
Der Nachrichten-Newsletter von und für Menschen aus Laupheim und Umgebung
Mai 2026, von Reiner Schick

Liebe CarlL-Community,
da staunte der Oberschwabe unter den Lesern der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vor gut zwei Wochen nicht schlecht: Das beschauliche Laupheim im Blickpunkt einer der bedeutendsten deutschen Tageszeitungen! Möglich gemacht hat das Michael Schick, Zweiter Vorsitzender der Gesellschaft für Geschichte und Gedenken, ganz besonders bekannt für seinen leidenschaftlichen Einsatz für den Erhalt des jüdischen Friedhofs als eine zentrale Stätte der Laupheimer Erinnerungskultur. Jener Michael Schick las vor ziemlich genau zehn Jahren einen Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) über Naturkosmetik - und erfuhr erstmals davon, dass die amerikanische Firma Dr. Bronner’s ihre Wurzeln in Laupheim hat. Diese Entdeckung war der Anfang dessen, was heute am Judenberg in Laupheim zu bestaunen ist: Das Museum zur Geschichte der Familie Bronner und ihrer Seifensiederei.
Schon einmal bot Schick der F.A.S. an, diese wunderbare Fügung in einen Artikel zu fassen und zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. Man zierte sich aber erstmal in den Redaktionsbüros am Main. Doch als die Zeitung anlässlich des 25-jährigen Bestehens ihrer Sonntagsausgabe die Leser dazu aufrief, zu schildern, was sie mit der F.A.S. verbinden, versuchte es Michael Schick erneut - und hatte Erfolg. In der Jubiläumsausgabe druckte die FAS auf ihrer Sonderseite “Die schönsten Lesergeschichten” unter dem Titel “Wisse, woher du kommst” die Entstehung des Dr. Bronner’s Museum in Laupheim. In einer stark gekürzten, aber dennoch berührenden Fassung.
Michael Schick war aber so freundlich, und hat mir den kompletten Artikel zur Verfügung gestellt. Den möchte euch CarlL - natürlich! - nicht vorenthalten. Schöner Lesestoff über Pfingsten, dem Fest der Verständigung.
Viel Freude wünschen euch
Reiner und Michael Schick (nicht verwandt und nicht verschwägert)
Wisse, woher du kommst: Ein wunderbarer Weg zu den Wurzeln
Von Michael Schick

Es ist Sonntag, der 22. Mai 2016, ein sommerlicher Morgen und die F.A.S. liegt auf dem Frühstückstisch im Garten. Der Bericht auf der Seite 17, „An den Wurzeln“ von Jennifer Wiebking über Naturkosmetik löste eine überaus euphorische Geschichte aus. In dem Bericht wurde die Firma Dr. Bronner’s aus Kalifornien mit Wurzeln im schwäbischen Laupheim vorgestellt. Ich, der Autor dieser Zeilen, Michael Schick, bin in Laupheim aufgewachsen und arbeite seit 25 Jahren bei der Kriminaltechnik in Ulm. Seit meiner frühen Jugend bin ich im jüdischen Friedhof aktiv. Seit 20 Jahren bin ich Betreuer des Friedhofes und erhalte diesen mit. So ist mir die Geschichte der jüdischen Gemeinde recht gut bekannt, ich würde mich zu den „Fortgeschrittenen“ zählen. Es gibt aber immer wieder Ereignisse, welche mich überraschen.
Laupheim liegt südlich von Ulm im Landkreis Biberach. Mittlerweile Große Kreisstadt mit florierender Industrie, Militärflugplatz und bewegender Geschichte – jüdischer Geschichte! Einst die größte jüdische Gemeinde im süddeutschen Raum, in der Blütezeit war jeder vierte Laupheimer jüdischen Glaubens. „Die Juden haben der Landgemeinde Laupheim ein stattliches Ansehen verliehen“ so schieb es der Chronist. Auch ist auch der Gründer von Universal Pictures in Hollywood, Carl Laemmle, ein Spross der Laupheimer jüdischen Gemeinde. Heute erinnern hier in Laupheim nur noch der große jüdische Friedhof und das Museum zur Geschichte von Christen und Juden an die jüdische Gemeinde.
