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(K)ein Grund zum Feiern

In „Sent from my wheelchair“ schreibe ich über meine Arbeit als Inklusions-Aktivist und über das, was Barrierefreiheit voranbringt (oder ausbremst).

Liebe Freund*innen der sozialen Gerechtigkeit,

lange haben wir auf ihn gewartet, jetzt ist er da: Der Gesetzesentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Doch was die Bundesregierung als Fortschritt für die Barrierefreiheit feiert (Öffnet in neuem Fenster), ist bei genauem Hinsehen ein Freifahrtschein für Unternehmen, das Thema komplett ad acta zu legen. Enttäuscht bin ich trotzdem nicht. Einer Enttäuschung müsste ja eine Täuschung vorausgehen.

Und darüber, welchen Wert unsere Regierung der sozialen Gerechtigkeit allgemein beimisst, hat sie uns in den letzten Monaten zumindest nicht getäuscht. Ob Menschen mit Migrationshintergrund, Arbeitnehmende oder Arbeitsuchende, junge oder alte Menschen mit und ohne Behinderung: Alle bekamen mit ehrlicher Verachtung zu spüren, dass ihre Belange für diese Regierung nicht relevant sind.

Nein, ich bin nicht enttäuscht. Ich bin verärgert, besorgt und nicht bereit, dieses völlig falsche Signal widerspruchslos hinzunehmen.

Das ist kein Fortschritt, das ist Etikettenschwindel"
Die
Bundesregierung segnet de facto die Diskriminierung ab, solange sie hinter einer Stufe oder einer zu schmalen Tür stattfindet. (Öffnet in neuem Fenster)

Hier lest ihr unsere Stellungnahme von AbilityWatch (Öffnet in neuem Fenster) azur BGG-Reform, und hier könnt ihr lesen, was Jürgen Dusel (Öffnet in neuem Fenster) (Bundesbehindertenbeauftragter), Ferda Ataman (Öffnet in neuem Fenster) (Antidiskriminierungsbeauftragte) und das Institut für Menschenrechte (Öffnet in neuem Fenster) zum Thema sagen.

(Öffnet in neuem Fenster)

Mit zwei wunderbaren Menschen, die wirklich was für die Barrierefreiheit im Land tun, durfte ich dagegen in meinem Podcast sprechen. Im Aufzug hatte ich Besuch von Franzi Lammert und Drees Ringert, die mit der Initiative Barrierefrei Feiern (Öffnet in neuem Fenster) Festivals und Konzerte für alle zugänglich machen. Eine super sympathische Begegnung inklusive „awkward moment“ mit mir als Hauptdarsteller :D Habt Spaß mit der Folge und wenn sie Euch gefällt, freue ich mich sehr über Eure Bewertung – überall da, wo es Podcasts gibt!

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Liebe Grüße
Euer Raul

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Zu wenig Kontakt: Menschen mit und ohne Behinderung (Öffnet in neuem Fenster)

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Die Schwierigkeit bei dem Thema beginnt oft schon beim Wort, sagt Raúl Krauthausen, Speaker und Inklusionsaktivist. Er beobachtet, dass nichtbehinderte Menschen sich beim Wort Behinderung oder behindert unwohl fühlen - und stattdessen Euphemismen nutzen wie "anders begabt", "beeinträchtigt", "special need", um das Wort zu vermeiden.

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Raul Krauthausen
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