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    <title>Mia Gatow</title>
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    <description>Ein Newsletter über Popkultur, Nüchternheit, Dates, Geld, Romantik, Lügen, Liebe, Sex, Bücherschreiben und Nageldesign.</description>
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      <title>Mia Gatow</title>
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      <title><![CDATA[Lifestyle in Zeiten des Weltuntergangs]]></title>
      <description><![CDATA[Irgendwer hat mal gesagt, das Leben der Schriftstellerin muss möglichst langweilig sein, damit ihre Bücher aufregend sein können.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>High Heels, Häppchen Büffet und Amazon Prime</h2><hr aria-hidden="true"/><p>Irgendwer hat mal gesagt, das Leben der Schriftstellerin muss möglichst langweilig sein, damit ihre Bücher aufregend sein können. An diese Regel halte ich mich im Augenblick eisern. Ich halte mein Leben so langweilig wie möglich. Ich sitze am Schreibtisch und kippe jedes Gefühl und jedes Drama, das jemals in mir war, in diesen Roman, den ich schreibe, und dann mache ich meine Steuererklärung und dann esse ich Sahnehering mit Pellkartoffeln und dann gehe ich schlafen. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Ein langweiliges Leben, das die Kunst zentriert, ist allerdings, das ist mir schon klar, der ultimative Luxus. Wenn ich so am Schreibtisch sitze und dieses Buch über Liebe (of all things) zu schreiben versuche, tue ich das mit Scheuklappen und Noise Cancelling. Alles andere auszublenden und sich auf die kreative Arbeit zu konzentrieren, wird allerdings zunehmend schwieriger, weil alles andere zunehmend katastrophal ist.</p><p>»Ich habe so eine ständige innere Unruhe«, sagt Rita neulich, als wir einer wöchentlichen Hummus und Cola-Tradition nachgingen, »wegen der politischen Situation.« Ich weiß genau was sie meint. Ich habe es auch. Eine ständige Anxiety, einen low level irre machendenden Dauerstress von allem, was abgeht. </p><p>Und auch das was ich hier mache, in diesem schönen lifestyligen Newsletter über Romanzen, Finanzen und Nageldesign, ist zunehmend schwerer abzuschirmen—es ist nicht leicht für mich, es leicht zu halten, während draußen die Welt untergeht.</p><p>Im Moment will alles in mir dauernd über Politik schreiben, und über Politik nachdenken. Die Wahlergebnisse in Berlin waren so hoffnungsvoll und die darauf folgende Hetzjagd gegen die Linken so schlimm, so schockierend und desillusionierend und verstörend, dass ich das erste Mal in meinem Leben nachts wach gelegen habe, weil ich mir Sorgen um Politik gemacht habe. Weil ich nun ziemlich sicher bin, dass wir eine rechtsextreme Regierung bekommen werden. Und keinen Zweifel mehr daran habe, dass die etablierten Parteien und die gesamte bürgerliche Presse Steigbügelhalter sein werden. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/67d4b426-bd30-49d0-bd0f-8fa1bcb33da3">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 10 Oct 2026 06:45:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Digger: Kunst nach dem Ende der Welt]]></title>
      <description><![CDATA[Die Filmkritik hasst Digger so sehr, dass man richtig euphorisch werden könnte. Digger ist Alejandro González Iñárritus UND Tom Cruises Rock Bottom, schreibt Indiewire.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Filmkritik hasst <em>Digger</em> so sehr, dass man richtig euphorisch werden könnte. <em>Digger</em> ist Alejandro González Iñárritus UND Tom Cruises Rock Bottom, schreibt Indiewire. <em>Digger</em> ist selbstgefällig und enttäuschend, schreibt der Guardian. Nicht mal Tom Cruise kann diesen Film retten, schreibt die New York Times. Nicht mal Sandra Hüller kann diesen Film retten schreibt die ZEIT. Laut Spiegel ist <em>Digger</em> vielleicht sogar <em>der schlimmste Film des Jahres</em>.</p><h3>Ich musste ihn also sofort sehen. </h3><hr aria-hidden="true"/><h5>Warnung: <em>Digger</em> hat einen dicken fetten Twist, den ich gleich gnadenlos spoilern werde. Wenn du ihn sehen und maximal Spaß haben willst: Lies vorher nichts. Er ist <em>keine</em> Zeitverschwendung. Er ist <em>nicht</em> der schlechteste Film des Jahres.</h5><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2858f8b6-874b-4a0d-9ab1-ad73af31bac6/uploads/images/pdkx2uawcl/Steady_Titelbilder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/2858f8b6-874b-4a0d-9ab1-ad73af31bac6">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sun, 04 Oct 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Willenskraft Nein Danke]]></title>
      <description><![CDATA[Das Mittel gegen die Machtlosigkeit und das Ende vom Kult der Leistung]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Das Mittel gegen die Machtlosigkeit und das Ende vom Kult der Leistung</h2><hr aria-hidden="true"/><p>Als ich frisch nüchtern war, wurde ich von einem Rausch der Selbstkontrolle erfasst. Ich praktizierte Minimalismus in allen Lebensbereichen, fetischisierte Zeitmanagement-Techniken und setzte alles daran, meine Willenskraft aufzupumpen wie den Bizeps eines Bodybuilders auf Steroiden. Ich fand das ganze Thema Willenskraft—wie kriege ich sie, wie stärke ich sie, und zu was für krassen Wunderwerken werde ich wohl in der Lage sein, wenn ich optimal einsetze—extrem interessant. Eigentlich seltsam, denn ich hatte ja gerade erst die fundamentale Erfahrung gemacht, dass es ja eben <em>genau das Gegenteil von Willenskraft</em> gewesen war (nämlich die radikale Akzeptanz meiner eigenen Machtlosigkeit), die mir auf eine existenzielle Weise den Arsch gerettet hatte. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/054f16ea-cefb-4fd9-b75a-bce622bbddbc">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 26 Sep 2026 06:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[New York ist da, wo wir sind]]></title>
      <description><![CDATA[über den Erfolg der Nazis, Wurstsalat-Tristesse und die klassische deutsche Frage: Was würdest du tun, wenn die Faschos an die Macht kommen? ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>über den Erfolg der Nazis, Wurstsalat-Tristesse und die klassische deutsche Frage: Was würdest du tun, wenn die Faschos an die Macht kommen?</h2><hr aria-hidden="true"/><p>Ich meide dieser Tage die Nachrichten. Ich kann einfach grade nicht wieder die immergleichen Analysen über die Abgehängten/Nazis an den <em>rechten Rändern</em> lesen, die eigentlich schon ne ganze Weile keine Ränder mehr sind. Nichts an den Wahlergebnissen in SA ist überraschend. Wie die Zivilbevölkerung in den sogenannten <em>abgehängten</em> Teilen des Landes so drauf ist, das ist alles andere als neu, als in Berlin aufgewachsene Person hatte ich genug Gelegenheiten, meinen kleinen Zeh in das braune Wasser zu tunken, von dem unsere süße Insel der Menschenfreundlichkeit umschlossen ist. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Ich bin zum Beispiel in den frühen Nuller Jahren mal mit ein paar Freundinnen, die auf dem Land wohnten, aus Versehen in eine Open-Air-Party von Brandenburger Dorf-Teens hineingeraten, auf der nach Mitternacht plötzlich Nazi-Songs von Nazi-Bands gespielt wurden, die Textzeilen enthielten, von denen ich mir im zarten Alter von siebzehn nicht im Traum hätte vorstellen können, dass sie ein Publikum unter Gleichaltrigen finden könnten. Wir sind damals durch den Wald abgehauen, mit echter, pulsrasender Angst. Eine Sorte Angst, die ich in Berlin nicht ein einziges Mal gespürt hatte.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/af4b10cd-a597-4a00-8223-f62e0b1f0e4e">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Queen Nell Zink und tolle und schlimme Bücher im September]]></title>
      <description><![CDATA[»Nicotine« (Nell Zink) +++ »The Bombshell« (Darrow Farr) +++ »Fair Play« (Louise Hegarty) +++ »Games« (Anna Maria Volkova) +++]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>»Nicotine« (Nell Zink) +++ »The Bombshell« (Darrow Farr) +++ »Fair Play« (Louise Hegarty) +++ »Games« (Anna Maria Volkova) +++  </h2><hr aria-hidden="true"/><p>Ich habe, als ich letzte Woche erkältet war, ein paar der vielen Bücher zu ende gelesen, die ich parallel laufen hatte. Darunter <em>Nicotine</em>, den dritten Roman von Nell Zink. Ihr sechster, <em>Sister Europe</em>, war mein Buch des Jahres 2025. Als ich mit <em>Nicotine</em> fertig war, habe ich beschlossen, jetzt einfach alles von Nell Zink zu lesen. Nell Zink ist eine absolut unkopierbare Autorin. Sie hat ein eigenes Genre der Seltsamkeit erschaffen. Wenn man ihre Bücher liest, dann hat man das Gefühl: das Leben öffnet sich, und ist in Wirklichkeit viel skurriler, interessanter, magischer und pulsierender vor Möglichkeiten, als man immer dachte. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Zink ist außerdem auch noch eine Persona, über die jede einzelne Information toll ist. Hier der Beweis:</p><h2>Dreizehn Informationen über Nell Zink, die allesamt toll sind</h2><p><strong>1</strong> — Nell Zink arbeitete vor ihrem literarischen Durchbruch unter anderem als Sekretärin, Maurerin, technische Zeichnerin und als Herausgeberin eines Post-Punk-Zines namens <em>Animal Review</em>, das von 1993 bis 1997 erschien, und Artikel brachte, in denen Punkmusiker über ihre Haustiere schrieben.</p><p><strong>2</strong> — Sie heiratete den ersten ihrer zwei Ehemänner, nachdem sie ihn nur eine Woche kannte.</p><p><strong>3</strong> — Nach Aufenthalten in Tel Aviv und Tübingen zog sie im Jahr 2000 nach Berlin. Sie begründete die Wahl mit ihrem wachsenden Unwillen, verliebt zu sein, statt ihre Zeit und Energie auf die kreative Arbeit zu fokussieren:</p><h4>»Mir wurde klar: wenn ich hierher ziehen würde, könnte ich heiße, oberflächliche, sexuelle Beziehungen zu Typen haben, die ich ansonsten ignorierte.«</h4><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/d82c92ef-f5b2-440d-81d2-bb963db2230d">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 12 Sep 2026 06:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[KI und der Tod der Kunst]]></title>
      <description><![CDATA[Warum KI keine Kunst kann]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Warum KI keine Kunst kann</h2><p>Ich hatte im Sommer 2022 ein sehr denkwürdiges Date mit einem Regisseur von Dokumentationen. Dieses Date ist sowas wie mein Römisches Reich, und zwar aus mindestens sechs verschiedenen Gründen, die alle für sich genommen eigene Texte sein könnten (unter anderem weil der Regisseur in einer Wohnung wohnte, die spirituell eigentlich <em>mir</em> zustand, dass er eine zweite Wohnung <em>nur für Sex</em> hatte, und dass wir gemeinsam weinten, um nur ein Paar zu nennen). </p><p>Bei diesem Date jedenfalls stritten wir auch über die Frage, was KI mit der Kunst machen würde. Chat GPT war gerade gelauncht worden und die ganze Welt schwankte zwischen Zukunfts-Begeisterung und Apokalyse-Angst. So gut wie alle waren restlos überzeugt davon, dass in spätestens zehn Jahren niemand mehr einen Job haben würde, weil die Maschinen wirklich alles besser, schneller und billiger machen würden als wir, und die, die das nicht glaubten, hielten sich bedeckt, weil sie in der Zukunft nicht als die Dummen dastehen wollten, wie die Leute, die 1991 gesagt haben, dieses komische Internet werde sich sowieso niemals durchsetzen. </p><h4>»Kunst ist over«, sagte der Regisseur, während ein Kaffee dick und schwarz wie Rohöl in der Bialetti aufstieg, »Wir müssen uns nach anderen Beschäftigungen umsehen.«</h4><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/e543badb-52d3-478d-8dbf-bf09a36e9427">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 05 Sep 2026 05:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Cancel Culture]]></title>
      <description><![CDATA[Alle sagen in letzter Sekunde ab: Ist die Kultur der Unverbindlichkeit eine Plage oder ein Segen?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Alle sagen in letzter Sekunde ab: Ist die Kultur der Unverbindlichkeit eine Plage oder ein Segen?</h2><hr aria-hidden="true"/><h5>Dieses Thema wurde von Franka gewünscht. Danke Franka! </h5><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Ich weiß, ich bin Teil des Problems.</strong> Zwar sage ich selten kurzfristig Treffen ab, aber ich freue mich sehr oft, wenn andere es tun. An einem Samstag Nachmittag plötzlich und unerwartet vier Stunden unverplante Zeit zu haben, ist einfach richtig toll. Wie Geld finden. Es ist mir wichtig, zu betonen, dass das überhaupt nichts mit den Leuten zu tun hat, die ich treffe. Ich treffe ausschließlich die allertollsten Leute. </p><p>Es ist nur so: Die Version von mir, die an einem Donnerstag Vormittag letzte Woche die Verabredung gemacht hat, ist fast immer eine drastisch andere Person, als die, die ich am Samstag nachmittag bin. Ich will gerne in der sechzehnten wachen Stunde am Tag genauso fit, produktiv und schlagfertig sein, wie ich mich nach dem ersten Kaffee fühle, und wieder und wieder entpuppt sich diese Fantasie als Illusion. Deswegen schreibe ich immer zu viel auf meine To-Do-Listen. Meine Todo-Listen sind Ausdruck meiner unerschütterlichen Zuversicht. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Und natürlich ist es schrecklich, dass ich überhaupt meine privaten Verabredungen auf die Todo-Listen schreibe. Sie sollten ja nichts sein, was man abhaken muss. Aber wenn sie da nicht stehen, dann haben sie noch weniger Chancen, sich gegen die Arbeit durchzusetzen, die, wenn man Freelancer ist, theoretisch grenzenlos ist, und sich immer genau so viel Raum nimmt, wie ich ihr gebe. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/a75900cb-c6ca-444c-8750-b3cdb6b03f16">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 29 Aug 2026 06:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das Lesen der Zukunft ]]></title>
      <description><![CDATA[wie man sich seinen Fokus zurück holt ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Bücher lesen in Zeiten der KI +++ wie man sich seinen Fokus zurück holt</h2><p>Ich lese gerade mal wieder ein richtig <a href="https://www.nytimes.com/2025/05/26/books/review/the-bombshell-darrow-farr.html">tolles Buch</a>. Eins, das ich lese, obwohl es schon zu spät ist und ich eigentlich schlafen sollte, aber ich kann nicht aufhören, weil es so spannend ist, aber gleichzeitig will ich nicht, dass es endet. Dieses Lesen ist das tollste überhaupt.</p><p>Das Lesen war in den letzten Jahren in der Krise, nicht nur insgesamt, sondern auch irgendwie für mich persönlich. Bücher sind over, dachte ich immer öfter. Sie <em>können</em> gar nicht gewinnen. Sie sind die wehrlosen kleinen Pflanzen, die vom Tornado aus Contentmüll mitgerissen werden. Sie haben keine Chance. Sie sind das kleine, gallische Dorf: Eindeutig sympathischer und weniger korrumpiert als das übermächtige Imperium, aber trotzdem leider zum Untergang verdammt.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Oder zumindest einfach ein Luxus, der für mehr und mehr Leute zu teuer wird. Aufmerksamkeitsökonomisch betrachtet ist Lesen ein teures Hobby, denn in der Zeit, in der man liest, kann man nichts anderes tun. (Der Hype der Hörbücher in den letzen Jahren hat hauptsächlich damit zu tun, dass man nebenbei was Produktiveres tun kann als Lesen, zum Beispiel zur Arbeit fahren oder putzen.)</p><p>Besonders Romane haben den Vibe der Überflüssigkeit. Sie entziehen sich der Produktivitätslogik, denn ihr Nutzen ist unmessbar. Lesen eignet sich nicht mal dazu, nach einem langen, harten Tag abzuschalten, denn Lesen ist ja im Gegensatz zum katatonischen Starren auf irgendeinen Screen eine sehr aktive Tätigkeit. Wie träumen. Oder halluzinieren. </p><p>Mein Buchkosum ist deutlich über dem Durchschnitt, trotzdem habe ich in den letzten Jahren zunehmend Mühe, mich zu konzentrieren. Mich in einen langen Text hinein zu entspannen. Ich nehme ständig mein Telefon in die Hand. Ich bin ruhelos. Ich schweife ab. Meine Aufmerksamkeit flackert, wie eine kaputte Lampe. Es fühlt sich an, als könnte ich Informationen—nicht nur Text, sondern Kunst generell—weniger gut verstoffwechseln.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/36c851b6-8cf4-4643-818f-0ee6b3fe083b">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 22 Aug 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Oversexed and underfucked]]></title>
      <description><![CDATA[»The Invite« +++ Es geht nie um Sex, es geht immer um alles andere]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>»The Invite« +++ Es geht nie um Sex, es geht immer um alles andere </h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1fa1f31c-a56a-4769-9ca5-3a35c37f4fe3/uploads/images/57qobpg5zs/Steady_Titelbilder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>©A24</figcaption></figure><p>Ich liebe Geschichten, in denen zwei Paare aufeinander knallen so sehr, dass es gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass ich irgendwann mal einen Roman schreiben werde, in dem zwei Paare aufeinander knallen. Ich gucke <em>Closer</em> so ungefähr einmal im Jahr. Um Jude Law dabei zuzugucken, wie er ein totaler Lauch ist, um Clive Owen brüllen zu hören: <em>Fick dich, du SCHRIFTSTELLER!</em>, um Nathalie Portman sachlich sagen zu hören <em>Du kannst hier nicht weinen</em>. Und um mich an Julia Roberts Version der makellos eleganten Exfrau zu erinnern, die ich eines Tages plane zu sein. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Als ich also hörte, dass es ein neues Kammerspiel gibt, in dem zwei Paare auf engstem Raum aufeinander losgelassen werden, musste ich das sofort sehen. Die Story von <em>The Invite</em> von Olivia Wilde ist wenig überraschend, dafür schlicht und zeitlos: Ein glückliches Paar und ein unglückliches Paar treffen sich zum Essen. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/1fa1f31c-a56a-4769-9ca5-3a35c37f4fe3">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 07:10:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ewa Alpha Female]]></title>
      <description><![CDATA[Ewa ist die Frau, die ich sein will, wenn ich an mir selbst zweifle]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Ewa ist die Frau, die ich sein will, wenn ich an mir zweifle</h2><p>Ich hab grade mal wieder so eine Phase. Eine Phase, in der ich mich schief fühle. In der die Klamotten nicht richtig passen, in der meine bisherigen Errungenschaften mir wie glückliche Zufälle erscheinen, in der sich keine klare Vision zeigen will, in der ich ständig darüber obsessiere, zu langsam zu sein, zu undiszipliniert, zu sperrig, zu verkopft. Zu viel an einer Stelle, zu wenig an anderer.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Wann immer es mir so geht, wann immer ich mich schief fühle, denke ich an Ewa. Ewa ist mein perfektes Vorbild. Sie ist die, die ich romantisiere, um mich selbst wieder romantisieren zu können.</p><p>Sie ist eine echte Person, aber ich kenne sie eigentlich überhaupt nicht. Sie war vor Jahren die kurzzeitige Geliebte meines Freundes Ron, ein Mann, der damals viele kurzzeitige Geliebte hatte. Von Ewa war ich mindestens so angetan wie er.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/cbdc3314-2798-447d-a7ee-80bd9db659cf">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 01 Aug 2026 05:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie man nackt gut aussieht]]></title>
      <description><![CDATA[Acht Wege zur körperlichen Perfektion ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Acht Wege zur körperlichen Perfektion (ohne Botox und Ozempic)</h2><p>Tolles Tattoo, sagt die Rezeptionistin in Hotel in Köln zu mir und zeigt auf die Schlange, die sich um meinen rechten Arm wickelt. Ja, oder? sage ich. Das habe ich mir zu meinem 40. Geburtstag machen lassen. Hör doch auf! ruft sie, du bist doch nie im Leben vierzig! What the fuck, du bist doch höchstens Mitte dreißig! Ich sage ihr, dass ich sogar schon einundvierzig bin, und dass meine gute Haut wahrscheinlich von der Abstinenz kommt. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Ich weiß natürlich, dass jünger geschätzt zu werden kein Kompliment ist, weil es Standards bekräftigt, die schon immer auf vielen Ebenen ungesund waren, und ich weiß, ich <em>sollte</em> mich darüber nicht freuen, aber ich kann nicht leugnen, dass es mir gute Laune macht, wenn irgendwer bestätigt, dass ich irgendwelchen arbiträren Beauty Standards entspreche. Auch wenn ich die Existenz dieser Standards ablehne. </p><p>Genau dreht sich die ganze Debatte um Botox und Filler und Gewichtsreduktion, die wir in meinem Freundinnenkreis seit Jahren führen. Wir haben zwei Optionen, unser mentales, seelisches, zeitliches und finanzielles Kapital zu investieren: </p><p>A) Wir arbeiten an der Akzeptanz unserer unperfekten Körper und versuchen, unser Fett und unsere Falten—wenn wir sie schon nicht lieben können—zumindest mit sowas wie Gleichmut hinzunehmen. Das ist zeitaufwändig und anstrengend. Oder</p><p>B) Wir arbeiten an der Optimierung dieser unperfekten Körper. Kontrollieren die Kalorien, glätten Falten mit Botox, färben graue Haare, polstern schmelzendes Collagen mit Fillern. Das ist auch zeitaufwändig und anstrengend.</p><h3>Zwischen diesen beiden Polen schwingen die meisten hin und her. Akzeptanz oder Kampf? Beides ist Arbeit. </h3><p>Vorletztes Jahr, nachdem ich einen kompletten Sommer lang auf dem Teppich gelegen und die Pasta meines neuen Boyfriends gegessen hatte, der tassenweise Olivenöl ins Essen kippt, als gäbs kein Morgen, hatte ich fünfzehn Kilo zugenommen und litt darunter mehr, als ich mir hätte vorstellen können und auf eine Art, die ich nicht hatte kommen sehen. Ich hasste es, mich im Spiegel anzusehen. Es färbte auf meine Selbstwahrnehmung ab. Ich fand nichts mehr zum Anziehen. Ich fühlte mich nicht mehr wie ich selbst. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/d5810423-9fa4-4a69-9db8-49d55408b30c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 25 Jul 2026 07:30:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Boxen, pumpen, Playboy lesen]]></title>
