe genannt hat. Peter ist dann in sich gegangen und hat sich dazu durchgerungen. Ich habe gesehen, wie er damit gekämpft hat. Doch er hat es gewagt. Und gewonnen. Letztlich hat er sich so nicht mehr unter Wert verkauft, indem er dem Kunden aufgezeigt hat, was diese ganze einzelnen Wünsche für einen Wert haben - und am Ende ein Paket für 6.000 Euro verkauft. 2.000 Euro mehr für Peter. Und für mich das Vergnügen sehen zu dürfen, wie die Person eine Mauer durchbrochen hat, von der sie die ganze Zeit aufgehalten wurde. 🙏🏼❤️🙏🏼</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Mein Wunsch für die nächsten zwölf Monate:</mark></p><p>Wie soll es nun also weitergehen auf meiner Reise ans untere Ende der gesellschaftlichen Akzeptanz? Für das kommende Jahr habe ich mir vorgenommen, das Open Office-Format wieder anbieten zu können. Allerdings fehlt mir dazu noch die Gegenfinanzierung. Vielleicht kann ich es wieder an weitere Guides mit anhängen. Oder ich finde einen Partner, der mich dabei unterstützt. (Ich denke da an Medienförderungen, Stiftungen oder Organisationen/Unternehmen, die direkt mit Mediamakern zusammenarbeiten). Der Plan steht jedenfalls. Und ich bin gespannt, in welche Gespräche er mich diesmal führt…</p><p>Frische Grüße von ganz unten<br/>sendet dir<br/>Sören</p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Fri, 04 Sep 2026 06:17:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wir b̶r̶a̶u̶c̶h̶e̶n haben unsere eigenen Zahlen]]></title>
      <description><![CDATA[Der erste Report über Creator-Journalismus im DACH-Raum ist da und die beiden Macherinnen berichte im Interview, woran es in Sachen Monetarisierung bei den meisten hapert]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 32. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><p><br/>Hej, in Ausgabe 10 dieses Newsletters habe ich dich um sieben Minuten gebeten.</p><p>Damals ging es um eine Umfrage von <strong>Kerstin Hasse </strong>und<strong> Gabriella Alvarez-Hummel</strong> und den ersten großen Versuch, den Creator-Journalismus im DACH-Raum zu vermessen. <a href="https://mediapreneur.fm/posts/2d59d481-7dc4-4402-a4fe-111d3f35ac0c">Ich habe geschrieben, dass wir mit Annahmen arbeiten, weil fast alle belastbaren Daten aus den USA kommen.</a></p><p>Der Report ist seit gestern da – 💾 <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">den Link zum Download teile ich unten</mark>. 85 Menschen haben schließlich an der Umfrage teilgenommen, 79 gelten nach zwei Filterfragen als Creator-Journalist:innen. Dazu kommen dreizehn ausführliche Interviews mit Creators, Expert:innen und drei Medienhäusern.</p><p>Die Einordnung gehört gleich dazu: Repräsentativität beansprucht der Report ausdrücklich nicht. Rekrutiert wurde über das Netzwerk der beiden Autorinnen, so wie auch wir zum Ausfüllen aufgerufen haben. Das hier ist ein Lagebild. Und es ist das erste, das wir über uns selbst haben.</p><p>Und eines vorweg, weil es selten genug vorkommt: Die 126 Seiten sind ein <mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Good Read</mark>. Viel Sorgfalt, kluge Interviews, angenehm wenig Beschönigung und das Layout ist ein Augen-Schmaus.</p><p>Danach hatte ich trotzdem noch eine Handvoll Fragen. Die habe ich Kerstin und Gabriella geschickt, ihre Antworten stehen weiter unten. Unter anderem darauf, an welcher Stelle genau die Finanzierungsfrage bei den meisten kippt.</p><h2>Wer als Creator-Journalist:in gilt</h2><p>Ich reibe mich seit jeher an der Selbstbezeichnung „Creator“. Die US-Zahlen, die ich damals zitiert habe, beschreiben Instagram-Accounts, YouTube-Kanäle und TikTok-Konten, gemessen in Dollar auf US-Plattformen. Mit dem, was ich um mich herum sehe, hatte das wenig zu tun. Und doch gibt es keinen passenderen Term.</p><p>Der Report macht es sich an dieser Stelle einfach und das ist seine Stärke. Er hat zwei Fragen gestellt. Arbeitest du journalistisch? Und publizierst du journalistische Inhalte unabhängig unter eigenem Namen oder eigener Marke im Internet, etwa als Blog, Newsletter, Podcast oder auf Social Media? Wer beides bejaht, gilt als <strong>Creator-Journalist:in</strong>. Mehr braucht es erstmal nicht für die Schublade.</p><p>Nach dieser Definition spiele ich seit roundabout 17 Jahren in dem Game mit. Trotzdem hätte ich das Wort bis vor Kurzem nicht für mich beansprucht. Damit bin ich in guter Gesellschaft. Nalan Sipar, die mit ihrer deutsch-türkischen Plattform Median eine echte Lücke füllt, hat erst durch die beiden Autorinnen erfahren, dass es überhaupt einen Begriff gibt für das, was sie tut. Knapp ein Viertel der Befragten kann mit dem Wort wenig anfangen oder ist sich unsicher.</p><p>Interessanter als der Begriff ist, was daneben steht. Gefragt wurde nach den eigenen Rollen, Mehrfachnennung erlaubt:</p><ul><li><p>Journalist:in 68,4 %</p></li><li><p>Creator-Journalist:in 45,6 %</p></li><li><p>Unternehmer:in 34,2 %</p></li><li><p>Expert:in 25,3 %</p></li><li><p>Creator:in 24,1 %</p></li><li><p>Community-Builder:in 12,7 %</p></li><li><p>Aktivist:in 11,4 %</p></li></ul><p>Mehr als zwei Drittel identifizieren sich dabei mit mehr als einer Rolle, 40 Prozent mit drei oder mehr. Der Report bringt die innere Logik in einem Satz unter: Wer den unternehmerischen Hut trägt, hat meistens noch den journalistischen auf.</p><p>Genau so trage ich das auch. Creator-Journalist ist bei mir ein Hut von vielen. Ich bin daneben Builder, ich bin Strategist und an guten Tagen bin ich vor allem jemand, der Sachen fertig kriegt. Der Hut aus dem Report kommt dazu. Das ist für mich die brauchbarste Lesart des ganzen Begriffs: Er beschreibt eine Arbeitsweise, die du zu dem hinzunimmst, was du ohnehin schon bist.</p><p>Wer sich in dieser Liste an mehreren Stellen wiederfindet, arbeitet damit im Normalfall dieses Berufsfeldes.</p><h2>Die Lücke, die offen bleibt</h2><p>Meine zweite Rückfrage aus Ausgabe 10 bleibt unbeantwortet und damit habe ich Frieden geschlossen. Die Reuters-Zahl, nach der 71 Prozent der Nichtzahlenden durch kein Angebotsformat zu überzeugen sind, misst etablierte Nachrichtenmarken. Ob sie auch für einen Nischen-Newsletter über Klimapolitik gilt oder für eine Podcast-Community, in der man die Hosts persönlich kennt, weiß weiterhin niemand.</p><p>Was der Report zeigt, ist die Lage davor. Knapp die Hälfte nutzt Werbung und Sponsoring, ein Drittel Abos und Memberships, knapp ein Viertel eigene Produkte und Kurse. Dahinter folgen Stiftungen und Förderungen mit einem Fünftel, Spenden mit einem Sechstel.</p><p><strong>Gleichzeitig hat gut ein Viertel noch gar nicht monetarisiert, während gut drei Viertel die Finanzierung als größte Herausforderung nennen.</strong></p><p>Jede und jeder Vierte hat das größte Problem also noch nicht einmal angefasst.</p><h2>Wo die Sichtbarkeit aufhört</h2><p>Meine dritte Rückfrage galt dem eingebrochenen Suchtraffic. Ich hatte vermutet, dass uns das weniger hart trifft, weil Newsletter und Podcast bei uns ohnehin das vorrangige Modell sind.</p><p>Der meistgenutzte Publikationsort im Feld ist dabei sogar Instagram mit 64,6 Prozent, vor Newsletter mit 59,5 und Podcast mit 45,6. Mehr als die Hälfte bespielt<strong> drei Plattformen oder mehr</strong>, und gut sieben von zehn fühlen sich mittel bis sehr <strong>abhängig von Plattform-Algorithmen</strong>. Die Abhängigkeit ist real, sie sitzt nur an einer anderen Stelle, als ich sie vermutet hätte.</p><p>Dazu kommt der Satz, an dem ich hängen geblieben bin: Die meisten Befragten sind „Nano“-Creators mit weniger als 10.000 Follower:innen. Viel Arbeit fließt in ein kleines Publikum, das loyal ist und sich um so schwerer monetarisieren lässt.</p><p>Wie das auch am oberen Ende aussieht, zeigt der Report an Nina Poppel. Rund 500.000 Follower:innen, damit einer der reichweitenstärksten deutschsprachigen Politikkanäle. Für Moderationen bekommt sie zwischen 200 und 500 Euro, von denen nach Steuern, Management und Reisezeit kaum der Mindestlohn übrig bleibt. Werbung wollte sie jahrelang nicht machen, weil es sich aus ihrer Sicht mit einem Politikkanal nicht verträgt.</p><p>Eine halbe Million Menschen und die Rechnung geht trotzdem knapp aus.</p><h2>Die Zahl, die mich am längsten beschäftigt hat</h2><p>Hier ist mein liebster Datenpunkt aus dem Report:</p><p>Über sechs von zehn Befragten publizieren seit mehr als drei Jahren eigenständig, nur 14 Prozent sind seit weniger als einem Jahr dabei. Und sehr stabil nennen ihre finanzielle Lage nur vier Prozent, während fast drei Viertel sie als unsicher oder sehr unsicher beschreiben.</p><p>💡 <strong>Fortbestand und wirtschaftlicher Zustand hängen also kaum zusammen. Das liest sich schnell wie ein Befund über verpasste Chancen. So lese ich es nicht.</strong></p><p>Ein Format kann sich auch ideell tragen. Wer aus Überzeugung publiziert, ein Publikum hat, das darauf wartet und daneben eine Stelle, die die Miete zahlt, hat ein funktionierendes Modell.</p><p>Der Report legt nahe, dass das für viele die Rechnung ist: <strong>Erfolg</strong> bedeutet den Befragten zuerst <strong>Selbstbestimmung</strong> und <strong>Impact</strong>, Geld verdienen kommt dahinter.</p><p>Beim „Besten am eigenständigen Publizieren“ stehen <strong>Kreativität</strong> und <strong>Freiheit</strong> ganz oben, <strong>finanzielle Unabhängigkeit</strong> bildet das Schlusslicht. Die beiden Autorinnen schreiben dazu, viele bauten sich hier einen Ort, an dem sie so arbeiten können, wie sie es für richtig halten.</p><p>Gut so!</p><p>Als parallele Wahrheit steht, dass gut drei Viertel die <strong>Finanzierung als ihre größte Herausforderung</strong> nennen. Für die allermeisten ist Geld also sehr wohl ein Ziel, nur eben eines, das sie nicht erreichen.</p><p>Der Grund dafür ist unspektakulär: ein Projekt, das sich nicht rechnet, wird irgendwann vom Alltag geschluckt. Es rutscht hinter die bezahlte Arbeit, dann hinter alles andere, was auch noch dran ist. Ein Auskommen ist schlicht der Grund, warum du dein Ding nächste Woche noch machen kannst.</p><p>Was die meisten davon abhält, steht ein paar Seiten weiter. Der größte Treiber mentaler Belastung im Feld ist der <strong>Selbstvermarktungsdruck</strong>, noch vor der <strong>finanziellen Unsicherheit</strong>. Sieben von zehn berichten von mittlerer bis sehr <strong>hoher Belastung</strong>.</p><p>In dieser Gemengelage sitzen die größten Blockaden, die wir jetzt schwarz auf weiß haben.</p><h2>Wo ich selbst stehe</h2><p>Bei mir kam der Anstoß zur nachhaltigen Finanzierung 2018 im Media Lab Bayern. Shelfd war dort für ein halbes Jahr in der Förderung und uns wurde früh eingeschärft: <strong>Wenn ihr Bestand haben wollt, müsst ihr auf eigenen Füßen stehen.</strong></p><p>Der Satz hat gesessen und er hat gehalten.</p><p>Er ist der Grund, warum ich heute über Auskommen schreibe und ich bin Lina Timm und ihrem Team für diese Lektion bis heute dankbar. Seitdem trägt sich mein Media-Business. Wie gut, hängt davon ab, wie man rechnet…</p><p>Gefragt wird u.a. nach dem <strong>Anteil der Creator-Arbeit am Jahreseinkommen</strong>. Bei jeder fünften Person liegt er bei null, bei 43 Prozent unter einem Viertel, bei fünf Prozent bei hundert.</p><p>Wenn ich mein Coaching mitzähle und die Agenturleistungen, die wir aus der Redaktion heraus stemmen, etwa Whitelabel-Kuration bei Shelfd, komme ich auf hundert Prozent. Rechne ich nur, was die Publikation direkt einbringt, sieht es anders aus. Der Report meint eher das Zweite. Beratung, Auftragsarbeiten und Moderationen laufen dort als Querfinanzierung, als das, was Menschen tun, damit die eigentliche Arbeit weitergehen kann.</p><p>Ich lese das umgekehrt. Beratung, Aufträge, Kuration für andere: Das ist bei mir Teil des Geschäftsmodells, gewachsen aus derselben Redaktion und derselben Expertise. Und ehrlich gesagt immer schon mit der Frage, warum das nicht viel mehr Redaktionen so machen.</p><p>Liz Kelly Nelson, die den Bereich in den USA seit Jahren erforscht, sagt es im Report so, dass man sich auf keine einzige <strong>Einnahmequelle</strong> verlassen kann. Selbst wer erfolgreich wird, <strong>diversifiziert</strong> weiter.</p><p>Ich habe für diese Frage weiter keine ganz saubere Zahl. Und ich vermute, dass es 79 Menschen genauso ging. Also haben wir sie beantwortet, wie wir sie eben verstanden haben.</p><h2>Nachgefragt bei Gabriella und Kerstin</h2><p>Ich habe den beiden ein paar Fragen geschickt. Sie haben schnell und offen geantwortet. Meine Fragen und ihre Antworten sind für die Lesbarkeit gekürzt.</p><p>💬</p><p><strong>77 Prozent nennen Finanzierung als größte Herausforderung, ein Viertel hat noch gar nicht monetarisiert. An welcher Stelle genau bricht es ab?</strong></p><p>„Die meisten starten aus Überzeugung. Sie wollen publizistisch arbeiten, Geld ist im ersten Moment gar nicht die Frage. Wenn es dann eine wird, steht sofort die Glaubwürdigkeit im Raum, in der Branche und in der eigenen Community.“</p><p><em>Es bricht also vor der Preiskalkulation ab und vor dem ersten Kontakt zu einer Marke. Lange vor dem Versuch.</em></p><p><strong>Johanna Rüdiger beschreibt, dass ihre Community die erste Partnerschaft deutlich entspannter aufgenommen hat als sie selbst. Habt ihr in der Recherche den Fall gesehen, in dem eine Kooperation tatsächlich Vertrauen gekostet hat?</strong></p><p>„Diesen Fall haben wir kein einziges Mal gehört. Was wir gehört haben, ist der Respekt vor Werbung. Da wollen wir Mut machen. Unter der Bedingung von Transparenz und journalistischer Sorgfalt raten wir mit gutem Gewissen zu Werbung.“</p><p><em>Diese Bedingung erfüllen die Antwortenden nach Selbstauskunft im Report längst. Fast alle halten sich an journalistische Standards und fast 70 Prozent sind gegenüber ihrer Community sehr transparent über all things Finanzierung und Kooperationen.</em></p><p><strong>Nochmal zu Johanna Rüdiger, die ihren eigenen Kanal ein Hobby nennt, obwohl sie zu den bekanntesten Creator-Journalistinnen im deutschsprachigen Raum gehört. Beschreiben Leute damit ihr Projekt oder sich selbst?</strong></p><p>„Das Wort haben wir selten gehört, die Haltung dahinter ständig. Viele beschreiben ihren Kanal als etwas, das neben dem eigentlichen Job läuft, auch wenn er journalistisch hochwertig ist und eine große Community hat. Das sagt weniger über das Projekt aus als über das Selbstbild: Wer nicht hauptsächlich davon lebt, gibt dem, was er macht, oft nicht den Status von Arbeit. Wenn es ein Hobby ist, muss es sich nicht rechnen. Und wenn es sich nicht rechnen muss, muss man sich nicht fragen, warum es das nicht tut.“</p><p><em>Rüdiger selbst hält im Report dagegen. Auf die Reaktionen aus ihrem Umfeld, sie arbeite ständig, ohne dafür bezahlt zu werden, antwortet sie, das sei ein echtes Missverständnis: Für sie ist es Arbeit, bezahlt oder nicht. Beides steht nebeneinander und genau das ist der Punkt. Das Wort beschreibt bestenfalls, wie es einem Projekt wirtschaftlich geht. Über einen Menschen oder dessen Erfolg kann es keine Aussage treffen.</em></p><p><strong>Ihr habt 2025 eigene Medienprodukte gegründet und baut mit The Creator Press noch etwas obendrauf. Was trägt euch selbst?</strong></p><p>„Wir haben beide von Anfang an über Monetarisierung nachgedacht und unsere Einkommen diversifiziert. Und wir können beide bis heute nicht allein von unserem Creator-Journalismus leben. Was wir gelernt haben: Zu zweit ist man weniger alleine. Der Report ist durch unsere Zusammenarbeit entstanden und wir treffen uns jede Woche zur Redaktionssitzung.“</p><p><em>Die beiden Frauen, die den Report über die Vereinzelung in diesem Feld geschrieben haben, haben sich dafür zusammengetan und einen festen wöchentlichen Termin eingerichtet. Das ist es, was am Ende einen echten Unterschied macht.</em></p><h2>Was mich am Report reibt</h2><p>Ein Report wie dieser lädt zum Vergleich ein. Das ist sein Zweck und er erfüllt ihn gut. Es tut get zu sehen, wo andere stehen und es kann einen motivieren.</p><p>Derselbe Blick kann eine Schieflage erzeugen, die vorher nicht da war. Man liest die vier Prozent, die sehr stabil dastehen und fragt sich, warum man selbst so langsam vorankommt. Bei einem Feld, in dem der Selbstvermarktungsdruck schon der größte Belastungsfaktor ist, ist das eine Nebenwirkung, über die man reden darf.</p><p>Ich bin da mein eigener schärfster Kritiker. Was mir hilft, ist eine Prämisse, die ich mir irgendwann zurechtgelegt habe: <strong>Ich halte gerne viele Bälle gleichzeitig in der Luft und keiner davon steigt unendlich hoch. Das Portfolio muss mich tragen. Das ist die Einheit, an der ich messe.</strong></p><p>Wenn du beim Lesen also feststellst, dass dein Podcast langsamer wächst als der von jemand anderem, dann schau vorher, was bei dir noch so daneben steht.</p><h2>Was hängen bleibt</h2><p>Der <strong>Selbstvermarktungsdruck</strong> belastet dieses Feld stärker als die <strong>finanzielle Unsicherheit</strong>. Solange die Frage offen ist, ob man das überhaupt darf, hilft die beste Preisliste wenig.</p><p>18,9 Stunden wenden die Befragten im Schnitt pro Woche für ihre Creator-Arbeit auf, rund zwei Drittel liegen unter zwanzig. Das ist das Zeit-Budget, gegen das jedes Format antritt, das wir bauen.</p><p>Und das Alleinsein ist ein strukturelles Problem. Jede zweite Person nennt es als größte Herausforderung, direkt hinter der Finanzierung. Stefan Apfl von Hashtag.jetzt beschreibt im Report Einzelkämpfer:innen mit einem „fehlenden Kraftfeld“. Die Foodjournalistin Esther Kern, seit über zwanzig Jahren dabei, wünscht sich gar einen Zusammenschluss, der für mehrere Newsletter gemeinsam vermarktet, damit sie den Inhalt machen kann und jemand anders in die Verhandlungen geht. Und die Empfehlung der beiden Autorinnen an die Förderseite lautet: geteilte Infrastruktur finanzieren, Vernetzung ermöglichen, Biotope schaffen.</p><h2>Zum Schluss</h2><p>In meiner 10. „Mediapreneur“-Ausgabe habe ich geschrieben, dass ich lieber für zehn Menschen schreibe, die antworten, als für tausend, die nur scrollen.</p><p>Dieser Report fußt auf 79 Menschen, die geantwortet haben. Er ist nicht repräsentativ und doch ist er das Belastbarste, was wir über uns selbst grad in der Hand halten. Wenn du damals mitgemacht hast: Danke, deine Wahrheit steckt da mit drin.</p><p>Meine Frage an dich schließt an die eine an, bei der ich selbst ins Stolpern gekommen bin:</p><p><strong>Wie viel Prozent deines Jahreseinkommens kommt aus deiner eigenen Publikation und was zählst du eigentlich dazu?</strong></p><p>Schreib mir zurück, ich sammle das.</p><p>Liz Kelly Nelson gibt Menschen, die gerade anfangen, im Report einen Rat mit, den ich hier stehen lasse: <mark style="background-color: rgb(234, 228, 247); color: inherit">Einen Newsletter oder Podcast zu starten ist einfach. Daraus etwas Nachhaltiges zu machen ist es nicht.</mark><br/></p><p><a href="https://www.thecreatorpress.org/report">📝 Zum Report</a></p><p></p><hr/><p>Save the date</p><p><strong>📅 Am 01.09. um 12 Uhr </strong>stellen Gabriella und Kerstin den Report in einem <strong>Live-Webinar</strong> vor und beantworten all deine Fragen dazu. Kostenlos, <a href="https://us06web.zoom.us/meeting/register/m4mdf2eUQ1eWoS1svZ-Qwg">Anmeldung hier</a>.</p><p>Der Report „Creator-Journalismus im DACH-Raum 2026“ wurde von The Creator Press herausgegeben und gefördert durch die Stiftung Mercator Schweiz.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Danke fürs Lesen heute.</p><p>Wir sehen uns<br/>David</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 26 Aug 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zwei Fragen und eine Erklärung]]></title>
      <description><![CDATA[Über zwei wichtige Fragen, eine offizielle Erklärung und die Zukunft dieses Magazins.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 31. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>Heute zwei Fragen und eine Erklärung, okay?</p><p>Zuerst die zwei Fragen. :)</p><p><strong>Frage 1:</strong> Wenn ich in Zukunft in diesem Newsletter alle Inhalte rund um das Thema „Werbung verkaufen“ rauslassen würde, <strong>fändest du das gut oder schlecht?</strong></p><p><strong>Frage 2:</strong> Unabhängig von Frage 1: Wenn wir zusätzlich einen Newsletter anbieten würde</p><ul><li><p>kostenlos</p></li><li><p>abgeschlossen, mit ca. 5–8 Ausgaben</p></li><li><p>über das Thema „Werbung verkaufen – vom Hobby-Creator zum Mediapreneur“</p></li></ul><p><strong>würdest du dich dafür anmelden, ja oder nein?</strong></p><p><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Vielen Dank vorab für dein Feedback, kommen wir jetzt zur Erklärung… :)</mark></em></p><p>Ich habe in den letzten Wochen viel über das Thema <strong>Content Burnout</strong> nachgedacht. Der Begriff war mir bis dahin neu, aber ich fand, das trifft es ganz gut. Gemeint ist in etwa, dass du müde davon wirst, gewissen Content zu machen. Und welche Gründe dahinter liegen, welche Blockaden oder strukturellen Probleme.</p><p>Gefunden habe ich den Begriff auf meiner Suche nach einer nachhaltigen Struktur für meinen Content. Genauer bin ich über ein Video von <a href="https://www.youtube.com/user/CalebRalston">Caleb Ralston</a> gestolpert, in dem er über fünf Stunden durch seinen Prozess zum Aufbau einer Personenmarke führt. (Bin bei etwa 1:50 Stunden, bisher sehr empfehlenswert. Das Video findest du <a href="https://www.youtube.com/watch?v=uJ8Pg6t_iho">unter diesem Link</a>).</p><p>Caleb hat darin einige schönen Zugänge zu der Frage, <strong>welchen Content man langfristig machen möchte.</strong></p><p>Besonders stark für mich: Content, auf den man stolz ist.</p><p>Also Content, den man Freunden zeigen würde, auch wenn sie mit dem Thema vielleicht gar nicht so viel anfangen können.</p><p>Und da ist mir aufgefallen: Das sind bei mir meistens Inhalte, in die ich deutlich mehr Zeit stecke. Die etwas länger und tiefer sind. Und genau in diese Richtung würde ich gern festhalten, welche Schritte ich auf dem Weg vom Hobby-Creator zum Paid Creator und dann zum Mediapreneur sehe. Welche Schritte dabei ähnlich sind. Was sich verändert. Was da passiert. Und das Ganze dann natürlich anhand von ein, zwei konkreten Beispielen nachzeichnen.</p><p><strong>Aber</strong> - und auch das gehört für mich zur Wahrheit rund um das Thema Content Burnout - ich möchte das nur machen, wenn das überhaupt genug Leute interessiert. Ich glaube ja wir sind alle irgendwo auf dieser Reise vom Hobby-Creator zum Mediapreneur und das das für alle interessant sein müsste. Aber das ist nur meine These. Und deswegen möchte ich dir jetzt gerne mal das Mikro überreichen :)</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Frage 1:</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> Wenn ich in Zukunft in diesem Newsletter alle Inhalte rund um das Thema „Werbung verkaufen“ rauslassen würde,</mark></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">fändest du das gut oder schlecht?</mark></p><p><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Frage 2:</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> Unabhängig von Frage 1: Wenn wir zusätzlich einen Newsletter anbieten würde</mark></p><ul><li><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">kostenlos</mark></p></li><li><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">abgeschlossen, mit ca. 5–8 Ausgaben</mark></p></li><li><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">über das Thema „Werbung verkaufen – vom Hobby-Creator zum Mediapreneur“</mark></p></li></ul><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">würdest du dich dafür anmelden, ja oder nein?</mark></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 19 Aug 2026 06:17:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wovon ein Creator mit 2.500 Hörer:innen lebt]]></title>
      <description><![CDATA[Unser neuer Podcast-Feed ist da! Mit dem Mitschnitt vom Live-Talk von Lennart Schneider in der Premiere.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur <strong>Podcast-Edition </strong>vom <strong>„Mediapreneur“</strong> mit der ersten Folge zum Nachhören unserer Live-Talks. Finally!</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><h2>Wovon Lennart lebt</h2><figure><a href="https://pod.link/1816708744"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b5ef3dd5-3147-48a0-8be9-74b55fe579d8/uploads/images/lufajaav7u/YouTube_Thumb.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Bild zeigt David Reiter im Gespräch mit Lennart Schneider – dem Abo-Experten ohne Abo."/></a><figcaption>🎧 Klick dich ins Gespräch</figcaption></figure><p>Den Auftakt macht der Live-Talk vom 06. August mit <a href="https://www.linkedin.com/in/lennartschneider"><strong>Lennart Schneider</strong></a> von <a href="https://subscribe-now.de/">„Subscribe Now“</a>. Er hat 2.500 Hörer:innen, 500 bis 2.000 Menschen schalten ein pro Folge. Das ist ungefähr die Größenordnung, in der die meisten von uns unterwegs sind.</p><p>Zwei Drittel seines Jahresumsatzes verdient er mit Beratung (aka wenn das Mikro aus ist). Der Rest verteilt sich auf Werbung, Netzwerk-Reisen und sein neues Buch.</p><p>An diesem Abend hat er seine Geschäftsbereiche offengelegt. Prozent für Prozent. Mein Notizstift wollte gar nicht mehr absetzen. Ich teile hier gleich meine Top-10-Insights, die ich daraus mitgenommen habe. Die werden dich auch schlauer machen.</p><h4>In einem Klick zum Podcast</h4><ul><li><p>Suche <strong>„</strong><a href="http://mediapreneur.fm/"><strong>Mediapreneur.fm</strong></a><strong>“</strong> in deiner Lieblings-Podcast-App oder klicke dich direkt in unseren <a href="https://pod.link/1816708744">pod.link/1816708744</a>, von dem aus du überall hin findest – wir supporten das offene Podcast-Ökosystem 🎧 💛</p></li><li><p><a href="https://open.spotify.com/episode/3Enh8W7pH7hhqiw24UbO2L?si=qpHkwEdzRwO2R_188p42ig">Spotify</a></p></li><li><p><a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/mediapreneur-fm-medienbusiness-f%C3%BCr-unabh%C3%A4ngige-medienmacher/id1816708744">Apple Podcasts</a></p></li></ul><p>Dass du diese Folge jetzt hören kannst, hat eine kleine Vorgeschichte…</p><h2>Dreizehn im Kasten. Eine im Feed.</h2><p>Vor zwei Monaten habe ich dir an dieser Stelle <a href="https://mediapreneur.fm/posts/6c0da9d8-77fc-47bc-8874-c67ef5caf679">von meinem Plan berichtet</a>, aus den Mediapreneur-Live-Talks auch einen Podcast-Feed mit allen Mitschnitten zu machen.</p><p>Ich habe dir meinen Kopfknäuel gezeigt: das wachsende Archiv an Aufnahmen, die alle geschnitten, betextet und bebildert werden wollen. Und meinen eigenen Anspruch, erst dann loszulegen, wenn ich einen sauberen Plan für das Ineinandergreifen von Live-Talk und Newsletter habe.</p><p>Dreizehn Aufnahmen liegen im Kasten (CRAZY). Der Plan in meinem Kopf hieß lange: alle auf einmal droppen. Vollständig, sortiert, mit Archiv und Replay-Angebot und allem Drum und Dran.</p><p>Doch dann wurden es immer mehr Folgen…</p><p>Der Plan, mit dem ich jetzt angefangen habe, hieß: eine.</p><p>Und weißt du was? Selbst dieses eine Gespräch brachte noch eine ganze Stange kleiner/großer Entscheidungen mit sich. Ein Design für Cover und Thumbnails (duh). Die Frage, wie ich die Beschreibung aufbaue, damit du dich sofort zurechtfindest. Die An- und Abmoderation, die ich mir geschworen hatte im Nachhinein nochmal fokussiert einzusprechen. Und die Arbeit daran, den Mehrwert der Folge klar zu benennen.</p><p>Das hat mich einen guten Tag gekostet. Zum Glück hatte ich bereits einen pausierten Podcast-Feed, den ich nur noch umbenennen und reaktivieren musste.</p><p>Jetzt steht es. Und das Schöne daran: Diesen Tag zahle ich einmal. Was ich dabei gebaut habe, trägt jede weitere Folge mit. Die Nächste kostet mich nur noch einen Bruchteil davon.</p><p>Wenn alles läuft wie geplant, dann kommen die zwölf offenen Gespräche jetzt nach und nach.</p><h2>Was ich von Lennart mitgeschrieben habe</h2><p>1. Warum du auch die Hörer:innen monetarisieren solltest, die niemals zahlen werden<br/>Ab Minute 6.</p><p>2. Der Move, mit dem Lennart sich eine Stunde Anwaltsberatung kostenlos geholt hat<br/>Ab Minute 13.</p><p>3. Warum das Buch zu „Subscribe Now“ für ihn ein Verlustgeschäft ist – und er es trotzdem geschrieben hat<br/>Ab Minute 23.</p><p>4. Wie sich sein Umsatz verteilt<br/>Ab Minute 28.</p><p>5. Wie aus zwei Städtereisen im Jahr eine eigene Erlössäule wird (Tickets: 1.000 bis 2.000 Euro)<br/>Ab Minute 29.</p><p>6. Die simple Liste, die er seinen Sponsoren schickt – und die fast jede Folge ausverkauft<br/>Ab Minute 31.</p><p>7. Was du Sponsoren antwortest, wenn sie nach Klicks fragen<br/>Ab Minute 33.</p><p>8. Warum ausgerechnet der Abo-Mann für sich kein Abo verkauft (er hat es durchgerechnet, die Rechnung kannst du nachmachen)<br/>Ab Minute 35.</p><p>9. Das Community-Dilemma: die Leute, von denen alle lernen wollen, zahlen oft gerade nicht<br/>Ab Minute 43.</p><p>10. Warum ihn sein Setup nicht stresst – und was Reichweite damit zu tun hat<br/>Ab Minute 46.</p><h2>Drei Fragen zum Weiterdenken</h2><ol><li><p>Male dein eigenes Tortendiagramm vom Geschäftsmodell hinter deinem Medienbusiness auf. Welches Stück trägt dich gerade wirklich?</p></li><li><p>Welches Stück kostet dich Geld und zahlt auf etwas anderes ein – weißt du, auf was?</p></li><li><p>Was in deinem Media-Ökosystem füttert gerade gar nichts?</p></li></ol><p><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Teile deinen Kuchen gerne mit mir – ich sammle unsere Rezepte für eine der nächsten Ausgaben. Antworte einfach auf diese E-Mail, ich lese sie alle.</mark></em></p><h2><strong>Über </strong><a href="http://mediapreneur.fm/"><strong>Mediapreneur.fm</strong></a></h2><p>Der Live-Podcast für und mit unabhängigen Medienschaffenden. Ein Gast bringt eine konkrete Erfahrung mit, die Runde denkt sie weiter. Es geht um dein Handwerk, deine Reichweite und dein Auskommen. Damit aus „hoffentlich klappt&#39;s“ ein „ich weiß, wie&#39;s leicht geht“ wird.</p><p><strong>Beim nächsten Mal ist ein Platz für dich frei: </strong><a href="http://mediapreneur.fm/"><strong>Mediapreneur.fm</strong></a></p><p>Wir sehen uns<br/>David</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Live-Talks]]></category>
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      <pubDate>Wed, 12 Aug 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wenn Mediapreneure skalieren]]></title>
