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Backhilfsmittel — auch vor 100 Jahren umstritten

Der Begriff “Backhilfsmittel” existiert erst seit rund 100 Jahren. Er wurde geprägt durch den Getreidechemiker Prof. Neumann, der bis 1934 die Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung in Berlin leitete und sich intensiv mit der seit Anfang des 20. Jahrhunderts stark wachsenden Back(hilfs)mittelbranche auseinandersetzte.

Backhilfsmittel (oder heute “Backmittel”) sind per se nichts Verwerfliches. Sie gleichen natürliche Rohstoffschwankungen aus, verbessern die Backwarenqualität und optimieren Rohstoffe für in der Bäckerei nötige technische Prozesse.

Backhilfsmittel können ganz natürliche Stoffe sein, etwa Butter, Ei oder Backmalz. Mit der Entwicklung des ersten enzymaktiven (“diastatischen”) Malzextraktes (“Diamalt”) setzte jedoch ein wahrer Backmittelboom ein, der bereits in seinen Anfängen insbesondere bei Prof. Neumann Kritik auslöste. Die heutige Dimension der Backmittelvielfalt und des Backmitteleinsatzes hätte er sich vermutlich damals gar nicht vorstellen können.

Insofern ist sein 1933 erschienener Text über sinnvolle und kritisch zu betrachtende Backhilfsmittel und deren Einsatz besonders lesenswert.

Topic Historisches

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