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1996 Champagne

1996 gilt als einer der bedeutendsten Jahrgänge der Champagne der letzten Jahrzehnte. Die idealen Witterungsbedingungen (perfekter Herbst, sehr reife und gesunde Trauben) führten zu Grundweinen mit hoher Reife (Oechsle) und zugleich sehr hoher Säure – das ist für die lange Lagerfähigkeit entscheidend.

Experten feierten den 1996er Champagner für ihre Kraft, Präzision, Frische und außergewöhnliches Alterungspotenzial gefeiert. Durchweg war die Meinung, das man dieser Jahrgang nach zwei Dekaden zu besten Reifen zeigen würde. Besonders Champagner von Top-Häusern (z.B. Bollinger, Louis Roederer, Dom Pérignon) sind hoch bewertet und gefragt, gerade bei Raritätenhändlern und zur Wertanlage. Mit den Jahren allerdings gabe es auch wenige KritikerInnen, die aufgrund der hohen Säure skeptisch waren, ob diese sich über die Jahre ausbalancieren würde.

1996 Champagne - 18 auf einen Streich

Auch für mich als Schaumweinexpertin war dieser Verkostungsabend einer, der in Erinnerung bleiben wird, denn so ein Line-up hat man nicht alle Tage nebeneinander auf dem Tisch. Er brachte mich aber auch zum Nachdenken über das Risiko, das die Maisons eingehen, um diese jahrzehntelang gereiften Weine zu kreieren. Aber auch darüber, ob dieser Hype und die Sammlerleidenschaften das Ganze wert sind. Letztendlich liegt es bei jedem einzelnen, ob er oder sie bereit ist, das Geld zu investieren. Ein Erlebnis ist es auf jeden Fall. Schade wäre es allerdings, wenn der Champagner aus dem Jahr 1996 im Jahr 2025 leider verkorkt wäre.

Dom Perignon im Line up Champagne 1996
Dom Perignon im Line up Champagne 1996: Rosé, Vintage

Meine Erwartungen

Alle Champagner sollten im besten Fall die spektakuläre Spannung aus Frische, Kraft, Säure und Textur auf, die 1996 so legendär macht, aufweisen; die späteren Degorgierungen (Oenotheque, P2, Late Release) sollten noch mehr Tiefe, feine Reifearomen (Oxidation durch Kork) und Harmonie hervortreten. Also, ich war sehr gespannt, denn alle Weine wurden blind in zweier Flights verkostet und mussten sich daneben zum hervorragenden Menu (The Chord, in Berlin) behaupten.

Fazit:


1996 bleibt ein Referenzjahr für große, lagerfähige, komplexe Champagner – vor allem aus Prestige-Lagen und bei hochwertigen Cuvées der führenden Häuser. In aktuellen Bewertungen wird aber zunehmend beachtet, dass nicht alle Weine gleich harmonisch gealtert sind; die besten zeigen jedoch bis heute enorme Klasse, Tiefe und Frische.

Ab hier geht es für UnterstützerInnen weiter - viel Vergnügen bei den Entdeckungen.

Topic Frankreich

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