      <description><![CDATA[Über kopieren und klauen - und darüber, was das damit zu tun hat, zu verkaufen, ohne die eigene Kredibilität und das Vertrauen des Publikums zu gefährden.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 29. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>Kein Mensch startet beruflich &quot;was mit Medien&quot;, weil er besonders viel Geld verdienen möchte. Menschen, die sich für Geld verdienen und Unternehmertum interessieren, landen meist in anderen Bereichen. Das führt (etwas verkürzt dargestellt) dazu, dass wir in unserer Medienlandschaft beim Thema Unternehmertum, Geld verdienen und nachhaltiges Wirtschaften strukturell nicht besonders gut aufgestellt sind.</p><p>Mich haben beide Themen schon immer interessiert: Journalismus auf der einen Seite und Unternehmertum auf der anderen. Nach dem Abi stand ich vor der Entscheidung, ob ich etwas mit Journalismus machen oder Richtung BWL beziehungsweise VWL gehen soll. Und ich habe fast 15 Jahre gebraucht, um zu begreifen, dass diese Entscheidung eigentlich unnötig war. Ich kann ja beides machen. Journalismus und Unternehmertum schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Sie bedingen sich sogar gegenseitig. Für uns Mediapreneure gehören beide Welten zusammen.</p><p>Vielleicht hat mich auch deshalb die Startup-Welt schon immer fasziniert. Also nicht der Bling Bling Quatsch. Sondern ein funktionierendes Geschäftsmodell aufzubauen und daraus anschließend ein Scale-up zu machen. Mehr Kunden. Mehr Märkte. Mehr Mitarbeitende.</p><p>Für Mediapreneure bedeutet Scale-up aber etwas anderes. Unsere Scale-up-Phase beginnt zwar ebenfalls dann, wenn wir herausgefunden haben, was funktioniert. Ab diesem Zeitpunkt geht es bei uns aber nicht darum, immer mehr zu machen. Sondern immer weniger. Alles abzuschneiden, was unnötig ist. Wiederkehrende Abläufe in Systeme bringen. Strukturen aufbauen. Prozesse vereinfachen. Damit wir uns unser 1-Mensch-Unternehmen überhaupt leisten und möglichst viel Zeit und Energie in die Dinge investieren können, die uns wirklich wichtig sind.</p><h2>Jede Ausgabe ist ein eigenes Start-up</h2><p>Diesen Gedanken habe ich schon während meiner Zeit im Verlag immer wieder erlebt. Mein damaliger Verleger hat mir einmal gesagt, ich solle jede Ausgabe wie ein eigenes Startup betrachten. Für mich hieß das, unsere Prozesse für Content, Distribution und Monetarisierung immer weiter zu systematisieren.</p><p>Ich habe mir angeschaut, welche Abläufe bei jeder Ausgabe wiederkommen, welche Schritte sich standardisieren lassen, wo wir unnötig Zeit verlieren. Und wie wir verhindern können, bei jeder Ausgabe wieder bei null anzufangen.</p><p>Diese Systematisierung hat letztlich dazu geführt, dass wir nicht mehr von der Hand in den Mund gelebt haben, sondern dass wir nachhaltig planen konnten. Wir mussten uns nicht mehr von einer Ausgabe zur nächsten hangeln, nicht mehr die eine Ausgabe erst komplett finanzieren, bevor wir mit der nächsten anfangen konnten. Stattdessen haben wir einen Jahresplan gebaut und nicht nur die aktuelle, sondern gleichzeitig auch die kommenden Ausgaben vertrieben, die sich dann dadurch wesentlich früher, stabiler und besser gegenfinanziert haben. Erst dadurch war ein monatlicher Erscheinungsrhythmus überhaupt möglich.</p><p>Ich glaube, genau darin liegt auch für viele Mediapreneure heute der größte Hebel. Nicht noch mehr Content zu produzieren. Nicht noch einen weiteren Kanal zu bespielen. Sondern die Dinge, die bereits funktionieren, so zu organisieren, dass sie dauerhaft funktionieren.</p><p>Mein damaliger Verleger hat mir übrigens noch einen zweiten Satz mitgegeben:</p><h2><strong>&quot;Copy and steal everything&quot;</strong></h2><p>Gemeint war natürlich nicht, Menschen zu beklauen. Sondern sich bei Kolleg:innen abzuschauen, wie sie arbeiten. Welche Prozesse funktionieren. Welche Ideen, Pitches oder Vorgehensweisen sich bewährt haben. Und daraus das eigene Setup zu bauen.</p><p>Als Mediapreneure haben wir leider keine Kolleg:innen, die mit uns ihre Prozesse, Ideen und Erfahrungen teilen. Genau deshalb haben wir die Media Sales Community gegründet. Ein Ort, an dem Mediapreneure voneinander lernen, ihre Setups gegenseitig hinterfragen und gemeinsam bessere Systeme entwickeln.</p><p><strong>Der gemeinsame Nenner aller Mitglieder:</strong> Wir wissen, dass wir verkaufen müssen. Dass wir uns nachhaltig finanzieren müssen. Aber wir alle wollen verkaufen, ohne unsere Kredibilität und das Vertrauen unseres Publikums zu gefährden.</p><p>Alle, die das ebenfalls als existenziellen Wert sehen, sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns den eigenen Vertrieb aufzubauen, auszubauen und zu optimieren (egal, ob es um Werbung, Sponsoring, Workshops oder Events geht). Die ersten Mitglieder sind bereits im Onboarding - und freuen sich auf viele weitere neue “Kolleg:innen”. Neugierig? Hier geht es zu den Kennenlern-Calls: <a href="https://calendar.app.google/2jsXKoeZ74bKUZc26">Termine zum Kennenlernen</a><br/><br/>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 05 Aug 2026 06:17:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ich hatte Sörens Nummer]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Screenshot an Sören, mehr hat es nicht gebraucht, um aus einem Entwurf eine gesendete Mail zu machen. Ab 3. August gibt es dafür einen festen Ort.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 28. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><p></p><p>Seit zehn Jahren geht bei Shelfd jeden Freitag ein Newsletter raus. Kein einziges Mal ausgesetzt. Irgendwann liefen Workflows, Team und ein Dutzend Formate so ineinander, dass ich gar nicht mehr darüber nachgedacht habe. Ich wusste einfach: das sitzt.</p><p>Ende 2025 kam Mediasales auf meinen Schreibtisch zurück, nach einem gescheiterten Versuch in 2018. Und plötzlich war da wieder die Unsicherheit eines Indie-Mediamakers, der alles allein verantwortet. Wie beim ersten Podcast, bei der ersten Community, bei der ersten Kooperation. Ich fragte mich nach dem Aufsetzen des ersten Anschreibens:</p><ul><li><p>Ich erwähne meine Reichweite im zweiten Absatz. Klingt das gewollt? Sind das überhaupt gute Zahlen?</p></li><li><p>Das hier ist meine vierte Überarbeitung. Ist das noch Sorgfalt oder schon Prokrastination?</p></li><li><p>Wann gehe ich mit dem Preis raus? Was wäre zu früh, zu selbstbewusst, zu zögerlich?</p></li></ul><p>Der Entwurf lag fertig da. Gefehlt hat mir jemand, der schon Tausende solcher Mails gesehen hat.</p><p>Also habe ich Sören Screenshots geschickt. „Kannst du mal kurz drüberschauen?“ Danach ging das Absenden ganz schnell. Denn Sinn und Zweck der Kontaktaufnahme ist allein eine erste Antwort – kein Bitte-beschäftige-dich-mit-mir-Roman.</p><p>Und für Sören und mich hat genau hier etwas angefangen.</p><h2>Der Unterschied: Ich hatte Sörens Handynummer</h2><p>Zehn Jahre Handwerk und Flow im Rücken, ein funktionierendes Produkt und ein Publikum, das da ist – nichts davon hat gereicht, um diese eine E-Mail abzusenden.</p><p>Meine Nachricht ist nur deshalb vom Entwurfsordner in den Versand gewandert, weil ich jemanden fragen konnte, der richtig gut darin ist, so einen Erstkontakt auf den Punkt zu bringen.</p><p><strong>Du hast Sörens Nummer wahrscheinlich noch nicht. Wenn du sie hättest, wärst du auch schon weiter.</strong></p><p>Was du hast, ist eine Datei voller Mit-denen-müsste-man-mal-was-machen-Brands und Wäre-richtig-cool-wenn-das-klappen-würde-Koop-Ideen. Sowie oft übersehen auf der Haben-Seite: du hast ein Media-Archiv, in dem längst dein größter Schatz liegt.</p><p>Und höchstwahrscheinlich hast du auch diese eine Mediasales-Mail getippt, die du schon lange abschicken wolltest…</p><p>Im Mai haben wir dafür unseren Outbound-Guide „Werbepartner ansprechen mit System“ veröffentlicht. Zum ersten Mal war der komplette Ablauf ausgeliefert, den wir vorher nur in Einzelbetreuung aufgebaut hatten. Die Rückmeldungen waren wunderbar.</p><p>Was ebenfalls kam: Fragen, wie meine oben. Zu den aufgesetzten Erstansprache-Mails, Fragen nach den richtigen Ansprechpersonen, Umgang mit Antworten von Marken, zur Gesprächsvorbereitung.</p><p>Das Wissen war raus, die Zweifel blieben. Also haben wir vier Freitage im Mai drangehängt und gemeinsam mit allen Käufer:innen an ihren Mails geschraubt, bis sie saßen.</p><p><strong>Die große Erkenntnis damals: Das Wissen aus dem Guide bringt dich zum Entwurf. Die Begleitung bringt dich zum Absenden.</strong></p><p>Was daraus geworden ist, sehe ich heute klarer denn je. Ein Podcaster kommt inzwischen auf eine Antwortquote von 80 Prozent. Das heißt vier von fünf seiner Koop-Anfragen werden beantwortet. Ein anderer hat seine durchschnittliche Deal-Größe verdoppelt. Erste Erfolge hatten beide vorher schon. Gefehlt hat der Moment, in dem jemand sagt: du darfst groß denken – und schick das jetzt mal so ab.</p><p>Ab dem 03. August richten wir genau dafür einen festen Ort ein:</p><h2>Das 🏕️ Mediasales Basecamp</h2><p>Das Bild trägt mich, seit wir es gefunden haben. Ein Basecamp sagt: du bist längst unterwegs. Hier ist ein Camp aufgeschlagen, in dem du einkehren, Kraft tanken und zu neuen Expeditionen aufbrechen kannst.</p><p>Sören ist der erfahrene Bergführer. Er kennt die Route, liest die Karte und hält donnerstags das Briefing am Feuer. Das ist die offene Sprechstunde, vier Stunden pro Woche, in denen du mit dem reinkommst, woran du gerade sitzt.</p><p>Mein Jam ist das Camp drumherum. Zwei Dinge konkret:</p><p>Ich höre mir alle Erfahrungsberichte an und baue damit deine Karte: die Workbooks zur Angebotsstruktur und zum Media-Inventar, deinen Expeditionsplan mit allen Routen. Das ist das, was ich am besten kann: Wissen in eine Form bringen, in der du damit bestmöglich arbeiten kannst. Das System hinter den spontanen Erfolgen verstetigen.</p><p>Und ich halte den Rückkehrpunkt – als Monatsimpuls, Quartalscall und Rhythmus. Damit du abends sicher ins Camp zurückfindest, statt zwischendurch vom Weg abzukommen.</p><p>Aufstellen hätte das keiner von uns beiden allein können. Wie das bei uns läuft, haben wir beim Guide gelernt: Ich schreibe 4.000 Worte, Sören liest sie und sagt: „Stimmt alles, aber so würde ich das nie sagen.“ Also nochmal von vorne. Schleife um Schleife, bis wir bei Slides mit seiner Tonspur landen. Sein Wissen war die ganze Zeit da. Meine Arbeit ist die Form. Erst zusammen wird daraus etwas, mit dem wir auch dich begleiten können.</p><h2>Feste Rituale</h2><p>Im REC Club checken wir seit zehn Monaten jeden Montag ein. Wir fragen dort, was die Podcaster:innen bewegt, worauf sie sich in dieser Woche freuen und welcher Baustelle sie sich widmen wollen.</p><p>Das ist wenig spektakulär und es ist der ganze Trick. Wir wertschätzen die Zeit unserer Mitglieder und sind trotzdem verlässlich da. Niemand schuldet der Runde eine Antwort, und trotzdem steht der Montag.</p><p>Daraus sind die besten Beziehungen entstanden, die ich in den letzten Jahren geschlossen habe. Und den REC Club wird es weiter geben, weil mir genau das Energie gibt.</p><p>Das Basecamp bekommt dasselbe. Einen Ort, an dem Verlässlichkeit von uns kommt und deine Zeit allein dir gehört.</p><h2>Worauf ich mich freue</h2><p>Ich kann es kaum erwarten, dass wir die ersten Mitglieder onboarden und ihre Wege eine Weile mitgehen dürfen.</p><p>Wenn du zu den Menschen gehörst, die sich Mediasales bisher nicht zugetraut haben, oder die es einfach nie nach oben priorisiert haben, obwohl du weißt, dass du gute Arbeit leistest und dein Media-Inventar spannend für Sponsoren wäre: Dann ist das Basecamp für dich gebaut.</p><p>Von jemandem, der genau da stand, mit vier Versionen derselben Mail im Ordner.</p><p>➽ <a href="https://payhip.com/b/8yWp6"><mark style="background-color: rgb(250, 232, 214); color: inherit">Alles Weitere findest du hier</mark></a></p><p>Und wenn du erstmal nur schauen willst, wie sich das anfühlt: Morgen ist Sprechstunde, und du bist eingeladen. Bring mit, woran du gerade in Sachen Mediasales sitzt.</p><p><strong>📅 <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">DO, 30.07. von 10:30 bis 14:30 Uhr via </mark></strong><a href="https://meet.google.com/boz-hgwj-mha"><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Meet</mark></strong></a><strong> (Klick)</strong></p><p>Wir halten dir einen Platz frei.</p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>David</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 29 Jul 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[50.000 Euro Budget]]></title>
      <description><![CDATA[Wenn ein Unternehmen mit 50.000 Euro Budget bei dir Werbung buchen will...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 27. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p></p><p>Bei 50.000 Euro Budget kannst du dir sicher sein: Jetzt hast du die Aufmerksamkeit. Wenn ich mit Mediamakern über Werbung spreche, dann gibt es genau zwei Gruppen von Menschen. Auf der einen Seite die Menschen, die für Werbung grundsätzlich offen sind. Die vielleicht schonmal mit Werbepartnern zusammengearbeitet haben oder die sich bereits nachhaltig über Werbung finanzieren. Und auf der anderen Seite die Menschen, die “niemals Werbung machen” würden. Ich finde dann immer folgendes Gedankenspiel sehr schön:</p><p><strong>Stell dir vor, ein Unternehmen kommt mit einem Budget von 50.000 Euro auf dich zu. Welches Unternehmen würdest du als Werbepartner ablehnen?</strong></p><p>Die Übung funktioniert am besten, wenn man - oder in diesem Fall du, jetzt :) - dir spontan deine Top3 überlegst. Welche Unternehmen oder welche Branchen würdest du als Werbepartner ablehnen? Trotz 50.000 Euro Budget. Schick uns gern deine Top3.</p><ol><li><p></p></li><li><p></p></li><li><p></p></li></ol><p>Besonders wertvoll ist es, sich dann direkt im Anschluss die gleiche Situation nochmal vorzustellen. Also ein Unternehmen mit 50.000 Euro Budget, dass Werbung bei dir einbinden möchte. Aber diesmal mit der Fragestellung: Bei welchem Unternehmen würde ich die 50.000 Euro annehmen?</p><p>Auch hier funktioniert es wieder am besten, wenn man - oder in diesem Fall du, jetzt :) - dir spontan deine Top3 überlegst. Welche Unternehmen oder welche Branchen würdest du gern als Werbepartner an deiner Seite sehen? Schick uns gern auch hier deine Top3, und wir behalten auch das für uns. Plus: Wir schicken dir einen Pitch für jede Brand zurück. (Dazu am besten einen Link zu deinem Kanal mitsenden :)).</p><ol><li><p></p></li><li><p></p></li><li><p></p></li></ol><p><br/>Weil mal ganz ehrlich: Wir werden nie eine Welt ohne Werbung haben. Was wir brauchen ist einfach eine Welt mit besserer Werbung. Grundlage dafür ist, dass wir - die Menschen mit Reichweite - gewissenhaft aussuchen, mit wem wir unsere Aufmerksamkeit teilen. (Wenn das die großen Medienunternehmen beherzigen würden, würden wir definitiv in einer besseren Welt leben!). Deswegen freue ich mich über Jeden und Jede, die zu der Gruppen von Menschen gehört, die für Werbung grundsätzlich offen sind. (Was würdest du sagen, auf welcher Seite stehst du?)<br/><br/>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören<br/></p><p><strong>Ps: Es gibt wieder neue Pläne. Juhuu. </strong>Diesmal für alle Mediamaker, die sich Unterstützung beim Thema Verkaufen wünschen: Am 1.8. ist der offizielle Start für unsere Mediasales-Community, das “Mediasales Basecamp”. Ziel ist, hier auch für kleines Budget professionelle Begleitung anzubieten. Die ersten Mitglieder sind schon drin, aber wie das mit Plänen so ist: Noch ist nicht alles im finalen Zustand (looking at you, <a href="https://payhip.com/b/8yWp6"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Landingpage</mark></a>.) Trotzdem findest du dort bereits die wichtigsten Infos.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 22 Jul 2026 06:17:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das’ Crazy]]></title>
      <description><![CDATA[Schalte dich mit ein zum nächsten Live-Talk mit Jeanne Drach am DO, den 09.07. zum Thema Crazyness in der Formatentwicklung.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur <strong>Event-Edition </strong>vom <strong>„Mediapreneur“</strong> mit handverlesenen Ideen für deine nächsten Fortbildungen + Begegnungen.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><p>Sehen wir uns nächste Woche im <strong>nächsten Mediapreneur Live-Talk</strong>? Ich freue mich auf <strong>Jeanne Drach</strong> zum <strong>Thema</strong> <strong>Crazyness</strong> und wir sammeln kreative Beispiele, wie wir mit unser aller Publikationen öfter mal am Rad drehen können:</p><hr/><p>Mediapreneur.fm</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">🔴 Save the date:</mark></strong></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Plädoyer für mehr Crazyness in der Formatentwicklung! Warum es sich lohnt verrückter, innovativer, mutiger und anders zu sein.</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Live-Talk mit </mark><a href="https://www.linkedin.com/in/jeanne-drach-767641116/"><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Jeanne Drach</mark></strong></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> von „Oh Wow Podcasts“</mark></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wann?</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> 📅 DO, 09.07. ab 20:15h</mark></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wo?</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg</mark></a></p><hr aria-hidden="true"/><p>➽ <a href="https://calendar.google.com/calendar/ical/c_182a22c38aca1decc5bd5d854299602a8e9aed8799deb207df223a72d0cccbd9%40group.calendar.google.com/public/basic.ics">Über diesen Link</a> lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).</p><p>Coming up:</p><ul><li><p>06.08. (tbd) mit <a href="https://www.linkedin.com/in/lennartschneider/">Lennart Schneider</a> von „Subscribe Now“ über den Weg seines Podcasts zu einem Abo-Fachbuch – und warum er als Abo-Experte selbst keines anbietet (bewusst)</p></li></ul><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><h2>Auf dem Schirm</h2><p>Weitere spannende Dates für unabhängige Medienschaffende:</p><h3>12 anstehende Events</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Davon 5 kostenlos</mark></em></p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://www.1e9.community/events/festival-der-zukunft-2026?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Festival der Zukunft</strong></a><strong> <mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">mit kostenlosem Familienprogramm an den letzten beiden Tagen</mark> (02.-05. Juli in München)</strong></p><p><em>Heute schon an Morgen denken: Auf der Konferenz gibt es +100 Sessions zu KI, Robotik, DeepTech, digitale Souveränität und mehr</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://www.eventbrite.de/e/wir-bauen-deine-community-finanzierung-registrierung-1990487133599?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Wir bauen deine Community-Finanzierung</mark></strong></a><strong> (10. Juli in Bad Belzig)</strong></p><p><em>Du möchtest dein kreatives Projekt über Mitgliedschaften finanzieren? Hier definierst du deine Angebotsstruktur und setzt alles technisch auf</em></p><p>☝️ Kostenloser 2h-Workshop von mir im Rahmen der Fläminger Kreativsause im wundervollen Coconat Retreat – sehen wir uns? (Begrenzte Plätze)</p><p>–</p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://nextmedia-hamburg.de/events/kalender/international-n8n-community-meetup-hamburg/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">n8n Community Meetup</mark></strong></a><strong> (17. August in Hamburg)</strong></p><p><em>Alles rund um smarte KI-Workflows und praktische Automatisierungslösungen mit dem No-Code-Tool n8n</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://www.indiecon-festival.com/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Indiecon</strong></a><strong> (04.-06. September in Hamburg)</strong></p><p><em>Stöbere durch Indie-Zines aus aller Welt und bring dich auf der Konferenz auf den neuesten Stand in Sachen Indie-Verlagswelt und Solo-Publishing</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://nextmedia-hamburg.de/events/kalender/scoopcamp/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Scoopcamp</strong></a><strong> (09. September in Hamburg)</strong></p><p><em>Wie finanzieren wir den Journalismus der Zukunft? Die Publisher-Fachkonferenz findet Antworten darauf</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://www.miz-babelsberg.de/veranstaltungen/kalender/details/inspiration-day-2026.html?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">MIZ Inspiration Day</mark></strong></a><strong> (09. September in Potsdam)</strong></p><p><em>Erkunde innovative Ansätze für den Lokaljournalismus – mit Impulsvorträgen und interaktiven Workshops • Anmeldung bis 01. September</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://www.b-future.org/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>b° future festival</strong></a><strong> (01.-03. Oktober in Bonn)</strong></p><p><em>Lasst uns den Journalismus neu denken! Welchen besseren Raum könnte es dafür geben, als ein Festival für konstruktiven Dialog – halb Stadtfest, halb Fachkonferenz</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://podcastsummit.de/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Podcast Summit</strong></a><strong> (08. Oktober in Köln)</strong></p><p><em>Konferenz für alle, die Podcasts professionell gestalten – inkl. Keynotes, Workshops und Networking</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://www.publix.de/en/events/first-osint-journalism-roundtable-at-publix?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">First OSINT Journalism Roundtable</mark></strong></a><strong> (15. Oktober in Berlin)</strong></p><p><em>Wer sich der „Open Source Intelligence“-Community angehörig fühlt oder Teil davon werden will, findet im Publix eine Gesprächsrunde von und mit Lea Weinmann, Teil des Investigativ-Teams der SZ, wie man das Bewusstsein für die Arbeit mit offenen Datenquellen in deutschen Newsrooms steigern kann • Anmeldung bis 31. August</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://nextmedia-hamburg.de/events/kalender/aim-leaders/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>AI Media Leaders Conference</strong></a><strong> (12. November in Hamburg)</strong></p><p><em>Wie bindest du KI in deine redaktionellen Workflows ein? Überhaupt: Wie kann man die Transformation bewusst gestalten, ohne förmlich überrannt zu werden? Dieses Forum der Medien- und Digitalwirtschaft sucht nach Antworten darauf</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://www.reporterslam.de/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>10-Jahre-Show vom Reporter Slam</strong></a><strong> (12. November in Berlin)</strong></p><p><em>Journalist:innen als Headliner auf der großen Bühne: Die Jubiläums-Show vom Reporter Slam bringt wieder genauso spannende wie unterhaltsame Recherchen mit</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://somanyvoices.de/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>So many Voices</strong></a><strong> (20.-21. November in München)</strong></p><p><em>Die Podcasting-Konferenz vereint die besten Stimmen aus der freien Szene auf einer Bühne und klärt in Workshops, wie Recherche, Sound, Distribution und positive Arbeitsbedingungen Hand-in-Hand gehen</em></p><blockquote><p>💡 Freust du dich auf weitere öffentliche Workshops oder Konferenzen? Teile sie gerne mit den anderen Mediamakern, die hier mitlesen (einfach als Antwort auf diese Mail rumschicken).</p></blockquote><p>Wir sehen uns<br/>David</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Live-Talks]]></category>
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      <pubDate>Wed, 01 Jul 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Realitätscheck mit 7]]></title>
      <description><![CDATA[Über die Zeit, in der die berufliche Seite einfach zurückstecken muss. Und die Zeit danach.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 24. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>Die ersten zweieinhalb Jahre als Zwillings-Papa waren hart. Verdammt hart. Ehrlich gesagt waren das die zweieinhalb härtesten Jahre meines Lebens. Zwillinge. Alles doppelt. Dazu Pandemie. Also nochmal alles doppelt kompliziert. Da war einiges los.</p><p>In der Zeit (und auch danach noch) musste die berufliche Seite einfach zurückstecken. “Die Kinder wollen schon früh genug nix mehr mit dir zutun haben” und “Du hast ja noch fast 30 Jahre zu arbeiten” wurden zu tragenden Glaubenssätzen, die mir immer wieder von erfahreneren Eltern mitgegeben wurden.</p><p>Mittlerweile sind die beiden 7. Sie haben den Übergang zur Schule hinbekommen, das erste Schuljahr ist fast durch. Das war auch in etwa der Zeitpunkt, an dem ich wieder mehr auf Veranstaltungen gehen wollte. Weil es sich nun alles geschmeidig in den Familienalltag integrieren lässt. Ende letzter Woche dann der Realitätscheck.</p><p><strong>Donnerstagabend </strong>die Kinder ins Bett gebracht. Freitag um 3 Uhr aufgestanden. Zug bekommen. (Nur 10 Minuten Verspätung.) Um halb zehn überpünktlich beim Podcamp angekommen. Und dank Veranstalter Stan sehr schnell auf Betriebstemperatur gekommen, was mir nach einer längeren einsamen Bahnfahrt auch schon mal schwerer gefallen ist.</p><p>Der Geist auf dem Barcamp hat mich dann wieder daran erinnert, was ich an Veranstaltungen so genieße. Es ist diese Magie, die in einem Raum liegt, in dem Menschen zusammenkommen, die sich gegenseitig helfen wollen. Das ist es, war Barcamps für mich ausmachen und das ist auch das Versprechen, das das Podcamp in diesem Jahr eingelöst hat.</p><p>Also wie gesagt ist für mich die Zeit der Events so langsam gekommen und ich freue mich, dass David uns in seinen Ausgaben mit einer Event-Übersicht beschenkt. Sowas lebt natürlich auch immer von besonderen Event-Empfehlungen, daher eine Bitte: Horche doch mal in dich hinein und überlege, auf welchem Event du zuletzt so richtig gespürt hast, dass dort Menschen zusammengekommen sind mit dem Ziel, anderen zu helfen. Und dann lass uns bitte teilhaben, welches Event das war. Vielen Dank!<br/></p><p>Frische Grüße<br/>sendet euch<br/>Sören<br/></p><p><strong>Ps:</strong> Die Rückfahrt sollte für mich so gegen halb fünf zu Hause in meinem Bett enden. Die Bahn hatte aber andere Pläne. Ergebnis: Ich bin Punkt sieben zu Hause angekommen, empfangen von 2 frisch ausgeschlafenen Mädchen, ausgestattet mit einem frisch aufgeladenem Akku und 7 Jahren Erfahrung darin, Bambule zu machen. Halt ein ganz geschmeidiger Start ins Wochenende…</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 24 Jun 2026 07:10:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das Problem von etwas, das funktioniert]]></title>
      <description><![CDATA[Was scheitert, lässt dich irgendwann in Ruhe. Was läuft, will weiter. Neun Live-Talks später: ein ehrlicher Blick auf meinen Knäuel.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur <strong>Event-Edition </strong>vom <strong>„Mediapreneur“</strong> mit handverlesenen Ideen für deine nächsten Fortbildungen + Begegnungen.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><h2>Mein Plan</h2><p>Das „Mediapreneur“-Magazin existiert seit dem 14. Januar 2026. (Time flies!)</p><p>Eine Woche später, am 22. Januar, haben Sören und ich uns bereits mit <strong>Mediapreneur Martin Fehrensen</strong> zu einem <strong>ersten Live-Talk </strong>zusammengeschaltet. Seitdem sind neun Gespräche gelaufen, und jedes einzelne hat so viel Spaß gemacht und so viele Insights geliefert, dass für mich längst feststeht: Daraus wird mehr.</p><p><strong>Die Idee: Wir schalten uns alle zwei Wochen zusammen</strong>, ein Gast oder eine Gästin bringt ein Thema mit, das auf einer aktuellen Erfahrung, einem Experiment oder einer Beobachtung beruht. Danach öffnen wir die Runde für alle Dazugeschalteten und sammeln weitere Perspektiven, bis sich ein vollständiges Bild ergibt (so ist niemand der oder die alleinige Expert:in). Die Aufnahme landet anschließend in einem Podcast-Feed, zum Nachhören für alle, die nicht live dabei sein konnten.</p><p>Kein schlechter Plan, oder?</p><p>Naja, <a href="https://mediapreneur.fm/posts/c27d6ef7-e690-4100-9a75-63b5b2467a91">wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihr von deinen Plänen</a>, wie Sören letzte Woche so treffend zitiert hat... 🙃</p><h2>Die Realität</h2><p>So ein lebendiges Format bringt auch einen ordentlichen Kopfknäuel mit sich. 🧶</p><p>Bei mir besteht der gerade aus einer endlos langen Liste von Menschen, mit denen ich unbedingt mal sprechen möchte. Aus etwa zehnmal so vielen Zusagen von Männern wie von Frauen. Aus der Suche nach dem roten Faden, bei der ich immer wieder bei den <strong>drei Grundpfeilern des Mediapreneur-Daseins</strong> lande: <strong>① Handwerk</strong>, <strong>② Reichweite </strong>und<strong> ③ Auskommen</strong>, in die sich am Ende alles einsortieren lässt. Aus der Arbeit an einem klugen Titelschema für Ankündigung und Replay. Aus einem stetig wachsenden Archiv an Aufnahmen, die alle geschnitten, betextet, bebildert und mit Schleifchen versehen hochgeladen werden wollen. Und aus meinem eigenen Anspruch, erst dann richtig loszulegen, wenn ich einen Plan habe, wie Live-Talk und Newsletter so ineinandergreifen, dass ich im wöchentlichen Wechsel zwischen anstehendem und gelaufenem Gespräch meinen Flow finde.</p><p>Vielleicht kennst du dieses Gefühl von deinem eigenen Projekt?</p><p>Jeder dieser Fäden hängt an genau einer Sache: Es läuft. Hätte sich niemand für die Live-Talks interessiert, gäbe es keinen Knäuel, und ich hätte das Format längst sein lassen. Das Interesse ist aber da, und genau daraus entsteht die ganze Arbeit.</p><p><strong>Hier liegt das Problem von etwas, das funktioniert: Was scheitert, lässt dich irgendwann in Ruhe. Du darfst es ziehen lassen und weitergehen. Was läuft, will weiter. Es zieht neue Menschen an, neue Ideen, neue offene Enden, und mit jedem Schritt, der klappt, wächst die Liste der nächsten.</strong></p><p>So etwas wird nie fertig. Fertig ist das, woran niemand mehr baut. Und bei uns ist das der Normalfall: <strong><mark style="background-color: rgb(250, 232, 214); color: inherit">Wir sind eigentlich alle immer am Bauen von irgendwas.</mark></strong></p><p>Genau das fühlt sich hier und jetzt manchmal überbordend an. Also spreche ich mir die Worte zu, die ich gerade hören muss und die vielleicht auch dir gerade guttun:</p><h4>Alles ist okay. 🪴</h4><p></p><p>Das Ding muss nicht heute fertig sein. Wenn man ohnehin nie ankommt, zählt vor allem die Richtung. Schon ein einziger Schritt, der dorthin zeigt, bringt uns voran, auch bei voller Geschwindigkeit und ohne dass vorher alles perfekt aufpoliert ist.</p><p>Heute teile ich deshalb den ehrlichen Zwischenstand mit dir,<strong> <mark style="background-color: rgb(242, 221, 236); color: inherit">mein Work in Progress</mark></strong>, bevor alles glänzt und das Replay-Archiv steht. Die unfertige Mitte bekommen wir alle selten genug zu sehen.</p><p>(Passend dazu mein Lesetipp: <a href="https://mediapreneur.fm/posts/3140dc07-0cf6-4b38-85a9-53d0a15be347">„Die To-Do-Listen-Lüge“</a>.)</p><p>Bis das Replay-Angebot steht, ist es bestimmt nicht mehr weit. 👉 <strong>Bis dahin freue ich mich auf die nächsten Live-Begegnungen (scroll dich weiter runter im Text). Für dich ist ein Platz am Tisch freigehalten.</strong></p><p>Eine Sache liegt mir dabei besonders am Herzen: <strong>Ich würde die Runde gern vielfältiger besetzen. </strong>Wenn du eine Frau bist und gerade eine positive Mediapreneur-Erfahrung in deinem Handwerk oder beim Auf- und Ausbau von Reichweite oder Auskommen durch deine Publikation gemacht hast, oder wenn du jemanden kennst, deren Perspektive an diesen Tisch gehört, dann schreib mir. Ich hole euch besonders gern dazu.</p><p>✉️ <a href="mailto:david@mediapreneur.fm">david@mediapreneur.fm</a></p><p>Und falls du noch nie bei einem Live-Talk dabei warst, schreib mir kurz, woran es liegt. Fehlt die Erinnerung im Kalender, war noch kein Thema für dich dabei oder bringst du um 20:15h immer die Kids ins Bett und damit passt es abends einfach nicht? Natürlich hat jeder Grund seine Relevanz – ich würde ihn nur super gerne kennen.</p><hr/><p>Mediapreneur.fm</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">🔴 Save the date:</mark></strong></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Plädoyer für mehr Crazyness in der Formatentwicklung! Warum es sich lohnt verrückter, innovativer, mutiger und anders zu sein.</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Live-Talk mit </mark><a href="https://www.linkedin.com/in/jeanne-drach-767641116/"><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Jeanne Drach</mark></strong></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> von „Oh Wow Podcasts“</mark></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wann?</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> 📅 DO, 09.07. ab 20:15h</mark></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wo?</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg</mark></a></p><hr aria-hidden="true"/><p>➽ <a href="https://calendar.google.com/calendar/ical/c_182a22c38aca1decc5bd5d854299602a8e9aed8799deb207df223a72d0cccbd9%40group.calendar.google.com/public/basic.ics">Über diesen Link</a> lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).</p><p>Coming up:</p><ul><li><p>06.08. (tbd) mit <a href="https://www.linkedin.com/in/lennartschneider/">Lennart Schneider</a> von „Subscribe Now“ über den Weg seines Podcasts zu einem Abo-Fachbuch – und warum er als Abo-Experte selbst keines anbietet (bewusst)</p></li></ul><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><h2>Auf dem Schirm</h2><p>Spannende Dates für unabhängige Medienschaffende:</p><h3>12 anstehende Events</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Davon 5 kostenlos</mark></em></p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://podcamp.de/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Podcamp NRW</strong></a><strong> (19.-20. Juni in Düsseldorf)</strong></p><p><em>Barcamp mit Fokus auf alle Themen rund um’s Podcasten (Produktion, Hosting, Vermarktung, Reichweite…)</em></p><p>☝️<em> </em>Sören ist am Freitag auch dabei. Sieht er dich dort?</p><p>–</p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://lokalmedientage.de/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Lokalmedientage</strong></a><strong> (24.–25. Juni in Nürnberg)</strong></p><p><em>Austausch zu crossmedialen Geschäftsmodellen und der Frage, wie aus einem Sender ein Content-Haus wird</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://www.media-lab.de/de/events/take-your-space/#schedule"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Take your Space – Zeit für deine Perspektive</mark></strong></a><strong> (26. Juni in München)</strong></p><p><em>Hier kommen Medienschaffende mit Migrationsgeschichte oder Rassismuserfahrung sowie Allies zusammen, um den eigenen Platz in der Branche selbstbewusst zu beanspruchen</em></p><p>–</p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://business-creator-summit.com/"><strong>Business Creator Summit</strong></a><strong> (30. Juni in Berlin)</strong></p><p><em>Der Blick auf die Creator Economy aus Unternehmenssicht: wenn Founder zu Creatorn werden und Creator zu Foundern</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://www.eventbrite.de/e/wir-bauen-deine-community-finanzierung-registrierung-1990487133599"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Wir bauen deine Community-Finanzierung</mark></strong></a><strong> (10. Juli in Bad Belzig)</strong></p><p><em>Du möchtest dein kreatives Projekt über Mitgliedschaften finanzieren? Hier definierst du deine Angebotsstruktur und setzt alles technisch auf</em></p><p>☝️ Kostenloser 2h-Workshop von mir im Rahmen der Fläminger Kreativsause im wundervollen Coconat Retreat – sehen wir uns? (Begrenzte Plätze)</p><p>–</p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://nextmedia-hamburg.de/events/kalender/international-n8n-community-meetup-hamburg/"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">n8n Community Meetup</mark></strong></a><strong> (17. August in Hamburg)</strong></p><p><em>Alles rund um smarte KI-Workflows und praktische Automatisierungslösungen mit dem No-Code-Tool n8n</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://www.indiecon-festival.com/"><strong>Indiecon</strong></a><strong> (04.-06. September in Hamburg)</strong></p><p><em>Stöbere durch Indie-Zines aus aller Welt und bring dich auf der Konferenz auf den neuesten Stand in Sachen Indie-Verlagswelt und Solo-Publishing</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://nextmedia-hamburg.de/events/kalender/scoopcamp/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Scoopcamp</strong></a><strong> (09. September in Hamburg)</strong></p><p><em>Wie finanzieren wir den Journalismus der Zukunft? Die Publisher-Fachkonferenz findet Antworten darauf</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://www.miz-babelsberg.de/veranstaltungen/kalender/details/inspiration-day-2026.html"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">MIZ Inspiration Day</mark></strong></a><strong> (09. September in Potsdam)</strong></p><p><em>Erkunde innovative Ansätze für den Lokaljournalismus – mit Impulsvorträgen und interaktiven Workshops</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://podcastsummit.de/"><strong>Podcast Summit</strong></a><strong> (08. Oktober in Köln)</strong></p><p><em>Konferenz für alle, die Podcasts professionell gestalten – inkl. Keynotes, Workshops und Networking</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://www.publix.de/en/events/first-osint-journalism-roundtable-at-publix"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">First OSINT Journalism Roundtable</mark></strong></a><strong> (15. Oktober in Berlin)</strong></p><p><em>Wer sich der „Open Source Intelligence“-Community angehörig fühlt oder Teil davon werden will, findet im Publix eine Gesprächsrunde von und mit Lea Weinmann, Teil des Investigativ-Teams der SZ, wie man das Bewusstsein für die Arbeit mit offenen Datenquellen in deutschen Newsrooms steigern kann • Anmeldung bis 31. August</em></p><p><em>–</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://somanyvoices.de/"><strong>So many Voices</strong></a><strong> (20.-21. November in München)</strong></p><p><em>Die Podcasting-Konferenz vereint die besten Stimmen aus der freien Szene auf einer Bühne und klärt in Workshops, wie Recherche, Sound, Distribution und positive Arbeitsbedingungen Hand-in-Hand gehen</em></p><p>📅 Bis Ende Juni kannst du noch am <a href="https://somanyvoices.de/call-for-ideas/">Call for Ideas</a> teilnehmen.</p><blockquote><p>💡 Freust du dich auf weitere öffentliche Workshops oder Konferenzen? Teile sie gerne mit den anderen Mediamakern, die hier mitlesen (einfach als Antwort auf diese Mail rumschicken).</p></blockquote><p>Wir sehen uns<br/>David</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Live-Talks]]></category>
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      <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 04:30:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[1 Tag als Alien auf der Republica]]></title>
