This is doing it
Ich war letzte Woche beim Bodypump. Das ist ein Kraft-Ausdauer-Training mit Langhanteln, man macht dabei beispielsweise das klassische BankdrĂĽcken oder Squats, dabei läuft ganz schlimme Ballermann-Disco-Mucke und ich hasse jede einzelne Sekunde mit jeder einzelnen Faser meines Seins. Danach hat man (wenn man, wie ich, nur selten hingeht) einen Muskelkater, der einen zum Weinen bringt. Man muss sehr frĂĽh schlafen gehen. Und am nächsten Tag geht es einem ansonsten fantastisch.Â
Es ist auĂźerdem ein wahnsinnig effektives Ganzkörpertraining. Wenn ich mich mit all meiner Willpower dazu bringen wĂĽrde, einmal in der Woche hinzugehen (zusätzlich zu meinem Pilatestraining, das ich nicht mit jeder Faser meines Seins hasse), wĂĽrde es meinen Körper sicher auf entzĂĽckende Weise formen.Â
Wenn ich es halt nicht so sehr hassen wĂĽrde. Es ist einfach eine zutiefst unnatĂĽrliche Beschäftigung, das wiederholte Heben und Senken schwerer Objekte zu schlechter Disko-Mucke, es ist etwas, was jedes Säugetier, das bei Verstand ist, unbedingt vermeiden will. (Ich finde schwere Sachen tragen sowieso ganz schlimm. Ich habe einen permanenten inneren Krieg mit dem Einkaufen am Laufen, weil ich es so grässlich finde, mit schweren Taschen durch die Gegend laufen zu mĂĽssen.)Â
Ich kenne natürlich auch diese Leute, bei denen das alles ganz einfach ist. Meine frühere Mitbewohnerin Nike war so ein Fall. Wenn sie eine Woche kein Workout machen konnte, wurde sie richtig traurig. Sie hat das vermisst. Und die Tage gezählt, bis sie endlich wieder Planks machen darf. Sie hat Leute, die Planks machen dürfen, mit Eifersucht und Wut angeschaut. Sie musste sich selbst mit Willenskraft vom Planken abhalten. So ein Verhalten ist mir genauso fremd wie ein Glas Wein zu trinken und dann aufzuhören.