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Ein Osterhase zwischen Stift und Algorithmus

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Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Osterhase ist nicht aus dem Drucker gefallen.
Er ist entstanden, weil ich – wie so oft – einen Stift in der Hand hatte.

Wenn ich zeichne, beginne ich fast immer mit einfachen Formen.
Ein Kreis, ein paar Linien – und am Ende sitzt da ein rundes, ein wenig dickliches Tier auf dem Papier.
Das habe ich von meinem Vater gelernt. Er war Maschinenbauer und dachte in klaren Formen: Quadrat, Rechteck, Kreis.
Ich habe sein Prinzip übernommen – nur sind daraus bei mir keine Maschinen geworden, sondern Tiere.

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie meine Giraffe aussieht.

Während wir uns heute immer stärker mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen – auch in der Musik –, entsteht dieser Hase ganz ohne Algorithmus. Und vielleicht liegt genau darin sein Wert.

Unser Redakteur Erik Prochnow hat sich in seinem aktuellen Beitrag „Dem Algorithmus die Hand reichen“ (Abre numa nova janela)damit beschäftigt, wie nah uns KI inzwischen gekommen ist – und wo der Mensch trotzdem unersetzlich bleibt.

Vielleicht ist Ostern ein guter Moment, sich daran zu erinnern:
an das Eigene, das Unperfekte, das Handgemachte.

Wir wünschen Euch schöne Ostertage – und vielleicht einen Stift in Reichweite.

Herzlich
Eure Andrea
(folker-Verlegerin)

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