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Tiere im Altenheim

Tiere sind enge Begleiter des Menschen und können im Alter eine wichtige psychosoziale Rolle spielen. Zahlreiche Studien zeigen, dass der Kontakt zu Hunden oder Katzen das Wohlbefinden pflegebedürftiger Senioren deutlich steigert: Haustiere fördern nachweislich das Selbstwertgefühl, motivieren zu Bewegungsaktivitäten und lindern Einsamkeitsgefühle. Ihre Anwesenheit wirkt sich ganzheitlich positiv aus: Soziale Kontakte nehmen zu und auch demenzkranke oder ängstliche Bewohner öffnen sich leichter, wenn ein Tier dabei ist. Entsprechend wird Tierkontakt in der Altenpflege heute allgemein als bereichernd und therapeutisch wertvoll eingeschätzt. Viele Betroffene betrachten ihr Haustier als Familienmitglied, und die Aussicht, das Tier mit ins Heim nehmen zu können, ist oft ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl der Einrichtung.

In der Praxis existieren verschiedene Betreuungsformen mit Tieren. Manche Pflegeheime erlauben Bewohnern, kleine Haustiere (etwa Vögel, Fische oder Nagetiere) mitzubringen, oder betreiben zentrale Tiergehege wie Aquarien, Terrarien oder Volieren für alle. Darüber hinaus etablieren viele Einrichtungen regelmässige Besuchsprogramme: Externe Tier-Teams, z. B. Schultherapiehunde oder Streichelzoo-Ausflüge, kommen in die Einrichtung, um gezielten Kontakt zu ermöglichen. Diese Angebote können individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt werden – von ruhigen Katzenstunden bis zu betreuten Hundespaziergängen. In allen Fällen zeigt sich, dass Tiere neue Anreize schaffen und Freude vermitteln: Selbst vor kognitiv stark eingeschränkten Senioren öffnen Tiere oft eine „Tür“ zu verbesserter Kommunikation und emotionalem Wohlbefinden. (Hinweis: Das Lexikon - Inhaltsverzeichnis (Öffnet in neuem Fenster))

Zielsetzung

Tiergestützte Interventionen in der Altenpflege verfolgen das übergeordnete Ziel, die Lebensqualität und Gesundheit der Bewohner auf körperlicher, geistiger und sozialer Ebene zu verbessern. Konkret sollen folgende Effekte erreicht werden:

  • Psychische Stabilisierung: Tiere bauen Angst und Depression ab, reduzieren Stress und Einsamkeit. Der sanfte Körperkontakt und die unverfälschte Zuneigung der Tiere fördern Ruhe und emotionales Wohlbefinden.

  • Soziale Aktivierung: Tiere wirken als „Eisbrecher“ und „sozialer Katalysator“. Sie regen zu Gesprächen an (etwa über eigene Haustiererfahrungen) und bringen Bewohner sowie Personal leichter miteinander ins Gespräch.

  • Physische Förderung: Durch Tierkontakte werden Bewegung und Motorik angeregt. Spaziergänge mit Hunden oder das Spielen mit einem ballfreudigen Hund motivieren zu Aktivitäten, die sonst möglicherweise nicht stattfinden würden.

  • Kognitive und sinnliche Anregung: Tiere stimulieren alle Sinne (Fell, Geräusche, Geruch) und können Gedächtnisinhalte wecken. Gerade bei Demenzkranken vermag das Fühlen von Fell oder das Streicheln vergangener Erinnerungen zu aktivieren.

  • Alltagsstruktur und Wertgefühl: Die Pflege eines Tieres gibt Bewohnern feste Aufgaben (Füttern, Bürsten, Spaziergänge) und das Gefühl, gebraucht zu werden. Diese Routine stärkt den Lebenssinn und vermittelt Verantwortlichkeit. Laut Prof. Bergler haben Senioren mit Heimtier ein deutlich positiveres Selbstbild und fühlen sich zufrieden.

Durch diese Ziele soll ein vertrauter, normalisierender Rahmen geschaffen werden: Tiere sollen Abläufe abwechslungsreicher gestalten, Stimmung aufhellen und als Motivatoren dienen – ohne dabei tiergestützte Maßnahmen zu ersetzen. Vielmehr ergänzen sie Pflege- und Betreuungsprogramme um einen sozialen, emotionalen Bausteine.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Emotionale Vorteile: Tiere verringern nachweislich Einsamkeit, depressive Verstimmungen und Angstgefühle. Ihre Zuneigung wirkt beruhigend und kann sogar Stresshormone senken. Bewohner fühlen sich häufig akzeptiert und angenommen, unabhängig von Alter oder Einschränkung.

  • Soziale Vorteile: Die Anwesenheit von Tieren erhöht die Kommunikationsbereitschaft. Senioren beginnen, in Gegenwart der Tiere unbefangen zu sprechen oder sich anderen Bewohnern zu nähern. Gemeinsame tierbezogene Aktivitäten stärken das Gemeinschaftsgefühl im Heim.

  • Physische Vorteile: Tiere fördern Bewegung (etwa beim Gassigehen) und Feinmotorik (beim Streicheln und Füttern). Dies kann helfen, körperliche Funktionalität länger zu erhalten oder zurückzugewinnen.

  • Kognitive und sensorische Vorteile: Durch den Kontakt mit Tieren werden Sinne und Gedächtnis stimuliert. Beispielsweise berichten Betreuer, dass ehemals demenzkranke Bewohner beginnen zu sprechen oder sich an vergangene Zeiten erinnern, wenn sie mit einem Tier interagieren.

  • Sinnstiftung im Alltag: Die Aufgabe, ein Tier zu betreuen, vermittelt den Bewohnern das Gefühl, gebraucht zu werden. Hausaufgaben wie Füttern oder Spazierengehen geben dem Tagesablauf Struktur und einem alten Menschen Verantwortung – ein für viele Senioren wichtiger, sinnstiftender Beitrag.

Nachteile

  • Hygienerisiken: Tiere können Keime und Parasiten übertragen. Ältere Menschen haben aufgrund ihres schwächeren Immunsystems ein erhöhtes Infektionsrisiko. Unzureichende Hygiene (bei Nachlässigkeit) kann Krankheiten wie Salmonellose oder Mykosen begünstigen. Strenge Hygienemaßnahmen (Impfungen, Parasitenprophylaxe, Desinfektion) sind daher unerlässlicht.

  • Verletzungsgefahr: Tiere können unkontrolliert reagieren. Zum Beispiel können herumtollende Hunde stolpern oder Senioren aus Angst eine schlechte Bewegung machen und sich verletzen. Auch Biss- oder Kratzverletzungen sind möglich. Ein gut geregelter Umgang, geeignetes Training der Tiere sowie eine angemessene Aufsicht sind daher sehr wichtig.

  • Allergien und Ängste: Manche Bewohner reagieren allergisch auf Tierhaare, Milben oder Tierfutter und entwickeln Hautausschläge oder Atembeschwerden. Andere fürchten sich grundsätzlich vor Hunden oder Katzen. In solchen Fällen muss Rücksicht genommen werden: Allergikern sollten haustierfreie Bereiche zur Verfügung stehen und ängstliche Personen dürfen nicht zum Kontakt gezwungen werden.

  • Belastung und Aufwand: Die Pflege eines Tieres erfordert Zeit, Arbeit und Kosten. Füttern, Ställe oder Käfige reinigen sowie routinemäßige Gesundheitskontrollen müssen von jemandem übernommen werden. Das erhöht den Aufwand für das Personal oder bedeutet zusätzliche organisatorische Last (z.B. Tierarztbesuche, Futterbeschaffung). Eine klare Verantwortung (Haustierpflege durch Bewohner oder zusätzliches Personal) muss definiert werden.

  • Regulatorische und ethische Aspekte: In Deutschland besteht kein einklagbarer Rechtsanspruch auf Tierhaltung in Heimen. Die Einrichtungen legen durch Hausordnung fest, ob Tiere erlaubt sind. Zudem müssen Tierschutzgesetze eingehalten werden: Das Wohlergehen der Tiere darf nicht gefährdet sein (keine Überforderung, artgerechte Haltung) und alle gesetzlichen Auflagen (z.B. Haftpflichtversicherung bei großen Tieren) sind zu beachten. Kritiker weisen darauf hin, dass Weiterbildung und Finanzierung tiergestützter Angebote bislang uneinheitlich geregelt sind: Ohne qualifizierte Ausbilder drohen die Programme zum reinen „Streicheln“ ohne gezielte Wirkung zu verkommen.

  • Fehlende Evidenz in manchen Bereichen: Zwar mehren sich positive Erfahrungsberichte, doch Langzeitstudien zur nachhaltigen Wirkung tiergestützter Interventionen im Altenheim fehlen weitgehend. Dieser wissenschaftliche Mangel erschwert die Evaluation und Finanzierung solcher Maßnahmen.

Umsetzung in der Praxis

Planung und Organisation

Für eine erfolgreiche Integration von Tieren in den Pflegealltag ist eine sorgfältige Planung essenziell. Zunächst sollte ein Konzept entwickelt werden, das Verantwortlichkeiten, Abläufe und Ziele festlegt. Hierzu gehört etwa die Benennung einer fachkundigen Ansprechperson (Tierkoordinator oder Heimtierbeauftragter) sowie die Abstimmung mit allen Beteiligten (Pflegepersonal, Heimleitung, Bewohnern und Angehörigen). Ein strukturierter Besuchsplan (Häufigkeit, Dauer, beteiligte Tiere) sorgt für Kontinuität. Beispielsweise kann festgelegt werden, wie oft ein Therapiehunde-Team kommt oder welche Tätigkeiten Bewohner regelmäßig mit den Tieren durchführen (z. B. gemeinsames Füttern). Räume für Tierbesuche sollten möglichst ruhig und sicher sein (genügend Platz, einfacher Bodenbelag). Nicht zuletzt muss die Gefährdung abgeschätzt und abgesichert werden (Versicherungen, Notfallpläne bei Hundebissen o.ä.).

Im Idealfall wird das Projekt gemeinsam mit den Bewohnern entwickelt. Interessen, Ängste oder Abneigungen sollten erfragt werden, bevor Tiere eingeführt werden. Bewohner und Angehörige können in die Umsetzung einbezogen werden, etwa indem sie eigene Haustiere mitbringen oder bei der Pflege helfen. So entstehen sinnvolle Beschäftigungen (z. B. Gassi-Gehen mit dem Heimhund oder das tägliche Wechseln des Trinkwassers im Vogelkäfig), die dem Tagesablauf Struktur geben. Diverse Einrichtungen haben bereits Programme etabliert: Manche Hausgemeinschaften betreuen gemeinsam ein Heimkaninchen, andere arbeiten mit örtlichen Tierschutzvereinen zusammen, die regelmäßig Katzen zum Streicheln vorbeibringen. Kreative Konzepte wie die „Hundepension“ im Pflegeheim (Hier werden private Hunde für Urlaubszeiten der Eigentümer aufgenommen und von Senioren versorgt) zeigen, wie flexibel Tierkontakt organisiert werden kann.

Auswahl geeigneter Tiere

Nicht jede Tierart ist gleich gut für den Einsatz in Pflegeeinrichtungen geeignet. Generell bieten sich ruhige und handhabbare Tiere an. Nach Einschätzung von Gesundheitsbehörden und Experten zählen vor allem Vögel (z. B. Kanarienvögel, Wellensittiche), Aquarienfische, kleine Nagetiere (Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen) sowie Katzen und bestimmte ruhige Hunderassen zu den häufigsten Heimtieren in Altenheimen. Diese Tiere sind vergleichsweise pflegeleicht und interagieren auf behutsame Weise. Bei der Auswahl ist auf Freundlichkeit, Gelassenheit und Verträglichkeit zu achten: Hunde sollten gut sozialisiert und an Menschen gewöhnt sein; Katzen sollten gesund und mit sanftem Charakter gewählt werden. Kaninchen und Meerschweinchen eignen sich, da ihr weiches Fell Körperkontakt beruhigend wirken lässt. Für Bewohner mit Angst vor großen Tieren sind Kleintiere meist die bessere Wahl.

