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Pause-Record-Play 29.05.2026

Höllenforschung

Keine Angst, hier heute nur sieben tagesaktuelle Alben als Empfehlungen und ein Todestag.

Boards Of Canada Foto©Warp Records

Nützt ja nichts: Wenn ich versuche, all das zu machen/schreiben/kommunizieren, was ich hier regelmäßig loswerden will, klappt’s einfach nie, weil: Zeitmangel, Schreibblockade, Prokrastinationserfolge, Familienleben und sowas.
Also weniger ist wenigstens etwas.

Hier sieben Album-Empfehlungen, die tatsächlich am Tag des Newsletter-Versands herausgekommen sind. Die ganzen ebenfalls tollen Veröffentlichungen der letzten Wochen davor haben sich angesammelt und warten auf Kundgebung, aber halt nicht jetzt.

Zu Themen wie Hamburgs Olympia-Bewerbungs-Ambitionen lasse ich mich mal lieber nicht aus, also weiter im Text.

Der Autor neulich bei Anish Kapoor im Palazzo Manfrin/ Venedig

Folk, Instrumental
#AmericanPrimitiveGuitar #Akustisch
#USA #LosAngeles


Cole Berliner - The Black Door (Drag City)

https://coleberlinerdc.bandcamp.com/album/the-black-door (Si apre in una nuova finestra)

Super nices, relaxtes Album einer Hälfte des Duos Sharpie Smile. Old-timey, ohne Sentimentalitäts-Kitsch, versöhnt den John-Fahey-Fan mit Americana-offenen Inspirationen aus Minimal und Jazz.

Electronic
#Hauntology #RetroFuturist
#UK #Schottland #Cullen

Boards Of Canada - Inferno (Warp)

https://boardsofcanada.bandcamp.com/album/inferno (Si apre in una nuova finestra)

Knapp 70-minütige, wohlklingend-düstere Abfahrt ins Land der verblichenen Erinnerungen an die Ideen einer besseren Zukunft und die Ängste vor den  Bedrohungen unseres Lebensraumes wie sie ca. 1978 Inspiration für Science Fiction und derlei waren. Für BoC Verhältnisse recht dynamisch inszeniert, mit genügend Versatzstücken aus alten TV-Sendungen, Instruktions-Videos und New-Age-Soundbytes, um die Fangemeinde auf Recherche-Trab zu halten und mit ausreichend absurden Puzzle-Teilen, um das Ganze bitte nicht zu ernst zu nehmen. Der Sound, zu dem man Imperien beim Untergang zusieht.

Electronic, Afrobeat, Dub
#Coverversionen 
#Dland #München

Captain Yossarian - Fela Kuti in Dub (Agogo)

https://captainyossarian.bandcamp.com/album/fela-kuti-in-dub (Si apre in una nuova finestra)

Sagt im Titel, was es ist: Gelungenes Wiederhören mit vier Klassikern des Afrobeat-Pioniers aus Lagos, angefertigt in München von Manuel da Coll (u.a. Drummer von LaBrassBanda) mit Hilfe u.a von Jan Weissenfeldt, Jimi Tenor und der richtigen Portion  Studio-Technik. Bonuspunkt für das der Presse mitgelieferte Bild vom Fahrradanhänger-Sound-System.

Cpt Yossarian Sugarmountain ©Manuel da Coll

PsychFunk 
#Instrumental #KrautJazz #Cinematic
#Norwegen #Bergen

Kronstad 23 - Dødehavet (Batov)

https://kronstad23.bandcamp.com/album/d-dehavet (Si apre in una nuova finestra)

In dieser zeitlosen Retro-Welt, in der sich Khruangbin und Co. wohl fühlen, ist auch Platz für diese Quartet aus Skandinavien, die einen weltumarmenden Stilmix aus erwartbaren Einflüssen von Middle-Eastern Moods und Ethio-Jazz über Afrobeat bis zu südostasiatischen Melodien als gelungenes Konzentrat darbringen. Essentiell.

Electronic, Jazz
#Ambient #Instrumental
#Australien #Sidney

Laurence Pike - Possible Utopias For Jazz Quintet (Balmat)

https://laurencepike.bandcamp.com/album/possible-utopias-for-jazz-quintet (Si apre in una nuova finestra)

Etwas entrückt improvisierte Musik, überwiegend im Alleingang eingespielt, wie sie eigentlich im Zusammenspiel mehrerer Musiker entstehen würde. Im Ergebnis erstaunlich spannendes Unterfangen, das im Info zurecht auf Jan Jelinek und Burnt Friedman als Referenzen verweist. Smarte Version von Jazz als Homerecording/Sound Design Ansatz.

Electronic, Synthpop
#Synthesizer #RetroFuturist
#USA #LosAngeles


Principleasure - 3 (self released)

https://principleasure.bandcamp.com/album/iii (Si apre in una nuova finestra)

Zeitgemäße Mischung aus 1980er-Sounds und 1990er-Ästhetiken mit aktuellem Retro-Zubehör. Electro trifft auf Breakbeats trifft auf Synthpop trifft auf Space-Disco. Bonuspunkte für Angeber-Equipment-Pressebild.

Studio Pic ©Principleasure

Alternative/Indie, Folk
#Psychedelik #Songwriter
#USA #Philadelphia

Kurt Vile - Philadelphia’s Been Good To Me (Verve)

https://tidal.com/album/526969638/u (Si apre in una nuova finestra)

Gewohnt milde, gewohnt hochwertige Kost vom wie immer sympathisch-schlaffen Indie-Rocker. Bonuspunkte für ziemlich zusammenhangloses aber natürlich cooles MF Doom T-Shirt auf dem einen Pressebild.

Kurt Vile ©Eleanor Petry

Und sonst?

Hat sich am 28.05.2026 der Todestag des Drummers Al Foster erstmalig gejährt. Der einzige Musiker, der mit Miles Davis sowohl vor als auch nach dessen Rückzug aus der Musik 1975-1981 gespielt hat.
Hier ein kurzer Live-Mitschnitt von Al Foster an den Drums bei Miles Davis 1973 mit Dave Liebman, Pete Cosey, Reggie Lucas, Michael Henderson und James Mtume.

https://youtu.be/bQLCVFRjhs8?si=g_e5hdc0Oi7SX5Cq (Si apre in una nuova finestra)

Und hier Al Foster mit Miles Davis (und Bill Evans, John Scofield, Mike Stern, vermutlich Darryl Jones und Mino Cinelu) bei den Grammys 1983

https://youtu.be/J5t0VFXSToM?si=CMuPBW2s-lGZfBme (Si apre in una nuova finestra)

Und damit von mir Bye-Bye

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