      <description><![CDATA[Über die Republica, einen italienischen Menschen, Gott und eine blaue Sonnenbrille.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 22. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>Ich denke nix beschreibt meinen Weg und meine Erfahrungen als Mediapreneur besser als ein italienisches Sprichwort, das mir mal ein toller Mensch mit italienischen Wurzeln verraten hat:</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">„Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, </mark></strong><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">dann erzähl ihr von deinen Plänen“</mark></strong></p><p>Für die Republica vor drei Wochen hatte ich einen wirklich phantastischen Plan. Ich dachte mir: Hey, da gehen so ca. 30.000 Leute hin und da sind doch auch viele Medien-Menschen, die was eigenes machen. Also (angehende) Mediapreneure. Also wäre es doch mega clever, wenn ich da ein „Mediapreneur“-Shirt anziehe mit QR-Code auf dem Rücken, der direkt zum Newsletter führt.</p><p>Also hab ich mir so ein Shirt gemacht (hat ca. 25 Euro gekostet) und war mir sicher: Damit gewinnen wir 20 neue Leser:innen. MINDESTENS!</p><p>Dann habe ich mir gedacht: Hey, wir haben doch vor Kurzem unseren Guide veröffentlicht. Und dafür haben wir jetzt noch mehrere offene Anfragen, ob es den noch zu kaufen gibt (gibt es gerade nicht). Und da wäre es doch mega clever, den Guide mit Rabatt für Neuanmeldungen anzubieten. Dann kann ich den Nachfragenden doch ein Angebot machen. (Meld dich an, dann kannste den Guide doch noch kaufen.) Und wenn sich auf der Republica (mindestens!) 20 Leute neu anmelden, dann wird da sicherlich (mindestens!) 1 Mensch dabei sein, der den Guide auch gern kaufen möchte und zack, hab ich das Geld für das Shirt wieder raus. MEGA.</p><p><strong>So weit der Plan…</strong></p><p>Dann kam der Morgen der Republica. Eine meiner Töchter hatte mich kurzfristig überzeugt, dass ich doch meine Sonnenbrille mit den blauen Gläsern aufsetzen sollte. Ich weiß, dass die mega sch***e aussieht, aber privat ist mir das relativ egal. Ich mag einfach dieses blaue Glas, das beruhigt mich irgendwie.</p><p>Ich komme also mit dem Mediapreneur Shirt und mit der blauen Sonnenbrille auf der Republica an und erinnere mich plötzlich (das wurde mir leider erst vor Ort wieder klar), dass die Leute auf der Republica kaum etwas mehr verabscheuen, als über Geld zu sprechen und sich als Unternehmer:innen zu sehen. (Wer schonmal da war, weiß was ich meine.) Kurzum: Ich habe mich gefühlt, als wäre ich von einem anderen Planeten.</p><p><strong>Ergebnis meines „mega clever“-Plans:</strong> 0 Anmeldungen und ich kam mir einen kompletten Tag lang vor wie ein Alien.</p><p>Anyway, ich habe dann doch noch den einen Menschen auf der Republica getroffen, der stolz von sich behauptet, Unternehmerin zu sein: Alma Spribille. Sie ist die Geschäftsführerin von WEtell (einem gemeinwohlorientierten Mobilfunkanbieter) und Vorstandsmitglied im Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW). Und ihr Vortrag zum Thema <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_M1pkH_7EUI">„Unternehmer*innentum als ultimative Form des Aktivismus“</a> war wirklich next level und hat mich mal wieder erinnert, warum ich das hier alles mache. Daran, dass es mir ums Helfen geht. Um „Wirkmächtigkeit“, wie sie es so schon nannte. Dass ich demokratische Werte unabhängig und selbstbestimmt vertreten und stärken möchte. Und das ich glaube, dass die besten und wertvollsten Ideen und Projekte nicht überleben können, wenn sie nicht nachhaltig finanziert sind. Das ist mein Antrieb für Unternehmertum.</p><p>Außerdem habe ich von ihr einen wirklich spannenden Ansatz für ein Thema mitgenommen, dass mir meist nicht so viel Spaß macht: Verhandeln. Almas Ansatz: Beide Seiten überlegen sich, was für die andere Seite fair ist. Ich habe das seitdem ein paar Mal ausprobiert und ich kann es nur empfehlen!</p><p>Darüber haben wir dann auch bei unserem Republica Recap mit Stanley Vitte gesprochen. Zu dem aber leider wirklich niemand gekommen ist. Dabei war der Plan wirklich mega, die drei Tage nochmal in einem Livetalk Revue passieren zu lassen. Dachten wir vorher zumindest. 😅</p><p>In diesem Sinne, frohes Planen und…</p><p>Frische Grüße<br/>sendet euch<br/>Sören<br/><br/><strong>PS:</strong> Natürlich war nicht alles schlecht an dem Plan mit dem Shirt. Immerhin bieten wir den Guide jetzt automatisch allen neuangemeldeten Menschen zu diesem Newsletter an (zu Sonderkonditionen!). Und wenn die richtige Zeit und der richtige Ort gekommen sind, dann wird das Shirt schon für 20 Neuanmeldungen sorgen (mindestens!). Nächster Versuch: Auf dem <strong>Podcamp NRW</strong> am 19.6.. CU there?</p><p><strong>PPS:</strong> Unser nächster Livetalk findet am morgigen Donnerstag (11.6.) ab 20 Uhr statt und wir erwarten hohen Besuch: <strong>Joachim Telgenbüscher</strong> und <strong>Simone Terbrack</strong> vom <strong>Podcast „Was bisher geschah“</strong> sprechen <strong>mit David </strong>darüber, wie sie als unabhängige Mediapreneure den Weggang von Wondery (Amazon) gemeistert haben, wie es ihnen gelungen ist, sich innerhalb weniger Wochen eine Community-Finanzierung aufzubauen und was danach geschah (kleiner Spoiler: Liveshows und mehr). Unter diesem Link kannst du dich <strong>am Donnerstag ab 20:15 Uhr</strong> dazuschalten und – wenn du magst – deine Fragen stellen: <a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Link zum Livetalk</mark></a><br/></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/c27d6ef7-e690-4100-9a75-63b5b2467a91/teaser_image/1781056798?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 06:17:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was von einem Event bleibt]]></title>
      <description><![CDATA[Was bleibt, wenn die Slides weg sind? Drei Beobachtungen von der #rp – inklusive der Fragen, die auf keiner Bühne standen und einem Recap, zu dem niemand erschien.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur <strong>Event-Edition </strong>vom <strong>„Mediapreneur“</strong> mit handverlesenen Ideen für deine nächsten Fortbildungen + Begegnungen.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><h2>Keine ewig-lange Link-Liste</h2><p>Was bleibt von einem Event? Nicht die Slides. Nicht die Mitschnitte, die man sich „später noch mal in Ruhe anschauen will“. Sondern die Momente, die sich nicht aufzeichnen lassen.</p><p>Die re:publica liegt jetzt zwei Wochen zurück. Und in der Rückschau wird mir das wieder klar: <strong>Ich fahre wegen des Programms hin – und bleibe wegen der Gespräche.</strong></p><p>Wobei – ganz so einfach ist es nicht. Denn ein paar Talks von der diesjährigen #rp haben mich wirklich erwischt. Zum zwölften Mal war ich dabei und die Bühne war stark besetzt: Ob <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_M1pkH_7EUI">Alma Spribille</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wgCOqZEPwiU">Marina Schakarian</a>, <a href="https://wirres.net/articles/die-welt-ist-scheisse-und-das-ist-auch-gut-so">Felix Schwenzel</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=mmcRsUUb7n4">Bob Blume</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZBXn7pXyyyk">Jessica Burbank</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=DX3t76ltfIc">Florian Grischkat</a> oder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7waHkzEHcuw">Arne Semsrott</a> – es lohnt sich den einen oder die andere in der nächsten Mittagspause noch als Tischgespräch mitlaufen zu lassen.</p><p>Diese Talks hallen nach, keine Frage. Aber drei ganz andere Beobachtungen möchte ich heute mit dir teilen.</p><h2>1. Kontext statt Content</h2><p>Der Schnack im Innenhof, bevor das Programm weitergeht. Das physische Kennenlernen mit jemandem, dem ich online überall hin folgen würde. Der Lass-mal-auswärts-nen-Happen-Essen-gehen-Deep-Dive. Die kurze Unterhaltung mit dem Bekannten eines Bekannten, der die selbe Haltung auf einem ganz anderen Terrain vertritt.</p><p><strong>Das ist es, wofür ich meine Tickets kaufe.</strong></p><p>Nicht für den Content, sondern für den Kontext, in dem solche Gespräche passieren können.</p><p>Ich zahle quasi dafür, dass für drei Tage die Dichte an Menschen, die über dieselben Dinge nachdenken, ungewöhnlich hoch ist. Zugegeben, ein gutes Gespräch braucht kein Programm. Aber wenn es ein Event schafft eine Art Schwerkraft zu erzeugen, welche die richtigen Menschen an einen Ort zieht, liegt es nur noch an uns, offen genug zu sein, um ins Gespräch zu kommen.</p><p><strong>Was ein gutes Event für mich ausmacht – unabhängig von Programm und Headliner:</strong></p><ul><li><p>Genug Leerraum im Tagesablauf, damit Gespräche überhaupt entstehen können. Wer sich jeden denkbaren Slot vollpackt, kommt nur als Zuschauer:in nach Hause.</p></li><li><p>Eine Crowd, die nicht nur konsumiert. Die besten Gespräche habe ich mit Menschen geführt, die eigene Ideen mitgebracht haben.</p></li><li><p>Räume, in denen man sich wiederfindet. Nicht die große Bühne – sondern der Innenhof, der Kaffeestand, die ruhige Sitzecke neben der Kunst.</p></li></ul><p>💬 Ich bin neugierig, was ein gutes von einem herausragenden Event für dich unterscheidet. Schreib mir einfach zurück.</p><h2>2. Was auf keiner Bühne stand</h2><p>Auf einer Konferenz, die sich Gemeinwohl und Zivilgesellschaft auf die Fahnen schreibt, haben erschreckend wenige auf der Bühne gefragt, was diese Arbeit eigentlich trägt. Etwa:</p><ul><li><p>Wer finanziert unabhängigen Journalismus?</p></li><li><p>Wer bezahlt für die Stimmen, die wir brauchen, damit diese Debatten überhaupt stattfinden können?</p></li><li><p>Wie geht das, was wir demokratiestärkend nennen, in nachhaltig?</p></li></ul><p>Das ist genau das, wofür wir mit Mediapreneur antreten. <strong>Denn wirtschaftliche Unabhängigkeit ist keine Ablenkung von journalistischer Integrität. Sie ist ihre Voraussetzung.</strong></p><p>Das Projekt ohne Einkommen wird als erstes gestrichen, egal wie sehr du dafür brennst. Deshalb bist du hier. Deshalb machen wir, was wir machen.</p><p>Für die nächste re:publica haben Sören und ich uns vorgenommen, jeder einen dazu passenden Themenvorschlag einzureichen.</p><p><strong>Und bis dahin?</strong> <strong>Bauen wir unsere eigene Bühne.</strong></p><h2>3. Was wir daraus machen</h2><p>Einen Tag nach der re:publica haben wir „zum großen Recap“ mit <strong>Stanley Vitte</strong> eingeladen…</p><p><strong>Aber niemand ist erschienen. 😅</strong></p><p>Kurz saßen wir da – Stanley, Sören und ich – und haben uns angeschaut. Sprechen wir jetzt trotzdem miteinander?</p><p>Haben wir. Es war eine launige Stunde, denn Stanley hatte eine Menge zu erzählen über seine Arbeit am und im Journalismus, der Magie von Barcamps im Allgemeinen und der Orga vom <a href="https://podcamp.de/"><strong>Podcamp NRW</strong></a> im Speziellen (siehe Event-Liste unten).</p><p>Den Mitschnitt droppen wir irgendwann nochmal.</p><p>Ich glaube hier zwei Dinge fundamental unterschätzt zu haben:</p><ol><li><p>Wer gerade auf der #rp war, hat seine frischen Eindrücke mit nach Hause genommen und wollte sie erstmal sacken lassen.</p></li><li><p>Und wer nicht dabei war, dem reicht ein „Recap“ als Aufhänger allein nicht.</p></li></ol><p>Für unsere Live-Talks nehme ich mir vor, dass nicht nur die Gästeliste stimmt, sondern ein eigenständiges Thema gesetzt wird, unter dem man sich auch etwas vorstellen kann.</p><p>Nächste Gelegenheit, das zu testen:</p><hr/><p>Mediapreneur.fm</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">🔴 Save the date:</mark></strong></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Was bisher geschah bei „Was bisher geschah“: Von null auf 2.500 Mitglieder in einer Kampagne – über den fulminanten Wechsel von Audible in die Community-Finanzierung</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Live-Talk mit </mark><a href="https://www.linkedin.com/in/simone-terbrack/"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Simone Terbrack</mark></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">, der Produzentin des History-Podcasts</mark></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wann?</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> 📅 DO, 11.06. ab 20:15h</mark></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wo?</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg</mark></a></p><hr aria-hidden="true"/><p>➽ <a href="https://calendar.google.com/calendar/ical/c_182a22c38aca1decc5bd5d854299602a8e9aed8799deb207df223a72d0cccbd9%40group.calendar.google.com/public/basic.ics">Über diesen Link</a> lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).</p><p>Coming up:</p><ul><li><p>09.07. mit <a href="https://www.linkedin.com/in/jeanne-drach-767641116/"><strong>Jeanne Drach</strong></a> von „Oh Wow Podcasts“ darüber, warum wir mehr rumspinnen sollten</p></li></ul><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><h2>Auf dem Schirm</h2><p>Spannende Dates für unabhängige Medienschaffende:</p><h3>Events</h3><p><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Kostenlos</mark></em></p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://steady.page/de/growth-day-wien/posts/e8db50e9-582a-4373-9277-abf7f49101bc"><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Growth Day Barcamp</mark></strong></a><strong> (06. Juni in Graz)</strong></p><p><a href="https://steady.cello.so/ktQrIDJ00VI"><em>Steady</em></a><em> hat’s erfunden – Andreas Sator bringt nun schon die zweite Ausgabe der Creator-Unkonferenz mit freier Sessionplanung nach Österreich. Alle Infos zum Format und der kostenlosen Anmeldung im Link oben</em></p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://podcamp.de/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Podcamp NRW</strong></a><strong> (19.-20. Juni in Düsseldorf)</strong></p><p><em>Barcamp mit Fokus auf alle Themen rund um’s Podcasten (Produktion, Hosting, Vermarktung, Reichweite…)</em></p><p><em>☝️ </em>Sören ist am Freitag auch dabei. Sieht er dich dort?</p><p><strong>🎒 </strong><a href="https://lokalmedientage.de/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Lokalmedientage</strong></a><strong> (24.–25. Juni in Nürnberg)</strong></p><p><em>Austausch zu crossmedialen Geschäftsmodellen und der Frage, wie aus einem Sender ein Content-Haus wird</em></p><p><strong>🔜 </strong><a href="https://nextmedia-hamburg.de/events/kalender/scoopcamp/?utm_source=MediapreneurNewsletter"><strong>Scoopcamp</strong></a><strong> (09. September in Hamburg)</strong></p><p><em>Wie finanzieren wir den Journalismus der Zukunft?</em></p><blockquote><p>💡 Freust du dich auf weitere öffentliche Workshops oder Konferenzen? Teile sie gerne mit den anderen Media-Makern, die hier mitlesen (einfach als Antwort auf diese Mail rumschicken).</p></blockquote><p>Wir sehen uns<br/>David</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Live-Talks]]></category>
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      <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ferienzeit]]></title>
      <description><![CDATA[Über Pfingsten, Sörens Prio-1-Projekt und was das mit der 20. Ausgabe dieses Newsletters zu tun hat.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 20. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>Ich habe David vor gut 3 Jahren kennengelernt. Wirklich eng arbeiten wir jetzt seit rund einem Jahr zusammen. Den Ausschlag gegeben hat letztlich, dass er Papa geworden ist und vor dem Schritt in einen neuen Lebensabschnitt stand, den ich bereits kurz zuvor gegangen war. Seitdem habe ich da konstant 6 Jahre Vorsprung (meine Töchter sind 7). Allerdings ist noch heute vieles an dem Papasein für mich das erste Mal. Doppelt sogar, denn meine Mäuse sind Zwillinge. Heißt: Doppelt so schön. Aber auch doppelt so anstrengend.</p><p>Nun also das erste Mal Pfingstferien. Hatte ich irgendwie nicht auf dem Schirm, dass hier in Berlin nach dem Feiertag noch ein Ferientag dazukommt. Und das es in manchen Bundesländern sogar eine ganze Woche Ferien sind. Warum ich das erzähle? Weil es mich kalt erwischt hat, direkt an dem Tag, an dem ich eigentlich diesen Newsletter schreibe.</p><p>Nunja, deswegen wird es heut kurz. Eigentlich wollte ich darüber schreiben, wie sich die deutschen Medienhäuser im Mai beim Thema Distribution mal wieder von Google an der Nase herumführen lassen haben und was man daraus lernen kann. Ich habe dazu bereits Gespräche geführt mit Menschen, die in Medienhäusern direkt an diesen Projekten arbeiten und hätte gern über den „Moment of next“ geschrieben. Aber ich habe es einfach nicht geschafft, heute alles unter einen Hut zu bringen – und gerade nicht mehr den Akku für die nächste Nachtschicht.</p><p>Den heutigen Vormittag haben meine Kinder mir geschenkt, damit ich noch etwas abarbeiten konnte und da wir nächste Woche unsere neue Mediasales-Community launchen und das für mich gerade das absolute Prio-2-Projekt ist, ist die Zeit komplett dafür draufgegangen. Der Nachmittag gehörte dann aber meinem Prio-1-Projekt: Ich war mit meinen Kids am See. Sorry, aber… das war die richtige Entscheidung. Ich hoffe, ihr lest uns nächste Woche Mittwoch trotzdem weiter. :)</p><p>Frische Grüße<br/>sendet euch<br/>Sören</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 27 May 2026 06:16:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[„Gefühle lassen sich nicht outsourcen“]]></title>
      <description><![CDATA[Schalte dich am DO, den 21. Mai mit uns zusammen, wenn wir die re:publica Revue passieren lassen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 19. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><h2>Das Gegenteil von Vanilla</h2><p>Grüße von der <strong>re:publica in Berlin</strong>! Nach zwei von drei Tagen Lieblingskonferenz bin ich bereits ganz beseelt. Es gibt jetzt schon so viele Talks, die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden und die ich gerne mit dir teilen möchte, sobald die Mitschnitte online sind (looking at you: <strong>Alma Spribille</strong>, <strong>Bernhard Pörksen</strong>,<strong> Marina Schakarian</strong>, <strong>Corey Doctorow</strong>).</p><p>Ganz besonders ist mir etwa <strong>Bildungsinfluencer Bob Blume </strong>in Erinnerung geblieben, der sich (wie wir alle) vor <strong>AI-Slop in der Schule</strong> sorgt – und mit uns über den Wert von Bildung philosophiert hat, wenn der <strong>Akt des Lernens</strong> selbst hinterfragt bzw. immer wieder <strong>neu gedacht</strong> werden muss.</p><p>Seine letzten Worte: <strong>„Gefühle lassen sich nicht outsourcen.“</strong> Was er damit meint, ist seinen Lernerfolg nicht länger über das Ergebnis zu definieren, sondern über den Weg dorthin. Über die beschwerlichen, verbundenen, phantastischen und eigenmächtigen Schritte, <strong>die echte Emotionen auslösen</strong>! An die man sich erinnert, während man das durch KI angereicherte Projektergebnis womöglich längst vergessen hat.</p><p>Bildung ist dann die menschliche Erfahrung, die sich nicht synthetisieren lässt. Sie ist der Erfahrungsraum, der uns Ergebnisse von der KI erst bewerten lässt.</p><p>Das ist für mich <strong>die perfekte Antidote</strong> zu einer Welt voller Egalo-Vanilla-Inhalten. Es ist das, wofür wir als Mediapreneure antreten, um mit unseren <em>Themen</em>, unserer <em>Haltung</em>, <em>Leidenschaft</em> und <em>Neugierde</em> <strong>einen echten Unterschied zu machen</strong>.</p><p>Und es entspricht komplett unserer Überzeugung, dass das Internet <em>nicht noch mehr Content</em> braucht, wohl aber mehr WIR vertragen kann.</p><p><strong>👋 Letzer Tag #rp: Sehen wir uns heute noch auf ein Getränk im Innenhof?</strong> Schreib mir kurz: <a href="mailto:david@mediapreneur.fm">david@mediapreneur.fm</a>.</p><h2>Unser nächster Live-Talk</h2><p>Weil ein Leben für alle Facetten des re:publica-Programms nicht ausreicht, habe ich mich mit dem <strong>Journo-Trainer </strong><a href="https://www.linkedin.com/in/stanley-vitte/"><strong>Stanley Vitte</strong></a> für ein <strong>plauderiges Recap</strong> am morgigen Donnerstagabend verabredet, zu dem <strong>du auch herzlich eingeladen</strong> bist.</p><p>Lass uns zusammen über die Dinge sprechen, die wir für unsere Arbeit als Mediapreneure mitgenommen haben, sowie über die <strong>thematischen Überraschungen der Digital- und Gesellschaftskonferenz </strong>abnerden. Spannend für alle, die dabei waren! Und für alle, die es gerne gewesen wären.</p><p>Außerdem geht es um die <strong>Bedeutung von Nischen-Events und Barcamps</strong>. Denn Stanley ist Mitorganisator vom baldigen <a href="https://podcamp.de/">Podcamp NRW</a> (19.–20. Juni in Düsseldorf), dem offenen Barcamp-Format für Podcaster:innen, bei dem das Publikum das Programm selbst gestaltet. Er verrät, für wen sich das lohnt und welche Magie dort entsteht.</p><p>So wählst du dich mit ein:</p><hr/><p>Mediapreneur.fm</p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">🔴 </mark><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Live-Talk mit Stanley Vitte zur re:publica und dem Podcamp DUS</mark></strong></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wann?</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> 📅 </mark><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">DO, 21.05. ab 20:15h</mark></strong></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wo?</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg</mark></a></p><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Was? </mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Offene Gesprächsrunde</mark></p><hr aria-hidden="true"/><p>➽ <a href="https://calendar.google.com/calendar/ical/c_182a22c38aca1decc5bd5d854299602a8e9aed8799deb207df223a72d0cccbd9%40group.calendar.google.com/public/basic.ics">Über diesen Link</a> lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).</p><p>Coming up:</p><ul><li><p>11.06. mit <a href="https://www.linkedin.com/in/simone-terbrack/"><strong>Simone Terbrack</strong></a>, Produzentin vom History-Podcast „Was bisher geschah“ über ihren fulminanten Wechsel von Audible in die Community-Finanzierung</p></li><li><p>09.07. mit <a href="https://www.linkedin.com/in/jeanne-drach-767641116/"><strong>Jeanne Drach</strong></a> von „Oh Wow Podcasts“ darüber, warum wir mehr spinnen sollten</p></li></ul><h2>Auf dem Schirm</h2><p>Weitere handverlesene Dates, die spannend sind für unabhängige Medienschaffende:</p><h3>Events</h3><p><a href="https://www.leipziglauscht.com/"><strong>Leipzig lauscht</strong></a><strong> (30.–31. Mai in Leipzig)</strong></p><p><em>Festival für die Indie-Podcast-Szene mit Workshops zu Podcast-Gründung und Videotrends, Panels zu Themenfindung und KI</em></p><p><a href="https://lokalmedientage.de/"><strong>Lokalmedientage</strong></a><strong> (24.–25. Juni in Nürnberg)</strong></p><p><em>Austausch zu crossmedialen Geschäftsmodellen und der Frage, wie aus einem Sender ein Content-Haus wird</em></p><p><a href="https://nextmedia-hamburg.de/events/kalender/scoopcamp/"><strong>Scoopcamp</strong></a><strong> (09. September in Hamburg)</strong></p><p><em>Wie finanzieren wir den Journalismus der Zukunft?</em></p><blockquote><p>💡 Freust du dich auf weitere Webinare oder Konferenzen? Teile sie gerne mit den anderen unabhängigen Medienschaffenden, die hier mitlesen (einfach als Antwort auf diese Mail rumschicken).</p></blockquote><h3>Ausschreibungen</h3><p><a href="https://nextmedia-hamburg.de/programme/creator-lift/"><strong>Creator Lift Program</strong></a> mit 1.500 € Förderung und Coaching – Bewerbung bis 31. Mai</p><p><a href="https://www.miz-babelsberg.de/aktuelles/details/media-founders-program-2026.html"><strong>Media Founders Program</strong></a> mit bis zu 40.000 € Förderung und Coaching – Bewerbung bis 30. Juni<br/></p><p>Wir sehen uns<br/>David</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Live-Talks]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/1b8945bb-8b14-42b6-b4a9-663c3cab6ec2/teaser_image/1779229248?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 20 May 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was Publikationen im KI-Zeitalter wertvoll macht]]></title>
      <description><![CDATA[7 Wege, wie du mit der größten Herausforderung dieser Dekade umgehen kannst – und welche davon wirklich das Potenzial haben, dein Mediabusiness zu schützen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 18. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>In den letzten Wochen hat der Mediapreneur Martin Fehrensen vom Social Media Watchblog seinen Newsletter umgebaut. Sein Warum dazu hat er vor ein paar Tagen <a href="https://www.linkedin.com/posts/martin-fehrensen_vor-ein-paar-wochen-habe-ich-meinen-newsletter-share-7458100734048280577-pCGH">auf LinkedIn geteilt</a> (spannend auch das dazugehörige Gespräch mit Gregor Schmalzried <a href="https://fehrensen.transistor.fm/episodes/journalismus-im-ki-zeitalter-warum-vertrauen-so-zentral-ist-gregor-schmalzried">in diesem Podcast</a>).</p><p>Martins Problem: KI ist mittlerweile sehr sehr gut darin geworden, Nachrichten zu sammeln und zusammenzufassen. Und genau das hat seinen Newsletter bisher ausgemacht.</p><p>Seine Lösung: Weniger News, mehr Persönlichkeit.</p><p>Seitdem denke ich über die gleiche Frage nach:</p><p><strong>Was macht eine Publikation im KI-Zeitalter eigentlich wertvoll?</strong></p><p>Und ich fand es sehr ergiebig, mich der Fragestellung mit dem Konzept der sieben Burggräben zu nähern. Spoiler: Nicht alle helfen weiter. (Looking at you, Burggraben 1-3.) Aber die anderen haben dafür umso mehr Power.</p><p><em>(Zum Verständnis: Ein Burggraben (oder auch </em>„<em>moat“) schützt ein Unternehmen davor, austauschbar zu werden.)</em><br/><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Burggraben 1: Skaleneffekte</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Bedeutet:</mark> Wer mehr produziert, wird effizienter und günstiger. Unternehmen sind abgesichert, weil sie Kostenvorteile haben und geringere Preise aufrufen können als die (kleinere) Konkurrenz.</p><p>Für Mediapreneure hat das im KI-Zeitalter keine Kraft, weil die Kosten, um Inhalte zu erstellen, immer weiter sinken. Und KI skaliert für alle gleich.<br/><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Burggraben 2: Überlegene Prozesse</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Bedeutet:</mark> Ein Unternehmen ist durch überlegene, meist recht komplexe Abläufe abgesichert, da Konkurrenten sie nur schwer, mit sehr viel Ressourcen-Aufwand (oder sogar gar nicht) nachbauen können.</p><p>Auch das hat für Mediapreneure keinen Absicherungseffekt, denn KI bringt ähnliche Prozesse mit überschaubarem Aufwand in fast jedes Setup.<br/><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Burggraben 3: Hohe Wechselkosten</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Bedeutet:</mark> Der hohe Aufwand zu wechseln schützt ein Unternehmen davor, Kunden an die Konkurrenz zu verlieren. Dieses Konzept wird zwar durch KI nicht ausgehebelt. Ich persönlich sehe aber nicht, dass das für Mediapreneure groß relevant ist. Meist reicht ein Klick, um ein Media-Ökosystem zu verlassen. (Freue mich über jedes Gegenbeispiel.)<br/><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Burggraben 4: Begrenzte/Seltene Ressourcen</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Bedeutet:</mark> Ein Unternehmen hat Zugang zu einer begehrten Ressource. Am besten sogar exklusiv.</p><p>Das bleibt stark. Beispiele wären der Zugang zu wichtigen Quellen, dein einzigartiger Schatz an Erfahrungen, Wissen und Können oder auch die Möglichkeit, auf originäre, nicht frei zugängliche Daten zugreifen zu können. Auch spannend: Selbst erhobene Daten (z.B. aus Umfragen).<br/><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Burggraben 5: Netzwerkeffekte</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Bedeutet:</mark> Der Wert für jeden Kunden steigt mit der Zahl der Nutzer.</p><p>Das halte ich für sehr relevant. Das beste Beispiel aus der Mediapreneur-Welt sind hier sicherlich die Communities, deren Wert mit der Anzahl der Menschen steigt, die Teil der Community sind. Ein weiteres Beispiel wäre eine eigene Plattformen (z.B. ein Nischen-Marktplatz oder eine Nischen-Stellenbörse).<br/><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Burggraben 6: Marke</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Bedeutet:</mark> Bekanntheit und Vertrauen schützen ein Unternehmen davor, Kunden an die Konkurrenz zu verlieren.</p><p>Ich denke, das wird in Zukunft sogar noch stärker und wichtiger. Deine Bekanntheit und das Vertrauen deines Publikums schützen dich und werden in Zeiten der Inhalte-Flut noch wichtiger. Es wird nicht an Angeboten fehlen. Sondern an Zeit. Und deswegen werden immer mehr Menschen sich fragen: „Wem schenke ich meine Zeit und Aufmerksamkeit?“</p><p>DIE entscheidende Kriterien dabei sind, <br/>- was ich überhaupt kenne <br/>- und wem ich vertraue.</p><p>Gute Zeiten also auch für das Thema Werbung verkaufen, weil der Bedarf weiter steigen wird.</p><p><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Burggraben 7: Gegenpositionierung</mark></strong></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Bedeutet:</mark> Ein Unternehmen setzt auf ein Geschäftsmodell, das von der Konkurrenz nicht kopiert werden kann, weil es deren Geschäftsmodell kannibalisieren würde. Gemeint sind damit ursprünglich etablierte Unternehmen, die bereits länger erfolgreich am Markt sind und die ihr Geschäftsmodell nur unter großen (finanziellen) Schmerzen ändern können. Oder besser: könnten. Denn nur die wenigsten gehen den wirklich schwierigen und schmerzhaften Schritt, bevor es zu spät ist.</p><p>Und das ist wahrscheinlich der sicherste Weg, um sich vor der KI-Flut zu schützen: Die Gegenposition zu KI einnehmen und bewusst auf KI zu verzichten. Also z.B. kein KI-Avatar, keine geklonte Stimme, keine KI-Texte etc..</p><p>Oder auch: Auf Fähigkeiten setzen, die KI nicht hat, wie z.B. Geschmack, Urteilsvermögen oder – siehe Martins Ansatz von oben – Persönlichkeit. Wir gehen diesen Weg übrigens auch, indem wir zukünftig noch mehr auf eine Fähigkeit setzen, die KI einfach nicht hat: Das Zusammenkommen von echten Menschen. (Mehr dazu weiter unten.)</p><p><strong>Wie sieht das bei dir aus, treibt dich ebenfalls die Sorge um, wie du dein Mediabusiness im KI-Zeitalter weiterführen kannst? </strong><br/><br/><strong>Falls ja, hast du bereits was angepasst?</strong></p><p>Ich freue mich von dir zu lesen :)<br/></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Auto-Dubbing:</mark></strong> Der bekannte Youtuber Mr. Beast hat fünf sehr reichweitenstarke Youtube-Kanäle aufgegeben, auf denen er seine Inhalte bisher zusätzlich in anderen Sprachen veröffentlicht hat. Stattdessen setzt er künftig auf die automatische Übersetzung von Youtube. Wie du diese Funktion auch nutzen kannst, erfährst du <a href="https://www.linkedin.com/posts/oscarowen_mrbeast-just-deleted-5-of-his-youtube-channels-share-7457960515588329472-hzCi/">hier</a>.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><br/><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Signatur der Woche:</mark> </strong>Einer meiner Lieblingshacks ist es ja, den eigenen Podcast oder Newsletter in die Signatur mit aufzunehmen. So hilft jede Mail nebenbei beim Aufbau von Reichweite und Bekanntheit. Vergangene Woche habe ich stattdessen diese charmante Lösung gesehen, die sehr schön auf die Gegenpositionierung (s.o.) einzahlt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/663f6a44-2bd0-40fa-9d1e-61478e8e3c0e/uploads/images/cbz5b3a5fq/Screenshot_2026-05-12_112402.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">re:publica I:</mark> </strong>Wie in der letzten Ausgabe von David erwähnt, setzen wir in Zukunft ebenfalls noch mehr auf eine Fähigkeit, die KI einfach nicht hat: Das Zusammenkommen von echten Menschen. Sowohl digital, als auch in der physischen Welt. Unsere These dahinter: <mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Wir brauchen nicht mehr Content. Sondern wir brauchen mehr Wir.</mark> Daher freue ich mich schon sehr auf die re:publica26 kommende Woche hier in Berlin. Markus Beckedahl hat dafür sehr schön zusammengetragen, auf welche Auftritte und Sessions er sich besonders freut. Mehr dazu <a href="https://www.linkedin.com/posts/markus-beckedahl_rp26-share-7458789667463716864-kxX5/">hier</a>.</p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fi-cdn.embed.ly%2F1%2Fdisplay%2Fcrop%3Fheight%3D300%26key%3Dfd92ebbc52fc43fb98f69e50e7893c13%26url%3Dhttps%253A%252F%252Fmedia.licdn.com%252Fdms%252Fimage%252Fv2%252FD4E22AQFXwHrlNOsAfA%252Ffeedshare-shrink_800%252FB4EZ4Lxrd6HQAc-%252F0%252F1778314033293%253Fe%253D2147483647%2526v%253Dbeta%2526t%253DjrMNgoM4gJ7PCwhqjk98Q5jyblvWdQYzcVtv7s-DByk%26width%3D636?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=55cb9cde75f4980378c70221636804d3" alt=""/><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">re:publica II:</mark></strong> Falls du kommende Woche auch auf der re:publica bist, dann lass und dort doch gern treffen. Wir werden alle drei Tage vor Ort sein. Bei Interesse wären wir auch offen dafür, kurzfristig ein kleines Mediapreneur-Treffen direkt auf dem Event oder im Umfeld zu organisieren. Antworte einfach auf diese Mail, wenn du Lust auf mehr Wir hast. :)</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">re:publica III:</mark></strong> Am Donnerstag Abend werden wir in unserem <strong>Live-Call ab 20.15 Uhr</strong> gemeinsam mit euch auf die diesjährige re:publica zurückblicken und Eindrücke und Erlebnisse miteinander teilen. Wertvoll für alle, die leider nicht dabei sein konnten. Aber sicherlich auch interessant für die, die da waren. Mehr dazu dann kommenden Mittwoch, wenn David wieder dran ist.</p><p>In diesem Sinne: Vielen Dank, dass du bis hierher gelesen hast. Ich hoffe du hast etwas für dein Mediapreneur-Dasein mitnehmen können? Ich freue mich wieder auf viele Antworten. :)<br/><br/>Frische Grüße <br/>sendet dir<br/>Sören<br/><br/></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Ps.: </mark></em></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Du willst keinen </mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Mediapreneur</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> </mark><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Live-Talk mehr verpassen</mark></strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">? </mark><a href="https://calendar.google.com/calendar/ical/c_182a22c38aca1decc5bd5d854299602a8e9aed8799deb207df223a72d0cccbd9%40group.calendar.google.com/public/basic.ics"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Über diesen Link</mark></a><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> lädst du dir die kommenden Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).</mark></p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p><p></p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/663f6a44-2bd0-40fa-9d1e-61478e8e3c0e/teaser_image/1780921707?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 13 May 2026 10:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[shelfd_sunset.zip]]></title>
