von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer
Zu jedem Play-off-Tag in der DEL gibt es von uns drei kurze Gedanken.
Die Ergebnisse von Mittwoch, 8. April:
DEL-Viertelfinale:
Kölner Haie - Eisbären Berlin 5:1 (Serie: 1:1)
EHC RB München - Adler Mannheim 2:3 n.V. (Serie: 0:2)

1. Franzreb in Topform
Auch das zweite Halbfinale zwischen München und Mannheim war ein Spiel auf Augenhöhe. Wieder ging es in die Verlängerung, wieder hatten die Adler das bessere Ende für sich. Und das glücklichere. „Lucky Bounce”, hieß es von allen Seiten, als es um den Siegtreffer von Justin Schütz ging. Schütz wurde von Marc Michaelis angeschossen, der Puck prallte an die Bande hinter dem Tor, von dort außen ans Tor, von dort an den Schlittschuh von Antoine Bibeau und rein.
Klar war das glücklich, ein „lucky Bounce” eben. Aber es war auch schwer vorstellbar, dass Maximilian Franzreb auf der anderen Seite an diesem Abend so ein Tor kassierte hätte. Der hielt erneut richtig stark, parierte 28 von 30 Schüssen (93,33 Prozent), die spektakulärste Parade war die gegen Taro Hirose im Spagat. Und solche Momente gab es im ersten Spiel ja auch schon, erinnert sei an den Hechtsprung gegen Patrick Hager in der Verlängerung.
Insgesamt steht Franzreb nun bei einer Fangquote von 94,59 Prozent. Es wäre übertrieben, davon zu sprechen, dass er ein Spiel geklaut hat. Dazu ist Mannheim insgesamt zu stark. Aber der bessere Torwart ist Franzreb im Vergleich zu Antoine Bibeau (85 Prozent Fangquote) natürlich schon. Und das ist gerade der Unterschied in dieser Serie.
Bis auf die Chancenverwertung können sich die Münchner wenig vorwerfen. Schon den Auftakt hätten sie gewinnen können, in Spiel 2 ließen sie dann nur 20 Torschüsse zu, aus dem Slot waren es sogar nur zwei. Insgesamt sind es in der Serie 32:12 Schüsse aus dem Slot für München. Nur: Bei den Toren aus dem Slot führt eben Mannheim mit 4:3. Die Adler sind in der Chancenverwertung effizienter, bekommen hier und da mal einen „lucky Bounce”, aber das Wichtigste: Sie können sich auf einen Maximilian Franzreb in Topform verlassen.
2. Die Hauptrunden-Haie sind zurück
