
Am Wochenende hatten wir unseren letzten Dice-Actors-Dreh des Jahres 2025. Während wir die Kameras ein letztes Mal ausschalteten, wurde es plötzlich ein bisschen nostalgisch: Was für ein wahnsinniges Jahr! Heute nehmen wir euch mit in die kleinen, chaotisch-liebenswerten Momente dieses Drehwochenendes.
Von Eschbach nach Berlin
Irgendwann nehme ich (Aylin) den Hubschrauber (oder einen Teleportationskreis), um noch schneller in der Hauptstadt und bei Rieke und ihren Katzen zu sein. Bis es so weit ist, brauche ich 6,5–7,5 Stunden, um das Ziel zu erreichen. Doof!
Doch schon kurz nach der Ankunft in Riekes Wohnung war die Fahrt vergessen: Es ging schließlich um die Twitch Stream Awards! Eigentlich wollten wir Farinas Tradition der Gesichtsmasken weiterführen, aber das fiel vor lauter Erklärungen aus. Denn es stellte sich heraus, dass Rieke alle Streamer*innen und alle nominierten Clips kennt und ich … immerhin zwei Streamer plus einen Clip (richtiger Twitch-Boomer). Es war dementsprechend sehr lustig, wie Rieke mir die Twitch-Welt näherbrachte. Wie fändet ihr es eigentlich, wenn die Dice Actors dort nächstes Jahr nominiert wären? Wir fänden das seeeeeeehr cool!
Ein Blick ins Studio
Freitags ging es für uns früh los, um geheime Dinge zu erledigen. Da diese sehr anstrengend waren, gab es zur Mittagszeit einen kleinen Boxenstopp im LPG-Biomarkt. Danach durfte ich Rieke ins Studio begleiten, um ihr bei der Arbeit zuzusehen. Das war sehr cool. Leider musste ich eine NDA (Verschwiegenheitserklärung) unterschreiben, weshalb ich euch nicht mehr darüber erzählen darf, außer: Zack, zack, hier vielleicht noch mal eine zweite Aufnahme, schwupps, im Kasten, danke, weiter.
Ich war fasziniert davon, wie schnell sich Rieke auf die unterschiedlichen Takes eingestellt hat. Da gab’s kein Warm-up oder ein langes vorheriges Anschauen der Szene, sondern sie war on point in ihrer Rolle und hat abgeliefert. Einfach wow!
Auf dem Heimweg plauderten wir über Synchron, meine Zeit bei KSM Anime und das bevorstehende Wochenende. Tim wurde leider von Migräne heimgesucht, weshalb ich mich als Ersatz für den Aufbau meldete. Rieke wollte auch mitkommen, musste sich jedoch der Aufgabe stellen, die einer Kreatur aus einem Horrorfilm gleicht: der Buchhaltung.
Und dem Erstellen des Drehplans.
Und der Prioritätenliste.
Und der Vorbereitung ihres Charakters für die Hüter.
Puh!
Daher waren Carina, Rubi, Patze und ich allein verantwortlich. Nun, was soll ich sagen: Das „Wie“ ist doch nicht so wichtig, wenn das Ergebnis stimmt, oder? Wir haben hundert Prozent Kompetenz bei völliger Ahnungslosigkeit ausgestrahlt. Zum Glück hatten wir Patze als Mann dabei, der uns durch seine Stärke zum Erfolg verholfen hat.
Wieder bei Rieke wollte ich uns zum Filmabend von Wicked, Teil 1 das ultimative Abendessen besorgen: einen Döner von Oggi’s Gemüsekebab. Ich hatte bis dato nur die Erzählungen von Rieke, Kelly und Alex gehört, die sich einig waren, dass der Döner fester Bestandteil der Kulinarik eines Dreh-Wochenendes wäre – wäre da nicht die lange Wartezeit. Ich fiel am Freitagabend der Annahme zum Opfer, dass die Warteschlange recht kurz aussah. Hätte ich gewusst, dass ich über 45 Minuten in der Kälte anstehen müsste, hätte ich vielleicht doch etwas anderes gewollt. ABER der Wunsch nach diesem Döner war stark und was soll ich sagen: Das Ding ist ein Träumchen! Ich würde ihn echt öfter essen, wäre die lange Wartezeit nicht.

