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Ein Paradies für Schmetterlinge +eBook 🎁

Viele Gärtner:innen pflanzen fleißig Schmetterlingsflieder und wundern sich dann aber, dass kaum Falter auftauchen, dabei ist es gar nicht so schwer, die hübschen flatternden Edelsteine auf den Balkon oder in den Garten zu locken. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du das hinkriegst! Zahlende Mitglieder erhalten am Ende noch das per Hand illustrierte eBook “Der Hortarium Schmetterlings-Guide”, wo ich dir viele typische Arten und eine Menge für sie passende Pflanzen vorstelle. Gehen wir rein!

Das neue Gartenjahr fängt so langsam an, und vielleicht bist du ja schon am Planen, was du dieses Jahr alles pflanzen möchtest, und vielleicht wünschst du dir ja mehr Besuch von Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz und Co.!

Schmetterlinge brauchen zweierlei: Nektarpflanzen für die Falter und Futterpflanzen für die Raupen. Die meisten Falterarten haben sich im Laufe der Evolution auf ganz bestimmte Raupenfutterpflanzen spezialisiert. Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) legt seine Eier gern auf den Faulbaum oder am Kreuzdorn ab, der hübsche Kaisermantel (Argynnis paphia) braucht hingegen Veilchen, und der Segelfalter (Iphiclides podalirius) ist auf die Schlehe angewiesen. Ohne diese Pflanzen fehlt die Kinderstube, und ohne Kinderstube gibt es keine nächste Generation. Logisch, oder?

Ein Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) ist ein Paradebeispiel für gut gemeint, aber ökologisch wenig durchdacht, und da meine ich jetzt nicht einmal seine invasive Ausbreitung. Er liefert zwar reichlich Nektar, für heimische Raupen ist er allerdings komplett wertlos. Kein einziger mitteleuropäischer Schmetterling kann seine Eier dort ablegen, denn der Flieder stammt aus China, unsere Falter haben mit ihm keine evolutionäre Geschichte. Er ernährt die Elterngeneration, bringt aber keine Nachkommen hervor. Wenn du wirklich etwas für Schmetterlinge tun willst, musst du schon die Extra-Mile gehen. Ich zeig dir, wie das geht!

Das Gemeine Blutströpfchen

Die Biologie verstehen

Die Spezialisierung auf bestimmte Raupenfutterpflanzen ist bei vielen Arten extrem eng. Der Schlüsselblumen-Würfelfalter (Hamearis lucina) braucht beispielsweise, wie der Name schon sagt, Schlüsselblumen. Die Weibchen lassen sich zum Eierlegen auf einem Blatt nieder, wandern mit dem Hinterteil bis an die Kante und heften dort bis zu 50 Eier an. Die Larven fressen dann ausschließlich an diesen Primelblättern. Wenn du deinen Garten im Frühjahr komplett aufräumst, entfernst du unter Umständen genau die Pflanzen, an denen gerade Schmetterlingsraupen kurz vor dem Schlupf wären, und das wäre ja total schade, oder?

Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) kennst du vielleicht als den Falter, der wie ein Kolibri vor Blüten steht und mit dem Rüssel Nektar saugt. 75 Flügelschläge pro Sekunde halten ihn in der Luft, er erreicht Geschwindigkeiten von 50 Kilometern pro Stunde. Seine Eier heftet er an Labkräuter, also eine Pflanze, die viele radikal als “Unkraut” aus dem Garten entfernen. Das Weiße Labkraut (Galium album), das Echte Labkraut (Galium verum) und selbst das oft verfluchte Kletten-Labkraut (Galium aparine) dienen hierbei als Kinderstube. Es lohnt sich deshalb, vermeintliche Beikräuter an Stellen stehen zu lassen, an denen sie niemanden stören.

Aber nicht nur die Raupen wollen essen, die erwachsenen Schmetterlinge natürlich auch. Die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) ist eine heimische Art und bietet fast zwanzig Raupen Futter, aber auch der ersten Frühjahrsgeneration vieler Falter erstklassigen Nektar: Zitronenfalter, Distelfalter, Landkärtchen, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Aurorafalter. Sie blüht genau dann, wenn die überwinterten Schmetterlinge ihre Flugzeit beginnen und dringend Energie brauchen. Eine einzige Berberitze kann im April zum Treffpunkt für ein halbes Dutzend verschiedener Arten werden!