      <description><![CDATA[So lautete der Name des Ordners, den mir mein Entwickler nach neun Jahren Shelfd übergeben hat. Über Zyklen, die sich schließen, um neue öffnen zu können.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 17. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><hr/><p>In eigener Sache</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Wenn das Thema Werbung verkaufen bei dir auf der Agenda steht, hast du hoffentlich bereits einen Blick auf unseren ersten Guide geworfen. Falls nicht: </mark><a href="https://docs.google.com/document/d/1XWeXNrxvIrR2UPqHUS1Fnwt5gs4wiNgIL5eAva867Hw/preview?tab=t.0#heading=h.xgggk2ktgepy"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Unbedingt hier entlang.</mark></a><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit"> (Nur noch bis Freitag 13 Uhr gültig!)</mark></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Über Sunsetting</h2><p>Vergangenen Samstag landete eine Nachricht in meinem Slack. <strong>Kein Text, nur ein Dateiordner.</strong> Robert, mein Entwickler, hatte mir kommentarlos einen Export geschickt: alle Filme, Serien und Dokus, die wir bei Shelfd je beschrieben, eingeordnet und von Hand verschlagwortet haben.</p><p>Der Ordner hieß <strong>„shelfd_sunset.zip“</strong> und er enthielt eine CSV-Datei mit 3.821 Empfehlungen. Neun Jahre Arbeit, komprimiert in einer <strong>popeligen 4,2 MB großen Datei</strong>.</p><p><strong>„Beim Wort Sunset werde ich ja gleich ganz rührselig“</strong>, habe ich ihm zurück geschrieben.</p><p>Robert: „Mich macht das auch sehr wehmütig“ – und dann, nach ein paar Zeilen voller Herzlichkeit: „<strong>sunsetting bezeichnet übrigens das Abwickeln einer Software</strong>, ist also ein technischer Begriff tatsächlich, aber Informatiker haben halt doch einen gewissen Sinn für Poesie.“</p><p>Noch am selben Tag, am 02. Mai 2026, haben wir also den Stecker gezogen. <strong>Auf den Tag neun Jahre nach dem Launch</strong> – die Shelfd-Website ging am 3. Mai 2017 online. Ich weiß das noch bis heute, weil es der erste Tag der re:publica in dem Jahr war und ich Jedem freudestrahlend davon berichten konnte (mehr zur #rp unten).</p><p>Ein Kreis, der sich schließt.</p><p>Was jetzt bleibt: jede Menge Screenshots der alten Seite, ein Archiv mit unserer Arbeit, viele tolle Erinnerungen und das Gefühl, dass der richtige Moment für einen Neuanfang sich manchmal erst zeigt, wenn man wirklich aufgehört hat.</p><p>Shelfd geht als Plattform zu Ende. <a href="https://shelfd.com/hallo-shelfd-magazin/">Als wöchentliches Magazin lebt es weiter.</a> Die Stimme bleibt. Der Kanal ändert sich.</p><h2><strong>Drei Fragen, die ich mir nicht stellen wollte</strong></h2><p>Das Signal für diesen denkbar großen Schritt? Eine Mitglieder-Befragung Ende 2025. Ich wollte von unseren zahlenden Nutzer:innen wissen, wie sie Shelfd beschreiben würden. Ein paar Mal zu oft hieß es: <strong>keine Ahnung, was ihr macht</strong>.</p><p>Ich dachte mir: Warte mal! Aber ihr zahlt doch dafür? Naja, turns out: was wir glaubten zu machen und was tatsächlich bei den Leuten ankam, da klaffte eine gewaltige Lücke.</p><p>Die Umfrage war der Auslöser für eine ganze Entscheidungskaskade, die mich zum <strong>Pivot hin zu einem neuen Konzept</strong> und schließlich zum <strong>Sunsetting der alten Plattform</strong> führte.</p><p>Zugegeben, Sunsetting klingt echt poetisch. Aber vorher fühlt es sich vor allem nach diesem <strong>leisen Unbehagen</strong> an, das man eine Weile sehr gut verdrängen kann. Man baut noch ein Feature. Launcht noch ein Format. Hofft, dass das Nächste löst, was das Vorherige nicht lösen konnte.</p><p>Bei Shelfd waren es irgendwann zehn parallele, redaktionelle Newsletter-Formate. Das Problem, wenn man nur noch hinzufügt: Je mehr dazukam, desto unklarer wurde, wofür.</p><p>Irgendwann habe ich mir also die wichtigen Fragen gestellt, die ich so viele Jahre ignoriert habe:</p><ul><li><p><strong>Kann ich noch in einem Satz erklären, wofür das hier steht?</strong> So erklären, dass mein Gegenüber nickt und sagt: „Ah ja, das kenn ich, das brauche ich“ – und eben nicht: „Interessant, aber…“</p></li><li><p><strong>Können meine treuesten Nutzer:innen das?</strong> 99 Antworten kamen binnen kürzester Zeit. Darunter: „Ich würde ins Stottern kommen, wenn ich Shelfd jemandem erklären müsste.“</p></li><li><p><strong>Wie würde ich das heute neu erfinden, wenn es mich nicht gäbe?</strong> Das ist eine brutale Frage. Weil die Antwort selten „genauso“ lautet.</p></li></ul><p>Einen richtigen Zeitpunkt gibt es dabei nicht. Kein Statusbalken läuft auf 100, kein grünes Licht schaltet sich ein. <strong>Man sammelt Signale. Man hat ein Bauchgefühl. Und irgendwann hört man auf, beides zu ignorieren.</strong></p><p>Wer sich diese Fragen stellt, hat das Schwerste schon hinter sich – auch wenn die Entscheidung selbst noch vor einem liegt.</p><p><strong>Und dann habe ich mir dieselben Fragen für diesen Newsletter gestellt…</strong></p><h2><strong>Was sich hier verschiebt</strong></h2><p>Mit dieser Ausgabe möchte ich eine weitere Änderung ankündigen, die auch unser Magazin betrifft.</p><p>Meine Kolumnen mit starkem Projektbezug – Einblicke in Shelfd &amp; Co. – werde ich künftig wieder auf meinem Blog <a href="http://davidmachtsachen.de/">DavidmachtSachen.de</a> veröffentlichen. Wer mag, liest gerne dort mit.</p><p>Sörens Hälfte bleibt, wie sie ist – mit liebevollen Beobachtungen der Branche, kuratierten Links und seinen Einordnungen. Die Änderung betrifft nur meine Kolumnen.</p><p>Hier im „Mediapreneur“ Magazin werde ich mich auf das konzentrieren, was am stärksten auf unsere gemeinsame Mission einzahlt. Unsere Überzeugung: <strong>Ein Media-Business, das sich trägt, ist die Voraussetzung für editorielle Freiheit.</strong> Wer davon leben kann, kann sagen, was er oder sie wirklich denkt. Wer das nicht kann, kürzt sich früher oder später selbst weg. Dafür wollen wir sensibilisieren und Wege aufzeigen.</p><p><strong>Und genau das geht am besten im direkten Austausch mit Mediapreneuren.</strong> Im Gespräch mit diesen Lieblingsmenschen erlebe ich oft, dass ich mit mehr Energie und Motivation rausgehe, als ich reingekommen bin.</p><h2><strong>Das Netz ist voll. Die Tische sind leer.</strong></h2><p>In KI-Zeiten mangelt es wirklich nicht mehr an Wissen. Wer heute verstehen will, <a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6">wie man seinen Mediasales-Dealflow anschiebt</a>, eine Community zum Laufen bringt oder mit Koops wächst, findet in einer halben Stunde mehr Antworten, als man in einem Jahr umsetzen könnte.</p><p><strong>Was echt knapper wird, ist etwas anderes: Zeit, Ressourcen – und echter Austausch.</strong></p><p>Früher waren Events dafür da, State-of-the-art-Wissen zu vermitteln. Heute dürfen sie sich wieder auf das konzentrieren, wofür sie am besten geeignet sind – das Miteinander zu stärken. Gespräche anzuregen, die danach noch lange weitergehen. Menschen zu begegnen, von denen man vorher nicht wusste, dass man sie kennenlernen wollte.</p><p>Ich habe Lust darauf, dass das Gespräch über den Inhalt mehr Raum einnimmt, als die Wissensvermittlung selbst. So machen wir das in unseren <strong>Live-Talks</strong> seit ein paar Monaten und so macht es auch am meisten Spaß.</p><h2><strong>Wo wir uns begegnen</strong></h2><p>In den letzten Monaten haben Sören und ich nämlich schon sechs Live-Talks mit Mediapreneuren aus der Praxis geführt. Manchmal fast beiläufig angekündigt, immer unregelmäßig – und jedes Mal ist dasselbe passiert: <strong>Die Runde hat sich geöffnet.</strong> Es wurde wirklich geplaudert. Das hat den Teilnehmenden jedes Mal etwas bedeutet. Mich eingeschlossen.</p><p>Aus diesen sechs Gesprächen sind fünf Mitschnitte entstanden, die bald in einem eigenen <strong>Podcast-Feed zum Nachhören</strong> erscheinen werden.</p><p>Ab meiner nächsten Ausgabe werde ich genau diesen Austausch in den Mittelpunkt stellen. Das sieht dann ungefähr so aus:</p><ul><li><p><strong>Ankündigungen und Rückblicke zu unseren Live-Talks</strong> – mit dem Blick voraus auf das nächste Gespräch und dem Blick zurück auf das letzte</p></li><li><p><strong>Events anderer, die ich für Mediapreneure kuratiere:</strong> Orte und Gelegenheiten, an denen man sich begegnen, voneinander lernen und miteinander ins Gespräch kommen kann</p></li><li><p>Digitale Treffen sind dabei genauso willkommen wie analoge</p></li></ul><hr/><p>Mediapreneur.fm</p><p>🔴 <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Speaking of: Unser nächster Live-Talk am morgigen DO, den 07.05. ab 20:15h findet statt zum Thema: „Hört man eigentlich, wie ich sitze?“</mark></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Sophia Katschinski ist Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin und beantwortet eure Fragen zu Stimmlage, Sprechstruktur und Körperhaltung.</mark></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Relevant für alle Podcaster:innen und alle Menschen, die öfter mal ihre Projekte präsentieren dürfen. Mit Live-Übungen direkt im Call: </mark><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg</mark></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">.</mark></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">➽ </mark><a href="https://calendar.google.com/calendar/ical/c_182a22c38aca1decc5bd5d854299602a8e9aed8799deb207df223a72d0cccbd9%40group.calendar.google.com/public/basic.ics"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Über diesen Link</mark></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).</mark></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Schreib mir gerne, welche Events du aktuell empfehlen würdest.</strong> Von Barcamps und Festivals über Messen und Preisverleihungen bis hin zu Side-Events und Webinaren – und natürlich alle Formate dazwischen, die zum Treffen und Austauschen einladen.</p><p>Einfach auf diese Mail antworten – ich sammle, was für Mediapreneure relevant ist und teile es hier. </p><p>Ich selbst bin übrigens als Nächstes auf der <strong>re:publica</strong> in Berlin dabei (18.–20. Mai) und freue mich über ein Getränk im Innenhof mit dir. Lass uns gerne direkt verabreden. Antworte mir kurz auf die Mail, wenn du magst.</p><p>Wir sehen uns<br/>David</p><hr/><p>Kurzer Ausblick</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Das erwartet dich mit dem </mark><a href="https://docs.google.com/document/d/1XWeXNrxvIrR2UPqHUS1Fnwt5gs4wiNgIL5eAva867Hw/preview?tab=t.0#heading=h.xgggk2ktgepy"><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Guide</mark></a><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">:</mark></p><a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec32d720-8fb7-44fa-93b9-2f5de20b367e/uploads/images/qbt3d353ge/Bildschirmfoto_2026-05-05_um_10.15.08.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><hr aria-hidden="true"/><p> </p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 06 May 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bundling und Unbundling]]></title>
      <description><![CDATA[Wie bekommt man Content, Distribution und Monetarisierung unter einen Hut? ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 16. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>Mich fasziniert, wie sich Phasen von Bundling und Unbundling immer wieder abwechseln.</p><p><strong>Unbundling </strong>bedeutet, dass bestehende Produkte oder Märkte in kleinere spezialisierte Teile zerlegt werden.<br/><strong>Bundling </strong>bedeutet, dass diese einzelnen Teile wieder in einem Produkt oder einer Plattform zusammengeführt werden.</p><p>Man konnte das sehr gut mit dem Start des Internets beobachten: Erst kam das große Unbundling. Zeitungen wurden zerlegt in einzelne Artikel, Radio in einzelne Sendungen, das Fernsehen in einzelne Serien und Filme.</p><p>Dann kam die nächste Phase, das Bundling. Netflix bündelte Filme und Serien, Spotify bündelte Musik und Podcasts.</p><p>Heute bündeln Plattformen wie beehiiv zentrale Bereiche des digitalen Publishings. Also ganz konkret die drei wichtigsten Bereiche Content, Distribution und Monetarisierung.</p><h2>Kontrolle über Content, Distribution und Monetarisierung</h2><p>Eine meiner Grundüberzeugungen ist es ja, dass ich als Mediapreneur die Kontrolle über die Bereiche Content, Distribution und Monetarisierung besitzen muss.</p><p><strong>Content</strong>: Ich entscheide selbst, was veröffentlicht wird, wann es veröffentlicht wird und ob es überhaupt veröffentlicht wird. Das ist der Kern meiner Arbeit und der Grund, warum ich das überhaupt mache.</p><p><strong>Distribution</strong>: Ich besitze den direkten Zugang zu meinem Publikum. Wenn nicht, können Plattformen oder Algorithmen jederzeit meine Reichweite reduzieren und mir damit die Grundlage für meine Arbeit nehmen.</p><p><strong>Monetarisierung</strong>: Ich steuere, wie sich meine Publikation finanziert. Wenn nicht, können andere über mein Einkommen entscheiden und mir damit ebenfalls die Grundlage für meine Arbeit nehmen.</p><p>Dabei geht es nicht nur um Unabhängigkeit und Freiheit als „nice to have”. Sondern das ist einfach die unternehmerische Grundlage, um frei, unabhängig und selbstbestimmt zu publizieren.</p><h2>Die „Everything App”</h2><p>beehiiv ist für mich aktuell einer der prominentesten und erfolgreichsten Vertreter der aktuellen Bundling-Phase.</p><p>Sie bündeln Content, Distribution und Monetarisierung in einem Produkt und das Ziel ist klar: Möglichst viele Einzeltools durch eine zentrale Plattform ersetzen. Eine „Everything App” - der feuchte Traum vieler erfolgreicher Tech-Unternehmer. Aber niemand startet mit einem fertigen Bundle. Alle Plattformen beginnen mit einem Kernprodukt, einer Kernlösung, die dann erweitert wird.</p><p>beehiiv ist ursprünglich als Newsletter-Plattform gestartet. Der Kern war anfangs simpel: schreiben, versenden und wachsen. Zuerst standen Editor, Versand, Landingpages und Analytics im Mittelpunkt. Danach kamen Wachstumsfunktionen wie Recommendations und Referral-Programme dazu. Anschließend wurde Monetarisierung ergänzt, zum Beispiel durch Ads, Boosts und Memberships.</p><h2>Two-Sided-Plattformen</h2><p>Viele dieser Modelle sind Two-Sided-Plattformen. Also Plattformen mit zwei Seiten, die voneinander abhängig sind. Bei Medienplattformen sind das Anbieter von Inhalten und die Konsumenten dieser Inhalte. Und damit verbunden die Frage: Welche Seite muss ich gewinnen?</p><p>Die Antwort ist simpel: Zuerst brauchst du Inhalte, weil ohne Inhalte wird kein User länger auf der Plattform bleiben. Daher werden erfolgreiche Creatoren von solchen Plattformen besonders umworben, denn die bringen praktischerweise das Publikum gleich mit.</p><p>Spotify hat dieses Prinzip früh verstanden und deshalb hohe Summen für exklusive Podcasts bezahlt. Joe Rogan und Jan Böhmermann sind hier bekannte Beispiele.</p><p>Auch in Deutschland haben Startups (und große Medienunternehmen) diesen Trend erkannt. Beispiele dafür sind Campfire (Prosiebensat1) oder Bryght (Axel Springer).</p><p>Campfire ist als Social-Audio-App für Podcast-Communities gestartet. Nutzer können Podcasts hören, kommentieren und Zusatzinhalte abrufen. Bryght setzt auf Monetarisierung, ist also als Verkaufsplattform aufgesetzt.</p><h2>Content als primärer Use Case</h2><p>Ich glaube, dass diese Modelle nur funktionieren, wenn sie mit Content als primärem Use Case starten. Wenn so eine Plattform mit Distribution oder Monetarisierung startet, dann wird das nur ein weiteres Tool, das ich in meinen Tech-Stack aufnehmen muss.</p><p>Nein, Content ist der Kern. Und die Bedürfnisse reiferer Creator müssen im Mittelpunkt stehen. Bedeutet: Eine funktionierende Plattform muss für Text, Bild, Video und Audio ausgelegt sein. Nicht nur für ein Format. Das geht sonst an den Bedürfnissen von Mediapreneuren vorbei, die ab einem gewissen Reifegrad mehr als nur einen Ausspielweg nutzen.</p><p>beehiiv geht bereits in diese Richtung:</p><p><strong>Text </strong>kann direkt dort erstellt, gehostet und distribuiert werden.</p><p><strong>Audio </strong>kann direkt dort gehostet und distribuiert werden.</p><p><strong>Video </strong>muss weiterhin extern gehostet werden, kann aber nativ eingebettet werden.</p><p>Aber genau hier zeigt sich aber auch mein persönlicher Konflikt. Ich finde die Entwicklung spannend. Aber ich finde es nicht gut, meine Inhalte nach den Logiken, Restriktionen und dem Design eines einzelnen Anbieters anlegen zu müssen. Und ehrlich gesagt will ich meine Inhalte derzeit auch möglichst nicht in den USA hosten. Zum einen wegen der instabilen politischen Situation. Zum anderen, weil es dort wesentlich mehr Bewegung im Bereich Investoren, Wachstum und Exit gibt und ich nicht möchte, dass mein digitaler Heimathafen plötzlich den Eigentümer wechselt oder strategisch neu ausgerichtet wird.</p><p>Eigentlich möchte ich das langfristig ganz an meinem eigenen Ort haben. Ich möchte nicht zehn Cockpits haben, sondern nur eins. Und das Cockpit möchte ich selbst besitzen. Meine bevorzugte Lösung ist eigentlich irgendwas zwischen “selbst hosten” und einer eigenen App. Natürlich mit möglichst wenig Aufwand.</p><h2><strong>Daher möchte ich dich heute mal um Input bitten:</strong></h2><p>Hast du vielleicht schon eine eigene App oder denkst du darüber nach? Oder hast du bereits Erfahrung im “selbst hosten” gemacht und kannst Tipps geben, wie und wo ich das angehe? Oder ob ich das lieber lasse, weil Aufwand und Ertrag in keinem sinnvollen Verhältnis stehen? Ich wäre dankbar für möglichst viele Erfahrungwerte, damit ich sie hier in einer meiner nächsten Ausgabe teilen kann.</p><p>In diesem Sinne: Vielen Dank, dass du bis hierher gelesen hast, ich freue mich auf deine Antwort :)<br/><br/>Frische Grüße <br/>sendet dir<br/>Sören</p><p></p><p><strong><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Ps.: Falls du dir unseren Guide für die Ansprache von Werbekunden noch nicht gesichert hast, kannst du das hier nachholen: </mark></em></strong><a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6"><strong><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Klick</mark></em></strong></a><strong><em><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">.</mark></em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 04:58:21 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bericht aus der Mediasales-Werkstatt]]></title>
      <description><![CDATA[Für Shelfd habe ich Mediasales zehn Jahre lang gemieden – aus Angst vor Ablehnung, zu geringer Reichweite und weil ich nicht wusste, wie. Das ändert sich jetzt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 15. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Teile den Newsletter gerne mit anderen Mediapreneuren:<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><p><br/><strong>Ich habe mich die Tage zum Gespräch mit einem anderen Mediapreneur verabredet.</strong> Er ist Co-Founder eines Lokalmediums und für die Verlagsseite zuständig. Im Netzwerk mit anderen tauscht er sich regelmäßig aus und reüssiert:</p><blockquote><p>„Wir haben alle gute Ideen. Nur niemand schreibt die schwarze Null.“</p></blockquote><p>Der Satz musste sich in meinen Kopf nicht neu einbrennen, denn genau dort stand er schon. <strong>Ich fühlte ihn sofort.</strong></p><h2><strong>Zehn Jahre Shelfd – Null Euro Mediasales</strong></h2><p>Im Oktober 2015 habe ich Shelfd als <strong>Mediathekentipps-Newsletter</strong> gestartet und an eine Handvoll Freunde geschickt. Was kann man am Wochenende Schönes streamen? Seit dem geht diese Mail jeden Freitag raus. <strong>Seit über zehn Jahren</strong> und ohne Ausnahme.</p><p>Fast Forward ins Jahr 2025: Mittlerweile hatten wir <strong>130.000 monatliche Besucher:innen</strong>,<strong> 18.000 Newsletter-Abos</strong> (verteilt auf ein Dutzend Formate), eine feste Redaktion und Inhalte, die ich weiter liebe.</p><p>Da ich bereits eng mit Sören arbeitete, kam das Thema <strong>Mediasales</strong> dann und wann natürlich zur Sprache (= sein Home-Turf). Ich machte mir also den Spaß und schnappte mir Stift und Papier, um mal auszurechnen, <strong>was man mit Werbung und Sponsorings so verdienen kann</strong>.</p><p>Ich habe einen TKP von 45 Euro angesetzt — das ist der Preis für die Ansprache von 1.000 Menschen meiner Audience. Den hielt ich für realistisch bei der Identifikation als Feinmanufaktur für coole Koops (<a href="https://mediapreneur.fm/posts/03f959de-fef6-4b3b-823c-d00e03b98241">siehe Sörens letzte Ausgabe</a>).</p><p>Die Zahl, die rauskam, tat weh. Allein in 2025 hätte ich fünfstellig verdient! Jeden Monat. Aufs Jahr gerechnet: <strong>theoretische 120.000 Euro</strong>. Auf das letzte Jahrzehnt hochgerechnet wird die Zahl… <strong>sehr, sehr schmerzhaft</strong>.</p><p>Geld, das ich nicht verdient habe. Während ich meine Zeit an Redaktionsaufträge für andere gebunden habe.</p><p>Ich sage das ganz offen: Ich habe Mediasales zehn Jahre lang gemieden. Aus Angst vor Ablehnung und davor, mich zu verkaufen, installierte ich eine hochtrabende Unterseite für Inbound-Anfragen und das war’s. Leider hat sich niemand von alleine dorthin verirrt.</p><p>Meine Message an Brands bis hierhin: <strong>Bitte beschäftigt euch mit mir.</strong></p><h2><strong>Die erste Session mit Sören</strong></h2><p>In Q4 2025 haben Sören und ich dann beschlossen, seine Erfahrungen aus acht Jahren Mediasales, über 100 Partnerschaften und 1,5 Millionen Euro Werbeumsatz, den er verantwortet hat, auf Shelfd anzuwenden.</p><p>Das Wissen kam von ihm. Ich bin den Weg gegangen — und habe fleißig dokumentiert, was funktioniert.</p><p>In unsere erste Session ging ich mit der klaren Erwartung: <strong>Wir sammeln jetzt fünf Lieblingsbrands und verschicken endlich mal diese E-Mails.</strong></p><p>Stattdessen stellte Sören mir diese drei Fragen:</p><h3><strong>„Was ist dein Wertversprechen für Brands?“</strong></h3><p>Meine Antwort: Reichweite aufzählen. 130.000 Besucher:innen. 18.000 Abos. Qualitätsbewusste Audience. Boom. Fertig.</p><h3><strong>„Und warum kommen sie zu dir?“</strong></h3><p>Ich brauchte zwanzig Minuten. Dann dämmerte es mir. Shelfd kuratiert längst nicht mehr nur Streamingtipps. Wir spiegeln und entwickeln Geschmäcker. Das <strong><em>WIE WIR STREAMEN</em></strong> — mit Haltung, mit Qualitätsanspruch — ist genauso wichtig geworden wie das <strong><em>WAS</em></strong>.</p><p>Und genau da können Brands eine Hauptrolle spielen.</p><h3><strong>„Zeig mir dein Ökosystem. Alle Kanäle, alle Formate.“</strong></h3><p>Ich scrollte mich also durch die Website, alle zehn Newsletter und die Social-Kanäle von Shelfd (alle Plattformen bespielt, überall mit denselben Inhalten).</p><p>Sörens Frage: <em>„Du bist überall präsent. Aber wo bist du mit dem Herzen dabei?&quot;</em></p><p>Autsch.</p><p>Neben der ToDo-Liste, die hier mal wieder wie von Zauberhand länger wurde, dämmerte mir, dass <strong>Shelfd zu einem riesen Media-Apparat angewachsen </strong>ist. Nicht alle Kanäle glänzen und uns steht eh ein großer Pivot von einer Plattform voller Filter- und Sortier-Optionen hin zum Magazin mit inhaltlicher Tiefe bevor.</p><p>Aber was noch viel zentraler war: <strong>alles war längst da</strong>. Die Touchpoints, die Formate, das Interesse.</p><p>Wieso habe ich mir das nicht schon früher angeschaut und versucht auch über Mediasales zu monetarisieren?</p><h2><strong>Das Asset, das ich nicht sah</strong></h2><p>Was mich an dieser Introspektive am meisten <strong>überrascht</strong> hat, war nicht die Größe meines Ökosystems. Es war, <strong>was ich in meinem eigenen Archiv gefunden habe</strong>.</p><p>Bei Shelfd verschicken wir passend zur User-Journey nämlich handverlesene Streaming-Playlists:</p><ul><li><p>Zum Start in den Probemonat: „Die besten Streams bei unterschätzten Diensten“</p></li><li><p>Zur Übergangsentscheidung vom Ende vom Probemonat: „Läuft in keinem Abo (lohnt sich trotzdem)“</p></li><li><p>Bei Verlängerung des Abos: „Liebe ist, die nächsten Schritte nicht allein zu gehen“</p></li><li><p>Zum Ende der Mitgliedschaft: „Ein Ende ist auch immer ein Neuanfang“</p></li></ul><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a0fb4109-ab87-4b4c-8bb2-8e8b483cda8b/uploads/images/3wxvi3efgj/screencapture-shelfd-kollektionen-liebe-ist-die-naechsten-schritte-nicht-allein-zu-gehen-2026-04-20-16_45_43.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Diese Playlists existieren seit Jahren in unseren On- und Offboarding-Flows. Ich habe sie nie als verkaufbares Asset erkannt.</p><p>Dabei könnten alle Marken mit Kundenbindungsstrategie sowas brauchen. Eine kuratierte Liste, die Haltung zeigt und die Marke auflädt — selbst nach dem Abo-Ende. <strong>Der Content lag im Archiv. Ich musste ihn nur als Asset in meinem Angebotsmix erkennen.</strong></p><p>Ich hatte mehr zu bieten, als ich dachte. Viel mehr.</p><h2><strong>Die erste Mail</strong></h2><p>Ich habe nun also meinen Prozess aufgebaut, mein Media-Ökosystem kartografiert, Traum-Werbepartner recherchiert und meine Erstansprache entwickelt — unter 150 Wörter, ein Türöffner-Angebot, kein PDF im Anhang.</p><p><strong>Und dann waren sie da, die ersten Entwürfe. Yeah!</strong></p><p><strong>Leider gingen die Schleifen im Kopf wieder von vorne los…</strong></p><p><em>War das jetzt gut formuliert? Wie wirkt das auf mein Gegenüber? Habe ich überhaupt den richtigen Aufhänger gewählt? Wirkt meine Mail zu aufdringlich? Zu zurückhaltend?</em></p><p>Hier war gefühlt eine Therapie von Nöten, um mich von dem einen oder anderen Glaubenssätzen zu befreien, der mich einfach nur lähmte. Zum Glück hat sich Sören die Zeit dafür genommen (ich bin ihm sehr dankbar dafür).</p><p><strong>Die Ängste sind weg, finally.</strong> Again: lies bitte Sörens <a href="https://mediapreneur.fm/posts/03f959de-fef6-4b3b-823c-d00e03b98241">letzte Ausgabe</a> (die erklärt, wie das so schnell ging).</p><p><strong>Die Bedenken sind leider noch da.</strong> Und so kommt es immer noch vor, dass ich Sören anhaue und frage, ob er „mal kurz drüberschauen kann“ oder mit mir für 15 Minuten durchspielt, was meine nächsten Schritte sein sollten.</p><p>Die Leiden eines Solo-Creators? Vielleicht ein bisschen.</p><p>Was aber viel stärker wirkt, ist Sörens Erfahrungsschatz aus +5.000 individuelle Akquise-Mails. Er hat gefühlt alles schon einmal gesehen.</p><p>Ich sehe nun also diesen etablierten Prozess zum selber Nachbauen bis zur Erstansprache potenzieller Werbepartner und stelle trotzdem fest: <strong>hier fehlt noch was</strong>. Diese Rückversicherung, dass man auf dem richtigen Weg ist.</p><p>Da bin ich nicht der einzige, der das denkt.</p><h2><strong>Die eine Sprachi, die alles sagte</strong></h2><p>Als wir in der letzten Woche erste Reaktionen auf unser Angebot vom <a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6">Erstansprache-Guide</a> bekamen, kam unter anderem diese Sprachnachricht hier rein:</p><blockquote><p><em>„Ich kann mir vorstellen, dass es hilfreicher ist, viele kleine Feedbackschleifen zu haben. Ich habe ja auch eine gewisse Erfahrung und kann Dinge allein umsetzen — da brauche ich gar nicht so ein krasses An-die-Hand-genommen-werden. Einfach kleine Rückfragen: Guck mal, so habe ich das bisher gemacht, was haltet ihr davon? Ich glaube, es würde mir mehr bringen, wenn ich euch zweimal um ein bisschen Feedback bitten darf, als dass wir einmal ganz viel reden.“</em></p></blockquote><p>Genau das.</p><p>Jemand, der draufschaut. Der sagt: Die Mail funktioniert. Oder: Hier fehlt noch was.</p><p>Ab hier fängt das System an, wirklich zu flutschen.</p><h2><strong>Was wir deshalb gebaut haben</strong></h2><p>Unser erster Guide <a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6">„Werbepartner ansprechen mit System“</a> liefert den Flow: <strong>Ökosystem kartografieren</strong> (was mich oben zu den Archiv-Playlists führte), <strong>die richtigen Ansprechpartner:innen recherchieren</strong>, <strong>Erstansprache-Mails schreiben</strong> — in 20 Minuten am Tag oder zwei Stunden in der Woche.</p><p>Und weil wir wissen, dass der Prozess allein nicht alles ist, gibt es jetzt <strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">✚ vier Wochen Begleitung zu dem Guide</mark></strong>.</p><p>Jeden Freitag im Mai von 12 bis 16 Uhr machen Sören und ich die Werkstatt auf und räumen dir einen Platz frei. Du bringst deine Mails, deine Ideen,  Recherchen und Unsicherheiten mit und wir schauen gemeinsam drauf.</p><p>Am 08. Mai, 15. Mai, 22. Mai und 29. Mai, wir sind da. Du schaltest dich flexibel mit deinen Themen dazu, wenn es passt.</p><p>Das Beste: <strong>Der Preis vom </strong><a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6"><strong>Guide</strong></a><strong> bleibt unverändert.</strong> Nur noch bis 08. Mai (13h) gibt es beides zusammen für 49 Euro. Da starten wir zusammen in die Begleitung.</p><p>Der Prozess ist erprobt. Das Format ist neu — so aufbereitet, dass alle damit arbeiten können, ohne erst dieselben Umwege gehen zu müssen wie wir. Darum der Einführungspreis.</p><p><strong>Wir wollen, dass unabhängige Medienschaffende noch lange weiter werkeln und wirken können.</strong> Das ist der Grund, warum wir das gebaut haben. Und du kannst die Erfahrungen natürlich alleine machen. Andere sind den Weg aber schon gegangen — und können dir viel Frust über unbeantwortete Pitches ersparen.</p><p>Falls du sagst: jetzt ist Zeit für Mediasales mit David &amp; Sören – dann hier entlang:</p><p><a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6">🎒 Ich will Brand-Koops</a></p><p>Für mich geht die Reise übrigens auch weiter. Das Systen sitzt und jeden Freitag gehen fünf neue Mediasales-Anfragen raus.</p><p>Sehen wir uns im Mai zur Schreib-Session?</p><p>Wir lesen uns<br/>David</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>🏕️ </strong>Komm ins <a href="https://payhip.com/b/8yWp6"><strong>Mediasales Basecamp</strong></a>. In unserer Community findest du alles was du brauchst, um dein finanzielles Fundament zu stärken: Wissen, Plan und – falls nötig – ein bisschen Umsetzungsdruck. :)</p><p>Wir sortieren gemeinsam, was deine Publikation für Brands wert ist und mit wem du partnern könntest. Inklusive vier Stunden <a href="https://payhip.com/b/8yWp6">offener Sprechstunde</a> jeden Donnerstag.</p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/a0fb4109-ab87-4b4c-8bb2-8e8b483cda8b/teaser_image/1776601280?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Vermischen verboten]]></title>
      <description><![CDATA[Beim Verkaufen von Werbung gibt es zwei ganz unterschiedliche Ansätze. Welche das sind und warum du sie nicht vermischen darfst, erfährst du hier.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur vierzehnten Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 176 Abonnent:innen (+2). Die heutige Ausgabe hat 820 Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 4:00 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren. ➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p></p><p>Wow, wie herausragend toll hat denn diese Woche bitteschön begonnen? In der Heimat meiner Großeltern wurde gewählt und der größte Spaltpilz Europas – Viktor Orban – wurde endlich aus dem Amt gejagt. Ich werde das am Wochenende gebührend zelebrieren. Wie, erfährst du weiter unten.</p><p>Vorher möchte ich dir in der heutigen Ausgabe zwei ganz unterschiedliche Ansätze in der Werbefinanzierung vorstellen. Wenn Werbefinanzierung bei dir ein Thema ist (oder bald mal sein soll), solltest du unbedingt beide kennen. Andernfalls läufst du Gefahr, beide miteinander zu vermischen und damit deine komplette (Werbe)Finanzierung zu gefährden.</p><h2>Ansatz 1: Der Lieferant</h2><p>Ein <strong>Lieferant </strong>zeichnet sich dadurch aus, dass er klar definierte Werbeplätze anbietet. Die „Beziehung“ bleibt auf die jeweilige Buchung beschränkt und der Lieferant wird als ein austauschbarer Kanal innerhalb einer größeren Kampagne betrachtet. Im <strong>Lieferantenmodell </strong>verkaufst du also standardisierte Werbeplätze zu standardisierten Preisen.</p><p>Neben dem Werbeplatz steht hier die einfache, unkomplizierte Belegung im Mittelpunkt. Du definierst Formate, Preise, Verfügbarkeiten und den Weg zur einfachen Buchung, mit möglichst wenig Kontakt (und Aufwand auf deiner Seite). Werbetreibende buchen ihren Slot und erhalten die vereinbarte Leistung.</p><p><strong>Vorteile:</strong></p><ul><li><p>geringerer Aufwand</p></li><li><p>wiederholbare Abläufe</p><p></p></li></ul><p><strong>Nachteile:</strong></p><ul><li><p>geringer Einfluss auf die Performance der Werbung</p></li><li><p>kleinere Budgets und kaum Möglichkeiten, dem Kunden zusätzliche Leistungen (über einzelne Werbeplätze hinaus) anzubieten</p></li></ul><h2>Ansatz 2: Die Feinmanufaktur</h2><p>Im <strong>Feinmanufaktur</strong>-Ansatz verkaufst du keine einzelnen Werbeplätze. Stattdessen arbeitest du mit deinem Werbekunden auf Augenhöhe an individuellen Kampagnen durch dein Medien-Ökosystem, basierend auf den Bedarfen und Zielen deines Partners. Du kannst Inhalte, Verteilung und Einbindung steuern, woraus sich weitere Leistungen (und Umsätze) ergeben können. Dazu gehören zum Beispiel zusätzliche Ausspielungen in weiteren Kanälen oder die Nutzung bestehender Inhalte in anderen Formaten. Hier kannst du deinem Partner Lösungen anbieten, die über eine einfache Integration in deinem Medium hinausgehen (z.B. Nutzungsrechte) und so den Umsatz pro Kunde steigern. Im Gegensatz zum Lieferanten-Ansatz entsteht hier eine engere (und meist auch längerfristige) Zusammenarbeit, die dir Planungssicherheit gibt. Bedeutet im Endeffekt: Du kannst mit wenigen ausgewählten Partnern zusammenarbeiten.</p><p><strong>Vorteile:</strong></p><ul><li><p>mehr Umsatz pro Kunde, da du nicht nur einen einzelnen Werbeplatz, sondern eine komplette Kampagne durch dein Medien-Ökosystem verkaufst</p></li><li><p>längere und engere Zusammenarbeit mit Werbetreibenden</p></li><li><p>höherer Einfluss auf Inhalte und Ausspielung</p></li></ul><p><strong>Nachteile:</strong></p><ul><li><p>höherer Aufwand</p></li><li><p>komplexere Prozesse in der Umsetzung</p><p></p></li></ul><p><strong>Für Werbetreibende unterscheiden sich beide Ansätze</strong> in der Rolle, die DU einnimmst. Im ersten Fall bist du ein Werbe-Kanal, der schnell und einfach zur Verfügung steht. Im zweiten Fall bist du ein Partner, der aktiv in die Kampagne eingebunden ist und bessere Ergebnisse liefern kann.</p><p>Beide Ansätze funktionieren. Entscheidend ist, dass du dich klar für einen Weg entscheidest. Denn sobald du beide vermischst, verlierst du die Vorteile beider Ansätze, musst aber weiterhin mit den Nachteilen leben.</p><p><strong>Was du nicht machen solltest:</strong></p><ul><li><p>Du bietest feste Werbeplätze und -preise an, möchtest aber nur mit ausgewählten Partnern zusammenarbeiten</p></li></ul><ul><li><p>Du hast Fest-Preise für deine Formate, entwickelst aber individuelle Integrationen und betreust jeden Kunden einzeln</p></li></ul><p>In beiden Fällen hast den den erhöhten Aufwand aus dem Manufaktur-Ansatz, kombiniert mit den Begrenzungen eines Lieferanten (kaum Möglichkeiten, dem Kunden zusätzliche Leistungen anzubieten + kein Einfluss auf die Ergebnisse).</p><h2>Falls du dir unsicher bist, ob du beide Ansätze vermischt hast:</h2><ul><li><p>Du lässt deine Kunden allein auswählen, welche Formate und Platzierungen sie buchen?</p></li><li><p>Dein Kunde ist für die inhaltliche Ausgestaltung der Werbemittel zuständig?</p></li><li><p>Du berechnest nach Reichweite oder arbeitest mit Festpreisen, die jeder einsehen kann?</p></li></ul><p>→ <strong>Lieferant</strong></p><ul><li><p>Du betreust jeden Kunden persönlich?</p></li><li><p>Du bist in die Content-Erstellung involviert?</p></li><li><p>Deine Preise hängen vom Umfang und der Tiefe der Zusammenarbeit ab?</p></li></ul><p><strong>→ Feinmanufaktur</strong></p><p>Falls du dir trotzdem noch unsicher bist, ob du beide Ansätze in deinem Werbevertrieb vermischst, schick mir gern einen Link zu deiner Publikation und ich prüfe das für dich. In diesem Sinne wünsche ich dir schonmal die schönste April-Woche des Jahres. Abschließend noch drei kurze Meldungen:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>🔴 Livetalk: </strong>Diesmal sprechen wir mit Mathias Janutsch vom gemeinnützigen Podcast-Festival „Leipzig lauscht“. Mathias bringt Einblicke und Herausforderungen mit aus seinem Alltag rund um das Festival. Falls du</p><ul><li><p>mal hinter die Kulissen eines Podcast-Festivals schauen willst</p></li><li><p>nach einem Grund für deinen (nächsten) Leipzig-Besuch suchst</p></li></ul><p>oder</p><ul><li><p>du dich rund um das Festival einbringen willst (um z.B. für dein Podcast/Buch/Workshop etc. zu trommeln)</p></li></ul><p>... dann ist dieser Call inkl. Q+A-Runde genau das Richtige für dich.</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Wann? 📅 DO, 16.04. ab 20:15h</mark></strong></p><p>➽ Schalte dich mit ein:</p><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg">https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg</a><p></p><p>➽ <a href="https://calendar.google.com/calendar/ical/c_182a22c38aca1decc5bd5d854299602a8e9aed8799deb207df223a72d0cccbd9%40group.calendar.google.com/public/basic.ics">Über diesen Link</a> lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Bye Bye, Spaltpilz:</strong> Zur Feier des Tages habe ich mich am Montag etwas auf <a href="http://chefkoch.de/">Chefkoch.de</a> umgesehen und mir (und euch) für das Wochenende das mit Abstand beliebteste Rezept für ungarisches Gulasch rausgesucht: <a href="https://www.chefkoch.de/rezepte/736011176204394/Ungarisches-Gulasch-Poerkoelt.html">Klick</a>.</p><p>Guten Appetit.<br/></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Last but not least, </strong>David und ich haben am Montag unser erstes Mediapreneur-Produkt gelauncht: Einen Guide, mit dem du den kompletten Prozess der Ansprache von Werbepartnern Schritt für Schritt selbst Nachbauen kannst. Mit dabei ist auch das E-Mail-Template, mit dem wir Werbepartner nicht nur ansprechen, sondern auch verlässlich Antworten bekommen. Alle Infos zu unserem allerersten Produkt findest du unter diesem Link: <a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6">Klick</a></p><a href="https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6">https://stan.store/mediapreneur/p/werbepartner-ansprechen-mit-system-71ibznq6</a><p>Erster Launch, kein Ad-Budget, jede Empfehlung hilft uns gerade sehr. 🙏 Wenn das also für dich oder für Jemanden in deinem Umfeld relevant ist…</p><p>Frische Grüße <br/>sendet dir<br/>Sören</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>🏕️ </strong>Komm ins <a href="https://payhip.com/b/8yWp6"><strong>Mediasales Basecamp</strong></a>. In unserer Community findest du alles was du brauchst, um dein finanzielles Fundament zu stärken: Wissen, Plan und – falls nötig – ein bisschen Umsetzungsdruck. :)</p><p>Wir sortieren gemeinsam, was deine Publikation für Brands wert ist und mit wem du partnern könntest. Inklusive vier Stunden <a href="https://payhip.com/b/8yWp6">offener Sprechstunde</a> jeden Donnerstag.</p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Würdest du an OpenAI verkaufen?]]></title>
