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Fairplay 153 – Rezension: Mondbasis Shackleton

Der Mond ist auch nur ein großer Spielplan

Das Weltall. Unendliche Weiten. Und unendlicher Raum für Spielideen. So viel Raum, dass im vergangenen Jahr gleich ein ganzes Spieleregal mit Titeln zu diesem generischen Thema erschienen ist.

Mal ging es um kriegerische Auseinandersetzungen, mal um die Besiedlung ferner Planeten. Meistens hübsch bunt, denn kräftige Farben bilden einen großartigen Kontrast zum Schwarz des Weltraums. Nur der Mars ist bloß orange wie ein amerikanischer Präsident.

In MONDBASIS SHACKLETON geht die Reise ausnahmsweise nicht ganz so weit: nur bis zum nächsten Trabanten der Erde, genauer gesagt zum Südpol des Mondes. Hier arbeiten Konzerne an unterschiedlichsten Zielen, und ich bin direkt involviert.

Da das Spiel ein Arbeiter*innen-Einsetzspiel ist, habe ich in jeder der drei Runden sechs Astronaut*innen in drei verschiedenen Farben dabei. Bin ich am Zug, dann schicke ich diese von meiner Rakete, die ich mir am Anfang der Runde ausgesucht habe, durch den Raum zu ihrem Arbeitsort. Und diese sind abwechslungsreich. Mal dürfen meine Astronaut*innen Gebäude errichten, mal beschaffen sie mir neue Handkarten oder sie arbeiten mit den für alle verfügbaren Konzernen zusammen. Oder sie werden zur Ressourcenbeschaffung an den Rand des Südpols geschickt. Hier wird dann auch ihre Farbe relevant, denn je nach Farbe gibt es andere Dinge zu holen: Geld, Baumaterialien oder das, was für die Aktionen mit den Konzernen so gebraucht wird. Das Aussenden ist nicht kostenlos. Am Südpol bekomme ich umso mehr Ertrag, je mehr Felder dort aktiviert werden können – was nur dann der Fall ist, wenn auf diesen Feldern Gebäude stehen. Stehen nur fremde Gebäude, dann muss ich Geld an meine Mitspieler*innen abdrücken. Geld bezahlen muss ich auch dann, wenn ich mich zu einer Aktion stelle, die bereits von anderen Spieler*innen besetzt ist. Zwar sind die Aktionen immer verfügbar, sie werden aber immer teurer, je öfter sie in einer Runde gewählt werden. Glücklicherweise geht hier das Geld an die Bank. Die Runde endet mit einer Rückholphase, die ebenfalls sehr interaktiv ist. Hier geht es um die Verteilung der Astronaut*innen, die zuvor zum Mond geschickt worden sind, auf die Basen. Ein*en Astronaut*in erhalte ich, wenn ich die Mehrheit an Gebäudesegmenten in der jeweiligen Reihe oder Spalte habe. Es ist also doppelt wichtig, vorher schon zu überblicken, wohin ich welchen Astronaut*in sende. Kommen diese in meine Basis zurück, dann geben sie mir unterschiedliche Fähigkeiten und Boni – je nach Farbe und Gebäude, in das sie eingesetzt werden. Sinnvoll ist es (erfahrungsgemäß) beispielsweise, ein wenig Einkommen zu generieren und die am Ende der Runden anfallenden Wartungskosten für die Gebäude ein wenig zu drücken.

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