      <description><![CDATA[Pick-me-Grüne und die Krise der Männlichkeit +++ und warum tatsächlich der Feminismus schuld ist (kind of)]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Pick-me-Grüne und die Krise der Männlichkeit +++ und warum tatsächlich der Feminismus schuld ist (kind of)</h2><hr aria-hidden="true"/><p>Die Grünen haben eine neue Marketing-Strategie, um orientierungslose junge Männer für sich zu begeistern, schreibt der SPIEGEL diese Woche: Sie »<a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/wie-die-gruenen-junge-maenner-erreichen-wollen-pumpen-fuer-die-partei-a-d4dcf963-bb14-48bf-b8b5-29f2615b6864">boxen, pumpen und entdecken den Playboy</a>«. Und strahlen dabei die gleiche Aura von Verzweiflung aus, wie Weißbrot Arztsohn Maximilian, der sich auf dem Schulhof an die Alpha Jungs ranschmeißt, indem er ständig <em>Digga</em> und <em>Bruder</em> sagt.</p><p>Pick-me-Grüne, sagt Tom. Sie heißen Theodor und Julian und posten Fitnessstudio-Reels. Weil sie genug haben vom »Softie Image« des »weichgespülten« Robert Habeck. Weil den Progressiven ein »positives Bild moderner Männlichkeit« fehle, und weibliche Vorbilder auch 2026 für einen echten Mann offensichtlich nicht infrage kommen, müssen sich Grüne jetzt als Pumper inszenieren und eine seltsame, cringe Macho-Performance abliefern, die garantiert niemanden aus der Zielgruppe dieser jungen orientierungslosen AfD-Wähler abholen wird, schon allein, weil die einfach schon seit Anfang der Achtziger nicht mehr <em>Playboy</em> lesen. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Die jungen Männer haben bekanntermaßen haben jetzt schon seit einigen Jahren eine Identitätskrise. Sie stehen unter dem Generalverdacht, <em>toxisch</em> zu sein. Sie leiden an einer Einsamkeitsepidemie. Sie begehen häufiger Suizid. Sie gehen nicht zum Arzt. Sie reden nicht über ihre Gefühle. Sie sterben früher. Sie haben weniger Freunde. Sie sind schlechter in der Schule. Sie werden nicht mehr gebraucht. Ihnen fehlen die Vorbilder und die Visionen. Männer, glauben nicht nur Manosphere-Aktivisten, sind die eigentlich benachteiligte Gruppe in der Gesellschaft. Und wer ist an all dem schuld? Natürlich die Frauen. Der verdammte Feminismus. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/5ff8467d-4c07-4cbd-9428-b151c6ca2391">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 07:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[The future is bright]]></title>
      <description><![CDATA[Meine Zeit in den Startups der 2010er +++ Das Ende der Illusionen über den Kapitalismus +++ Meine sozialistische Radikalisierung +++ Tipps: Top 5 Bücher über Arbeit]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4be19237-9f13-45dc-b0cb-0d2c3b489327/uploads/images/s5ibcbovr6/Steady_Titelbilder_09.35.45.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2>Meine Zeit in den Startups der 2010er +++ Das Ende der Illusionen über den Kapitalismus +++ Meine sozialistische Radikalisierung +++ Empfehlungen: meine 5 besten Bücher über Arbeit</h2><hr aria-hidden="true"/><p>Ich habe mal für ein Startup gearbeitet, das »smarte« Leuchten herstellte. Die Gründer waren, wie nahezu alle Gründer, zwei weiße Männer der oberen Mittelschicht, mit technischen Hintergründen in Informatik und Maschinenbau. Die Leuchte war 3D-gedruckt in China und sah genauso aus, wie Produkte eben aussehen, wenn sie von Leuten entworfen werden, die sich keinen Deut für Gestaltung interessieren. (Mir kommt gelegentlich ein Ex-Lover in den Sinn, der mal sagte, Interior Design sei was für Frauen und schwule Männer.) Aber die Leuchte konnte in allen Farben leuchten und man konnte sie mit einer App bedienen. Sachen mit einer App bedienen, die man früher problemlos ohne App bedienen konnte, war 2015 der heißeste Scheiß überhaupt.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Als freie Designerin war ich eine Weile die einzige Frau im Team. Ich gestaltete Kataloge, Merch, Shopdesign, Interfaces. Jutebeutel mit dem Logo des Unternehmens und dem Slogan: <em>The future is bright</em>. Irgendwann sprach sich herum, dass man mit »Diversität« punkten konnte, und es kam noch eine andere Frau dazu, die stetig lächelte und die beim Vorstellungsgespräch, als sie nach ihrem Wunschgehalt gefragt wurde, eine Zahl sagte, und dann hinzufügte: »Ich würde es aber auch für weniger machen«, was mir einer der Gründer lachend erzählte. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/4be19237-9f13-45dc-b0cb-0d2c3b489327">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 04 Jul 2026 07:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Liebe, Horror und Nostalgie]]></title>
      <description><![CDATA[Kühlung in klimatisierten Kinos +++ Liebe und Horror in Curry Barkers »Obsession« +++ Veraltete Aliens in Steven Spielbergs »Disclosure Day«  ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Kühlung in klimatisierten Kinos +++ Liebe und Horror in Curry Barkers »Obsession« +++ Veraltete Aliens in Steven Spielbergs »Disclosure Day« </h2><hr aria-hidden="true"/><p>Keine Ahnung, wie man Berlin hassen kann, ist doch total geil hier, sagt Cleo, als wir vor dem Kino in der Schlange stehen und uns über den zyklisch trendenden Berlin-Hass unterhalten, der von immer neuen Generationen in die Jahre gekommener Besserverdiener:innen gestreut wird. Ein Phänomen, das vermutlich so alt ist wie die Großstadt selbst: Leute, die in ihren Zwanzigern wegen Party, Lebenshunger und Sex in die Stadt gekommen sind, werden mittelalt und beginnen plötzlich—als wäre es was genetisches—all die Dinge zu beklagen, wegen derer sie überhaupt irgendwann mal hergekommen sind. </p><p>Es ist so dreckig, jammern sie, es ist so unfreundlich, es ist so laut, die Luft ist so schlecht, es ist so viel Graffitti! Sie behaupten, dass das früher nicht so schlimm war (oh, doch, war es) und dass früher die U8 noch nicht so gruselig war (oh doch, das war sie) und in der Regel kommen die Klagen ausschließlich von denen, die in genau den Gegenden wohnen, die von ganz genau so Leuten wie ihnen schon seit Jahrzehnten so hart durchgentrifiziert wurden, dass sie aussehen und sich anfühlen wie München.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>(Mein leiser Verdacht ist immer, dass sie in Wirklichkeit einfach in einer ökonomischen Klasse angekommen sind, in der man ungern daran erinnert wird, dass es Leute gibt, die nicht so wohlhabend sind wie sie selbst.)</p><p>Ich wäre begeistert, wenn diese Leute endlich ihren Worten Taten folgen ließen, in die Kleinstädte zurück ziehen, in die sie offensichtlich gehören, und die Stadt uns überlassen: den Leuten, die sie zu schätzen wissen. Denn omg, hier kann man wirklich gut leben, wenn man weiß, wies geht:</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/0989a991-5816-4be6-942a-4f21a913a507">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 27 Jun 2026 08:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bücher für den Sommer und fürs Leben]]></title>
      <description><![CDATA[Yesteryear +++ Herz König +++ Die Liebeshungrigen +++ Wie soll man über überhaupt noch lesen?!]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/dfb05715-8f26-407f-bf8f-ca94342af0af/uploads/images/tcbnwx4d45/Steady_Titelbilder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2>Yesteryear +++ Herz König +++ Die Liebeshungrigen +++ Und: Wie soll man heutzutage überhaupt noch lesen?!</h2><hr aria-hidden="true"/><p>»Kennen Sie das, wenn man noch genau weiß, wann und wo man ein bestimmtes Buch gelesen hat? Ein großer Roman, ein wahrhaft großer, fängt nicht nur eine bestimmte fiktive Erfahrung ein, sondern verändert und intensiviert das eigene Leben. Er bewahrt es wie in einer Zeitkapsel.« (Lily King / <em>Herz König</em>)</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ich denke in letzter Zeit viel über das Lesen nach. Man kann vielleicht sagen, ich hatte sowas wie eine Lesekrise.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Meine Lesegewohnheiten haben sich in den letzten Jahren dramatisch gewandelt. Meine Aufmerksamkeit ist dünner geworden. Es gibt so. viele. Ablenkungen. Ich kann mich kaum an eine Zeit erinnern, in der ich nicht versucht habe, fünf Bücher gleichzeitig zu lesen, weil ich zu fahrig und zu ablenkbar geworden bin, eines nach dem anderen zu lesen. Ich weiß kaum noch, wie es ist, nicht wie ferngesteuert alle 25 Minuten nach meinem Telefon zu greifen. Ich weiß kaum noch wie es ist, ein ganzes Wochenende lang nur auf irgendeiner Wiese zu liegen, Eistee zu trinken und mich in einem Roman zu verlieren.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/dfb05715-8f26-407f-bf8f-ca94342af0af">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 13 Jun 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schlafen, Atmen, Wasser trinken]]></title>
      <description><![CDATA[Alle Prozesse, die schwer und anstrengend sind, funktionieren nach dem gleichen Muster. Durchlaufen die gleichen Phasen. Haben die gleichen Lösungen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Wie man absolut alles schafft, was man sich vorgenommen hat.</h2><p>Ich bin selten blockiert bis zum Zustand der Bewegungslosigkeit, aber nachdem ich diese Woche Version 1 der <em>Romantikerin</em> fertig geschrieben hatte, und es nun darum ging, den nächsten Schritt zu gehen, knallte ich fast augenblicklich gegen eine <a href="https://gcp-na-images.contentstack.com/v3/assets/bltea6093859af6183b/blt4da11b81655c3d4f/6988dafacf40a89583c49191/game-of-thrones-the-wall-history-03.jpg?branch=production">Wand</a>.</p><p>Ich wusste, was ich vorhatte, aber mein Plan ging nicht auf. Was theoretisch Sinn gemacht hatte, funktionierte praktisch nicht. Ich konnte es so nicht machen, wusste aber auch nicht, wie ich es sonst machen sollte. Ich saß fünf Stunden lang in meinem Atelier und starrte abwechselnd auf meine Strukturskizze, meine Szenenübersicht und auf den Text selbst, bis die Absätze in meinem Kopf zu wirbeln begannen und jeden Zusammenhang verloren. Ein sehr, sehr unangenehmes Gefühl.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Das drohende Scheitern eines solchen Langzeitprojektes bringt sofort verdrängte Ängste an die Oberfläche. <em>Ich kann es nicht. Ich konnte es nie. Das letzte Mal, als es geklappt hat, war nur Glück. Ich muss das Ding aufgeben. Ich muss mir einen anderen Job suchen. Was für eine dumme Idee es war, das zu versuchen. Ich habe meine Fähigkeiten rettungslos überschätzt. </em></p><p>Ich artikultierte einige dieser Gedanken gegenüber Lulu, schräg rechts gegenüber, die erstens sehr klug und zweitens selbständig ist, und all diese Prozesse gut kennt. Ich sage: Ich kann nicht, es funktioniert nicht, ich weiß nicht, wie ich es machen soll, das macht doch alles keinen Sinn. Ich sprach diese Dinge mutmaßlich deswegen laut aus, weil ich schon wusste, was Lulu sagen wird: </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/8a1d7cf3-d0ff-458e-bcc4-61e04cfb4cf1">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Eine ordentliche Person]]></title>
      <description><![CDATA[Den Kleiderschrank aufräumen, Kontrollverlust und mein zyklisches Bedürfnis nach Minimalismus. Oder: Wie man die perfekte Capsule Wardrobe baut. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Den Kleiderschrank aufräumen, Kontrollverlust und mein zyklisches Bedürfnis nach Minimalismus. Oder: Wie man die perfekte Capsule Wardrobe baut. ODER: Warum Maximalismus Protest ist</h2><p>Ich habe in letzter Zeit mal wieder das starkes Bedürfnis, all meine Klamotten auszusortieren und durch einen perfekten, minimalistischen Kleiderschrank zu ersetzen. Ich mache <a href="https://de.pinterest.com/pin/560838959858254904/">Moodboards</a> Ich gucke <a href="https://www.instagram.com/reels/DTyEVL_jK5S/">Capsule Wardrobe Videos</a>. Ich packe kiloweise Kleidung in Kartons, um sie loszuwerden. Ich scrolle endlos auf Vinted. Ich fantasiere von einer perfekten Jeans, einer Jeans, die alle anderen Jeans für immer überflüssig macht. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Ich kenne das schon. Der Drang, meinen Kleiderschrank auszumisten ist keine harmlose Sehnsucht. Es ist ein Symptom für etwas Größeres. Es überfällt mich immer dann, wenn ich in irgendeinem Bereich meines Lebens einen Kontrollverlust spüre. Wenn ich nachts wachliege und mich frage, warum zur Hölle ich mir diesen maximal unsicheren Job ausgesucht habe, anstatt irgendwas mit Tarifvertrag zum Beispiel.</p><p>Den Kleiderschrank aufräumen fühlt sich dann an, als würde ich echte Probleme lösen: Chaos, Widersprüchliches, Überflüssiges und Unfertiges in meiner Garderobe zu beseitigen kann, vielleicht,  <em>vielleicht!</em> auf magische Weise das Chaos, das Widersprüchliche, Überflüssige, Unperfekte und Unfertige in meinem Leben und in mir beseitigen. </p><h2>Beim Kleiderschrank ist diese Sehnsucht nicht zuende.</h2><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/29ac76b8-b51f-46e1-9b3b-135ceffd3e08">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 30 May 2026 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Warum bist du hier? Geld und Liebe beim Bücherschreiben]]></title>
      <description><![CDATA[Kaum jemand kann vom Bücherschreiben allein leben. Ich auch nicht. Und einfache Arbeit ist es auch nicht. Warum zur Hölle mache ich es dann? ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Warum bist du hier?</h1><h3>Kaum jemand kann vom Bücherschreiben allein leben. Ich auch nicht. Und einfache Arbeit ist es auch nicht. <em>Warum zur Hölle mache ich es dann?</em></h3><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Ich will hier keinen Branchen-Porno für eine kleine Gruppe von Medienleuten machen. Dieser Newsletter ist ein Publikumsnewsletter. Er soll Text für alle sein, er soll sexy sein und Spaß machen. Deswegen habe ich mich bisher (so gut ich kann!) zurückgehalten mit Klageliedern über die undurchsichtige Bezahlung in der Branche, Lamenti über nicht erhaltene Stipendien, langen Rants über die Shitshow, die social media Marketing zunehmend ist, und mit Berufsgruppen-Romantik (Begriff ohne zu fragen geklaut von <a href="https://steady.page/de/katjakullmann/about#js-publication_plans">Katja Kullmann</a>, hoffe ist okay!). Ich werde mich mit diesen Dingen auch weiterhin (so gut ich kann!) zurückhalten. </p><p>Aber es sind zwei Sachen passiert: erstens gab es die re:publica Debatte über Geld im Literaturbetrieb. Zweitens hat ein Coaching Klient mir die eine Million Euro Frage gestellt: <em>Warum schreibst du?</em></p><p>Ich glaube, die Frage betrifft nicht nur Schreibende, und nicht nur Freiberufler, und nicht nur Leute in der Kreativindustrie, sondern alle, die jemals den Wunsch hatten, sich—professionell oder unprofessionell, in welchem Bereich auch immer—auszudrücken. Ich glaube, die Frage und die Suche nach der Antwort ist im Kern universell: </p><h2>Warum schreibst du?</h2><h4>Oder anders: Warum machst du _____, eine Arbeit, die anstrengend und ineffizient ist und in der wenig Geld und noch weniger Sicherheit winkt? <em>Warum bist du hier?</em></h4><p></p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/8e996bc3-9573-4c3b-9372-633d2c8006bf">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 23 May 2026 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[famesick]]></title>
      <description><![CDATA[Als GIRLS im Fernsehen anlief, war ich im gleichen Alter wie die Protagonistinnen. Ich hatte meine ersten shitty Jobs in den Bars von Mitte, im Axel Springer Großraumbüro]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>In Lena Dunhams <em>famesick</em> geht es um Alles: Kreativität, Erfolg, Liebe, Freundschaft, Krankheit</h3><hr aria-hidden="true"/><p>Als GIRLS im Fernsehen anlief, war ich im gleichen Alter wie die Protagonistinnen. Ich hatte meine ersten shitty Jobs in den Bars von Mitte, im Axel Springer Großraumbüro, und für eine Weile sogar bei einer hippen, neuen Designmöbelplattform, die sich selbst als <em>kuratiert</em> bezeichnete, lange bevor dein social media Profil, dein Kleiderschrank und dein Freundeskreis <em>kuratiert</em> waren. Die Plattform war von einer damals extrem angesagten, schönen Design Strategin in ihren Dreißigern gegründet worden, die mir die eiskalte Blicke zuwarf, wenn ich Sachen fragte. Ich verstand damals: wenn man als eine junge Frau in eine Position wie ihre kommen will, dann kann man das nicht auf eine lässige Art machen. Man muss aus Platin sein. Das war jedenfalls ihre Strategie. </p><p>Die andere Art, in einem sehr jungen Alter übermäßigen Erfolg zu haben, ist ein großer kreativer Wurf. Eine dicke, fleischige Vene im Zeitgeist zu finden und dann einen Weg, sie anzuzapfen. In dieses kurze Zeitfenster zu fallen, in dem zufälligerweise gerade das, was man selbst mit aller Macht ausdrücken will, das ist, was der ganzen Welt auf der Zunge liegt, das Wort, das alle suchen, und es auszusprechen, kurz bevor es allen anderen einfällt. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/b36601bc-c83a-47bf-b24e-f0bc7f45f966">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 09 May 2026 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die echte Welt]]></title>
      <description><![CDATA[Ich sitze im Zug nach Würzburg und sehe wie zwei Sitze vor mir eine Frau stundenlang TikTok-Videos anschaut. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Leben in 2D</h1><p>Ich sitze im ICE nach Würzburg und sehe wie zwei Sitze vor mir eine Frau stundenlang TikTok-Videos anschaut. Jemand tanzt, jemand predigt, eine süßes Kätzchen, politische Nachrichten, jemand schminkt sich, jemand berichtet über Schüsse bei einem Gala Dinner, jemand schimpft, jemand singt. Alles flimmert und flackert, die Frau starrt stundenlang auf diesen Screen, zieht sich ungefiltert alles rein, was da abgespult wird, es ist, als würde ich dabei zusehen, wie jemand Gift trinkt. </p><hr/><p>lesung</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f6d5490b-9499-4e89-a2e3-123b6398aceb/uploads/images/rq5lyivt7p/instagram_kacheln.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><p>Das war so eine tolle Veranstaltung«, sagt der Filialleiter der Buchhandlung nach der Lesung zu mir, es ist so schade, dass so wenige Tickets verkauft wurden. Wir haben hier Lesungen, die verkaufen auf einen Schlag hundertzwanzig Tickets!</p><p>Ich bin sehr interessiert, zu erfahren, was das für magische Lesungen sind, die hundertzwanzig Tickets auf einen Schlag verkaufen. Der Filialleiter deutet wortlos hinter sich, auf einen großen Büchertisch, darauf ein ein meterhoher Stapel Romantasy Schinken mit maximalistisch bedruckten Buchschnitten und glitzernden Covern. </p><p>Tja, sage ich, gegen müssen wir uns ergeben. Da kann man nichts machen, die sind unbesiegbar, wie Taylor Swift, die haben ein Fandom auf TikTok, die haben einen HYPE. </p><p>Aber die Veranstaltungen selbst, sagt der Filialleiter zweifelnd, ich weiß nicht. Da kommen dann so Fragen wie: Mit welcher deiner Figuren würdest du am liebsten ins Bett gehen?!</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/f6d5490b-9499-4e89-a2e3-123b6398aceb">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 02 May 2026 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Liebe und Limerenz: Ist Liebe Sucht?]]></title>
      <description><![CDATA[Ich träume viel von meinem Ex in letzter Zeit. Von unserer Trennung. Ich wache traurig und wütend auf, mit dem Gefühl, verraten worden zu sein.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Ist Liebe Sucht?</h1><hr aria-hidden="true"/><p>Ich träume viel von meinem Ex in letzter Zeit. Von unserer Trennung. Ich wache traurig und wütend auf, mit dem Gefühl, verraten worden zu sein, in eine Falle gelockt worden zu sein. Ein Gefühl, das ich gut kenne, weil es immer am Ende einer Beziehung mit der für meine Romanzen typischen, unheilvollen Dynamik stand.</p><p>Ich träume von Trennung, weil ich darüber schreibe. In <em>Why we Sleep</em> beschreibt Matthew Walker, dass Menschen nur die Dinge verarbeiten können, von denen sie träumen. Wenn das so ist, verarbeite ich sie zweimal. Einmal, wenn sie passieren, einmal, wenn ich sie aufschreibe. Ich mache es wirklich gründlich. Es ist eine sinnvolle Arbeit, glaube ich, aber sie ist auch anstrengend as fuck.</p><p>Gerade schreibe ich die Schluss-Szene. Ich schreibe sie nicht zum ersten Mal. Sie ist schwer zu schreiben. Ein guter Text ist nicht einer, der sagt: »Es regnet.« Ein guter Text gibt dir das Gefühl, bis auf die Haut durchnässt zu sein.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/1d878a4b-7f6b-440f-908f-d74f7898b9c5">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 25 Apr 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was ist dein Lifestyle?]]></title>
