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    <title>Melina | Naturverbunden</title>
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    <description>Durch Poesie und Achtsamkeit deine Verbindung zur Natur wachsen lassen.</description>
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      <title>Melina | Naturverbunden</title>
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      <title><![CDATA[Oktobervögel – Eine Uferszene]]></title>
      <description><![CDATA[Während das Laub an den Bäumen bunt wird, erblüht nun überall der kräftige Reviergesang der Rotkehlchen. Sie scheinen in jedem Busch zu sitzen, manchmal sogar zu zweit,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Während das Laub an den Bäumen bunt wird, erblüht nun überall der kräftige Reviergesang der Rotkehlchen. Sie scheinen in jedem Busch zu sitzen, manchmal sogar zu zweit, obwohl sie so territorial sind. Anders als bei vielen heimischen Vögeln verstummt der Gesang des Rotkehlchens im Winter nicht, denn auch dann besetzt es Reviere, die es durch seine Stimme zu verteidigen sucht. Wohlgemerkt singen sowohl die Männchen als auch die Weibchen.</p><p>Die perlenden Töne der Rotkehlchen begleiten mich entlang des Fahrradweges. Ich halte an einer kleinen Schiffsanlegestelle, wo ein Schwanenpaar von leuchtend gelbem Rainfarn gerahmt wird. Die Schwäne putzen sich und grunzen leise, als ich mich nähere – fühlen sie sich gestört oder erwarten sie Futter? Ich setze mich möglichst behutsam und sie putzen sich weiter. Federn an den orangeroten Schnäbeln, weiße Federn, die auf dem Fluss in der gelbgrünen Spiegelung der Weidenbäume davon treiben.</p><p>Die Bucht ist voller Farben. Die Smaragdköpfe der Stockentenerpel glänzen wie frisch lackiert, jetzt, wo die Mauser überstanden ist und sie ihr Prachtkleid wieder angelegt haben. Unter den Weiden steht ein Paar Nilgänse auf den Ästen im Wasser, die „bunten Gänse“, wie ich sie den Teilnehmern meiner Vogelspaziergänge manchmal beschreibe. Auch zwei Teichhühner paddeln vorbei – oft entgehen sie mit ihrem Gefieder aus Schiefer und Schokolade dem Blick, doch leuchten ihre Schnäbel knallig rot und gelb. Mit diesen Schnäbeln machen sie auch immer wieder durch ein durchdringendes „Kürrk“ auf sich aufmerksam.</p><p>Im Gebüsch drillt ein Zaunkönig, Menschenstimmen schallen von einem Boot und von Bänken am Fahrradweg, ein Flugzeug propellert am Himmel entlang, Musik rauscht auf Fahrrädern vorbei, eine Amsel tschuckert.</p><p>Geräuschlos umflattert ein weißer Schmetterling die Erlen. Eine grüne Blattlaus tippselt über mein Notizbuch. Zahlreiche winzige Fliegen tanzen und flimmern über dem Fluss im späten Sonnenlicht. Augenblicklich springt etwas Kleines aus dem Wasser – fängt es die Fliegen?</p><p>Da pfeift ein Eisvogel, sticht seinen Ruf in die Luft, als würde er seine Bahn vorzeichnen, von der Landzunge zum Ufer hinter den Booten. Sein orangefarbener Bauch flammt auf, bevor er sich im Landen leicht dreht, das charakteristische Blau kaum zu erkennen. Nachdem sie die Sommermonate über wenig zu sehen waren, zieren die Eisvögel nun wieder jedes Gewässer im Stadtgebiet, vom Fluss über Seen bis zu den kleinen Wasserläufen mitten im Stadtpark. So sind nicht nur Rot, Gelb und Orange die Farben des Herbstes, sondern auch Saphirblau.</p><p>Ebenso wie die bisher genannten Sing- und Wasservögel ist der Eisvogel ein Standvogel, er ist also das ganze Jahr über bei uns. Im Gegensatz dazu haben sich viele Zugvögel im Oktober bereits verabschiedet. Der Himmel scheint leerer ohne die Schwalben und Mauersegler, noch habe ich mich nicht daran gewöhnt. Doch in der dichten Vegetation am Ufer, im Hartriegel über wildem Hopfen, Brombeerranken und verblühten Disteln zuckt noch ein kleiner Vogel, beigebraun und schlank: ein Zilpzalp. Am Morgen des 15. Oktober habe ich ihn noch seinen Namen singen hören, eine kurze Strophe nur. Wie lange wird er noch hier sein, bevor er sich aufschwingt in den Mittelmeerraum oder die Oasen der Sahara?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fe7ccaef-d13c-4e38-850d-b9f4d380fb2b/uploads/images/fracfukgzh/IMG_20261015_170513.