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Willkommen bei „Österreich für dich“– dein Nachrichten-Newsletter

Es ist Donnerstag, und es ist wieder soweit: Wir informieren dich über die wichtigsten Themen dieser Woche in Österreich.

Wenn du ihn zum ersten Mal bekommst: Herzlich willkommen!
Wenn du ihn schon letzte Woche gelesen hast: Schön, dass du wieder da bist!

Und auch bei diesem Newsletter gilt: Wir schreiben die Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist.

In unserem heutigen Newsletter geht es um diese Themen:

👉 Hat der Geschäftsmann René Benko Geld absichtlich versteckt?
👉 Warum Österreich nur durch Zuwanderung wächst.
👉 Was die Polizei bald tun darf, um uns besser vor Terror zu schützen.

Jetzt muss René Benko vor Gericht

René Benko (48) war viele Jahre ein erfolgreicher Unternehmer. Schon mit 18 Jahren gründete er seine erste Firma. Er kaufte kleine Wohnungen, richtete sie her und verkaufte sie wieder.

Mit dem Geld, das er damit verdiente, kaufte er größere Gebäude und gründete neue Firmen. Sein Unternehmen wuchs schnell. Bekannt wurde es unter dem Namen Signa-Gruppe.

Viele vertrauten ihm ihr Geld an
Die Signa-Gruppe kaufte und baute viele Häuser, Hotels, Einkaufszentren, Wohnungen und Bürogebäude in Österreich, Deutschland und anderen Ländern. Das Geld dafür bekam die Signa-Gruppe von reichen Leuten und Firmen. Sie waren überzeugt, dass Benko mit ihrem Geld gute Geschäfte machen würde. Eine Zeit lang hat das auch funktioniert.

Der große Zusammenbruch
Doch im Herbst 2023 kam der große Zusammenbruch. Die größten Firmen der Signa-Gruppe waren pleite. Das heißt: Sie konnten ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.
Im November 2023 hatte die Gruppe mehr als 5 Milliarden Euro Schulden. Das ist die größte Pleite einer Firma, die es in Österreich je gegeben hat.

Benko in Untersuchungshaft
Seit Jänner 2025 sitzt René Benko in Wien in Untersuchungshaft. Es wird befürchtet, dass er Beweise verstecken oder ins Ausland fliehen könnte. Daher hat ein Gericht entschieden, ihn festzunehmen. Die Untersuchungshaft bedeutet nicht, dass jemand schuldig ist. Sie soll nur verhindern, dass jemand flieht oder Beweise verschwinden lässt. Nur ein Gerichtsprozess kann entscheiden, ob jemand schuldig oder unschuldig ist.

Erste Anklage
So einen Prozess wird es jetzt in Innsbruck (Tirol) geben. Denn zum ersten Mal wurde nun Anklage gegen René Benko erhoben.
Es geht um den Verdacht der betrügerischen Krida. Betrügerische Krida bedeutet: Jemand hat Schulden, versteckt aber absichtlich Geld oder teure Sachen, statt seine Rechnungen zu bezahlen. So etwas ist eine Straftat.

Die Behörde wirft Benko vor, dass er kurz vor dem Zusammenbruch seiner Firmen 360.000 Euro für ein Haus in Innsbruck bezahlt hat, das er gar nicht wirklich genutzt hat. Außerdem soll er 300.000 Euro an Angehörige verschenkt haben. Das Problem dabei: Dieses Geld hätte eigentlich dazu verwendet werden müssen, um offene Rechnungen zu bezahlen.

Der Schaden soll 660.000 Euro betragen.

Noch ist nicht klar, ob René Benko wirklich schuldig ist. Er gilt so lange als unschuldig, bis ein Gericht etwas anderes entscheidet. Benko kann jetzt noch verlangen, dass ein Gericht genau prüft, ob die Anklage gerecht ist. Deshalb steht ein Termin für diesen Prozess noch nicht fest.

Weitere Untersuchungen
Doch das wird wahrscheinlich nicht der einzige Prozess bleiben. Es werden auch noch weitere Vorwürfe untersucht. Es wird vermutet, dass bei Signa mit Geld nicht immer ehrlich umgegangen wurde.

