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Moody’s bringt mich in Lauerstellung

Am 16. Mai war es so weit – und es könnte der Auslöser gewesen sein, auf den ich gewartet habe.

Moody’s hat die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten herabgestuft und dies mit dem Anstieg der Staatsverschuldung begründet.

Die USA weisen ein massives Haushaltsdefizit auf, da die Zinskosten für Staatsanleihen aufgrund einer Kombination aus höheren Zinsen und mehr zu finanzierenden Schulden weiter gestiegen sind. Das Haushaltsdefizit in dem Jahr, das am 1. Oktober begann, beläuft sich bereits auf 1,05 Billionen US-Dollar, 13 % höher als vor einem Jahr. Die Einnahmen aus den Zöllen trugen im vergangenen Monat dazu bei, das Ungleichgewicht etwas zu verringern.

In ihrer Erklärung zur Herabstufung schrieben die Analysten von Moody's: "Wenn der Tax Cuts and Jobs Act 2017 verlängert wird, was unser Basisszenario ist, wird er das Haushaltsdefizit des Bundes (ohne Zinszahlungen) in den nächsten zehn Jahren um rund 4 Billionen US-Dollar erhöhen."

"Infolgedessen erwarten wir, dass sich die Staatsdefizite ausweiten und bis 2035 fast 9 % des BIP erreichen werden, gegenüber 6,4 % im Jahr 2024, was hauptsächlich auf höhere Zinszahlungen für Schulden, steigende Ausgaben für Sozialleistungen und relativ geringe Einnahmen zurückzuführen ist", so Moody's. "Wir gehen davon aus, dass die Staatsverschuldung bis 2035 auf etwa 134 Prozent des BIP steigen wird, verglichen mit 98 Prozent im Jahr 2024."

Die Herabstufung durch Moody's erfolgte, nachdem der von der Republikanischen Partei geführte Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses am Freitag ein umfassendes Steuersenkungspaket als Teil der Wirtschaftsagenda von Präsident Donald Trump abgelehnt hatte, einschließlich der Verlängerung der Steuersenkungen, die erstmals 2017 erlassen wurden.

CNBC schreibt:
„The decision to lower the United States credit profile would be expected, at the margin, to lift the yield that investors demand in order to buy U.S. Treasury debt to reflect more risk, and could dampen sentiment toward owning U.S. assets, including stocks.“

Übersetzt bedeutet das:
Es wird erwartet, dass die Entscheidung, das Kreditprofil der Vereinigten Staaten herabzusetzen, die Rendite erhöht, die Anleger für den Kauf von US-Staatsanleihen verlangen – als Ausgleich für ein höheres Risiko. Zudem könnte sie die Stimmung gegenüber US-Vermögenswerten, einschließlich Aktien, dämpfen.

Und genau hier liegt mein Warten begründet: „könnte die Stimmung gegenüber Aktien dämpfen“.
Seit einiger Zeit habe ich meine Cashreserven aufgestockt, um bei möglichen Rücksetzern Nachkäufe tätigen oder bei interessanten Werten neu einsteigen zu können.

Was ist in der Vergangenheit nach solchen Herabstufungen passiert?
Interessant sind dabei der 5. August 2011 und der 1. August 2023. Ein Blick auf die Charts des Dow Jones Industrial Average Index zeigt: In beiden Fällen folgte nach der Ratingverschlechterung ein Abwärtstrend – über einen Zeitraum von 41 bis 63 Tagen.
Und danach? Danach brach der Dow Jones zu neuen Allzeithochs auf. Geschichte wiederholt sich eben häufig.

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Kategorie TRADES

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