      <description><![CDATA[OpenAI hat letzte Woche einen Podcast für dreistellige Millionen gekauft. Was das mit deiner Publikation zu tun hat — und warum Verkaufen nicht die einzige Option ist.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur 13. Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 174 Abonnent:innen (+3). Die heutige Ausgabe hat 1.288 Wörter und das vollständige Lesen dauert etwa 6:30 Minuten. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><p><br/>Letzte Woche hat OpenAI den Podcast „TBPN“ gekauft — eine tägliche Tech-Live-Show aus dem Valley über das Valley mit 58.000 YouTube-Abonnent:innen (heute sind es ein paar mehr geworden), deren Kaufpreis laut Financial Times im niedrigen dreistelligen Millionenbereich lag. OpenAI-Chef Sam Altman war regelmäßiger Gast, ebenso Zuckerberg und Nadella.</p><p><strong>Brands, die eine eigene Audience haben, brauchen keine Podcasts zu kaufen. Der Rest schon.</strong> Und das Muster ist nicht neu.</p><p>Der Radio-Hersteller RCA gründete vor genau einhundert Jahren das Sender-Netzwerk NBC – na klar, um Radios zu verkaufen. Google kaufte 2006 YouTube. Spotify kaufte 2016 „Fest und flauschig“. HubSpot kaufte 2021 den Blog „The Hustle“ und erst kürzlich die Gründer-Website „Starter Story“. Die Liste ließe sich beliebig fortführen.</p><p>Der Grund ist jedes Mal derselbe: <strong>Vertrauen lässt sich nicht schnell aufbauen.</strong> <strong>Also kauft man es, ob in Form einer Publikation oder gleich einer ganzen Plattform.</strong></p><p>Ich finde diese Art Deals ehrlich gesagt nicht besonders klug. Denn immer geht mit einem Verkauf der unmittelbare Verlust von Vertrauen für beide Seiten einher.</p><p>Natürlich will ich niemandem in Abrede stellen, dass so ein Angebot manchmal der verlockendere Weg ist (zu meinen eigenen Erfahrungen später mehr). Manchmal ist ein dreistelliger Millionenbetrag schlicht ein Argument, das schwer zu ignorieren ist.</p><p><strong>Wer seine Unabhängigkeit aufgibt, sollte aber wissen, zu welchem Preis er oder sie das tut — und wirklich damit im Reinen sein.</strong> Denn die versprochene redaktionelle Freiheit von TBPN durch OpenAI ändert nichts an der Struktur. Wer Budget, Studio und Gäste-Pipeline durch dasselbe Unternehmen bezieht, das man covern soll, trifft irgendwann keine freien Entscheidungen mehr. Schon gar nicht, wenn man an den Strategie-Chef reportet.</p><h2>Was das mit uns zu tun hat</h2><p><strong>Was OpenAI da nun also eingekauft hat, baust du gerade auf.</strong> Nur mit einem Unterschied: Du kannst entscheiden, ob du es behältst.</p><p>Okay, für die meisten von uns ist ein Akquisitionsangebot keine realistische Gefahr. Aber die Grundfrage dahinter schon: <strong>Verkaufst</strong> <strong>du deine Autorität </strong>— einmalig, endgültig, mit allen Konsequenzen? <strong>Oder vermietest du sie zeitweise</strong>, behältst die Kontrolle und entscheidest jedes Mal neu, wer rein darf und wer nicht?</p><p>Für die meisten passiert das nicht durch einen großen Deal. Es passiert durch kleine Entscheidungen: Eine Anfrage annehmen, weil das Geld gerade passt. Eine Kooperation nicht ablehnen, weil man nicht weiß, ob die nächste kommt.</p><p>Irgendwann sitzt eine Brand in deinem Medium, die du dir nicht ausgesucht hast und deine Audience spürt das, auch wenn sie es nicht benennen kann.</p><p>Darum gilt es das Vertrauen deines Publikums und deine Integrität um jeden Preis zu schützen.</p><h2>Ich kenne das aus eigener Erfahrung</h2><p>In der Frühphase von Shelfd habe ich versucht, den klassischen VC-Weg zu gehen — jemand mit Geld finanziert die Vision und gemeinsam baut man etwas Großes. Was ich damals noch nicht wusste: <strong>Die Leute mit Geld haben ihre eigenen Träume. Und einer dieser Träume hatte herzlich wenig mit meinem zu tun.</strong></p><p>Was als Partnerschaft begann, endete in einer gerichtlichen Auseinandersetzung über unterschlagene Honorare. Erst wurde mir ein Investment in Aussicht gestellt, wenn ich meine Expertise in ein bestehendes Startup einbringe. Als ich erkannte, dass ich hier nur vor den Karren gespannt werden sollte, änderte ich das unmittelbare Agreement in eine klassische Beauftragung. Blöd nur, dass nach anfänglichen Zahlungen irgendwann kein Geld mehr floss, ich aber immer noch daran glaubte, mir hier die Sporen zu verdienen und dass der Investor irgendwann auch in meine Ideen investieren würde.</p><p>Die Monate danach habe ich damit verbracht, mein Projekt wieder aufzurichten und zu fokussieren, das ich eigentlich hätte schützen können — wenn ich früher gewusst hätte, was mir wirklich wichtig ist: <strong>Unabhängigkeit über Rendite</strong>.</p><p><strong>Wer das nicht weiß, entscheidet nicht. Der reagiert. </strong>So ging es mir.</p><hr/><p>Mediapreneur.fm</p><p><strong>🔴 <mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Wir gehen regelmäßig am Donnerstag um 20:15h ins Gespräch mit Mediapreneuren</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> – und du kannst live dabei sein, deine Fragen stellen und Ideen mitbringen. Darauf freuen wir uns:</mark></p><ul><li><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">16.04.</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> mit Mathias Janutsch von „Leipzig lauscht“ zum Thema </mark><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Ideen gesucht: Ein gemeinnütziges Podcast-Festival braucht Support aus der Community</mark></em></p></li><li><p><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">23.04.</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> mit David Gaedt vom „Good News Magazin“ zum Thema </mark><em><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Community-Finanzierung: Wie sah euer Wachstum auf heute &gt;1.300 Mitglieder aus?</mark></em></p></li></ul><p>➽ <a href="https://calendar.google.com/calendar/ical/c_182a22c38aca1decc5bd5d854299602a8e9aed8799deb207df223a72d0cccbd9%40group.calendar.google.com/public/basic.ics"><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Über diesen Link</mark></strong></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> lädst du dir diese und alle zukünftigen Live-Gespräche mit unabhängigen Medienschaffenden in deine Kalender-App (einfach kopieren und als neues Abo hinzufügen).</mark></p><hr aria-hidden="true"/><h2><strong>Unabhängigkeit braucht ein Geschäftsmodell</strong></h2><p>Die Wahrheit liegt nun irgendwo dazwischen. Man muss partnern und kooperieren, um voranzukommen. Aber man sollte seine eigenen Ideen und Ideale schützen, so gut es geht.</p><p><strong>Langfristig empfehlen wir Mediapreneuren ihr Geschäftsmodell breit aufzustellen</strong> — Mediasales, Community-Finanzierung, Events, Merch... Wer auf mehreren Beinen steht, ist weniger anfällig dafür, dass ein einziger Einbruch alles ins Wanken bringt.</p><p>Das baut man nicht auf einmal. Man fängt irgendwo an.</p><p><strong>Zum Start eignet sich die Integration von Werbepartnern, denn das Schöne an Mediasales ist: Es funktioniert unabhängig von der eigenen Größe.</strong> Nicht erst ab 10.000 Abonnent:innen, nicht erst wenn das ominöse Media-Kit perfekt ist.</p><p>Die Einstiegsfrage dazu ist ganz einfach<strong>: Kannst du gerade drei Brands benennen, die inhaltlich zu dir passen?</strong> Nicht zu deiner Reichweite, sondern zu deiner Audience, zu deinen Werten, zu dem, wofür dein Medium steht?</p><p>Wer diese Frage nicht sofort beantworten kann, wartet auf OpenAI. Das ist aber ein langer, ungewisser Pfad.</p><p>Wer sie beantworten kann, ist auf dem besten Weg, seine Unabhängigkeit langfristig zu sichern.</p><p><strong>By the way:</strong> Mit Werbung und Sponsorings hat TBPN längst Deals in Millionenhöhe erwirtschaftet. Die Rede ist von $5M Dollar in 2025 und anvisierte $30M Dollar in 2026. Das wäre der Weg gewesen, den ich an ihrer Stelle weiter gegangen wäre. Denn woran mangelte es ihnen in dieser Welt? Nicht an Unabhängigkeit.</p><h2>Ein Experiment</h2><p>Sören und ich haben in den letzten Monaten auf der Basis unserer Zusammenarbeit mit Mediapreneuren einen <strong>Guide entwickelt, mit dem du die richtigen Brands nicht nur anschreibst</strong>, sondern auch Antworten bekommst und Gespräche vereinbarst.</p><p>Er hilft dir, wenn du bislang zu wenige Antworten erhalten hast oder du dich bisher einfach nicht getraut hast, Brands selbst anzusprechen.</p><p>Der Grund, warum das unabhängig von deiner Größe funktioniert: Brands kaufen keine Reichweite. <strong>Sie kaufen Lösungen für konkrete Ziele.</strong> Aufmerksamkeit bei einer bestimmten Zielgruppe, messbare Aktionen, authentischen Content, den sie weiterverwenden können. Wer versteht, welches dieser Ziele er oder sie bedienen kann, hat ein Angebot. Egal ob man 500 oder 50.000 Abonnent:innen erreicht. Doch wie erreicht das Angebot die richtigen Ansprechpartner:innen?</p><p>In unserem Guide lernst du den ersten und wichtigsten Schritt: <strong>die Ansprache</strong>. Also wen du kontaktierst und was du anbietest. Unsere E-Mail-Struktur kommuniziert dabei genau vier Dinge:</p><ul><li><p><strong>Ich kann dir helfen</strong></p></li><li><p><strong>Ich bin unkompliziert</strong></p></li><li><p><strong>Ich bin professionell</strong></p></li><li><p><strong>Ich bin dein logischer Partner</strong></p></li></ul><p>Wir arbeiten bereits mit Creatoren nach diesem System und wissen, dass es funktioniert. Bisher haben wir es allerdings immer in enger Begleitung installiert. Mit unserem neuen Angebot bieten wir eine Möglichkeit für Mediapreneure, den wichtigsten Schritt im Mediasales mit einem verprobten Vorgehen selbst aufzubauen, zum Schnapper-Preis von <strong>49 EUR</strong>.</p><p>Ich persönlich denke, dass der Guide ein No-Brainer für alle ist, die sich auch nur damit beschäftigen, einen Podcast oder Newsletter mit Werbung zu monetarisieren. Wenn du mehr dazu erfahren willst, antworte kurz auf diese Mail oder kommentiere drüben auf <a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7445908049246076928/?originTrackingId=O1KXvOW4hgK0Oks1TFCa7w%3D%3D">LinkedIn</a>.</p><h2><strong>Drei Fragen zur Selbstreflexion</strong></h2><p>Bevor du diese Mail schließt:</p><ol><li><p><strong>Weißt du, was Unabhängigkeit für dich konkret bedeutet</strong> — oder ist es bisher nur ein Gefühl?</p></li><li><p><strong>Wann hast du das letzte Mal aktiv entschieden, mit wem du zusammenarbeitest </strong>— statt es dem Zufall zu überlassen?</p></li><li><p><strong>Wenn du morgen eine Traummarke anschreiben würdest — hast du eine Idee, warum sie antworten sollte?</strong></p></li></ol><p>Schreib mir zurück. Und wenn du bei Frage 3 hängen bleibst, ist das vielleicht der beste Grund, beim Experiment mitzumachen.</p><p>Wir lesen uns<br/>David</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>🏕️ </strong>Komm ins <a href="https://payhip.com/b/8yWp6"><strong>Mediasales Basecamp</strong></a>. In unserer Community findest du alles was du brauchst, um dein finanzielles Fundament zu stärken: Wissen, Plan und – falls nötig – ein bisschen Umsetzungsdruck. :)</p><p>Wir sortieren gemeinsam, was deine Publikation für Brands wert ist und mit wem du partnern könntest. Inklusive vier Stunden <a href="https://payhip.com/b/8yWp6">offener Sprechstunde</a> jeden Donnerstag.</p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/d149b0c8-5591-4138-8928-4b6d004e13e9/teaser_image/1775592776?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 04:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Der strukturierte Creator]]></title>
      <description><![CDATA[Weniger als 20% der Creator:innen können stabil von ihrem Schaffen leben. Sie unterteilen sich in drei Gruppen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur zwölften Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 176 Abonnent:innen (+2). Die heutige Ausgabe hat 967 Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 5:00 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren. ➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p></p><p>David macht das, was überraschend viele Menschen jedes Jahr im April machen: Er ist im wohlverdienten Urlaub. Und deswegen übernehme ich direkt nochmal und freue mich, dass du auch in der Urlaubszeit reinließt. Die heutige Ausgabe wird eine recht kurze Ferienausgabe, los geht’s:</p><p>Ich habe mir diese Woche diesen <a href="https://theinfluencermarketingfactory.com/wp-content/uploads/2026/02/Creator-Economy-Report-2026.pdf">Creator Economy Report</a> angesehen, der sich <a href="https://mediapreneur.fm/posts/2d59d481-7dc4-4402-a4fe-111d3f35ac0c">natürlich mal wieder nur auf US-Zahlen bezieht</a>. Im Zentrum steht, wie sehr die Creator Economy wächst, mit besonderem Fokus auf die immer größeren Werbebudgets, die in die Branche gehen. Neben vielen interessanten Zahlen und Einordnungen ist mir folgendes besonders aufgefallen:</p><ul><li><p>Nur 16 Prozent der Creator verdienen mehr als 50.000 Dollar im Jahr</p></li><li><p>Fast die Hälfte verdient unter 10.000 Dollar</p></li><li><p>Nur 5,7 Prozent kommen über 100.000 Dollar<br/></p></li></ul><p>Das ist die Realität. Der Markt wächst. Aber das Geld verteilt sich nicht gleich. Und ich glaube, so sieht die Realität in vielen Bereichen der Creator Economy aus. Meiner Erfahrung nach landen die Budgets immer bei drei Gruppen:</p><p><strong>1. Creator mit sehr großer Reichweite</strong><br/>Große Brands mit großen Budgets brauchen große Creatoren mit großen Reichweiten. Warum? Weil sie große Reichweiten erzielen wollen und das mit vielen kleineren Creatoren nur mit einem wesentlich größeren Aufwand gelingt.</p><p><strong>2. Creator mit externer Struktur im Hintergrund</strong><br/>Ein relevanter Teil der Werbe-Budgets wird über Agenturen an Creatoren verteilt. Warum? Weil Agenturen gegenüber Werbepartner professionell und strukturiert auftreten und ihnen Sicherheit und Orientierung im Markt bieten. Die Zusammenarbeit ist erprobt und läuft reibungslos.</p><p><strong>3. Creator mit klarer Organisation</strong><br/>Die Creatoren, die auf eigenen Beinen stehen und sich erfolgreich mit Werbepartnern finanzieren, haben klare Strukturen und Prozesse aufgebaut. Warum? Weil es Vertrauen braucht für eine Werbepartnerschaft. Werbepartner wollen einfache und sichere Entscheidungen treffen. Sie wollen keine Reibung vor oder während der Zusammenarbeit und sie wollen sicher sein, dass ihnen die Entscheidung hinterher nicht auf die Füße fällt (z.B. weil der Creator unstrukturiert arbeitet, unpünktlich liefert oder Absprachen nicht einhält). <strong>Creatoren mit klarer Organisation geben Werbepartnern das Signal, dass sie sich auf sie verlassen können.</strong></p><h2>Der strukturierte Creator</h2><p>Ohne stabile Prozesse und Strukturen verpassen Creatoren Anfragen oder antworten zu spät. Sie vergessen es, Reportings rechtzeitig zu liefern, verwechseln Ansprechpartner und Kampagnen, müssen jedes Mal alles neu verhandeln - und verzetteln sich bei der Produktion. Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Es ist wirklich unglaublich frustrierend, wenn ein Werbepartner sein Budget loswerden möchte, der Creator aber nicht erreichbar ist. Ohne klare Prozesse geht es einfach nicht lange gut. Doch was tun?</p><p>Was alle strukturierten Creator gemein haben:</p><p><strong>1. Sie kennen ihr Publikum</strong><br/>Kannst du Ansprechpartner:innen bei Unternehmen in einem Satz vermitteln, wer dein Publikum ist und warum es deine Inhalte konsumiert?</p><p><strong>2. Sie verkaufen keine Reichweite</strong><br/>Bei Plattformen wie Meta gibt es immer mehr Reichweite, es gibt sie günstiger und mit besserem Targeting. Was es bei Meta nicht gibt: Vertrauen in den Absender.</p><p><strong>3. Sie wählen ihre Partner gezielt aus</strong><br/>Deine Beziehung zu deinem Publikum ist nicht nur das Fundament für deine Werbepartnerschaften, sondern für dein gesamtes Schaffen. Um dem gerecht zu werden eine einfache Faustregel: <strong>Jede Werbe-Kooperation sollte sich für dein Publikum ehrlich, relevant und sinnvoll anfühlen.</strong></p><p>Stell dir eine Kooperation so vor: Du lädst eine neue Person ein, Zeit mit dir und deinen Freunden zu verbringen. Das kann schnell nicht passen. Es liegt an dir, dafür zu sorgen, dass es passt. Du prüfst vorab, ob es gemeinsame Interessen oder (Streit)Themen gibt und in welchem Rahmen ein Treffen Sinn macht. Genauso gehen strukturierte Creator vor, wenn sie entscheiden, ob und wie sie einen Werbepartner in ihre Welt einbinden.</p><p><strong>4. Es ist leicht mit ihnen zu arbeiten</strong><br/>Der wahrscheinlich größte Hebel beim Werbeverkauf ist es, den Prozess für alle Beteiligten möglichst kurz, klar und unkompliziert zu halten. Dazu gehört auch dafür zu sorgen, dass es leicht ist, “Ja” zu sagen.</p><h2>Der Weg zu stabilen Prozessen und Strukturen</h2><p>Die Grundlage für jeden Mediapreneur, der nachhaltig und unabhängig publizieren möchte, sind stabile Prozesse und Strukturen. Das ist bei der Werbefinanzierung genauso wie bei jeder anderen Herausforderung. Egal ob es um Content-Erstellung, Distribution oder Monetarisierung geht, letztlich haben Mediapreneure genau zwei Möglichkeiten: Sie lernen sich in das Thema rein, indem sie machen und ausprobieren, Erfolge haben und scheitern - und auf dieser Basis nach und nach ihre Prozesse und Strukturen entwickeln und optimieren. Oder sie setzen auf eine Abkürzung und holen sich Hilfe an die Seite, die ihnen das Know-How beibringt und die Strukturen und Prozesse aufsetzt.</p><p>Klar ist auf jeden Fall: In einer Branche, die zunehmend professioneller wird, liegt der Erfolg für Mediapreneure in schlanken Strukturen und klaren Prozessen. Wenn du aus der heutigen Ausgabe drei Dinge für deinen Werbeverkaufs-Prozess mitnimmst, dann möglichst diese:</p><ul><li><p><strong>Verkaufe Zielgruppen- und Wertübereinstimmung, nicht Reichweite.</strong></p></li><li><p><strong>Gib Werbepartnern das Signal, dass sie sich auf dich verlassen können.</strong></p></li><li><p><strong>Das Erlebnis und die Erfahrung, wie die Zusammenarbeit mit dir ist, entscheidet langfristig darüber, ob du dich mit Werbepartnerschaften nachhaltig finanzieren kannst.</strong></p></li></ul><p><br/>Falls du Fragen oder Nöte zum Thema Werbevertrieb hast, melde dich gern jederzeit. In diesem Sinne wünsche ich dir vorab schonmal frohe Ostern. Abschließend noch zwei kurze Meldungen in eigener Sache.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Livetalk I: </strong>Da David ja gerade im Urlaub ist und jetzt auch die Osterwoche ansteht, werden wir diese und nächste Woche mit den Live-Talks aussetzen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Livetalk II:</strong> Wir werden bald einen Live-Talk für alle Mediapreneure anbieten, die mit ihrer Sprache arbeiten. Dafür haben wir eine Stimmtrainerin eingeladen und wollen vorab wissen, was euch wirklich beschäftigt. Vielleicht klingt das bekannt:</p><p><strong>„Ich merke, dass meine Stimme flacher wird, wenn ich nervös bin.“</strong></p><p><strong>„Ich würde gerne meine Skripte natürlicher vortragen.“</strong></p><p><strong>„Ähm, ähm, ähm...&quot;</strong></p><p><strong>„Hört man es, wie ich sitze/stehe/laufe?“</strong></p><p>Wir freuen uns auf eure Fragen rund um Stimme, Sprache und Atem. Egal ob konkret oder vage, alles ist willkommen. Wir versuchen alle Aspekte so gut es geht mit reinzunehmen und geben hier dann den konkreten Donnerstags-Termin (20.15 Uhr) bekannt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p>Ich hoffe, dass wir euch zu unseren nächsten Live-Talks wieder zahlreich begrüßen dürfen.</p><p>Frische Grüße zum ersten April<br/>sendet dir<br/>Sören</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ein deutlicher Weckruf]]></title>
      <description><![CDATA[Was die neusten Updates von YouTube und Apple für Creatoren bedeuten.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur elften Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 169 Abonnent:innen (+5). Die heutige Ausgabe hat 870 Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 4:30 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren. ➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p></p><p>Ich habe mir &quot;nebenbei&quot; einen großen Wunsch erfüllt: Ich habe endlich einen YouTube-Feed, der mir nur Inhalte von den Kanälen zeigt, die ich auch abonniert habe. Außerdem sind die ganzen &quot;Empfehlungen&quot; weg. Kurz: YouTube ist ein deutlich besserer Ort für mich geworden. (Wie das ganz leicht geht, kommt später).</p><p>&quot;Nebenbei&quot; habe ich mir diesen Wunsch erfüllt, weil ich mich eigentlich dem neuen Creator Programm von YouTube beschäftigt habe. Deswegen haben es heute auch ein paar YouTube-Links in die Ausgabe geschafft. Aber erstmal zum Creator Programm von YouTube, bevor ich zu den Links komme:</p><h3>Neues Creator Programm von YouTube</h3><p>Unternehmen können Creatoren in Zukunft direkt über YouTube ansprechen. Sie können ihre Daten sehen (wenn der Creator sie freigibt). Und sie können sich mithilfe von KI die passenden Creatoren vorschlagen lassen. (Ähnliches gibt es für Unternehmen u.A. bereits im Newsletter- und Podcast-Bereich.) Die Vergütung läuft nur zwischen Unternehmen und Creator, YouTube nimmt wohl keinen Anteil.</p><p>Im Gegenzug bietet YouTube Unternehmen die Möglichkeit, den erfolgreichsten Kampagnen-Content mit Werbegeldern noch weiter auszuspielen. Creatoren bekommen dafür nur eine Einmalzahlung, unabhängig davon, wie oft und wie lange die Inhalte noch ausgespielt werden und wieviel YouTube damit verdient.</p><p>(Gängig ist es hier eigentlich, für die Nutzungsrechte abhängig von der Nutzungsdauer bezahlt zu werden. Zudem kannst du für unterschiedliche Kanäle und Ausspielwege auch unterschiedliche Rechte einräumen und dementsprechend mehr oder weniger bezahlt werden.)</p><p><strong>YouTube baut also Infrastruktur für Wiederverwertung und integriert Creator-Content direkt in sein Werbe-System.</strong></p><p>In die gleiche Richtung ging bereits das Februar-Update der Podcasts-App von Apple, in dem gemeinsam mit vier Podcast-Hostern dynamische Ads für Video-Podcasts eingeführt wurden.</p><blockquote><p><br/>Dynamic Ads können flexibel in viele Folgen und Podcasts eingebunden werden, bis eine definierte Reichweite erreicht ist.</p></blockquote><p>Und an diesen dynamischen Ads will Apple mitverdienen. Hier wurden explizit auch Host-Reads genannt. Also Podcast-Werbung, die von Podcastern produziert wird.</p><p>Und warum? Weil die Großen erwarten, mit der Wiederverwertung von Creator-Content in naher Zukunft (noch) mehr Geld verdienen zu können. Und ganz ehrlich: Das werden sie auch.</p><p>Ein starkes Signal (und ein deutlicher Weckruf) dafür, sich mit der Wiederverwertung der eigenen Inhalt zu beschäftigen. Ganz besonders mit der Frage: Wer würde davon profitieren, meine Inhalte nutzen zu dürfen? Die Antwort führt dich vielleicht zu deinem nächsten Werbepartner…<br/></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><h3>Schnipsel mit Mediapreneur-Bezug</h3><p><em>(Ich freue mich über jeden Namens-Vorschlag für diese Rubrik </em>🙏🏽<em>)</em></p><p></p><p><strong>Endlich eigene Daten:</strong> Sicherlich erinnerst du dich noch an Davids Plädoyer für eigene Zahlen in der letzten Ausgabe (hier kannst du noch schnell an der Umfrage teilnehmen, falls du es letzte Woche vergessen hast: <a href="https://form.typeform.com/to/XbMZeOBL">Zur Umfrage</a>). Welchen Wert so ein Datenschatz für eine Community haben kann, zeigt gerade Newsletter-Autor Lenny Rachitsky. Lenny hat sein komplettes Archiv aus 350+ Ausgaben und 300+ Podcast-Transkripten so veröffentlicht, dass seine Community aus Produkt und Marketing-Experten sie direkt mit KI weiterverarbeiten kann. Beim letzten, deutlich kleineren Release aus seinem Archiv sind daraus bereits eine ganze Reihe an Tools und Projekte entstanden. Hier kannst du selbst kreativ werden: <a href="https://lennysdata.com/">https://lennysdata.com</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Nachtrag zu der Zusammenarbeit zwischen Medienhäusern und Creatoren:</strong> In einem Experiment haben Journalisten und Creator gemeinsam Newsformate entwickelt und getestet, wie sich ihre Stärken kombinieren lassen. Inhalte wurden dabei als glaubwürdiger wahrgenommen, wenn Creator selbst im Content auftauchten und ihn mitprägten, statt ihn nur zu verbreiten. Weitere Erfahrungswerte findest du unter:</p><a href="https://www.inlabnews.com/post/news-creators-young-audiences">https://www.inlabnews.com/post/news-creators-young-audiences</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Youtube I:</strong> Auf der Seite <a href="http://www.youtube-transcript.io/">www.youtube-transcript.io</a> erhältst du das Transkript von jedem Youtube-Video. Einfach den Link eingeben und ein paar Sekunden warten. <a href="https://www.youtube-transcript.io/">https://www.youtube-transcript.io/</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>KI-Selbsttest:</strong> Erkennst du den KI-Part im Podcast? James Cridland, der Mann hinter den täglich erscheinenden <a href="https://podnews.net/">Podnews</a>, hat seine letzte Ausgabe nicht mehr komplett vor seinem Abflug aufnehmen können. Daher hat er die fehlenden Teile per KI einsprechen lassen. Ergebnis: Eine Folge mit und ohne KI-Inhalte. Erkennst du den Unterschied? <em>(unter der Überschrift das kleine &quot;LISTEN&quot; anklicken)</em></p><a href="https://podnews.net/update/overcast-transcripts-beta">https://podnews.net/update/overcast-transcripts-beta</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p>Das US-Geschäft von TikTok wurde Anfang 2026 in eine neue, mehrheitlich US-geführte Gesellschaft überführt. Damit existiert faktisch eine US-Version von TikTok neben der ursprünglichen chinesischen Struktur von ByteDance.</p><p>Kulturminister Wolfram Weimer hat daraufhin auch <a href="https://www.deutschlandfunk.de/weimer-will-tiktok-in-europaeische-haende-legen-104.html">eine europäische Variante ins Spiel gebracht</a>. Wenn ich das dann weiter durchspiele, stehen irgendwann auch EU-Varianten von anderen Anbietern im Raum. Sagen wir mal, Google, Meta, Amazon.... Find ich ja spontan erstmal ganz spannend den Gedanken. Wäre aber natürlich auch mit sehr komplexen Fragen verbunden. Wer sich damit genauer beschäftigen möchte: Im Social Media Watchblog wurde das Thema herausragend aufbereitet - <a href="https://www.socialmediawatchblog.de/tiktok-in-europaische-hande-legen-keine-gute-idee/">kostenlos unter diesem Link</a>. Darin sind Simon Berlin und Martin Fehrensen den wichtigsten Fragen und Herausforderungen rund um eine EU-Variante von TikTok nachgegangen mit der Einschätzung: Keine gute Idee. Herausragend gut, um sich gedanklich mit dem Thema auseinanderzusetzen, das demnächst sicherlich noch ein paar Mal auf den Tisch kommt. Daher hier gleich nochmal der Link:</p><a href="https://www.socialmediawatchblog.de/tiktok-in-europaische-hande-legen-keine-gute-idee/">https://www.socialmediawatchblog.de/tiktok-in-europaische-hande-legen-keine-gute-idee/</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Youtube II:</strong> Schluss mit den ganzen &quot;Empfehlungen&quot;. Mit dieser kostenlose App kannst du nahezu alle Ablenkungen einfach ein-und ausblenden. Von irgendwelchen Shorts bis hin zum kompletten Kommentar-Bereich. Heißt auch, dass dein Feed sich nur aus Inhalten von Kanälen zusammensetzt, denen du folgst. Endlich. <a href="https://unhook.app/">https://unhook.app/</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p>So, das war es auch schon für heute. Wenn ich mir eine Sache wünschen könnte, dann dass du für dich eine Antwort findest auf die Frage: “Wer würde davon profitieren, meine Inhalte nutzen zu dürfen?”. Falls du keine Antwort findest, melde dich gern jederzeit.</p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>🏕️ </strong>Komm ins <a href="https://payhip.com/b/8yWp6"><strong>Mediasales Basecamp</strong></a>. In unserer Community findest du alles was du brauchst, um dein finanzielles Fundament zu stärken: Wissen, Plan und – falls nötig – ein bisschen Umsetzungsdruck. :)</p><p>Wir sortieren gemeinsam, was deine Publikation für Brands wert ist und mit wem du partnern könntest. Inklusive vier Stunden <a href="https://payhip.com/b/8yWp6">offener Sprechstunde</a> jeden Donnerstag.</p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/1dffca3b-63e2-4d81-9bf7-92c1beac8be8/teaser_image/1775483023?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 06:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wir brauchen unsere eigenen Zahlen]]></title>
