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Liebeserklärung an meinen Schatz

Vor genau 20 Jahren flog ich nach Kreta. Ich hatte spontan gebucht, wollte einfach nur weg und allein sein. Frisch getrennt und erschöpft musste ich dringend meine Gedanken sortieren. Männer? Konnten mir gepflegt den Buckel runterrutschen! Doch schon kurz nach dem Einchecken vor Ort passierte etwas, das mein Leben veränderte …

Heute möchte ich davon erzählen. In einem besonderen Piontextchen, das zu den Specials für meine Mitglieder gehört. Es ist eine Liebeserklärung an den Mann, der dafür sorgte, dass ich bald wieder lachen konnte und der mich bis heute zum Lachen bringt.

Lieber Schatz, du liest hier mit. Deshalb gibt es jetzt, exklusiv zu unserem runden Jahrestag und als Überraschung für dich

19 Dinge, die ich an dir liebe

“Warum nur 19?”, höre ich dich im Geiste fragen. Ein berechtigter Einwand. Schließlich ist es 20 Jahre her, seit das Schicksal mich in ein hässliches Hotel schickte, das ich ursprünglich gar nicht gebucht hatte, und dir zwischen den Stellenangeboten für Ingenieure einen Job als Mountainbike-Guide anzeigte, den du spontan annahmst. “Aus Speck und Bohne”, wie du so schön sagst.

Nun, ich hab mir gedacht, man soll ja immer ehrlich zueinander sein. Und deshalb gesellt sich zu den 19 Dingen, die ich an dir liebe, auch eine Sache, die ich nicht so doll finde. Die hebe ich mir gemeinerweise bis zum Schluss auf … und fange am Anfang an.

Nummer 1: deine Augen

Deine Augen waren das Erste, was mir auffiel, als ich in der Nachbaranlage auf den Typen traf, dem ich jetzt unfreiwillig vorgestellt werden sollte. Kurz zuvor war ich bei meinem Erkundungsspaziergang dem Besitzer besagter Anlage in die Arme gelaufen. Der Grieche hatte mich in ein Gespräch verwickelt, mir von dem netten jungen Mann vorgeschwärmt, der bei ihm wohnte. Auch Deutscher! Abends würdet ihr immer zusammen essen und ich wäre herzlich eingeladen, wo ich doch so alleine unterwegs war!

“Ich will hier weg!”, hatte ich gedacht. Verzweifelt nach einer Ausrede gesucht. Hatte nichts lieber gewollt als endlich zurück auf mein Zimmer.

“Ach, da ist er ja!”, hatte der Grieche – ein älterer Herr, gastfreundlich und mit einem großen Herzen – meine Fluchtpläne durchkreuzt. Kaum hatte er dich auf dem Balkon deines Zimmers entdeckt und nach unten beordert, klingelte sein Telefon. Ich war auf mich allein gestellt.

Ich spürte, dass dies ein Moment war, der über meinen Urlaub entschied. Atmete tief ein und drehte mich zu dir um. Du kamst auf mich zu, noch in Radklamotten, und lächeltest mich an. Deine braunen Augen strahlten mit dem Mund um die Wette. Wir kamen mühelos ins Gespräch.

Nummer 2: deine Freundlichkeit

Zurück in meinem Zimmer, schrieb ich eine SMS an meine Eltern. “Habe bereits Anschluss gefunden.” In meinem Bauch machte sich ein warmes Gefühl breit. Irgendwie war es, als würden wir uns schon länger kennen.

Ich liebe an dir, dass du Fremden aufgeschlossen und mit einer herzlichen Wärme begegnest. Etwas, das auch auf deinen Gastgeber Eindruck gemacht hatte: Erst später erfuhr ich, dass die Zimmer der Hotelanlage nebenan eigentlich gar nicht mehr vermietet wurden. Der nette Grieche betrieb dort nur noch den Pool und eine Bar. Doch für dich hatte er eine Ausnahme gemacht …

Fassade eines Hotels in Griechenland mit zwei Delfinen, die ein Herz bilden, zwischen ihnen ein rosa Herz mit den Buchstaben SB
"Sun Beach" – die Anlage des netten Griechen. Wussten die Delfine an der Fassade bereits mehr als wir? Direkt über ihnen, auf der Dachterrasse, verbrachten wir unsere Abende ...
Kategorie Piontextchen

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