Eine Lücke im Laupheimer Geschichtswissen
Zurück zur Frankfurter Sonntagszeitung: Die große Überraschung war in der Ausgabe im Sommer 2016 auf der Seite 17. Steht da doch, dass Dr. Bronner’s, ein großer amerikanischer Seifenhersteller, aus Laupheim stammt! Da war eine Lücke in meinem jüdischen Geschichtswissen. Nach Recherchen in eigenen Unterlagen und etwas Logik war die Erklärung simpel: HEILBRONNER bzw. ERLEBACHER, das wäre mir sofort bewusst gewesen. Die waren am unteren Judenberg und hatten eine Seifensiederei. Eine weitere Erklärung hatte ich dann dem Bericht entnommen, dass Nachfahren von Emanuel Heilbronner zunächst nach Heilbronn und dann in die USA umsiedelten. Im Web nach Dr. Bronner’s gesucht und sofort gefunden - klar, das Foto auf der Homepage ist das alte mittlerweile leerstehende Haus am Judenberg. Seifensiederei E. Heilbronner steht an der Fassade des Gebäudes.

Ich schreibe über die Kontaktseite der Homepage und stelle mich vor, dass ich aus Laupheim bin und ich überrascht bin, dass diese Firma aus Laupheim kommt. Es macht mich sogar ein bisschen stolz. Ein Tag später kommt eine freundliche Rückantwort vom Geschäftsführer Dr. Gero Leson, der sich sehr über die Nachricht aus Laupheim freut. Mehrere Mails tauschen wir uns aus und verstehen uns von Anfang an. Der Zufall will es, dass Gero Leson ein paar Wochen später in der Nähe ist. So treffen wir uns hier in Laupheim, im Sommer 2016.
Nach einer kleinen Stadtführung und gutem Essen in der ehemaligen jüdischen Wirtschaft „Rother Ochsen“ mit regen Austausch entsteht eine tiefe Freundschaft. Gero berichtet seinen Chefs Mike und David Bronner in Kalifornien von seiner Reise nach Laupheim. Angesteckt wird nun die ganze Familie mit der Suche nach den Wurzeln.
“Wisse, woher du kommst, wohin du gehst und vor wem du dereinst Rechenschaft ablegen wirst.“ Aus dem Talmud.
Der nächste Reisetermin von Mike Bronner nach Deutschland wird erweitert mit dem Halt in Laupheim. Es ist im April 2017, als sich Mike Bronner, Gero Leson und Axel Rungweber, der Geschäftsführer von Dr. Bronner’s Europe, in Laupheim ankündigen. Leider ist die Bewohnerin des Gebäudes am Judenberg, in welchem die Seifensiederei Heilbronner gegründet wurde, bereits im Jahr 2015 verstorben. Das Haus ist leergeräumt und die Nichte der älteren Dame war nun in Besitz des Gebäudes.
Bewegende Minuten
Niedrige Decken, Laminat, Teppichbeläge an der Wand, Plastik in jedem Raum: Das waren die Spuren der 70er bis 90er Jahre. Theoretisch bewohnbar, aber alles andere als modern und komfortabel. Ein größerer Reparaturstau, energetisch im roten Bereich, so lässt sich das Gebäude beschreiben. Für die Besitzer eher geerbte Last mit Sorgenpotenzial. Für den Besuch der Firmenleitung von Dr. Bronner’s erhalte ich den Schlüssel von der Besitzerin. „Klar können Sie reinschauen“, antwortet sie mir, als ich von dem Besuch berichte.
