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Meine Bücher des Jahres (2025)

An abstract and playful painting representing a stack of colorful books with visible brushstrokes. The books are depicted as simple rectangular shapes in bright, vibrant colors like red, yellow, and blue, arranged in a harmonious and balanced way. The background features various shades of green and blue to create a natural and calming atmosphere. The composition is flat and two-dimensional with a decorative, artistic feel, emphasizing simplicity and playfulness. The brushstrokes are lively and textured, conveying a sense of energy and creativity.

Ihr Lieben, Andreas da.

Hier sind die besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe – unabhängig von ihrem Erscheinungsjahr, aber chronologisch nach dem Lesezeitpunkt geordnet. Sie sind jeweils mit Affiliate Links versehen, wenn ihr sie kauft, bekomme ich einen Mini-Anteil des Umsatzes.

Liebeskummer bewältigen in 99 Tagen von Michèle Loetzner (Opens in a new window)

Klingt unseriös, habe ich seither aber mindestens 20 Menschen weiterempfohlen. Viele kleine, praktische Tipps, nette Anekdoten, viel Evidenz aus der Psychologie. Das sollte jede:r zu Hause haben, denn es bleibt den wenigsten von uns erspart. Wenn ihr Freund:innen habt, die eine Trennung durchmachen, schenkt ihnen dieses Buch.

Polarized by Degrees: How the Diploma Divide and the Culture War Transformed American Politics von Matt Grossmann und David Hopkins (Opens in a new window)

Ziemlich trocken zu lesen, aber mit das Beste, was ich zur Politik der Gegenwart gelesen habe. Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat studiert und verabschiedet sich zunehmend von Menschen, die es nicht getan haben – in Normen, Werten etc.

Breaking the Social Media Prism von Chris Bail (Opens in a new window)

Wir verbringen immer mehr Zeit auf Social Media, und dieses Buch erklärt, warum die Welt durch die Social-Media-Brille so düster und polarisiert aussieht – auch wenn sich die Realität vielleicht gar nicht so stark verändert hat. Hochinteressant.

In schlechten wie in guten Tagen. Die Ehe – eine Liebesgeschichte von Stephanie Coontz (Opens in a new window)

Wer glaubt, dass die klassische Hetero-Ehe zwischen Mann und Frau, in der der Mann arbeitet und die Frau auf die Kinder aufpasst, „traditionell“ ist, dem sei dieses Buch empfohlen. Eine Geschichte der Ehe, die immer schon viel bunter war, als die meisten von uns wissen. Eine Aufforderung, zu lieben und zu leben, wie man möchte.

Sanfte Radikalität von Jagoda Marinić (Opens in a new window)

Ich hatte das Privileg, Jagoda heuer kennenlernen und interviewen zu dürfen (Opens in a new window). Das Buch ist schlau, konstruktiv und einfühlsam. Es ist ein „Post-woke“-Buch, in dem Jagoda ihre eigenen Erfahrungen mit der Verbesserung der Welt schildert.

Zuhören: Die Kunst, sich der Welt zu öffnen von Bernhard Pörksen (Opens in a new window)

Auch Pörksen durfte ich interviewen. (Opens in a new window) Das Buch hat mich geprägt. Es handelt davon, warum wir bei manchen Krisen oder Ungerechtigkeiten wegschauen und bei anderen hin. Und wie man als aktive:r Bürger:in einen konstruktiven Zugang zur Welt findet.

Freunde lieben. Die Revolte in unseren engsten Beziehungen von Ole Liebl (Opens in a new window)

Wo ziehen wir die Grenze zwischen Freundschaft und Romantik? Warum schlafen wir nicht manchmal auch mit unseren Freund:innen? Ole ist Philosoph und Content Creator, er war auch bei mir zu Gast (Opens in a new window), und sein Buch ist äußerst lesenswert.

Kommt zusammen!: Die Kunst (und Wissenschaft!) sexuell erfüllter Beziehungen von Emily Nagoski (Opens in a new window)

Je länger man sich kennt, desto weniger beruht guter Sex auf spontaner Anziehung („Ich springe dich an“), und desto mehr muss man Sex ganz bewusst zur Priorität machen und ja, auch im Kalender einplanen. Sehr überzeugend argumentiert.

