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Schau dir diese Kinder an:

Das Foto zeigt Ilse Willner und ihren großen Bruder Erwin, vermutlich 1915 oder 1916. Damals ist die Welt für die zwei jüdischen Kinder noch in Ordnung. 1918 bekommen sie einen kleinen Bruder: Berthold.

Ihr Vater Emil Willner führt damals ein Textilgeschäft, zusammen mit seiner Frau Johanne. Der kleine Ort Seelze bei Hannover prosperiert und das Geschäft läuft gut. So gut, dass die Familie 1927 in größere Wohn- und Geschäftsräume in die Hannoversche Straße umzieht.
Emil Willner ist ein angesehener Geschäftsmann. Er lässt diejenigen anschreiben, die knapp bei Kasse sind. Zeitzeugen haben 1980 berichtet, dass genau diese Schuldner ihm in der sogenannten Reichskristallnacht das Geschäft verwüstetet haben.
Ilse Grünewald im Interview 2004:
„Bin ich, weil Goebbels es sagt, ein Schweinehund?“
Nach Jahren der Ausgrenzung, Schikane und Erniedrigung gelingt der hochschwangeren Ilse im Mai 1938 zusammen mit ihrem Mann die Flucht nach Argentinien. Ihre Eltern entkommen nach Australien. Ihre Brüder Erwin und Berthold schaffen es nicht mehr: Sie werden deportiert und umgebracht.

Derzeit arbeite ich an mehreren Podcastfolgen zu Ilse Grünewald (geb. Willner). Ich hatte das Glück, auf Martina Krickel zu gestoßen zu sein, die mich bei der Recherche unterstützt. Wir haben eine Menge herausgefunden. Was, erfahrt ihr nach und nach in den nächsten Wochen.

Neugierig? Hoffentlich!
Sobald die Podcastfolge #61 raus ist, gebe ich Bescheid. Aufgenommen ist sie schon.
Was du dir jetzt schon angucken kannst, sind mehrere Fotogalerien auf Ilses Grünewalds Seite (Abre numa nova janela).
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Herzliche Grüße
Corinna
P.S.:
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