Neben einer Kinowoche mit einem gesunden Gleichgewicht aus Topps und Flopps erinnern wir an Udo Kier und daran, dass Andres Veiels Riefenstahl-Film noch bis Mai 2026 in der ARD Mediathek läuft. Wir haben Andreas Prochaska interviewt und die Filmfestivals in Kairo und Mannheim-Heidelberg besucht und wünschen uns natürlich, dass das lateinamerikanische Kino, das im Rahmen von LAFITA 2025 in den nächsten Tagen in München gezeigt wird, gut besucht sein wird.
Cinema Moralia:
Ist das echt unecht jetzt? (Opens in a new window)
KI-Hoax, SPIO, Udo Kier, Filmförderung und europäischer Filmpreis – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 368. Folge – von Rüdiger Suchsland
Festivals:
Zwischen den Trümmern der Bilder (Opens in a new window)
Das 46. Cairo International Film Festival zeigte ein widerständiges arabisches Kino, das trotz Krise seine Stimme behauptet. Die Filme machen unsichtbare soziale Risse sichtbar und spiegeln eine Region im Wandel. In Kairo beweist Kultur ihre Überlebenskraft. – von Axel Timo PurrBlick in die Zukunft (Opens in a new window)
Das 74. internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg zeigt in konzentrierter und hochkarätiger Auswahl die Stimmen des Kinos von morgen — von Dunja BialasVon Dichtern, Tieren und Menschen (Opens in a new window)
LAFITA 2025 führt ein weiteres Mal lateinamerikanisches Kino in seiner kreativen Vielfalt vor: zwischen Poesie und Experiment, Fiktion und Dokumentation, Engagement und Unterhaltung bietet auch die diesjährige Ausgabe dabei wieder Gelegenheit, vielen der Filmschaffenden direkt zu begegnen. – von Wolfgang Lasinger
Neue Kritiken:
Anemone (Opens in a new window) (USA/GB 2025)
Der verschollene Star: Daniel Day-Lewis kehrt nach acht Jahren auf die Leinwand zurück und spielt in Anemone einen geplagten Vater inmitten der Naturgewalten – Kritik von Janick NoltingMarco (Opens in a new window) (Indien 2024)
Eine neue Action-Ikone? Marco (Opens in a new window) sorgt schon seit Monaten aufgrund seiner Brutalität für Aufsehen. Der Film wird seinem Ruf gerecht! – Kritik von Janick NoltingPaternal Leave – Drei Tage Meer (Opens in a new window) (D/I 2025)
Auf der Suche nach dem verlorenen Vater: Im Debütspielfilm von Alissa Jung kommt eine 15-Jährige Deutsche ins winterliche Norditalien, um endlich ihren Vater Paolo kennenzulernen – Kritik von Reinhard KleberRückkehr nach Ithaka (The Return) (Opens in a new window) (I/GR/GB/F 2024)
Das Elend von Troya: Uberto Pasolini erzählt die Heimkehr des Odysseus ohne Götter, Monster und mythischen Lärm – dafür mit einer ungewohnten psychologischen Klarheit. Sein Film legt die Wunde offen, die Troya hinterließ, und macht den antiken Stoff beklemmend gegenwärtig – Kritik von Axel Timo PurrZone 3 (Chien 51) (Opens in a new window) (F 2025)
Klassengesellschaft mit Überwachungs-KI: Cedric Jimenez Science-Fiction-Thriller sieht gut aus und unterhält – Kritik von Rüdiger SuchslandZoomania 2 (Zootopia 2) (Opens in a new window) (USA 2025)
Erlaubnis zum Kuscheln: Jared Bush und Byron Howard kehren für Disney nach Zoomania zurück – doch ihre Fortsetzung streichelt lieber, als dass sie überrascht. Es ist eine Sequel, die sein eigenes Erbe kopiert, statt es mutig weiterzudenken. – Kritik von Axel Timo Purr
Neue Videokritik:
Zone 3 (Opens in a new window)
Wish you were here Cédric Jimenez' dystopisches Paris überrascht zwar nur selten, ist aber dennoch ein sehenswerter Thriller, finden Christoph Becker und Roderich Fabian.
In der ARD Mediathek:
Riefenstahl (Opens in a new window) (D 2024)
Eine Frau von heute: Andres Veiel gelingt es in seiner Dokumentation über Leni Riefenstahl tatsächlich zu überraschen und dabei virtuos mit Ambivalenzen zu spielen – von Axel Timo Purr
Keine Fragen an Riefenstahl: Biedere Nacherzählung und eine Mogelpackung: Andres Veiels »Riefenstahl« zeigt die Grenzen der Methode des Regisseurs – es gibt zu viele Antworten und Selbstgerechtigkeit, aber keinen Moment der Überraschung, des Innehaltens, der Demut vor dem Sujet – von Rüdiger Suchsland
Interview:
»In mir schlummert so eine Mischung aus Abscheu und Sehnsucht (Opens in a new window)«
Andreas Prochaska über seinen Film Welcome Home Baby (Opens in a new window) – von Thomas Willmann