Nachdem ich die letzten Jahre nicht auf der Bühne stand, ist es nun endlich wieder so weit: Ich kehre zurück ins Theater. Und wir haben uns dafür keinen leichten Stoff ausgesucht, sondern einen, der bereits seit rund 2.500 Jahren erzählt wird und bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Viel Spaß beim Lesen!
Auch wenn unser gewählter Stoff des griechischen Dichters Aristophanes 2.500 Jahre alt ist, ist der Inhalt noch immer sehr passend. Die Männer sind nie zu Hause und die Frauen müssen sich um alles kümmern. Also greifen die Frauen zu anderen Mitteln, um den Männern klar zu machen, dass sie mehr Zeit mit ihnen verbringen wollen und Streit sowie Krieg nicht die Lösung ist. Und auch wenn es heute keine Kriege braucht, kennt bestimmt jeder von uns das Gefühl, dass Zeit füreinander im Alltag verloren geht und wir uns dadurch voneinander entfernen. „Lysistrata – ohne Frieden kein Sex“ (Abre numa nova janela) ist die aktuelle Produktion vom theater am bach, Elz und lädt ab dem 03. Juni zu einem kurzweiligen Theaterabend ein. Wir haben uns dabei bewusst vom antiken Original gelöst und das Stück über Improvisation gemeinsam weiterentwickelt. Szenen, Dialoge und Figuren sind im Probenprozess gewachsen: ein spannender, manchmal auch herausfordernder Weg, bei dem wir immer wieder neu aushandeln mussten: Wohin führt unsere Geschichte? Und wie kann ein Ende aussehen, das sich für uns alle richtig anfühlt?

Mal wieder auf der Bühne stehen
Nachdem ich die letzten Jahre nicht auf der Bühne stand, hat es mich eine Weile schon wieder gejuckt und ich habe unsere künstlerische Leiterin gefragt, ob ich Teil des Stückes sein darf. Ich darf die Spartanerin Lampito verkörpern, die neben der Athenerin Lysistrata ein wenig mit die Führung übernimmt, um den Männern die weiblichen Anliegen bewusst zu machen. Für mich eine neue Herausforderung, denn über Improvisation haben wir den neuen Text entwickelt und ihn uns zu eigen gemacht. Für mich war die Arbeit ohne fertigen Text Neuland. Improvisation bedeutete, Kontrolle abzugeben, spontan zu reagieren und sich voll auf die Gruppe einzulassen. Gerade das hat den Prozess aber so lebendig gemacht.
Es war eine faszinierende Arbeit, mit den anderen sechs Darstellern zusammen die Ausgangsposition zu entwickeln, den Weg zu erdenken, den das Stück nehmen soll und auch zu schauen, einen Abschluss zu finden. Und ich bin ehrlich, dies war mit eine der größeren Hürden für uns, das passende Ende zu entwickeln. Doch mit dem Gesamtstück sind wir sehr zufrieden. Wir haben viel gelacht, riesen Spaß gehabt und ich hoffe, diese Freude können wir dann ebenfalls von der Bühne ins Publikum übertragen. Kommt gerne vorbei und erlebt mit uns, wenn wir als Frauen streiken, damit uns die Männer zuhören. Was passiert, wenn Frauen anfangen, die Regeln zu bestimmen? Und wie lange halten sie selbst das durch? Erlebt mit, dass auch wir Frauen schwankend werden während des Streikes, weil uns die Männer fehlen und erlebt mit, ob wir mit unserem Streik zu einem glücklichen Ende gelangen. Ich freue mich über viele Besucher.
Vorschau
CSD in Limburg
Am Samstag, 09.Mai wird Limburg wieder bunt und es wird beim CSD Limburg “Fünf Jahre Vielfalt - Wir bleiben laut” gefeirt. Los geht es um 15 Uhr mit einer Demonstration ab dem Bahnhofsplatz und von 16 - 20 Uhr gibt es Programm auf dem Neumarkt.
Veranstaltungen im Lindencult
Am 24.04. ab 20 Uhr tritt im Lindencult in Weilburg-Hasselbach Amanda Rheaume (Can), eine preisgekrönte, kanadische Songwriterin, auf. Am 25.04. lädt ab 20 Uhr Michael Krebs mit seinem Klavierkabarett ein.
Fotoausstellung Kunstsammlungen
Die Kunstsammlungen in Limburg laden ab Freitag, 24.04. zu ihren neuen Ausstellung „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2024“ (Abre numa nova janela) der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) beeindruckende Bilder ein, mit Fotos, welche begeistern.
Damit wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Mal,
Liebe Grüße
Eure Heike

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