      <description><![CDATA[Der Creator-Markt wächst rapide. Der Median-Verdienst sinkt. Und 71% unserer Audience wird nie zahlen. Sagen US-Zahlen. Was uns fehlt: Daten über uns selbst.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur zehnten Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 164 Abonnent:innen (+6). Die heutige Ausgabe hat 1.225 Wörter und das vollständige Lesen dauert etwa 5:30 Minuten. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><p><br/>Wenn ich recherchiere, was es über unabhängiges Publizieren und Mediapreneurship zu wissen gibt, stoße ich immer wieder auf dasselbe Problem: <strong>Fast alle belastbaren Daten kommen aus den USA.</strong> Was in Leipzig, Wien oder Zürich wirklich passiert – das wissen wir nicht. </p><p>Noch nicht. <strong>Kerstin Hasse </strong>und<strong> Gabriella Alvarez-Hummel</strong> von <a href="https://www.thecreatorpress.org/"><strong>The Creator Press</strong></a> wollen das ändern – 🗳️ <a href="https://form.typeform.com/to/XbMZeOBL">mit der ersten großen Umfrage zum Creator-Journalismus im DACH-Raum</a>. Ich bitte dich, sie auszufüllen.</p><p>Und hier ist, warum mir das so wichtig ist.</p><h2><strong>Es gibt Daten – es sind nur nicht unsere</strong></h2><p>Ich grabe mich leidenschaftlich gerne durch <strong>Studien, Reports und Plattformdaten</strong>, denn ich brauche sie für meine Arbeit als Mediapreneur und Stratege. In ihnen suche nach Antworten auf die Fragen:</p><ul><li><p>Wo entwickelt sich der Markt hin?</p></li><li><p>Welche Trends lassen sich ablesen?</p></li><li><p>Bin ich noch auf dem richtigen Pfad?</p></li></ul><p><strong>Die Antworten bestimmen meine Media-Entscheidungen maßgeblich.</strong></p><p>Und sie sind da! Die relevanten Erkenntnisse, die mich innehalten lassen. Die mich ALLES hinterfragen lassen. Doch dann ertönt jedes Mal ein leises „<em>Mhh, warte mal“</em> im Hinterkopf. 🤔</p><p>Denn fast alle Erhebungen stammen aus internationalen Studien, betrachten nur die USA oder untersuchen ein Segment, das uns zwar betrifft, aber für einen viel breiteren Anwendungskreis erhoben wurde (SEO, Social Media, Abos… für viele relevant).</p><p>Die Insights können wahr sein – für uns, hier, in diesem Markt. Aber sie müssen es nicht.</p><p>Lass mich das an drei Beispielen zeigen:</p><p><strong>Der Kuchen wird größer. Für die meisten bleibt weniger übrig.</strong></p><p><em>AHA: </em>Der Median-Verdienst von Creator:innen ist zwischen 2023 und 2025 von 3.500 auf 3.000 Dollar gesunken – während der Gesamtmarkt auf über 200 Milliarden Dollar gewachsen ist. Die oberen 10 % kassieren mittlerweile 62 % aller Werbeeinnahmen, ein Drittel davon geht allein an die Top-1%. (Quelle: <a href="https://archive.com/blog/creator-economy-income-statistics">Archive</a>)</p><p>Wer mit „Creator Economy“ wirbt, beschreibt den Zustand von ein paar Tausend Menschen weltweit – nicht von Millionen.</p><p><em>MHH</em>: Aber was ist ein „Creator“? Überwiegend Instagram-Influencer:innen, YouTube-Kanäle, TikTok-Accounts – deren Erfolg in US-Dollar, auf US-Plattformen, mit US-Werbebudgets gemessen wird.</p><p>Anekdotisch glaube ich zwar, dass die Kernaussage auch auf den DACH-Raum zutrifft, aber genau weiß ich es nicht. Für die Podcast-Charts trifft es auf jeden Fall zu – warum dann nicht auch für die Werbeerlöse? Klingt schlüssig.</p><p><strong>Autsch: Drei Viertel der Nichtzahlenden zahlen NIE.</strong></p><p><em>AHA</em>: 71 % der Menschen, die aktuell nicht für journalistische Inhalte zahlen, lassen sich durch kein Angebotsformat überzeugen. Nicht durch günstigere Preise, nicht durch bessere Produkte, nicht durch flexiblere Modelle (Quelle: <a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/sites/default/files/2025-06/Digital_News-Report_2025.pdf">Reuters Digital News Report 2025</a>). Ein struktureller Teil unseres Publikums ist dauerhaft raus.</p><p>Und hier kommt das eigentliche DACH-Paradox: 84 % der deutschen Haushalte haben mindestens ein kostenpflichtiges Medienabo. Im Schnitt sogar sieben. Aber 76 % davon fließen in Video-Streaming, 55 % in Audio – und nur 24 % in Journalismus (Quelle: <a href="https://score-media.de/pressemitteilung/paid-content/">Score Media</a>). Zahlungsbereitschaft existiert also grundsätzlich.</p><p><em>MHH:</em> Die Reuters-Studie misst „journalistische Inhalte“ – aber was darunter fällt, sind mehrheitlich etablierte Nachrichtenmarken. Spiegel. Süddeutsche. NYT. Gilt die Kaufzurückhaltung in der Bevölkerung genauso für einen spezialisierten Nischen-Newsletter über Klimapolitik? Für eine Podcast-Community, in der man die Hosts persönlich kennt? Das wäre eine ganz andere Frage – und niemand hat sie bisher gestellt.</p><p><strong>Google-Traffic bricht uns weg.</strong></p><p><em>AHA: </em>Der organische Suchtraffic zu Nachrichtenseiten ist global um 33 % gesunken – in einem Jahr (Quelle: <a href="https://searchengineland.com/news-publishers-search-referrals-drop-report-467408">Search Engine Land</a>). Einzelne Publisher verloren bereits jegliche Sichtbarkeit in Suchmaschinen.</p><p><em>MHH:</em> Betroffen sind vor allem große Nachrichtenwebsites, die über SEO Traffic aufgebaut haben – Buzzfeed-ähnliche-Publikationen, Magazine, Aggregatoren. Aber wie viele Mediapreneure haben SEO überhaupt als primären Kanal genutzt? Wer kann mit der Veröffentlichungsfrequenz von großen Medienhäusern überhaupt mithalten, um bei Google hoch gerankt zu werden?</p><p>Und waren der direkte Aufbau einer Newsletter-Liste und einer Podcast-Audience bei uns nicht schon immer das vorrangige Modell – weshalb uns dieser Einbruch weniger hart als angenommen getroffen haben könnte?</p><p>Ich weiß es nicht. Und das ist der Punkt.</p><h2><strong>Wir arbeiten mit Annahmen</strong></h2><p>Die Absurdität, die mich bei meinen Recherchen am meisten beschäftigt: <strong>Wir haben Zahlen. Viele davon sind faszinierend. Einige sind alarmierend.</strong> Und fast alle liefern echte Denkimpulse.</p><p>Aber in dem Moment, in dem ich sie auf unsere Situation anwenden will – auf deutschsprachige Creator-Journalist:innen, auf Indie-Publisher mit 500 bis 5.000 Abonnent:innen, auf Menschen, die aus ihrer Stimme heraus ein nachhaltiges Media-Business aufbauen wollen – bleiben reine Annahmen zurück.</p><p><strong>Annahmen, die wahr sein können. Aber es nicht sein müssen.</strong></p><p>Top-verdienende Creator:innen nutzen im Schnitt sieben oder mehr Einnahmequellen, Low-Earner stehen bei zwei (Quelle: <a href="https://www.creatorspotlight.com/p/monetization-report-2025">Creator Spotlight</a>). Gilt das hier genauso? Welche Einnahmequellen funktionieren im DACH-Raum überhaupt – und welche scheitern an Zahlungsinfrastruktur, Kulturunterschieden, Marktgröße?</p><p>Ich weiß es nicht. Noch nicht.</p><p>Was bleibt, ist meine ureigene Gewissheit, die keiner weiteren Erhebung bedarf: <strong>Tiefe der Verbindung schlägt Breite der Reichweite</strong> – auf jedem Kanal, unter jeder Bedingung.</p><p>Signale dafür sind…</p><ul><li><p>Wer schreibt zurück und sucht deine Nähe?</p></li><li><p>Wer empfiehlt aktiv weiter?</p></li><li><p>Wer zahlt, weil er oder sie es will und nicht „gerade zufällig im Feed“ war?</p></li></ul><p>Das sind die Menschen, auf die es ankommt. Und genau deshalb brauchen wir endlich Daten über uns selbst – nicht über den US-Markt.</p><hr/><p>Live-Talk</p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Übrigens: Morgen Abend (Donnerstag, 20:15 Uhr) ordnen wir gemeinsam ein, ob Community-Finanzierung für dich Prio haben sollte – basierend auf dem, was deine Audience wirklich will. Bring deine Zahlen mit, wir machen den Live-Check.</mark></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Schalte dich mit dazu: </mark><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg</mark></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">. Kostenlos.</mark></p><hr aria-hidden="true"/><h2><strong>Warum das jetzt zählt</strong></h2><p><a href="https://www.linkedin.com/in/gabriella-alvarez-hummel-301132b3/"><strong>Gabriella Alvarez-Hummel</strong></a><strong> </strong>hat mir erzählt, wie <strong>The Creator Press</strong> entstanden ist:</p><blockquote><p>„Kerstin und ich haben beide ungefähr gleichzeitig unsere Newsletter gestartet und merkten schnell: Wir teilen dieselben Struggles. Aus diesem Austausch ist die Idee entstanden, einen Verein für Creator-Journalist:innen im DACH-Raum zu gründen. Aber dann kam die nächste Frage: Was soll dieser Verein eigentlich konkret anbieten? Die Daten, um das zu beantworten, fehlten. Also haben wir beschlossen, sie selbst zu sammeln.“</p></blockquote><p>Genau das. Wenn wir Klarheit wollen, müssen wir sie selbst herstellen.</p><p>Ihre Umfrage fragt nach finanzieller Situation, Arbeitsmodellen, mentaler Gesundheit, kreativer Freiheit und dem Verhältnis zu Medienhäusern. Gefördert durch die Stiftung Mercator Schweiz, geplante Veröffentlichung im Juni 2026.</p><p>Sieben Minuten, anonym. Let’s go!</p><p><a href="https://form.typeform.com/to/XbMZeOBL">🗳 Umfrage ausfüllen</a></p><p>Es ist der dringend benötigte Anfang. Ein realistischer Blick in eine unrealistische Branche. Wie geil ist es eigentlich, dass wir zu dieser Zeit mit diesen Möglichkeiten wirksam werden können?</p><p><strong>Und jetzt bin ich neugierig auf dich: Was wäre für dich der wichtigste Datenpunkt, der deine Strategie schon heute maßgeblich beeinflusst? Was würdest du am liebsten mit Gewissheit wissen – über dich, über den Markt, über andere?</strong></p><p>Für mich steht nach diesem kleinen Exkurs jedenfalls fest: Ich baue lieber weiter für zehn Menschen, die antworten, als für tausend, die nur scrollen.</p><p>Wir lesen uns<br/>David</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>🏕️ </strong>Komm ins <a href="https://payhip.com/b/8yWp6"><strong>Mediasales Basecamp</strong></a>. In unserer Community findest du alles was du brauchst, um dein finanzielles Fundament zu stärken: Wissen, Plan und – falls nötig – ein bisschen Umsetzungsdruck. :)</p><p>Wir sortieren gemeinsam, was deine Publikation für Brands wert ist und mit wem du partnern könntest. Inklusive vier Stunden <a href="https://payhip.com/b/8yWp6">offener Sprechstunde</a> jeden Donnerstag.</p><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Es war mir eine Freude]]></title>
      <description><![CDATA[Was braucht es, damit wir unsere Publikation nicht beenden?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur neunten Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 158 Abonnent:innen (+1). Die heutige Ausgabe hat 855Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 4:30 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren. ➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p></p><p>Es ist mir die pure Freude, dass du auch heute wieder mitließt! Denn in unserem letzten Live-Talk ging es um das Thema „Podcast longevity“, also Podcast-Langlebigkeit. Und wir sind der Frage nachgegangen was es braucht, um zehn Jahre oder länger bei seiner Publikation zu bleiben.</p><p>Spannend war, wie wichtig Pausen sind. Also das Projekt mal ruhen zu lassen, wenn es nötig ist. Bis irgendwann das Gefühl „Irgendwas fehlt mir“ einsetzt, wie unser Gesprächspartner <a href="https://fr.linkedin.com/in/marcosommer">Marco</a> vom <a href="https://pod.link/608051050">Triathlon Podcast</a> berichtet hat. Seine 2 Tipps für eine produktive Pause: „Mikro in die Ecke“ (also so verstauen, dass du es nicht sehen kannst) „und alle Podcasts deabonnieren“.</p><p>Die zentrale Antwort für viele Fragen zum Durchhalten und Weitermachen war aber letztlich: Die Freude. Also die Freude, die ich an meinem und du an deinem Projekt/an deiner Publikation hast. <strong>Es geht darum, dass wir Spaß haben an unserem Podcast, Newsletter, etc…</strong></p><p>Also auch. Weil, für mich war und ist das ehrlich gesagt nicht der erste Antrieb. <strong>Mir geht es um Freiheit. </strong>Die Freiheit, jederzeit zu Hause zu sein, wenn meine Kinder mal krank sind oder (früher) die Kita / (heute) die Schule zu ist. Die Freiheit, an den Projekten zu arbeiten, die mir Energie geben. Die Freiheit, das zu sagen, was ich denke und fühle und so zu sein, wie ich bin. Das waren und sind die Gründe, warum ich mich gegen einen Job bei einem Verlag entschieden habe. Mein Wunsch nach Freiheit – und Unabhängigkeit – ist noch größer als mein Wunsch nach „Freude bei/an der Arbeit“.</p><p>Für mich war der Live-Talk daher ein guter Reminder, denn ich vergesse manchmal, wie wichtig es ist, auch mal an das eigene Vergnügen zu denken. Und deswegen hoffe ich, dass ihr es mir nicht übel nehmt, wenn ich meine Ausgaben dieses Newsletters zukünftig etwas anders aufbaue. So, dass es mir (und hoffentlich auch euch) noch etwas mehr Freude macht. Also konkret ab heute, denn ich möchte gern mit euch einige „Schnipsel mit Mediapreneur-Bezug“ teilen, die ich in den letzten knapp zwei Wochen gefunden habe. Los geht’s:</p><p><em>(Wenn du das doof (oder gut) findest, antworte gern direkt auf diese Mail.)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Bewegend:</strong> US-YouTuber Markiplier hat den Film „Iron Lung“ ins Kino gebracht und damit einen „Überraschungs-Erfolg“ an den Kinokassen gelandet. Nicht überrascht waren seine Fans, im Gegenteil: Ihr Einsatz für den Film hat viele Kinobetreiber:innen überhaupt erst dazu bewogen, den Film ins Programm zu nehmen.</p><a href="https://www.bbc.com/news/articles/c2lg5r414wpo">https://www.bbc.com/news/articles/c2lg5r414wpo</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Ikonisch?</strong> Ich sag ja immer: „95% aller Menschen finden Werbung blöd. Aber 100% aller Menschen kennen mindestens eine Werbung, die sie toll finden.“ Hier ein Fall aus der zweiten Kategorie.</p><a href="https://www.linkedin.com/posts/miriam-paulus-715b45125_ja-heute-abend-im-supermarkt-einkaufszettel-share-7434296651445506048-5Ae_/">https://www.linkedin.com/posts/miriam-paulus-715b45125_ja-heute-abend-im-supermarkt-einkaufszettel-share-7434296651445506048-5Ae_/</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Befreiend:</strong> Ich weiß nicht, ob du den Begriff Braindump kennst? Falls nicht: Gemeint ist, alle Gedanken, Ideen und Aufgaben einmal aus dem Kopf und im Idealfall zu Papier zu bekommen. Hier ist eine kompakte Anleitung, „How to braindump“ in 4 Schritten:</p><a href="https://www.linkedin.com/posts/colby-kultgen_a-step-by-step-guide-to-decluttering-your-ugcPost-7434945451335946240--GMr/">https://www.linkedin.com/posts/colby-kultgen_a-step-by-step-guide-to-decluttering-your-ugcPost-7434945451335946240--GMr/</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Nervig:</strong> Früher waren Foren für mich oft die besten Google-Ergebnisse. Menschen haben ihre Erfahrungen geteilt und ich habe meine Antworten gefunden. Heute dominieren SEO-Seiten und KI-Antworten bei Google. Dafür gibt es zwar Reddit als eine Art riesiges Ersatzforum. Doch nach SEO kommt GEO, also die Optimierung für LLMs. Und die passiert ausgerechnet dort: auf Reddit. Warum? Weil viele LLMs stark mit Reddit-Daten trainiert werden. Wie? Erfährst du unter diesem Link:</p><a href="https://www.linkedin.com/posts/lily-ray-44755615_from-the-seo-community-on-reddit-fyi-geos-share-7434978494079479809-n-dE/">https://www.linkedin.com/posts/lily-ray-44755615_from-the-seo-community-on-reddit-fyi-geos-share-7434978494079479809-n-dE/</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Mutig?</strong> Ich schau ja gern, was in den USA an der Schnittstelle zwischen Journalismus und Creatoren so alles passiert. Spannend finde ich, dass es dort so viele Akquisitionen von Indie-Medien gibt (besonders im Bereich der Newsletter). Falls du zu den ersten gehören willst, die sowas auch im DACH-Raum hinbekommen, findest du hier einen Hinweis auf deine größte Herausforderung:</p><a href="https://www.linkedin.com/posts/taylorcromwell_one-of-my-favorite-moments-from-the-new-media-share-7435337904316583936-FPy8">https://www.linkedin.com/posts/taylorcromwell_one-of-my-favorite-moments-from-the-new-media-share-7435337904316583936-FPy8</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Abseitig:</strong> In Nepal ist der Gen-Z-Rapper Balendra „Balen“ Shah zum Regierungschef gewählt worden. Klassische Medien spielen für ihn keine Rolle, er kommuniziert über seine eigenen Kanäle direkt mit seinen Anhängern. Mit derselben Strategie gewann er zuvor bereits die Wahl zum Bürgermeister von Kathmandu.</p><a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/nepal-wahl-102.html">https://www.tagesschau.de/ausland/asien/nepal-wahl-102.html</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Ulkig:</strong> Ich komme ja ursprünglich noch auch aus dem Print-Bereich und habe eine dementsprechend große Vorliebe für die Stärken von Print wie z.B. tolle Zeitungscover. Dieses der <a href="https://taz.de/">taz</a> bringt mich noch immer zum Schmunzeln. Dich auch?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f2a1fd16-58b0-4fca-9896-6999fee68979/uploads/images/m3bxmfhuwn/Taz_Cem_Rehbraun.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Wechselwillig:</strong> Ich muss zugeben, dass ich trotz der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FBSam25u8O4&amp;vl=de">famosen Super-Bowl-Spots von Athropic</a> noch nicht zu Claude gewechselt bin. Auch die <a href="https://techcrunch.com/2026/03/02/chatgpt-uninstalls-surged-by-295-after-dod-deal/">QuitGPT-Bewegung</a> und der Deal mit dem US-Verteidigungsministerium haben mich noch nicht zum Wechsel animieren können. Ich denke allerdings stark drüber nach. Und falls du zufällig einen Affiliate-Link für Claude zu viel hast und den gern mit mir teilen möchtest, dann könnte genau das der noch fehlende Impuls für mich sein. Ich bin gespannt.</p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Neugierig:</strong> „Woran erkennt man, ob jemand ein Verbrecher ist?“ Ich habe so ein paar Podcasts, bei denen ich total gern, aber auch total unregelmäßig reinhöre. Bei denen brauche ich oft nochmal einen Impuls, um mal wieder reinzulauschen. Hotel Matze ist einer dieser Podcasts. Und dafür wurde mir jetzt sehr überzeugend die neue Folge mit Ferdinand von Schirach ans Herz gelegt. Und diesen Tipp möchte ich euch – noch ungehört – natürlich nicht vorenthalten. Hier geht’s zur Folge:</p><a href="https://pod.link/1168045239/episode/ZTAxODQ1YmZiNzFmYjZlOTIyMmZiNGUyNTkyYmRhZDE">https://pod.link/1168045239/episode/ZTAxODQ1YmZiNzFmYjZlOTIyMmZiNGUyNTkyYmRhZDE</a><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>In eigener Sache</strong>: Wir haben ab April wieder Kapazitäten, um mit einem weiteren Menschen oder mit einem weiteren Team die Sponsoren-Akquise aufzubauen. Wir begleiten wie immer bis zum Umsatz, meld dich gern.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p>So, das war es auch schon für heute. Ich würde gern auch in Zukunft in dieser Form weitermachen und hoffe, dass es dir etwas gefallen hat. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf dein Feedback. <br/></p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/f2a1fd16-58b0-4fca-9896-6999fee68979/teaser_image/1775482978?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 11 Mar 2026 05:46:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Baust du MIT deiner Community – oder für sie?]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Projekt, das du nur noch für andere machst, hört irgendwann auf, gut zu sein. Warum du mit deiner Audience bauen und wann du sie reinlassen solltest.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur achten Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 157 Abonnent:innen (+2). Die heutige Ausgabe hat 855 Wörter und das vollständige Lesen dauert etwa 4:30 Minuten. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><h2></h2><h2>Da sollte mal einer draufschauen</h2><p>Als jemand, der jeden Tag im Homeoffice arbeitet, weiß ich den Austausch mit Sören am „Mediapreneur“ sehr zu schätzen. Manchmal schmieden wir eine Stunde Pläne, manchmal arbeiten wir parallel an Aufgaben– ab und zu verquatschen wir uns.</p><p>Eine Sache hat sich nach zwei Monaten längst etabliert: dass wir unsere Newsletter gegenseitig abnehmen. Ein Vier-Augen-Prinzip habe ich auch immer schon bei Shelfd innerhalb der Redaktion gepflegt.</p><p>Aber ein Team, das sich gegenseitig abnimmt, ist noch keine Community, die mitentscheidet.</p><p>Shelfd habe ich zehn Jahre lang aus meinem Kopf heraus weiterentwickelt. „Mediapreneur“ gestalten wir von Anfang an als offenen Kommunikationsraum, bitten um Feedback und rufen zum Austausch auf.</p><p>Bei Shelfd hatte ich mir nach einer großen Mitglieder-Umfrage Ende letzten Jahres (<a href="https://mediapreneur.fm/posts/0df31994-ea61-4892-8468-cad13a0d7f73]">ich berichtete</a>) geschworen, dass das, was auch immer darauf folgt, im engeren Austausch mit unserer Audience stattfinden soll.</p><p>Aktuell komme ich genau aus dieser Phase, von der ich dir gerne berichten möchte.</p><p>Inhaltlich schwenken wir unseren Fokus von der Frage „Was kann ich schauen?“ hin zu<a href="https://shelfd.mymagic.page/#/portal/signup/free"> „Wie will ich eigentlich streamen?“</a> Das macht neue Reflexionsräume auf, aber es will auch erstmal mit Leben gefüllt werden, dass man sich darunter etwas vorstellen kann.</p><p>Und so habe ich das neue Magazin-Konzept wieder zuerst allein entwickelt, dann mit meiner Redaktion. Zwei Monate lang, in einer Schleife aus Entwürfen und Überarbeitungen. Um dann im Februar 2026 loszulassen und unsere bezahlenden Mitglieder um ehrliche Einschätzungen zu bitten.</p><p>Vier Wochen und vier Ausgaben haben wir dieser Findungsphase gewidmet. Von 270 Menschen haben etwa 30 aktiv mitgemacht.</p><p>Und je länger ich jetzt darüber nachdenke, desto klarer wird mir: Ich hätte früher loslassen können. Again. Aber dazu später mehr.</p><p>Gleich in der ersten Woche kam eine Nachricht, die ich so nicht erwartet hatte.</p><p>Ein Mitglied schrieb mir – ohne Floskel, direkt ins Eingemachte: Zum Layout im Browser, zur Lesbarkeit, zu einem Inhalt aus den 90ern, den er damals schon nicht kapiert hatte. Und dann: „Also erster Eindruck? Mir gefällt es!“</p><p>Was daran für mich so resoniert, war nicht das Lob. Es war, wie er schrieb. Als würde er mit jemandem reden, dem sein Urteil tatsächlich etwas bedeutet (das tut es). Als sei er eingeladen worden – nicht als Testperson, sondern als jemand, dessen Meinung in das Ding einfließt, das er selbst bald liest (das tut sie).</p><hr/><p>Live-Talk</p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Übrigens: Morgen Abend (Donnerstag, 20:15 Uhr) sprechen wir über die </mark><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Langlebigkeit</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit"> </mark><strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">unserer Media-Formate</mark></strong><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">. Zu Gast ist der Ausdauersportler Marco Sommer, der bereits seit 13 Jahren podcastet. (Korrelation oder Kausalität?)</mark></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Es gibt im Podcasting die Statistik, dass nur 10% aller Neustarts überhaupt drei Episoden veröffentlichen. 1% kommt auf 20 Folgen. Wir sprechen darüber, was es braucht, um Jahr für Jahr (!) dranzubleiben.</mark></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Bring deine Fragen mit, teile eigene Tipps oder verbring einfach eine gute Stunde mit kreativen Mediapreneuren.</mark></p><p><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Schalte dich über diesen Link mit dazu</mark></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">.</mark></p><hr aria-hidden="true"/><h2><strong>Orientierung kommt von innen</strong></h2><p>Wenn man jeden Tag allein an seinen Projekten arbeitet, wird vieles zur Gewohnheit. Bestimmte Wege, bestimmte Denkschleifen, bestimmte Muster. Und aus diesen Mustern auszubrechen, während man noch mittendrin steckt – das ist schwerer als es klingt.</p><p>So war es auch mit dem Magazin-Konzept. Die Idee hatte ich, aber als ich früh auf meine Redaktion zugegangen bin, wussten sie zuerst nicht, was mir genau vorschwebt. Kein Vorwurf – ich konnte es selbst kaum beschreiben.</p><p>Was geholfen hat: Ich habe alle unsere zehn Newsletter genommen und sie gedanklich in Segmente eines einzigen Newsletters übertragen. Was dabei herauskam, war ein fokussiertes Konzept – vier Segmente, die immer dabei sind, und eines, das überrascht. Erst als ich das als Demo-Artikel umgesetzt hatte, hatte meine Redaktion plötzlich etwas Konkretes zum Diskutieren. Über Lesefluss, redaktionelle Abläufe, welchen Fokus eine Ausgabe braucht.</p><p><strong>Vom Abstrakten ins Konkrete</strong> – das hat alles geändert. Und das ist auch der Moment, von dem aus wir die Mitglieder relativ schnell einladen konnten.</p><p>Aber bis ich dort war, musste ich erstmal eine Handvoll ehrlicher Fragen für mich beantworten:</p><ul><li><p>Wie kann ich an diesem Projekt weiterhin Spaß haben?</p></li><li><p>Was reizt mich daran?</p></li><li><p>Wie würde ich Shelfd 2026 neu erfinden, wenn es uns noch nicht gäbe?</p></li></ul><p>Das klingt erstmal egoistisch. Ich glaube, es ist notwendig, bei seiner eigenen Motivation anzufangen. Ein Projekt, das du nur noch für andere machst, hört irgendwann auf, gut zu sein.</p><h2><strong>„Fertig“? Ist eher eine Horizont-Geschichte</strong></h2><p>Ich erlebe das bei Creator:innen immer wieder: Der Moment des Zeigens wird hinausgezögert. Noch eine Runde überarbeiten. Der Recherche nur noch eine Perspektive hinzufügen! <em>Noch einmal die Pointe schärfen.</em> Wenn es dann endlich fertig ist, wird es so richtig gut sein.</p><p>Aber fertig kommt nicht. <strong>Fertig ist eher eine Horizont-Geschichte – du läufst drauf zu, er rückt weg.</strong></p><p><a href="https://mediapreneur.fm/posts/3140dc07-0cf6-4b38-85a9-53d0a15be347">Ich habe vor zwei Wochen über meine To-Do-Liste geschrieben, die auch nie leerer wird.</a> Mit dem Warten verhält es sich ganz ähnlich.</p><p>Wenn du lange genug wartest, bis du dich ganz sicher fühlst mit deiner Sache, hast du die Möglichkeit verspielt, wirklich etwas zu lernen. Dann sind die Entscheidungen so verfestigt, dass Feedback nur noch Bestätigung sein kann oder Frustration – aber kein echtes Gespräch mehr.</p><p>Unser Beta-Reading dagegen ist ein echtes Gespräch. Weil wir es früh genug geführt haben.</p><p>Was das Beta-Reading von einer normalen Umfrage unterschieden hat, war eine Kleinigkeit: Ich habe einfach gefragt „Was denkst du?&quot; – und den Rest offengelassen.</p><p>¶ <em>Hier ist etwas, das noch entsteht. Ich möchte wissen, wie es auf dich wirkt.</em></p><p>In der Community haben wir noch ergänzt: Bitte seid nicht diplomatisch, sondern konkret.</p><p>Wenn du das nächste Mal jemandem etwas Unfertiges zeigst, probier das. Lass die Frage offen. Du wirst merken, dass die besten Antworten ungleich viel mehr weiterhelfen – weil Menschen aufhören, nach „der richtigen Antwort“ zu suchen, und anfangen, ehrlich zu reagieren.</p><h2><strong>Die Einladung darf früher kommen</strong></h2><p>Die meisten von uns bauen ständig an irgendwas rum – für und mit unserer Audience – ohne immer zu wissen, in welchem Modus wir gerade sind.</p><p>Manchmal brauchst du den Alleingang, um eine Richtung zu finden, die wirklich aus dir kommt. Die den Dingen ihre Bedeutung gibt.</p><p><strong>Manchmal ist der richtige Moment für die Einladung genau dann, wenn du bereit bist zu hören, was du selbst nicht mehr siehst.</strong></p><p>Was ich dabei gelernt habe: Ich habe meine Audience zum ersten Mal in zehn Jahren nicht vor ein fertiges Ergebnis gestellt – sondern in einen laufenden Prozess eingeladen. <strong>Das war neu für mich. Und es hat sich richtig angefühlt.</strong></p><p>Aber früh? Ehrlich gesagt: nächstes Mal darf es noch früher sein. Zwei Monate allein und mit der Redaktion, bevor die ersten Mitglieder draufgeschaut haben – das waren immer noch viele Schleifen, bevor jemand von außen seinen Senf dazu abgeben konnte.</p><p>Ich erzähle dir das, weil ich glaube, dass viele von uns genau da stecken: Wir laden ein, ja. Aber eben dann, wenn wir uns schon ziemlich sicher fühlen. <strong>Und genau dieser Moment – kurz bevor du dich sicher fühlst – wäre eigentlich der richtige.</strong></p><p>In der Startup-Welt heißt es so schön: Wenn dir deine erste Version nicht unangenehm ist, hast du zu spät gelauncht. Ich bin dafür, dass wir das in der Media-Welt ähnlich handhaben.</p><p>Okay, ich weiß, dass viele unter euch Perfektionist:innen sind. Aber Perfektion und frühe Einladung schließen sich nicht aus. Du kannst hohe Ansprüche an deine Arbeit haben und trotzdem jemanden reinlassen, bevor alles sitzt.</p><p>Das eine schützt deine Standards. Das andere schützt dich davor, am Ende allein im Raum zu stehen mit etwas, das du monatelang für andere optimiert hast – ohne je gefragt zu haben, ob du auf dem richtigen Weg bist.</p><p><a href="https://shelfd.mymagic.page/#/portal/signup/free">Ab Freitag ist das neue Shelfd Magazin für alle live</a> – falls dich interessiert, was aus diesen Monaten geworden ist.</p><h2><strong>Drei Fragen zur Selbstreflexion</strong></h2><p>Bevor du diese Mail schließt:</p><ol><li><p><strong>„Noch nicht fertig“ ist fast immer Selbstschutz. Was steckt dahinter, dass du das Ding, an dem du gerade sitzt, noch niemandem gezeigt hast?</strong></p></li><li><p><strong>Wessen Meinung ist dir wirklich wichtig und warum?</strong></p></li><li><p><strong>Baust du gerade MIT deiner Community – oder nur für sie?</strong></p></li></ol><p>Schreib mir zurück – ich freue mich zu lesen, welches Beta-Etikett du gerade mit dir trägst und welche Rolle deine Audience im Veröffentlichungsprozess einnimmt.</p><p>Aus den Antworten auf unsere Ausgaben entstehen die besten Gedanken, die direkt in neue Themen fließen.</p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>David</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 04 Mar 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Freiheitsgefühl als Motivation für Unternehmertum?]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe mit über 20 Mediapreneuren gesprochen und glaube, dass ich unseren gemeinsamen Nenner gefunden habe.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur siebten Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 155 Abonnent:innen (+7). Die heutige Ausgabe hat 770 Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 4 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren. ➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p></p><p>Seit meiner letzten Newsletter-Ausgabe habe ich grob überschlagen mit rund 20 Mediapreneuren gesprochen. Wahrscheinlich waren es ein paar mehr. Gespräche in Calls, in unseren Community-Runden oder in der Vorbereitung gemeinsamer Projekte.</p><p>Ich habe mir meine Gesprächsaufzeichnungen dieser letzten zwei Wochen angeschaut und will mal ein paar Zitate mit dir teilen.<br/><br/>Zum Start mein Lieblingszitat:</p><h3>„Freiheitsgefühl als Motivation für Unternehmertum.“<br/></h3><p>Ich weiß nicht mehr genau, wer ihn gesagt hat. Aber seitdem begleitet er mich.</p><p>Ich glaube, das ist unser aller gemeinsamer Nenner, oder?</p><hr aria-hidden="true"/><p>Zwei exemplarische Sätze aus den Kennenlernphasen:</p><h3>„Ich will verstehen, wie ihr arbeitet.“</h3><p>Viele Gespräche beginnen genau dort, beim Versuch, Arbeitsweisen zu verstehen. Schön ist: Das Interesse geht immer in beide Richtungen. Wir versuchen gegenseitig zu verstehen, wie der jeweils andere arbeitet. Wir schauen, wo wir vielleicht etwas übernehmen können. Und oft ergeben sich daraus ganz automatisch gemeinsame Themen.</p><h3>„Ich will auch wissen, was es mir bringt.“</h3><p>Ich mag diese Direktheit. Sie spart Zeit. Wir haben alle so viele Pläne und Ideen – und so wenig Zeit. :D</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ein Satz, den man sich als Mediapreneur erstmal eingestehen muss, den aber jede:r von uns kennt. Es geht um diese Projekte, die wir lieben, wollen oder müssen, und bei denen wir irgendwann denken:</p><h3>„Ich bekomme es nicht systematisch auf die Straße.“</h3><p>Ich finde es schön, dass dieser Satz so gefallen ist, weil es den Kern trifft: Die PS <strong>systematisch </strong>auf die Straße zu bekommen.</p><p>Ideen sind vorhanden. Motivation sowieso. Was fehlt, ist Machbarkeit. Und dann Wiederholbarkeit.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Einen Begriff habe ich mir mehrmals notiert, weil ich so oft überrascht war, wer ihn mittlerweile alles verwendet:</p><h3>„Recurring Revenue.“</h3><p>Wohl das Ziel der meisten (aller?) Mediapreneure: die „wiederkehrenden Einnahmen“. Oder anders ausgedrückt: Finanzielle Sicherheit.</p><p>Planbare Einnahmen verändern die Perspektive. Sie nehmen Druck aus einzelnen Entscheidungen, legen Kreativität frei, erlauben längere Planung, machen Experimente möglich.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>„Es ist wichtig, dass WIR die Werbung kuratieren.“</h3><p>Diese Aussage fiel im Zusammenhang mit sehr spezialisierten Zielgruppen. Aber sie trifft auf jede Creator-Publikum-Beziehung zu. Publisher kennen ihr Publikum besser als jede externe Vermarktung. Und sie sind ihr auch ganz anders, persönlich, verpflichtet. Kuratieren bedeutet hier auswählen, Gespräche führen, sich kennenlernen, die Passung prüfen, annehmen, abwarten, ablehnen.</p><p>Das verändert auch die Zusammenarbeit mit Sponsoren. Weg von Inventarverkauf. Hin zu gemeinsamer Gestaltung. Und häufig entstehen daraus stabilere Beziehungen. Wieder ein kleiner Schritt Richtung Freiheit.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>„Ich bin eher ein Projektmensch. Der Marathon liegt mir nicht so.“</h3><p>Der Satz fiel in einem unserer Community-Calls. Und viele haben bei diesem Satz mitgelacht. Wahrscheinlich, weil wir uns alle ein bisschen darin wiedererkennen, oder?</p><p>Neue Projekte starten? Leicht. Systeme aufbauen? Schwieriger. Aber genau dort passiert oft der Übergang vom Projekt zum Unternehmen. Ein Projekt endet. Ein System läuft weiter. <br/><br/><strong><em>Btw: Wie man als Podcaster:in 13 Jahre durchhält – darüber machen wir am 05.03. (nächsten Donnerstag) unseren nächsten Live-Talk. Kostenlos. Den Link zum kostenlosen Dabeisein findest du in der kommenden Ausgabe.</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><h3>„Ich habe noch zu wenige Gespräche mit Sponsoren.“</h3><p>Höre ich momentan wirklich am meisten. Nicht, weil kein Interesse an Werbepartner besteht. Sondern weil Menschen beim Antworten auf E-Mails von Unbekannten einfach supersensibel sind. Gleichzeitig höre ich oft:</p><h3>„Ich habe viele Ideen für Partnerschaften.“</h3><p>Das ist cool, weil das Potenzial ist da. Was fehlt, ist ein wiederkehrender Prozess. Und sobald die Gespräche beginnen, verändert sich viel. Nicht jede Kooperation passt. Aber jedes Gespräch bringt dich voran und schärft dein eigenes Profil.</p><p>Und ich laufe gerade wie ein Honigkuchenpferd herum, weil unsere eigene Erstansprache von Sponsoren und Partnern top funktioniert und wir dazu im Hintergrund etwas Kleines vorbereiten, damit ihr den Prozess auch bei euch ausprobieren könnt. Wer da Interesse hat, gebt gern ein kurzes Zeichen.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>„Was ist eigentlich deine YouTube-Strategie?“</h3><p>Diese Frage kam aus der Community als Themenvorschlag und mit dem Hinweis: „Die kannst du wahrscheinlich gerade jedem Mediapreneur stellen. Weil um Youtube kommst du gefühlt nicht herum.“ Durchaus was dran, oder? Du hast die Stärken von direkter Distribution, wenn du Youtube wie einen Hoster für deine Videos nutzt. Und du hast potenzielle Discovery, wenn deine Inhalte über Youtube ein Publikum finden. Daher mal ganz direkt gefragt: Was ist eigentlich deine Youtube-Strategie? Kannst du deine Strategie in drei Sätzen erklären?</p><p>Wenn ja, schreib mir gern. Mich interessiert, wie unterschiedlich die Antworten ausfallen.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Zum Schluss noch einmal zurück zu meinem Lieblingssatz.</p><h3>„Freiheitsgefühl als Motivation für Unternehmertum.“</h3><p>Egal wie viele Gespräche ich führe, es gibt da eine Konstante unter Mediapreneuren, die bleibt (und das finde ich sehr schön!): Monetarisierung ist selten das eigentliche Ziel.</p><p>Recurring Revenue schafft Stabilität. Kuratierte Werbung schützt Vertrauen. Systematik reduziert Zufall. Und all das dient am Ende demselben Zweck: <strong>Das wir unsere Arbeit selbst und frei gestalten können.</strong></p><h2>Drei Fragen zur Reflexion</h2><p>Bevor du diese Mail schließt eine kurze Umfrage. Nimm dir bitte einen Moment und Antworte uns auf diese drei Fragen:</p><ol><li><p><strong>Hast du eine Youtube-Strategie? (ja/nein)</strong></p></li><li><p><strong>Falls ja, kannst du deine Strategie kurz (in maximal drei Sätzen) erklären?</strong></p></li><li><p><strong>Ist der Wunsch nach Freiheit deine Motivation für Unternehmertum? (ja/nein)</strong></p></li></ol><p>Wir freuen uns natürlich wieder über jede Antwort und jedes Feedback von euch!<br/></p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 25 Feb 2026 05:46:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die To-Do-Listen-Lüge]]></title>