Die Überraschung ist gelungen, als ich Mike vor dem Haus mit meinem holprigen Englisch frage, ob er mal reinschauen will, „YES !!! - You have a key? - WONDERFUL“. Die folgenden Minuten sind bewegend, feuchte Augen …. Mike steht im alten Kellerraum des Gebäudes, es riecht nach Heizöl, und Spinnweben wirbeln um den Kopf. Das ist der Ort, an dem alles begann, die Keimzelle eines heute weltweit agierenden Unternehmens. Hier hatte Berthold Heilbronner (1833 – 1903), der Ur-Urgroßvater von Mike, 1858 mit der Seifenproduktion angefangen. Mikes Großvater, auch Emanuel Heilbronner (1908 – 1997), emigrierte über Heilbronn in die USA und baute dort den heutigen Betrieb auf.
Mike Bronners Großvater, Emanuel Heilbronner, änderte nach der Machtergreifung Hitlers und der darauffolgenden Einbürgerung in die USA den Namen. Seine Eltern, welche in Heilbronn lebten, wurden nach Auschwitz verschleppt und ermordet. So auch andere Familienangehörige. Das „Heil“ in seinem Namen störte ihn. In Deutschland schreien sie „Heil“ und ermorden Menschen! Emanuel änderte seinen Namen und strich das “Heil” in seinem Namen, so hieß er fortan Bronner. Er nannte später seine Firma Dr. Bronner’s.
ALL ONE - or not: Emanuel Bronner und das Moral-ABC
Emanuel litt nach dem Verlust der Eltern und dem frühen Tod seiner Frau. Im Zustand seiner Trauer schwor er die Welt zu verbessern. Er arbeitete Jahrzehnte lang bis zu seinem Tod an dem „Moral-ABC“. Seine Visionen bekam fortan jeder zu hören und zu lesen, der ihm begegnete. Emanuel Bronner war dadurch ein Vorbild, ein Visionär, und er war exzentrisch. Er war seiner Zeit weit voraus. „ALL ONE – or not“, war sein Leitspruch, wir sind alle eins oder nichts! ALLE EINS – ALL ONE! Das bekam jeder zu hören, der ihn traf. Denen, die ihn nicht trafen, schrieb er seine Botschaft auf die Seifenflaschen. Er wollte die Welt verbessern und er hat es auch geschafft. Seine sechs Grundregeln sind bis heute hoch aktuell, obwohl sie schon über 70 Jahre alt sind.
Zurück zum Besuch von Mike, Gero und Axel in Laupheim, der am Abend im Ochsen ausklingt. Das Trio reist am Folgetag weiter zu einer Fachmesse nach Nürnberg. Als ich den Schlüssel zum Gebäude der Besitzerin zurückbringe und ihr von dem emotionalen Besuch erzähle, ist sie auch bewegt. In einem Telefonat später sagt sie zu mir, dass sie sich vorstellen könnte, sich von dem Haus zu trennen. Sie fände es schön, wenn es wieder der Familie gehören würde. Dieses Kaufangebot leite ich mit Eilvermerk an Mike und David nach Kalifornien weiter. Dieses einmalige Angebot ist in Kalifornien auch eine große Überraschung. Im Familienrat wird beraten und einstimmig positiv entschieden. Die Familie Bronner mit jüdischen Wurzeln kauft das Stammhaus in Laupheim zurück, was für eine Geschichte!
Der Kauf und die notarielle Abwicklung laufen reibungslos, und so ist das Haus wieder in Familienbesitz.
Nun aber die Frage, welche zuvor schon im Raum stand – was machen wir damit, was machen wir daraus? Es ist der Firmensitz von Dr. Bronner’s, eine überaus humanistisch geprägte Firma, die fünf Prozent vom Jahresumsatz in soziale Projekte investiert, so sah es der Firmengründer Emanuel vor. So darf auch der oberste Chef in der Firma maximal das Fünffache des gewöhnlichen Lagerarbeiters verdienen. Die Frage der Nutzung des Hauses am Judenberg in Laupheim bleibt zunächst offen.