Weniger geeignet sind große, ungestüme oder wildlebende Tiere, die den Bewohnern Stress bereiten oder Fluchtgefahr bergen können. Auch junge Tiere (z. B. Welpen oder Jungtiere) sind oft zu übermütig und unberechenbar. Für demenzkranke oder stark gehbehinderte Senioren kann eine ruhige Katze auf dem Schoß geeignet sein, während mobilere Senioren von einem Spaziergang mit dem Hund profitieren. In speziellen Fällen werden auch Therapie- oder Reittiere (wie Ponys oder Pferde) eingesetzt – meist im Rahmen von externen Angeboten (z. B. „Demenzbesuchspferd“-Programme). Grundsätzlich muss das Tier zu den individuellen Voraussetzungen der Bewohner und der räumlichen Situation der Einrichtung passen.

Hygienische und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Hygiene hat in Pflegeeinrichtungen stets oberste Priorität, auch bei tiergestützten Angeboten. Die Tiere müssen gesund und sauber gehalten werden. Dazu gehört ein aktueller Impfschutz, regelmäßige Entwurmung und Floh-/Zeckenprophylaxe. Empfohlen werden zudem mindestens vierteljährliche tierärztliche Gesundheits-Checks. Vor jedem Besuch sollte das Tier fachgerecht gereinigt (gebürstet, Fell gewaschen oder abgespült) werden. Die Liegeflächen oder Unterlagen für Tiere sind häufig und gründlich zu säubern. Für das Personal und die Bewohner sollten nach dem Kontakt mit Tieren stets Mittel zum Händewaschen bzw. Desinfizieren bereitstehen. Ein Hund, der beispielsweise gekuschelt oder abgeleckt wurde, darf nicht ohne Händewaschen im Gesicht berühren – das persönliche Berühren (insbesondere Gesichtskontakt) sollte generell vermieden werden.

Gemäß den „Allgemeinen Hygienemaßnahmen“ für Therapiebegleithunde dürfen Tiere bestimmte Bereiche der Einrichtung nicht betreten (z. B. Küche, Speiseräume, sanitäre Anlagen sowie Zimmer von stark immungeschwächten oder allergiebelasteten Patienten). Kot und Urin sind sofort zu entfernen und fachgerecht zu entsorgen; bei Verunreinigung von Böden oder Gegenständen sind diese mit geeigneten Desinfektionsmitteln zu säubern. Mitgebrachte Utensilien (Futter- und Napf, Spielzeug) müssen regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht werden.

Rechtlich unterliegt die Tierhaltung im Heim den allgemeinen Tierversorgungs- und Tierschutzbestimmungen. Die Heimleitung erteilt das Halte-Erlaubnis im Rahmen ihres Hausrechts. Es besteht kein einklagbares Recht der Bewohner auf ein Haustier. Das Pflegepersonal muss zudem prüfen, ob ein mitgebrachtes Tier artgerecht untergebracht werden kann. Versicherungsfragen sind zu klären – insbesondere Haftpflichtversicherungen für Hunde, die für Schäden an Dritten aufkommen. Bei tiergestützten Programmen muss außerdem mit arbeits- und unfallrechtlichen Vorgaben gerechnet werden (z. B. Dokumentation von Zwischenfällen, Unfallversicherungen für ehrenamtliche Tierbesuchskräfte).

Schulung des Personals

Pflegekräfte und sonstige Mitarbeitende brauchen eine spezielle Sensibilisierung und meist eine formale Schulung, um mit Tieren im Heim professionell umgehen zu können. Verschiedene Weiterbildungen und Zertifikate gibt es hierzu (z. B. „Fachkraft für tiergestützte Interventionen“ oder „Therapiebegleithund-Team“). Ziele solcher Qualifikationen sind unter anderem das Erlernen von Grundlagen tiergestützter Therapie, Wissen über Tierverhalten sowie Hygienemaßnahmen. Begleitpersonen (Mitarbeiter oder externe Tiertrainer) müssen in der Lage sein, die Bedürfnisse der Tiere zu erkennen, Verhalten zu deuten und auf Probleme sofort zu reagieren. Für die Pflegeeinrichtung ist es daher empfehlenswert, regelmäßig Fortbildungen anzubieten. Auch eine kurze Unterweisung aller Mitarbeitenden, die mit den Tieren in Kontakt kommen (Hauswirtschaft, Betreuungspersonal, Therapeuten), sollte verpflichtend sein. So wissen alle Beteiligten, wie sie auf Unfälle mit dem Tier, allergische Reaktionen oder Verhaltensauffälligkeiten reagieren müssen.

Tagesstruktur mit Tieren

Tiere können den Tagesablauf der Bewohner sinnvoll strukturieren. Ihre Fütterung und Pflege erfolgt regelmäßig und nach Plan – beispielsweise morgens und abends Futter geben oder nachmittags mit dem Hund einen Rundgang machen. Diese festen Elemente gliedern den Tag und schaffen Rituale. Bewohnern, die sonst nur passiv betreut werden, geben sie zusätzliche Aktivität und Verantwortung. Studien belegen, dass Haushalte mit Haustier im Alter häufiger draußen unterwegs sind; im Heim kann ein ähnlicher Effekt eintreten. Zum Beispiel motiviert ein Gassigang mit dem Hund auch ältere Menschen zu körperlicher Betätigung an der frischen Luft, was sich positiv auf Kreislauf und Motorik auswirken kann.

Alltagsaufgaben im Umgang mit dem Tier (Füttern, Käfig reinigen, Streicheln, Fellpflege) können einzelnen Bewohnern übertragen werden – natürlich unter Anleitung und Aufsicht. Dies vermittelt „das Gefühl, gebraucht zu werden“ und verbessert das Selbstwertgefühl. Gruppentherapien mit Tieren (etwa gemeinsames Bürsten der Katze oder Füttern der Fische) fördern zusätzlich die Gemeinschaft unter den Bewohnern. Wichtig ist, dass die Tierkontakte soweit möglich regelmäßig stattfinden und an die Belastbarkeit der Menschen angepasst werden: Kurze, häufige Begegnungen sind oft effektiver als unregelmäßige Großveranstaltungen.

Sicherheit und Umgang mit Ängsten bzw. Allergien

Die Sicherheit aller Beteiligten (Menschen wie Tiere) hat höchste Priorität. Tiere müssen beaufsichtigt werden und dürfen unbeaufsichtigt keine freien Zugänge zu Bewohnerzimmern oder Therapieplätzen haben. Räume, in denen Tiere frei herumlaufen dürfen, sollten entsprechend abgesichert sein (z. B. Terrassentüren geschlossen, aber für den Hund ggf. ein abgesperrter Garten). Das Personal muss stets bereit sein, die Betreuung der Tiere zu übernehmen, falls Bewohner überfordert sind.

Bewohner mit Tierphobien oder starker Abneigung müssen respektiert werden. Sie dürfen Tierkontakte jederzeit ablehnen oder auf Distanz bleiben. Wichtig ist, dass den Betroffenen auch ohne Tiereinfluss attraktive Betreuungsangebote bleiben – zum Beispiel alternative soziale Aktivitäten. Bei Allergikern müssen präventive Maßnahmen ergriffen werden: Hierzu zählt die Reinigung von Räumen (zur Entfernung von Tierhaaren), der Einsatz allergikerfreundlicher Tierarten (etwa haarlose oder hypoallergene Rassen) und das Festlegen haustierfreier Zonen. Bewohner mit chronischen Atemwegserkrankungen oder Hautkrankheiten sollten grundsätzlich vom unmittelbaren Tierkontakt ferngehalten werden.

In jeder Situation gilt: Tiere dürfen niemals in einer Weise eingesetzt werden, die Menschen gefährdet. Ein Notfallplan (z. B. bei allergischer Schockreaktion oder Tierbiss) sollte vorhanden sein. Schulungen zum tiergerechten Verhalten („Nähern Sie sich dem Tier ruhig“) helfen, Panikreaktionen zu vermeiden. Insgesamt überwiegt in der Praxis jedoch meist der positive Einfluss: Selbst das Robert-Koch-Institut betont, dass in einer Studie der Nutzen der Tiere die Hygiene-Risiken deutlich überstieg.

Ideen: Tiere im Altenheim

Der Kontakt zu Tieren wirkt sich erwiesenermaßen positiv auf das Wohlbefinden älterer Menschen aus. Tiere schaffen emotionale Nähe, regen Erinnerungen an Haustiere aus früheren Jahren an und motivieren zur gemeinsamen Aktivität.

Besuch eines Therapiehundes

Materialien: Besuchshund (geprüft, ruhig), Leckerli, Futter- oder Trinknapf, Decke oder Handtuch für den Hund, Transportbox für sicheren Transport.

Anleitung:

  1. Organisieren Sie einen Besuchshund über eine lokale Tierbesuchsorganisation. Sorgen Sie für einen ruhigen Raum oder Gartenbereich mit genügend Sitzplätzen.

  2. Begrüßen Sie den Hund gemeinsam mit den Senioren. Zeigen Sie dem Hund sanft Zuneigung und ermutigen Sie die Bewohner, ihn zu streicheln oder die Leine zu halten.

  3. Lassen Sie den Hund einfache Tricks vorführen (wie Pfötchen geben oder apportieren) und feiern Sie die Erfolge. Geben Sie dem Hund nach jedem Erfolg ein Leckerli.

  4. Planen Sie mindestens 20–30 Minuten für den Besuch ein und begleiten Sie die Senioren bei allen Aktivitäten, um für Sicherheit und Hygiene zu sorgen.

Beispiel: Im Seniorenheim St. Josef besuchte der geprüfte Therapiehund „Leny“ regelmäßig die Bewohner. Die Zwergpudeldame begrüßte Frau Weber mit einem freundlichen Stups an der Hand – ein klares Signal zum Streicheln. Frau Weber, anfangs noch schüchtern, begann bald, Leny sanft zu kraulen und entwickelte ein strahlendes Lächeln. Dies unterstreicht die Wirkung von Hunden auf ältere Menschen: Ihre reine Anwesenheit kann Stress reduzieren und die Stimmung verbesser.

Spaziergang mit einem Therapiehund

Materialien: Bescheidener, kontaktfreudiger Hund (Leine, Halsband), Leckerli, bequeme Schuhe für Bewohner, Rollstuhl oder Gehhilfe für Mobilitätseingeschränkte, ggf. Sicherheitsgeschirr für Hund.

Anleitung:

  1. Nehmen Sie einen Hund, der an Spaziergänge gewöhnt ist (z.B. Besuchs- oder Therapiebegleithund). Treffen Sie sich im Hof oder in einem nahegelegenen Park.

  2. Bitten Sie einen begleiteten Senioren, den Hund an der Leine zu führen oder neben ihm zu gehen. Gehen Sie im langsamen Tempo, damit auch Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte mithalten können.

  3. Integrieren Sie die Senioren aktiv: Sie dürfen den Hund rufen („Hierher!“), am Spielzeug ziehen lassen oder kleine Leckerlis werfen. Dadurch fühlen sie sich nützlich und eingebunden.

  4. Schließen Sie den Spaziergang mit einer kurzen Ruhepause ab, in der Hund und Senior sich gemeinsam ausruhen. Reinigen Sie danach die Pfoten des Hundes und waschen Sie sich die Hände.

Beispiel: Herr Schmidt (82) im Rollstuhl freute sich über einen Ausflug mit Luna, einem ruhigen Therapiehund. Unter Anleitung leitete er Luna mit ihrer Leine am Geländer des Hofs entlang. Beim Werfen eines kleinen Stöckchens für Luna vergaß Herr Schmidt seine Schmerzen und lachte über das freudige Apportieren – ein Erlebnis, das die sozialen Interaktionen und die Mobilität förderte.

Hundepflege: Fellbürsten und Kuscheln

Materialien: Ruhiger Hund, Bürste oder Kamm, weiches Handtuch oder Decke, Leckerli als Belohnung, eventuell Handcreme für Bewohner (Hundehaar kann an Händen haften).