      <description><![CDATA[Klischees, Friedrich Merz und welchen Lifestyle lebst du?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Lifestyle</h1><p>Die SZ hat mich letztes Jahr in einem Nebensatz als <em>Lifestyle Journalistin</em> bezeichnet. Obwohl das <em>Journalistin</em> schlicht falsch und das <em>Lifestyle</em> vonseiten der SZ natürlich immer als milder Diss gemeint ist, fand ich: Das ist eine Auszeichnung.</p><p>Was mit Lifestyle gemeint ist, wenn SZ Autor:innen es verwenden: oberflächlich, leer, künstlich, kommerziell, überflüssig.</p><p>Was ich lese, wenn die mich als Lifestyle labeln: Sieht gut aus, macht Spaß, ist Anti Establishment, Anti Tradition, Anti Provinzialismus.</p><p>Wenn ich Lifestyle bin, dann heißt das, ich werde wahrscheinlich nie ein Literatur Stipendium oder einen deutschen Buchpreis bekommen, vom FAZ Feuilleton oder Leuten wie Dennis Scheck ernst genommen werden, aber es heißt: ich werde gelesen. </p><p>Dieses Jahr haben Mika und ich eine Podcast Folge gemacht, in der wir über Lifestyle<em>-</em>Nüchterne redeten; also solche, die nicht wegen Sucht aufhören zu trinken, sondern wegen ihrer Haut oder wegen Wellness-Trends oder aus anderen Style Gründen. Leute also, die nicht aufhören MÜSSEN mit dem Trinken, weil sie sonst draufgehen würden, sondern Leute, die aufhören WOLLEN. Die noch eine Wahl haben. Und ein paar Leute fühlten sich davon gedisst. Wir sind keine Lifestyle-Nüchterne. Wir meinen es ernst.</p><p>Und dann kam der Lifestyle<em>-</em>Teilzeit Kommentar unseres Kulturkampf-Kanzlers, dessen Regierungsarbeit bisher hauptsächlich darin besteht, durch einzelne Chiffren ganze Bevölkerungsgruppen abzuwerten (LIFESTYLE, STADTBILD, DEUTSCHES BROT).</p><p>Und irgendwo dazwischen habe ich angefangen, darüber nachzudenken, wann und warum das Wort Lifestyle eigentlich ein Schimpfwort geworden ist. Denn eigentlich ist Lifestyle doch das beste und interessanteste überhaupt.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/d90b8bdb-7564-48a7-a1fe-24c7fb0cf242">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 18 Apr 2026 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Love Story: Warum Liebe endet]]></title>
      <description><![CDATA[»Love Story«: Die Red Flags +++ Eva Illouz: »Warum Liebe endet« +++ Yade Yasemin Önder: »Anti Müller« und die Torschlusspanik der modernen Frau ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>»Love Story«: Die Red Flags +++ Eva Illouz: »Warum Liebe endet« +++ Yade Yasemin Önder: »Anti Müller« und die Torschlusspanik der modernen Frau</h2><p><em>Love Story</em>, die Mini-Serie über den gutaussehenden Sohn von John F. Kennedy und seine fast ebenso gutaussehende junge Ehefrau Carolyn Bessette-Kennedy sollte eigentlich<em> Horror Story </em>heißen. </p><p>Der Plot, in a Nutshell: Die junge, schöne, stylische, erfolgreiche New Yorkerin Carolyn Bessette ist die Frau, die Alles hat: Traumjob bei Calvin Klein, tolle Haare, perfekt sitzende Jeans, einen schmelzend lächelnden und sogar netten Model-Boyfriend, (dessen Karriere sie auch noch kickstartet, so sexy!), Gästelistenplätze in den angesagten Clubs, und ein cooles New York der Neunziger Jahre, in dem man noch ein Apartment für unter 5k Miete im Monat bekommen hat. Die Welt ist ihre Auster. Dann lernt sie unglücklicherweise einen reichen und berühmten Mann kennen, verliebt sich in ihn und ruiniert für ihn schnell und gründlich ihr komplettes Leben. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Diese Serie würde ich meiner imaginären Tochter vorspielen, um ihr zu demonstrieren, was alles Schlimmes passieren kann, wenn man sein emotionales und finanzielles Leben um eine Beziehung herum arrangiert, statt eine eigenständige Person zu bleiben. Ob der Mann nun berühmt ist oder nicht: Diese Show kann Newcomern der Liebe eine Red Flag nach der anderen lehren. Genau wie Carolyns Mutter hätte man alles schon von Anfang an wissen können.</p><h3>Love Story: Die Red Flags</h3><p><strong>🖤 Er ist zu schön</strong>. Männern, die zu gut aussehen—ganz besonders Männern, die besser aussehen als du selbst—ist leider nicht zu trauen. Jeder Mann muss zumindest einen schiefen Zahn haben oder O-Beine, oder irgendeinen anderen Makel, der zumindest die vage Möglichkeit suggeriert, dass er in der Grundschule ein bisschen gemobbt wurde. Typen mit zu viel Pretty Priviledge haben leider nie die Notwendigkeit erfahren, einen Charakter zu entwickeln. Erste Regel:</p><h4>Typen, die noch nie in ihrem Leben auch nur einen einzigen interessanten Satz sagen mussten, um jemanden für sich zu begeistern—diesen Typen ist nicht zu trauen. </h4><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/6a0d8337-51ee-4de7-aa44-5d4482e790ea">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die letzte Romantikerin]]></title>
      <description><![CDATA[Die romantischen Momente meines Lebens]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich war schon immer eine Romantikerin. Also, eine Romantikerin im ursprünglichen Wortsinn. Meine ersten Kicks waren Gruselgeschichten aus dem 19. Jahrhundert. Ich konnte schon mit zwölf Jahren mit schlafwandlerischer Sicherheit in jedem Modemagazin das Dolce &amp; Gabbana Outfit als das beste Outfit identifizieren. Ich ging an Karneval immer als Vampir. Ich stand seit frühster Jugend auf schwarze Kleidung, melancholisch machende Drogen und depressive Musik. Ich finde eine düstere emotionale Grundhaltung an anderen Menschen attraktiv. Ich gehe auf Friedhöfen spazieren. Das Adjektiv <em>morbide</em> ist für mich positiv besetzt. Ich mag das Irrationale, Chaotische und Gebrochene mehr als das Rationale, Ordentliche und Intakte. Ich mochte immer die Kunst von gequälten Seelen. Ich bin eindeutig Team Jess. Ich habe mir einen Job ausgesucht, für den es ein Vorteil ist, wenn man sich in obsessiven Selbstbeobachtungen ergeht. Und ich hatte mehr als eine Beziehung mit Männern, die über weite Strecken darin bestanden, in einem schicksalsschwangeren Tonfall miteinander zu reden, als seien wir beide Figuren in einem Film Noir. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Seit dem neunzehnten Jahrhundert aber hat die heterosexuelle Paarbeziehung die Romantik komplett vereinnahmt. Romantik bedeutet nicht mehr Gedichte schreiben und Lustwandeln in künstlichen Ruinen, sondern ist auf flachen, heteronormativen Pärchen-Kitsch reduziert:  Candle Light Dinner, Valentinstag, Rote Rosen, Heiratsanträge. Romantik ist zu etwas Geschmacklosen aus Kunstfaser verkommen, was die Teilnehmerinnen von amerikanischen Dating Shows einander antun.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/22c941b4-c9ec-494e-b0f6-0b4c03c941cc">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 04 Apr 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[»Not all Men«]]></title>
      <description><![CDATA[Das erste Mal, an das ich mich bewusst erinnern kann, als ich einen Mann sagen hörte »Nicht alle Männer« war 2019.  ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>Das erste Mal, an das ich mich bewusst erinnern kann, als ich einen Mann sagen hörte »<em>Nicht alle Männer«</em> war 2019. </h3><p>Ich hörte ein Podcast Gespräch mit der Musikerin Amanda Palmer und dem Podcaster Tim Ferris. </p><p>Palmer spricht darin ausführlich über eine Fehlgeburt, die sie allein in einem Hotelzimmer erlebt hat. Sie sagt am Ende, dass sie überwältigt war von der Kraft und der Solidarität anderer Frauen. Und sie spricht darüber, dass Männer, Generationen von Männern, berauscht von ihren eigenen Heldengeschichten und Kriegsgeschichten, von dem kollektiven Schmerz, den allein Frauen kennen, keinen blassen Schimmer haben. (Das Transkript von dem <a href="https://tim.blog/2019/04/22/the-tim-ferriss-show-transcripts-amanda-palmer-on-creativity-pain-and-art-368/">Gespräch</a> kann man in voller Länge auf Tim Ferris’ Webseite nachlesen.) Sie sagt:</p><h3>»</h3><p>Die Stärke der Frauen, seit Tausenden von Jahren mit der dunklen Seite der Mutterschaft umzugehen—mit dem echten, fleischlichen, blutigen Leben und Sterben, mit Menstruation, Totgeburten, Abtreibungen und toten Babys—das ist nicht nichts. Das ist badass. Es erfordert eine unglaubliche Standhaftigkeit und körperliche wie geistige Stärke, Erfahrungen zu machen, wie Frauen sie machen. Aber sie bekommen dafür nicht grade viel Anerkennung.</p><p>Stattdessen werden sie an jeder Ecke entmachtet, indem Männer die Deutungshoheit übernehmen, Frauen bevormunden, sie herablassend behandeln und Dinge an sich reißen, die Frauen sehr wohl selbst für sich und miteinander tun könnten—wie sie es über Jahrtausende getan haben, bis Ärzte den Raum betraten und sagten: »Treten Sie beiseite, meine Damen. Wir haben einen besseren Plan, und der wird Sie viel Geld kosten.« P.S.: Fuck capitalism!</p><p><strong>TIM FERRIS</strong>: Ich denke, es ist wichtig—und widersprich mir gern—anzuerkennen, dass es Ausnahmen gibt—im Sinne davon, dass es <em>nicht alle Männer</em> sind, richtig?</p><p><strong>AMANDA PALMER</strong>: Oh, nein, nein, nein, nein. Ich mache nur —</p><p><strong>TIM FERRIS</strong>: Es gibt die bösen Männer, und es gibt die bösen Frauen, und bei Männern wie Frauen gibt es kein Monopol auf schlechtes Verhalten. Ich habe auf beiden Seiten schreckliches Verhalten gesehen. Männer haben sicherlich mehr als ihren fairen Anteil daran, aber teilweise—wenn ich es aus meiner Perspektive betrachte—sind das Dinge, über die ich hier mit dir sprechen wollte. Ich denke, dass ich hier aus der Perspektive von jemandem spreche, in dessen eigener Familie über diese Dinge nicht gesprochen wurde.</p><h3>«</h3><p>Naja, und nachdem Ferris klargestellt hat, dass systemische, historische oder juristische Ungleichheiten nicht existieren, geht es dann auch sofort wieder um ihn. </p><p>Ich erinnere mich noch daran, wie stark meine körperliche Abscheureaktion auf diesen Spruch war. Wie instant meine Wut. Wie ich dachte <em>Halt doch einfach Mal deine verdammte Fresse und lass die Frau erzählen und glaub der wenn sie davon redet was sie ihr ganzes fucking Leben erlebt hat genau wie ALLE ANDEREN FRAUEN DIE SIE JEMALS GETROFFEN HAT</em></p><p>Danach habe ich dann angefangen, eine Liste zu schreiben, um mit meiner Wut klarzukommen. (Listen sind offenbar meine Nummer Eins Bewältigungsstrategie.) Eine Liste der Dinge, die mir Männer in meinem eigenen, persönlichen Umfeld in persönlichen Gesprächen gesagt hatten. Die Dinge, die in mir genau diese Art von Wut ausgelöst haben. Die Liste sah ungefähr so aus:</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/a6f95a01-85a9-456c-9697-a86c3d0a04d4">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Main Character Energy]]></title>
      <description><![CDATA[Write what you know: Die Magie des Tagebuchs ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Write what you know: Die Magie des Tagebuchs</h2><p>Ich habe neulich Sheila Hetis Buch <em>Alphabetical Diaries</em> gekauft. Es ist genau meine Art von Poesie. Sheila hat Sätze aus ihren letzten zehn Jahren Tagebuch in ein Excel Sheet kopiert und dann alphabetisch geordnet. Das Ergebnis ist faszinierend. Es ist, als könnte man direkt in die Maschine ihres Kopfes rein gucken und ihr beim Denken zugucken. Es ist so nackt und echt, wie ein Tagebuch nur sein kann, gleichzeitig enthüllt es nichts, weil Kontext und Chronologie fehlt. Es ist toll.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Gestern Nacht wachte ich schweißgebadet auf, weil mir klar wurde, dass ich seit Jahren kein physisches Tagebuch mehr führe und sämtlicher Content meines Lebens ausschließlich auf einer ziemlich abgerockten externen Toshiba Festplatte liegt. <em>Was, wenn die mal kaputt geht? Was, wenn ich sie verliere? Was, wenn ein Krieg ausbricht und sie in den Kriegswirren verschollen geht?</em> (Ich habe keine Ahnung, was das Verb von verschollen ist. Verschellt? Verschillt?) Wie dem auch sei: Ich beschloss, meine Tagebücher seit 2008 einheitlich zu formatieren, als PDFs zu exportieren, um sie allesamt als richtige Bücher drucken zu lassen.</p><hr/><p>nächste Termine</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/321fb9d8-e0e5-4f8e-b1bd-9829861283d4/uploads/images/sr6m3umpwv/instagram_kacheln.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><h4>Tagebuch schreiben ist eine der ganz wenigen konstanten Routinen, die seit DREIßIG (wtf) Jahren nahezu unverändert Teil meines Lebens sind.</h4><p>Angefangen habe ich mit elf. Ich wohnte gerade zusammen mit meinem Goldhamster Spiderman für ein paar Monate bei der Familie meiner Freundin Jennifer, weil meine Mutter schon mal nach Berlin vorgezogen war, ich aber noch mein Schuljahr zuhause beenden sollte. Ich war überfordert von den vielen unbekannten Regeln und Riten einer anderen Familie und brauchte offensichtlich eine Bewältigungsstrategie. Mein erster Tagebucheintrag ist vom 01. Juni 1996 und lautet: </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/321fb9d8-e0e5-4f8e-b1bd-9829861283d4">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Partys, Babys, Sex am Morgen ]]></title>
      <description><![CDATA[und andere Dinge, die ich gut finden will und sollte aber einfach nicht gut finde, und vielleicht ist das okay]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Top 10 Dinge, die ich mögen will und sollte, aber mit denen ich einfach nichts anfangen kann und vielleicht ist das okay</h1><hr aria-hidden="true"/><p>Ich traf mich letztes Jahr mit einer Freundin, die am Vorabend auf eine Party in einem Club gegangen war, und als ich sie fragte, wies gewesen war, sagte sie leichthin, sie sei fertig mit Partys, einfach komplett und für immer. </p><p>In dem Moment wusste ich: <em>Mein Gott, ich bin auch fertig mit Partys, komplett und für immer.</em> Und, was für eine Offenbarung das war: Ich darf das. Ich muss nicht versuchen, Partys gut zu finden, weil ich sie <em>theoretisch</em> gut finde, oder weil ich irgendwelche alten Selbstbilder oder moralische Werte damit verknüpfe. Ich kann Partys einfach aus meiner Lebenswelt streichen. Und dann dachte ich: Mit welchen Dingen ich das wohl noch machen kann?!</p><h2>Top 10 Dinge, die ich mögen will und sollte, aber mit denen ich einfach nichts anfangen kann und vielleicht ist das okay</h2><h2>Partys</h2><p>Wenn man unter 35 ist und nüchtern wird, wollen ständig Leute wissen, ob man noch feiern gehen kann. Und wie man das macht, wenn man nicht mehr trinkt, und ob es immer noch genau so gut ist wie früher, oder ob dieser Teil des Lebens nun unwiderruflich vorbei ist. Die Frage ist bedeutungsschwanger, weil <em>feiern gehen</em> in diesem Zusammenhang das Synonym für Spaß, Sex, Jugend, Gemeinschaft, Freundschaft, Freizeit und Lebensfreude ist. </p><p>Für mich war recht schnell klar: Ja, Partys sind für mich over. Partys machen für mich ohne Drogen und Sex mit Fremden in dunklen Ecken in Wirklichkeit nicht mehr besonders viel Sinn. Nüchtern habe ich keine Lust, mit nach Bier und Schnaps stinkenden und/oder sonstwie highen Leuten in irrsinnig lauten Umgebungen unterkomplexes Zeug zu brüllen und ewig in der Schlange zur Bar oder der Schlange zum Klo zu stehen. Ohne Betäubung bin ich zu empfindlich für die ganzen brutalen Sinnesreize, die auf einer Party auf mein zartes Nervensystem einprügeln. Ich fühle mich wie eine Verräterin am Spaß, wenn ich mit klarem Kopf daneben stehe, während andere Leute eskalieren, ich hasse das Gefühl, gegen meinen Willen ihre unschuldigen Freuden zu verurteilen, aber um sie nicht zu verurteilen, müsste ich genauso knallvoll sein wie sie, und außerdem bin ich ab Mitternacht einfach wirklich, wirklich müde. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><h2>Babys</h2><p>Als Frau kann es schnell passieren, dass man sich wie ein komplettes Monster vorkommt, wenn man es nicht schafft, Babys niedlich oder interessant zu finden. Ich bin immer noch nicht frei davon. Manchmal komme ich mir vor wie ein Monster, aber es ist die Wahrheit: Ich finde Babys weder besonders niedlich noch besonders interessant. Ich finde ehrlich gesagt, sie sehen meistens aus wie etwas, was David Lynch sich ausgedacht hat. Mir erscheint es wie eine große kollektive Ablenkungskampagne, dass niemand je ausspricht, was doch so <em>offensichtlich</em> ist: Verglichen mit einem guten Buch ist ein Baby ungefähr so interessant wie die Meinung von Felix Lobrecht zum Feminismus, verglichen mit einem einem Hundewelpen ist ein Menschenbaby ungefähr so niedlich wie ein Eimer Mulch.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/1253492a-62b9-4035-9169-cde50723d9bc">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 14 Mar 2026 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Softporno-Kitsch, ranzige Bademantel-Männlichkeit, Entromantisierung ]]></title>
      <description><![CDATA[Wuthering Heights +++ One Battle After Another +++ Gute Freundin, Schlechte Freundin +++ Freundschaft als Sehnsuchtsort +++ Entromantisiert Euch! ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wuthering Heights +++ One Battle After Another +++ Gute Freundin, Schlechte Freundin +++ Freundschaft als Sehnsuchtsort +++ Entromantisiert Euch!</h1><hr aria-hidden="true"/><h2>Wuthering Heights</h2><p>Ich habe mir das <a href="https://pbs.twimg.com/media/G5paq7JacAIJ6GQ.jpg">Plakat</a> von »<em>Wuthering Heights«</em> in A1 bei Etsy bestellt und werde es über meinen Schreibtisch hängen. Es ist sowas von das Covergoal für den <em>Romantik Code</em> (Arbeitstitel für Buch 2). Die gelbe Spitzen-Schrift mitten im Bild, der schwülstige Kuss, die glitschige Kitschigkeit der Softporno-Groschenromane, die man früher am Bahnhof kaufen konnte! Es war immer ein angestrengt aussehender Pirat/Arbeiter/Holzhacker darauf zu sehen, der eine in ekstatischer Landschaft zurückgelehnte Frau mit entblößter Kehle umklammert, deren Brüste aus dem zu knapp geschnittenen Kleid rausfallen (die Film <a href="https://compote.slate.com/images/34f86a50-40c7-4ecc-9416-6dc8203f0c61.jpeg?crop=1200%2C800%2Cx0%2Cy0">Garderobe</a> von Sydney Sweeney funktioniert nach einem ganz ähnlichen Prinzip).</p><hr/><p>nächste Termine</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f8d2b627-0654-4268-bf70-b6754b3ff00b/uploads/images/lr5nooee5i/ankuendigungen-mia-gatow.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><p>Und das war offenbar auch die Inspiration für den Film. <em>»Wuthering Heights«</em> hat quasi nichts mit der Romanvorlage zu tun. Die Anführungsstriche sind so eine Art Trigger Warnung für Leute, für die getriggert sein zum Identitätskonzept gehört, und die sind dann auch planmäßig erschienen und haben angeprangert, dass Heathcliff im Buch nicht weiß sei, im Film aber schon. Es ist eine von diesen elitären Symboldebatten, die mich mittlerweile so langweilen, dass ich sie in diesem Text einfach härter wegignorieren werde als DiCaprio die Witze über 25jährige Freundinnen.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Die Regisseurin Emerald Fennell, deren Haupt Vergehen darin besteht, nicht zu verschleiern, aus gutem Hause zu sein, hat etwas, das Triggerwarnungs-Debatten nicht haben: Sinn für Humor. Obwohl ihre drei bisherigen Filme zeitweise sehr düster (Date Rape), eklig (Badewasser) und schockierend (Sex mit Grab) sind, obwohl sie sich immer kritisch mit Klasse, Gewalt und Sex auseinandergesetzt hat: Sie vergisst darüber niemals den Spaß, und niemals den Style.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/f8d2b627-0654-4268-bf70-b6754b3ff00b">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Joe Rogan gegen woke: Die Kulturkampf Comedy]]></title>
