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Deadline-Panik, Schreibstatistik und ein kleiner Sneak Peak

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich im Newsletter bzw. auf dem Blog gemeldet habe. In den letzten Wochen ist so Einiges in Hinblick auf den Release meines nächsten Buches Piper House - Painting Trust passiert.

Bevor ich aber darauf eingehe, noch ein aktueller Veranstaltungshinweis:

Neues Event

Am kommenden Freitag, 4. Juli, nehme ich an der langen Lesenacht in Bad Kissingen teil. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Buchhandlung seitenweise. (Opens in a new window)Neben mir werden noch einige andere Kolleg*innen aus ihren Werken vorlesen: Natascha Kippes (Krimi), Elisabeth Horn (Krimi), Josie Pinkman (Fantasy, Jugendbuch), Gwenola Brux (Historischer Roman) und Matthias Soeder (Thriller) sind ebenfalls mit von der Partie. Ich freue mich darauf die einzige Romance-Autorin in der Runde zu sein. :)

Los geht es um 19:00 Uhr im Reservoir (Salinenstr. 8), der Eintritt kostet 20,- € und beinhaltet eine kleine Erfrischung. Tickets können auch im Vorverkauf bei der Buchhandlung seitenweise in der Ludwigsstraße in Bad Kissingen erworben werden.

Okay, zurück an den Schreibtisch! Der ist in den letzten Wochen nämlich beinahe heiß gelaufen, so viel habe ich in die Tasten gehauen …

Wenn kurz vor der Zielgeraden nichts so läuft, wie es soll …

Kurz vor meiner Lektoratsdeadline lief irgendwie nichts wie geplant - nicht beruflich und nicht privat. Ein bisschen gekränkelt habe ich auch, also musste ich eine unfreiwillige Pause einlegen und im Anschluss umso mehr Gas geben, um mein Buch rechtzeitig fertig zu bekommen. (An dieser Stelle vielen Dank an meinen Lektor Marcel (Opens in a new window), der super flexibel war und mir noch ein paar Tage Aufschub gewährt hat.) Generell bin ich ja nicht so kreativ unter Druck, das habe ich schon ein paar Mal im Newsletter oder auch im Live-Format mit Lisa F. Olsen (Opens in a new window) erzählt. Oft habe ich das Gefühl nicht “outside the box” denken zu können, wenn man mir die sprichwörtliche Pistole auf die Brust setzt. Unter Zeitdruck meinen neuen Roman fertigzustellen, war also schon eine Stresssituation. Aber eine Sache kann ich unter Druck schon liefern, nämlich Produktivität. Es war mein Glück, dass ich den Fahrplan bzw. den Plot meiner Geschichte stets vor Augen hatte, denn so konnte ich eben auch mit dem über mir schwebenden Abgabetermin meinen neuen Roman überarbeiten und noch die letzten Kapitel (um-)schreiben.

… aber man es trotzdem schafft!

Ich kann voller Stolz sagen, dass die Geschichte von Ewan und Betty mit einem Umfang von genau 310 Buchseiten am 11. Juni ins Lektorat gegangen ist. Die Geschichte hat ein Volumen, das mir im Schreibprozess zugegebenermaßen schon hin und wieder Respekt eingeflöst hat. Wenn man 150 oder 200 Seiten geschrieben hat, ohne überhaupt nur in der Nähe des Schlussakts zu sein, dann trifft das einen auf eine ganz andere, ernüchternde Art. Zwar war es für mich nicht das erste Mal, dass ich ein so langes Buch geschrieben habe (Meine beiden Invalidum-Bände (Opens in a new window) haben jeweils annähernd 400 Seiten.), aber ich schätze ein wenig hatte ich mich im Laufe der letzten Jahre schon daran gewöhnt kürzere Novellen zu schreiben. Piper House - Painting Trust ist im Vergleich eine ganz andere Hausnummer, als meine vier bisherigen Liebesgeschichten (Opens in a new window). Es gibt zwei Perspektiven, es gibt Rückblicke, es gibt mehr Irrungen und Wirrungen und so viele (wirklich sooooo viele) Gefühle. Ich war manchmal selbst ganz fertig von der emotionalen Achterbahnfahrt, die ich meinen beiden Hauptfiguren zumute.

