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Ich streichle meinen Bauch.

Ein freier Beitrag über Foodbelly/ Foodbabybauch und Eskalation

Nicht aus Eitelkeit, nicht aus Sentimentalität – sondern aus schlichter, beinahe medizinischer Fürsorge.

Warum?

Nun ja. Ich habe meine Contenance verloren. Vollständig. Mit Anlauf. Und mit Gabel.

Der Plan war nobel, fast asketisch:

Weihnachtsessen. Vorsätze. Maß und Ziel.

Eine kleine moralische Kerze im Fenster der Selbstdisziplin.

Fünf Bratwürste, zwei Kilogramm Sauerkraut, eine beträchtliche Menge Tee und eine Mascarpone-Creme später liege ich nun hier – bewegungsarm, reflektierend, leicht leidend. Der Vorsatz, selbst am Heiligen Abend Maß zu halten, ist nicht etwa leise gescheitert. Er ist spektakulär implodiert.

Ich bin eskaliert.

Nicht beim eigentlichen Mahl, wohlgemerkt. Das geschah würdevoll, im Kreise der Familie, mit Haltung, Serviette und sozial akzeptierter Portionierung.

Nein. Es war das Danach.

Jener gefährliche Zustand, wenn die Töpfe noch warm sind, die Küche unbewacht, und niemand entschieden genug „Reste einpacken!“ ruft.

In meinem Fall bedeutete das kein gelegentliches Nachsehen, sondern ein oszillierendes Pendeln zwischen Sofa und Küche. Ich fand mich wiederholt – scheinbar ohne bewusste Entscheidung – mit gesenktem Kopf und bewaffneter Gabel über dampfenden Gefäßen.

Der eine nennt es naschen.

Der andere spricht von schnabulieren.

Ich nenne es: Verdunstung.

Denn seien wir ehrlich – es ist warm in der Küche. Sehr warm. Und gutes Essen verdunstet unter solchen Bedingungen bekanntlich rasch. Mitunter ganz von allein. Fast ohne mein Zutun.

Wie dem auch sei:

Mein inneres Wiesel liegt nun neben mir. Reglos. Reumütig. Es gelobt Besserung. Nie wieder eine derartige Eskalation. Vielleicht… eine klitzekleine Ausnahme. Irgendwann.

Die Bauchdecke spannt schmerzhaft, jede Bewegung erzeugt ein leises, aber eindringliches Unbehagen – eine Mischung aus kulinarischer Hybris und körperlicher Konsequenz.

So liegen wir da.

Satt. Geläutert.

Und streicheln vorsorglich den Bauch.

Sag: War das nun Maßlosigkeit – oder einfach nur ein sehr konsequent gelebtes Weihnachtsritual?

Ich glaube ich ziehe die Fastenzeit vor.

Oder versuche mich zumindest zurück zu halten. Silvester kommt ja auch noch. Und dazwischen die Ente… (oh mei….)

Bleibt's xund, und hört die Tage nicht auf die Waage, eure Frau Kruemelkuchen

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Viel Spaß beim Lesen

Frau Kruemelkuchen

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