Am Sonntag, den 15. März 2026 um 17 Uhr wollen wir die Vorpremiere von Christine Koschmieders neuem Roman Ein Haus für mich (Opens in a new window) (Kanon 2026) feiern.
Christine ist in den letzten 19 Jahren 21 Mal umgezogen. Sie hat Männer verlassen und verloren, drei Kinder zur Welt gebracht und ist zur Alkoholikerin geworden. Jetzt ist sie trocken und will ein paar Dinge anders machen. In einem Haus nur für sich. Doch ist ein Hauskauf weit ab von der Großstadt nur der nächste Schritt in die Schrulligkeit? Wessen Geschichten gilt es zu entdecken, welche Bilder zu korrigieren, und wem gehören eigentlich die Häuser?
Es geht um alte Verbindungen und das Schaffen von neuen. Um das Tun statt Lassen. Das Aufgeben und Mitnehmen und um neue Freundschaften. Um Buntlack, Schaltkreise und formschöne Bakelitschalter. Um das Bauhaus in Dessau und das Prellerhaus.
“2025 sind die Gemeinschaftsduschen im Bauhaus Dessau Vergangenheit und ich trinke seit vier Jahren keinen Alkohol mehr. Dafür hat die Poesie der Türdrücker und Lichtschalter Einzug in mein Leben gehalten. Aber natürlich nicht nur die Poesie. Das Bauhaus lässt sich so wenig unabhängig von der Stadt betrachten, in die es 1925 geholt und aus der es 1932 vertrieben wurde, wie sich mein Haus unabhängig von dieser Stadt beschreiben lässt.”

Christine Koschmieder (*1972), ab 1993 Studium der Theaterwissenschaft und Off-Theaterarbeit in Leipzig. 2003 Gründung der Literaturagentur Partner + Propaganda mit Schwerpunkt auf post-jugoslawischer Literatur. Ihr Debütroman Schweinesystem wurde nominiert für den aspekte Literaturpreis. Der autofiktionale Roman DRY wurde 2022 im Literarischen Quartett besprochen. 2023 Umzug nach Sachsen-Anhalt. 2024 Teilnahme an den Tagen der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

Wir freuen uns sehr.
Wie immer mit einem Imbiss, Getränken und Gesprächen im Anschluss.
Anmeldung und Adresse unter michaela.maria.mueller@posteo.de (Opens in a new window).
Der Sonntagssalon findet in Zusammenarbeit mit der Baumstiftung für Kunst und Kultur statt.