      <description><![CDATA[Je fleißiger du bist, desto länger wird deine To-Do-Liste. Das ist okay – wenn du zwischen Ideen unterscheidest, die du sammelst und jetzt abarbeitest.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur sechsten Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben David Reiter und Sören Mannschitz jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 148 Abonnent:innen (+2). Die heutige Ausgabe hat 1.850 Wörter und das vollständige Lesen dauert etwa 07:30 Minuten. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><h2></h2><h2>„Wenn ich noch eine Idee habe, ramme ich mir einen Bleistift ins Ohr“</h2><p>Letzte Woche saß ich mit Melanie und Rosalie vom Musikliebe-Newsletter <a href="https://www.zwischenzweiundvier.de/">„Zwischen zwei und vier“</a> im Workshop. Wir arbeiten daran, ihre Positionierung zu schärfen, die Mitgliedschaft aufzuwerten, Mediasales aufzubauen und ihre Reichweite zu vergrößern. Ein RIESEN Programm.</p><p>Kurz vor Schluss sagte Melanie: „Ich will einfach keine Ideen mehr haben. Gestern hat jemand zu mir gesagt: &#39;Oh, du solltest noch DAS machen!&#39; Wenn ich noch eine Idee habe, ramme ich mir einen Bleistift ins Ohr. Ich kann nicht mehr. Ich brauche keine Ideen mehr. Ich muss jetzt erstmal das abarbeiten, was da ist.“</p><p>Ich saß da und dachte: Fuck, das kenne ich SO gut.</p><p>Das ist Überwältigung in Reinform. So fühlte ich mich auch regelmäßig und heute bin ich womöglich Teil des Problems bei anderen.</p><p>Wie ein Kurator sammle ich überall coole Projekte, Umsetzungen und Man-müsste-mal-Gedanken. Ich filtere, sortiere, veredle Ideen – und bei nächster Gelegenheit teile ich sie dann großzügig: Hast du schon mal über X nachgedacht? Kennst du Y? Was wäre, wenn du Z probierst?</p><p>Gut gemeint. Aber für jemanden, dessen To-Do-Liste schon überquillt? Uff.</p><p>Weil: <strong>Je fleißiger du bist, desto länger wird deine To-Do-Liste ohnehin.</strong></p><h2><strong>Das Produktivitäts-Paradox</strong></h2><p>Mediapreneure kennen das Gefühl:</p><p>Du streichst Dienstagabend deine Liste ab. Drei kleine Tasks erledigt und an einer großen gearbeitet. Fühlt sich gut an! Du gehst schlafen mit dem Gedanken: Morgen wird leichter.</p><p>Mittwochfrüh checkst du deine Mails und freust dich über eine völlig neue Anfrage und einen Wettbewerb, an dem du unbedingt teilnehmen willst. Hinzu gesellt sich ein genialer Einfall, den du beim Duschen hattest.</p><p>Das Ergebnis? Deine Liste ist unterm Strich nicht kürzer geworden. Sie ist länger.</p><p>Und so geht es immer weiter: Du arbeitest ab und neue Gelegenheiten eröffnen sich. Du arbeitest noch mehr ab – aber dazu gesellen sich immer neue Verbindlichkeiten und Potenziale.</p><p>Willkommen im Hamsterrad.</p><p><strong>Weil gute Arbeit mehr Arbeit erzeugt. Weil Fleiß deine To-Do-Liste nicht verkürzt – er verlängert sie.</strong></p><p>Das ist das Paradox: Je erfolgreicher du bist, desto voller wird deine Liste. Je mehr du umsetzt, desto mehr Türen öffnen sich. Je klarer deine Richtung wird, desto mehr Wege siehst du.</p><p>Und plötzlich merkst du, dass Abarbeiten nicht die Lösung ist. Deine To-Do-Liste wird nämlich nie leer.</p><h2><strong>Der falsche Traum</strong></h2><p>Ich habe Jahre damit verbracht zu denken: Wenn ich nur alle offenen Tabs abarbeite, habe ich endlich Klarheit. Wenn ich nur die perfekte Roadmap erstelle, bin ich bald fertig. Wenn ich nur fleißiger bin, wird es leichter.</p><p>Pustekuchen.</p><p>Wenn dein Projekt lebt, wächst die Liste. Wenn dein Business funktioniert, kommen mehr Möglichkeiten. Wenn deine Arbeit Wirkung zeigt, fallen dir mehr Verbesserungen auf.</p><p>Das ist nicht schlimm. Das ist sogar gut. Es zeigt: Hier geht&#39;s voran.</p><p>Aber wir haben uns einreden lassen, dass FERTIG das einzig wahre Ziel ist – von Inbox Zero über das Tracken von Quartalszielen bis zum Abschluss dieses einen Deals, der alles verändert.</p><p><em>Wenn ich nur endlich diese Phase überstanden habe, DANN...</em></p><p>Nope.</p><p>Diese Phase endet nicht. Es kommt keine Zeit, in der plötzlich alles leichter wird.</p><p>Die Frage für Mediapreneure ist nicht: Wann bin ich fertig?</p><p>Die Frage ist: <strong>Was ignoriere ich bewusst – und warum?</strong></p><h2><strong>Was du wirklich brauchst: Einen Filter</strong></h2><p>Wenn die Liste nie leer wird, brauchst du kein besseres To-Do-System. Du brauchst einen Filter.</p><p>Und der beste Filter, den ich kenne, ist deine Mission.</p><p>Wenn du keine Mission hast, ist jede Idee gleich relevant (= keine ist es wirklich). Dann wird jede Anfrage, jeder Einfall, jedes „Du solltest noch…“ zu einer potenziellen Ablenkung.</p><p>Aber wenn du weißt, wohin du willst, wird die Entscheidung einfacher:</p><ul><li><p>Zahlt das auf meine Mission ein? ➽ Starker Kandidat für die Wochen-Liste.</p></li><li><p>Ist das nur nice-to-have? ➽ Ab in den Ideen-Speicher.</p></li><li><p>Lenkt mich das ab? ➽ Bewusst ignorieren.</p></li></ul><p>Für „Shelfd“ ist meine Mission klar: Ich will Menschen helfen zu verstehen, welche Streams ihnen wirklich etwas bedeuten und warum – und nicht ihre Watchlist verlängern. Alles, was darauf einzahlt, hat Priorität. Der Rest? Ideen-Speicher.</p><p>Für „Mediapreneur“ ist es genauso klar: Wir wollen journalistischen Creator*innen helfen, aus ihrer Stimme heraus ein nachhaltiges Media-Business aufzubauen. Alles, was darauf einzahlt, kommt auf die Wochen-Liste. Alles andere? Darf warten.</p><p>Das Schöne daran, zu wissen, wo man hin will: Du brauchst keinen perfekten 12-Monats-Plan. Du musst nicht alle Antworten kennen. Aber wenn du deiner Mission folgst, spürst du die Richtung. Und jeder kleine Schritt auf der Wochen-Liste bringt dich ein Stück weiter dorthin.</p><p>Der entscheidende Shift: Von „Ich muss alles schaffen“ zu „Ich weiß, was ich ignoriere.“</p><p>Und innerhalb dessen, was auf deine Mission einzahlt, gilt das Pareto-Prinzip: <strong>Welche 2-3 Dinger bringen 80% der Wirkung?</strong></p><p>Denn nicht alle Aufgaben und Ideen sind gleich wichtig. Die meisten sind nice-to-have. Aber ein paar wenige bringen dich echt weiter.</p><p>Beim Start von „Mediapreneur“ haben wir das konsequent angewandt: Statt ein Dutzend Marketing-Aktivitäten auf einmal abzufeuern, haben wir uns auf drei gezielte Maßnahmen konzentriert – Gastbeitrag, LinkedIn, persönlicher Blog. Minimaler Aufwand, maximale Wirkung: <a href="https://mediapreneur.fm/posts/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332">100 Subs in ein paar Tagen</a>.</p><h2><strong>Wie das bei mir konkret aussieht</strong></h2><p>Meine To-Do-Liste für Shelfd ist seit 11 Jahren voll. Meine Frau würde sagen: sie quillt geradezu über. Neulich empfahl sie mir sogar einfach mal wieder in einem leeren Asana-Board neu anzufangen…</p><p>Auch für mich gilt: Wenn ich eine Sache abhake, kommen zwei neue dazu.</p><p>Die vielen Möglichkeitsräume überfordern mich auch heute noch manchmal. Aber ich gehe anders mit ihnen um als 2015.</p><p><strong>Jeden Montag frage ich mich:</strong> Was ist diese Woche relevant? Wonach steht mir aktuell der Sinn? Aber vor allem:<strong> </strong>Was zahlt auf meine Mission ein – und was hat den größten Impact?</p><p><strong>Konkretes Beispiel aus letzter Woche:</strong></p><p>Auf meiner To-Do-Liste standen ein Dutzend Dinge. Darunter…</p><ol><li><p>Ausgabe zwei vom neuen Shelfd Magazin gestalten (aktuell im Beta-Reading)</p></li><li><p>Fortlaufend Leser:innen-Feedback einholen und verarbeiten</p></li><li><p>Herausfinden, warum die erste Ausgabe nach dem System-Wechsel nur eine so geringe Zustellquote hatte (mäh)</p></li><li><p>Endlich eine Social-Strategie ausarbeiten, wie die Inhalte aus dem Shelfd Newsletter übersetzt und aufbereitet werden können</p></li><li><p>Fünf neue Pitch-Mails versenden für Werbepartner-Akquise</p></li><li><p>Weitere Archiv-Inhalte aus der alten Seite in den neuen Blog überführen</p></li><li><p>Für DIESEN Newsletter hier eine Idee entwickeln</p></li><li><p>Das Coaching mit „Zwischen zwei und vier“ vorbereiten</p></li><li><p>Feedback geben auf einen ersten Entwurf ihrer neuen Steady-About-Seite</p></li><li><p>Für den REC Club einen neuen Live-Talk koordinieren</p></li><li><p>Ausgiebig in die Analytics schauen und schlau auswerten</p></li><li><p>LinkedIn-Content planen</p></li></ol><p>Zwölf Sachen – alle wichtig. Alle würden helfen.</p><p><strong>Ich habe genau sechs gemacht. Die drei größten davon:</strong></p><ol><li><p><strong>Ausgabe zwei vom neuen Shelfd Magazin gestalten</strong> – Das ist mein Kernprodukt. Ich will vor allem, dass das neue Konzept und unsere Workflows in der Redaktion sitzen, bevor ich mich hier wieder entspannen kann. Und gerade hatte ich so richtig große Lust darauf.</p></li><li><p><strong>Coaching mit Z2U4</strong> – Ich liebe es Mediapreneuren zu helfen UND lerne selbst so viel von Melanie und Rosalie.</p></li><li><p><strong>Diesen Newsletter hier schreiben</strong> – Mediapreneur ist mein aktuelles Baby. Ich brenne dafür. Also sitze ich ein paar Abende in der Woche um 22 Uhr nochmal am Rechner, sobald das echte Kind eingeschlafen ist. Aus Lust und weil die Tage einfach zu kurz sind.</p></li></ol><p>Die andere Hälfte habe ich ignoriert.</p><p><strong>Warum?</strong></p><p>Weil Social-Strategie wichtig ist, aber nicht dringend. Weil LinkedIn-Content noch zwei Tage warten kann. Weil Analytics auswerten sich produktiv anfühlt, aber gerade nichts verändert.</p><p><strong>Und weil sie nicht auf meine Mission einzahlen – zumindest nicht diese Woche.</strong></p><p>–</p><p>Jetzt sagst du vielleicht: Schön für dich, David. Aber Steuerbelege sortieren macht auch niemand aus Spaß – und trotzdem muss es irgendwann sein.</p><p>Stimmt. Dafür habe ich meinen „Azteken-Tag“! Zweimal im Monat, fest im Kalender geblockt: Alles, was im normalen Alltag hinten runterfällt oder buchstäblich Opfer erfordert, kommt an diesem Tag dran. In einem Rutsch. Nicht immer effizient – aber bis Abends ist es erledigt. Und dann ist es weg.</p><p>Das ist kein System, das ich empfehle. Das ist mein System. Weil es dazu passt, wie ich arbeite.</p><p>–</p><p>Mit Melanie und Rosalie habe ich nach dem Bleistift-Kommentar natürlich auch sofort umgeschalten. Vom Ideen-Modus in den Aufräum-Modus. Wir haben uns die nächsten wichtigen Schritte vor Augen geführt – die, die auf ihre Mission einzahlen und die ihnen gerade leicht fallen. Die, bei denen sie Energie spüren statt Überforderung.</p><p>Von allen Aufgaben haben wir uns zuerst der About-Seite ihrer Steady-Mitgliedschaft gewidmet (weil es hier gerade flowt). <a href="https://steady.page/de/zwischenzweiundvier/about">Gestern ging sie online.</a> Ist super geworden, oder?</p><hr/><p>Live-Talk</p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Übrigens: Morgen Abend (Donnerstag, 20:15 Uhr) sprechen wir live mit Florian Widmann darüber, wie er seinen Podcast „berlin:er:leben“ an über 200 Litfaßsäulen in Berlin gebracht hat. Wie geht sowas genau? Und ab wann lohnt es sich? Mit anschließendem Q&amp;A.</mark></p><p><a href="https://meet.google.com/uvk-hskk-qpg"><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Schalte dich über diesen Link mit dazu</mark></a><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">.</mark></p><hr aria-hidden="true"/><h2><strong>Was das für dich bedeutet</strong></h2><p>Wenn ich dir einen einzigen Gedanken mitgeben kann, dann diesen:</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Trenne deinen Ideen-Speicher von deiner Wochen-Liste.</mark></strong></p><p>Das hat vor Jahren für mich alles verändert.</p><p><strong>Meine Master-To-Do-Liste DARF voll sein. Sie ist mein Ideen-Speicher.</strong> Da sammle ich alles drin: große und kleine Aufgaben, Someday/Maybe-Ausbaustufen, coole Sachen, die ich irgendwo gesehen habe. Die Liste wird nie leer. Und das ist okay.</p><p>Aber dieser Speicher gehört weit weg. In ein eigenes Asana-Board. Die Ideen dürfen mich nicht schief von der Seite angucken.</p><p><strong>Meine Wochen-Liste dagegen braucht Luft.</strong></p><p>Das ist mein Arbeitsraum. Literally – als Whiteboard an der Wand meines Büros.</p><p>Hier stehen nur eine Handvoll Dinge, die diese Woche wirklich relevant sind – die auf meine Mission einzahlen. Und bewusst NICHT alles andere.</p><p>Dort laufe ich 30x am Tag vorbei und vergegenwärtige mir, worauf es grad ankommt.</p><p>Passend dazu räume ich auch meinen Ideen-Speicher einmal im Jahr komplett auf – meistens zwischen Weihnachten und Neujahr. Was ist noch relevant? Was hat sich erledigt? Was kann weg? So ein Archiv braucht Pflege und Schnitt, wie ein Garten.</p><p>Das ist der Unterschied zwischen „Ich verliere den Überblick“ und „Ich weiß, was ich ignoriere“.</p><h2><strong>PS</strong></h2><p>Als ich Melanie eingeladen habe, unseren Newsletter zu abonnieren, bevor diese Ausgabe rausging, hat sie dankend abgelehnt.</p><p>Ihre Begründung: Sie weiß, dass sie dann wieder etwas liest, bei dem sie denkt „DAS müssten wir auch noch machen“ – und das kann sie gerade nicht haben.</p><p>Touché! Sie hat verstanden, was es gerade zu ignorieren gilt. Voller Fokus auf Z2U4.</p><p>Die Ironie: Das hier ist garantiert die beste Ausgabe, die NICHTS zu ihrer – und deiner – To-Do-Liste hinzufügen will. Im Gegenteil.</p><h2><strong>Drei Fragen zur Selbstreflexion</strong></h2><p>Bevor du diese Mail schließt, nimm dir einen Moment:</p><ol><li><p><strong>Wenn jemand fragt „Was machst du gerade?“, antwortest du dann mit deiner Mission – oder mit To-Dos?</strong></p></li><li><p><strong>Wie unterscheidest du zwischen Ideen und Prioritäten?</strong></p></li><li><p><strong>Wie oft sagst du „Das sollte ich auch mal machen“ </strong>– ohne zu entscheiden, ob du es WIRKLICH willst?</p></li></ol><p>Schreib mir zurück – welche Fragen konntest du leicht beantworten? Oder wie dicht bist du davor, dir einen Bleistift in den Kopf zu rammen?</p><p>Ich lese jede Antwort. Und oft steckt darin der Anstoß für neue Themen – oder ein Gespräch, in dem sich genau diese Knoten lösen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 18 Feb 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Werbung verkaufen? Oder verkaufen lassen?]]></title>
      <description><![CDATA[Externe Partner bei der Werbeakquise – wie du sie sinnvoll einbindest und wann sie zum Problem werden.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur fünften Ausgabe „Mediapreneur“. Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 146 Abonnent:innen (+8). Die heutige Ausgabe hat 1.219 Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 5 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne auch mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><p>Es ist noch keine drei Wochen her, dass TikTok sein US-Geschäft an ein Investor:innen-Konsortium abtreten musste. Und schon jetzt sind erste, deutliche Eingriffe in die Funktionsweise der Plattform zu sehen:</p><ul><li><p><strong>Verzögerte oder stagnierende Sichtbarkeit bei neuen Posts:</strong><br/>User auf Reddit und anderen Kanälen beschreiben seit dem Wechsel, dass neue Videos teilweise „null Views“ erhalten</p></li><li><p><strong>Vorwürfe politischer Zensur:</strong><br/>Nach dem Eigentümerwechsel berichten Nutzende davon, dass bestimmte politische Inhalte, etwa zu ICE, nicht empfohlen oder schwer ausgespielt werden</p></li><li><p><strong>Berichte über abfallende Monetarisierung und Engagement:</strong><br/>Einige Creator berichten auch von deutlich geringeren Auszahlungen und weniger Reichweite seit der Übernahme und dem Wechsel der Kontrolle über Algorithmus und Daten</p></li></ul><p>Ein sehr drastischer Reminder dafür, wie instabil Distribution über externe Plattformen und Netzwerke ist. Aber diese Instabilität ist ja bekannt und BuzzFeed das historische Vorzeige-Beispiel: Ein Medienunternehmen, das Distribution fast vollständig extern gelöst hat. Facebook, Plattform-Deals, Algorithmus-Reichweite. Sehr erfolgreich. Aber als diese Distribution wegbrach, brach das Modell zusammen.</p><p>Distribution, die nicht in der eigenen Hand liegt, ist grundsätzlich unsicher. Deshalb investieren Mediapreneure heute so viel Energie in Newsletter, Podcasts, eigene Websites und direkte Beziehungen zum Publikum. Der Zugang zur Audience soll möglichst wenig von externen Entscheidungen abhängen. Und dieser Punkt wird heute kaum noch ernsthaft infrage gestellt. Weil bekannt ist, warum externe Distribution wegbrechen kann:</p><ul><li><p><strong>Trends / Shiny-Object-Syndrom:</strong><br/>Neue Formate oder Mechaniken werden bevorzugt, alte verlieren Sichtbarkeit</p></li><li><p><strong>Strategische Neuausrichtung:</strong><br/>Plattformen priorisieren Bereiche, die größere Werbeerlösen oder eine höhere Unternehmensbewertung versprechen</p></li><li><p><strong>Eigentümerwechsel:</strong><br/>Neue Entscheider:innen, neue KPIs, neue Ziele</p></li></ul><p><strong>Interessant ist, dass diese Klarheit bei der Distribution existiert, beim Thema Werbe-Monetarisierung aber oft fehlt.</strong> Dabei ist Monetarisierung der zentrale Baustein, um Stabilität und Unabhängigkeit zu sichern. Während viele Publisher ihre Reichweite bewusst absichern, möchten sie den Verkauf von Werbung am liebsten auslagern. Häufig mit dem Gefühl, damit einen besonders professionellen und stabilen Weg zu gehen. Dabei gibt es hier exakt die gleichen Unsicherheiten wie bei der Distribution:</p><ul><li><p><strong>Trends / Shiny-Object-Syndrom:</strong><br/>Neue Formate, neue Umfelder oder andere Creator sind für den Partner plötzlich attraktiver als das bestehende Inventar</p></li><li><p><strong>Strategische Neuausrichtung:</strong><br/>Der Fokus verschiebt sich zu lukrativeren Kundengruppen oder Werbemärkten, z.B. B2B statt Consumer</p></li><li><p><strong>Eigentümerwechsel:</strong><br/>Neue Entscheider:innen bedeuten neue Ziele. Bestehende Partnerschaften werden neu priorisiert – oder aussortiert<br/></p></li></ul><p>In der Realität sieht das dann häufig so aus:</p><h2>Szenario 1: „Deine Nische funktioniert nicht mehr“</h2><p>Algorithmus:</p><ul><li><p>Andere Themencluster werden gepusht</p></li><li><p>Deine Formate werden weniger ausgespielt</p></li><li><p>Niemand erklärt dir warum</p></li></ul><p>Mediasales-Partner:</p><ul><li><p>Deine Nische wird „schwer verkäuflich“</p></li><li><p>Budgets fließen in andere Segmente</p></li><li><p>Der Fokus deines Partners verschiebt sich</p></li></ul><p>Was du hörst:<br/>„Der Markt ist gerade schwierig.“</p><p>Was passiert:<br/>Die internen Ressourcen gehen woanders hin.</p><p>Ergebnis:<br/>Dein Umsatz bricht ein, ohne dass du etwas „falsch“ gemacht hast.</p><h2>Szenario 2: „Es gibt etwas Lukrativeres“</h2><p>Algorithmus:</p><ul><li><p>neues Format</p></li><li><p>neue Features</p></li><li><p>neue Werbeflächen<br/>→ alte verlieren Sichtbarkeit</p></li></ul><p>Mediasales-Partner:</p><ul><li><p>neues Inventar</p></li><li><p>größere Creator</p></li><li><p>besser skalierbare Themen oder Umfelder</p></li></ul><p>Was du hörst:<br/>„Für dich wird sich nichts ändern.“</p><p>Was passiert:<br/>Du rutschst in der Priorität nach unten.</p><p>Ergebnis:<br/>Dein Umsatz bricht ein, ohne dass du etwas „falsch“ gemacht hast.</p><h2>Szenario 3: „Wir haben unsere Ziele etwas angepasst”</h2><p>Algorithmus:</p><ul><li><p>die Plattform ändert interne Zielgrößen</p></li><li><p>Optimierung läuft auf neue KPIs</p></li><li><p>Auswirkungen siehst du erst im Ergebnis</p></li></ul><p>Mediasales-Partner:</p><ul><li><p>Zielgruppen werden neu priorisiert</p></li><li><p>Umsatzziele werden anders gewichtet</p></li><li><p>dein Medium rutscht im Fokus nach unten</p></li></ul><p>Was du hörst:<br/>„Du bleibst wichtig für uns.“</p><p>Was passiert:<br/>Du passt immer weniger ins System deines Partners.</p><p>Ergebnis:<br/>Dein Umsatz bricht ein, ohne dass du etwas „falsch“ gemacht hast.</p><p>Das alles liegt nicht in deiner Hand. Wenn dein Partner sich neu entscheidet, bist du machtlos. Es ist nicht böse gemeint. Es ist nichts Persönliches. Aber aus der Sicht deines „Partners“ ist es logisch. Und du merkst die Änderung erst, wenn sie da ist.</p><h2>Ein Algorithmus, nur mit Menschen statt Code</h2><p>Das fühlt sich anders an als ein Algorithmus-Update, ist strukturell aber dasselbe. Ein externer Mediasales-Partner ist funktional <strong>nichts anderes als ein Algorithmus</strong>, nur mit Menschen statt Code. Er optimiert auf Umsatz, Auslastung, Effizienz und Skalierbarkeit. Er optimiert nicht auf deine Marke, deine Zukunft und deine Sicherheit.</p><p>Externe Partner können sehr gut darin sein, Reichweite zu verkaufen, Slots zu füllen, Budgets zu platzieren. Aber sie werden nicht in deinem Sinne entscheiden, welche Werbung deiner Marke langfristig hilft und welche sie langsam entwertet.</p><p>Für uns Mediapreneure ist klar:</p><p><strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Content schafft Vertrauen.<br/>Distribution schafft Reichweite.<br/>Monetarisierung schafft Sicherheit.</mark></strong></p><p>Monetarisierung ist die Übersetzung von Vertrauen in Umsatz. Und diese Übersetzung funktioniert nur, wenn sie aus dem Inneren deines Mediums kommt. Extern monetarisieren heißt oft: Du übergibst nicht nur Execution, sondern auch Logik.</p><p>Preis, Angebot, Priorisierung, Timing – all das entsteht dann außerhalb deines Unternehmens. Und du trägst das Risiko, denn es ist:</p><ul><li><p>dein Medium</p></li><li><p>deine Marke</p></li><li><p>dein Einkommen</p></li><li><p>deine Zeit</p></li><li><p>deine Reputation</p></li></ul><p>Und das Risiko deines Sales-Partners?<strong> </strong>Keines, das er nicht anderswo kompensieren kann. Wenn dein Partner dich fallen lässt, verliert er Inventar, das er ersetzen kann. Wenn du ihn verlierst, verlierst du Einkommen, Zugang zu Werbepartnern und du hast keine sofortige Alternative.</p><p>Don’t get me wrong here. Mein Punkt ist nicht: „Du darf niemals extern monetarisieren.“ Sondern: <strong>Deine Monetarisierung sollte nicht extern gedacht werden.</strong></p><p>Extern zu monetarisieren kann sinnvoll sein. Nach externen Zielen zu priorisieren ist nie in deinem Sinne. Die saubere Trennung ist:</p><ul><li><p><strong>Strategie, Angebotslogik und Preis</strong> gehören inhouse</p></li><li><p><strong>Skalierung, Reichweite und Abwicklung</strong> können extern erfolgen</p></li></ul><p>Oder anders gesagt: <strong><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Externe sollten dein System verstärken. Nicht ersetzen.</mark></strong> Denn am Ende ist Monetarisierung das, was dir Planungssicherheit gibt, was dir erlaubt Nein zu sagen <br/>und was dein Medium unabhängig macht. Deswegen plädiere ich immer dafür, die wesentlichen Standbeine deiner Monetarisierung selbst zu kontrollieren. Mit zwei Ausnahmen:</p><p><strong>1) Zusätzliches Standbein:</strong><br/>Partner, die brachliegendes Inventar für dich monetarisieren, können zusätzliche Sicherheit erzeugen, ohne Abhängigkeit zu schaffen.</p><p><strong>2) Partnerschaften auf Augenhöhe:</strong><br/>Partner, die ebenfalls „Skin in the Game“ haben und langfristig an deinem Erfolg (und Misserfolg) beteiligt sind.</p><h2>Skin in the Game</h2><p>Der Begriff „Skin in the Game“ wurde besonders populär durch das gleichnamige Buch von <a href="https://www.penguinrandomhouse.com/authors/68695/nassim-nicholas-taleb/"><strong>Nassim Nicholas Taleb</strong></a>, in dem er zeigt, warum Systeme ohne persönliche Haftung langfristig scheitern.</p><p><strong>„Skin in the Game“ bedeutet</strong>, dass jemand, der Entscheidungen trifft, selbst realen Konsequenzen ausgesetzt ist. Finanziell, reputativ oder persönlich. Im Positiven wie im Negativen. Ein Beispiel kann eine feste Vertragslaufzeit sein mit einem garantierten Fixbetrag, der erfolgsunabhängig ausgezahlt wird.</p><p>Der zentrale Unterschied bei externer Monetarisierung mit und ohne echtem „Skin in the Game“ liegt in der Verteilung des Risikos. Deshalb lohnt sich eine einfache, aber entscheidende Frage: <strong>Was verliert dein Partner, das er nicht an anderer Stelle wiederbekommt?</strong></p><p>Wenn die ehrliche Antwort lautet, dass es nichts Einzigartiges, nichts Exklusives und nichts Unersetzbares ist, dann handelt dein Partner rational, wenn er seine Prioritäten verschiebt. Nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Systemlogik. In diesem Moment verhält er sich nicht anders als ein Algorithmus, der Ressourcen dorthin lenkt, wo sie aktuell den höchsten Ertrag versprechen. Für ihn. Nicht für dich.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><p><strong>Zum Abschluss</strong> habe ich heute nur eine Frage zur Selbstreflexion im Gepäck. Sie hilft Mediapreneuren oft dabei, sich nicht zu sehr unter Wert zu verkaufen:</p><blockquote><p><strong>Welche Fähigkeiten, welches Wissen und welche deiner Ressourcen sind für deine Partner/Kunden/die Menschen, die deine Publikation finanzieren schwer oder gar nicht ersetzbar?</strong></p></blockquote><p>Nimm dir dazu die Tage am besten mal einen Stift und ein Blatt Papier und schreib einfach drauf los. <br/></p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören<br/><br/><strong><em>P.S.: Wir freuen uns über jedes Feedback. Fandest du diese Ausgabe gut? :)</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/b61a8532-92be-4cb7-8f1d-e57a78e90d61/teaser_image/1771011088?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 11 Feb 2026 05:56:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die 167 Stunden dazwischen]]></title>
      <description><![CDATA[Deine Inhalte wirken nicht in der Stunde, in der sie konsumiert werden, sondern in der Woche dazwischen. Denke diese Einwirkzeit immer mit.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur vierten Ausgabe <strong>„Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 138 Abonnent:innen (+17). Die heutige Ausgabe hat 1.549 Wörter und das vollständige Lesen dauert etwa 06:30 Minuten. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/posts">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><h2><strong>Über Verarbeitungszeit</strong></h2><p>Letzte Nacht hast du geschlafen – hoffentlich gesunde 7-8 Stunden. Dein Körper war im Ruhemodus und dein Hirn hat Schwerstarbeit geleistet.</p><p>Während du geschlafen hast, hat es den Tag sortiert, Erlebtes verknüpft, Neues integriert und gefestigt, Unwichtiges aussortiert. Das nennen wir Schlaf – eigentlich ist es Quality-Time für unsere vielbeschäftigten Synapsen.</p><p><strong>Ohne diese Verarbeitungszeit würdest du nichts behalten.</strong> Du könntest den spannendsten Tag deines Lebens haben – wenn dein Hirn ihn nicht verarbeitet, ist er am nächsten Morgen weg.</p><p>Wissenschaftler:innen wissen heute, dass wir nicht während der Vorlesung lernen, sondern nachts, im Schlaf. Die Vorlesung ist nur der Trigger. Die eigentliche Arbeit passiert danach.</p><p><strong>Genau das Gleiche passiert mit deinen Inhalten.</strong></p><h2><strong>Die 0,6%-Falle</strong></h2><p>Deine wöchentliche Newsletter-Ausgabe wird vielleicht 5 Minuten gelesen. Dein Podcast läuft 45 Minuten. Auf Social begegnet man dir auch ein paar Mal.</p><p>Sagen wir: 1 Stunde pro Woche nimmt dein Publikum an deinen Gedanken teil und konsumiert deine Inhalte.</p><p>Eine Woche hat 168 Stunden. Dein Content nimmt davon genau 0,6% der Zeit deiner Leser:innen in Anspruch.</p><p><strong>In den anderen 99,4% – den 167 Stunden dazwischen – entscheidet sich, ob deine Inhalte wirklich etwas bewegen.</strong></p><p><a href="https://mediapreneur.fm/posts/a1a3323a-254c-48e4-a243-3103adea6f44">Letzte Woche hat Sören u.a. über das Thema „Mission“ geschrieben</a> und gezeigt, wie du herausfindest, wofür du eigentlich stehst. Seine Kern-Erkenntnis: Eine klar formulierte Mission hilft wie ein Filter, um passende Kooperationspartner:innen auszuwählen und um zu wissen, welche Transformation du bei deinem Publikum auslösen willst.</p><p>Die eigene Mission zu kennen ist das Eine. Aber zu wissen, ob sie WIRKT – das ist was ganz Anderes.</p><p>Die Kraft deiner Mission zeigt sich nur bedingt in Klicks oder der Verweildauer. Sie zeigt sich so richtig in der „Einwirkzeit“ danach.</p><h2><strong>Klicks vs. Wirkung</strong></h2><p>YouTube belohnt „Watch Time“. Je länger jemand dein Video schaut, desto besser dein Ranking. Für sie bedeutet mehr Inventar schlicht mehr Werbefläche.</p><p>Das Ergebnis? Videos werden künstlich gestreckt. 3-Minuten-Erkenntnisse werden auf 12 Minuten aufgeblasen. Mit Intros, Outros, Wiederholungen, Füllmaterial. Nicht, weil&#39;s dem Publikum hilft, sondern weil der Algorithmus es belohnt.</p><p><strong>Maximale Verweildauer. Minimale Wirkung.</strong></p><p>Dasselbe Spiel bei Websites und Blogs.</p><p>Ach, da hat einer vier Minuten bei dir verbracht? Na dem muss ja gefallen haben, was du da geschrieben hast. Dabei kann in der Zwischenzeit alles mögliche passiert sein (Griff zum Handy, die Katze gestreichelt, Frage im Großraumbüro beantwortet, auf Klo gegangen).</p><p>Ehrlicherweise optimieren die meisten werbe- und abofinanzierten Angebote nur auf die Menge des Konsums. Nicht auf das, was danach passiert. Also nicht darauf, ob jemand etwas damit anfangen konnte.</p><p>Du kannst auf TikTok viral gehen – und niemand erinnert sich am nächsten Tag daran. Du kannst einen Podcast machen und weißt am Ende nicht mal, wie viele Leute genau eingeschalten haben oder ob sich der Player ihres Vertrauens die neueste Episode nur gedownloadet hat. Für alle Fälle…</p><p>Oder du kannst 100 Personen erreichen – und eine schreibt dir, dass sie das an etwas erinnert, das du bei eurem ersten Aufeinandertreffen gesagt hast und das sie seitdem begleitet. (Danke liebe Franzi!)</p><p>In einer Welt, die Aufmerksamkeit in Klicks und Verweildauer misst, sollten wir Mediapreneure auf etwas anderes setzen: <strong>Tiefe, Wirkung und Transformation.</strong></p><p>Und die passiert in der <strong>Einwirkzeit</strong>, nachdem jemand deine Inhalte konsumiert.</p><h2><strong>Wie Einwirkzeit funktioniert</strong></h2><p>Stell dir vor, du hörst einen Deep-Dive am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit. Du nickst beim Hören, denkst „interessant“. Und dann ist die Podcast-Episode vorbei und du startest in den Tag.</p><p>Was passiert danach in deinem Kopf?</p><ol><li><p><strong>Verarbeiten</strong> (1-2 Tage später): Unbewusstes Sortieren. Inhalte docken an bestehende Erfahrungen an. Du denkst: „Moment, das kenne ich…“</p></li><li><p><strong>Durchdenken</strong> (3-4 Tage später): Aktives Reflektieren. Vielleicht beginnst du dich bewusst damit auseinanderzusetzen. Du grübelst: „Was bedeutet das für mich?“</p></li><li><p><strong>Integrieren</strong> (je nach Komplexität deutlich später): Praktische Anwendung. Nur noch wenige Menschen verändern dadurch wirklich etwas an ihrem Verhalten. Du kommst ins Handeln: „Okay, ich probier das jetzt.“</p></li></ol><p>Das ist die Einwirkzeit. Wie REM-Phasen im Schlaf durchlaufen deine Inhalte immer diese drei Stadien bei deinem Publikums. Je besser deine Mission mit ihren Zielen aligned ist, desto mehr Menschen folgen allen drei Phasen.</p><p><strong>Und je mehr Menschen du begeisterst, desto schneller und stärker wird dein Impact als Mediapreneur</strong>.</p><p>Wenn du über etwas schreibst oder sendest, das dein Publikum brennend beschäftigt (und wenn du es so verpackst, dass es bei ihnen andockt), dann braucht es keine sieben Tage. Dann passiert Verarbeiten, Durchdenken und Integrieren parallel. Dann ist deine Einwirkzeit maximal verdichtet.</p><p>Wenn deine Inhalte dagegen so gar nicht resonieren und partout keine Verbindung zu dem Leben, den Problemen oder Zielen deiner Audience haben, dann bleibt auch dein Format blass und austauschbar.</p><p>Merke: Alles kann einfach nur wegkonsumiert werden. <strong>Aber echte Veränderung bewirken? Da fängt es an, für Mediapreneure Spaß zu machen.</strong></p><p>Das ist der schwierige Part. Lass mich dir darum einmal zeigen, wie ich das für mein Projekt Shelfd angehe.</p><h2><strong>Beispiel aus der Praxis bei Shelfd</strong></h2><p>Nachdem Sören letzte Woche die <a href="https://mediapreneur.fm/posts/a1a3323a-254c-48e4-a243-3103adea6f44">Vorher-Nachher-Fragen</a> gestellt hat, bin ich sie selbst einmal für mein Projekt Shelfd durchgegangen. Ich wollte mit Blick auf unsere Neuausrichtung als wöchentliches Streaming-Magazin für bewussten Medienkonsum wissen: Was bewirken wir wirklich bei unseren Leser:innen? Und wo hängen sie fest?</p><p>Mein Transformationsversprechen: Menschen sollen Vertrauen in ihre Streaming-Entscheidungen aufbauen, ohne sich auf Algorithmen, Neustarts oder Charts verlassen zu müssen. Dafür durchlaufen sie diese vier Stufen (unser Vorher-Nachher):</p><ul><li><p><strong>Phase 1:</strong> Streaming-Frust à la „Ich scrolle ewig und finde nichts“</p></li><li><p><strong>Phase 2:</strong> Oberflächliches Problem gelöst wie „Shelfd spart mir Zeit beim Suchen“</p></li><li><p><strong>Phase 3:</strong> Aufbau von Vertrauen &amp; Routine mit dem Gedanken „Ich checke zuerst bei Shelfd“</p></li><li><p><strong>Phase 4:</strong> Verinnerlichung der Streameast:innen-Identität als „Ich BIN jemand mit gutem Geschmack“</p></li></ul><p><strong>Warum 4 Phasen statt 3?</strong></p><p>Oben habe ich den <strong>Verarbeitungsprozess</strong> beschrieben (Verarbeiten → Durchdenken → Integrieren). Aber mein <strong>Transformationsversprechen</strong> braucht mehr Granularität. Ich will nicht nur, dass Menschen Shelfd nutzen. Ich will, dass sie ihren Frust überwinden und selbst lernen, bewusst für sich zu kuratieren.</p><p><strong>Woran erkenne ich, wann jemand die Phase wechselt?</strong></p><p>Menschen spiegeln mir das explizit und implizit durch ihr Verhalten, in Interaktionen und auf Nachfrage. Auf die Frage nach unserer Wirkung in der jüngsten Mitglieder-Befragung, gibt es Antworten wie diese, welche die Phase 3 &amp; 4 erkennen lassen:</p><ul><li><p>„Meine Eigenempfehlungen plus die Empfehlungen von euch = gutes Repertoire“</p></li><li><p>„Shelfd ist für Leute, die bewusster streamen; die sich nicht die Birne mit Serien vollhauen, so wie andere es mit Alkohol tun. Keine Süchtigen, sondern intelligente Genießer.“</p></li><li><p>„Ich nutze eure Empfehlungen und freue mich über bestimmte Angebote, die ich meinem Mann im Vorfeld mitteile. Dann haben wir gemeinsam ein kleines Filmerlebnis im Privaten. Ich gebe auch Tipps mal weiter, wenn es besonders gefallen hat.“</p></li></ul><p>Das ist genau die Wirkung, die wir anstreben: Shelfd verfeinert deinen Geschmack, statt deine Watchlist zu verlängern (= unsere Mission).</p><p><strong>Was ich daraus mache:</strong></p><p>Statt mehr Empfehlungen zu liefern, bauen wir eine Community für Streaming-Reflexionen. Wer über seinen Geschmack nachdenkt, entwickelt Vertrauen in sich selbst UND in Shelfd. Das ist Design für Einwirkzeit: Nicht auf Klicks optimieren, sondern darauf, dass Menschen verarbeiten, durchdenken, integrieren.</p><p>Und wenn Menschen beginnen, sich bewusst durch das Überangebot zu navigieren, dann machen wir unseren Job richtig.</p><p>Lass uns die Vielzahl an Wirkungssignalen einmal systematisch durchgehen.</p><h2><strong>Woran du deinen Impact erkennst</strong></h2><p>Der Einfluss, den du auf deine Audience ausübst, zeigt sich in der Einwirkzeit. Diese kannst du systematisch beobachten:</p><ul><li><p><strong>Führe jährlich eine Mitglieder- und Publikumsbefragung durch</strong> → frage nach konkreten Verhaltensänderungen</p></li><li><p><strong>Beobachte das Timing von Reaktionen</strong> → kommen sie sofort oder verzögert? Bleiben sie an der Oberfläche oder lassen sie eigene Gedanken zu den Themen erkennen?</p></li><li><p><strong>Bitte um Weiterempfehlungen und erfasse im Onboarding, wie neue Leute auf dich aufmerksam wurden</strong> → werden deine Inhalte geteilt?</p></li><li><p><strong>Sammle qualitative Testimonials</strong> → nicht „Cool!“, sondern „Ich hab X gemacht und dann ist Y passiert.“</p></li><li><p><strong>Miss Conversion-Signale</strong> → z.B. eingetragene Coupon-Codes bei Partnerschaften</p></li></ul><p>Das sind Einwirkzeit-Signale in der Praxis. Nicht perfekt quantifizierbar, aber spürbar. Und sie zeigen dir, ob deine Mission Wirkung entfaltet.</p><p>Du kannst diese Erkenntnisse nun sowohl für deine eigene Formatentwicklung nutzen, um dein Publikum zu Superfans und schließlich zu bezahlenden Mitgliedern zu begleiten. Oder sie gegenüber potenziellen Werbepartnern vorbringen: „Schaut mal, das ist die Art Wirkung, die wir erzielen. Zusammen könnten wir…“</p><p>Wenn du merkst, dass Menschen deine Inhalte nicht nur konsumieren, sondern dass sie darüber nachdenken, sie durchdenken, in ihr Leben integrieren und ins Handeln überführen, dann weißt du: <strong>Es wirkt, was wir hier machen.</strong></p><h2><strong>Drei Fragen zur Selbstreflexion</strong></h2><p>Bevor du diese Mail schließt, nimm dir einen Moment:</p><p><strong>1. Okay, du hast eine Mission. Wissen deine Leser:innen davon? </strong>Wenn du zehn zufällige Abonnent:innen fragst: „Wofür steht [deine Publikation]?“ – würden sie alle in etwa das Gleiche sagen?</p><p><strong>2. Was glaubst du, bewirkst du bei deinem Publikum </strong>– und was bewirkst du tatsächlich in den 167 Stunden zwischen deinen Inhalten? Hast du deine Audience jemals gefragt?</p><p><strong>3. Wenn jemand 6 Monate lang deine Inhalte konsumiert, was hat sich in ihrem Leben konkret verändert? </strong>Kannst du das benennen oder hoffst du, dass „irgendwas hängen bleibt“?</p><p><strong>Schreib mir in ein paar Tagen zurück, nachdem du mal drüber schlafen konntest (einfach als Antwort auf diese Mail) </strong>– welche dieser Fragen hat dich am meisten beschäftigt? Wir haben große Lust, in weiteren Ausgaben tiefer reinzugehen. Denn „Mediapreneur” soll entlang realer Erfahrungen wachsen. Zusammen mit dir.</p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>David</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 04 Feb 2026 06:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kooperationen mit großen Medienhäusern]]></title>