Die Spielis zu Tisch
Nach dem gemeinsamen Frühstück in der Arena begutachteten die anderen unser Werk vom Vorabend und beschlossen, dass es nur ein bisschen Optimierungsbedarf gab. Man lernt bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Neben den regulären Folgen war die To-do-Liste der weiteren Aufnahmen lang und wir hätten beinahe alles abarbeiten können – wäre da nicht ein Verlängerungskabel gewesen. Ihr wisst, dass die Dice-Actors-Folgen nicht zwischendrin gecuttet werden, sondern in einer einzigen Aufnahme, die zwischen 2–5 Stunden dauert, gedreht wird. Das bedeutet, dass wir natürlich nicht in eine laufende Aufnahme platzen können, um ein Verlängerungskabel zu holen, das im anderen Studio (Y) benötigt wird. Somit konnten wir nicht parallel Dinge erledigen. Das war frustrierend und warf uns im Zeitplan zurück. Umso schöner, dass wir den Abend toll abschließen konnten.

Einmal die Ente mit Rotkohl und Klößen, bitte!
Es gibt Dinge, auf die man sich in der Weihnachtszeit freut: Lichter, Plätzchen, Glühwein… und für Stephie und Rieke seit letztem Jahr vor allem die legendäre Ente vom Italiener um die Ecke am Samstagabend.
Letztes Jahr, nach einem Dezember-Dreh, stolperten wir wie gewohnt durch die Türen unseres Stamm-Italieners. Auf der Wochenkarte lächelte uns die Ente entgegen. Neugierig probierten wir diese und schwebten auf Wolke 7. Also stand auch für dieses Jahr fest: Die Ente muss wieder her. Das wird jetzt Tradition!
Tim bekam den Auftrag seines Lebens: „Bitte einmal beim Italiener anrufen und herausfinden, ob die Ente auch dieses Jahr wieder am Start ist.“
Gute Nachricht: Ja, die Ente gibt es!
Schlechte Nachricht: Kein Tisch für uns. Komplett ausgebucht. Rappelvoll. Ente unavailable.
Mit hängenden Schultern zogen wir weiter ins nächste Restaurant. Dort der Hoffnungsschimmer: Ente auf der Karte! Whoaaa! Stephies und Riekes Augen funkelten!
Doch als Rieke gerade die Ente bestellen wollte, sagte der Kellner: „Ich möchte ehrlich sein… Ich würde heute nicht die Ente nehmen. Wir hatten mehrere Beschwerden.“
Critical Hit – mitten ins hungrige Herz.
Also wurden es am Ende Rindergulasch, Wildschweinfilet, Schokokuchen und Kartoffelrösti mit Lachs — lecker, aber eben… keine Ente.

Vielleicht fragen wir im nächsten Jahr einfach Branka, Fee und den Rest der Bolzenbande, ob sie für uns auf Entenjagd gehen können.
Wiedersehen im neuen Jahr
Das ganze Wochenende war von Emotionen erfüllt, und auch der Sonntag wurde zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach dem Folgendreh und dem abschließenden Abbau wurde uns bewusst, dass das der letzte Dreh für 2025 war. Kaum zu glauben, dass wir in dieser Konstellation erst 2026 wieder zusammenkommen. So viele Fragen sind offen! Wie zum Beispiel, ob Spoiler, oder ob Spoiler, oder wie war das noch mit Spoiler?!
Rieke überzeugte mich, eine weitere Nacht bei ihr zu verbringen, indem sie mich mit Oggis lockte (ich verfressenes Etwas!). Diesmal war es Kelly, der den Lieferdienst spielte und Rieke, Alex und mich versorgte. Danke, Kelly! Um noch mehr Tränen zu vergießen, schauten wir den Kultfilm My Girl (1991), den eine anwesende Person zur Bestürzung von Rieke und Alex bis dato nicht kannte. Nach dem emotionalen Ende des Films wurde noch irgendwas geguckt, doch ich befand mich zu dem Zeitpunkt bereits im Land der Träume.

Das war’s auch schon mit dem Recap vom Wochenende, das wir wieder in einem Wort zusammenfassen möchten: FUNSTRENGEND!
Wir sind gespannt, wie die Folgen bei euch ankommen und wie euch unsere Pläne für 2026 gefallen werden. Große Dinge werfen ihre geheimen Schatten bekanntlich voraus?!

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