Anleitung:

  1. Setzen Sie den Hund (zum Beispiel einen ruhigen Therapiehund) neben die Senioren auf den Stuhl oder legen Sie ihn ihnen auf den Schoß. Achten Sie darauf, dass der Hund dies gewohnt ist.

  2. Jeder Bewohner darf nun den Hund mit der Bürste sanft bürsten. Geben Sie Hilfestellung, wenn nötig. Erklären Sie währenddessen das richtige Bürsten und erzählen Sie etwas über das Tier.

  3. Motivieren Sie die Senioren, mit dem Hund zu sprechen und sanfte Streicheleinheiten zu geben. Wer mag, kann dem Hund dabei einen Namen geben oder das eigene Haustier nennen.

  4. Belohnen Sie den Hund nach der Pflege mit einem Leckerli und loben Sie gleichzeitig die Senioren. Reinigen Sie nach dem Bürsten die Hände und das Equipment.

Beispiel: Die Gruppe „Tierfreunde“ im Pflegeheim genoss einen Nachmittag mit dem Therapiehund Bruno. Frau Klein, die an Demenz leidet, strich vorsichtig über Brunos dichtes Fell. Sie murmelte dabei: „So weich wie mein alter Kater Felix.“ Das Fellbürsten beruhigte Frau Klein spürbar. Ähnliche Angebote zeigen, dass die sanfte Berührung von Hunden Gefühle von Geborgenheit vermittelt.

Apportierspiel mit dem Hund

Materialien: Hundespielzeug (kleiner Ball oder Plüschhund), Leckerli, offener Raum oder Hof (rutschfester Untergrund), evtl. kleine Hürden (z.B. umgedrehte Eimer) für Variationen.

Anleitung:

  1. Erklären Sie den Senioren das Apportierspiel: Sie werfen das Spielzeug, und der Hund bringt es zurück. Zeigen Sie anfangs selbst, wie es funktioniert.

  2. Binden Sie alle Senioren ein: Der erste darf das Spielzeug werfen, der nächste das Leckerli geben usw. Variieren Sie die Distanz langsam an die Fähigkeiten der Bewohner.

  3. Motivieren Sie den Hund zwischendurch mit Namen und freundlichen Worten und geben Sie ihm nach jedem erfolgreichen Zurückbringen das Leckerli.

  4. Passen Sie das Tempo an: Bei unruhigen Hunden können kleinere Entfernungen oder alternative Aufgaben (Handtarget, Pfötchen geben) sinnvoll sein.

Beispiel: In einer Aktivitätsgruppe im Seniorenheim hat Mitarbeiterin Müller mit dem Therapeutenhund Max ein Apportierspiel durchgeführt. Herr Müller, anfangs skeptisch, war begeistert, als Max ihm das Plüschtier zurückbrachte. Der rasche Erfolg stärkte das Selbstwertgefühl der Bewohner und förderte Bewegung (selbst das Heben des Armes zum Werfen). Studien zeigen: Durch solche Aktivitäten werden soziale Interaktionen angeregt und Freude geweckt.

Hundetricks vorführen lassen

Materialien: Besuchshund, Lieblingsspielzeug oder Leckerli des Hundes, Klicker (optional, falls der Hund damit vertraut ist), Handtücher oder Zeitungen zum Schutz des Bodens.

Anleitung:

  1. Bitten Sie einen Hundetrainer oder den Tierbesitzer, dem Hund ein paar einfache Tricks vorzuführen (z.B. Rollen, Pfötchen geben, Verbeugen). Erklären Sie den Trick und dessen Nutzen für Körper und Geist.

  2. Lassen Sie die Senioren den Trick mitverfolgen und den Hund loben. Anschließend kann jeder Bewohner dem Hund einen Trick mit Hilfe des Trainers beibringen (z.B. „High Five“).

  3. Führen Sie den Trick nacheinander in der Gruppe durch, damit jeder zuschauen kann. Geben Sie nach jedem erfolgreichen Versuch ein Leckerli und sagen Sie „Gut gemacht!“ zum Hund.

  4. Wechseln Sie Zuschauer- und Akteursrollen: Die Senioren dürfen dem Hund Kommandos geben („Sitz!“, „Platz!“) und so aktiv teilnehmen.

Beispiel: Bei einer Betreuungsstunde kam der Labrador-Hund Lotte vorbei, um den Bewohnern ihre Tricks zu zeigen. Frau Becker klatschte begeistert, als Lotte auf Kommando „Pfötchen geben“ machte. Dann durfte Herr Klein selbst versuchen, Lotte „Sitz“ beizubringen. Das kreative Miteinander sorgte für viel Gelächter und entspannte Gesichter. Die gemeinsame Freude am Tier war spürbar, da Tiere nachweislich soziale Begegnungen erleichtern.

Hundekekse backen und füttern

Materialien: Zutaten für Hundekekse (z.B. Vollkornmehl, Karotten, Hühnerbrühe), Ausstechformen (Pfoten-, Knochenform), Backblech, Leckerli als Deko, Haustierfreundlicher Zuckerguss (z.B. Joghurt-Kokos-Eiscreme), Hund zum Probieren.

Anleitung:

  1. Bereiten Sie gemeinsam mit den Senioren den Teig für die Hundekekse vor (nach geeignetem Rezept). Jeder darf mithelfen zu rühren und zu kneten.

  2. Stechen Sie mit Ausstechformen Kekse aus und backen Sie sie im Backofen. Lassen Sie die Kekse abkühlen und bestreichen Sie sie ggf. leicht mit Joghurt und kleinen Hundeleckerlis.

  3. Wenn die Kekse fertig sind, versammeln Sie die Senioren mit dem Besuchshund. Erklären Sie dem Hund freundlich, dass die Kekse für ihn sind.

  4. Lassen Sie die Senioren dem Hund die Hundekekse nacheinander reichen oder geben Sie sie zusammen mit dem Hundebesitzer. Beobachten Sie, wie viel Spaß es den Bewohnern macht, dem Hund etwas Gutes zu tun.

Beispiel: Frau Lehmann und Herr Braun aus dem Pflegehaus haben gemeinsam Tierkekse gebacken. Sie drückten Ausstechformen in den Teig und malten lachend mit Joghurt „Pfotenabdrücke“ darauf. Als der Beagle „Bello“ zum Füttern kam, strahlten die Senioren über das ganze Gesicht. Die Aktion verband handwerkliches Tun und den direkten Kontakt zu einem Hund – beide sorgen für Aktivierung und Freude.

Vorlesestunde mit einem Hund

Materialien: Ruhiger Hund, evtl. groβes Buch mit Tiergeschichten, gemütliche Sitzgruppe, Kissen oder Decke für den Hund.

Anleitung:

  1. Platzieren Sie den Hund in der Mitte einer kleinen Gruppe. Die Senioren bilden einen Kreis um den Hund. Achten Sie darauf, dass der Hund entspannt ist.

  2. Lassen Sie Freiwillige aus der Gruppe eine Tiergeschichte (Tiermärchen, lustige Hundegeschichte etc.) vorlesen. Der Hund kann dabei auf dem Schoß oder neben dem Senior liegen.

  3. Bitten Sie die Zuhörer, ihre Aufmerksamkeit auf den Hund zu richten, während die Geschichte gelesen wird. Ermuntern Sie die Senioren, zwischendurch leise mit dem Hund zu sprechen oder ihm Streicheleinheiten zu geben.

  4. Wechseln Sie die Leserrolle nach ein paar Minuten, damit mehrere Senioren vorlesen können. Das gemeinsame Zuhören und der Hund als „Zuhörer“ lockern die Stimmung auf und fördern Konzentration.

Beispiel: Im Gruppenraum versammelten sich sechs Senioren mit dem Therapiehund Felix. Frau Berger las eine Hundegeschichte vor, während Felix zufrieden neben ihr lag und leise schnurrte – er wirkte wie ein geduldiger Zuhörer. Anschließend trug Herr Schulz eine Vogelgeschichte vor. Die Aktivität fördert nicht nur die Sprachfähigkeit, sondern schafft auch Geborgenheit: Ein Hund, der ruhig zuhört, stärkt die Gemeinschaft und regt Erinnerungen an eigene Haustiere an.

Yoga mit Hund (Doga)

Materialien: Yogamatten oder rutschfeste Unterlagen für Senioren, kleiner, ruhiger Hund (vorzugsweise ein gut trainierter Therapiehund), Leckerli, evtl. Yoga-Lehrer mit Erfahrung in Doga.

Anleitung:

  1. Organisieren Sie eine Doga-Stunde: Ein Yogalehrer führt sanfte Dehn- und Atemübungen an Sitz- oder Bodenpositionen vor, während der Hund nebenher beim Streicheln oder Spielen anwesend ist.

  2. Erklären Sie einfache Übungen (z.B. Armkreisen, Schulterrollen) und integrieren Sie den Hund: Lassen Sie ihn zum Beispiel durch die Beine der Seniorin hindurchlaufen oder sich neben den Senior legen.

  3. Ermutigen Sie die Bewohner, dem Hund mit jeder Übung ruhig über den Rücken oder Kopf zu streichen. Das beruhigende Schnüffeln und Spüren des Hundes vermittelt zusätzlich Sicherheit und Entspannung.

  4. Beenden Sie die Runde mit einer Ruheübung: Alle legen sich entspannt hin (oder bleiben sitzen), während der Hund sanft gestreichelt wird. Schließen Sie mit tiefen Atemzügen ab und loben Sie gemeinsam die Beteiligten.

Beispiel: In einer Seniorengymnastik mit Hund übte die Gruppe gemeinsam mit dem Beagle Maxi. Bei der Armkreisen-Übung machte der Hund mit: Er trottete locker um die Yogamatten und schloss sich kleinen Kreisbewegungen der Arme an. Diese ungewöhnliche, zugleich heitere Übung löste bei den Bewohnern Gelächter aus und reduzierte Anspannung. Die Kombination aus sanfter Bewegung und Hundebegegnung beruhigt den Geist und stärkt das Körpergefühl.

Hundeparcours (kleine Hindernisse)

Materialien: Leichte Hürden (z. B. umgedrehte Eimer oder Stangen in niedriger Höhe), Tunnel (z.B. Kinderspiel-Tunnel), flache Podeste (Stufe oder kleine Holzplattform), Hundeleckerli, ruhiger Spielplatz oder Flur als Parcours.

Anleitung:

  1. Bauen Sie gemeinsam mit den Senioren einen einfachen Agility-Parcours auf: Zum Beispiel Hürden zum Überspringen, Tunnel zum Durchkriechen und eine kleine Plattform zum „Sitzen“.

  2. Vor dem Hundetraining besprechen Sie die einzelnen Stationen und lassen die Senioren erklären, was als Nächstes kommt.

  3. Führen Sie den Hund Schritt für Schritt durch den Parcours: Die Senioren dürfen dem Hund am Rand zuschauen, ihn verbal anleiten („spring!“) und ihn am Ende jeder Etappe belohnen.

  4. Ermuntern Sie die Senioren, die Hindernisse auch selbst zu erklimmen (wenn möglich) oder an Ort und Stelle auf den Hund zu warten. So bleiben sie körperlich aktiv.

Beispiel: Ein geselliger Collie sorgte beim kleinen Hundeparcours in der Tagespflege für Spannung. Frau Neumann beobachtete mit einem Lächeln, wie der Hund mühelos durch einen Plastik-Tunnel krabbelte und danach auf ein kleines Podest sprang. Als er an ihr vorbeikam, lobte sie ihn ausgiebig und gab ihm ein Leckerli. Solche Aktivitäten fördern Bewegung – selbst die Senioren trainieren unbewusst ihre Arm- und Beinkraft beim Begleiten des Hundes. Zudem steigern sie die Aufmerksamkeit, da die Bewohner den Tieren folgen müssen.

