
In unserem Nachklapp setzen wir uns noch einmal intensiver mit der Frage auseinander, welche Bedeutung Otto von Bismarck (Opens in a new window) tatsächlich für die deutsche Geschichte hat. Dabei steigen wir direkt in eine Debatte über die Kategorie der „historischen Größe“ ein. Wir diskutieren, ob man einzelnen Personen diesen Status überhaupt zubilligen sollte, und reflektieren über Jakob Burckhardts (Opens in a new window) Definition des „großen Mannes“, ohne den die Welt unvollständig schiene. Solveig äußert hierbei eine deutliche Skepsis gegenüber diesem Personenkult, da er oft politisch instrumentalisiert wird, um teleologische Welterklärungen zu liefern. Wir stellen uns die Frage, ob Gesellschaften sich nicht vielmehr durch ein kollektives Miteinander formieren, anstatt durch das Wirken einzelner Individuen.