Im August 2018 gibt es ein großen Familientreffen in Laupheim. Über 30 Mitglieder der Familie treffen sich hier in Laupheim und werden zurück zu den Wurzeln geführt. Die Familienmitglieder, die gefühlt aus der ganzen Welt nach Laupheim kommen, werden mit allem, was in der Urlaubszeit möglich ist, empfangen. Führung durchs Haus mit Berches, dem jüdischen Traditionsbrot, mit Marmelade und Getränken, Führung auf dem Friedhof, Deutsch-Amerikanisches Mittagessen und schließlich Kaffee und Kuchen im Rosengarten vor dem Schloss, wo die USA-Flagge gehisst ist. Zum Höhepunkt des Besuches spielt die Laupheimer Stadtkapelle mit fast 30 Musikern ein Ständchen. Ein unvergesslicher Empfang, der Freundschaften besiegelt.
Ein junger Gärtner und sein zündender Satz
Die Überlegungen zur Nutzung dauern fast ein Jahr. Der entscheidende Satz und Auslöser ist ein junger Gärtner, der bei der St. Elisabeth-Stiftung angestellt ist und im jüdischen Friedhof mit seinen Kollegen regelmäßig arbeitet. Der junge Mann berichtet mit voller Freude, dass er demnächst vom Wohnheim in eine Wohngruppe umzieht. Dort würden weitere sieben Personen wohnen und ein Betreuer. Im Fachjargon spricht man hier von einer „ambulanten Wohngruppe“ für Personen mit Behinderungen.
Die Idee mit der ambulanten Wohngruppe wird zeitgleich der St. Elisabethen-Stiftung in Heggbach und der Familie Bronner in Kalifornien mitgeteilt. Beide Adressaten zeigen Interesse.
Nun steht die weitaus wichtigste Frage des Projektes an. Wie bekommen wir acht Personen mit Behinderungen in das Haus unter Beachtung der Heimauflagen, Erhaltung wesentlicher Elemente des Gebäudes und der Finanzierbarkeit bei der Sanierung. Bei der Frage der Sanierung des Gebäudes werden wir von der Stadtbaumeisterin der Stadt Laupheim unterstützt. Frau Kazek ist von der Idee begeistert und schlägt vor, einen kleinen Architektur-Wettbewerb zu unternehmen. Sie hat Erfahrungen mit verschiedenen Architekturbüros. Es werden drei Büros gebeten, sich Gedanken zu dem Haus zu machen. Eindeutiger Favorit und ausführender Architekt ist Jan Förster vom Büro TEAMWERK aus München. Er hat die Wünsche der Auftraggeber verstanden umzusetzen und architektonisch hervorzuheben. Jan Förster und seine Mitarbeiter verstehen auch das historische Anliegen des Auftraggebers, dessen soziales Vorhaben und die Auflagen der Heimaufsicht.
Kein Stein bleibt auf dem anderen
In die Planungsphase drängt sich jäh das Corona-Virus. Es verschont das Projekt nicht, wird aber nach einer gewissen „Isolationszeit“ verdrängt. In der zur Ausführung kommenden Planung wird das Gebäude in seiner ursprünglichen Erscheinung erhalten. Jedoch bleibt fast kein Stein auf dem anderen. Baurechtlich bleiben die vier Außenwände erhalten, innen wird alles neu und höher. Die alte Architektur mit nur 190 cm bis 210 cm Stockhöhe ist nicht zulässig unter Beachtung der Auflagen der Heimaufsicht.
Sanitäre Anlagen, Elektroinstallation … alle Gewerke gilt es zu erneuern. Ergänzt wird das Gebäude mit einem über drei Stockwerke reichenden Glasanbau. Die Gestaltung der Glaselemente wählt der Architekt so, dass sie an die Grundelemente von Seifenschaum erinnern, verschieden große fünf- und sechseckige Glasflächen bilden die Fassade. So ist der gelungene Bezug zur Seifenproduktion hergestellt.