Besuch einer Therapie- oder Hauskatze

Materialien: Ruhige Katze (Therapiekatze oder gut sozialisierte Hauskatze), Transportbox, Katzendecke, evtl. Katzenspielzeug (Federn oder Bälle), Katzenleckerlis, Katzenklo parat halten.

Anleitung:

  1. Laden Sie eine Katzenpatin oder einen Katzenbesitzer ein, der seine Katze mitbringt. Sorgen Sie für einen kleinen, geschützten Raum (ausbruchsicher), damit sich die Katze frei bewegen kann.

  2. Setzen oder stellen Sie sich im Kreis um die ruhende Katze. Ermuntern Sie die Senioren, die Katze sanft zu rufen und vorsichtig zu streicheln. Zeigen Sie, wie man die Katze richtig am Nackenfell oder an den Schultern fasst.

  3. Lassen Sie die Katze langsam zu den einzelnen Senioren laufen; die Katzenbesitzerin kann die Katze hochheben und dem Bewohner auf den Schoß setzen, falls sie es gewohnt ist. Geben Sie Leckerli nach vorsichtigen Streicheleinheiten.

  4. Spielen Sie einfache Spiele: Ziehen Sie eine Feder oder ein Stück Papier durch den Raum und animieren Sie die Senioren, die Katze zu ermuntern, ihr nachzugehen.

Beispiel: Die ruhige Therapie-Katze „Minka“ wurde im Wohnbereich auf einer Decke platziert. Herr Schulze (mit fortgeschrittener Demenz) begann sofort, mit dem Finger sanft über Minkas Rücken zu streichen, als sie sich ihm näherte. Sein Gesicht entspannte sich merklich. Diese beruhigende Wirkung einer schnurrenden Katze auf Senioren ist bekannt: Minka bot Wärme und Beständigkeit, indem sie sich auf Herrn Schulzes Schoß zusammengerollt hatte.

Katzenspiele mit Spielangeln oder Bällen

Materialien: Katzenspielzeug (Spielangeln mit Federn, kleine Bälle oder Laserpointer), ruhige Katze, Senioren mit aufmerksamen Händen, weiche Unterlage für Katzen.

Anleitung:

  1. Erklären Sie den Senioren das Spielzeug: Zeigen Sie, wie man eine Spielangel in Bewegung setzt oder den Ball führt.

  2. Lassen Sie jeden Bewohner abwechselnd die Katzenangel führen oder den Ball rollen, während die Katze versucht, dem Objekt nachzugehen oder danach zu schnappen.

  3. Zwischen den Spielzügen dürfen alle Bewohner die Katze streicheln oder mit ihr ruhig sprechen. Schaffen Sie so einen Wechsel zwischen Aktions- und Entspannungsphasen.

  4. Achten Sie darauf, dass die Katze nicht überfordert wird; bieten Sie ihr nach jedem Spielzug eine kleine Belohnung (Leckerli oder ein Lobwort) an.

Beispiel: In einer gemeinsamen Aktivität liebte Frau Müller es, eine Feder auf einem Stock für die Besuchskatze „Sissi“ hin und her zu bewegen. Sissi sprang energisch hinter dem Spielzeug her, und Frau Müller lachte vor Freude. Dieses Spiel regt die Feinmotorik der Senioren an (sie heben und führen die Angel) und vertieft gleichzeitig die Verbindung zum Tier. Katzenspiele bieten dabei einen leichten Einstieg in Bewegung und Aufmerksamkeit – Katzen wirken durch ihr munteres Verhalten anregend und unterhaltsam.

Katze streicheln und bürsten

Materialien: Weiche Katze, Katzenbürste oder Kamm, Handtuch oder Schossdecke, Leckerli für die Katze.

Anleitung:

  1. Setzen Sie die Katze auf einen ruhigen Schoß oder auf einen Tisch mit weicher Decke. Erlauben Sie den Senioren, die Katze sanft zu streicheln und mit der Bürste über das Fell zu fahren.

  2. Zeigen Sie die richtige Technik: Immer in Wuchsrichtung des Fells bürsten, um Verfilzungen zu lösen. Bitten Sie die Senioren, liebevoll mit der Katze zu sprechen und langsam zu arbeiten.

  3. Nutzen Sie die Gelegenheit für Gespräche: Fragen Sie nach Lieblingskatzen oder Haustier-Erinnerungen. Die Katze dient so als Brücke für den Austausch und Erinnerungen.

  4. Nach der Bürstensession belohnen Sie die Katze mit einem kleinen Leckerli und danken den Senioren für ihre Hilfe. Säubern Sie anschließend Bürste und Hände.

Beispiel: Bei einer Aktivität mit der Katzen-Dame „Lilli“ hielt Frau Krause die Katze behutsam im Arm, während Pflegerin Schmidt sie bürstete. Frau Krause berührte Lillis weiches Fell vorsichtig und erzählte leise von ihrem früheren Kater. Die beruhigende Wirkung spiegelte sich in ihrem entspannten Lächeln wider. Studien zeigen, dass das Streicheln von Katzen die Ausschüttung von Glückshormonen erhöht und Ängste lindert.

Katzenfutter vorbereiten und füttern

Materialien: Katzentrockenfutter oder Nassfutter, Katzenfutter-Dosenöffner (bei Dose), Näpfe, Handtücher zum Unterlegen, Feuchttücher, evtl. Katzenleckerlis.

Anleitung:

  1. Lassen Sie die Bewohner das Katzenfutter gemeinsam zubereiten. Falls Dosenfutter genutzt wird, zeigen Sie, wie man den Dosenöffner richtig ansetzt. Alle Senioren, die mithelfen möchten, können abwechselnd Futter in den Napf schütten oder Portionen messen.

  2. Stellen Sie den gefüllten Fressnapf vor die Katze und ermuntern Sie die Senioren, die Katze sanft herbeizurufen („Komm, Minka, dein Futter!“). Beobachten Sie, wie die Katze das Futter aufnimmt.

  3. Während die Katze frisst, sitzen die Senioren im Kreis um sie und können sie weiter streicheln oder beruhigend begleiten. Dabei kann sanfte Musik gespielt werden, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

  4. Nach dem Fressen hilft ein Bewohner beim Saubermachen des Napfes oder anfeuchten der Hände. Abschließend loben Sie die Senioren: Sie haben direkt dafür gesorgt, dass es dem Tier gut geht.

Beispiel: Frau Wagner und Herr Becker durften im Pflegeheim das Abendessen für die Hauskatze vorbereiten. Mit einem „So, lass es dir schmecken!“ setzten sie Lilli den Napf hin. Herr Becker glättete Lillis Plüschunterlage, während sie hingebungsvoll fraß. Dieses gemeinsame Erlebnis vermittelte Zufriedenheit: Indem die Senioren ein Lebewesen versorgten, erhielten sie ein positives Erfolgserlebnis und Abwechslung vom Alltag.

Kaninchen streicheln und beobachten

Materialien: Ruhiges Kaninchen (z.B. ein zahmes Hauskaninchen), transportabler Kaninchenstall oder sicheres Freigehege im Raum, Decken für Sitzplätze, Handdesinfektionsmittel, Salatblätter oder Karotten-Stückchen (als Leckerli).

Anleitung:

  1. Richten Sie eine Sitzecke ein und setzen Sie das Kaninchen in einen offenen Käfig oder auf die Decke. Lassen Sie es sich zuerst vorsichtig an die Umgebung gewöhnen.

  2. Ermuntern Sie die Senioren, das Kaninchen ruhig zu rufen (z. B. „Häschen, komm!„) und sanft anzustupsen oder zu tätscheln. Zeigen Sie dabei, wie man es an den Ohren und am Rücken streichelt – immer freundlich und behutsam.

  3. Bieten Sie dem Kaninchen kleine Leckerli an: Ein Bewohner kann ein grünes Blatt oder Karottenstück halten, damit das Kaninchen herankommt. So entsteht ein Bindungseffekt.

  4. Lassen Sie die Senioren dem Kaninchen beim Putzen zusehen. Fragen Sie, ob jemand früher selbst Kaninchen hatte. Nach 20–30 Minuten beenden Sie das Treffen. Bedanken Sie sich bei den Bewohnern für ihre Rücksicht und desinfizieren Sie am Ende Hände und Fläche.

Beispiel: Die offene Frettchenecke im Pflegeheim verwandelte sich an diesem Nachmittag in einen Kaninchen-Kuschelhügel. Frau Lehmann, die lange zurückgezogen wirkte, lehnte sich nach vorne und streichelte das Wollknäuel, als es vorsichtig über ihren Schoß hoppelte. Ihre Spannung löste sich und sie flüsterte: „So schön weich.“ Der sanfte Kontakt mit den Kaninchen wirkte beruhigend und bot Erinnerungsanlässe (viele Senioren hatten in der Kindheit Kaninchen gehalten).

Kaninchen füttern und Gehege säubern

Materialien: Frisches Kaninchenfutter (Heu, Gemüse), Wasserschüssel, kleine Bürste oder Spachtel (für Reinigungsarbeiten), frische Einstreu, Gummihandschuhe, Müllbeutel.

Anleitung:

  1. Verteilen Sie Rollen: Ein Bewohner darf dem Kaninchen Futter reichen, ein anderer frisches Wasser geben. Andere helfen beim Saubermachen: Zum Beispiel kann ein Rollstuhlfahrer mit Greifzange herumliegende Streuteile einsammeln.

  2. Zeigen Sie den Bewohnern, wie man altes Heu entfernt und neue Einstreu verteilt. Jeder darf dabei mit anpacken (z.B. Streu verteilen), soweit es der Gesundheitszustand zulässt.

  3. Während des Putzens können die Senioren sprechen: Erinnern sie sich, früher einmal Tiere versorgt zu haben? So fördern Sie zugleich Erinnerungsarbeit.

  4. Abschließend loben Sie alle Helfer und bieten dem Kaninchen als Dank ein zusätzliches Leckerli an (z.B. ein kleines Stück Karotte).

Beispiel: In der Wohlfühlgruppe halfen vier Senioren beim Reinigen des Kaninchenstalls. Herr Günther fegte mit einem kleinen Handfeger das alte Einstreu zusammen, während Frau Meier die frische Wiese ausbreitete. Am Ende setzten sie dem Kaninchen „Hoppel“ knackige Möhrenstückchen vor. Die Bewohner fühlten sich nützlich und stolz – Pflegepersonal berichten, dass solche verantwortungsvollen Aufgaben das Selbstwertgefühl älterer Menschen stärken.

Osterhasen-Stunde (Kaninchen im Frühling)

Materialien: Mindestens ein Kaninchen, Oster-Accessoires (Hasenohren, bunte Bänder), Mal- oder Bastelmaterial (optional), kleine „Ostereier“ aus Plastik (gefüllt mit Katzen- oder Hundekeksen), Kamera oder Tablet.

Anleitung:

  1. Organisieren Sie einen Termin um Ostern herum. Dekorieren Sie den Raum dezent mit Frühlingsmotiven und Osterhasenfiguren.

  2. Holen Sie das Kaninchen heraus und setzen Sie es den Senioren vor. Schmücken Sie behutsam – z.B. legen Sie dem Kaninchen ein kleines Hütchen auf oder befestigen Sie an seinen Halsbändchen bunte Bänder, wenn es das zulässt.

  3. Machen Sie ein kleines Osterfest daraus: Verstecken Sie ein paar „Ostereier“ (gefüllte Plastik-Eier) im Zimmer, die das Kaninchen suchen darf. Die Bewohner werfen dem Kaninchen die Eier nach oder helfen beim Suchen.

  4. Fotografieren Sie die Tiere und Bewohner beim gemeinsamen Fest. So haben alle eine schöne Erinnerung. Später können die Bilder z.B. im Gruppenraum aufgehängt werden.

Beispiel: Zum Osterfest durfte jeder Bewohner dem Kaninchen „Mäxchen“ ein buntes Osterkörbchen bringen. Herr Lang spielte dabei den „Hasenbringer“ und kicherte beim Anblick von „Mäxchen mit Osterohren“. Auch das Suchen der versteckten Leckerlis-Eier brachte die Gruppe in Bewegung. Nach der Veranstaltung erinnerten sich viele daran, wie sie als Kinder Ostereier im Garten suchten – ein gelungenes Frühlingsereignis mit tierischer Beteiligung, das die Stimmung erheblich aufhellte.