      <description><![CDATA[Gastbeitrag von Thomas Ewald]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche habe ich vor meiner Arbeit kapituliert. Nachdem ein unschönes Magenvirus mir die komplette Februar-Planung zerschossen hat, war ich naiv genug zu denken, ich könnte zwei Deadlines gleichzeitig schaffen. Ich war nicht beim Sport, ich habe niemanden gesehen, ich habe nichts erlebt. Ich habe meinen kompletten Kaffee aufgebraucht, und es erst gemerkt, als er eines Morgens alle war (Panik!). Das passiert einer ernsthaften Suchti unter normalen Umständen nicht. Die weiß immer, wie viel Kaffee gerade im Haus ist.</p><p>Weil ich so viel rumgejammert habe, hat mein Boyfriend gesagt, er schreibt mir diese Woche einen Newsletter Gastbeitrag. Wie unfassbar nett von ihm, oder? Hier ist er also, Toms Rant über Bro-Comedians in Zeiten des Kulturkampfes.</p><p>🖤</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Joe Rogan gegen woke: Die Kulturkampf Comedy</h2><h4>von Thomas Ewald</h4><p>Yeah, wir sind mitten im Kulturkampf. Frauen müssen wieder rechtfertigen, wieso sie nicht am Herd und Kinderbett stehen. Männer müssen wieder Männer sein, mit Brummbrumm-Vehikeln und not-all-men-Tränen im Gesicht. Arbeiter haben wieder zu arbeiten, ohne solch Gedönserei wie Fünf-Tage-Woche und Löhne, die für eine 2026er Miete reichen. Und das schlimmste daran ist: Comedy trägt Mitschuld. Gleichzeitig ist Humor ist die einzige wirkliche Waffe gegen die Antiwoken. Ein Dilemma. </p><p>Doch wie konnte aus Comedy ein treuer Kulturkampftreibstoff werden? Spoiler: Dieter Nuhr hat damit weniger zu tun, als er es gerne hätte. Wie jeder popkulturelle Trend kommt auch der des Anti-Cancel-Kulturkampf-Comedians aus den USA. Wie sowieso das gesamte anti-woke vs. woke Game, das wir seit zehn Jahren auf Social Media spielen und damit Tech-Milliardäre glücklich machen, aber als Gesellschaft nur verlieren.</p><p>Der Held dieser Browegung: Joe Rogan. Er sagt—sehr, sehr, sehr gut bezahlt, dank Spotify-Exklsusiv-Deal—Millionen Hörern (Gendern ist hier gar nicht nötig, vertraut mir) solche Dinge:</p><h4>»Es geht immer weiter und weiter … bis sie an den Punkt kommen, wo sie kapitulieren. Wo sie all diesen Forderungen zustimmen, und das führt dazu, dass es weißen Männer nicht mehr erlaubt ist, zu sprechen.“ —Joe Rogan</h4><p>Dabei fing ja alles mal harmlos an. Joe Rogan ist ein Urgestein des US-Standup. Er war der Ziehsohn der Königin der Comedy in Los Angeles, Mitzi Shore. Ihr gehörte der <em>Comedy Store</em>. Wer mit Standup Geld verdienen wollte, musste an ihr vorbei. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/a4d75bc4-37e9-4b3a-9863-cc019f7a191b">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 28 Feb 2026 10:40:41 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Selbstkritik]]></title>
      <description><![CDATA[Vielleicht ist es dieses Mal wirklich Schrott? Wie umgehen mit Selbstkritik?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Vielleicht ist es wirklich Schrott? — Wie soll ich mit Selbstkritik umgehen?</h2><p>Heute beschäftige ich mich mit einem Thema, das Romanzen-und-Finanzen-Deluxe-Mitglied Wilfried sich gewünscht hat. Denn Deluxe-Mitglieder können sich einmal im Monat ein Thema wünschen und ich schreibe ihnen dann einen ganzen Text dazu, <em>und</em> <em>wie geil ist das denn bitte?</em></p><h4><strong>Das Thema ist: Wie kann ich meinen inneren Kritiker zum Schweigen bringen? Wie umgehen mit Selbstkritik beim und nach dem Schreiben? </strong></h4><p>Davon können ja alle, die regelmäßig schreiben, ein Liedchen singen. Sogar die Profis, die mit allen Wassern gewaschen sind. »Ich sage meinen Studierenden immer: Schreiben ist schwer«, sagt Melissa Febos, »Was ich ihnen nicht sage: In Wirklichkeit ist es viel schwerer.«</p><p>Dass Melissa sowas sagt (sie ist eine meiner Schutzheiligen) beruhigt mich mehr als alles andere auf der Welt. Wenn es Melissa so geht, dann geht es allen so. Jedenfalls allen, die zählen.</p><hr/><p>nächste Termine</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a458f24a-984e-40de-9bea-328247d642e6/uploads/images/u2caz3wqmf/ankuendigungen-mia-gatow.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><p>Melissa hat außerdem in einem <a href="https://open.spotify.com/episode/5cDdNB6Jkem7kF8m9Igq1t">Interview</a> bei Brad Listi gesagt, dass die eine große Hürde beim Bücherschreiben die ist, dass man das unangenehme Gefühl aushalten muss, dass der Text die meiste Zeit über mies ist:</p><h4>»Alle schreiben räudige erste Entwürfe. Ich sage meinen Studierenden ständig: Das Buch, das ihr schreibt, ist bis kurz vor dem Ende schlecht. Es ist während des größten Teils des Schreibprozesses schlecht. Es ist <em>jahrelang</em> schlecht.«</h4><p>Und das ist laut Febos die eine große Herausforderung beim Schreiben, besonders beim Bücherschreiben, das ja naturgemäß laaaange dauert: »Man muss genug Vertrauen in das Projekt haben, um weiter daran zu arbeiten, obwohl es manchmal fünf oder sechs Jahre lang schlecht ist. Und dafür braucht man ein enormes Maß an Glauben und Durchhaltevermögen und Unterstützung.«</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Also: Kein Text kommt perfekt auf die Welt. Nicht mal Melissas. Was für eine Erleichterung! Wie sehen wohl Melissas erste Drafts aus? Vielleicht genauso räudig wie meine. Woher soll irgendwer wissen, was für einen Schrott die literarischen Superstars fabrizieren, wenn sie alleine mit ihren Laptops sind? Sie zeigen es ja niemandem. Aus gutem Grund. Vielleicht klingt Melissas erster Draft wie <em>50 Shades of Grey</em>. Vielleicht ist Melissas erster Draft voller abgedroschener Klischees. Vielleicht steht da irgendwo sowas wie <em>Mir liefen kalte Schauer den Rücken herunter</em> oder <em>Das Blut gefror mir in den Adern.</em> Ich meine, WER WEIß???</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/a458f24a-984e-40de-9bea-328247d642e6">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 08:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Selbstachtung]]></title>
      <description><![CDATA[»Charakter—der Wille, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen—ist die Quelle der Selbstachtung.« —Joan Didion]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>»Charakter—der Wille, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen—ist die Quelle der Selbstachtung.«</h3><hr aria-hidden="true"/><p>»Allgemein herrscht der Aberglaube, Selbstachtung sei eine Art Amulett gegen Schlangen, ein Zauber, der jene, die sie haben, in einer paradiesischen Unschuld bewahrt, der sie fernhält von fremden Betten, ambivalenten Gesprächen und Ärger aller Art. Was absolut nicht der Fall ist. Selbstachtung hat nichts zu tun mit Fassaden, sondern vielmehr mit einem separaten Frieden, einer privaten Versöhnung.« — Joan Didion, Über Selbstachtung, 1961</p><p>»Ich glaube, Joan Didion und ich reden über leicht unterschiedliche Formen der Selbstachtung. Sie meint eher eine generelle Verantwortlichkeit für unser Handeln, das Gefühl, mit sich selbst im Reinen zu sein, wenn man abends ins Bett geht. Ich meine eher Sex. Aber auch das, was sie meint.« — Lena Dunham, Not That Kind Of Girl, 2014</p><hr aria-hidden="true"/><p>Selbstachtung war lange eine Black Box für mich. Ich sage nicht, dass ich nie welche hatte. Sie tauchte schon in manchen Lebensbereichen auf (am ehesten noch auf den dicht beschriebenen Seiten meiner Tagebücher und in den Beziehungen mit meinen Freundinnen), aber eher zufällig und unberechenbar. Wenn es hart auf hart kam, konnte ich nicht auf sie zählen. Ich wusste nicht, wo in meinem Körper sie sich genau befand. Wie ein Muskel, den ich nicht ansteuern konnte. </p><p>Speziell in Liebesdingen ging mir jegliche Selbstachtung ab. Wenn ich wirklich verliebt war, dann war ich wehrlos, unfähig, eigene Entscheidungen zu treffen, wie befallen von einem Virus, gegen das ich kein Immunsystem hatte. Leute, in die ich verliebt war, konnten alles mit mir machen, was ihnen so einfiel. Boyfriends schmissen mich aus fahrenden Autos und nackt aus Hotelzimmern, sie ruinierten meine Geburtstage, beleidigten meine Freunde, verschwiegen mir Kinder, die sie mit anderen Leuten zeugten, alles grauenhafte Grenzverletzungen, die nie dazu führten, dass ich mich von ihnen trennte. </p><hr/><p>nächste Termine</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e1933bfd-bbcd-484f-973b-514d0f2e774d/uploads/images/tc7kognq2t/ankuendigungen-mia-gatow.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><p>Die ikonische <a href="https://www.instagram.com/reels/CyBo74SM7Az/">Szene</a> in <em>Sex and The City</em>, in der Samantha Richard verlässt und sagt: <em>Ich liebe dich Richard. Aber ich liebe mich mehr</em>, fand ich immer schon unendlich faszinierend (die Szene hatte sofort einen Platz in meinem inneren Popkultur-Museum), weil ein solches Verhalten für mich ähnlich unvorstellbar war wie die Vorstellung, mir selbst ein Bein abzusägen.</p><p>Ich hatte keine Ahnung, wie man auf diese Kraftquelle zugreifen könnte—eine Kraft, die stärker wäre als die Liebe zu jemand anderem? Damals glaubte ich, ich wäre niemals, <em>niemals</em> dazu in der Lage, mich selbst mehr zu lieben als jemand anders. Oder mit jemandem Schluss zu machen, den ich liebe, <em>weil ich mich selbst mehr liebe</em>.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/e1933bfd-bbcd-484f-973b-514d0f2e774d">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 14 Feb 2026 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[2016, anyone?]]></title>
      <description><![CDATA[Ich glaube, alle erinnern sich an ein anderes 2016 als das, in dem ich gelebt habe.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Ich glaube, alle erinnern sich an ein anderes 2016 als das, an das ich mich erinnere. </h2><p>Ich bekomme immer noch diese 2016 Posts in meine Timeline gespült. Jetzt berichten sogar <a href="https://www.zeit.de/kultur/2026-01/nostalgie-2016-instagram-tiktok-social-media-trend">ZEIT</a>, Welt und SZ von dem merkwürdigen 2016 Nostalgie-Trend. Millennials verklären »die hellen Jahre zwischen Bankenkrise und Pandemie« als eine Ära der Unschuld, in denen man auf Social Media noch nett zueinander war und weder populistische noch kapitalistische Interessen verfolge, sondern einfach nur Bilder von seinem Essen hochlud. Der Sommer 2016 wird als »der letzte gute Sommer« verklärt.</p><p>Ich habe generell ein schlechtes Jahreszahl/Ereignis-Gedächtnis. Ich erinnere mich an meine Lebensereignisse immer anhand der Leute, in die ich zu der Zeit verliebt war, nicht anhand der Jahreszahl, aber die eine Sache, an die ich mich aus 2016 wirklich lebhaft erinnern kann, ist, dass wir damals alle schon auffällig fanden, was für ein grottenmieses Jahr das war.</p><p>In einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CdtWEvpkJ6o">Video</a>, das damals alle auf Facebook geteilt haben, verschläft ein verkaterter Typ das komplette Jahr 2016 und ein anderer Typ erzählt ihm, was er in diesem »pig of a year« alles verpasst hat.</p><p>2016: Es ist das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und manche nennen es das <em>Dunkle Jahr der Popkultur</em>, denn kulturelle Ikonen, Symbole einer besseren Zeit, sterben 2016 wie die Fliegen. Bowie, Prince, Leonard Cohen, Zaha Hadid, Muhammad Ali, Alan Rickman, George Michael, Carrie Fischer, um nur ein paar Wenige zu nennen. Es gibt islamistische Anschläge in Brüssel, Nizza und Berlin. Durch Terrorangst und Flüchtlingskrise erlebt die AfD ihre erste Blütezeit. Sie zieht 2016 reihenweise in die Landtage ein und legt den Grundstein für ihren bis heute andauernden Erfolg. Großbritannien tritt aus der EU aus. Donald Trump wird das erste Mal Präsident der Vereinigten Staaten. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Zehn Jahre später erinnert sich das Internet nur noch an das Gute, wie ein digitales Gehirn, das versucht, zu verdrängen. Influencerinnen veröffentlichen nostalgische Throwbacks und imaginieren Gespräche mit ihren schöneren, dümmeren, unschuldigeren jüngeren Ichs. Alles ist roséfarben im Licht des damals populären Rio-de-Janeiro-Instagram-Filter. Wir machen bis zur Unkenntlichkeit weichgezeichnete Selfies mit Hundeöhrchen und Katzenschnäuzchen.</p><p>Die ZEIT <a href="https://www.zeit.de/kultur/2026-01/nostalgie-2016-instagram-tiktok-social-media-trend">schreibt</a>, 2016 sei nur deswegen ein Ding, weil die Millennials nun endlich auch mal einen Nostalgie Trend erleben, bei dem sie selbst dabei gewesen sind. Da sie sich leider nicht an billige Mieten oder billige Clubs erinnern, müssen sie ihre Nostalgie auf besonders schöne Instagram-Filter richten und in der Erinnerung schwelgen, dass es mal eine Zeit gab, in der man nicht wüst beleidigt wurde, wenn man im Internet gesagt hat, dass man auch ohne einen Mann ein ganz schönes Leben haben kann.</p><p>Und ja, es ist schon so, dass 2016 verglichen mit den folgenden Pandemie- und Ukraine-Krieg-Jahren—ganz zu Schweigen von Trumps Wiederwahl—eigentlich ganz heimelig wirkte. In dem ZEIT Text heißt es: »Es war das letzte Jahr, in dem man geglaubt hat, die Antwort auf die mächtige Frage „Wird das Dümmstmögliche passieren?“ könnte „Nein“ lauten.«</p><h2>Über mein persönliches 2016 wusste ich damals schon, dass es ein Alptraum war.</h2><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/7eef59c1-ada5-4f96-ac5d-0dd67570ff62">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 07 Feb 2026 08:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gechillt Flüge verpassen]]></title>
      <description><![CDATA[Ich fliege nach Innsbruck. Wo ich Nathalie treffe, für eine Doppellesung, zu der uns die wahnsinnig engagierte, stylishe, großartige und nüchterne Vizebürgermeisterin ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>und andere Lektionen des Lebens und der Nüchternheit</h2><hr aria-hidden="true"/><p>Ich fliege nach Innsbruck. Wo ich Nathalie treffe, für eine Doppellesung, zu der uns die wahnsinnig engagierte, stylishe, großartige und nüchterne Vizebürgermeisterin Elli Mayr eingeladen hat. Wir, also Nathalie und ich, haben uns darauf geeinigt, dass wir uns schon am Vortag in Innsbruck treffen, damit wir ein bisschen zusammen rumhängen können. Ich fliege von Berlin nach Wien und von Wien nach Innsbruck, und ich soll um zwei Uhr nachmittags in Innsbruck sein. Easy. </p><p>Ich überlege, wann ich das letzte Mal alleine geflogen bin, also, ohne dass Mika oder Kathrin oder Tom oder mein Schreibclub oder Juri oder Nike dabei gewesen sind. </p><p>Kurz nach meinem Abi. Ich bin zwanzig, und mache einen Trip nach Barcelona, alleine, eine Woche, weil ich romantische Ideen von Barcelona habe. Ich finde Spanisch sprechen attraktiv, weil ich Fan von Chavela Vargas bin und romantisierte Dinge wie Stierkampf und Tequila, weil ich Djian und Hemingway gelesen habe und weil ich schon ein kleines bisschen süchtig nach Alkohol bin. Ich habe <em>Vicky Christina Barcelona</em> gesehen und mich vollumfänglich mit Scarlett Johansons Figur identifiziert und ich habe eine Romanfigur erfunden, die Paloma heißt und immer weiße Häkelkleider und Strohhüte trägt. Deswegen will ich nach Barcelona. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein viel älterer Freund Heiner findet es verdächtig, dass ich alleine irgendwohin fliege. Er vermutet, dass ich dort Party machen und untreu werden will, womit er nicht ganz unrecht hat. Er bricht in der Vornacht meiner Reise einen betrunkenen Streit vom Zaun, der damit endet, dass ich um Mitternacht heulend nach Hause fahre. Auf der Warschauer Straße höre ich eine Stimme hinter mir meinen Namen rufen, es ist Oliver Ramsch, mit dem ich Abi gemacht habe, und mit dem ich die komplette Oberstufe lang einen Flirt am Laufen hatte. Er fragt mich, was los sei, ich sähe ja schrecklich aus, ich sage, ich habe mich mit meinem Boyfriend gestritten und es sei alles sehr schrecklich. Oliver, lösungsorientiert, zeigt auf eine Tafel hinter mir im Fenster einer Bar, auf der geschrieben steht: »Tequila Shots 1 Euro«. And the rest is history.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/b5561c18-6373-4445-839a-14046a053cb0">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 24 Jan 2026 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Podcasts Podcasts Podcasts]]></title>
      <description><![CDATA[Meine Lieblingspodcasts und warum die alle auf Englisch sind]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>Meine Lieblingspodcasts und warum die alle auf Englisch sind</h3><hr aria-hidden="true"/><p>Für mich ist einen Podcast machen ein ganz normaler Teil des Lebens. Ich habe <a href="https://open.spotify.com/show/3x79tnRymX4yWCaps197HK">meinen</a> seit über fünf Jahren, ein Großteil meiner Bekannten hat einen, Tom hat sogar schon seit sechs Jahren <a href="https://open.spotify.com/show/1snVBr5LeHJX2fUveRqKCN">einen</a>. (Das gute daran ist, dass wir einen Deal haben, dass wir in unseren Podcasts übereinander reden können.) Wenn ich meinen Podcast irgendwann nicht mehr machen sollte, dann werde ich wahrscheinlich einen anderen machen. Ich fantasiere aktuell <em>sehr</em> davon, einen zweiten zu starten und muss mich immer mit Gewalt davon abhalten, weil ich dafür eigentlich gar keine Zeit habe.</p><p>Podcasts haben mir sehr dabei geholfen, sober zu werden. Der HOME Podcast wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.</p><p>Ich habe aufgehört, sober Podcasts zu hören, aber höre natürlich immer noch permanent Podcasts. Ich werde oft gefragt, ob ich Podcast Tipps habe. Und ja, ich habe welche, aber ich habe festgestellt, dass die Podcasts, die ich regelmäßig höre, ausnahmslos englischsprachig sind. </p><hr/><p>nächste termine</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/294917da-d075-49cd-8b70-36510b8b370f/uploads/images/nusm3cdgf3/Steady_Titelbilder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><h4><strong>Podcasts aus Deutschland interessieren mich irgendwie nicht so sehr.</strong></h4><p>Die Podcastlandschaft in Deutschland finde ich ein bisschen traurig. Sicher, es gibt super recherchierte Reportage Podcasts, wie beispielsweise <em>Deutsches Denken: Rechte Intellektuelle in der BRD</em>, den ich gerade angefangen habe. Es gibt ein paar gute Interviewpodcasts—<em>Hotel Matze, Alles Gesagt, Hörbar Rust</em>. Früher habe ich <em>Fest und Flauschig</em> gehört, das mache ich jetzt nicht mehr weil ich die Broigkeit von zwei männlichen Podcast Hosts satt habe. Früher habe ich manchmal <em>Besser als Sex</em> gehört, aber ich habe irgendwann die Cool Girligkeit nicht mehr ausgehalten. Ich höre gerne <em>Feuer und Brot</em>, aber die machen nur einmal im Monat eine richtige Folge. Ich habe früher manchmal <em>Kanakische Welle</em> gehört, manchmal <em>Piratensender Powerplay</em>, die gibt es beide nicht mehr. </p><p>Gelegentlich höre ich mal einen ZEIT Podcast, meistens <em>Die sogenannte Gegenwart</em>. ZEIT Podcasts gehen aber wirklich nur in geringen Dosen, denn eine Voraussetzung für eine ZEIT Podcast Moderation scheint zu sein, Begriffe wie <em>hegemonial</em> und <em>Vibe Shift</em> in einem Satz zu verbinden und eine Aura zu haben, als würde man jeden einzelnen kompletten Wocheneinkauf für die vierköpfige Familie in der LPG machen, die dort gekauften Produkte ausschließlich in nudefarbenen Fjällräven-Rucksäcken nach Hause tragen und sich—obwohl man an Weihnachten in einem Kreuzberger Stuckaltbau sitzt und mit den Kindern (Noah und Frieda) und 30 Euro Plätzchenförmchen von Manufactum zuckerfreien Dinkelteig aussticht—immer noch seelenruhig für Mittelschicht halten. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Was ich aktuell von Podcasts will, ist deepe Popkultur. Ich will ein bisschen Spaß zu meinen klugen Gedanken. Und ich habe das Gefühl, die Deutschen haben irgendwie ein Problem mit deeper Popkultur. Ich habe das Gefühl, die erfolgreichsten deutschen Podcasts sind zu 80 Prozent True Crime (habe ich, genau wie die Obsession der Deutschen mit Krimis, nie verstanden) und zu 20 Prozent zwei Männer, die zusammen rumbroen. (Ist mir ein komplettes Rätsel, dass eine wandelnde Red Flag wie Felix toxic Lobrecht ein Mädchenschwarm sein kann.)</p><h4><strong>Deswegen sind alle meine Lieblingspodcasts aktuell englischsprachig.</strong></h4><p>Ich weiß nicht ganz genau, warum ich mich von englischsprachigen Podcasts mehr angezogen fühle. Wenn es einen Grund gibt, den ich identifizieren kann, dann ist das der Humor. Das Leichte und das Schwere, das Glitzernde und das Düstere, das Private und das Politische verbinden, das haben die Deutschen irgendwie weniger drauf als Amerikanerinnen und Briten. Die Grenzen zwischen High und Low werden in anderen Ländern insgesamt weniger wichtig gefunden. Man schert sich insgesamt wenig um Anerkennung vom Bildungsbürgertum oder von den Gatekeepern (Feuilleton). In den USA verliert man nicht unbedingt Glaubwürdigkeit, wenn man unterhaltsam UND publikumsorientiert ist. In Deutschland trennen wir gerne klug/ernst/politisch und lustig/leicht/privat voneinander. Vielleicht liegt es daran, dass der Podcast Markt kleiner ist und in kleinen Märkten weniger Raum für seltsame Nischen ist. Vielleicht liegt es daran, dass weniger unabhängige Künstler:innen Podcasts produzieren, weil es weniger Selbstständige gibt und deswegen weniger Leute, die ihr eigenes Content Marketing machen. </p><p>Vielleicht ist es, weil wir eine Kultur sind, die Probleme mit der klug/lustig Combo hat, weil sie vor 90 Jahren entschieden hat, viele kluge und lustige Leute umzubringen. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/294917da-d075-49cd-8b70-36510b8b370f">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 17 Jan 2026 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die perfekte Routine]]></title>
      <description><![CDATA[Der ultimative Schlüssel zur perfekten Routine +++ Mein innerer Russell]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Routinen</h1><h3>Der ultimative Schlüssel zur perfekten Routine +++ Mein innerer Russell</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e605ebca-21e1-4392-97c7-1170db5ec415/uploads/images/33ctpvm7ae/IMG_5410.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="The most believable part of Pluribus is that Carol has nothing but time and still isnt working on her book. 
