
Wenn es etwas gibt, das ich nicht ausstehen kann, dann wenn sich jemand an mir abarbeitet. Wenn also jede Gelegenheit genutzt wird, um eigene Triggerpunkte und unverarbeiteten Traumata nach außen zu tragen.
Ich hab lange ziemlich wild gearbeitet, freiberuflich, Homework oder im Ausland.
Der freie Markt kann hart sein.
Man beißt sich durch.
Irgendwie passte das zu meiner sensiblen Seele nicht, aber zu meinem Freiheitsdrang.
So dachte ich, ich wäre im sozialen Bereich gut aufgehoben. Zwar von da an fest angestellt, aber das kann ja auch was für sich haben.
Es war OK, solange es OK war.
Aber da ist diese eine Sache, die ich echt nicht geschätzt habe, um freundlich zu bleiben.
Zunächst klingt es gut. Teamsitzungen. Supervision. Konflikte lösen.
Ehrlich, wenn du jemand bist, der intensiv mit sich selbst arbeitet, der seine seelischen Hausaufgaben macht, der nach dem Introspektions-Modus lebt, seine Geschichte aufarbeitet, in die innere Arbeit geht, Muster und Programme löst, dann verlierst du, wenn du glaubst, der Rest da draußen macht es genauso.
Auf dem freien Markt war ich gewappnet und meine natürlichen Schutzschilde aktiv. Kein Problem. Das darf sein. Ein ordentlicher Streit, sich behaupten. Null Problemo.
Aber in der sensiblen Zone sozial anmutender Berufe, die doch voll sind von unausgegorenen Lebensgeschichten läufst du in offene Messer oder verhunzt dir zumindest den Seelenfrieden.
Wenn es etwas gibt, das ich nicht ausstehen kann, dann wenn sich jemand an mir abarbeitet.
Wenn also jede Gelegenheit genutzt wird, um eigene Triggerpunkte und unverarbeiteten Traumata nach außen zu tragen und sich dann noch freut über die gute Konfliktarbeit.
Nein, ich war selten Mittelpunkt eines Konflikts.
Aber das ändert nichts, wenn die allgemeine Atmosphäre katastrophal wird, weil mal wieder jemand mit irgendwas ein Problem hat.
Das ist das Los unserer Zeit. Du lernst und die Welt arbeitet sich an dir ab, anstatt sich auf die eigene Reise zu begeben.
Anstatt nach innen zu schauen, schauen die Meisten nach außen.
Naturlich müssen wir kommunizieren, uns austauschen und von einander lernen.
Aber nicht jedes Spielfeld wird deins sein. Nicht jedes Problem muss dich kratzen.
Die Frage wird immer sein: hab ich was davon? Ist es meins? Oder bin ich Projektionsfläche?
Es macht auch keinen Sinn mit den Dummen zu diskutieren. Oder liebevoller... Bewusstsein macht natürlich einen Unterschied.
Das wahre Problem ist nur dies, dass die Spirituellen und Sensiblen Mission mit Bullshit verwechseln.
Verwundung zu erkennen, bedeutet nicht, sich den Wunden Anderer aussetzen zu müssen.
MitGefühl ist nicht MitLeid.
Sensibilität braucht Schutz. Und es ist deine Verantwortung, dich zu schützen.
Wie schön war es stets, wenn Kollegen glücklich und befreit aus Teamsitzungen kamen, die Gruppentherapien glichen, nach denen ich nicht gefragt hatte.
Manche erklärten, dass sie Konflikte lieben, weil man so daran wächst.
Na vielen Dank, Bitteschön.
Es ist wichtig, uns den Raum unseres Wirkens bewusst zu wählen.
Egal, wie sehr du dich abgrenzt, wir bleiben im Austausch unserer Energien und sogar Themen und Mustern.
Natürlich gibt es Next Level:
Die Welt kann dir nichts anhaben, du bist erleuchtet. Vielleicht. Bis dahin heißt es...
- Resilienz aufbauen, in dem du deine Geschichte weiter aufräumts gleich weniger eigene Eintrittstore in dein System. Es haftet nicht mehr, was nicht deins ist.
- Erlaubnis erteilt: dich abzugrenzen, Nein zu sagen, nicht mitzuspielen, sozial nicht verfügbar zu sein, Distanz, nicht zu lächeln, nicht zu nicken, nicht zu bestätigen, nicht zu passen. Radial, immer. Übung macht den Meister.
Ich stolper auch gerne noch über meine eincodierten People-Pleaser- Attitüden. Also hier eine kleine Anleitung, wie du sie umprogrammieren kannst mit der Zeit.
Erlaubnis erteilt!' ist kein sinnentleerter Spruch. Erlaube es dir! Prüfe für dich: Gibt es in mir einen Aspekt, der es mir evtl. nicht erlaubt. Welcher Aspekt ist das? Welche Stimme in mir will, dass ich leicht, angenehm, angepasst, freundlich bin und keine Probleme oder unangenehme Umstände erzeuge? Woher kenne ich das? Welche Gefühle erzeugt es in mir?
Übe es. Nimm es dir vor. Eiche dich darauf. Programmiere dich um. Beispiel: Nein sagen ohne Erklärung. Beispiel: Sprechen ohne mit dem Mund zu lächeln.
"Lasst ihre Taten für sich sprechen".
Vertraust du dir nicht? Glaubst du, du bist für andere nicht vertrauenswurdig? Bist du ein wohlwollender Mensch? Musst du das beweisen?
Kennst du jemanden der die Eigenschaften des Cool-Play wie kein anderer für dich verkörpert? Eine Frau, die mit Eleganz und Leichtigkeit für sich spicht, handelt, lebt, die offensichtlich eine klare Sprache spicht, gesunde Abgrenzung zeigt usw. Mach dir das zu Nutze. Beobachte sie. Absorbiere. Wähle. Wir können die Eigenschaften die wir wollen und brauchen wählen! Oder erschaffe diese Person im Geiste. Meditiere mit ihr.
(Eine genauere Anleitung folgt)Verinnerliche: Not my Monkeys Not my Circus!
Affirmation:
Ich entspanne mich in meine Wahrheit und geben der Wahrheit des anderen Raum.
FAZIT:
Nicht jeder Kriegsplatz ist deiner. Einladungen zum Kampf dürfen abgelehnt werden. Not my Monkeys Not my Circus! Erlaubnis erteilt. Play it Cool.
Gehabt dich wohl.
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Dann und wann schreib ich oder teile News mit dir. Vielleicht kommt auch mal ein Liebesbrief.