Früher galt der Klatschmohn, botanisch Papaver rhoeas, als lästiges Wildkraut, heute ist er ein gern gesehener Farbtupfer in rot an Wegrändern, Schuttplätzen und Ödlandflächen. Über Blumenwiesenmischungen hat er aber auch Einzug in zahlreiche Gärten gehalten. Er ist heimisch, gilt als Bienenweide und ist auch für uns essbar. Man findet ihn auf nährstoffreichen Böden und auf sonnigen Standorten. Was die Beschaffenheit des Bodens angeht, ist er wenig wählerisch.

Er blüht in seinem klassischen Rotton von Mai bis in den Juli, gegen Schnecken ist er unempfindlich, seine zahlreichen Pollen bevorzugen die vier- und sechsbindige Furchenbiene, die beide gefährdet sind. Auch die Grünglanz-Schmalbiene und die vom Aussterben bedrohte Mohn-Mauerbiene haben ihn auf der Speisekarte.
Wenn die Pflanze verletzt wird, tritt der giftige Milchsaft aus und seine Pfahlwurzel findet auch bei Trockenheit noch ausreichend Wasser im Boden. Wenn man die Pflanze stehenlässt und nicht abmäht oder herauszieht, sorgt der Mohn selber dafür, dass er im nächsten wiederkommt. Vereinzelt kommen bei ihm Mehltau oder Blattläuse vor.
Früher war er Heilpflanze und wurde bei Erkältungen eingesetzt, heute macht man das wegen der schwankenden Konzentrationen der Inhaltsstoffe in Bezug auf die Giftigkeit aber nicht mehr.
Kulturell steht der Klatsch-Mohn für Erinnerung und Frieden. In Großbritannien feiert man den Poppy Day (Mohn-Tag), den Erinnerungstag für im ersten und zweiten Weltkrieg gefallene Soldaten.
Quellen:
Klatschmohn / Papaver rhoeas (Opens in a new window)
Was ist Klatschmohn und was ist Schlafmohn? | freudeamwissen (Opens in a new window)