Meerschweinchen streicheln und füttern

Materialien: Ein oder mehrere Meerschweinchen (in sicherer Transportbox oder Gehege), Taschentücher zum Schmusen, Salatblätter oder Gurkenscheiben, Karton oder Decken für den Boden, Bürste (für langhaarige Tiere), Handdesinfektion.

Anleitung:

  1. Setzen Sie die Meerschweinchen in die Mitte eines Tisches oder auf ein großes Handtuch auf den Boden. Lassen Sie sie zuerst herumlaufen und sich an die Menschen gewöhnen.

  2. Fordern Sie die Senioren auf, die kleinen Tiere sanft zu streicheln. Zeigen Sie, wie man von vorne nach hinten streichelt und die Ohren nicht zu fest hält.

  3. Verteilen Sie das Futter: Jeder Bewohner darf nacheinander ein Salatblatt oder eine Gurkenscheibe geben. Beobachten Sie gemeinsam, wie die Meerschweinchen mit Wonne knabbern.

  4. Nutzen Sie die Gelegenheit, den Senioren Wissenswertes zu erzählen (z.B. dass Meerschweinchen in der Natur in Gruppen leben und viel Spaß beim Nahrungssuchen haben).

Beispiel: Frau Groß (89) liebte es, dem kleinen Meerschweinchen „Pinky“ Futter zu geben. Als „Pinky“ genüsslich an einer Gurkenscheibe knabberte, strich Frau Groß sanft über sein Fell und lächelte. Die einfache, ruhige Handlung wirkte meditative: Ähnlich wie beim Streicheln eines Hundes senkt auch der Kontakt zu Meerschweinchen den Blutdruck. Die Senioren fühlten sich fürsorglich und zufrieden, weil sie dem Tier etwas Gutes taten.

Kaninchen- und Meerschweinchen-Fütterrunde

Materialien: Mehrere Kaninchen und Meerschweinchen in getrennten Gehegen (oder ein gemeinsames großes Gehege, falls sie sich vertragen), Futter (Heu, Pellets, Karottenstückchen), Handdesinfektionsmittel, Schalen für Wasser.

Anleitung:

  1. Versammeln Sie eine kleine Gruppe Senioren um ein kombiniertes Gehege. Erklären Sie, welches Tier welches Futter bevorzugt.

  2. Lassen Sie reihum jeden Bewohner ein wenig Futter in die jeweiligen Futterstellen geben. Das Gemeinsame Erfüllen der Aufgabe schafft ein Gemeinschaftsgefühl.

  3. Fördern Sie den Austausch: Während die Tiere fressen, können die Senioren plaudern („Wer hattet Ihr früher für Haustiere?“). Die Gruppe erlebt so eine soziale Aktivierung im Umgang mit den Tieren.

  4. Beobachten Sie nach der Fütterung, wie die Tiere ruhiger werden. Die Senioren können sie weiter sanft streicheln oder beobachten. Anschließend gemeinsam Hände waschen und Tiergehege schließen.

Beispiel: Im Wintergarten des Hauses setzten sich fünf Senioren um ein Gehege, das beide Tierarten beherbergte. Jedes besorgte eine Schüssel mit Gemüse, die aufgeteilt wurde. Frau Schmitt reichte das Futter zu den Kaninchen, Herr Fischer kümmerte sich um die Meerschweinchen. Das helle Kichern der Gruppe füllte den Raum, als die Tiere begannen zu fressen. Durch das gemeinsame Füttern entstand ein Moment der Nähe und Kommunikation – alle fühlten sich als Teil einer kleinen Gemeinschaft, die sich liebevoll um die Tiere kümmerte.

Wildvögel am Futterhaus füttern

Materialien: Ein großes Vogelhäuschen oder Futterstelle am Fenster/Terrasse, Vogelfutter (Sonnenblumenkerne, Körnermischung), Fernglas oder Kamera, Vogelbestimmungsbuch oder -App.

Anleitung:

  1. Bringen Sie gemeinsam mit den Senioren das Futterhaus an (z.B. am Fenster oder Balkon), sodass es von den meisten Wohnräumen aus einsehbar ist.

  2. Füllen Sie das Häuschen mit Futter. Ermuntern Sie die Gruppe, leis zu sein und durch das Fenster auf die Vögel zu schauen. Bestimmen Sie Vogelarten anhand von Büchern oder Apps.

  3. Bitten Sie die Senioren, über ihre Vogelbeobachtungen zu sprechen („Heute war ein Specht da!“, „Schauen Sie, ein Buntspecht!“).

  4. Füllen Sie das Futterhaus regelmäßig (täglich oder nach Bedarf) nach, damit die Vögel immer wiederkommen. Ausflüge in den Garten mit Vogelbeobachtung sind ebenfalls möglich.

Beispiel: Durch das Vogelbeobachtungsprojekt „Alle Vögel sind schon da“ erfuhren Pflegeheimbewohner täglich Besuch von Rotkehlchen und Amseln an ihrem Futterhäuschen. Frau Jäger, die gern durch den Garten spaziert, fand Ruhe darin, durch ihr Zimmerfenster die Tiere zu beobachten. Sie berichtete, wie die Aktivität ihr viel Freude bereitet: „Ich habe die Natur so nah, obwohl ich nicht mehr laufen kann.“ Tatsächlich steigert Naturbeobachtung laut Experten das Wohlbefinden.

Besuch eines Papageis oder Wellensittichs

Materialien: Freifliegende (aber halterbefreundete) Vögel wie Papagei oder Wellensittich mit eigenem Käfig, Sitzstange, kleine Hocker (falls der Vogel im Raum sitzt), Handtücher oder Abdeckungen für Möbel (gegen Gefieder).

Anleitung:

  1. Lassen Sie den Vogel zunächst in seinem Käfig, damit die Bewohner sich an sein Aussehen und das Gezwitscher gewöhnen.

  2. Nach kurzer Zeit öffnen Sie den Käfig in einem geschützten Zimmer. Der Vogel kann (je nach Temperament) zu den Senioren flattern oder auf Arm-/Bodenhöhe bleiben.

  3. Ermuntern Sie die Bewohner, dem Vogel auf dem Finger oder der Hand zu sitzen. Gut sozialisierte Papageien setzen sich sogar auf die Schulter oder den Rollator. Dabei sprechen die Senioren leise mit dem Vogel oder geben ihm Kommandos (bei Papageien kann man einfache Wörter üben).

  4. Bieten Sie währenddessen kleine Vogel-Leckerli (Sonnenblumenkerne, Erdnussstücke) an und loben Sie den Vogel. Die Senioren beobachten das Treiben und erzählen vielleicht eigene Geschichten von Vögeln aus ihrem Leben.

Beispiel: Die bunte Amazone „Charlie“ sorgte im Aktivraum für große Augen: Als sie zu Frau Peters handelte, war diese sichtlich bewegt und lachte: „So einen hatte ich als Kind!“ Anschließend wiederholte Charlie „Guten Tag“ zu Herrn Richter. Solche Aktivitäten bringen Abwechslung: Man merkt, wie die Bewohner aufblühen, wenn sie die unbefangene Neugier und den lebhaften Gesang des Vogels erleben.

Vögel beobachten am Fenster

Materialien: Fenster oder Balkon mit Blick ins Freie, eventuell ein Fernglas oder Smartphone mit Zoom-Kamera, Vogelbestimmungsbuch, Sitzplätze für Senioren.

Anleitung:

  1. Organisieren Sie eine Beobachtungsrunde: Bringen Sie eine kleine Gruppe Senioren an ein Fenster oder auf den Balkon, von dem aus man in einen Garten oder Park blickt.

  2. Legen Sie Vogelführer oder Listen bereit. Beobachten Sie gemeinsam, welche Vogelarten an Futterstellen vorbeifliegen oder in Bäumen sitzen.

  3. Halten Sie ein kleines Gespräch: Erinnern Sie die Senioren an Waldspaziergänge oder Vogelgesang, den sie früher kannten. Erklären Sie, wie schön es ist, die Natur so nah zu erleben.

  4. Führen Sie diese Runde regelmäßig durch (z. B. jeden Morgen). Laut LBV-Projekt „Alle Vögel sind schon da“ steigert das dauerhafte Naturerlebnis vor allem bei Menschen im Pflegeheim die Lebensfreude.

Beispiel: Herr Friedrich, der kaum noch ins Grüne kommt, beobachtet jeden Tag die Amseln am Futterplatz. Beim gemeinsamen Beobachten durch die Terrassentür bemerkte er ein Glitzern in den Augen – so angeregt war er. Diese stille Aktivität stärkt die Verbindung zur Natur und erlaubt es auch eingeschränkten Heimbewohnern, positive Erlebnisse im Tagesablauf zu haben.

Vogelhaus oder Futterstation bauen

Materialien: Bausatz oder Materialien zum Basteln (Holz, Nägel, Hammer, Pinsel, wetterfeste Farbe), Vogelfutterhäuschen-Kit (oder Baupläne), Vogelfutter, Schutzkleidung (Schürzen, Handschuhe), Zeitungspapier zum Abdecken.

Anleitung:

  1. Legen Sie die Bastelmaterialien bereit und verteilen Sie Aufgaben: Bewohner können Holzstücke bemalen, Nägel halten oder Pinsel anreichen. Unterstützung durch Pflegekräfte ist empfehlenswert.

  2. Bauen Sie gemeinsam das Vogelhaus Schritt für Schritt auf. Lassen Sie die Senioren beim Bemalen ihrer Kreativität freien Lauf (z.B. malen sie Blumen, Käfer oder den eigenen Namen auf das Häuschen).

  3. Sobald das Häuschen fertig und getrocknet ist, füllen Sie es mit Vogelfutter und hängen es an einem geschützten Ort auf.

  4. Beobachten Sie nun die Vögel, die das Häuschen besuchen. Diese Erfahrung von A bis Z – vom Aufbau bis zur Naturbeobachtung – bindet Senioren aktiv ein und gibt ein Gefühl der Gemeinschaftserstellung.

Beispiel: Gemeinsam mit der Gruppe baute Pflegerin Klein ein Vogelhaus. Herr Albers trug stolz bei, indem er die Rückwand festnagelte, Frau Krüger malte Blumen darauf. Als das Haus hing und die ersten Rotkehlchen einflogen, klopften sie sich anerkennend auf die Schultern. Sie hatten etwas Bleibendes geschaffen, das ihnen täglich Freude bringt – ganz nach dem Motto: „Die Natur kommt direkt ins Heim“.

Besuch eines Esels

Materialien: Ruhiger Esel (besonders ein erfahrener Therapieseelöwe), Halfter und lange Führleine, Decken oder Kissen für Sitzgelegenheiten im Freien, Leckerli (Karotten, Äpfel), Tritt oder Rampen, falls Senioren den Esel streicheln möchten, Handdesinfektionsmittel.

Anleitung:

  1. Planen Sie den Besuch im Garten oder Hof des Heims. Führen Sie den Esel langsam zu den Senioren, erklären Sie, dass sie ihn sanft begrüßen dürfen (z.B. am langen Ohr streicheln).

  2. Lassen Sie die Bewohner abwechselnd den Esel streicheln oder füttern. Helfen Sie einem Senioren, sich auf einen Hocker oder Tritt zu stellen, um den Eselskopf zu erreichen.

  3. Erzählen Sie währenddessen dem Esel Geschichten oder lassen Sie die Senioren dem Tier mit ruhigen Worten vertraute Lieder vorsingen. Die bedächtige Art des Esels wirkt beruhigend auf alle Anwesenden.

  4. Beenden Sie die Begegnung nach etwa 15–20 Minuten. Bedanken Sie sich beim Esel (z.B. durch ein letztes Leckerli). Räumen Sie sicher auf und säubern Sie im Anschluss die Hände.

