Dieser Januar-Newsletter ist kein lineares Programm.
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(1) Mentales Training: Was wir sehen – und was nicht.
Vielen ist mittlerweile bekannt: schwierige Gedanken und Gefühle zu bekämpfen oder sie wegzudrücken, hilft nicht – oft verstärkt es sie sogar. Im mentalen Training geht es deshalb oft darum, sie als das wahrzunehmen, was sie sind: „kurzzeitige Besucher“, die man auch wieder verabschieden kann. Wie das gelingt, ist Übungssache.
Was dabei oft übersehen wird:
Akzeptanz könnte gar nicht der Hauptwirkfaktor sein.
Eine Studie (2025) aus den Niederlanden bringt hier eine spannende Differenzierung.
Das Forschungsteam um Philipp Spinhofen von der Universität Leiden untersuchte 314 Menschen im Alter von 55 bis 75 Jahren mit moderaten Angstsymptomen.
Die Teilnehmenden erhielten entweder
vier Sitzungen Akzeptanztherapie (ACT) inklusive digitaler Übungen
oder vier Sitzungen klassischer kognitiver Verhaltenstherapie.
Beide Verfahren reduzierten die Angstsymptome ähnlich gut.
Wie erwartet zeigte sich:
Teilnehmende der ACT-Gruppe waren eher bereit, ihre Angst zu akzeptieren
und vermieden Gefühle seltener.
Aber:
Zwischen Akzeptanz und Symptomreduktion fand sich kein zeitlicher Zusammenhang.
Der entscheidende Faktor war ein anderer.
Nur eine Strategie hing konsistent mit der Angstreduktion zusammen: