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Zwischen Lippenstift und Lautstärke – Live aus meinem geliebten Chaos

Heute gibt es keine Konserve.

Heute kommt alles live – ungefiltert, ungeschönt, unmittelbar aus meinem geliebten Chaos.

Zwischen Lippenstift, Wimperntusche und einem Becher Kaffee dazwischen jongliere ich mit Technik, Kabeln und der schlichten Frage: Habe ich eigentlich schon an die Brotzeit gedacht?

Denn gleich geht es los – zur EUHA, der größten Hörakustikmesse der Welt, die in diesem Jahr in Nürnberg stattfindet.

Und für mich ist es eine Premiere. Ich war noch nie dort.

Ich weiß nicht, was mich erwartet – nur, dass es groß sein wird, laut, faszinierend. Eine Welt aus Klang, Technik und Begegnung.

Ich bin gespannt wie ein Kompass im Sturm.

Auf die Vielzahl der Aussteller, die funkelnden Neuheiten, auf Gespräche, die sich zwischen Neugier und Fachsprache entfalten werden, auf Vorträge, Präsentationen und menschliche Momente.

Es ist diese besondere Mischung aus Präzision und Leidenschaft, die mich reizt – dort, wo Wissenschaft auf Menschlichkeit trifft, wo Innovation plötzlich Herz bekommt.

Und dann ist da mein inneres Wiesel – quirlig, hibbelig, mit glänzenden Augen voller Vorfreude. Es läuft bereits im Kreis, poliert imaginär den Notizblock und übt Smalltalk mit Fachpublikum.

Auf der anderen Seite steht meine Wasserbüffelin – stoisch, gelassen, bedacht. Sie kaut seelenruhig auf einem metaphorischen Grashalm und mahnt zur Ruhe: „Langsam, Wieselchen. Erst atmen. Dann hören.“

Ich schmunzle.

Denn beide haben recht.

Uns erwartet eine Akustik, die alles andere als barrierefrei sein dürfte: hallende Messehallen, Stimmengewirr, Lautsprecher, Gespräche im Hintergrund.

Für viele bloß ein Klangteppich – für mich eine akustische Expedition.

Ich werde mich konzentrieren müssen, bewusst hören, bewusst atmen, bewusst bleiben.

Aber genau das macht solche Tage so wertvoll:

Sie fordern mich, sie prüfen meine Grenzen – und sie zeigen, was alles möglich ist.

Ich werde müde heimkehren, gewiss. Aber mit einem Kopf voller Eindrücke, einem Herzen voller Begegnungen und vielleicht auch mit neuen Ideen für meine Arbeit, meine Beratung, mein Schreiben.

Ich freue mich besonders darauf, dass viele gehörlose und schwerhörige Menschen vor Ort sein werden – wissbegierig, offen, mutig.

Denn genau hier geschieht, was echte Teilhabe bedeutet:

Wenn Technik, Wissen und Mensch aufeinandertreffen – auf Augenhöhe, mit Respekt und Begeisterung.

Heute also: Premiere.

Zwischen Lippenstift und Lautstärke, zwischen Kaffee und Kabeln, zwischen Wiesel und Wasserbüffelin.

Mit offenen Sinnen, wachem Geist – und einem leisen Lächeln für all jene, die wissen, dass hinter jeder Technologie immer ein Mensch steht, der hören will – und fühlen kann.

Bis dahin: Lauscht, lebt, liebt – in dieser Reihenfolge.

Bleibt’s xund,

eure Frau Kruemelkuchen 🩶

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