Im Berlin der 1990er-Jahre gerät Jans Leben aus den Fugen: er verliert seine Arbeit im Schlachthaus, sein Vater stirbt vereinsamt beim Fernsehgucken und seine Ex-Freundin ist vielleicht HIV-positiv. Da lernt er die Straßenmusikerin Vera kennen, die er vor zwei Polizisten beschützt. Jan verliebt sich in sie und geht mit ihr eine Liebesbeziehung ein, die ihn zunächst von seinen Problemen ablenkt. Doch das Chaos in Jans Leben wird durch die Beziehung letztendlich nicht weniger, denn Vera hat ein Geheimnis.
Das Leben ist eine Baustelle ist eine Tragikomödie aus dem Jahr 1997 von Regisseur Wolfgang Becker, der u.a. für Good Bye, Lenin! (2003) bekannt ist. Er schrieb das Drehbuch zusammen mit Tom Tykwer. In den Hauptrollen sehen wir Jürgen Vogel und Christiane Paul, darüber hinaus eine ganze Menge weiterer berühmter deutscher Schauspieler wie Meret Becker, Armin Rohde, Martina Gedeck, Andrea Sawatzki, Heino Ferch, Richy Müller und Bernd Stegemann. Für die Filmmusik zeichneten Jürgen Knieper und Christian Steyer verantwortlich.
Die traurige, witzige und frivole Komödie zeigt ein baufälliges aber noch menschliches Berlin, in dem sich arme Leute durchs Leben schlagen und sich über alltägliche Dinge wie Geld, den Tod, Jobs, Wohnungssuche und die Liebe Gedanken machen. Vor allem die Darstellung der späten Aids-Krise und der prekären Verhältnisse ist prägend für den Film, der auch als Zeitdokument verstanden werden kann.
Das Leben ist eine Baustelle ist unterhaltsam erzählt, episodenhaft inszeniert und hervorragend gespielt. Das Werk pendelt ständig zwischen Komik und Melancholie und gibt ein nüchternes Bild vom Leben der Menschen in der Hauptstadt ab.
https://www.imdb.com/de/title/tt0119510/ (Öffnet in neuem Fenster)