Die Berberitze in Blüte. Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Der Zitronenfalter hält den Altersrekord unter den Schmetterlingen: Er lebt länger als zwölf Monate. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten überwintert er als fertiger Falter, oft versteckt im Efeu oder in dichten Brombeerhecken. Sein Körper produziert ein Frostschutzmittel, das dem Glycerin in Auto-Kühlern ähnelt. Selbst bei minus 20 Grad überlebt er im Freien. Im zeitigen Frühjahr, manchmal schon im Februar, taucht er als einer der ersten Schmetterlinge auf, sobald die Temperaturen ein paar Grad über den Gefrierpunkt steigen.

Die Raupe als eigenständiges Tier

Eine Raupe ist kein unfertiger Schmetterling. Sie ist ein eigenständiges Tier mit eigenen Bedürfnissen, eigenem Verhalten und eigener ökologischer Funktion. Raupen fressen, Schmetterlinge pflanzen sich fort. Die Verwandlung in der Puppe ist einer der radikalsten Umbauprozesse in der Tierwelt. Viele denken ja, die Raupe verpuppt sich und dann sprießen ihr Flügel, doch das ist nicht einmal ansatzweise so, im Gegenteil: Fast der gesamte Körper wird zu flüssigem Glibber aufgelöst und komplett neu zusammengesetzt, wusstest du das?

Der Kohlweißling ist nicht sehr beliebt, doch auch er ist wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Wenn ich mir Sorgen mache, dass seine Raupen meine komplette Ernte wegknabbern, baue ich meinen Kohl einfach unter Netz an, lasse aber 3-4 Opferpflanzen für die Raupen außerhalb stehen. Das Tolle: Wenn du die stehen lässt, blühen die im nächsten Jahr und liefern dir nicht nur kostenloses Saatgut, sondern locken auch noch UNMENGEN an Insekten an, weil die Bestäubern viel Nahrung bieten.

Die Fressleistung von Raupen ist enorm, weshalb natürlich viele Gärtner:innen genervt aufseufzen. Eine Schwalbenschwanzraupe vervielfacht ihr Körpergewicht innerhalb weniger Wochen, dabei häutet sie sich mehrere Male, weil ihr Chitinpanzer nicht mitwächst. Manche Arten durchlaufen vier, andere sechs oder mehr Häutungen.

Raupen haben natürlich auch Fressfeinde, und wenn du deinen Garten naturnah anlegst, lockst du sie an. Vögel fressen sie, Schlupfwespen legen ihre Eier in sie hinein, Laufkäfer jagen sie am Boden. Wenn du genug Gegenspielern ein Zuhause bietest, nehmen Raupen keine Überhand in deinem Garten. Viele Raupen haben aber natürlich auch Abwehrstrategien entwickelt: Die Schwalbenschwanzraupe stülpt bei Gefahr eine orangefarbene Nackengabel aus, die übel müffelt. Prozessionsspinnerraupen tragen Brennhaare, die bei Menschen allergische Reaktionen auslösen können. Andere Raupen sind perfekt getarnt. Die Raupe des Segelfalters imitiert ein Schlehenblatt so gut, dass du sie oft kaum findest, selbst wenn du weißt, dass sie da sein muss!

I, Abrahami für Wikimedia Commons. CC BY-SA 3.0

Tagfalter, Nachtfalter, Motten

Wenn wir von Schmetterlingen sprechen, meinen wir meistens die bunten Tagfalter. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der Vielfalt. In Deutschland leben etwa 3.700 Schmetterlingsarten, davon sind gerade einmal 190 Tagfalter. Der große Rest fliegt nachts oder in der Dämmerung.

Die Unterscheidung zwischen Schmetterlingen und Motten, die im Englischen als “butterflies” und “moths” sauber getrennt sind, funktioniert auf Deutsch weniger gut. Biologisch gehören alle zur Ordnung der Lepidoptera, der Schuppenflügler. Die Einteilung in Tagfalter und Nachtfalter ist praktisch, aber taxonomisch unscharf: Es gibt tagaktive Nachtfalter und nachtaktive Tagfalter, das hilft uns also nicht so richtig weiter.