@alrinthea"/><p>»Das glaubwürdigste Detail an <em>Pluribus</em> ist, dass Carol buchstäblich alle Zeit der Welt hat, und trotzdem nicht an ihrem Buch arbeitet.« — Alrinthea Carter</p><hr aria-hidden="true"/><p>Die meisten Menschen bekommen es mit sehr viel innerem Widerstand zu tun, wenn sie (zum Beispiel) ein Buch schreiben, weil es so ein Marathon ist. Ich finde es auch im Moment sehr anstrengend. Was paradox ist, weil ich das schreiben sehr liebe überzeugt davon bin, dass es das sinnvollste ist, was ich tun kann.</p><p>Aber das ist ja nicht neu. Die Liste von eindeutig guten Dingen, an denen wir kontinuierlich scheitern, ist endlos: Meditieren, besser essen, zum Sport gehen, Ordnung halten, Zahnseide verwenden, Budgets einhalten, Tagebuch schreiben, Bücher lesen statt doomscrollen, selbst kochen statt Fastfood. Alles gute Dinge, die aus geheimnisvollen Gründen unendlich schwer zu erreichen sind. </p><h4>Irgendwas regelmäßig zu machen, was man aktuell noch nicht regelmäßig macht und etwas nicht mehr regelmäßig zu machen, was man aktuell noch regelmäßig macht ist der Endgegner. </h4><p>Wert und Qualität der Tätigkeit sind offenbar vollkommen egal, es scheint egal zu sein, wie angenehm oder erfüllend oder sinnvoll wir sie finden, das einzige, was zu zählen scheint, ist die Regelmäßigkeit mit der wir etwas tun—aka die sagenumwobene ROUTINE. Schreibroutine, Essroutine, Sportroutine. Die HABITS. Die guten Angewohnheiten.  </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Der Schlüssel—das predigen Selbsthilfe-Ratgeber seit Anbeginn der Zeiten—ist die Selbstverständlichkeit. Solange man noch nachdenken, entscheiden, Willenskraft aufwenden muss, ist das Scheitern nur eine Frage der Zeit. Erfolgreich kann man nur dann sein, wenn die fragliche Tätigkeit <em>automatisch</em> wird, wenn sie anfängt, ganz von allein abzulaufen, wie <em>ZÄHNEPUTZEN</em>. </p><hr/><p>nächste Termine</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e605ebca-21e1-4392-97c7-1170db5ec415/uploads/images/rcrcm6qsmq/Steady_Titelbilder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><p>Allein die Masse und Allgegenwärtigkeit von Selbsthilferatgebern und Artikeln zu Routinen und Angewohnheiten zeigt, dass das Thema ein universelles Lebensthema zu sein scheint, für alle Menschen, die versuchen, etwas schweres zu etablieren. Das rasend erfolgreiche Selbstoptimierungs-Buch <em>Atomic Habits</em> hat sich Millionen Mal verkauft. Die Tipps, die darin gegeben werden, sind weder neu noch revolutionär: Eine Routine etabliert man, indem man eine Routine etabliert. Man macht etwas zur Gewohnheit, indem man es gewohnheitsmäßig macht. Sorry, aber: Es gibt keine Wahrheit hinter dieser Wahrheit. </p><h4>Ich habe im laufenden dreizehnten Jahr meiner Selbstständigkeit eine halbwegs stabile Routine eingerichtet, und die geht so: </h4><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/e605ebca-21e1-4392-97c7-1170db5ec415">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 10 Jan 2026 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Alles neu]]></title>
      <description><![CDATA[und was sich auch in 2026 nicht ändern wird ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>und was sich auch in 2026 nicht ändern wird</h2><hr aria-hidden="true"/><p>Ich war am 24. Dezember 2025 nochmal beim Pilates. In einem winzig kleinen Studio im Erdgeschoss eines Wohnhauses, die Matten zwanzig Zentimeter auseinander, auf der Matte neben mir: ein Clean Girl—eins von diesen erstaunlichen Wesen, die ich nie sein werde. Sie hat einen stromlinienförmigen Pilates Body. Sie hat einen glänzenden Pferdeschwanz, aus dem sich kein Haar löst. Sie hat diese Art von Haut, die gleichzeitig durchscheinend und strapazierfähig ist wie Silikon. Sie hat anderthalb Zentimeter Kunstnägel in exakt ihrer eigenen Hautfarbe. Sie kann immer alle Übungen flüssig durchziehen, selbst nach 20 Minuten Planks scheint sie nicht im Mindesten angestrengt, und sie trägt,  das ist vielleicht das Detail, was mir am rätselhaftesten ist: Trainingsklamotten in reinstem Blütenweiß. Es ist Hot Pilates, 35 Grad. Und sie schwitzt nicht mal. </p><p>Neben ihr komme ich mir vor wie ein Wal in fleckigen Jogginghosen. Und das ist okay. Diese Pilates Girls sind dazu da, normale Leute demütig und bescheiden zu machen. Sie sind dazu da, einen daran zu erinnern, dass alles immer nur ein Streben sein kann, niemals ein Endpunkt. </p><p>Lena Dunham <a href="https://goodthinggoing.substack.com/p/readshopdrink">schreibt</a>, wenn sie in den Spiegel blickt, dann sieht sie Miss Piggy, und dass sie endlich akzeptiert hat, dass sie niemals eine der folgenden Dinge sein wird: elegant, kultiviert, dezent, zurückhaltend. Ebenso werde ich niemals ein Pilates Girl sein. ich werde niemals auf überzeugende Art Weiß tragen. Ich werde niemals planken ohne Anstrengung. Manche Dinge über sich selbst muss man einfach akzeptieren. </p><p>Wenn man gewisse Dinge über sich selbst akzeptiert hat, dann kann man sich auf die Dinge konzentrieren, die schon jetzt so gut laufen, dass man sie als selbstverständlich abtut. Zum Beispiel die Tatsache, überhaupt beim Sport zu <em>sein</em>. An einem Feiertag. Das zweite Mal in dieser Woche. Vor zehn Jahren war das jedes Jahr auf der Liste für die guten Vorsätze—wie so vieles, was jetzt langweilig normal ist. </p><p>Immer, wenn man eine Liste mit guten Vorsätzen macht, denke ich, sollte man außerdem eine Liste mit Sachen machen, die man nicht machen muss, weil sie schon toll sind und bereits super laufen:</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Was sich auch in 2026 nicht ändern wird, weil es bereits super läuft oder vielleicht einfach auch nicht so wichtig ist.</h2><h3>Ich werde wieder nicht putzen oder meine Küche renovieren.</h3><p>Ich müsste eigentlich seit mindestens sechs Jahren meine Küche renovieren. Ich wohne in einer dieser Berliner Altbauwohnungen, die man nie richtig sauber kriegt, auch nicht, wenn man eine Person ist, die viel putzt (was ich nicht bin). Ich habe die Wohnung vor zehn Jahren von Miris Mann übernommen, dessen Studentenbude sie war, und weder er noch ich haben darin jemals irgendwas nennenswertes renoviert. Dementsprechend sieht die Küche aus. Es steht der grottenhässliche Spressspan-Spülschrank der Welt drin, dieses Ding, das in allen Berliner Wohnungen standardmäßig drin steht. Der Küchentisch ist noch aus meiner alten WG. Die Stühle sind billo Ikea Sessel, die meine Mutter mir zum Auszug vor 23 Jahren mitgegeben hat. Die Kammer ist vollgemüllt mit Zeug, über das ich keinen Überblick habe. Ich müsste renovieren, und alles, was da an schrecklichem Interior drin ist, durch schönes, erwachsenes Interior ersetzen. <em>Aber ich mache es einfach nicht. </em></p><p>Auch dieses Jahr höchstwahrscheinlich wieder nicht. Auch wenn ich es gerne anders hätte, ist mir die Sache offenbar einfach nicht wichtig genug. Wenn ich eine Sache mache, dann mache ich unterdessen logischerweise irgendeine andere Sache nicht. Und was ich meistens nicht mache, wenn ich putze, ist schreiben. Und wenn ich die Wahl habe zwischen zwei Stunden putzen und zwei Stunden schreiben, dann wähle ich in 100 Prozent der Fälle schreiben. Und vielleicht ist das okay. </p><h3>Ich werde wieder nicht mit meinem Freund zusammen ziehen. </h3><p>Wenn wir ein Haus haben könnten wie Frieda Kahlo und Diego Rivera—zwei freistehende Gebäudeteile mit separaten Eingängen, eins rosa, eins blau, mit Ateliers im Dach, die über eine Brücke verbunden sind—vielleicht. Wenn es 2007 wäre, und man, wenn man sich trennt, einfach nur ein paar Wochen oder so suchen müsste und dann, als Selbstsändige! eine Wohnung in der Innenstadt für unter fünfzehn Euro/Quadatmeter finden könnte—vielleicht. Wenn ich irgendwelche Leute kennen würde, die ein paar gute Argumente für das Zusammenziehen in petto hätten, Gründe, die über Praktikabilität, Logistik oder Konformität hinaus gingen—vielleicht. </p><p>Bis diese Utopien wahr werden, werde ich ein paar Mal in der Woche bei mir zuhause aufwachen und mich wie ein glückliches Schweinchen in meinem süßen Alleinsein wälzen, stundenlang mit niemandem reden, stundenlang mein dreckiges Geschirr in der Spüle stehenlassen, stundenlang komplett unbeaufsichtigt, unbeobachtet, unabgelenkt sein. </p><h3><strong>Ich werde wieder keine Work-Life-Balance haben.</strong> </h3><p>Es geht mir besser, seitdem ich die Idee von Work-Life-Balance verabschiedet habe. Es gibt keine Work-Life-Balance. Die einzigen Leute, die Work Life Balance haben, sind die Leute in <em>Severance</em>. Für normale Menschen ist alles, was passiert, einfach Life, auch Work. Und eine permanente Balance kann es in der Selbstständigkeit nicht geben, weil alles immer im Fluss ist.</p><p>Es wird immer so sein: Mal arbeite ich viel, dann habe ich keine Zeit für mein restliches Leben, mal arbeite ich weniger, und dann bin ich nervös, weil kein Geld reinkommt. Das Ziel ist nicht, dauerhafte Balance herzustellen, sondern so gut wie möglich mit beiden Zuständen zurecht zu kommen. In arbeitsreichen Zeiten nicht in Panik zu verfallen und daran zu denken, Pausen zu machen. In arbeitsarmen Zeiten nicht in Panik zu verfallen und die Zeit zu nutzen für die Dinge, für die man ansonsten keine Zeit hat (Papierkram, Aquise, pitchen, mal wieder die Webseite pflegen).</p><h3>Ich werde wieder nicht bereuen, keine Kinder gemacht zu haben. </h3><p>Es kursieren starke Takes, wenn es um freiwillige Kinderlosigkeit geht: Wenn man keine Kinder macht, so heißt es immer wieder, dann ist man egoistisch. Man weiß nicht, was <em>wahre Liebe</em> ist. Man ist keine wirkliche Erwachsene. Man ist nur mit den oberflächlichen, banalen Dingen des Lebens beschäftigt. Man ist auf einer quasi spätadoleszenten Entwicklungsstufe stehen geblieben. Und eines Tages, wenn man alt ist, wird man seine Entscheidung bitter bereuen, im Altersheim sitzen und niemand wird einen besuchen kommen oder sich um einen kümmern. </p><p>Ich glaube mittlerweile, dieser Bullshit hält sich so hartnäckig, weil es so gefährlich für die herrschende Ordnung wäre, wenn es sich herumspräche, wie geil es ist, keine Kinder zu haben. Ich empfinde nicht die geringste Reue, dass ich meine Gene nicht weitergeben werde, im Gegenteil, ich finde meine Unabhängigkeit von Jahr zu Jahr toller. Es scheint mir sehr unwahrscheinlich, dass ich eines Tages bereuen werden, denn: Wenn ich meine Abhängigkeit nicht bereue—eine Sache, die wirklich, wirklich scheiße war—warum sollte ich dann eines Tages aufwachen und etwas bereuen, das ich richtig super finde?</p><h3>Ich werde wieder daran scheitern, die Ideale des Male Gaze und der Body Positivity Bewegung zu erfüllen.</h3><p>Dass ich die medialen Ideale der ewigen Jugend und Fitness nicht erfüllen kann, ist schon länger klar. Seit ein paar Jahren scheitere ich zusätzlich daran, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Die Body Positivity Bewegung hat dazu geführt, dass man es als persönliches Scheitern begreift, wenn man das eigene Körperfett nicht lieben kann. Dass es ein moralisches Problem ist, wenn man Diäten macht oder sich botoxen lässt. Deswegen muss man lügen, und behaupten, man mache eine Ernährungsumstellung wegen der Darmgesundheit oder man botoxe wegen der Migräne.</p><p>Ich werde weiterhin nicht so tun, als sei mir der Male Gaze egal, weil ich spirituell auf einem höheren Level angekommen bin. Ich werde es stattdessen so machen wie meine Oma mütterlicherseits:</p><p>Meine Oma mütterlicherseits trug ihre Haare immer pechschwarz in stylischen Bob Cuts, und sie hat noch in ihren späten Siebzigern steif und fest behauptet, es sei alles Natur. Sie könne sich auch nicht erklären, wie ihre Haare immer so schwarz blieben, das sei doch einfach ein Geschenk oder?</p><h3><strong>Ich werde wieder nicht festangestellt arbeiten </strong></h3><p>Deutschland ist kein gutes Land zum Freelancen. Selbstständige werden wie Steuerzahler zweiter Klasse behandelt. Ich bekomme keine Sicherheit, keine nennenswerte Altersvorsorge, wenn ich krank bin, kann mich niemand vertreten, ich bekomme Krankengeld frühestens ab dem 43. Krankheitstag (wenn ich vorher Chemo brauche, Pech gehabt!), und in einer Stadt wie Berlin bekomme ich meistens nicht mal einen <em>Besichtigungstermin</em> für eine der wenigen unbezahlbaren Wohnungen. Freelancer spüren als erstes, wenn es mit der Wirtschaft bergab geht, sind aber gegen Arbeitslosigkeit nicht abgesichert. Egal wie viele Steuern und Sozialabgaben wir gezahlt haben: Das System fängt uns nicht auf. Und wenn ich einem Angestellten sage, dass ich mir Montag frei nehme, um ins SPA zu gehen, kommt meistens ein zickiges: <em>Na, das muss ja toll sein! </em></p><p>Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, jemals nicht selbstständig zu sein. Die Freiheit, selbst zu entscheiden, was für mein Geschäft Sinn macht. Die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie, wann und wie lange ich arbeite, die Freiheit, meine eigenen AGBs zu schreiben, die Freiheit, mittags drei Stunden lang ins Kino zu gehen, falls ich Lust dazu habe—das liebe ich alles. Aber am wichtigsten ist es mir, keinen Boss zu haben. </p><p>Letztes Jahr hatte ich einen vollkommen durchgeknallten Kunden. Er fand es super normal, seine Freelancer nachts und am Wochenende anzurufen, hatte Tobsuchtsanfälle und forderte ständig Dinge, die nicht im Vertrag standen. Mit ihm am Telefon zu sein konnte sich anfühlen wie mit einem Kind zu verhandeln, das gerade einen Meltdown hat. Wenn so jemand mein Vorgesetzter wäre: nicht auszudenken.</p><p>Aber wenn so jemand mein Kunde ist, dann kann ich einfach Nein sagen. Ihn auf den Vertrag hinweisen, den ich vorher geschlossen habe. Seine Anrufe nach sechs ignorieren. Die Sache läuft nach meinen Konditionen. Und mein Nervensystem ist ruhig. </p><h3><strong>Ich werde wieder nicht anfangen zu trinken.</strong></h3><p>Daniel Schreiber hat uns mal in einem <a href="https://open.spotify.com/episode/5Esl6G7uvm34M6Lo4GG0ZO">SodaKlub Interview</a> gesagt, die ersten zehn Jahre der Nüchternheit ist man baby sober. Diesen August beginnt mein zehntes nüchternes Jahr. Früher konnte ich mir ein Leben ohne Drink nicht vorstellen, heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, was ich an einem Alkoholrausch mal geil fand. Auch 2026 würde ich wieder mein ganzes Geld drauf setzen: Ich werde nie wieder trinken. </p><hr aria-hidden="true"/><p>🖤</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[INs+OUTs 2026]]></title>
      <description><![CDATA[Was kommt, was geht, was bleibt 2026 +++ Die vollständige Liste mit Kommentaren +++ Plus: Männer, die Frauen mögen]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>INs und OUTs 2026</h1><h2>Was kommt, was geht, was bleibt 2026 +++ Die vollständige Liste mit Kommentaren +++ Plus: Männer, die Frauen mögen</h2><hr aria-hidden="true"/><h4>Ich <em>liebe liebe liebe</em> Listen.</h4><p>Und andere Leute lieben Listen auch. Das weiß man, wenn man zum Beispiel für Zeitungen schreibt: Listen klicken gut. Zehn unverzeihliche Modefehler. Die zehn heißesten Männer Deutschlands. Zehn Zeit-Management-Hacks. Zehn Tricks, um nackt gut auszusehen. Wir können gar nicht genug davon bekommen. Wir sind Listenwesen. Wir brauchen Listen like the desert needs the rain. </p><p>Listen geben uns die Illusion von Kontrolle, sie geben Klarheit und Struktur, und das Gefühl, alles sei manageable, sie geben uns etwas, an dem man entlangdenken kann. Listen zu lesen und zu schreiben hat etwas zutiefst Beruhigendes, Befriedigendes an sich. Und IN+OUT Listen sind ein ganz besonderer Spaß. </p><h3>Eine gute IN+OUT Liste ist eine hohe Kunst. Eine gute IN+OUT Liste ist pure Poesie.</h3><p>Eine gute IN+OUT Liste hat den britzeligen Geschmack von Zeitgeist. Sie gibt dir einen kleinen Dopamin-Boost, wenn du etwas liebst, das IN ist und schürt das sexy Feuer der Wut und Rebellion, wenn du was liebst, das OUT ist. Eine gute IN+OUT Liste regt den Kreislauf an, macht wach, streichelt dich am hochempfindlichen Nerv deines Lifestyles—aka den Grundfesten deiner Identität. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Denn IN zu sein ist einer der stärksten Triebe, die wir haben, stärker als das Bedürfnis nach Sex, stärker als das Bedürfnis nach Schlaf. Die IN+OUT Liste dockt also an das absolut primitivste Grundbedürfnis überhaupt: Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit. </p><h4>Die meisten IN+OUT Listen sind leider schlecht. Sie sind immer aus den gleichen zwei Gründen schlecht: </h4><p>1) <strong>Sie sind faul.</strong> Es stehen nur Sachen drauf, die schon immer in oder out waren und bis in alle Ewigkeit in oder out sein werden. <em>Nazis, Burnout, Saufen</em>: war alles immer out und wird immer out sein. <em>Nüchternheit, Ausschlafen </em>und <em>Knutschen</em>: für alle Ewigkeit in. Erste Regel: Ewige Sachen gehören nicht auf die IN+OUT-Liste!</p><p>2) <strong>Sie haben eine Agenda.</strong> Wellness und Mental-Health-Unternehmen schreiben auf ihre IN-Listen beispielsweise immer Sachen wie <em>Meditieren, Therapie</em> oder <em>Selfcare</em> und auf ihre OUT-Listen sowas wie <em>Hochverarbeitete Lebensmittel</em>—GÄÄÄÄÄÄÄÄÄHN!!!—und sind eigentlich als IN+OUT Listen getarnte Selbstoptimierungs-Propaganda, die heutzutage wirklich absolut niemand mehr braucht. Deswegen Regel zwei: Sobald du damit was verkaufen willst, ist deine IN+OUT Liste unglaubwürdig. </p><p>(Die einzige IN+OUT Liste, die ich wirklich religiös lese, ist <a href="https://www.instagram.com/p/DD2oqfTStx4/?hl=de&amp;img_index=1">die von Jordan Firstman</a>: Sie ist alles, was eine IN+OUT Liste sein sollte. Sie ist lässig, sie ist witzig, sie ist skurril. (Jordan Firstman macht sowieso in jeder Hinsicht alles richtig, ihr solltet ihm folgen.)</p><p>Meine IN+OUT Liste zu schreiben ist immer ein großer Spaß. Im Herbst fange ich an, mir Notizen zu machen, und dann all meine stylishen Freundinnen zu fragen, was ihrer Meinung nach IN oder OUT sein wird. Und dann habe ich die besten Gespräche des ganzen Jahres, über Flachspülertoiletten und Dörfer und Van Life und LAB Coffee und LAB Coffees Bedeutung für die Kultur und was es wohl bedeutet, dass die GenZ scheinbar das Bedürfnis hat, vor Dönerbuden oder Kaffeeläden Schlange zu stehen. (Ist es vielleicht eine nostalgische Erinnerung an ihre Jugend, 2021, als sie vorm Supermarkt Schlange stehen mussten?)</p><p>Das nächste, was an IN+OUT Listen total berauschend ist: Wenn man behauptet, man wüsste, was morgen ist, <em>glauben einem die Leute einfach</em>. Sobald man die Audacity hat, eine Trendprognose zu veröffentlichen—also in den Raum zu stellen, man sei irgendwie qualifiziert, Trends auszurufen oder für beendet zu erklären—nehmen einen die Leute todernst. Sie <em>glauben</em> dir, wenn du sagst, Leopard Print sei out und sind entweder enthusiastisch in deinem Camp oder leidenschaftlich dagegen. </p><h4>Schreibt also IN+OUT Listen. Redet mit euren Freundinnen darüber. Schreibt sie statt guter Vorsätze, denn sie sind guten Vorsätzen in einer entscheidenden Hinsicht überlegen: Es macht Spaß, sie ein Jahr später nochmal anzugucken.</h4><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/4d959e93-f21b-436a-98e5-4e9b3f36afb5">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 27 Dec 2025 07:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wintersonnenwende]]></title>
      <description><![CDATA[Die magische Zeit dazwischen +++ Liminalräume, Rituale, Rauhnächte]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Die magische Zeit dazwischen +++ Liminalräume, Rituale, Rauhnächte</h2><hr aria-hidden="true"/><p>Dieses Jahr ist schneller vorbei gegangen als alle anderen Jahre. Es war das erste Lebensjahr von <em>Rausch und Klarheit</em>. Das Feedback war überwältigend. Es hat mich aber auch ein bisschen schockiert, wie schnell es normal war, einen so großen Lebenstraum verwirklicht zu haben. Erst neulich hat es mich so richtig erwischt: Ich war in der Bibliothek, in die ich schon als Kind immer gegangen bin—eine kleine, unscheinbare Kiez-Bib, in der sich seit 1996 praktisch nichts verändert hat (außer, dass es leider keinen Getränkeautomaten mehr gibt, in dem man sich heiße Gemüsebrühe ziehen kann)—und die hatten mein Buch. Still stand es da, in einem kleinen Regalabschnitt neben Nathalies, und es war krasser, es dort zu sehen, als in jeder Buchhandlung. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>2025 war das Jahr des Unterwegsseins. Ich habe in 20 unterschiedlichen Hotels geschlafen. Ich hatte im Schnitt 1,25 Lesungen im Monat. Ich bin im Mittelmeer geschwommen! Im Juli <em>und</em> im Oktober!</p><p>Ich habe den ZEIT Artikel, den ich schon zugesagt habe, ein Jahr lang vor mir hergeschoben. Noch so eine Sache, die noch vor 4 Jahren absolut unvorstellbar war (Einen ZEIT Artikel. Zu <em>verschieben!</em>) </p><p>Ich habe mein zweites Buch angefangen. Und erlebt, dass jedes Buch genauso ein wilder, unbekannter und unwägbarer Dschungel ist wie das Buch davor, wahrscheinlich total egal, wie viele man schon geschrieben hat. </p><p>Ich habe weiterhin jede Woche SodaKlub produziert. Mika bemerkte neulich, dass sie nie einen Job so lange hatte. Ich auch nicht! </p><p>Ich habe den <a href="https://open.spotify.com/track/5XemvyG79fcKPl5lgbhplq?si=169d6ae2751c43f7">besten Song für die frühe Nüchternheit</a> entdeckt und kann ihn immer noch on repeat hören, obwohl meine Nüchternheit nicht mehr sooo jung ist.</p><p>Ich habe eine langjährige Freundschaft verloren, was ich mir immer noch nicht so richtig erklären kann. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/f9169e71-dc8e-4b0a-a5c2-75c6b03a96a7">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 20 Dec 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Meine 25 Bücher des Jahres]]></title>
