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Die unverwüstbare Hundsrose

Wusstest Du, dass es weltweit etwa 3.000 verschiedene Arten von Rosengewächsen gibt, und das diese in 95 Gattungen aufgeteilt sind? In Mitteleuropa sind es immerhin noch 120 bis 150 Arten, in Deutschland zählt man zwischen 110 und 120 verschiedene Rosengewächse. Eins von ihnen ist die Hundsrose, botanisch Rosa canina genannt.

Sie ist robust, pflegeleicht und wird bis zu drei Meter hoch. Sie zeigt nicht nur eine schicke Blüte, sondern auch rotglänzende Hagebutten, an denen zahlreiche Tiere ihre helle Freude haben.

Die rosafarbene Blüte der Hundsrose.
Foto: www.pexels.com

Sobald der Boden ein paar Nährstoffe vorzuweisen hat, fühlt sich die Hundsrose pudelwohl. Dass sie wind- und salzverträglich ist, macht sie quasi unverwüstbar.

40 Wildbienen-, eine Schmetterlings-, 45 Raupen-, drei Schwebfliegen- und drei Käferarten können sich an ihr sattfressen. Dazu kommen jeweils 27 Vogel- und genauso viele Säugetierarten, die hier profitieren. Sie ist aber nicht nur ein Vogelnährgehölz, sondern bietet auch entsprechenden Schutz.

In freier Wildbahn wächst die Hundsrose mit Vergnügen an Wald- und Wegesrändern, auf Lichtungen, an Böschungen und als Pionierpflanze auf unbewirtschafteten Wiesen, Weiden und Feldern.

Seinen Namen hat die Pflanze übrigens nicht von den beliebten Vierbeinern, es soll sich vielmehr um eine abwertende Bezeichnung handeln. Das Wort Hagebutte bedeutet soviel wie Hecke und Klumpen.

In Misch- und Schutzpflanzungen nimmt man sie als Pioniergehölz, als stabilisierendes Element an Hängen, Böschungen und Halden und zur Wiederbegrünung von Sand- und Kiesgruben. Sie dient dem Gärtner als Unterlage bei Veredelungen für Rosensorten.

Zahlreiche Hagebutten zieren eine Hundsrose.
Foto: www.pexels.com

Wir nehmen die Hagebutten gerne für Tees oder als Grundlage für Öle und Hagebuttenwein.

In der Kultur der Germanen stand die Hundsrose für das Weiterleben der Seele. Man hat das Holz auf dem Scheiterhaufen bei Leichenverbrennungen verwendet. Das sollte dem Leichnam helfen, in Totenreich “aufzusteigen”.

Pflanzenteile, die durch Gallwespen Wucherungen aufweisen, sollten Säuglingen beim Einschlafen helfen. Die Heckenrose galt als Vermittler zwischen den Welten.

Im Islam glaubt man, dass die Rose aus Mohammeds Schweißtropfen entstanden sein soll. Dort gilt es als respektlos, über Rosen zu gehen.

Im Christentum hat es relativ lange gedauert, die Rose zu integrieren. Das geschah aber spätestens mit der Einführung des Rosenkranz im 13. Jahrhundert. Das Rosenwunder der heiligen Elisabeth trug ebenfalls dazu bei, die Rose im Christentum zu etablieren.

Quellen:

Hundsrose / Rosa canina (Opens in a new window)

Hundsrose – Wikipedia (Opens in a new window)

Die Spirituelle Bedeutung Der Heckenrose | Floristik Haenni (Opens in a new window)

Topic Botanik