Wie mein Schreibprogramm meinen Schreibprozess sieht …

Aber nun ist es (erst einmal) geschafft! Wenn ich auf meine Schreibstatistik blicke, muss ich sogar ein wenig schmunzeln: Seit dem 7. August 2024 (an dem ich die ersten Worte für Piper House geschrieben habe), habe ich mit durchschnittlich 800 Wörtern am Tag die Geschichte vorangebracht. Durchschnittlich eineinhalb Stunden reine Schreibzeit hatte ich jeden Tag und der Großteil davon ist in die Nachmittag- und Abendstunden gefallen. Das klingt alles sehr gleichmäßig, sehr planvoll und sehr linear: Dabei war es gar nicht so! Durchschnittswerte verschleiern ganz oft die Realität im Arbeitsalltag und meine sieht etwa so aus …

Wie es wirklich abläuft …

Die Wahrheit ist, dass ich für die ersten zehntausend Wörter (also ungefähr ein Siebtel des Manuskripts) fast ein halbes Jahr gebraucht habe. Denn am Anfang gab es viele Überlegungen, viel Recherche, viel Vor und Zurück, viel Löschen und Neuschreiben, bis ich endlich wusste, was und wie genau es passieren soll. Erst dann konnte das Schreiben so richtig Fahrt aufnehmen und ich habe einen großen Sprung gemacht: Anfang März 2025 stand gut die Hälfte des Manuskripts. Der nächste große Sprung kam Ende April, setzte sich in den Mai fort (auch Dank des 10K-Days am 1. Mai (Opens in a new window)), und dann folgte die intensive Schlussphase und die Überarbeitung. In meiner Erinnerung habe ich meistens um die Mittagszeit mit viel Energie und Konzentration geschrieben. Gegen Ende war ich aber oft bis spät am Abend oder tief in die Nacht (oder sogar bis zum nächsten Morgen) in mein Manuskript versunken, was das Programm sich natürlich gemerkt hat. So verfälschen intensive Nutzungsphasen die Statistik und schildern einen Eindruck von meinem Schreiballtag, der nur phasenweise zutrifft. Aber interessant und amüsant ist es allemal, sich nach getaner Arbeit damit auseinander zu setzen. ^^

Was jetzt noch abzuwarten bleibt:

Aktuell sitze ich auf heißen Kohlen und erwarte das Feedback meines Lektors. Marcel und ich arbeiten schon seit fünf Büchern zusammen. Er kennt mich und er kennt meinen Stil. Er weiß zu welchen Problemchen ich neige und ich weiß, worauf er achtet und was er mir wahrscheinlich ankreiden wird. Idealerweise ist es mir gelungen, ihm ein Manuskript zu liefern, das keine großen Änderungen mehr braucht. Wenn ich ehrlich bin, rechne ich aber schon mit einem umfassenderen Feedback. Piper House - Painting Trust war nicht nur dem Umfang nach eine Herausforderung und ich glaube ich bin bei der Komplexität der Story an kniffelige Punkte gestoßen, die sich in meinen letzten Geschichten einfach gar nicht ergeben haben. Ich rechne also damit, dass ich noch ein wenig Arbeit in den Text stecken muss. Und ich hoffe, dass es mir bzw. uns gelingt diese dann im zeitlichen Rahmen zu lösen.

Die Uhr tickt …

Würde man meinen Buch-Release wie jedes andere Projekt betrachten, müsste man sagen, dass wir gerade dem Zeitplan ein bisschen hinterherhechten. Im ursprünglichen Plan war vorgesehen, dass das Thema Lektorat im Juni bereits abgehakt ist und ich mich im Juli nur noch mit dem Buchsatz und dem konkreten Release beschäftige. Nun wird sich das alles ein wenig nach hinten verschieben. Ich habe eine Veröffentlichung im Juli noch nicht ganz aufgegeben, aber - Karten auf den Tisch - ein Release im August wird immer wahrscheinlicher. Ich könnte mich jetzt darüber ärgern, stressen und mich selbst und das Zeitmanagement verfluchen, aber weißt du was? Das kostet so viel Energie und diese Energie brauche ich für mein Buch, für die bestmögliche Version der Geschichte und für das Happy End dieses Projekts, dass mich schon so viel Mühe, Zeit und Geld gekostet hat. Ich hoffe also, dass du auch Verständnis dafür hast, wenn mein neues Buch ein paar Wochen später erscheint. Ich verspreche dir: Die zusätzliche Zeit wird es besser machen!

Etwas nimmt Gestalt an …

Während ich darauf warte den Text finalisieren zu können, tut sich aber an anderer Stelle etwas: Das Cover nimmt Gestalt an! Ich bin so glücklich über das, was Torsten (Opens in a new window) in den letzten Wochen für mich designt hat. Es gab wirklich unzählige Entwürfe und auch hier viel Vor und Zurück (das scheint das Motto dieses Buchprojekts zu sein), aber nun haben wir endlich das gefunden, was in unserer beider Augen beinahe perfekt ist. Und weil ich weiß, wie neugierig du bist, gibt es hier und jetzt für alle Steady-Mitglieder (Opens in a new window) einen Blick auf den aktuellsten (noch nicht finalen) Entwurf:

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