Der Admiral

Ein paar Merkmale helfen dir jedoch bei der Unterscheidung. Tagfalter haben meist keulenförmig verdickte Fühlerenden, Nachtfalter oft gefiederte oder fadenförmige Fühler. Tagfalter legen ihre Flügel in Ruhestellung aneinander, Nachtfalter legen sie flach auf den Rücken oder dachartig an den Körper. Aber auch hier gilt: es gibt Ausnahmen in beide Richtungen.

Für deinen Garten bedeutet das: Du förderst immer beide Gruppen gleichzeitig. Die Brennnessel ernährt Raupen von Tagpfauenauge, Admiral und Kleinem Fuchs, aber auch die Larven verschiedener Eulenfalter, die nachts fliegen. Der Wasserdost zieht tagsüber Admirale und Distelfalter an, nachts kommen Gammaeule und Hausmutter zum Nektar.

Die Nacht im Garten

Da sind wir auch gleich beim nächsten Thema! Nachts passiert im Garten mehr, als du denkst. Während du schläfst, taumeln Dutzende von Nachtfaltern durch deine Beete. Das Taubenschwänzchen, obwohl zur Gruppe der Schwärmer gehörend, fliegt auch tagsüber. Andere Schwärmer wie der Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) oder der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) erscheinen erst nach Einbruch der Dunkelheit.

Nachtfalter orientieren sich am Mondlicht und an den Sternen. Künstliche Lichtquellen verwirren sie, deshalb sammeln sich so viele an Straßenlaternen und beleuchteten Fenstern und sterben da. Eine insektenfreundliche Gartenbeleuchtung arbeitet mit warmweißen LEDs unter 3.000 Kelvin, leuchtet nach unten statt in alle Richtungen und schaltet sich ab, wenn niemand sie braucht. Besser noch: Verzichte ganz auf Nachtbeleuchtung im Garten, wirklich. Es schadet so viel, das ist die eine Stunde am Abend, in der du draußen sitzt und das genießt, nicht wert.

Nachtblühende Pflanzen haben sich auf Nachtfalter als Bestäuber spezialisiert. Die Nachtkerze (Oenothera biennis, nicht heimisch) öffnet ihre gelben Blüten in der Abenddämmerung und verströmt dann einen intensiven Duft. Die Weiße Lichtnelke (Silene latifolia) macht dasselbe. Beide produzieren nachts mehr Nektar als tagsüber, das Geißblatt (Lonicera caprifolium) duftet abends so stark, dass du es aus mehreren Metern Entfernung wahrnimmst!

Wenn du abends mit einer Taschenlampe durch den Garten gehst, entdeckst du eine andere Welt. An den Blüten des Wasserdosts hängen Eulenfalter, deren Augen im Licht aufleuchten. Schwärmer stehen wie Hubschrauber vor Geißblattblüten und rollen ihre meterlangen Saugrüssel aus, Spannerraupen, die sich tagsüber als Ästchen tarnen, wandern über Blätter.

Blüte des Echten Seifenkrauts // Rüdiger Kratz für Wikimedia Commons

Hier gibt es ein paar heimische Pflanzenarten, die nachts ihre Blüten nicht schließen und/oder gezielt nachts besonders stark duften, sich also gut eignen, Nachtfaltern ein Buffet zu bieten:

  • Echtes Seifenkraut (Saponaria officinalis)

  • Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis)

  • Gewöhnliches Leimkraut (Silene vulgaris)

  • Moschus-Malve (Malva moschata)

  • Nickendes Leimkraut (Silene nutans)

  • Rote Lichtnelke (Silene dioica)

  • Wald-Geißbart (Aruncus dioicus)

  • Waldmeister (Galium odoratum)

  • Wegwarte (Cichorium intybus)

  • Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

Futter übers ganze Jahr

Schmetterlinge brauchen das ganze Jahr über Nahrung. Die erste Generation schlüpft im zeitigen Frühjahr, die letzte fliegt bis in den Oktober hinein. Dazwischen gibt es je nach Art eine oder mehrere Generationen, die natürlich alle versorgt werden wollen.