      <description><![CDATA[Was ich gelesen habe +++ was ich geliebt habe +++ Was ich weggelegt habe +++ Was ich nochmal gelesen habe ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>Was ich gelesen habe +++ was ich geliebt habe +++ Was ich nochmal gelesen habe +++ Was ich weggelegt habe</h3><p>Alles, was ich weiß, weiß ich aus Büchern. Ich habe alles über Kurvendiskussionen vergessen in der Sekunde, in der ich die vier Minus in der Matheklausur gekriegt habe, aber ich habe nie vergessen, wie es in den Straßen von Paris gerochen hat, im Jahr 1738, als Jean-Baptiste Grenouille sich dort herumgetrieben hat, oder wie Teresa mit Tomas tanzt und ihm sagt, dass es reiner Zufall ist, dass sie mit ihm zusammen ist, dass sie auch mit irgendwem anders zusammen sein könnte, und dann sterben sie zusammen in dem kleinen Auto auf dem Weg nach Hause. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Ich habe mit Büchern andere Lebensrealitäten, Gedanken- und Gefühlslandschaften durchwandert und Empathie gelernt. Ich habe Ironie und Sarkasmus gelernt und wie man sagt, was man sagen will, indem man etwas ganz anderes sagt. Ich habe meinen Klischee-Radar und meinen Bullshit-Radar geschärft. Ich habe um sterbende Hunde geweint, die nicht existieren. Gärten aus fluorezierenden Riesenblumen erschaffen, die bei Sonnenaufgang zu Staub zerfallen. War mit Huren auf der Straße, mit Nonnen im Kloster, mit Kleinkriminellen in der Psychiatrie, habe gesehen, was sie sehen, gefühlt, was sie fühlen. </p><hr/><p>termine 2026</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b74d90ba-9f1b-4243-a02f-4f4033c0482f/uploads/images/lql2hf5qc7/Steady_Termine.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><p>Bücher sind ein Medium, mit dem man die Gefühle der Menschen erreichen kann, das macht sie so gefährlich für Faschisten, deswegen sind Bücher unter den ersten Sachen, die bedroht sind, wenn Faschisten (und von Faschisten geschriebene Algorithmen) an die Macht kommen, man kann es gerade wieder in den USA sehen, sie verbieten dort wieder Bücher.</p><h4>Und wenn Bücher den Faschos ein Dorn im Auge sind, dann werden sie auch zu den Dingen gehören, die uns vor den Faschos retten werden.</h4><p>Ich hatte dieses Jahr das Gefühl, ich hätte wenig gelesen, weil mein Hirn von den täglichen Trash-Lawinen auf meinem Screen dauerabgelenkt und meine Aufmerksamkeit porös geworden ist, aber als ich diese Liste gemacht habe, ist mir klargeworden: Stimmt gar nicht. Ich habe ganz schön viel gelesen. Ich habe <a href="https://www.instagram.com/p/DKTwMmFMJAA/?img_index=1"><em>Stolz und Vorurteil</em></a> durchgelesen!</p><p>Hier ist meine Liste von Büchern, die ich geliebt habe. Und dann noch ein paar, die ich nochmal gelesen haben, und ein paar, die ich abgebrochen habe, und warum.</p><p>(Ich mache keinen Unterschied zwischen Fiction und Non-Fiction. Die Binarität von Sachbüchern und Romanen ist eine falsche Binarität von vielen falschen Binaritäten, die einfach Bullshit ist. Genau so ein Quatsch wie die Binariät der Geschlechter oder die Binarität von Körper und Geist.)</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Monsters — Claire Dederer</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b74d90ba-9f1b-4243-a02f-4f4033c0482f/uploads/images/qh3b7zporh/IMG_2526_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Genese von <em>Monsters</em> zeigt, wie alle großartigen Sachbücher entstehen, und es hat alles, was ein tolles Sachbuch braucht. Es geht so: Man hat</p><p>1) eine persönliche Frage, bei der wirklich was auf dem Spiel steht: <em>Wie kann ich die Kunst weiter lieben, wenn der Künstler ekelhafte Dinge getan hat? </em>Schnell erkennt man, </p><p>2) dass das Problem kein persönliches, sondern eine wahre Epidemie ist, weil plusminus alle Männer, die zwischen Urknall und 2017 irgendwas erschaffen haben, ekelhafte Dinge getan haben, die meisten sogar in aller Seelenruhe, in aller Öffentlichkeit. Dann ruft man </p><p>3) erstmal einen Mann an. Idealerweise einen, der älter ist und einen Doktortitel hat. Den fragt man um Rat und erkennt dann </p><p>4) dass der erschreckenderweise auch keine Ahnung hat und dass tatsächlich noch nie jemand was zu diesem Thema geschrieben hat, obwohl es fucking alle Menschen beschäftigt, die man kennt, weswegen man es dann </p><p>5) eben einfach selbst macht. </p><p><em>Monsters</em> (Deutscher Titel: <em>Genie oder Monster</em>) ist auf den ersten Blick eine Geschichte über die Frage, ob man die Kunst vom Künstler trennen kann. Und wird dann schnell zu einer Geschichte über das Publikum. <em>Monsters</em> ist ein Memoir über <em>uns</em>. Ein Buch, das meiner Ansicht nach wirklich alle lesen sollten. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/b74d90ba-9f1b-4243-a02f-4f4033c0482f">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 13 Dec 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Geschmack]]></title>
      <description><![CDATA[Guter guter Geschmack, schlechter guter Geschmack, deutsche Fußgängerzonen und der Style der Nazis]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Was ist guter Geschmack und wie kriegt man ihn?</h2><p>»Es ist nicht meine Aufgabe, Ihnen beizubringen, ein gutes Bild zu machen«, sagte meine Fotografie Professorin Wiebke Loeper (Queen!) im Grundkurs Fotografie im ersten Semester meines Kommunikationsdesign-Studiums, »Jeder kann ein gutes Bild machen. Sie sollen lernen, wie man ein gutes Bild <em>erkennt</em>.« </p><p>Sie brachte damit auf den Punkt, was das Designstudium—und im Grunde jede kreative Ausbildung—ausmacht: Grafikerinnen, Modedesigner oder Autorinnen werden nicht in erster Linie darin ausgebildet oder dafür bezahlt, Bildbearbeitungssoftware zu benutzen, Kellerfalten zu nähen, oder eine fünf-Akt-Struktur zu konstruieren. Wir werden ausgebildet in gutem Geschmack. </p><hr/><p>nächste Termine</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ae896d24-15a5-4c7c-a80f-31c93ccc812c/uploads/images/ald72fctga/Steady_Titelbilder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Mia Gatow Termine 2026"/><hr aria-hidden="true"/><p>(Diese Tatsache ist auch dafür verantwortlich, dass man in den ersten Jahren einer kreativen Karriere und darüber hinaus beim Schaffensprozess sehr leidet. Denn lange und hartnäckig ist der eigene Geschmack besser als die eigenen Fähigkeiten. Ich sehe, was gut ist, habe aber noch nicht die Fähigkeiten, es gut zu machen. Es ist frustrierend. Und hoffnungsvoll: Solange ich mich darüber ärgern kann, dass meine Texte nicht so gut sind wie die von Siri Hustvedt oder Zadie Smith, desto höher ist mein Entwicklungspotenzial.)</p><p>Seit meinem Studium finde ich die Idee von Geschmack endlos faszinierend. Dein Geschmack ist in allem, was du tust: Was du anziehst, wie du riechst, wie deine Wohnung aussieht, was du isst, wie du sprichst, wie du dich bewegst. Nicht alle haben Geschmack, aber alle glauben, dass sie ihn haben. Dein Geschmack sagt was über deine Klasse, deine Herkunft, deine Generation, deine Weltanschauung, deine Kultur und deine Beziehung zur Welt. Es ist eine Sprache, komplett mit eigener, komplexer Grammatik und ständig neu dazukommenden Vokabeln. Guter Geschmack ist unmöglich zu definieren—man kann sich immer nur einer Definition annähern. Sobald man glaubt, sie zu haben, fallen einem tausend Ausnahmen von der Regel ein. Geschmack ist unberechenbar, Geschmack ist etwas, das die KI (noch) nicht hat.</p><h3>»Guter Geschmack ist der Nachhall fremden Privilegs.« <strong>— Dave Hickey</strong></h3><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/ae896d24-15a5-4c7c-a80f-31c93ccc812c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 06 Dec 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kunst für das Ende der Welt]]></title>
      <description><![CDATA[gesehen, gelesen, gehört +++ Eddington +++ Pluribus +++ Die Perfektionen +++ Westend Girl +++ LUX]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Gelesen, gesehen, gehört: Die Welt geht unter, aber dafür ist die Musik super</h2><p>Ich bin eigentlich eine stoische Person, die sich wenig Sorgen über die Zukunft macht. Sich Sorgen machen ist nämlich ebenso nützlich wie eine Gleichung lösen, indem man Kaugummi kaut. Wenn aber eines der kulturell einflussreichsten und mächtigsten Weltreiche, dem inzwischen all unsere Kommunikationsmedien gehören, die wiederum weite Teile der hiesigen Presse im Würgegriff haben, in atemberaubender Geschwindigkeit in einen bizarren Neo-Faschismus abdriftet (Ballsaal statt White House, Geheimpolizei, Bücherverbannung), dann fühle ich doch ganz schön viel. Hauptsächlich die Faschismus-Klassiker: Angst, Wut und Machtlosigkeit.</p><h4>Aber wir haben die Kunst.</h4><p>Kreative Menschen sind per definitionem Optimisten, denn allein der anstrengende Akt, ein Buch, einen Film, ein Album in die Welt zu bringen, zeugt von Lebensliebe und Zukunftsglaube. Kunst hat das Potenzial, uns zu trösten, oder uns zumindest in unserer Untröstlichkeit beizustehen. Die Kunst blüht in Zeiten des (persönlichen oder gesellschaftlichen) Zerfalls mit einer ganz besonderen Fiebrigkeit. Es ist die Dringlichkeit der Endlichkeit: <em>Vielleicht ist dieses Album, dieses Buch, dieser Film das letzte, was ich jemals sagen werde?</em></p><p>Hier also meine Herbst- und Endzeitliste: Was ich gesehen, gelesen, gehört habe. Und was ich dabei gefühlt habe.</p><hr/><p>gesehen</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f985496f-ba1f-4d71-b49f-0142cd004ecc/uploads/images/o5cp5s3bin/EDDINGTON_Hauptplakat_01.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h2>Eddington</h2><p>Ari Aster ist in mein Leben gekommen als ich 2023 den Podcast <a href="https://nightlighthorrormovieclub.com/"><em>The Nightlight Horror Movie Club</em></a><em> </em>entdeckte, ein Rabbithole, aus dem ich nie wieder wirklich rausgefunden habe. In dem unglaublich charmanten Podcast reden ein paar sehr schnelle, witzige, amerikanische Tierärztinnen über Horrorfilme, die sie lieben oder hassen. NHMC ist der Hauptgrund, aus dem ich im Frühling 2024 eine ersthafte Horrorfilm-Phase hatte. Inzwischen würde ich mich als <a href="https://steady.page/de/mia-gatow/posts/41555560-06c4-4efb-974a-aacc3315b49c">Horror-Fan</a> bezeichnen, obwohl ich gar nicht sooo viel Horror geguckt habe (ich habe oft zu viel Angst). Jedenfalls war Ari Asters wahnsinns Film <em>Midsommar</em> die erste Folge, die ich hörte, und das brachte mich trotz Angst dazu, auch den Film zu gucken, und als ich mich dann wirklich stark gefühlt habe, guckte ich sogar <em>Hereditary</em>! </p><p>Jetzt war ich auf das Premieren-Screening von <em>Eddington</em> eingeladen. Aster (der nett und harmlos aussieht, und einen dann mit den schlimmsten, düstersten Albtraumfantasien komplett fertigmacht, wie es für Horror-Creators üblich zu sein scheint, Michael fucking Haneke!) sagte vorab in einem aufgezeichneten Interview: Eddington handle von einer kleinen Stadt, in der Leute paranoid werden, und dann wird der Film paranoid. Okay. Kein Spoiler, keine Untertreibung.</p><h4>Ein paar Gedanken, die ich zu Eddington hatte: </h4><p>1—Meine (unsere?) kollektive Weigerung, die Zeit der Corona-Pandemie auf der Leinwand oder im Fernsehen zu sehen oder in Büchern zu lesen, ist beeindruckend. Wenn ich in einem Film eine Maske sehe, oder jemanden über Masken und Maßnahmen oder andere Pandemie-Themen reden höre, bin ich sofort raus. Ich habe <em>This is Us</em> abgebrochen, als sie angefangen haben, Masken zu tragen. Leute, ich bin wegen des Eskapismus hier, nicht, um mich an meine eigene, miese Realität zu erinnern. Würde ich ein Memoir schreiben, das während der Pandemie spielt, ich würde die Pandemie nicht vorkommen lassen. Die Pandemie war auf allen Ebenen vergessenswert, nicht zuletzt aus ästhetischer Perspektive.</p><p>2—Das gleiche Gefühl hatte ich in der ersten Stunde von <em>Eddington</em>. In dem Film ist nicht nur Pandemie, die Figuren gucken auch die ganze Zeit auf ihre Screens, die voll sind mit hysterischer Misinformation und alternativen Fakten. Klar, es geht hier darum, dass sich alle Leute in unterschiedlichen Filterbubbles radikalisieren und dazu müssen Algorithmen eine Rolle spielen, aber es macht leider genauso wenig Spaß, Screens auf einem Screen anzugucken wie seinen eigenen Screen anzugucken. </p><p>3—Joaquin Phoenix und Pedro Pascal sind großartig, vor allem zusammen. Deirdre O’Connell ist großartig spooky. Auch der junge Verschwörungspriester, gespielt von Austin Butler, ist magnetic. Nur Emma Stone hat in ihrer Rolle eindeutig zu wenig zu tun, außer ätherisch-märtyrerhaft zu halblächeln oder weinend im Bett zu liegen. Diese Rolle ist eine Verschwendung von Stones Fähigkeiten.</p><p>4—Der Genre-Mix ist toll. Ich glaube, das Verschmelzen aller Genres wird in allen Kunstformen über Kurz oder Lang die Norm sein. <em>Eddington</em> ist: Neo-Western plus politisches Drama plus Horror-Satire. Außerdem kann man es als eine Art filmische Autofiktion beschreiben: die fiktionale Geschichte steht auf einem Gerüst aus realen Ereignissen. </p><p>5—Strukturell erinnert Eddington an <em>The Substance</em>: Auf halber Strecke eskaliert die Handlung auf unvorhergesehene Weise, es passiert eine Art Genre-Explosion. Wie man das findet, darüber kann man streiten. (Hinterher hatte eine Gruppe verstörter Influencerinnen, von denen wir uns vor dem Kino Feuer schnorrten, Redebedarf. Fehlende Triggerwarnung und so.)</p><p>6—Aber ich mochte ihn mehr als <em>The Substace</em>. Beide Filme sind ein bisschen zu lang, und bei beiden fühlte mich ein bisschen missbraucht, als ich nach fast drei Stunden aus dem Kino kam. (Ernsthaft, warum müssen Filme jetzt immer so lang sein? Ist es ein Minderwertigkeitskomplex, den zeitgenössische Filme gegenüber Serien haben?) Aber während <em>The Substance</em> unnötig Dinge in die Länge zieht, die man schon in den ersten 30 Minuten verstanden hat, gibt es bei <em>Eddington</em> ein paar abgefahrene Wendungen und mehr als eine Interpretationsmöglichkeit. </p><p>7—Für wen ist das? Für Fans von <em>The Substance</em> und David Lynch. Für Leute, die keine Triggerwarnung brauchen. Nicht unbedingt was für Fans von Asters vorherigen Filmen. Definitiv nichts für Leute, die Eskapismus suchen.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/f985496f-ba1f-4d71-b49f-0142cd004ecc">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 29 Nov 2025 07:00:02 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Klarheit]]></title>
      <description><![CDATA[Wie lange soll ich es noch versuchen? Wann ist der Breaking Point? Kann ich noch investieren? Bin ich noch pleite oder schon hoch verschuldet? ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Wie gewinne ich Klarheit?</h2><p>Ich miste mal wieder meinen Kleiderschrank aus.</p><p>Ich habe eine immer wiederkehrende Fantasie von einer <em>Capsule Wardrobe</em>, einer minimalistischen Garderobe, in der alle Teile miteinander kombinierbar und ausnahmslos von exquisiter Qualität sind. Eine Garderobe, nicht nur schön, sondern auch effizient, eine Garderobe ohne Reibungsverlust, ohne Sollbruchstellen, eine, in der ich einfach blind reingreifen und egal was rausholen kann, und dann passt alles zusammen und ist makellos. </p><p>Die Phasen, in denen ich von einer Capsule Wardrobe fantasiere, sind die gleichen, in denen ich Listen mache, und Routinen zu etablieren versuche, und keine Carbs esse, und keinen Zucker, und neue, weiße, leere Notizbücher anfange. In die ich nur die fünf wichtigsten oder die drei wichtigsten Dinge rein schreibe, in denen ich—so die Idee—nie was durchstreiche oder neu anfange, nie irgendwas in einer falschen Reihenfolge mache, nie irgendwas an den Rand kritzle. Das sind die Zeiten, in denen ich Zeug wegschmeiße, alle Fotos aus meinem Telefon lösche, meine Haare schneiden lasse, meine Wände streiche. Was unter all dem liegt, ist die Sehnsucht nach Klarheit. </p><h3>Klarheit ist das beste, was es gibt auf der Welt. Klarheit ist immer das Ziel, bei allem. </h3><p>Wissen, wo man hingehört. Wissen, zu wem man gehört. Wissen, was man tun und lassen kann. Was man will und nicht will. Was als nächstes passieren wird. Wissen, was ein eindeutiges Nein, was ein eindeutiges Ja ist. Nicht mehr zehn Ausnahmeregelungen haben, sondern nur eine einzige Regel. Wissen, welchen Farbe einem steht und welche nicht. Den fucking Kontostand kennen. Wissen, was Priorität hat. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/171b5e3e-f36d-48cd-ad6e-7a80342cfedf">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 22 Nov 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Boyfriend: out]]></title>
      <description><![CDATA[Einen Boyfriend zu haben ist out. Wie schaffe ich es, meinen zu verheimlichen?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Mein Boyfriend ist mir peinlich. Wie schaffe ich es, ihn zu verstecken?</h2><p>Neulich hat ein Text in der VOGUE in einer bestimmten Ecke des Internet viel Aufmerksamkeit bekommen: <a href="https://www.vogue.co.uk/article/is-having-a-boyfriend-embarrassing-now"><em>Is having a boyfriend embarrassing now?</em></a></p><p>Die Autorin Chante Joseph beobachtet, dass cis-hetero-Frauen, die bislang allen damit auf die Nerven gefallen sind, ihre Boyfriends öffentlich zu thematisieren, jetzt durch den Gegentrend diszipliniert werden: Der Boyfriend darf auf den sozialen Medien nun maximal noch eine Randnotiz sein. Besser noch: man verschleiert die Existenz eines Boyfriends einfach komplett. Postet man Beziehungsbilder, so Joseph, ist man erledigt (aka gemutet). Sogar ein <a href="https://www.cosmopolitan.de/soft-launching-darum-kann-der-geheimnisvolle-dating-trend-toxisch-sein-133252.html">soft Launch</a> kann einen hunderte Follower kosten. </p><p>Zwei Influencerinnen diskutieren im <em>Delusional Diaries Podcast</em> darüber, wie »lahm« es ist, einen Boyfriend zu haben. Ihre Kommentatorinnen gehen noch weiter: In einer Beziehung mit einem Mann zu sein fühle sich heutzutage geradezu <em>republikanisch</em> an. </p><p>Die neue First Lady von New York City, Rama Duwaji, wird für die banale Tatsache gefeiert, dass ihr Mann auf ihrem social media Feed keine Rolle spielt.</p><p>Kurz gesagt: <em>Boyfriend haben</em> ist out. <em>Girlfriend sein</em> dann natürlich auch. Ist man zufällig in einer cis-hetero-Beziehung, hat man das Problem, dass der komplette eigene Lifestyle out ist. Das ist hart. Tröstlicherweise ist das Phänomen alles andere als neu. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/0a2a3eb9-12da-4d19-9a1d-f4eb610b1454">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 15 Nov 2025 10:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Muss ich Sport geil finden?]]></title>
