Im Jahr 2089 ist ein Wissenschaftsteam unter der Führung der Archäologen Elizabeth Shaw und Charlie Holloway mit dem Raumschiff Prometheus im All unterwegs, um im Auftrag des Konzernchefs Peter Weyland den Ursprung der Menschheit zu finden. Zahlreiche archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Menschheit von Astronautengöttern, den so genannten Konstrukteuren, geschaffen wurde. Eine auf alten Wandmalereien gefundene Sternenformation deutet auf den weit entfernten Mond LV-223 als Heimatwelt der Konstrukteure hin. Nachdem die Prometheus den Mond erreicht hat, finden die Wissenschaftler, zu denen auch der Androide David gehört, dort neben dem Ursprung der Menschheit das absolute Grauen. Hier nahm die Geschichte des gefürchteten Aliens ihren Anfang als ein Virus, der eine ganze Fauna befallen kann. Jetzt erfahren wir, warum das Wesen auch Xenomorph genannt wird.
Prometheus - Dunkle Zeichen ist ein US-amerikanisch-britischer Science-Fiction-Horrorfilm von Ridley Scott aus dem Jahr 2012. Das Drehbuch schrieben Jon Spaihts und Damon Lindelof, die bekannt für die neue Dune-Trilogie und die Serie Lost (2004) sind. In den Hauptrollen sehen wir u.a. Noomi Rapace als Elizabeth Shaw, Michael Fassbender als David, Charlize Theron als Meredith Vickers, Idris Elba als Captain Janek und Guy Pearce als Peter Weyland. Die stimmungsvolle Filmmusik stammt von Marc Streitenfeld und Harry Gregson-Williams.
Zunächst war Prometheus - Dunkle Zeichen als Prequel zu Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979) gedacht. Doch das Drehbuch entwickelte sich zu einer eigenständigen Geschichte und dem Beginn einer neuen Alien-Reihe. Ridley Scott plante insgesamt drei Fortsetzungen von Prometheus, wobei die dritte dann den inhaltlichen Anschluss an seinen ersten Alien-Film liefern soll. Bisher gibt es die Nachfolgefilme Alien: Covenant (2017) und Alien: Romulus (2024) von Fede Álvarez.
Prometheus - Dunkle Zeichen ist ein Werk mit überwältigenden Bildern, einer tiefsinnigen Story, verschiedenen Alienkreaturen, großartigen Effekten und guten Schauspielern - herausragend vor allem Michael Fassbender und Noomi Rapace. Wieder war der Schweizer Künstler HR Giger beteiligt, einige seiner nicht benutzten Entwürfe für Scotts ersten Alien-Film wurden nun verwendet. Die Vielfalt des Xenomorphs ist fantastisch, wir erleben u.a. einige tolle oktopodenartige Kreaturen und ein Proto-Alien, was dem bekannten Ungeheuer aus den Vorgängerfilmen schon sehr nahe kommt. Neben den grandiosen Monstern gibt es fiese Body-Horror-Elemente und natürlich den unterschwelligen kosmischen Horror, den wir von allen bisherigen Alien-Filmen kennen. Kombiniert wird das mit einigen Anleihen an alte Science-Fiction-Trashfilme, einer zutiefst nihilistischen Prämisse und den Theorien der Prä-Astronautik, die vor allem durch Erich von Däniken in die Popkultur Einzug hielten.
All die Kritiker, denen Prometheus damals nicht genug "Alien" war, dürften spätestens nach Erscheinen der Serie Alien: Earth (2025) verstummt sein. Prometheus fügt sich optisch, produktionstechnisch und inhaltlich bestens in die Alien-Filmreihe ein und bleibt ihrer grundlegenden Philosophie treu. Das schaffte die Alien-Serie nicht.
Der fünfte Film der Alien-Reihe ist mit seinen exzellenten Schauwerten, der unheimlichen Stimmung und dem gelungenen Story-Mix aus Paläo-SETI, nihilistischer Entzauberung metaphysischer Vorstellungen und dem kosmischen Horror ein Paradebeispiel für die filmische Umsetzung des kosmischen Pessimismus eines Eugene Thackers und einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
https://www.imdb.com/de/title/tt1446714/ (Opens in a new window)