      <description><![CDATA[Die großen Medienhäuser fürchten sich davor, dass wir Creatoren ihnen Reichweite und Relevanz streitig machen. Zeit, ihnen die Hand zu reichen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe<strong> „Mediapreneur“</strong>.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 121 Abonnent:innen (+11). Die heutige Ausgabe hat 1790 Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 7 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne auch mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><h2><strong>Kooperationen mit großen Medienhäusern?</strong></h2><p>Jedes Jahr im Januar veröffentlicht das Reuters Institute eine internationale Experten-Umfrage und Analyse, die zeigt, welche Entwicklungen den Journalismus- und Medienbetrieb im kommenden Jahr prägen werden. Die Ergebnisse der Umfrage finden in der Medienwelt stets große Beachtung, deswegen glaube ich, dass dich die Ergebnisse und erste Einordnungen bereits erreicht haben. Falls du dir die 47 Seiten durchlesen magst, den Report findest du hier:</p><p><a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/sites/default/files/2026-01/Trends_and_Predictions_2026.pdf">Reuters Institute: Zum Download des 2026er-Reports</a></p><p><strong>Zoom in:</strong> Natürlich ist auch im 2026er-Report AI das dominierende Thema. Der Report spannt den Bogen vom Reichweitenverlust durch AI-Antwortsysteme, die Suchmaschinen-Traffic ersetzen, bis zu praktischen Fragen dazu, wie Medienhäuser AI konkret im redaktionellen Alltag einsetzen.</p><p>Du findest in dem Bericht aber auch 73 mal das Wort Creator, denn an der „Creator Wave“ kommen die großen Medienhäuser nicht mehr vorbei. 70% der Befragten sind besorgt darüber, dass Creator den klassischen Medien im Jahr 2026 noch mehr Aufmerksamkeit und Nutzungszeit des Publikums abnehmen werden. 31% befürchten zudem, dass ihr bestes Personal in die Creator-Szene abwandert - wie beispielsweise Robin Alexander, der sich gemeinsam mit Dagmar Rosenfeld unabhängig macht und ein Media-Powerhouse wie Axel Springer hinter sich lässt, <a href="https://www.linkedin.com/posts/soeren-mannschitz3405b720b_wenn-ein-journalist-wie-robin-alexander-ein-activity-7415363781335117825-dsPx?">um den gemeinsamen Podcast „Machtwechsel“ zukünftig unabhängig weiterzuführen.</a></p><p>Um dem Entgegenzuwirken</p><ul><li><p>wünschen sich 76% der Befragten, dass die Menschen in ihren Redaktionen sich „mehr wie Creator verhalten“</p></li><li><p><strong>würden 50% gern bei der Distribution mit Creatoren kooperieren</strong></p></li><li><p>planen 31% der Befragten, Creatoren mit Arbeitsverträgen an ihr Unternehmen zu binden</p></li></ul><p>CNN führt dafür im Jahr 2026 die neue Marke CNN Creators ein, um mal ein ganz konkretes Beispiel zu nennen.</p><p>Heißt für uns erstmal, dass wir als Teil dieser Creator Wave gerade mit Rückenwind arbeiten können. Oder mit Rückenstrom, wenn wir in dem Wellen-Bild bleiben wollen. Gleichzeitig wächst damit die Konkurrenz um Aufmerksamkeit natürlich weiter.</p><p><strong>Zoom out:</strong> Die beiden Themen AI und Creator stehen nicht als unabhängige Trends nebeneinander. Im Gegenteil: Die Orientierung hin zur Creator-Szene ist die Antwort der Branche auf den zunehmend ausbleibenden Suchmaschinen-Traffic. Creator-orientierte Plattformen, Ausspielwege und Arbeitsweisen sollen dieses Traffic-Loch füllen. Oder, um es mal mit Gandhis Worten zu sagen: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann…“</p><p>Ja, was kommt dann?</p><p>Ich würde sagen: Das kann jeder Creator und jede Creatorin für sich selbst entscheiden. Ich persönlich sehe die vielen großartigen Menschen in den Redaktionen als ehemalige Arbeitskolleg:innen, aktuelle Freunde und zukünftige (Arbeits-)Partner:innen. Aber, um das ganz klar zu sagen: Nicht alle sind wirklich „partnerschaftsfähig“. Und das ist auch total ok. You do you (and I’ll do me). <br/></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a1a3323a-254c-48e4-a243-3103adea6f44/uploads/images/uqcwiwg53d/Meme_Ausgabe_3.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.</figcaption></figure><p><br/>Bedeutet für mich aber: <strong>Wie finde ich eigentlich heraus, ob da Kooperationspotenzial schlummert?</strong></p><p>Dazu nochmal ein letzter Blick in den Report: 42 % der Befragten planen, „Service-Journalismus“ zurückzufahren. Also Inhalte, die dem Publikum konkrete Hilfestellung geben. Begründung: Diese Inhalte sollten vor allem über Suchmaschinen Reichweite und zusätzlichen Traffic erzielen.</p><p>Der Kontrast dazu: Wir Creator machen ebenfalls Service-Journalismus. Aber nicht, um Traffic abzugreifen. Wir tun es, weil es Teil unserer Mission ist. Unser Anspruch ist nicht, Reichweite aus Suchmaschinen zu optimieren, sondern um unserem Publikum konkret dabei zu helfen:<br/><br/>- neue Dinge zu entdecken<br/>- Entscheidungen zu erleichtern <br/>- Komplexe Themen verständlich zu machen <br/><br/><strong>Wir wollen Inhalte und Perspektiven teilen, die für unser Publikum wirklich wertvoll sind</strong>. Service entsteht hier aus Verantwortung gegenüber unserem Publikum: Wenn Menschen uns folgen, erwarten sie Nutzen. Genau dieser Nutzen ist für uns Creator kein SEO-Nebenprodukt, sondern der Kern unseres Versprechens. Es ist unsere Mission. Die Grundlage für unser publizistisches Wirken. <br/><br/>Gleichzeitig können die wenigsten Creator ihre Mission in wenigen Worten präzise auf den Punkt bringen. In der Zusammenarbeit mit vielen Creatoren haben wir immer wieder gesehen, dass dieses Thema zwar als wichtig empfunden wird, im Alltag aber selten wirklich sauber geklärt ist. Zu viele Ideen, zu wenig Zeit, ständig neue Projektanfragen, Kooperationsangebote und spannende Möglichkeiten. Und kaum Raum, einmal bewusst festzuziehen, wofür man eigentlich steht.</p><p><strong>Eine klar formulierte Mission hilft wie ein Filter, um passende Kooperationspartner auszuwählen.</strong><br/><br/>Deine Mission hilft dir sofort zu erkennen, welche Projekte wirklich zu dir passen, welche auf dein langfristiges Ziel einzahlen - und welche nicht. Sie gibt dir außerdem Orientierung, wie und wo ein Thema in deine Inhalte passt und aus welcher Perspektive du es erzählen kannst. Genau deshalb lohnt es sich, sich dieser Frage einmal bewusst zu nähern.</p><p>Die Antwort muss nicht perfekt sein, sondern nur so klar, dass du sie spürst. Dass kein Störgefühl mehr bleibt, wenn du darüber sprichst. Du merkst es daran, dass dein Gegenüber sofort versteht, was du meinst und es auch fühlt. Du kannst darüber mit voller Leidenschaft sprechen, aus dir heraus, ohne dass es sich nach Selbstvermarktung oder Werbung anfühlt. Egal, ob du es deine Mission, dein Ziel, dein Leistungsversprechen, deinen Antrieb, oder dein „Why“ nennst. <br/><br/>Back to topic: Diese Klarheit hilft dir auch dabei, eine Beziehung auf Augenhöhe mit großen Medienhäusern aufzubauen und zu bewerten, <strong>welche Unternehmen im Medienbetrieb überhaupt passende Kooperationspartner für dich sind</strong>. Denn eines wird im Report sehr klar: Die Häuser sind offen für Zusammenarbeit mit Creatoren. Ein guter Zeitpunkt also, um die Hand zu reichen. Voraussetzung: Der Kern der Zusammenarbeit zahlt auf deine Mission ein.</p><p>Falls du dich fragst, warum du mit größeren Medienhäusern zusammenarbeiten solltest, hier noch ein paar Gründe zur Inspiration:</p><ul><li><p><strong>Traffic </strong>und Zugang zu neuen Zielgruppen</p></li><li><p><strong>Renommee</strong> durch die Verbindung mit etablierten Medienmarken</p></li><li><p><strong>Bezahlung</strong> in Form von Honoraren, Beteiligungen oder langfristigen Partnerschaften</p></li><li><p><strong>inhaltliche Hebel</strong>, etwa durch Ressourcen, Formate oder redaktionelle Unterstützung</p></li></ul><p>Und es gibt auch bereits spannende Beispiele für Kooperationen zwischen Creatoren und großen Medienhäusern. <br/><br/>Ein naheliegender Einstieg ist die Lieferung eigener Inhalte: Creatoren bringen ihre Perspektive, ihr Thema und ihre Stimme in bestehende redaktionelle Umfelder ein, etwa in Form von Kolumnen oder Gastbeiträgen. So schreibt <strong>Pip Klöckner</strong> eine feste Kolumne im Newsletter „Tech Update“ des <strong>Manager Magazins</strong>, während <strong>Leonie Schöler</strong> mit der Kolumne „Hidden History“ regelmäßig im <strong>SPIEGEL</strong> erscheint. <br/><br/>Eine zweite Form ist Co-Creation, also gemeinsam entwickelte Formate, bei denen Creator und Medienhaus auf Augenhöhe arbeiten. Ein Beispiel ist <strong>Gavin Karlmeier</strong>, der seinen Podcast „Haken dran“ zusammen mit <strong>heise</strong> realisiert. Ähnlich funktioniert das bei <strong>Eva Schulz</strong> mit dem Format „Deutschland3000 – ’ne gute Stunde mit Eva Schulz“, das im Umfeld von <strong>funk</strong> und unter anderem mit <strong>N-JOY</strong> verankert ist. Hier entsteht ein gemeinsames Produkt mit klarer redaktioneller Klammer.<br/><br/>Stark an Bedeutung gewinnen außerdem <strong>Event-Kooperationen</strong>, weil sie Nähe, Marke und Monetarisierung in einem echten gemeinsamen Erlebnis zusammenbringen. Creator stehen dabei als Headliner auf der Bühne, halten Keynotes, spielen Live-Podcasts oder entwickeln Formate, die über einen einzelnen Abend hinausgehen – bis hin zu gemeinsamen Touren oder Reisen, bei denen die Teilnehmenden nicht nur Inhalte konsumieren, sondern von- und miteinander lernen und sich untereinander vernetzen. Ein Beispiel ist <strong>Paul Elvers</strong>, der einen Live-Podcast in Kooperation mit <strong>FUNKE</strong> auf die Bühne gebracht hat, unter anderem beim Event <strong>KI-Köpfe meets AIM Leaders</strong>.</p><p>Besonders gut eignen sich in diesem Zusammenhang auch <strong>Buchverlage</strong> als Partner, weil sie Autor:innenmarken, Inhalte und Live-Erlebnisse seit jeher zusammendenken. Ein Beispiel ist <strong>Ildikó von Kürthy</strong>, die eine Literatur-LIVE-Eventreihe in Kooperation mit dem <strong>Ullstein Verlag</strong> und der <strong>Thalia Buchhandlung</strong> umgesetzt hat - ein klassisches Publisher-Setup aus Verlag und großem Handel. Ergänzend ist sie im selben Umfeld auch als Podcast-Host aktiv und schreibt einen regelmäßigen Newsletter, wodurch Events, Medienformate und eigene Kanäle sinnvoll ineinandergreifen.<br/><br/>Du siehst: Kooperationen mit großen Unternehmen aus dem Medienbetrieb können sehr vielfältig ausgestaltet sein. Deiner Kreativität ist hier nur eine Grenze gesetzt: Was will eigentlich dein Partner?</p><p>Mit einer klaren Mission kannst du schnell einschätzen, <strong>welche Angebote wirklich zu dir passen</strong>, wie du deine Perspektive einbringst und wie deine Marke im Inhalte-Ökosystem eines Medienpartners sichtbar bleibt, ohne verwässert zu werden.</p><p>Meine Mission ist es beispielsweise, Mediapreneuren mit erprobten und möglichst effizienten Lösungen dabei zu helfen, ein stabiles Fundament für ihre publizistische Tätigkeit zu schaffen und auszubauen. Denn das war es, was mich und nahezu alle meiner journalistischen Kolleg:innen vor 15 Jahren davon abgehalten hat, „was eigenes zu starten“: Es war alles total unsicher und es galt, dass man im Netz nur „lousy pennies“ verdienen kann. <br/><br/>Heute ist das anders. Was aber gleich geblieben ist: Wir alle haben wenig Zeit und Lösungen müssen vor allem <strong>funktionieren</strong>. Genau deshalb testen David und ich laufend neue Frameworks, Workshops und Angebote, optimieren unser Portfolio und nehmen fortlaufend effiziente Lösungen auf. Allein in diesem Jahr haben wir schon wieder mehrere erprobte Formate aus der Praxis direkt von Creatoren eingekauft und selbst durchlaufen. Nächste Woche sitzen wir wieder vier Abende in einem Monetarisierungs-Workshop. Auch, weil wir immer noch mehr wissen wollen. Aber besonders um zu prüfen, <strong>was wirklich hilft und mit möglichst wenig Zeitaufwand umsetzbar ist</strong>.</p><p>Um deiner Mission gerecht zu werden, haben wir uns auch intensiv mit dem Thema <strong>„Mission finden“</strong> beschäftigt. Herausgekommen sind <strong>zwei unterschiedliche Zugänge</strong>, mit denen du dich mit wenig Aufwand deiner eigenen Mission nähern kannst:</p><h2><strong>ZWEI ANSÄTZE ZUR SELBSTREFLEKTION:</strong></h2><p><strong>1) VORHER-NACHHER Zugang über dein Publikum</strong></p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Schritt 1</mark><br/>Nimm dir ein Blatt Papier, ein paar Minuten Zeit und notiere dir…</p><p>VORHER: Meine Zielgruppe befindet sich in folgendem Zustand, bevor sie mit meinen Inhalten in Berührung kommt: <br/>4-7 Stichpunkte<br/><br/>NACHHER: Nach regelmäßiger Nutzung meiner Inhalte befindet sich meine Zielgruppe in folgendem Zustand: 4-7 Stichpunkte</p><p><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Schritt 2</mark> <br/>Als nächstes formuliert du aus beiden Parts je einen Satz und führst sie anschließend in diesem Lückensatz zusammen:</p><p>Ich helfe Menschen, die von [Kurzform Ausgangszustand] durch meine Inhalte zu [Kurzform Zielzustand] finden. <br/><br/><mark style="background-color: rgb(222, 244, 220); color: inherit">Schritt 3</mark><br/>Zum Abschluss erweiterst du diesen Lückensatz: <br/>Ich helfe Menschen, die von [Kurzform Ausgangszustand] durch meine Inhalte zu [Kurzform Zielzustand] finden, <strong>weil… </strong><br/><br/>Der VORHER-NACHHER-Zugang bringt viele Creator genau an den Punkt, an dem sie ihre Mission entdecken und „zu packen bekommen“. Wenn du diesen Satz so beenden kannst, dass du dich damit komplett wohlfühlst, dann kannst du deine Mission in wenigen Worten klar benennen und hast Klarheit für zukünftige Entscheidungen.</p><p><strong>2) Zugang über deine Lieblingsinhalte </strong><br/><br/>Falls dir das etwas zu technisch und verkopft ist und du lieber mit dem Flow gehst, kann dir die folgende Fragestellung zur Reflektion helfen:</p><p><strong><em>„Was sind 3-5 herausragende Ausgaben, Recherchen oder Produktionen, die deine Persönlichkeit, Kreativität und Expertise am besten widerspiegeln?“</em></strong><br/><br/>Die Frage kannst du gut über mehrere Tage wirken lassen. Früher oder später kommst du so an den Punkt, an dem du eine feine Auswahl für dich getroffen hast. Hier schließt sich dann die Frage an: Warum bedeuten mir diese Inhalte so viel? Wenn du das so beantworten kannst, dass du dich damit komplett wohlfühlst, dann kannst du deine persönliche Mission endlich klar benennen. Egal, ob du sie deine Mission, dein Ziel, dein Leistungsversprechen, deinen Antrieb, oder dein „Why“ nennst.</p><h2>Schreib uns zurück</h2><p>Du hast bereits Kooperations-Erfahrungen mit größeren Medienunternehmen gesammelt? Oder jetzt einen ersten Schritt gewagt? Was lief gut? Was lief schlecht? Worauf hast du dabei geachtet? Worauf wirst du in Zukunft verstärkt Wert legen? Wir haben große Lust, in weiteren Ausgaben tiefer reinzugehen. Denn „Mediapreneur” soll entlang realer Erfahrungen wachsen. Zusammen mit dir.</p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/a1a3323a-254c-48e4-a243-3103adea6f44/teaser_image/1770146658?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 28 Jan 2026 05:56:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Unser Weg zu den ersten 100 Subs]]></title>
      <description><![CDATA[Warum wir genau diese 100 wollten. Wie wir sie erreicht haben. Warum die Zahl total unwichtig ist. Und auf welche Zahl es stattdessen ankommt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hej, ich bin David. Als Gründer von Shelfd (seit 10 Jahren Streaming-Kuration mit 130K+ monatlichen Besucher:innen), St. Audio (Podcast-Wachstums-Tool), dem REC Club (Podcast-Community) und weiteren Media-Projekten schreibe ich hier im <strong>Mediapreneur-Newsletter</strong> jede zweite Woche über die Realität von Media-Business’, mit ehrlichen Erfahrungen, Einordnungen und Einblicken.</p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 110 Abonnent:innen (+10). Die heutige Ausgabe hat 1.790 Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 7 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/daviidreiter/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/97891f99-4955-43cb-b395-d6c358e57332/uploads/images/pqrkx7uxi5/David.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor: David Reiter"/></a><h2>35 Minuten nach dem Versand: unsere erste Antwort</h2><p>Letzte Woche Mittwoch, 06:30 Uhr, ist die erste Ausgabe des Mediapreneur-Newsletters erschienen. Von Sören. 100 Menschen haben sie bekommen.</p><p>Um 07:05 Uhr – 35 Minuten später – hatten wir die erste Antwort im Posteingang.</p><p>Keine höfliche Einzeiler-Antwort. Keine „Danke für den Newsletter“-Floskel. Sondern: <strong>300+ Worte voller Kontext, Fragen, einem Rechercheauftrag – und vor allem eine echte Verbindung.</strong></p><p>Von einem Medienschaffenden, der genau vor den Herausforderungen steht, über die wir schreiben. Der unsere Sprache spricht und Perspektive teilt. Kurz: Einer der vielen unabhängigen Medienschaffenden, denen wir mit <strong>Mediapreneur </strong>Hilfe und Inspiration bieten wollen. </p><p><strong>Das ist der Moment, in dem wir wussten: Es gibt wirklich den Bedarf für diese Inhalte.</strong> Unsere These hat sich bestätigt.</p><h2><strong>Die Metrik, die wirklich zählt</strong></h2><p>Diese Antwort nach 35 Minuten ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung, die wir beim Start von Mediapreneur getroffen haben.</p><p>Wir setzen auf EINE Metrik: <strong>Hat das, was wir schreiben, Bedeutung und Relevanz für Medienschaffende, die unabhängig publizieren?</strong></p><p>Nicht: Wie viele Menschen haben die Mail geöffnet?<br/>Nicht: Wie oft wurden Links geklickt?<br/>Sondern: <strong>Hat es bei jemandem etwas ausgelöst?</strong></p><p>Vielleicht kennst du das: Du schickst morgens deinen Newsletter raus, checkst Abends die Stats – 42% Opens, 8% Klicks – und fragst dich trotzdem: Mhh, was genau hat hier resoniert?</p><p>Die Zahlen sagen dir nicht, ob deine Gedanken bei jemandem angekommen sind. Ob jemand beim Lesen genickt hat. Ob jemand eine Idee mitnimmt. Sie sagen dir nur: Jemand hat geklickt.</p><p>Und mal ehrlich: Öffnungen und Klicks sind nicht nur wenig aussagekräftig – sie stimmen oft nicht mal. Seit Apples „Mail Privacy Protection“ (um 2021) werden Tracking-Pixel manipuliert, um personenbezogenes Verhalten nicht mehr auslesen zu können. E-Mails werden im Hintergrund vorgeladen, jeder Link einmal angewählt – auch wenn die Person die Mail nicht mal geöffnet hat. Alles vom Mail-Programm im Hintergrund ausgeführt.</p><p><strong>Wir wollen wissen, ob unsere Mail bei jemandem etwas ausgelöst hat. </strong>Die einzig relevante Metrik also: Antworten, die echte menschliche Verbindungen entstehen lassen.</p><p>Es gibt eine Passage aus Jack Contes Vortrag <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hwn6-8XpIuE">„Death of the Follower &amp; the Future of Creativity on the Web“</a>, die das perfekt auf den Punkt bringt. Er ist der Patreon-Gründer.</p><p>Conte fragt rhetorisch: „Wenn du in der Zeit zurückreisen und Ella Fitzgerald, David Bowie oder Prince fragen würdest, was ihr Ziel als Künstler:in ist – hätten sie gesagt: Mein Ziel ist es, die Anzahl der Stunden zu maximieren, die Menschen mit meiner Arbeit verbringen?“</p><p>Nee, sie haben ihre Ziele wahrscheinlich nicht so definiert, wie moderne Dashboards und Algorithmen uns heute sagen, dass wir Erfolg messen sollen.</p><p>Stattdessen, so Conte: „Ich will etwas sagen, das nur ich sagen kann. Etwas, das sich wahr anfühlt. Ich will Dinge schaffen, die zeitlos sind – die sich heute wahr anfühlen und noch 500 Jahre nach meinem Tod wahr anfühlen werden.“</p><p>Genau das wollen wir mit diesem Newsletter schaffen. <strong>Etwas, das sich wahr anfühlt. Etwas, das Verbindung stiftet. Und wir glauben, dass es euch auch so geht.</strong></p><p>Diese erste Antwort nach 35 Minuten hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.</p><h2><strong>Wie wir unsere ersten 100 bekommen haben</strong></h2><p>Einen Tag vor dem Versand der ersten Ausgabe standen wir bei 84 Subscriber:innen. Sören postete auf LinkedIn: „Kriegen wir die 100 noch voll?“</p><p>Wir haben es geschafft. Genau 100.</p><p>Klar, 100 ist überschaubar. Aber 100 Medienschaffende, die unabhängig publizieren? Das ist ein verdammt guter Start.</p><p>Denn hier ist der Unterschied: Wir wollten nicht irgendwem ein Ohr abkauen. Wir wollen Menschen erreichen, die vor den gleichen Fragen stehen wie wir. Die Content-Qualität, Distribution und Monetarisierung zusammendenken müssen.</p><p>Und genau die haben wir erreicht.</p><p><strong>Aber – und das ist wichtig – wir konnten uns nicht die ganze Zeit nur um unser Abo-Wachstum kümmern.</strong></p><p>Wir haben parallel:</p><ul><li><p>Unsere Positionierung geschärft (was ist ein Mediapreneur überhaupt?)</p></li><li><p><a href="https://mediapreneur.fm/posts/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125">Die erste Ausgabe geschrieben</a> (Sören hat den Auftakt gemacht) </p></li><li><p>Alles technisch bei Steady aufgesetzt (mein Part)</p></li><li><p>Unsere Inhaltsplanung für die kommenden Wochen entwickelt</p></li><li><p>Für unseren Podcast zum Magazin ein erstes Gespräch geführt (startet am 04. Februar)</p></li><li><p>Uns überlegt, wie wir das alles gegenfinanzieren</p></li><li><p>Uns um unsere kleinen Töchter gekümmert und unseren Rollen und Verpflichtungen als Familienväter gerecht geworden</p></li><li><p>Zusätzlich betreiben wir mit dem <a href="https://recclub.de/">REC Club</a> auch noch unsere Podcast-Community </p></li><li><p>und und und</p></li></ul><p>Wenig Zeit, viele Aufgaben. Also mussten wir smart priorisieren. <strong>Wo erreichen wir mit minimalem Aufwand genau unsere Zielgruppe?</strong></p><h3><strong>Das haben wir gemacht:</strong></h3><p>Wir hatten mehrere Gast-Auftritte – haben bei anderen Newslettern, in Podcasts und auf unseren eigenen Kanälen über den Start gesprochen.</p><p><strong>Der erfolgreichste war die „Blaupause“:</strong> Ich durfte für den Newsletter von Sebastian Esser über Community-Building &amp; Monetarisierung einen <a href="https://blaupause.community/posts/a28e1065-3fd9-4e23-9fe7-ef1e2ebdf76d">Gastbeitrag</a> schreiben. Die erste Ausgabe des neuen Jahres. Zielgruppe: Genau die Menschen, denen wir helfen wollen – Creator:innen, die darüber nachdenken, wie sie sich langfristig finanzieren.<br/><strong>Ergebnis aller Gastauftritte:</strong> ~50 Anmeldungen</p><p>Daneben haben wir jeder 2 Mal niedrigschwellig bei LinkedIn kommuniziert. Keine große Kampagne. Keine Ads. Einfach: „Hej, wir starten das hier, interessiert dich das?“. Beide haben wir über Jahre Beziehungen zu Medienschaffenden aufgebaut – ein paar sind direkt mitgekommen.<br/><strong>Ergebnis:</strong> ~35 Anmeldungen</p><p>Und ich habe auf meinem eigenen Blog <a href="https://davidmachtsachen.de/">DavidmachtSachen.de</a> über den Start geschrieben und dass ich finally ein Projekt gefunden habe, das ich <a href="https://davidmachtsachen.de/endlich-nicht-mehr-allein/">„Endlich nicht mehr allein“</a> umsetze. Meine bestehende Audience kennt mich schon als Mediapreneur und sie sind neugierig, was ich mir hier wieder ausgedacht habe.<br/><strong>Ergebnis:</strong> ~15 Anmeldungen.</p><p><strong>Das war&#39;s.</strong> Drei gezielte Maßnahmen statt eines Mega-Launch-Events. Wir haben auch überlegt: Wie viel Marketing braucht es für den Start? Rund um den Jahreswechsel hatten wir etwa drei Wochen Zeit – also haben wir radikal priorisiert.</p><p>Und das Ergebnis? <strong>100 Subs – von denen einer nach 35 Minuten +300 Worte zurückgeschrieben hat.</strong></p><h2><strong>Warum das gerade jetzt so wichtig ist</strong></h2><p>Genau diese Fokussierung wird immer relevanter. Denn während wir den Newsletter konzipierten, kündigte Google im Januar 2026 eine neue Gmail-Funktion UND Startseite an: die „AI Inbox“.</p><p>Statt einzelne, neue Mails zu sehen, bekommen Nutzer:innen künftig KI-Zusammenfassungen ihrer gesamten gelesenen und ungelesenen Nachrichten präsentiert. Die werden auf drei Bulletpoints reduziert und ein Algorithmus entscheidet, was relevant genug ist, um überhaupt erwähnt zu werden.</p><p><strong>Was das bedeutet:</strong> Der Posteingang gehört nicht mal mehr den Nutzer:innen. Sondern Google. Ciao, offenes Internet!</p><p>Newsletter, zu denen Menschen keine persönliche Verbindung haben, werden zusammengefasst. Newsletter, die austauschbar sind, rutschen in die Bedeutungslosigkeit. <strong>Nur E-Mails, die uns überhaupt noch etwas bedeuten, werden geöffnet.</strong></p><p><a href="http://davidmachtsachen.de/ciao-posteingang">Ich habe hier ausführlich über das KI-Postfach geschrieben</a>, warum sie der nächste Gatekeeper zwischen uns und unserer Audience ist und was wir als Creator:innen und Konsument:innen dagegen tun können. Falls dich das Thema interessiert, lies gerne rein.</p><p>Für uns bedeutet das: <strong>Wir müssen von Anfang an auf echte Verbindung setzen. Nicht auf Zahlen.</strong></p><p>Und genau das war unser Ansatz.</p><hr/><p>Erster Live-Talk</p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Übrigens: Morgen Abend (Donnerstag, 20 Uhr) sprechen wir live mit Martin Fehrensen – dem Gründer des Social Media Watchblogs – darüber, wie er und Simon Berlin Abos für ihren Newsletter an Unternehmen verkaufen.</mark></p><p><mark style="background-color: rgb(250, 241, 211); color: inherit">Antworte „Martin“ auf diese Mail und ich schicke dir den Link zu. Alles kostenlos.</mark></p><hr aria-hidden="true"/><h2><strong>Wie wir von 100 auf 200 kommen (ohne auszubrennen)</strong></h2><p>Die nächste Frage ist: Wie wachsen wir weiter, ohne dass es unser komplettes Zeitbudget frisst?</p><p>Denn seien wir ehrlich: Du kannst nicht 40 Stunden pro Woche in die Distribution deiner Inhalte stecken. Du willst Content produzieren, hast noch Projekte zu managen und dein Business zu führen.</p><p><strong>Unser Plan für die zweiten 100:</strong></p><ul><li><p><strong>Empfehlungen aus dem bestehenden Verteiler</strong> – Wenn dir der Newsletter gefällt, <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">teile ihn mit anderen Medienschaffenden</a></p></li><li><p><strong>Persönliche Ansprache von Bekannten</strong> – Wir kennen noch mehr Menschen, für die das hier relevant ist. Denen erzählen wir jetzt davon. Einem nach dem anderen. Dann, wenn es unsere Zeit und Energie zulässt.</p></li><li><p><strong>Weiter präsent sein, wo unsere Zielgruppe schon ist:</strong> LinkedIn, Podcasts, Communities, Events.</p></li></ul><p>Aber vor allem: <strong>Newsletter schreiben, die Menschen etwas bedeuten.</strong></p><p>Newsletter, die 300-Wörter-Antworten provozieren. Newsletter, die sich nicht zusammenfassen lassen, weil sie persönlich, relevant und „wahr“ sind.</p><p>Denn – und ja, das ist eine gewagte These für den Start – <strong>ohne passende Leser:innen nützt dir auch der beste Newsletter nichts.</strong> Du kannst keine Verbindung zu Menschen aufbauen, die gar nicht da sind.</p><p>Aber wenn die richtigen Menschen da sind? Dann sind ein guter Newsletter und ein in die Tiefe gehender Podcast das Beste, was du tun kannst.</p><p>Dieser Newsletter hier ist kein Lehrbuch und kein Manifest. Er versteht sich als fortlaufende Einordnung – wir teilen Wissen, machen Zusammenhänge sichtbar und inspirieren mit Erfahrungen aus der Praxis.</p><p>Genau das zeichnen wir hier mit dir zusammen nach: die Entwicklung des Media-Unternehmertums, die Chancen, die Fallen, die Mechaniken.</p><h2><strong>Drei Fragen zur Selbstreflexion</strong></h2><p>Bevor du diese Mail schließt, nimm dir einen Moment:</p><p><strong>1. Hattest du in den letzten vier Wochen eine ausführliche Antwort auf deinen Newsletter oder Podcast </strong>– oder waren es nur Dankesbekundungen und „Daumen hoch“?</p><p><strong>2. Wenn du morgen nur noch 100 Subscriber:innen hättest, aber es wären genau die richtigen</strong> – würdest du das als Erfolg oder als Scheitern sehen – und warum?</p><p><strong>3. Wie viele Stunden hast du letzte Woche in Reichweitenaufbau gesteckt </strong>– und wie viele davon waren reine Zeitverschwendung?</p><p>Das sind keine rhetorischen Fragen. Das sind strategische Entscheidungen, die wir alle treffen müssen. Denn Strategie bedeutet bewusst festzulegen, wo wir Ressourcen einsetzen – und wo nicht –, bevor wir anfangen zu planen, zu optimieren oder auszuführen.</p><p><strong>Schreib mir zurück – welche dieser Fragen beschäftigt dich am meisten?</strong> Ich habe große Lust für weitere Ausgaben tiefer reinzugehen.</p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>David</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Magazin]]></category>
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      <pubDate>Wed, 21 Jan 2026 05:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was ist ein Mediapreneur?]]></title>
      <description><![CDATA[Zur Startausgabe des Newsletters]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Mediapreneur – das Magazin für Medienschaffende, die unabhängig publizieren</h1><p>Hallo und vielen Dank, dass du dich für <strong>die erste Ausgabe „Mediapreneur“ </strong>angemeldet hast.</p><p>Hier schreiben Sören Mannschitz und David Reiter jede Woche abwechselnd für Medienschaffende, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/about">Das sind wir</a></p><p>Du empfängst diesen Newsletter als eine(r) von 100 Abonnent:innen (+100). Die heutige Ausgabe hat 470 Wörter und das vollständige Lesen dauert <strong>etwa 3 Minuten</strong>. Teile den Newsletter gerne auch mit anderen Medienschaffenden, die unabhängig publizieren.<br/>➽ <a href="https://mediapreneur.fm/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/njcunf5xtw/Rectangle_79-1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Trenner"/><a href="https://www.linkedin.com/in/soeren-mannschitz3405b720b/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/7aqq454273/Soren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Autor dieser Ausgabe ist Sören Mannschitz"/></a><h2><strong>Mediapreneur – was ist das eigentlich?</strong></h2><p>Wahrscheinlich hast du den Begriff „Mediapreneur“ noch nie gehört, denn: Wir haben ihn uns ausgedacht, um eine Entwicklung zu beschreiben, die viele Medienschaffende bereits vollziehen. Gemeint sind Personen, die unabhängig publizieren (wollen) und ihre Arbeit nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell selbst verantworten. Unabhängigkeit heißt für uns, über Inhalte und Darstellungsformen eigenständig und frei von Zwängen zu entscheiden.</p><p>Viele Medienschaffende sind in erster Linie Produzent:innen von Inhalten. Das bleibt der Kern ihrer Arbeit. Der Mediapreneur geht darüber hinaus. Er erweitert die publizistische Rolle um unternehmerische Aspekte. Diese Erweiterung ist kein Bruch mit journalistischen oder kreativen Standards, sondern eine Weiterentwicklung. Inhalte stehen weiterhin im Zentrum, werden aber ergänzt durch Fragen der Distribution und der Finanzierung.</p><p>Aus dieser Weiterentwicklung entsteht ein konkreter Bedarf. Unabhängiges Publizieren setzt wirtschaftliche Tragfähigkeit voraus. Wer den eigenen Lebensunterhalt nicht sichern kann, hat keine nachhaltige Grundlage für unabhängiges Publizieren. Ebenso entscheidend ist die Distribution. Wer Reichweite ausschließlich über externe Kanäle bezieht, ist strukturell verletzlich.</p><h2>Darum geht es uns</h2><p>Die wenigsten von uns beherrschen die drei Bereiche Content, Distribution und Monetarisierung gleichermaßen. Inhaltliche Qualität, Verbreitung und Finanzierung folgen unterschiedlichen Logiken. Genau hier entsteht eine Lücke, die im Alltag vieler Medienschaffender spürbar wird.</p><p><strong>Mit Mediapreneur greifen wir diesen Bedarf auf. </strong>Dieser Newsletter ist kein Lehrbuch und kein Manifest. Er versteht sich als fortlaufende Einordnung. Wir wollen Wissen teilen, Zusammenhänge sichtbar machen und mit Erfahrungen aus der Praxis inspirieren. Der Fokus liegt auf den unternehmerischen Dimensionen unabhängigen Publizierens, ohne die publizistische Perspektive zu verdrängen.</p><p>Im größeren Zusammenhang bewegen wir uns in einem Medienmarkt, der aufgrund finanziellen Drucks von zunehmender Konzentration geprägt ist. Diese Entwicklung ist nicht absolut, aber in mehreren Segmenten erkennbar. Ökonomisch ist sie nachvollziehbar, für die publizistische Vielfalt jedoch kritisch. Wenn Reichweite, wirtschaftliche Abhängigkeiten und redaktionelle Linien in wenigen Strukturen zusammenlaufen, verengt sich der Raum für unterschiedliche Perspektiven schrittweise. Unabhängige Publikationsformen sind in diesem Kontext keine Gegenbewegung, sondern eine notwendige Ergänzung.</p><p><strong>Es ist eine gute Zeit für Medienschaffende</strong>, die unabhängig publizieren wollen. Die technischen Hürden sind niedrig, der Zugang zum Publikum ist offener als je zuvor. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen. Neben die inhaltliche Arbeit treten Aufgaben, die bislang ausgelagert waren. Distribution, Finanzierung und strukturelle Entscheidungen werden Teil der eigenen Verantwortung.</p><p>Unser neues Magazin setzt genau hier an: Bei dieser Transformation vom Medienschaffenden zum Mediapreneur. Mit Einordnung, Wissen und Inspiration.</p><p>Denn diese Vielfalt an Aufgaben kann manchmal überfordern.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bc7d09d0-3524-4a0d-8415-a9fa7deee125/uploads/images/ubpg7nbhwx/ah8mxu.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Deswegen versprechen wir: Kein überzogenes BWL-Vokabular. Keine Bling-Bling-Startup-Rhetorik. Sondern verständliche Begriffe für konkrete Probleme im publizistischen Alltag.<br/>Und wenn wir dagegen verstoßen, sag bitte direkt Bescheid.</p><h2>Zusammen mit dir</h2><p><strong>Zum Start interessiert uns vor allem, </strong>womit du aktuell konfrontiert bist:</p><ul><li><p>Welche Herausforderungen hast du beim unabhängigen Publizieren?</p></li><li><p>Wo bestehen noch unschöne Abhängigkeiten?</p></li><li><p>Wo fehlt es dir an Orientierung?</p></li></ul><p>Ebenso willkommen sind Best Practices, funktionierende Lösungen und individuelle Perspektiven aus dem eigenen Arbeitsalltag oder mit Blick auf Branche und Markt.</p><p>Mediapreneur soll entlang realer Fragen wachsen.</p><p>Zusammen mit dir.</p><p>Frische Grüße<br/>sendet dir<br/>Sören</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/30ca7839-3fab-40e6-ab22-9f34fadb384f">Impressum</a> | <a href="https://steady.page/de/73fcb81a-8948-435c-af34-1532cf0fbf4c/posts/469358c2-41b4-46c1-98e7-9159dd1f822b">Ergänzende Datenschutzerklärung</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 14 Jan 2026 05:21:41 +0000</pubDate>
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