Beispiel: Der zahme Esel Emil war ein Höhepunkt in der Woche der „tierischen Therapien“. Als Frau Braun ihn streichelte, lachte sie und sagte: „So sanft, wie er das Futter nimmt.“ Bewohner, die sich sonst unruhig verhielten, wurden beim Umgang mit Emil deutlich ruhiger. Ein Eselbesuch bringt so viel Geduld und Ruhe mit – genau das, was viele Senioren im Alltag brauchen.

Besuch eines Ponys

Materialien: Freundliches Pony (therapeutisch ausgebildet), Führstrick, Pflegebürste, Karotten- oder Apfelstücke, Sattel, wenn ein kleiner „Ritt“ erlaubt ist, Decken für Boden oder Bänke (gegen Pferdehaare).

Anleitung:

  1. Holen Sie das Pony in den Hof. Lassen Sie die Senioren im Halbsitz oder auf Stühlen zurechtkommen. Erklären Sie, dass sie das Pony mit sanften Klopfen beruhigen können.

  2. Geben Sie jedem Bewohner die Möglichkeit, das Pony zu füttern (z.B. eine Karotte). Halten Sie dabei die Hand breit hin, damit niemand die Zähne des Ponys berührt.

  3. Bürsten Sie gemeinsam das Pony: Ein oder zwei Senioren halten es, während andere sanft bürsten. Erzählen Sie etwas über Pflege und Verhalten von Ponys.

  4. Wenn möglich, lässt sich bei Auslauf die Idee eines kurzen Geführtritts für mobilere Senioren umsetzen (z.B. auf dem Hof herumreiten). Solche Eindrücke bleiben lange in Erinnerung.

Beispiel: Am Nachmittag eines Ausflugstages kam das Pony „Lilli“ in den Innenhof. Herr Otto (rollstuhlfahrend) lächelte breit, als ihm eine Pflegerin eine Karotte zu reichen half. Später half er, Lilli zu bürsten. Auch das Zuschauen beim kleinen Streifzug auf Lilli erzeugte bei allen Senioren beste Laune – sie sahen sich noch tageelang Fotos von diesem besonderen Besuch an.

Pferdepflege: Fellbürsten und Hufe putzen

Materialien: Großer Pferdehof oder Transportpferd, Hufeisenmesser, Bürste und weicher Striegel, Schüssel mit Wasser, Handpumpe (zum Saubermachen), Hocker oder Tritt, Atemschutz (Staub kann aufwirbeln), Pferdeleckerli.

Anleitung:

  1. Wenn ein gesunder Therapie-Pferd für einen kurzen Besuch zur Verfügung steht, führen Sie es an den Senioren vorbei. Helfen Sie den Bewohnern, es zu streicheln und zu beruhigen.

  2. Zeigen Sie das Putzen: Stellen Sie Eimer mit Wasser und Striegel bereit. Ein Senior kann das Pferd sanft führen oder halten, während ein anderer mit Striegel und Bürste das Fell reinigt.

  3. Erläutern Sie wichtige Punkte: Warum man Hufe wäscht und auf Späne prüft. Die Bewohner können nacheinander vorsichtig am Huf kratzen (Pferd sollte ruhig gestellt werden) und das Geschirr abspülen.

  4. Stellen Sie danach das Pferd auf eine Weide oder Stallbox. Belohnen Sie die Beteiligten mit Bildern von dem Erlebnis – ein besonders eindrucksvolles Tier fördert das Gemeinschaftsgefühl und Erinnerungen an Ausritte.

Beispiel: Im Rahmen einer Heimentspannungsveranstaltung durfte jeder Senior einmal den Huf von „Maximilian“, einem Therapiepferd, säubern. Herr Berger war sichtlich bewegt, als er die Arbeit mit dem kräftigen Tier vertraute. Diese fürsorgliche Handlung stärkt die Motorik (vor allem Fingergeschick) und erzeugt Stolz – der direkte, nonverbale Kontakt zu großen Tieren kann Selbstvertrauen fördern und Erinnerungen wecken.

Spaziergang mit Pony oder Esel

Materialien: Pony oder Esel, Brustgeschirr oder Sattel (je nach Tierart), lange Leinen, bequeme Schuhe für Begleiter, evtl. Traktor oder Geländewagen, wenn ein weiter Weg eingeplant ist.

Anleitung:

  1. Planen Sie einen kleinen Spaziergang im Hof oder entlang einer sicheren Runde um das Gelände. Der Esel oder das Pony geht an der Leine bzw. nach dem Führstrick, betreut von Pflegekräften.

  2. Bitten Sie Senioren, das Tier in kleinen Abschnitten selbst zu führen (sofern Mobilität es erlaubt). Pfleger stehen unterstützend zur Seite. Gehen Sie in ruhigem Tempo, lassen Sie das Tier an Gehstöcken oder Rollstühlen schnuppern.

  3. Unterbrechen Sie den Spaziergang zwischendurch für leichte Pausen, in denen Sie dem Tier Trinkpause geben. So können auch Senioren, die nicht aktiv führen, dabei sein und einbezogen werden.

  4. Achten Sie während des Spaziergangs auf Ihre Schutzpflicht: Führen Sie das Tier sicher, informieren Sie die Gruppe über den Ablauf und regulieren Sie das Tempo nach den Senioren.

Beispiel: Bei einem Hof-Spaziergang führte Herr Meier unter Anweisung den alten Esel „Fritz“ um das Gelände. Die Bewegung tat ihm gut, und er war sichtlich stolz, die Verantwortung für Fritz kurz übernommen zu haben. Die frische Luft und die (sanfte) Arbeit mit dem Tier motivierten alle Beteiligten: Ein Spaziergang mit einem Tier verbindet körperliche Aktivität und emotionale Nähe.

Pferdekutschfahrt oder Ausritt (im Rollstuhl)

Materialien: Gut ausgebildetes Kutschpferd mit Kutsche (für ambulante Ausflüge) oder Therapiepferd, Festhaltemöglichkeiten (Griffe oder Sicherheitsgurte für Rollstuhl), Karotten für Pferd, Übergabesitz oder Sitzkissen für Rollstuhl.

Anleitung:

  1. Organisieren Sie eine Ausfahrt auf dem Gelände oder nahegelegenen Feldwegen. Setzen Sie Rollstuhlfahrer sicher in die Kutsche (mit Rückenlehne und Handgriff). Für Gehende kann ein angepasster Ausritt an Leine (geführt von Pflegern) stattfinden.

  2. Erklären Sie den Senioren das Vorgehen, z. B. dass sie den Pferden „Guten Tag“ sagen können, bevor es losgeht. Locken Sie das Pferd behutsam an den Rollstuhl heran, damit sich die Bewohner streicheln oder füttern trauen.

  3. Während der Fahrt können die Senioren einem Begleiter Fragen stellen („Erzähl mehr über das Pferd!“) oder Geschichten austauschen. Der ruhige Rhythmus des Pferdes wirkt sehr entspannend.

  4. Nach der Tour dürfen alle Beteiligten dem Pferd noch einmal Leckerli geben und es loben. Ein solches Erlebnis schafft bleibende Erinnerungen und kann auch Menschen mit Demenz intensivieren: Ihr Blick gleitet auf die Tiere, sie spüren den Wind und hören den Hufschlag – eine Rundum-Stimulation.

Beispiel: In einer sonnigen Woche durften vier Bewohner im Rollstuhl eine Kutschfahrt genießen. Herr Kunze griff lächelnd nach einer Karotte und reichte sie dem Pferd, als die Fahrt stoppte. Er sagte gerührt: „Das tat ich lange nicht mehr.“ Diese bewusste Verbindung zwischen Mensch und Tier während der Kutschfahrt brachte laut Beobachtung sowohl Freude als auch innere Ruhe.

Bauernhof-Ausflug für eine Gruppe

Materialien: Transport (Bus oder Kleintransporter), Einverständniserklärungen, feste Schuhe und wetterfeste Kleidung für Senioren, ggf. Gehstützen, Kopfhörer für laute Geräusche, evtl. Picknickdecke und Proviant.

Anleitung:

  1. Organisieren Sie einen Ausflug zu einem nahegelegenen Bauernhof mit Streichelgehege. Klären Sie den Ablauf mit dem Bauernhof-Team ab (Gruppengröße, Hygieneregeln).

  2. Unterbrechen Sie die Anreise nach Bedarf (Toilette, Kaffee) und machen Sie die Senioren auf die Tiere der Umgebung gespannt („Bald sehen wir Ziegen!“).

  3. Vor Ort lassen Sie die Senioren zuerst in Ruhe ankommen (vielleicht mit einem Kaffee). Dann gehen Sie in kleinen Gruppen zu den Tieren: Ziegen, Schafe, Kaninchen, Hühner, manchmal Kühe oder Ponys. Jeder soll die Möglichkeit zum Streicheln oder Füttern haben.

  4. Führen Sie über den Tag verteilt Gespräche über das Erlebte: Ermutigen Sie die Senioren, die Eindrücke zu teilen („Das Zicklein war so weich!“). Schließen Sie den Tag mit einem gemeinsamen Essen auf dem Bauernhof ab, bevor es zurückgeht.

Beispiel: Eine Seniorenfahrt zum Gut Feldbauer wurde zum Höhepunkt des Monats. Die Bewohner staunten über neugierige Lämmer und halfen beim Füttern von Ziegen. Frau Petersen, die selbst groß auf einem Bauernhof aufgewachsen war, erzählte alte Geschichten. Solche Ausflüge stimulieren alle Sinne: die Wärme der Sonne, die Gerüche des Heus und die Nähe der Tiere – das hebt nachweislich die Lebensqualität.

Mobiler Streichelzoo (Ziegen, Kaninchen, Hasen)

Materialien: Kleinere Tiere wie Zwergziegen, Kaninchen, Hühner; transportable Gehege/Käfige; Decken oder Stroh; Futter (Heu, Pellets, Körner); Reinigungstücher; Handdesinfektionsmittel.

Anleitung:

  1. Laden Sie einen mobilen Streichelzoo-Anbieter ein oder organisieren Sie einen Bauern, der die Tiere bringt. Lassen Sie die Tiere in großen, sicheren Gehegen oder Führungsabschnitten ins Heim kommen.

  2. Verteilen Sie Aufgaben: Je eine Gruppe von Senioren steht bei einer Tierart (z. B. Kaninchenkasten, Ziegenbereich). Die Bewohner dürfen die Tiere streicheln, ihnen Heu reichen oder Karotten zuwerfen.

  3. Pflegen Sie einen Wechsel: Nach 5–10 Minuten wird gewechselt, damit jeder mal die Tiere berühren darf und keine zu lange Belastung entsteht.

  4. Achten Sie darauf, dass jedes Tier Ruhepausen bekommt – die Senioren können in dieser Zeit durchatmen oder ein Erfrischungsgetränk einnehmen.

Beispiel: Beim Streichelzoo kam große Begeisterung auf: Herr Schneider war stolz, als er einer Ziege vorsichtig eine Möhre hinhielt. Die Aktivität verteilte sich über den Tag und sorgte für ständige Abwechslung im Heim. Solche direkten Tierkontakte – live und unter Anleitung – fördern soziale Interaktion und regen alle Sinne an.

Ziegen streicheln und füttern

Materialien: Eine oder mehrere Zwergziegen, Heugabel (zum Nachstreuen), Karotten oder Salat, stabile Decken oder Heuballen als Sitzgelegenheiten, evtl. Gummistiefel (für matschigen Boden), Handdesinfektion.

Anleitung:

  1. Führen Sie die Ziegen in einen umzäunten Bereich im Hof. Sorgen Sie dafür, dass Senioren, die möchten, in den Bereich hinein dürfen (z. B. im Rollstuhl, wenn es geht, oder gebückt).

  2. Geben Sie den Senioren nacheinander die Möglichkeit, die Ziegen zu streicheln und zu beruhigen. Zeigen Sie, wo die Ziege es am liebsten mag (etwa hinter den Ohren).