      <description><![CDATA[This is doing it ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>This is doing it</h2><p>Ich war letzte Woche beim Bodypump. Das ist ein Kraft-Ausdauer-Training mit Langhanteln, man macht dabei beispielsweise das klassische Bankdrücken oder Squats, dabei läuft ganz schlimme Ballermann-Disco-Mucke und ich hasse jede einzelne Sekunde mit jeder einzelnen Faser meines Seins. Danach hat man (wenn man, wie ich, nur selten hingeht) einen Muskelkater, der einen zum Weinen bringt. Man muss sehr früh schlafen gehen. Und am nächsten Tag geht es einem ansonsten fantastisch. </p><p>Es ist außerdem ein wahnsinnig effektives Ganzkörpertraining. Wenn ich mich mit all meiner Willpower dazu bringen würde, einmal in der Woche hinzugehen (zusätzlich zu meinem Pilatestraining, das ich nicht mit jeder Faser meines Seins hasse), würde es meinen Körper sicher auf entzückende Weise formen. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Wenn ich es halt nicht so sehr hassen würde. Es ist einfach eine zutiefst unnatürliche Beschäftigung, das wiederholte Heben und Senken schwerer Objekte zu schlechter Disko-Mucke, es ist etwas, was jedes Säugetier, das bei Verstand ist, unbedingt vermeiden will. (Ich finde schwere Sachen tragen sowieso ganz schlimm. Ich habe einen permanenten inneren Krieg mit dem Einkaufen am Laufen, weil ich es so grässlich finde, mit schweren Taschen durch die Gegend laufen zu müssen.) </p><p>Ich kenne natürlich auch diese Leute, bei denen das alles ganz einfach ist. Meine frühere Mitbewohnerin Nike war so ein Fall. Wenn sie eine Woche kein Workout machen konnte, wurde sie richtig <em>traurig</em>. Sie hat das vermisst. Und die Tage gezählt, bis sie endlich wieder Planks machen darf. Sie hat Leute, die Planks machen dürfen, mit Eifersucht und Wut angeschaut. Sie musste sich selbst mit Willenskraft vom Planken abhalten. So ein Verhalten ist mir genauso fremd wie ein Glas Wein zu trinken und dann aufzuhören.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/89633d20-5106-4ca8-8a1e-8cd09585a87c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 08 Nov 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Liebe macht nicht blind]]></title>
      <description><![CDATA[Reality TV und Romantizismus ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Reality TV und Romantizismus +++ Love is definitely not blind, Staffel 9</h2><p><em>Love is blind </em>ist das soziale Experiment, dass Jahr um Jahr beweist, dass nicht nur die inneren Werte zählen. Und so gab es auch in dieser Season wieder die unvermeidlichen Paare, die auf den allerersten Blick wissen, dass sie einander niemals knallen, respektieren oder sympathisch finden werden, sich aber dennoch gegenseitig bis zum Altar gaslighten, unter Zuhilfenahme von jeder Menge Schnaps und verschwenderischem Gebrauch von inhaltsleeren Liebesschwüren. </p><p>(In fact: Wenn man nach einem Trinkspiel sucht, das besonders schnell besoffen macht, dann sollte man einfach jedes Mal einen trinken, wenn jemand bei LIB »I love you« sagt.)</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Das Internet ist sich einig, dass diese Staffel von <em>Love is Blind</em> die schlimmste aller bisherigen neun Staffeln ist, und ich stimme enthusiastisch zu, obwohl ich nur drei gesehen habe. Aber es ist einfach physikalisch nicht möglich, dass der Alptraum dieser Staffel noch steigerbar ist, nichtmal die eine schreckliche deutsche Staffel, in der eine arme 23-Jährige einem emotional vollkommen inkompetenten Lauch dabei helfen musste, mit ihr Schluss zu machen, weil er das alleine nicht hingekriegt hat, toppt den Horror von LIB 9. </p><hr/><p>Lesungen + Talks</p><h4><strong>Am 07.11: Live Podcast SodaKlub!</strong></h4><p>Im Rahmen vom Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin machen wir nächste Woche einen Live-Podcast. Wir freuen uns, dass wir ein Kontingent für die Community aushandeln konnten. Tickets kann man sich <a href="https://dgsuchtmedizin.de/kongress">kostenlos auf der Website der DG-Suchtmedizin sichern</a> (Unter “Tickets buchen”). Aktuell sind nur noch wenige verfügbar, aber wir haben schon die Zusage, dass nach Bedarf aufgestockt werden kann.</p><p><strong>Einlass 18:00 / Beginn 18:30</strong></p><p><strong>PentaHotel | Großer Brockhaus 3 | 04103 Leipzig</strong></p><p><em>Bringt Freund:innen mit :)</em></p><hr aria-hidden="true"/><p>Obwohl die periphere Industrie, die sich um LIB gebildet hat—vornehmlich all die Podcasts und News-Outlets, die sich mit dem Kommentieren der Show beschäftigen—prophezeien, dass es nun mit dem ganzen Franchise den Bach runtergehen wird, dürfte diese Shitshow kommerziell ziemlich erfolgreich sein. Schließlich sind die meisten sicher nicht hier, um sich glückliche, harmonische, funktionale Paare anzusehen. Glückliche, harmonische, funktionale Paare eignen sich nicht so gut als Vorlage für Satire, Podcast-Analysen und popkulturelle Essays. Glückliche, harmonische, funktionale Paare eignen sich überhaupt nicht dafür, sich in der eigenen dysfunktionalen Beziehung etwas besser zu fühlen.</p><p>Wir lieben es, wenn es schlimm wird. Und in dieser Staffel ist ein Paar schlimmer als das andere. Es gab genau zwei mental stabile, normale Leute in diesem Cast, beide haben sich in den Pods umgesehen, sich gedacht: <em>Hell No!</em>—und die Biege gemacht. (Diese beiden sind übrigens auch, wenn man den Recherchen des Bachelor Party Podcasts glauben will, die einzigen beiden im Cast, die Demokraten wählen.)</p><p>Ich habe ein persönliches Ranking gemacht. Mein Ranking geht von Steven-King-schlimm bis halbwegs-okay-aber-trotzdem-gut-wenn-Schluss-ist-schlimm.</p><p>Das schlimmste Paar zuerst: </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/98960497-3790-4e3d-815d-602944c72ecc">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 01 Nov 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Rauchen]]></title>
      <description><![CDATA[Warum ist das Rauchen wieder cool? ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Warum ist das Rauchen wieder cool?</h2><p>Das Lifestyle-Magazin, das meine Mutter immer las, hieß <em>Allegra</em> und viele meiner frühen popkulturellen Prägungen gehen darauf zurück. Einmal brachte die <em>Allegra</em> ein Feature zum Thema <em>Der Sinn des Lebens</em> und es wurden einfach Stars, aber auch normale Leute auf der Straße gefragt: Was ist der Sinn des Lebens? und ein Typ, ein cooler Italiener mit einer sexy Freundin sagte: »Rauchen«. Und das Foto zeigte ihn cool auf dem Bordstein sitzend und rauchend. Und diese Geschichte hat absolut keine Pointe, außer dass ich sie gesehen habe, als ich so ungefähr 14 war und mich immer noch daran erinnern kann. Der namenlose Raucher und seine Ein-Wort-Antwort aus der <em>Allegra</em> lebt also seit 26 Jahren mietfrei in meinem Kopf. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/1e6b94b5-1e5a-4ac2-89c8-3398a7880443">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 25 Oct 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[The Life of a Showgirl]]></title>
      <description><![CDATA[Die schlimme erste Fassung +++ die Hilfe meiner Schriftstellerinnen-Geister +++ Der perfekte Love-Addiction-Soundtrack ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Die schlimme erste Fassung +++ die Hilfe meiner Schriftstellerinnen-Geister +++ Der perfekte Love-Addiction-Soundtrack</h2><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Ich mache mal wieder Workation. Wir haben ein fantastisches Haus am Meer, es sind genau fünf Schritte von der Terrasse ins kristallklare Wasser. Wir sind nicht am offenen Meer, unser Wasser ist umschlossen von Landzungen, deswegen ist es windstill und es gibt kaum Wellengang, kein Rauschen, nur ein leises Plätschern. Es ist generell sehr ruhig hier, das einzige, was man morgens hört, ist der Hahn, der kräht, ein paar Katzen, die miauen und das unfassbar alte und klapprige Auto der Nachbarn, das gegen halb acht unter großem Lärm los knattert, vermutlich auf dem Weg in eine Gegend, in der mehr los ist. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/be2d81ee-3829-4494-9294-d9d27a680c2b/uploads/images/irmxrjy7i4/IMG_4741.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Kroatien Workation Schreibtisch und Laptop"/><p>Ich schreibe, ohne mich groß anzustrengen, 20 neue Seiten. Was daran liegt, dass fünf Leute um mich herum auch an Texten arbeiten, in der Atmosphäre ein unaufhörliches Klappern der Tastaturen liegt, und an meiner Abwesenheitsnotiz. Es ist erstaunlich, wie viele Stunden so ein Tag plötzlich hat, wenn man nicht irgendwo hinfahren, Mails beantworten oder zur Post gehen muss. </p><p>Ich finde deswegen meinen Text nicht besser. Aber es hilft beim Durchhalten.</p><p>Ich habe vor Kurzem erst so richtig verstanden, dass die Schlechtigkeit der ersten Fassung ein totales Klischee ist. Dass alle ersten Fassungen schlecht sind. Dass so gut wie alle Leute, die keine Bücher schreiben, deswegen keine Bücher schreiben, weil sie es nicht schaffen, die erste Fassung zu schreiben. Weil sie es nicht aushalten, wie schlecht die ist. </p><h3>Mit mehr Erfahrung wird es nicht leichter. Der Witz ist: Je besser man schreiben kann, desto schwerer kann man es ertragen, schlecht zu schreiben.</h3><p>Wenn jemand sagt, schreiben sei total einfach! und es sei einfach so aus ihr rausgeflossen!, denke ich immer heimlich: <em>Wahrscheinlich liegt das daran, dass du einem guten Text nicht mal erkennen würdest, wenn er dir nachts im Wald vors Auto rennt.</em></p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/be2d81ee-3829-4494-9294-d9d27a680c2b">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 18 Oct 2025 07:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sweet Baby Adoleszenz]]></title>
      <description><![CDATA[Daniel, das Grufti Fan Forum und die transzendentale Kraft der romantischen Teenie Freundschaft]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Daniel und ich, das Grufti Fan Forum und die transzendentale Kraft der romantischen Teenie Freundschaft</h2><p>Bevor es social media gab, gab es tumblr. Und bevor es tumblr gab, gab es Foren. Foren waren in den Nuller Jahren, als ich in meinen Teens und frühen Twens war, unabsichtlich minimalistisch designte Textseiten, die aussahen wie nackte Skelette aus html. Man musste Links teilweise noch manuell eingeben. Also html codes tippen! Wir waren alle Hacker.</p><h3>&lt;a href=“http://example.com“&gt;Linktext&lt;/a&gt;</h3><p>Ich war mit achtzehn, neunzehn immer noch ein kleines Grufti Girl und Mitglied in einem Marilyn Manson Fan Forum. Solche Fan Foren waren damals der heiße Scheiß unter Teens, Tweens und Postadoleszenten, die nach kulturellem Austausch, Modetipps und Lifestyle-Vorbildern hungerten.</p><p>Foren sind für heutige Teenager wahrscheinlich unerklärbar. Es ging vordergründig um einen bestimmten Künstler oder eine Band, aber in Wirklichkeit ging es immer um Jugendkultur. In der Praxis. Unter den Forenbereichen (Songtexte, Neuigkeiten, Vorstellungs-Area, Kunst- und Literatur, Diskussionen zu allen möglichen Lifestyle-Themen, die direkt oder indirekt mit dem Künstler oder dem dazugehörigen Lifestyle zu tun hatte) schrieben die Mitglieder unter hinreißenden Usernamen wie Mechanical_Worm_666 oder YourDyingGod, oder Flower of Evil lange Beiträge, die wie Briefe an das Leben selbst waren. Die Themen waren weitreichend. Von <em>Was tun, wenn dein bester Freund suizidal ist</em> bis hin zu <em>Was ist die wahre Geschichte hinter dem Huhn, das Marilyn Manson angeblich getötet hat? </em>wurde alles besprochen.</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Das Internet war ein Dorf in dieser Zeit. Die Community in meinem Forum wirkte kleiner und intimer als die in meiner Schule. </p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/c37d18d8-aae3-4278-b7dc-80d29962cbc5">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 11 Oct 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Let’s talk about Feelings]]></title>
      <description><![CDATA[Softer Eskapismus: Der neue Roman von Leif Randt +++ Große Gefühle oder pastelliger Eskapismus?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Softer Eskapismus: Der neue Roman von Leif Randt +++ Große Gefühle oder pastelliger Eskapismus?</h2><p>Leif Randt hat ein neues Buch, und ich bin ja eher nicht so für Buch-Hypes, aber den Begriff »Coming of Middle Age«, mit dem <em>Let’s talk about Feelings</em> gelabelt wurde, fand ich sofort super, viel besser als <em>Midlife Crisis</em>, denn natürlich gehen Krise und Weiterentwicklung sowieso immer Hand in Hand—oder, wie es mal eine kluge alte Frau in meinem Meeting ausdrückte: Entweder du bist glücklich, oder du wächst—warum nicht also das Midlife als Evolution framen, statt als Problem?</p><p>Auch mit dem Versprechen des Autors auf »soften Eskapismus« und mit dem schönen, glänzenden Cover hat mich das Buch um den Finger gewickelt, aber vor allem damit, dass seit <em>Allegro Pastell</em> (2020, auch ein crazy schönes Cover) immer gesagt wird, Leif Randt schreibt so NOW. Und da kann ich nicht anders: wenn ein Text sich als besonders gegenwärtig präsentiert, will ich ihn. </p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>No surprise, Leif Randt ist voicy und so sind meine Lesegefühle sehr ähnlich wie damals bei <em>Allegro Pastell</em>: Ich bin schnell hooked, ich bin schnell durch, ich bin fasziniert, und dann auch, schnell, seltsam ... wütend? Ohne ganz genau zu wissen: warum eigentlich? Und genau schon wie bei <em>Allegro Pastell</em> versuche ich, der Technik auf den Grund zu gehen, die zu dieser sehr speziellen Gefühlsmischung führt.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/3df0a667-ed85-412b-8ff3-83071c4d8ebe">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 04 Oct 2025 07:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[unsichtbar]]></title>
      <description><![CDATA[Gedanken zum Unsichtbarwerden im öffentlichen Raum +++ und muss ich das geil finden?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Gedanken zum Unsichtbarwerden als Frau im öffentlichen Raum +++ und muss ich das geil finden?</h2><p>Neulich schrieb Stefanie de Velasco <a href="https://www.faz.net/aktuell/stil/leib-seele/kolumnen/wie-stefanie-de-velasco-dem-male-gaze-entkommen-ist-110655198.html">in der FAZ</a> darüber, wie toll sie es findet, nicht mehr auf der Straße angeguckt und gecatcalled zu werden. Wie entspannend. Wie befreiend. Wenn der Male Gaze beginnt, an einem abzurutschen weil die fuckable years offiziell over sind, und man als Frau anfängt, durch die Maschen des Netzes der männlichen Aufmerksamkeit zu fallen. Dann beginnt die Ära der <em>Unsichtbarkeit</em>, die man beispielsweise dazu nutzen kann, völlig unbehelligt im Kaufhaus Lippenstift zu klauen, wie Ruths Freundin Bettina in <em>Six Feet Under </em>vormacht. Noch so ein Kreis, der sich schließt, denke ich bei dieser Szene immer, denn: Stand nicht der Lippenstiftklau als Freizeitaktivität auch ganz am Beginn unserer fuckable years?</p><p><a href="https://steady.page/de/mia-gatow/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>(Die Unsichtbarkeit könnte in diesem speziellen Fall allerdings auch mit Ruths Kleidungsstil zusammenhängen. Schließlich ist <a href="https://screenrant.com/six-feet-under-best-toxic-relationships/">»kein Kadaver, wie entstellt auch immer, je so furchteinflößend wie Ruth Fishers Garderobe«</a> und ich habe Spaß mit diesem Satz und stimme zu, auch wenn ich finde, dass Brendas Garderobe in der Serie das weitaus größere Problem darstellt.)</p><p>Ich kann im Gegensatz zu de Velasco nicht behaupten, dass ich begeistert darüber bin, für den Male Gaze uninteressant zu werden. Ich bin eher bei dem, was <a href="https://steady.page/de/frau-meike-meint/posts/f5801d6a-dc27-4497-a111-70a6882a6cc9">Meike Stoverock</a> dazu schreibt. Klar, mein heutiges Leben hat sich in so gut wie jeder erdenklichen Hinsicht verbessert; meine unfuckable years sind den fuckable years intellektuell, sexuell, spirituell und finanziell so weit überlegen, man müsste mir schon eine schwindelerregende Summe anbieten, damit ich mich dazu bereit erkläre, nochmal einundzwanzig zu sein. Trotzdem würde ich lügen, wenn ich sagen würde, das Schwinden sexueller und romantischer Optionen versetze mich in Euphorie. </p><hr/><p>Lesungen + Talks</p><h4><strong>nächste Lesungen Rausch und Klarheit</strong></h4><p><strong><strong>01/10 — Mülheim | Hochschule Ruhr-West, HS 5 / Gebäude 06 | 17:00</strong></strong></p><p><strong><strong>13/11 — Lübeck | Aktionstag Suchtberatung | Hansemuseum | 11:30</strong></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p>Ich bin zwar noch nicht 45 und meine Haare sind noch weitgehend schwarz und meine Haut noch so gut wie faltenfrei, aber der Prozess des Unsichtbarwerdens ist schon länger im Gange. Wahrscheinlich hat er schon lange begonnen, bevor ich es überhaupt bewusst mitgeschnitten habe. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, es ist ein langes, langsames Ausfaden, und es fällt mir eigentlich nur auf, wenn ich mich bewusst erinnere, wie es mal war.</p><p><a href="https://steady.page/3df5f789-a2ec-4874-a59c-f79f367da2b0/posts/9f31fc3e-6b5e-4380-a82f-cb3717a0a51c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 27 Sep 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Ewige Gefühle]]></title>
      <description><![CDATA[Elizabeth Gilberts Sucht-Memoir »All the Way to the River« +++ Liebessucht +++ ewige Gefühle]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sonnencreme]]></title>
      <description><![CDATA[Top 5 gute Ratschläge für das ganze Leben +++ Karriere +++ Jugend +++ Hautbild +++ Neid ]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 13 Sep 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mein Freund kannte mein personal Branding, bevor er mich kannte]]></title>
      <description><![CDATA[Ruiniert social media subtil mein Leben? +++ Was Sucht von normal-ungesundem Verhalten unterscheidet +++ Content vs. Kunst +++ How to Do Nothing]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 06 Sep 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Dig List 🖤 September Edition]]></title>
      <description><![CDATA[Filme, Serien, Bücher, Podcasts, die ich in den letzten Wochen geliebt (oder gehasst) habe +++ The Last Showgirl +++ Materialists +++ Gym +++ Lost Boy +++ Sirens]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 30 Aug 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Deine Sterne im September]]></title>
      <description><![CDATA[Es ist Virgo Season und alle haben Back to School Vibes. Erfahre, welches Zeichen nach anderthalb Wochen noch funktionale To-Do-Listen führt!]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 23 Aug 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[selbstsüchtig]]></title>
      <description><![CDATA[Frauen, die sich um sich kümmern]]></description>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 16 Aug 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[post Idol]]></title>
      <description><![CDATA[Das Ende der Vorbilder]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 09 Aug 2025 07:05:29 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Die Kunst der Trennung]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Frage, die so alt ist wie die Menschheit: Wer gewinnt die Trennung? ]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 02 Aug 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Meine Sehnsucht nach Kontrolle]]></title>
      <description><![CDATA[Listen, Ratgeber und die Sehnsucht nach Kontrolle +++ Und was wirklich hilft: Romane wie Nell Zinks »Sister Europe« ]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 26 Jul 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[🤑 Geld Kolumne #4: Geldgeil]]></title>
      <description><![CDATA[Wir wollen nicht über Geld reden und wir müssen unbedingt über Geld reden]]></description>
      <category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 19 Jul 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Sex and the City vs. And just like That]]></title>
      <description><![CDATA[Ich muss Sex and the City nochmal gucken, um And just like That auszuhalten]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 12 Jul 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Liste von Dingen, über die ich schweige]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Antwort auf die wiederkehrende Frage: Wie ist es, wenn so viel von dir selbst in der Öffentlichkeit ist? Ist das nicht total komisch?! ]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 05 Jul 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Woran erkenne ich, dass ich in einer gesunden Beziehung bin?]]></title>
      <description><![CDATA[Woran man erkennt, dass man sich (nicht) in einer zerstörerischen romantischen Obsession befindet ]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 21 Jun 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Stolz und Vorurteil]]></title>
      <description><![CDATA[Das Enemies to Lovers Klischee ++ das Ideal des reformierten Bad Boy +++ Stolz und Vorurteil als Horrorstory]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 14 Jun 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Identitätskrise als Wellness]]></title>
      <description><![CDATA[Der lebensverändernde Schreibworkshop mit Daniel Schreiber ]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 07 Jun 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Ende der Kunst und das Zersplittern der Aufmerksamkeit]]></title>