Im Februar und März, wenn die ersten Zitronenfalter und Kleine Füchse aus der Überwinterung erwachen, blühen Weiden, Schlehen und Kornelkirschen. Das sind oft die einzigen Nektarquellen zu dieser Zeit. Eine Sal-Weide im Garten kann für die erste Faltergeneration überlebenswichtig sein, falls du also Platz hast, wäre das toll! Auch die Frühblüher, deren Zwiebeln jetzt langsam aus dem Boden schießen, bieten Nektar.

Im April und Mai übernehmen dann die Obstbäume, die Schlüsselblumen, Berberitzen, Vergissmeinnicht und die ersten Wiesenblumen. Der Aurorafalter, dessen Raupe sich von Wiesenschaumkraut und Knoblauchsrauke ernährt, fliegt auch jetzt. Das Landkärtchen erscheint in seiner dunklen Frühjahrsform, die sich deutlich von der hellen Sommerform unterscheidet.

Der Hochsommer von Juni bis August ist die Hauptflugzeit der Schmetterlinge. Jetzt blühen Dost, Wiesen-Salbei, Flockenblumen, Natternkopf und Wilde Möhre. Der Schwalbenschwanz legt seine Eier an Doldenblütler, der Admiral kehrt aus dem Süden zurück und vermehrt sich an Brennnesseln. Auf Wasserdost und Blutweiderich drängen sich manchmal Dutzende von Faltern gleichzeitig.

Im Spätsommer und Herbst werden die Nektarquellen knapp, udn die Schmetterlinge fangen an, abzusterben oder sich in ihr Winterquartier zurückzuziehen. Damit die dafür genug Kraft tanken können, sind spät blühende Pflanzen entscheidend: Herbstastern, Fetthenne, Efeu und die letzten Blüten des Wasserdosts. Der Admiral, der in milden Jahren bei uns überwintert, braucht sogar noch im Oktober Nahrung, und auch Kohlweißlinge schwirren da noch durch meine Gärten. Die Besenheide blüht bis in den November hinein und versorgt die letzten flugfähigen Falter.

Strukturen und Verstecke

Pflanzen allein reichen allerdings nicht aus, um deinen Balkon oder Garten für Falter attraktiv zu machen. Schmetterlinge brauchen Strukturen zum Überwintern, zum Verpuppen und zum Schutz vor Fressfeinden. Eine aufgeräumte Gartenlandschaft ohne Laub, ohne hohle Stängel, ohne Totholz bietet diesen Lebensraum nicht. Entweder du lässt viele wilde Ecken, oder du bietest künstliche Unterschlupfe an.

Einen Schmetterlingskasten kannst du im Baumarkt oder Internet kaufen, ist aber auch schnell selbstgebaut: eine einfache Holzkiste mit senkrechten Schlitzen von etwa einem Zentimeter Breite. Die Rückseite muss geschlossen sein, die Ausrichtung nach Süden oder Südosten ist ideal. Du solltest den Kasten 30 bis 40 Zentimeter über dem Boden und windgeschützt anbringen, etwa an einer Mauer oder Hecke. So wird eine solche Konstruktion gern angenommen, und beispielsweise das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs und der C-Falter überwintern dort.

Noch viel wichtiger als irgendwelche Kästen, ist jedoch das hier: Lass deine Staudenbeete im Herbst stehen. In den hohlen Stängeln von Brombeere, Himbeere, Rose, Holunder und Fenchel überwintern neben Schmetterlingsraupen auch Schwebfliegen, deren Larven wiederum Blattläuse fressen, du wirst sie also später noch dringend brauchen. Eine einzige Schwebfliegenlarve schafft es, 400 bis 700 Blattläuse in zehn Tagen zu verspeisen, du kannst dir also denken, was für gute Arbeit die an deinen Rosen leisten werden, wenn du 50 oder 100 von ihnen hast. An vertrocknetem Laub und Stängeln heften Schmetterlinge ihre Puppen. Wenn du im Frühjahr zu früh aufräumst, entfernst du all diese Helfer und kriegst später im Jahr Probleme.

Laub- und Reisighaufen bieten ebenfalls einen super Unterschlupf. In einer Ecke des Gartens, wo niemand hinschaut, kann so ein Haufen über Jahre liegen bleiben und zu einem eigenen kleinen Ökosystem werden. Igel überwintern dort, Erdkröten verstecken sich, Laufkäfer jagen und werden gejagt. Dort verpuppen sich dann auch gern Schmetterlingsraupen.