Zur Erinnerung an den Firmengründer von Dr. Bronner’s, Emanuel Heilbronner, wird das Gebäude bei der St. Elisabeth-Stiftung nun als „Haus Emanuel“ bezeichnet. Die Sanierung hatte im Frühjahr 2022 begonnen. Am Montag, 25. Juli, einer der heißesten Tage im Jahr 2022, ist der Spatenstich. Architekt, Handwerker, Nachbarn, zukünftige Mieter und Freunde treffen sich, um dieses einmalige Projekt tatkräftig zu starten. Zwischenzeitlich gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Axel Rungweber ist ausgeschieden und Dr. Anke Buhl wird nun Geschäftsführerin von Dr. Bronner’s Europa. Sie übernimmt mit der Geschäftsführung auch das Amt des Bauherrenvertreters. Ansprechpartnerin für alle Gewerke und deren Probleme mit möglichen Lösungen und die Überschaubarkeit der Finanzierung - dies wird zum Schwerpunkt der Tätigkeiten für Anke Buhl.

Das „Bauen im Bestand“ ist sicher die heikelste und mit täglichen Überraschungen geprägte Art des Bauens. So sind auch die ständigen Kostenanpassungen mit Überraschungen verbunden. Die Bauphase zieht sich in die Länge, so muss der erste Eröffnungstermin im November 2023 abgesagt und auf das Frühjahr 2024 verschoben werden. Fast täglich bin ich an der Baustelle und dokumentiere deren Verlauf. So können die Bauherren in Kalifornien über den Onlinespeicher sehen, wie weit der Baufortschritt ist.
Vier Tage lang wird gefeiert
Anke Buhl, die Geschäftsführerin von Dr. Bronner’s Europe, hat ihren Sitz in Freiburg. So sind wir zum Ende der Bauphase täglich im Austausch. Die Eröffnung des Gebäudes wird nun auf Ende Mai 2024 terminiert. An insgesamt vier Tagen ist die Familie Bronner mit Freunden hier in Laupheim und feiert die Eröffnung des Hauses. Bundesweit vertretene Medien sind bei der Eröffnung mit Kamera und Mikrofon zugegen. Rabbiner Shnoer Trebnik von der nahegelegenen Ulmer jüdischen Gemeinde hat die Ehre, den jüdischen Haussegen „Mesusa“ am Eingang des Museums und am Eingang zum Wohngebäude anzubringen.

Die Eröffnungsfeier findet am Folgetag mit geladenen Gästen statt. Zur Feier am Judenberg sind mehrere hundert Menschen versammelt. Die Laupheimer Stadtkapelle umrahmt die Eröffnung. Herrliches Sommerwetter lässt die Feier zum Straßenfest werden. Oberbürgermeister Ingo Bergmann, die Heimleiterin Julia Schänzle und der Bewohner Aron Ramieres durchschneiden das Band zum Wohngebäude. Anke Buhl, Mike, David, Lisa und Trudy Bronner durchschneiden das Band zum Museum. Die acht Bewohner des Hauses sind bereits zum 1. April eingezogen und genießen bereits die tolle Atmosphäre im Haus.
Museum erstmals vorgestellt
Das Museum zur Geschichte der Familie Bronner wird eben an diesem Eröffnungstag erstmals vorgestellt. Anke Buhl hat die Ausstellung in den niedrigen kleinen Kellerräumen konzipiert. Die Gestaltung übernahm das Büro Tiedemann und Lahay aus Ulm. Im ersten Raum des Museums wird die Geschichte auf lebendigen Schautafeln erklärt. Im zweiten Raum sind sechs Videofilme, welche über eine vierteilige Monitorwand präsentiert werden. Mike, David, Lisa und Trudy Bronner sowie Gero Leson erzählen vom Spirit von Dr. Bronner’s.

An den ersten vier Öffnungstagen des Museums konnten jeweils bis zu 100 Besucher verteilt auf den jeweiligen Öffnungszeitraum gezählt werden. Das Museum wird von Michael Schick betreut und dem Museum zur Geschichte von Christen und Juden geführt.
