Eine Patchwork-Familie für Verrückte
Ox-Interview von Wolfram Hanke
Straighte Beats, bunte Locken und Texte mit Tiefgang, dafür stehen ERECTION. Punks aus Regensburg. Bunte Vögel aus der ostbayerischen Bischofsstadt. Vor drei Jahren hat die Band ihr Debütalbum „Queendom“ in Eigenregie veröffentlicht und seitdem jede Menge Konzerte gespiel, unter anderem beim OxFest 2024 in Essen. Jetzt haben ERECTION den Nachfolger raus und der hört auf den Namen „Plug It In“. Eingespielt hat die Songs auch ein alter Bekannter aus der Punkszene: Vom Ritchie, Schlagzeuger von DIE TOTEN HOSEN. Wie Vom zu ERECTION kam und warum die Band außerdem Teil eines Heilungsprozesses ist, erzählen Sängerin Julia und Gitarrist Stefan aka Schtifn im Interview.

Vor drei Jahren ist euer Debütalbum „Queendom“ rausgekommen. Was habt ihr mit dem ersten Album erlebt?
Julia: Das Album hat uns vor allem nach England getragen. Wir haben da auf dem Rebellion Festival gespielt. Das war sehr geil. Wir haben zwei England-Touren gemacht. Und wir wurden auf das Ruhrpott Rodeo eingeladen. Das war das erste richtig große Festival mit Hauptbühne und vollem Platz.
Schtifn: Dann die Support-Shows für SLIME, die wir gespielt haben. Die waren auch richtig fett. Das Album ist richtig gut angekommen, die Resonanz war durchwegs positiv.
Julia: Das ging weg wie warme Semmeln. Das war alles komplett DIY. Wir waren mehr als zufrieden. Wir mussten sogar eine Nachpressung machen lassen. Die Leute, die sich jetzt „Queendom“ kaufen, bekommen also schon die zweite Auflage.
Das zweite Album heißt „Plug It In“. In den Songs geht es um sehr persönliche Themen wie Existenzangst, Überlastung oder Einsamkeit. Du gibst da sehr viel von dir preis, Julia.