Aufregung um die Berlinale. Zwar hat die Krisensitzung des Aufsichtsrats der Berlinale noch nichts entschieden, aber es könnte sein, dass Kulturstaatsminister Weimer eingreift, Tuttle entlässt und die Berlinale neu ausrichtet. Wir berichten über Hintergründe und den Protest in der Kulturszene. Außerdem in unserem großen Berlinale-Nachklapp: Interview-Filme, Lateinamerikanisches Kino, drei beste Filme, die Debüt-Reihe “Perspectives”. Im Kino gibt es derzeit zwei Frühjahr-Highlights: Jim Jarmuschs FATHER MOTHER SISTER BROTHER und Josh Safdies Tischtennis-meets-Gaunerfilm MARTY SUPREME.
Berlinale-Special:
Rette sie, wer kann (die Berlinale) (Öffnet in neuem Fenster)
Im Falle, dass Weimer am heutigen Donnerstag Tricia Tuttle als Festivalleiterin entlassen sollte, hätte die Berlinale international abgedankt — von Dunja BialasBerlinale 2026 : Fragen und Antworten (Öffnet in neuem Fenster)
Vier Filme im Dialog: Das Interview-Format dominierte die besten Filme der 76. Berlinale – von Benedikt GuntentalerKontinuität und Solidarität (Öffnet in neuem Fenster)
Lateinamerikanisches Kino auf der 76. Berlinale — von Wolfgang LasingerEisblumen der Hoffnung (Öffnet in neuem Fenster)
Die hervorragende Perspectives-Reihe der Berlinale 2026 ergab sich nicht dem Fatalismus — von Thomas WillmannDas Film-Tripel (Öffnet in neuem Fenster)
Drei beste Filme auf der 76. Berlinale: Retrospektive, Forum Special, Forum — von Timur ÖzkanDas Festival der Dilettanten (Öffnet in neuem Fenster)
Die Berlinale braucht Empathie und Humanismus und Sensibilität und feine Unterschiede, sie braucht weniger Politik — von Rüdiger SuchslandMehr Sachlichkeit, weniger politischer Expressionismus! (Öffnet in neuem Fenster)
Berlinale-Chefin Tricia Tuttle vor der Ablösung: Die Berlinale geht an den Geistern zugrunde, die sie selbst gerufen hat – ein Kommentar — von Rüdiger Suchsland
Neue Kritiken:
Crocodile Tears (Air Mata Buaya) (Öffnet in neuem Fenster) (Indonesien/F/Singapur/D 2024)
Mystery-Thriller aus Indonesien: Ein junger Mann und seine Mutter leben in einer symbiotischen Beziehung in einem Krokodilpark – Kritik von Reinhard KleberFather Mother Sister Brother (Öffnet in neuem Fenster) (USA/I/F/IRL/D 2025)
Das ewige Danebenstehen: Jim Jarmuschs erster Film seit sechs Jahren zeichnet ein lakonisches Familienportrait in drei Akten – Kritik von Benedikt GuntentalerMarty Supreme (Öffnet in neuem Fenster) (FIN/USA 2025)
Spiel, Satz, Sieg, Repeat: Mit einem rasanten Tischtennis- und Gaunerfilm wagt jetzt auch Josh Safdie ein Solo. Die sichere Bank: Timothée Chalamet – Kritik von Christian Schmuck
Filmfestival:
Lebenslagen (Öffnet in neuem Fenster)
Im Jahr der runden Jubiläen für das mitteleuropäische Kino geht das Mittel Punkt Europa Filmfest in die 10. Runde, und Andrzej Wajda wäre 100 geworden — von Paula Ruppert
Cinema Moralia:
Wie können wir bessere oder gute Filme in Deutschland machen? (Öffnet in neuem Fenster)
Weitere Gedanken zur Berlinfixierung des deutschen Films und der deutschen Filmdiskurse. Für die Berlinale gilt das aber weiterhin ebenfalls, für die Deutsche Filmakademie aber auch – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 379. Folge — von Rüdiger Suchsland
Videokritik:
Father Mother Sister Brother (Öffnet in neuem Fenster)
Familienverhältnisse: Jim Jarmuschs Gewinner des Goldenen Löwen 2025 ist ein episodischer Reigen über Famillienverhältnisse mit wiederkehrenden Mustern und einem Großaufgebot an namhaften Schauspieler:innen. Margret Köhler und Roderich Fabian sind sich allerdings nicht einig, ob Jarmusch damit auch ein großes Ganzes gelungen ist