(Opens in a new window)Hallo an alle Hörerinnen und Hörer!
Es hat etwas gedauert, aber nun kommt dir vierte Folge und bald werden weitere kommen, denn ich bin gerade in einigen Vorgesprächen und Aufnahmen, mit noch einigen mehr Menschen mit guten Ideen. Bleibt gespannt! Diesmal geht es um unsere digitale Welt:
Zu Gast ist Björn Staschen. Er hat viele Jahre als Journalist für den Norddeutschen Rundfunk gearbeitet. Er sagt, dass er dort zu schätzen gelernt hat, was Freiheit bedeutet. Die Freiheit in der Berichterstattung als Journalist. Über die Jahre musste er erleben, wie diese Freiheit durch einflussreiche Social Media Plattformen beschnitten wird. Das passiere laut Staschen: "Weil der Facebook-Algorithmus entscheidet, wer, wann, was, wo sieht. Und weil man dann in der Redaktionskonferenz sagt: 'Super Thema, müssten wir eigentlich machen. Aber das findet der Algorithmus doof, das machen wir nicht.'"
Für Björn war klar - wir können unsere Freiheit und letztendlich unsere Demokratie nicht dem Algorithmus und dem Profitstreben großer Tech-Plattformen opfern. Er entwickelte eine Idee, wie er auf das Problem aufmerksam machen kann und startete die Initiative "Save Social". Denn es gibt Alternativen zu Plattformen wie X, Instagram, Facebook und Tiktok. Diese müssen nur bekannter werden und große Medienhäuser, Institutionen, Politiker etc. müssen dort vertreten sein.
Zu den vielen prominenten Unterstützenden von Save Social gehört der Buchautor Marc-Uwe Kling. Gemeinsam mit ihm entstand die Idee des "Digital Independence Day". Das Konzept: Jeden ersten Sonntag im Monat kann sich ein jeder und jede von uns Zeit nehmen, um zu einer demokratischen, datenschutzfreundlichen Alternative zu wechseln. Dabei geht es diesmal nicht nur um Social Media, sondern um Big Tech im Allgemeinen. Also z.B. auch das Wegkommen von Google, von Microsoft, von Amazon usw.
Weil diese Wechsel mitunter Wissen und Zeit benötigen, gibt es gute Recherchen und Hilfestellungen von Save Social und einigen weiteren Institutionen. Z.B. dem Chaos Computer Club und einigen öffentlichen Bibliotheken. Mehr dazu im Interview! Viel Spaß!
Juliane