So ist nach dem Bericht in der F.A.S. etwas entstanden, was sich niemand zuvor vorstellen konnte. Die Laupheimer Bürger beobachteten das Projekt vom Spatenstich bis zur Eröffnung. So wurde das Projekt Bronner Haus zum mehrfachen Vorbild. Letztendlich gilt der große Dank der Familie Bronner, die zurück zu den Wurzeln gefunden und hier in Laupheim viel Geld investiert hat. Mit dem Wissen, dass es ein absolutes Non-Profit- Projekt ist.
D A N K E
Wer das Bronner’s Museum am Judenberg 2 bestaunen möchte, hat dazu anlässlich des zweiten Jahrestags der Eröffnung am Donnerstag, 28. Mai, von 14 bis 16 Uhr und am Dienstag, 2. Juni, von 16 bis 18 Uhr die nächsten Gelegenheiten.
Spannende Filme über die Firma Bronner’s und ihre Rückkehr zu den Wurzeln der Seifenproduktion gibt es hier (Opens in a new window).
Der Bayerische Rundfunk hat einen Podcast zu der Geschichte veröffentlich. Hier geht’s zum Beitrag (Opens in a new window).
+++ Gut zu wissen
Bäckerei Baumgärtner hört auf - Bäckerei Zoll übernimmt
Nach Mangold und Mäschle ist bald auch die nächste Laupheimer Traditionsbäckerei Geschichte: Die Familie Baumgärtner gibt ihren Betrieb nach 120 Jahren zum 1. Juli auf. Die langjährigen Inhaber Helga und Robert Baumgärtner gehen in den Ruhestand. Sohn Daniel, der vor zwei Jahren die Geschäftsführung übernommen hat, sieht sich nicht in der Lage, den Betrieb alleine zu stemmen, teilt die Familie mit. Aber ein Nachfolger steht bereits in den Startlöchern: Die Bäckerei Zoll aus Ummendorf wird beide Filialen in der Hasenstraße und Kapellenstraße nach kurzer Umbaupause nahezu nahtlos übernehmen.

Heimatfest: Merch-Shop startet am 28. Mai
Erstmals gibt es zum Laupheimer Kinderfest ein offizielles Merchandising mit eigenem Verkaufsraum mitten in der Stadt. Hinter der Idee stecken vier Freunde, die ihre Begeisterung für das Heimatfest in moderne Fanartikel übersetzt haben. Verkauft wird an den Marktsamstagen 30. Mai, 6. Juni, 13. Juni und 20. Juni. Der Heimatfest-Store in der Mittelstraße 1 öffnet ab 28. Mai um 18 Uhr mit einer kleinen Feier, danach Mittwoch bis Freitag 10 bis 18 Uhr sowie am Samstag 10 bis 13 Uhr. Ab dem 15. Juni gibt es verlängerte Öffnungszeiten. Weitere Infos auf Insta und WhatsApp unter HEIMATFEST.SHOP (Opens in a new window).
Einen ausführlichen Bericht dazu gibt’s im nächsten Heimatfest-Newsletter Ende der Woche!
+++ CarlLächelt (die Rubrik zum Schmunzeln)
Schwarzkümmelöl ist kein Opiad
Kleiner Fehler, große Wirkung: In den Bericht über den Betrugsversuch einer Kundin in einer Laupheimer Apotheke hat CarlL eindeutig ein Wort zu viel eingebaut. Die Frau hatte sich wie berichtet ein Fläschchen Schwarzkümmelöl ausgesucht und angeblich DAFÜR ein (gefälschtes) Rezept vorgelegt. Das stimmt nicht. Das Rezept war für ein anderes Mittelchen, und dieses gehörte zur Gruppe der Opiade, nicht das Öl. CarlL bittet den Fehler zu entschuldigen und schwört, vor dem Bearbeiten des Polizeiberichts nichts Benebelndes zu sich genommen zu haben - auch kein Schwarzkümmelöl.