  3. Halten Sie Schnittkarotten bereit: Jeder Bewohner kann dann eine Karotte nehmen und sie der Ziege hingehen. Erklären Sie, dass Ziegen so lernen, den Menschen zu vertrauen.

  4. Erzählen Sie etwas über Ziegenhaltung (z. B. dass sie Schafe mit Milch versorgt). Die Senioren können sich hier austauschen – manche kennen Ziegen vielleicht von früheren Spaziergängen in der Natur.

Beispiel: Im Sonnenschein der Grünanlage streichelten die Senioren die zutraulichen Ziegen. Herr Lang lächelte breit, als eine Ziege seine Hand abschnupperte. Diese unmittelbare Tiernähe gab allen ein Gefühl von Wärme und Lebensfreude – Bewegung und Berührung waren deutlich zu spüren.

Schafe streicheln und füttern

Materialien: Ein oder mehrere Schafe (ruhige Rasse), flache Schüssel mit Wasser und Heu, Handtücher, Futter (Haferflocken, Grasbüschel), feste Schuhe (Vorsicht rutschiger Untergrund).

Anleitung:

  1. Lassen Sie die Schafe in einen trockenen Bereich im Garten, wo die Senioren sie gut erreichen können. Schauen Sie, dass jeder Bewohner sich in sicherem Abstand zum Schaf aufhält.

  2. Fordern Sie die Senioren auf, die Schafe durch Zählreime oder Lieder zu beruhigen („schhhhh“). Anschließend dürfen sie die Tiere sanft über das Wollfell streichen.

  3. Bieten Sie Futter an: Ein Pfleger hält etwas Hafer in der offenen Hand, während ein Bewohner das Schaf anspricht („komm her, mein Schaf!“). Das Schaf nimmt das Futter erst aus der Hand der Pflegerin, wenn die Senioren ihm Mut gemacht haben.

  4. Erlauben Sie den Senioren, den Schafen auch den Kopf oder Kinn zu tätscheln. Achten Sie auf Kommunikationssignale der Tiere und bringen Sie sie nach etwa 10–15 Minuten in Ruhe.

Beispiel: Bei einem Ausflug in den Streichelzoo gab es Schafe zum Streicheln. Frau Lenz gab einem Schaf namens Bonnie vorsichtig Haferflocken und fühlte dabei ihre Wolle. Sie sagte: „So weich – das beruhigt mich.“ Die ruhige Anwesenheit der Schafe vermittelte der Gruppe eine ländliche Gelassenheit und löste spürbar Ängste.

Hühnerstall besuchen und Eier suchen

Materialien: Kleiner Hühnerstall (mobil oder auf Bauernhof), Helmlampen oder Taschenlampen (für dunkle Ecken), Korb zum Einsammeln von Eiern, Eimer mit Körnerfutter, Desinfektionsmittel.

Anleitung:

  1. Führen Sie die Bewohner zum Hühnerstall. Lassen Sie sie die Geräusche und Federn der Hühner wahrnehmen. Zeigen Sie auf die Tiere und benennen Sie die verschiedenen Arten (Hahn, Henne, Küken).

  2. Geben Sie den Senioren die Aufgabe, Eier zu suchen. Jeder darf eine Lampe halten und Ausschau halten, während ein anderer den Korb hält. Sprechen Sie über die Struktur der Eier und helfen Sie beim Aufsammeln.

  3. Erklären Sie den Senioren, dass Hühner gerne gefüttert werden. Lassen Sie sie von Hand ein paar Körner ins Hühnergehege werfen. Die Hühner werden neugierig kommen – so entsteht der sanfte Kontakt.

  4. Zum Abschluss darf jeder Bewohner ein gefundenes Ei vorsichtig in der Hand halten (natürlich ungebrannt und sauber). Diese sinnliche Erfahrung zeigt, wo „unser Frühstück herkommt“ und regt das Gespräch an.

Beispiel: Beim Besuch im Hühnerstall durften die Senioren sogar nach den letzten Eiern des Tages suchen. Herr Bergmann fand ein besonders großes braunes Ei und hielt es stolz in die Luft. Auch die kleine Begegnung mit neugierigen Küken brachte die Gruppe zum Lachen. Diese ungewöhnliche Aktivität in der Umgebung bewirkte, dass die Bewohner für eine Weile ihre üblichen Sorgen vergaßen und sich ganz aufs Tun mit den Tieren konzentrierten.

Alpaka- oder Lama-Spaziergang

Materialien: Ruhige Alpakas oder Lamas (mit Halfter und Führstrick), Auslaufbereich im Freien, Handpferd oder Schemel, Karotten als Belohnung, evtl. Sonnenhüte und Sonnencreme (beim Aufenthalt im Freien).

Anleitung:

  1. Führen Sie die Alpakas langsam zu einer Wiese oder in den Garten des Heims. Lassen Sie die Senioren beobachten, wie die Tiere vertrauensvoll kommen, wenn man sie ruft.

  2. Bitten Sie die Mobileren, eines der Alpakas zu führen. Auch Rollstuhlfahrer können mit einer Fachkraft zusammen den Strick halten. Gehen Sie in der Gruppe langsam umher.

  3. Erzählen Sie Zwischengeschichten: Zum Beispiel, dass Alpakawolle besonders warm hält. Die Senioren dürfen das Fell von Nahem betasten oder den Kopf der Tiere kraulen.

  4. Schließen Sie mit Ruhephasen: Nach dem Spaziergang ruhen Bewohner und Alpakas zusammen im Gras aus. Alpakas sind sehr gelassene Tiere und helfen, die Gruppe zu entspannen.

Beispiel: Ein Ausflug mit Lamas wurde für die Pflegeeinrichtung zum Highlight. Frau Schulze flüsterte, als sie die weiche Nase des Alpaka „Pedro“ streichelte. Die abgelegenen Bewohner blühten auf, als sie aktiv ein Tier führten. Solche langsamen Spaziergänge mit gelassener Tierbegleitung steigern laut Forschern die Empathie und fördern Achtsamkeit – jeder Moment wird intensiver wahrgenommen.

Aquarium-Fütterung (Goldfische)

Materialien: Kleines Aquarium oder Gemeinschaftsaquarium, Fischfutter (Flocken), evtl. Unterlage (Zewa) für Kleckerschutz, Hand- oder Stirnlampe (für Blicke ins Wasser), weiche Sitze davor.

Anleitung:

  1. Versammeln Sie die Senioren in einem kleinen Kreis um das Aquarium. Lassen Sie sie zuerst kurz die Fische beobachten und über ihre Farben und Bewegungen sprechen.

  2. Geben Sie dem ersten Bewohner etwas Flockenfutter mit der Hand. Er kann die Flocken dann vorsichtig ins Wasser streuen. Beobachten Sie mit allen, wie die Fische wie bei einer kleinen „Schnitzeljagd“ auftauchen und das Futter schnappen.

  3. Nach dem Füttern können die Senioren die Scheibe des Aquariums putzen (um das Glas klar zu halten). Auch das fördert Bewegung und Verantwortungsgefühl.

  4. Besprechen Sie abwechselnd Wissenswertes zu den Fischen oder erinnern Sie an Urlaub am Meer. Solange die Fische im Blick bleiben, erleben die Senioren eine ruhige Atmosphäre.

Beispiel: Die Bewohner der Seniorenresidenz freuten sich über das neue Aquarium im Aufenthaltsraum. Herr Otto, seit Kurzem an einem Rollstuhl, konnte das Futter noch selbst mit kleinen Zwick-Bewegungen ausstreuen. Er meinte lächelnd: „So lebendig!“ – und winkte den Fischen zu. Solche Aktivitäten sind eine Form von sensorischer Stimulation, da das Beobachten der schwimmenden Fische entspannend wirkt und Konzentration erfordert.

Teichpflege und Fütterung (Gartenteich)

Materialien: Gartenteich oder Zierbrunnen mit Fischen, Teichnetz (falls notwendig), Fischfutter (Pellets), Bottich oder Schüssel zum Umsetzen von Wasserpflanzen, Gummistiefel (für Pfleger, nicht Senioren), Kescher (langstieliger).

Anleitung:

  1. Führen Sie die Senioren zum Teich. Zeigen Sie Pflanzen oder Fische. Erlauben Sie Rollstuhlfahrern, am Teichrand Platz zu nehmen.

  2. Zusammen mit einem Pfleger dürfen die Senioren das Futter aus einem Eimer in den Teich geben. Die Fische werden kommen und gierig fressen. Lassen Sie das Plätschern und Schnappen der Fische wirken.

  3. Falls Algen am Teichrand sind, können mobilere Senioren (oder das Personal) behutsam einen Teil davon mit dem Kescher entfernen, während die Gruppe zuschaut.

  4. Schließen Sie mit einem kleinen Imbiss unter freiem Himmel ab. Fragen Sie, wer schon mal selbst Fische gehalten hat oder am Fluss war.

Beispiel: Die Teichaktivität begeisterte die Senioren. Herr Wagner erzählte dabei lachend von früheren Ausflügen „am Wasser mit den Enten“. Das Füttern der Fische verband direkt Naturerlebnis mit Gemeinschaft. Studien zeigen, dass der Anblick von Wasser und Fischen beruhigend wirkt – eine Mini-Wellness für Seele und Sinne.

Aquarienpate: Bewohner versorgt Fische

Materialien: Gemeinschafts-Aquarium im Aufenthaltsraum, Flockenfutter, Wasseraufbereiter, Pflanzenpflegemittel, Putzutensilien (Schwamm), Notizbuch (für Wassermesswerte), Schutzhandschuhe.

Anleitung:

  1. Ernennen Sie einen oder mehrere Bewohner als Aquarienpaten (abwechselnd). Diese sind dafür zuständig, täglich das Futter zu geben und regelmäßig das Wasser zu kontrollieren.

  2. Erklären Sie die Aufgaben: Der Pate füttert morgens die Fische (kleine Menge), prüft eine Tröpfchenprobe mit Wasser-Teststreifen und notiert evtl. Werte oder Auffälligkeiten. Einmal pro Woche hilft er bei der Reinigung (mit Hilfe des Pflegepersonals).

  3. Binden Sie die Senioren aktiv ein: Lassen Sie z. B. die Paten beim Nachfüllen von Wasser und Reinigen assistieren (Handreichung von Reinigungsschwamm etc.). Dadurch hat jeder im Wechsel eine verantwortliche Rolle.

  4. Feiern Sie die Aufgabe: Hängen Sie für jeden neuen Paten eine Urkunde am Aquarium auf. So entsteht ein Gefühl von Engagement und Besondere Zugehörigkeit.

Beispiel: Frau Meyer übernahm mit Begeisterung die Aquariumpatenschaft für einen Monat. Sie stellte jeden Morgen die Futterprobe vor dem Becken bereit und fütterte aufmerksam. Dabei summte sie leise ein Lied. Dieses regelmäßige Ritual gab ihr Struktur. Viele Bewohner berichteten, dass sie sich täglich auf „Ihre Fische“ freuten. Das Aquarium wurde so zum verbindenden Projekt in der Einrichtung.

Goldfische beobachten beim Füttern (Ruheübung)

Materialien: Aquarium mit Goldfischen, Flockenfutter, ruhige Sitzecke mit bequemen Stühlen, weiches Licht oder gedimmtes Licht, eventuell leise klassische Musik (optional).

Anleitung:

  1. Führen Sie die Senioren zu einem ruhig beleuchteten Raum mit Aquarium. Jeder setzt sich bequem vor das Becken.

  2. Geben Sie gemeinsam Futter ins Wasser. Sobald die Fische fressen, bitten Sie die Senioren, sich einfach auf die Bewegungen der Fische zu konzentrieren und entspannt durchzuatmen.

  3. Führen Sie eine kurze geführte Entspannung durch: Lassen Sie alle ihre Augen für 10 Sekunden schließen und dabei an die sanften Schwimmbewegungen denken. Dann öffnen Sie die Augen wieder.

  4. Schließen Sie mit einer kleinen Reflexionsrunde ab: Fragen Sie, wie sich jeder fühlt („War es entspannend?“). Beobachtung und ruhige Atmung mit Tieren helfen besonders bei Unruhe und Stress.

Beispiel: Die Seniorenrunde am Aquarium war wie eine Mini-Meditation. Herr Döring schloss nach dem Füttern seine Augen und lächelte tief entspannt. Er sagte leise: „Das Meer war immer mein Ruheplatz.“ Diese geführte Beobachtung unterstützt laut Experten die emotionale Stabilität: Bereits das stille Beobachten von Fischen senkt nachweislich den Blutdruck und löst Glücksgefühle aus.

Tauben füttern (im Hof oder Park)

Materialien: Roggenkörner oder spezielles Taubenfutter, flache Eimer oder Teller, Decken oder Zeitungen zum Unterlegen, evtl. Kamera oder Fernglas.

Anleitung:

  1. Führen Sie die Senioren in einen geräumigen Außenbereich (Innenhof oder nahegelegenen Park). Verteilen Sie das Taubenfutter in kleinen Häufchen.

  2. Halten Sie die Gruppe ruhig zusammen und lassen Sie die Senioren beobachten, wie die Tauben aus der Umgebung zum Fressen kommen. Fördern Sie leises Sprechen: Alte Taubenzüchter-Geschichten oder Anekdoten über Tauben können Erinnerungen wecken.

  3. Wenn Senioren möchten, können sie vorsichtig aus der Hand füttern, indem sie Körner in die hohle Hand geben und ausstrecken. Dabei können Tauben leicht fressen (Achtung: Schnabelstiche vermeiden, deshalb breit halten).

  4. Nach etwa 15 Minuten lösen Sie die Aktion. Fragen Sie, was ihnen am besten gefallen hat. Taubenfüttern fördert die Beweglichkeit (Strecken und Greifen) und die Verbindung zur städtischen Natur.

Beispiel: Jeden Donnerstag versammelten sich Bewohner im Garten, um Tauben zu füttern. Frau Köhler hob stolz ihr Körnerförmchen, während einige Tauben in ihren Schoß schlüpften. Durch diese Aktivität wuchs die Gemeinschaft: Die Senioren freuten sich gemeinsam über die kleinen Gäste und erzählten von ihren Erfahrungen in Parks.

Eichhörnchen füttern (am Futterhäuschen)

Materialien: Eichhörnchen-Futterstation oder Futterhaus am Baum (erreichbar vom Balkon aus), Nüsse (Nussmischung, Walnüsse ohne Schale), Trockenbrotwürfel (Körnermischung), Kamera.

Anleitung:

  1. Bringen Sie gemeinsam mit den Senioren Eichhörnchen-freundliche Leckerbissen zum Futterhaus. Erklären Sie, dass Eichhörnchen scheue Tiere sind, und man deshalb am besten leise sein sollte.

  2. Füllen Sie Nüsse und Brot in das Futterhaus. Ziehen Sie sich ein paar Schritte zurück, damit die Tiere sich annähern.

  3. Beobachten Sie geduldig zusammen: Bald werden Eichhörnchen herauslugen und sich trauen. Ermuntern Sie die Senioren, durch die Kamera aufzunehmen oder still zuzuschauen.

  4. Nutzen Sie das Erlebnis, um über Naturschutz zu sprechen. Fragen Sie nach Tiererlebnissen im Wald früher. Diese ruhige Naturbeobachtung weckt Neugier und verbindet die Generationen.

Beispiel: Bei einem Spaziergang am Ende der Woche fanden einige Senioren neben dem Heim einen Futterbaum. Sie streuten Nussstückchen in das Eichhörnchenhaus. Tatsächlich ließ sich nach kurzer Zeit ein kleines Eichhörnchen blicken und begann, die Nüsse einzusammeln. Die Bewohner beobachteten gebannt durch das Fenster. Das vorsichtige Herantasten dieses Wildtieres sorgte für große Aufregung und Freude – ein authentisches Naturerlebnis mitten im Alltag.

Vogelhäuser bemalen und aufhängen

Materialien: Fertige Vogelhaus-Bausätze aus Holz, Acrylfarben, Pinsel, Wäscheklammern (als Halterungen), Vogelfutter zum Einweihen, Malerschürzen, Zeitungspapier als Unterlage.

Anleitung:

  1. Bereiten Sie Tische mit Zeitungen und Bausätzen vor. Erklären Sie, dass jedes Haus ein neues Zuhause für Vögel werden soll.

  2. Lassen Sie die Senioren kreativ werden: jeder bemalt sein Vogelhaus in fröhlichen Farben oder Mustern. Pfleger oder Ehrenamtliche schneiden mit, falls nötig.

  3. Nachdem alles getrocknet ist, bringen Sie die Häuschen gemeinsam im Garten oder auf dem Balkon an. Die Seniorengruppe kann dabei zuschauen, wohin ihre Häuser kommen.

  4. Füllen Sie die Häuschen mit Futter und laden Sie die Bewohner zu Beobachtungsrunden ein, wenn die ersten Vögel einziehen. Die aktive Gestaltung fördert Stolz und Gruppenbindung, während die Natur sie später belohnt.

Beispiel: Beim Malen eines Vogelhäuschens erzählte Frau Hahn: „Da malt man Blumen, und dann wohnt ein Vogel darin!“ Danach hängten alle Senioren ihre bunten Kunstwerke zusammen mit der Pflegerin im Garten auf. Wochen später berichtete der Hausmeister: „Jedes Häuschen ist jetzt besetzt von Blaumeisen und Spatzen!“ Dieses nachhaltige Projekt verbindet Kreativität mit Naturerfahrung und verschönert langfristig die Heimanlage.

Tierische Erinnerungsrunde

Materialien: Ruhiges Tier (Hund oder Katze) im Raum, Stühle für Kreis, Fotoalben mit Haustierbildern (optional), beruhigende Hintergrundmusik.

Anleitung:

  1. Setzen Sie das Tier in die Mitte eines Stuhlkreises. Bitten Sie die Senioren, das Tier zu streicheln und mit ihm zu sprechen.

  2. Schlagen Sie vor, jeder erzählt eine kurze Geschichte von seinem Lieblingshaustier aus früheren Zeiten, während er das Tier streichelt. Erinnerungen werden so mit einem realen Erlebnis verknüpft.

  3. Geben Sie nach jedem Erzählen ein Leckerli an das Tier und bedanken Sie sich bei der Person für die Geschichte.

  4. Halten Sie diese Runde locker und frei. Ziel ist nicht eine formale Aktivität, sondern ein nährender Austausch mit Unterstützung des Tieres.

Beispiel: Beim Tierbesuch berichtete Herr Klein von seinem Kater „Felix“, der ihm in der Kindheit Gesellschaft leistete. Während er sprach, lag ein Therapiehund mit dem Kopf auf Herrn Kleins Schoß. Durch die Anwesenheit des Hundes fühlte sich Herr Klein sicher genug, seine Erinnerungen zu teilen. Diese emotionale Sicherheit – „Legt sich der Hund entspannt nieder, entspannt sich auch der Mensch“ – bestätigen auch Studien.

Haustier-Fotoshooting

Materialien: Kamera oder Tablet, mehrere Haustiere (Hund/Katze), Fotokulissen (z.B. Jahreszeiten-Dekoration), Leckerli und Spielzeug als Requisiten, Handtuch zum Abstützen.

Anleitung:

  1. Bauen Sie im Gemeinschaftsraum eine kleine Fotoecke auf (z.B. mit Frühlingsblumen aus Papier). Bringen Sie die Haustiere (Hund/Katze) in Kostümen oder mit Accessoires herein.

  2. Setzen Sie die Senioren um die Fotoecke. Bitten Sie jeden, mindestens ein Foto mit dem Tier zu machen (Selfies mit Haustier). Hilfestellung durch Betreuer für die Technik bieten.

  3. Animieren Sie die Senioren, lustige oder liebevolle Posen mit dem Tier einzunehmen: Das Tier kann neben dem Rollstuhl sitzen oder auf dem Schoß Platz finden. Nutzen Sie Leckerli, damit das Tier in die Kamera blickt.

  4. Am Ende betrachten alle gemeinsam die Fotos. Jeder Bewohner darf ein Bild auswählen und (falls möglich) ausgedruckt mit nach Hause nehmen.

Beispiel: Die Fotosession mit Therapiehund Sammy war ein Riesenspaß. Herr Richter und Frau Klein strahlten, als sie sich mit Sammy auf dem Schoß fotografieren ließen. Später diskutierten sie über die Bilder und hängten einzelne aus. Dieser kreative Ansatz verband Technik und Tier: Die Bewohner fühlten sich produktiv und glücklich, weil sie die Verbindung von Haustier und neuen Erfahrungen positiv erlebten.

Kleine Haustier-Olympiade

Materialien: Miniatur-„Hindernisse“ (z.B. Hütchen, Tunnel), Haustiere (z.B. Hund oder Ziegen), Leinen zum Führen, Stopuhr (optional), Leckerli als „Medaillen“.

Anleitung:

  1. Veranstalten Sie in kleinem Rahmen einen Wettbewerb: Lassen Sie die Tiere nacheinander einen kleinen Parcours absolvieren (z.B. um Stühle herumlaufen, unter einer Decke durchkriechen).

  2. Teilen Sie die Senioren in Teams auf (Team Hund, Team Ziege etc.). Während Team A zuschaut, führt Team B das Tier durch den Parcours. Fordern Sie die Zuschauer zum Anfeuern auf.

  3. Stoppen Sie die Zeit oder werten Sie die schönste Aktion aus. Nach jeder Runde loben Sie alle Tiere mit Leckerli.

  4. Feiern Sie am Ende alle Teilnehmer: Jeder Bewohner und jedes Tier bekommt eine kleine Medaille (aus Papier oder ein Leckerli). Der spielerische Wettkampf schafft Spaß und Bewegung.

Beispiel: Im Frühlingsfest des Heims veranstalteten die Betreuer eine „Tierolympiade“. Die Bewohner feuerten beim Zicklein-Zicklein-Spiel begeistert an. Frau Meier strahlte, als ihr Pony Rosalinde ohne Sattel durch einen Reifen sprang. Dieser leichte Wettkampf mit Haustieren erzeugte viel Lachen und Gemeinschaftsgeist unter den Senioren.

Tierpatenschaft (Bewohner betreut Heimtier)

Materialien: Ein Heimtier (z.B. Kaninchen oder Vogel im hauseigenen Terrarium/Aquarium), Patenschaftsurkunde, Notizbuch (für Beobachtungen), Pflegezubehör (Putzzeug, Futtervorrat).

Anleitung:

  1. Ernennen Sie einen Bewohner als Paten für ein Heimtier für einen festgelegten Zeitraum (z. B. ein Monat). Erklären Sie die Aufgaben gemeinsam: Füttern, Wasser wechseln, Gehege nachfüllen.

  2. Geben Sie dem Paten eine Urkunde und lassen Sie ihn seine Patenpflichten schriftlich führen (z. B. Futtergaben abstreichen). Unterstützen Sie ihn bei Bedarf beim Füttern oder Reinigen.

  3. Motivieren Sie andere Bewohner, dem Paten zu gratulieren und ihm Fragen zu stellen („Wann fütterst du?“). So entsteht soziale Anerkennung für das Engagement.

  4. Feiern Sie das Ende der Patenschaft: Alle Bewohner danken dem Paten, überreichen dem Tier ein extra Leckerli. Ein solches Alleinstellungsmerkmal stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und die Lebensmotivation.

Beispiel: Herr Meißner war überglücklich, als er Pate für das neue Terrarientier – eine kleine Schildkröte – wurde. Täglich berichtete er, wie er ihr Futter gelegt und das Wasser gereinigt hatte. Die Gruppe schätzte sein Verantwortungsgefühl, und auch er selbst strahlte, weil er eine Aufgabe mit Sinn bekommen hatte. Psychologen betonen: Die aktive Tierpflege fördert im Alter Selbstwirksamkeit und ein Gefühl der Fürsorge.

Kategorie Tiergestütze Aktivitäten

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