Verändere dein Bewusstsein von Michael Pollan (Opens in a new window)

Eine absolut faszinierende und – wie von Pollan gewohnt – außerordentlich akribisch recherchierte Reise in die Welt der Psychedelika wie LSD oder Psilocybin, den weirden Umgang unserer Gesellschaft mit Drogen – schädliche wie Alkohol oder Cannabis sind normalisiert, harmlosere wie LSD illegal – und ihren Einsatz in der modernen Psychotherapie. Eines meiner Highlights des Jahres.

Trennt euch!: Ein Essay über inkompatible Beziehungen und deren wohlverdientes Ende von Thomas Meyer (Opens in a new window)

Wahrscheinlich das Buch, das ich in meinem Leben schon den meisten Menschen persönlich empfohlen habe (zusammen mit The Righteous Mind (Opens in a new window)). Eine absolute Sensation: kurzweilig und schlau argumentiert Meyer, dass wir viel zu lange in Beziehungen bleiben und dass sich viel mehr Menschen eigentlich trennen sollten. Für mich heuer das Buch des Jahres, weil es erstens so gut und zweitens so lehrreich für mich ist.

Die Jahre (Opens in a new window), Der Platz (Opens in a new window) und Eine Frau (Opens in a new window) von Annie Ernaux

Ich liebe die Bücher und die Stimme von Annie Ernaux. In „Die Jahre“ führt sie durch ihr Leben und die französische Gesellschaft, und ich hänge ihr an den Lippen. In „Der Platz“ schildert sie ihren Vater, in „Eine Frau“ ihre Mutter. Grandios.

Das Sterben der Demokratie: Der Plan der Rechtspopulisten – in Europa und den USA von Peter Neumann und Richard Schneider (Opens in a new window)

Dieses Buch argumentiert einleuchtend, dass Demokratie ohne Liberalismus nicht lange Demokratie bleibt. Anschauliche Schilderung der Lage in vielen Ländern.

Abundance von Ezra Klein und Derek Thompson (Opens in a new window)

Wenn zwei meiner liebsten Journalisten gemeinsam ein Buch schreiben, verwundert es wenig, dass es zu meinen Büchern des Jahres wird. Progressive politische Kräfte müssen im 21. Jahrhundert wieder lernen, wie sie positiv Projekte ermöglichen. Wir brauchen mehr und nicht weniger: Abundance statt Degrowth. Überzeugend.

How Modern Media Destroys Our Minds von The School Of Life (Opens in a new window)

Ich versuche jedes Jahr, zumindest ein Buch von Annie Ernaux und eines von The School of Life zu lesen. Als Journalist kann ich sagen: Dieses Buch ist eine der besten Kritiken von Medien, die ich kenne. Ich teile nicht alles, aber es ist hochinteressant.

Das ist kein Spaziergang von Martin Zinggl (Opens in a new window)

Zinggl ist Auslandsreporter und hat sich mit 40 gedacht, er macht mal was Neues. Also ging er von Wien zu Fuß nach Istanbul. Ich habe sehr mit ihm mitgefiebert. Das Buch kommt komplett ohne Pathos aus und lässt einen ins Träumen kommen. Schön.

Bi: The Hidden Culture, History and Science of Bisexuality von Julia Shaw (Opens in a new window)

Ein riesiger Augenöffner für mich. Die größte sexuelle Minderheit, die in vielen Köpfen aber trotzdem keinen Platz findet. Sowohl von der Hetero-Mehrheit als auch von manchen in der LGBTIQ-Szene diskriminiert. Toll recherchiert und geschrieben.

Validieren: Wie echtes Erkennen und Anerkennen Beziehungen transformiert und uns neu verbindet von Katharina Henz (Opens in a new window)

Die Psychotherapeutin Kathi Henz – ebenfalls Stammgästin bei Erklär mir die Welt – über eine der wichtigsten Dinge im Leben: gesehen werden und andere sehen. Das bewirkt Wunder. Ein gut lesbares Büchlein, von dem de facto jede:r profitieren wird.

Ich habe bis zum 20. Dezember heuer insgesamt 36 Bücher gelesen. 19 davon sind oben gelistet, weil ich sie sehr empfehlen kann. Eine sehr gute Quote.

Insgesamt komme ich heuer wahrscheinlich auf 38–39 Bücher. In den Feiertagen werde ich definitiv viel lesen. Das ist für mich ein Rekord.

2024 waren es 34, 2023 noch 32 Bücher.

Ein quantitativ und qualitativ sehr gutes Buchjahr für mich.

Welches Buch sollte ich 2026 dringend lesen?

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