+++ VeranstaltungsCARLLender
28.05.
19 Uhr, Eventraum Gartengestaltung Schick in Bronnen, Open Stage der Kulturplattform Laupheim: Urwerk 40. Eintritt frei, Spenden sind erwünscht.
28.05.
14 Uhr, Judenberg Laupheim, Dr. Bronner’s Museum hat geöffnet. Infos hier (Opens in a new window).
14 Uhr, Rosengarten beim Schloss/Kulturhaus, Rosengartenführung. Infos hier (Opens in a new window).
18 Uhr, Eröffnung Heimatfest-Shop in der Mittelstraße 1.
31.05.
14 Uhr, Museum, Führung durch die Sonderausstellung “Laupheim im Herzen. Das Fotoarchiv von Theo Miller”. Infos hier (Opens in a new window).
14 Uhr, Museum, Familien-Nachmittag rund ums Thema Heimatfest, mit Kurzführung zur Entstehung des Fests und Bastelaktion für Kinder. Infos und Anmeldung hier (Opens in a new window).
+++ Save the Date
4.-7.6.: Zeltfest des MV Obersulmetingen. Infos hier (Opens in a new window) und im nächsten Newsletter.
4.6.: Höhenanlagenfest (Höhenanlage Laupheim)
19.6.: Mittsommerfest der Werbegemeinschaft “Treffpunkt” Laupheim
20.6.: Laupheimer Rosenmarkt
20.6.: Streetfood-Festival Obersulmetingen
21.6.: Kleinlaupheimer Fahnenhissen
24.6.: Heimatfest-Kulturabend der Bischof-Ulrich-Grundschule Obersulmetingen und der Ivo-Schaible-Schule Baustetten im Kulturhaus. Infos und letzte Tickets hier (Opens in a new window).
25.6.-29.6. Kinder- und Heimatfest
Eure öffentliche Veranstaltung fehlt?
Das Projekt CarlL ist erst am Anfang, das gilt auch für den VeranstaltungsCARLLender. Veranstaltungstipps werden gerne angenommen per Mail an reiner@carll.de (Opens in a new window)
Liebe CarlL-Community,
um den kostenlosen Newsletter und künftig auch die Website mit Informationen zu füllen, ist die Mitarbeit von Vereinen, Unternehmen und Veranstaltern gefragt: Schickt eure Texte, Fotos, Termine an reiner@carll.de (Opens in a new window)
… und: macht Werbung für CarlL, leitet den Newsletter weiter und weist darauf hin, dass man sich jederzeit selbst als Empfänger registrieren kann. Und zwar hier:
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Zur Person:
Ich bin Reiner Schick, 60 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Söhne (9 und 14 Jahre). Ich stamme aus Bronnen, wohne aber seit 20 Jahren in Laupheim. Die meisten von euch werden mich als langjährigen Redakteur der Schwäbischen Zeitung kennen, für die ich mehr als 30 Jahre lang tätig war - zunächst 18 Jahre in Biberach im Lokalsport, dann zehn Jahre in Laupheim und zuletzt sechs Jahre in Ehingen, jeweils als Redakteur für Lokales. Zum 1. Mai 2025 habe ich die SZ verlassen - um etwas Neues zu wagen: Das in Laupheim bislang einmalige Projekt CarlL.
Warum CarlL?
Die Antwort ist naheliegend: Der Titel ist eine Hommage an die wohl berühmteste Laupheimer Persönlichkeit, Carl Laemmle. Auch er hat mit der Gründung einer Filmstadt in den USA einst etwas Neues gewagt - und was daraus geworden ist, weiß jeder. Warum also nicht jemanden, der vor gut 100 Jahren Hollywood den Weg geebnet hat, zum Vorbild für ein Medienprojekt nehmen? Das zweite, große L in CarlL steht für Laemmle, Laupheim, Lokaljournalismus - sucht’s euch aus.