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London Calling

Meine liebste Sache der Welt: Auf einer Wiese in der Sonne schlafen. Gerade bin ich aufgewacht und dachte, shit, heute ist ja Newsletter-Tag!

Ich bin seit vorgestern in London, spontan heute sehr früh morgens an einer Aktion teilgenommen – Plakate an die Bürogebäude großer KI-Konzerne geklebt, denn: Sie helfen der amerikanischen und israelischen Regierung bei ihren Angriffskriegen. Töten für Profit. Seit dem Beginn der Angriffe auf den Iran sind die Aktienwerte von Palantir um vier Prozent gestiegen. 

Ich bin nicht hier, um an solchen Aktionen teilzunehmen, zumindest nicht nur. Ich bin für ein internationales Treffen verschiedener Bewegungen aus der ganzen Welt hier. 

Konzerne sind global. Sie agieren, lobbyieren und manipulieren über Grenzen hinweg. Es wäre fatal, wenn soziale Bewegungen nur auf die eigene Regierung gucken würden. Globale Probleme brauchen globale Antworten. Und ich kann schon jetzt sagen: Es hat sich gelohnt, herzukommen. 

Die britische Schwesterkampagne von FAIRNESS JETZT heißt Pull the Plug und macht fantastische Arbeit – sie machen einiges anders als wir, weil die landeseigenen Umstände natürlich immer ein bisschen anders sind. Aber zu sehen, was die hier machen, aus ihren Augen auf FAIRNESS JETZT zu gucken, sich austauschen zu können: sauhilfreich. 

Wir probieren unterschiedliche Dinge, aber mit dem gleichen Ziel: eine friedliche Revolution, um Macht in die Hände der Allgemeinheit zu legen. 

Für so eine internationale Zusammenarbeit braucht es ein paar Sachen, vor allem eine gemeinsame Wertebasis. Bei uns also ein radikales Commitment zu Gewaltfreiheit. Bei jedem Schritt schon die Welt leben, die wir erschaffen möchte. Auch Strategien müssen natürlich in die gleiche Richtung zeigen, und daraus ergeben sich verschiedene Taktiken – das eine Land probiert das eine, ein anderes etwas anderes: und dann lernen wir voneinander. 

Pull the Plug und FAIRNESS JETZT sind noch jung. Die Schwesterbewegung in den USA noch gar nicht richtig gestartet. Aber schon jetzt fühlt es sich wie etwas an, das groß werden kann – zumindest spüre ich das in jedem Treffen in Berlin und jetzt auch hier in London. 

Wenn Du dir selbst ein Bild machen willst:

27. März

16 Uhr

Bundeskanzleramt

Auf Grundlage unseres selbstorganisierten Bürgerrats “Künstliche Intelligenz” haben wir eine Petition geschrieben, die wir an diesem Tag an Kanzler Merz übergeben. Außerdem: machen wir ein radikales Musikexperiment, denn die Demo steht unter dem Motto “Kunst vor KI”. 

Ich würde mich freuen, dich da zu sehen. 

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