Doch dafür müssen erst Beweise gefunden werden. Erst dann kann René Benko auch dafür angeklagt werden.

Österreich wächst nur durch Zuwanderung

In Österreich leben heute immer mehr Menschen. Das liegt vor allem daran, dass viele Menschen aus anderen Ländern hierherziehen.

Würde es diese Zuwanderung nicht geben, dann würde die Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten stark zurückgehen. Denn derzeit sterben in Österreich mehr Menschen, als Kinder geboren werden.

Ohne Zuwanderung würden im Jahr 2080 nur noch etwa 7 Millionen Menschen in Österreich leben, sagen Fachleute. So wenige waren es zuletzt vor rund 70 Jahren.

Bild zeigt in einem Balkendiagramm, aus welchem Land die meisten Menschen nach Österreich zuwandern. Platz eins ist Deutschland, gefolgt von Rumänien, der Türkei und Serbien. Quelle: Statistik Austria

Wenn aber auch in Zukunft Menschen nach Österreich ziehen, wird die Bevölkerung weiter wachsen. Expert:innen rechnen damit, dass im Jahr 2080 mehr als 10 Millionen Menschen im Land leben werden. Das wären 11 Prozent mehr als heute.

Wichtige Gesetze vor der Sommerpause

In Österreich ist Sommerpause. Die Schulen sind geschlossen, viele Menschen machen Urlaub. Und auch in der Politik ist es gerade etwas ruhiger.  Denn im Sommer gibt es keine Sitzungen im Nationalrat.

Der Nationalrat ist das Parlament von Österreich. Dort sitzen 183 Abgeordnete. Sie wurden von den Bürger:innen in Österreich für fünf Jahre gewählt. Im Nationalrat werden Gesetze beschlossen, die für das ganze Land gelten.

Vor der Sommerpause wurden im Nationalrat noch einige wichtige Gesetze beschlossen. Zum Beispiel:

Die Messenger-Überwachung

Ab 2026 darf die Polizei in bestimmten Fällen Nachrichten über WhatsApp, Signal oder andere Messenger mitlesen. Das ist aber nur erlaubt, wenn jemand etwas sehr Gefährliches plant, wie zum Beispiel einen Terroranschlag.
Auch Nachrichten, die verschlüsselt sind, können gelesen werden. Das darf die Polizei aber nur, wenn es wirklich notwendig ist. Bevor das passiert, muss ein Gericht zustimmen.
Viele finden das neue Gesetz gut. Andere wiederum warnen davor, dass die neuen Regeln nicht dazu führen dürfen, dass zu viel überwacht wird.

Verbot von Dick Pics

Ab dem 1. September 2025 ist es in Österreich verboten, jemandem ein Bild von Geschlechtsteilen zu schicken, wenn die Person das nicht will.
Das betrifft zum Beispiel Bilder vom Penis und den Hoden bei Männern oder von der Vagina bei Frauen. Solche Bilder nennt man „Dick Pics“.
Diese Bilder dürfen nicht einfach über WhatsApp oder andere Apps verschickt werden.
Wer sich nicht daran hält, kann eine Geldstrafe oder bis zu sechs Monate Gefängnis bekommen. Das neue Gesetz soll Menschen besser vor sexueller Belästigung im Internet schützen.

Heiraten erst ab 18

In Zukunft darf in Österreich niemand mehr unter 18 Jahren heiraten. Bisher war das ab 16 Jahren möglich, wenn ein Gericht zustimmte. Diese Ausnahme fällt nun weg.

Auch Ehen zwischen engen Verwandten, zum Beispiel Cousin und Cousine, oder zwischen Neffe oder Nichte und Onkel oder Tante sind verboten. Dieses Gesetz gilt ab 1. August 2025 und soll auch verhindern, dass Kinder oder Menschen zur Heirat gezwungen werden.


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Auch wir legen eine kurze Sommerpause ein!

Der nächste Newsletter kommt am 14. August 2025.

Bis dann!

Michi und Petra

Team „Österreich für dich“