      <description><![CDATA[»Ist es nicht ein sehr seltsamer Zeitpunkt, eine Karriere im Schreiben zu verfolgen?« fragte Jon mich letztes Jahr. »Sind Bücher nicht irgendwie over?«]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 31 May 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Instrumentalisierung der Nostalgie]]></title>
      <description><![CDATA[Ist die beste Zeit deines Lebens gestern oder morgen? ]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 24 May 2025 07:00:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Trennungen und Trennungsperformances]]></title>
      <description><![CDATA[Die Trennung von @marienasemann und @tigges war gestern tatsächlich Thema in der ZEIT. Und auch mir sind diese Leute nicht so egal, wie sie mir sein sollten. ]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sun, 18 May 2025 07:04:55 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die Macht der Sterne]]></title>
      <description><![CDATA[Katja Kullmann: STARS + Justin, der magische Skorpion + meine ernste und meine unernste Art, an Astrologie zu glauben ]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 10 May 2025 06:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Entitlement]]></title>
      <description><![CDATA[Mein Recht, hier zu sein + Was in deinem Leben ist nicht von Outside Validation abhängig? ]]></description>
      <category><![CDATA[Journal]]></category>
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      <pubDate>Sat, 03 May 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Regeln für das Leben und das Schreiben]]></title>
      <description><![CDATA[»Wir würden bei der Lesung gerne über dein Schreiben reden. Also, den Prozess. Was es braucht, um sich so zu öffnen. Wie man das macht.« ]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 26 Apr 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wolken]]></title>
      <description><![CDATA[Wir sind in Südfrankreich, Mika, Nathalie und ich. Wir haben ein schönes, weißes Haus und Palmen und einen Pool und einem Mandarinenbaum im Garten und…]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 12 Apr 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Repariert euch! Braucht Pamela Anderson Therapie?]]></title>
      <description><![CDATA[»I think of my life not in years, but who I was in Love with at that time.« Pamela Anderson ist immer noch der Überzeugung, dass Tommy Lee ihre große Liebe war. ]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 05 Apr 2025 11:31:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Souveränität: Grenzen, Nein sagen, mit Freundinnen Schluss machen]]></title>
      <description><![CDATA[Ich erwachte neulich aus einem Souveränitätstraum. In dem Traum hatte ich eine Verknalltheit, die ich früher gehabt hatte, nicht mehr und ich gab einer Bekannten Geld]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 29 Mar 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[🖤 Romantik und Semantik #6: Das letzte erste Date]]></title>
      <description><![CDATA[Im Frühling bin ich mehr single als je zuvor. Eyal ist weg, unsere Romanze hat sich aufgebraucht, Jennifer ist weg, sie hat sich in einen Typen verknallt, und ich bin ein]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 22 Mar 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Neuer Name, neues Ich]]></title>
      <description><![CDATA[Es war so einfach, meinen Namen zu ändern, dass ich elektrisiert darüber nachdachte, womit man wohl sonst noch so durchkommt.]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 15 Mar 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Schreiben über Sex]]></title>
      <description><![CDATA[Ich hatte eine ganze Weile eine Dating-Kolumne im Tagesspiegel und weil ich währenddessen single in Berlin war, ging es auch um hier und da mal um Sex. Obwohl der Sex…]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <title><![CDATA[Political Busyness]]></title>
      <description><![CDATA[Das Gefühl der Machtlosigkeit angesichts apokalyptischer Nachrichten ]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 01 Mar 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Warten auf den Frühling]]></title>
      <description><![CDATA[Februar. Das ist der Monat, der dem Warten gewidmet ist. Ich tue nichts, ich schlafe und lese und streiche vielleicht mal eine kleine Wand…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 15 Feb 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[🖤 Romantik und Semantik #5: Jennifer: Daten ohne Männer]]></title>
      <description><![CDATA[Dates Auf eins können sich die meisten Leute einigen: Dating ist der Alptraum. ]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 08 Feb 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der Horror]]></title>
      <description><![CDATA[Meine allerliebsten Horrorfilme und die Monster, die sie erschaffen haben]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 01 Feb 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Was ich mache, wenn ich nicht schreiben kann]]></title>
      <description><![CDATA[Zwei Wochen into the Januar sind alle meine Januarpläne Schrott. Das Scheitern ist absolut.]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 25 Jan 2025 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Botox hin oder her]]></title>
      <description><![CDATA[Ich bin mit Rita in einer schicken Beauty Klinik im Grunewald verabredet. Es ist ein klassischer Januartag, das Licht ist mattgrau, nasser Schnee fällt bewusstlos vom…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sun, 12 Jan 2025 08:31:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Dos and Don’ts und Ins and Outs fürs Jahr 2025]]></title>
      <description><![CDATA[Eines meiner ewigen Lebensziele: Das Selbstbewusstsein eines mittelmäßigen weißen Mannes. Okay, das ist gelogen. Ich habe eigentlich schon das Selbstbewusstsein eines mit]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 04 Jan 2025 11:39:55 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Gute Vorsätze]]></title>
      <description><![CDATA[Obwohl ich es wirklich besser wissen müsste, liebe ich es, Gute Vorsätze zu machen.  Ich liebe diese Zeit zwischen den Jahren. Es ist die Zeit, in der ich ich von…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 28 Dec 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die perfekte Entschuldigung]]></title>
      <description><![CDATA[Sebastian war nie ein Frauentyp gewesen. Er sieht nicht schlecht aus oder so, aber er war immer ein bisschen zu süß, ein bisschen zu hellhäutig, ein bisschen zu weich,…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 21 Dec 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Mein Lifestyle]]></title>
      <description><![CDATA[Die SZ hat mich diese Woche als Lifestyle-Journalistin bezeichnet.  Unmittelbar zuvor war meine Schriftstellerinnen-Persona, obwohl sie eigentlich nur schnell was zu…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sun, 15 Dec 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Lieber tot als cool]]></title>
      <description><![CDATA[2004 ist mein letztes Schuljahr, ich bin neunzehn, ich wohne seit kurzem in meiner ersten eigenen Wohnung, das Album America’s Sweetheart von…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 07 Dec 2024 09:25:10 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Alles auf Anfang]]></title>
      <description><![CDATA[Ich bin seit fast einer Woche mit meinem Schreibclub auf Malta und mache die Version von digital Detox, die Millennials als zumutbar und Freelancerinnen als Arbeitspause ]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 30 Nov 2024 13:11:51 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[40 Erkenntnisse über das Leben mit 40]]></title>
      <description><![CDATA[Ich bin diese Woche vierzig geworden und habe damit das Alter erreicht, in dem ich realisiere, dass Altern etwas ist, was mich auch persönlich betrifft.]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 23 Nov 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Der chaotische Mittelteil]]></title>
      <description><![CDATA[Wie viele Bücher sind denn jetzt verkauft? Wie hoch war denn die erste Auflage? Und die zweite? Welcher Listenplatz? Werde ich jetzt andauernd gefragt. ]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 16 Nov 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Hoffnung]]></title>
      <description><![CDATA[Von dem Moment an, als Kamala Harris in den Wahlkampf gezogen ist, wusste ich, dass wir uns alle für eine neue Amtszeit Donald Trumps wappnen müssen.  Obwohl der…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 09 Nov 2024 09:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Style Evolution: Wie ich aufhörte, mich für den Male Gaze anzuziehen]]></title>
      <description><![CDATA[Du siehst so anders aus, sagte neulich Mo zu mir, den ich zufällig in dem türkischen Supermarkt an meiner Ecke getroffen hatte, so sportlich.]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 02 Nov 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[10 goldene Dating Regeln]]></title>
      <description><![CDATA[Ich werde immer gefragt, wie man besser Daten soll. Wahrscheinlich, weil ich eine Dating Kolumne habe. Oder weil ich mein romantisches Scheitern schon so oft öffentlich…]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 26 Oct 2024 08:37:23 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[🖤 Romantik und Semantik #4: Eyal: Die perfekte Situationship]]></title>
      <description><![CDATA[Als ich Eyal das erste Mal sehe, ist sofort alles klar. ]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 19 Oct 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Neid]]></title>
      <description><![CDATA[»Ab einer gewissen Menge von Posts muss halt auch das Banale für tief gehende Interpretationen herhalten.« — schrieb ein Bekannter von mir neulich unter einen meiner…]]></description>
      <category><![CDATA[Essay]]></category>
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      <pubDate>Sat, 12 Oct 2024 08:31:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Das Schreiben und das Leben]]></title>
      <description><![CDATA[Manchmal verwende ich Schreiben synonym mit Leben. Ich sage dann: »Dieses oder jenes hat mein Schreiben verändert.« oder: »Dieses oder jenes war gut für mein Schreiben.«]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 05 Oct 2024 07:28:15 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[10 Dinge, über die ich diese Woche nachgedacht habe]]></title>
      <description><![CDATA[Die Sopranos, weibliche Solidarität, Lana del Reys Downdating, wie das ist, wenn alle alles über einen wissen.]]></description>
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      <pubDate>Sun, 29 Sep 2024 09:04:58 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Romanzen, Finanzen und Notizen #1]]></title>
      <description><![CDATA[Diese Woche ist mein Memoir Rausch und Klarheit erschienen. Ich bin also ein bisschen neben der Spur, deswegen bekommt ihr diese Woche ein paar Tagebuch Notizen]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 21 Sep 2024 08:44:34 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[39]]></title>
      <description><![CDATA[Meine Freundin Miri ruft mich spät abends an. Sie sagt: »Ich weiß es klingt irre, aber ich bin seit gestern im Jahr 2001 gefangen.«…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 14 Sep 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[🖤  Romantik und Semantik #3: Mark der Manager]]></title>
      <description><![CDATA[Wie ich einmal fast Managergirlfriend wurde]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 07 Sep 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[🤑 Geld Kolumne #3: Apple Store]]></title>
      <description><![CDATA[Ich kaufe mir einen neuen Computer und mache eine Selbstverwirklichungserfahrung]]></description>
      <category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 31 Aug 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Irgendwas mit Glamour]]></title>
      <description><![CDATA[Bennifer 2.0 ist over. Warum es der Romantischen Liebe trotzdem blendend geht]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 24 Aug 2024 08:04:44 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Die besten Scheidungen des Sommers]]></title>
      <description><![CDATA[Da mein nächstes Buch von romantischen Beziehungen handeln wird, und ich die Sache mittlerweile gern vom Ende her denke (Heirate niemandem, von dem du nicht geschieden…]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 17 Aug 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wir sind alle verrückt, nur nicht alle zur gleichen Zeit]]></title>
      <description><![CDATA[Parasoziale Beziehungen sind einseitige Beziehungen, die man mit fiktiven Charakteren oder Personen mit Online-Personas hat. Seitdem ich nüchtern geworden bin, habe ich…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 10 Aug 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[🖤 Romantik und Semantik #2: Volker und die Liebeswarnung]]></title>
      <description><![CDATA[Volker war ein Typ, den ich gedatet habe, als ich achtzehneinhalb war. Ich war gerade frisch von zuhause ausgezogen, stand kurz vor dem Abi und schwankte zwischen Panik u]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 03 Aug 2024 07:01:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Macht die Linke wieder sexy!]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe letztes Wochenende zusammen mit meinem Boyfriend einen Podcast aufgenommen, den zu hören ein bisschen eine Prüfung war, weil es wirklich das schlimmste…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 27 Jul 2024 06:31:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Unperfekt]]></title>
      <description><![CDATA[Worüber ich schreiben würde, wenn ich keine Angst hätte]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 20 Jul 2024 10:01:13 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Eskapismus am Strand: Top 5 Beachreads für Gruftis]]></title>
      <description><![CDATA[»Urlaub ist für Leute, die ihren Job hassen« hat Madonna mal gesagt, und wenn du jetzt sagst, mimimi, Madonna ist auch nicht mehr das, was sie mal war, dann sage ich…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 13 Jul 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Schreibpraxis #2: Eine Literatur Agentur finden]]></title>
      <description><![CDATA[Wie finde ich eine Agentur, was macht eine Agentur, was kostet eine Agentur, wozu brauche ich überhaupt eine Agentur? ]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 06 Jul 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schreibpraxis #1: Ein Buch schreiben]]></title>
      <description><![CDATA[Tagebuchschreiben, autobiografisches Schreiben, Bücherschreiben. Teil eins der Serie zum professionellen Schreiben.]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sun, 30 Jun 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die letzte Romantikerin]]></title>
      <description><![CDATA[Cleo sagte neulich bei unserem traditionellen Schreibbrunch zu mir: »Ich habe dich gestern als die letzte Romantikerin bezeichnet.« ]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 22 Jun 2024 07:52:39 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Sachen, die ich meinem jüngeren Ich gerne gesagt hätte ]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe neulich mal wieder diesen unglaublichen Fleabag-Monolog angeguckt, der, indem die Protagonistin weinend in einem Beichtstuhl sitzt, und sich eine Autorität…]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 15 Jun 2024 09:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Regeln fürs Schreiben über andere Menschen]]></title>
      <description><![CDATA[Ich traf mal einen Schriftsteller, der im Buch seiner Ex vorkam. Sie war deutlich älter als er, sie war schon ziemlich erfolgreich und er war noch nicht ganz so…]]></description>
      <category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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      <pubDate>Sat, 08 Jun 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[🖤 Romantik und Semantik #1: Sebastian]]></title>
      <description><![CDATA[Ich hatte neulich ein erstes Date, das ziemlich gut lief. Unsere Begegnung war wie das Gesicht eines neunzehnjährigen Models: eine leere Leinwand, auf die man potenziell…]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 01 Jun 2024 07:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gefühlte Wahrheiten]]></title>
      <description><![CDATA[Nach dem Meeting kommt ein Freund zu mir und sagt: »Ey, ich wollte dich die ganze Zeit schütteln. FÜHL doch mal Sachen. Du kannst nicht immer nur Geist sein!«]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 25 May 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Leidenschaft]]></title>
      <description><![CDATA[Ist Leidenschaft ein infantiler Tick, der mich am Erwachsenwerden hindert? Oder hat alles, was ich mit Leidenschaft mache, automatisch mehr Kraft? ]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 18 May 2024 13:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Tattoos]]></title>
      <description><![CDATA[Heute schreibe ich über ein Thema, das von Annika vorgeschlagen wurde (Danke, Annika!). Das Thema ist: Tattoos. Annika hatte auch das Thema Nagelsticker vorgeschlagen,…]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 11 May 2024 09:46:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Tarot Deutung Episode: Alles neu macht der Mai]]></title>
      <description><![CDATA[Next Level Sh:t! Der Mai hat Big D Energy. Gottseidank gibt es auch ein bisschen Arbeit, sonst würde ich wahrscheinlich die Bodenhaftung verlieren.]]></description>
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      <pubDate>Sat, 04 May 2024 09:31:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[🖤 Die zweite Nüchternheit]]></title>
      <description><![CDATA[Die Basics: Was ist Romantik Sucht?]]></description>
      <category><![CDATA[Romanzen]]></category>
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      <pubDate>Sun, 28 Apr 2024 08:22:18 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[🤑 Geld Kolumne #2: Zehntausend Euro]]></title>
      <description><![CDATA[Mein reicher Opa stirbt und enterbt alle. Ich zähle meine BAföG Schulden. Ich erinnere mich an all die Male, bei denen ich Geldgeschenke abgelehnt habe. ]]></description>
      <category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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      <pubDate>Sat, 20 Apr 2024 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ghost Lover ]]></title>
      <description><![CDATA[Lisa Taddeos »Ghost Lover«: Scheinfeminismus schießt sich selbst ins Knie]]></description>
      <category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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      <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 07:00:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Freundschaft ist nichts anderes als Liebe]]></title>
      <description><![CDATA[Als ich mal für fünf Jahre in einem Matriarchat lebte und meine beste Freundin heiratete]]></description>
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      <pubDate>Sat, 06 Apr 2024 07:01:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[🤑 Geld Kolumne #1: Meine Geld Persönlichkeit ]]></title>
      <description><![CDATA[Teil eins meiner Geld Serie: Ich gehe mit meinem Geld zur Paartherapie. ]]></description>
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      <pubDate>Sat, 30 Mar 2024 09:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ich Ich Ich]]></title>
      <description><![CDATA[Ein autobiografischer Essay über das autobiografische Schreiben]]></description>
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      <pubDate>Sat, 23 Mar 2024 08:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Barbie vs. Poor Things]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe die Oscarverleihung verschlafen aber habe trotzdem jede Menge Meinungen.]]></description>
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      <pubDate>Sat, 16 Mar 2024 08:01:01 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hi, ich bin Mia und ich bin Maximalistin]]></title>
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      <pubDate>Sat, 09 Mar 2024 13:59:31 +0000</pubDate>
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