Eine Trockenmauer aus unverfugten Steinen bietet Spalten und Ritzen, in denen sich Insekten verstecken können. Auf der Krone wachsen Thymian, Mauerpfeffer und Hauswurz. In den Fugen siedeln sich mit der Zeit Farne und Moose an. So ein Bauwerk verbindet Lebensraum mit Gestaltung, und vor allem Tagpfauenaugen nehmen so einen Überwinterungsplatz super gerne an.

Wasser nicht vergessen

Ja, auch Schmetterlinge trinken. An heißen Sommertagen sammeln sie sich an feuchten Stellen im Garten, an Pfützen, an tropfenden Wasserhähnen, an nassen Steinen. Die Falter nehmen mit dem Wasser gelöste Mineralsalze auf, die sie für die Fortpflanzung brauchen.

Eine flache Schale mit Steinen oder Murmeln, die aus dem Wasser ragen, erfüllt diesen Zweck. Die Steine bieten Landeplätze, das Wasser sollte nur wenige Millimeter tief sein. Ein bisschen Sand oder Erde am Boden liefert die Mineralstoffe. Wechsle das Wasser regelmäßig, damit es nicht zur Mückenbrutstätte wird. Mit solch einer Insektentränke hilft du auch super vielen anderen Tieren in deinem Garten, beispielsweise Bienen und Schwebfliegen. So eine Wasserquelle eignet sich auch für Balkone ganz besonders gut, weil sie nicht viel Platz wegnimmt und im Balkonkasten zwischen die Pflanzen gestellt werden kann.

Mehr Gelassenheit

Wer Schmetterlinge auf dem Balkon oder im Garten anlocken will, wird Fraßspuren an Pflanzen akzeptieren lernen. Löcher in Brennnesselblättern, kahle Fenchelstängel, angeknabberte Schlehentriebe sind Zeichen eines funktionierenden Ökosystems. Die Raupe, die heute deine Wilde Möhre kahl frisst, ist nächsten Monat der Schwalbenschwanz, der über deinen Garten gleitet.

Das verlangt ein Umdenken, klar. Der konventionelle Blick auf den Garten sieht Pflanzen als Endprodukt: Sie sollen schön aussehen, möglichst unbeschädigt sein, unnatürlich. Wenn du deinen Blick jedoch aufs Ökosystem und das große Ganze umstellst, siehst du Pflanzen eher als Teil eines Kreislaufs: Sie ernähren Raupen, Raupen werden zu Schmetterlingen, Schmetterlinge bestäuben Blüten, aus Blüten werden Samen, aus Samen wachsen neue Pflanzen und es bilden sich leckere Früchte.

Das Taubenschwänzchen wird gern mal auf den ersten Blick für einen Kolibri gehalten.

Ein paar Brennnesseln in der Ecke, ein Haufen Laub unter der Hecke, verblühte Stauden bis zum Frühjahr stehen lassen: Das alles kostet nichts, erfordert weniger Arbeit als der gepflegte Rasen und bringt mehr Schmetterlinge auf deinen Balkon oder in deinen Garten als jeder Schmetterlingsflieder!

Bis zum nächsten Mal

Jasmin

Noch was …

Übrigens: Vom 15.06. bis zum 17.07. ist wieder die “Zeit der Schmetterlinge” vom NABU, vielleicht willst du da mitmachen?

https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/zeit-der-schmetterlinge/index.html (Abre numa nova janela)

Der Schmetterlingsguide

In meinem eBook habe ich über 30 Schmetterlingsarten für dich illustriert, außerdem stelle ich dir rund 90 Pflanzen vor, die Raupen und ausgewachsene Falter versorgen. Mit der Checkliste sorgst du zudem dafür, dass du in deinem Garten oder auf deinem Balkon nichts vergessen hast, um für unsere kleinen flattrigen Freunde ein Paradies zu erschaffen.

Du findest den Guide einmal in der normalen Variante und einmal in einer druckfreundlicheren Variante ohne Hintergrundfarben.

Danke, dass du Mitglied bist und solche umfangreichen Projekte unterstützt. <3

Tópico Tiere & Lebensräume

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