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Zwei Schwäne putzen sich in einer kleinen Bucht gerahmt von Rainfarnblüten."/><p><em>Du möchtest wissen, welchen Vögeln ich in den nächsten Monaten begegne und was die Natur in meinem Alltag sonst noch so bereithält? Dann abonniere gerne meinen kostenlosen Newsletter </em>–<em> so landen meine Blogbeiträge stets frisch in deinem Mailfach. Ich freue mich, wenn wir in Verbindung bleiben!</em></p><p><a href="https://steady.page/de/naturverbunden/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 18 Oct 2026 16:36:09 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Anfänge]]></title>
      <description><![CDATA[Es begann im Sommer vor neun Jahren, als ich auf dem Boden lag. Seitdem sind Vögel aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Anfänge - Wie meine Naturverbindung begann</h1><p>Es begann im Sommer vor neun Jahren, als ich auf dem Boden lag.</p><p>Ich lag auf den warmen, körnig-rauen Steinplatten im Garten am Campingsee und über mir lief ein kleiner Vogel wie ein bewegliches Stück Rinde einen Baumstamm empor. Ein Baumläufer. Er vertikal, ich horizontal, zwei Achsen, eine gesetzte Verbindung.</p><p>Seit diesem Moment habe ich täglich Buch geführt über alle Vögel, denen ich begegne. In diesem Sommer lernte ich den Gesang des Girlitzes und schwamm mit Haubentaucherküken. Seitdem ist das Birden, die achtsame Wahrnehmung von allen Vögeln, aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/80edd7b5-411d-4797-97aa-240034b9665e/uploads/images/xt6m27cz52/DSC_0069.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Frau mit Fernglas vor einem See im Abendlicht."/><figcaption>Seit dem Sommer 2017 ist ein Fernglas mein ständiger Begleiter.</figcaption></figure><p>Im Grunde begann es schon viel früher. Womöglich bereits, als ich auf dem Wickeltisch lag, über mir das Dachfenster, die Öffnung zum Himmel, gerahmt von den Ästen der Obstbäume – Walnuss und Kirsche – und dazwischen, sicherlich, die Vögel.</p><p>Nicht ohne Grund wird eines meiner ersten Wörter „Lo“ gewesen sein, für Vogel. So erzähle ich mir die Geschichte gern. Am Küchentisch versenkte ich mich als Kind am liebsten in Naturbücher. In der achten Klasse war ich die Einzige, die wusste, was eine Maulwurfsgrille ist. Später, im Englischstudium, entdeckte ich das Nature Writing für mich, eine Literatur, die genaue Naturbeobachtung und poetische Sprache vereint, um den Resonanzraum zu beschreiben, der sich zwischen uns und den anderen Lebewesen aufspannt.</p><p>Die Verbindung zur Natur ist das, was ich hier beschreiben will. Die Vögel sind meine Botschafter, sie sind tief in meinen Alltag gewoben. Sie verbinden mich mit dem Ganzen – mit den Bäumen, den Blumen, den Insekten, der Erde. Meine tägliche Praxis des Birding bezieht die ganze Natur mit ein, sie bietet die Gelegenheit – ja, die Notwendigkeit –, draußen zu sein. Vögel sind wie Leuchtsterne, sie zaubern ein Lächeln in mein Gesicht, ein Erkennen, eine zarte Aufregung, eine Bestätigung.</p><p>Ja, all diese Gefühle gehören dazu. Was ich aus Büchern lerne, fließt zusammen mit meiner täglichen Erfahrung. Wissen und Erleben verweben sich. Bevor ich wissen kann, muss ich spüren. Davon werde ich erzählen: wie ich die Verbindung zur Natur erlebe. Was ich spüre und lerne.</p><p>Ich nehme dich mit nach draußen, wo die Luft unsere Lungen füllt, wo unsere Füße die Erde berühren, unsere Finger Moos streicheln und sich unsere Ohren für die Vogelstimmen öffnen. Wo wir innehalten und durchatmen dürfen. Wo wir inspiriert und bereichert werden. Ich freue mich, wenn du mich auf dieser Reise begleitest!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/80edd7b5-411d-4797-97aa-240034b9665e/uploads/images/mdnjsl5noq/Melina_Lieb_Achtsamer_Vogelspaziergang.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Lächelnde Frau mit Fernglas draußen im Grünen."/><p><a href="https://steady.page/de/naturverbunden/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 11 Oct 2026 09:57:11 +0000</pubDate>
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