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Yum Yum, das ist aber lecker!

Wie aufs Stichwort kam Meribeth in den Wintergarten zurück, in den Händen eine Tüte, aus der es köstlich duftete. »Ich hab mich an Yum Yums versucht und die sind so gut geworden, ihr müsst die einfach probieren!«

Bevor Caitlin widersprechen konnte, hatte Beth die Tüte aufgerissen und drückte ihnen jeweils eine der gedrehten Teigrollen in die Hand.

Wenn ihr »Brewing Tension« schon gelesen habt, ist euch vielleicht aufgefallen, dass es darin sehr oft um kulinarische Köstlichkeiten aus Schottland geht. Als meine Lektorin Uta allerdings über die im obigen Textausschnitt genannten Yum Yums gestolpert ist, hatte sie zunächst ein anderes Bild im Kopf und vielleicht sah es bei euch auch eher so aus:

Quelle: Privat

Durch die Bezeichnung »gedrehte Teigrollen« sollte eigentlich schnell klar sein, dass die schottischen Yum Yums nichts mit den Asia-Instantnudeln zu tun haben. Trotzdem wollte ich die Gelegenheit nicht auslassen, ein wenig über das Gebäck zu plaudern – und es bei der Gelegenheit gleich selbst zu backen.

Yum Yums sehen optisch ein bisschen wie Donuts aus (nur halt als Stange und gedreht) und ähneln ihnen auch in der Konsistenz.

In Schottland ist man natürlich felsenfest davon überzeugt, dass Yum Yums dort erfunden wurden und von dort ihren Siegeszug ins Vereinigte Königreich antraten. Doch auch die Niederlande sollen ihre eigene Variante davon haben.

Bei meiner im Folgenden geschilderten Backaktion habe ich mich an diesem Rezept orientiert, falls ihr es nachbacken wollt:

https://thehappyfoodie.co.uk/recipes/james-mortons-yum-yums/ (Opens in a new window)

Ein paar Änderungen habe ich vorgenommen, weil ich nur auf Hefewürfel zurückgreifen konnte und die allgemein auch lieber mag als die Hefe in Pulverform.

Zunächst habe ich also einen 42 g (ja, deutlich mehr als die zwei Beutel Trockenhefe) Hefewürfel in 100 mL lauwarmem Wasser gelöst und das dann mit Mehl, Salz und Zucker in einer großen Rührschüssel vermengt. Dann habe ich Margarine statt Butter zugegeben und musste mich zusammenreißen, sie eben nicht zu verkneten (ich bin ein viel zu großer Streusel-Fan).

Danach kam das restliche Wasser (ca. 150 mL) und ein Ei dazu (ja, die Mischung ist leider nicht ganz vegan, aber ich nehme an, dass sich auch Ei-Alternativen gut nutzen lassen, dann würde ich nur die Flüssigkeitsmenge ein wenig erhöhen) und die Mischung wurde verknetet und dann an einen warmen Ort gestellt und mit einem Küchenhandtuch abgedeckt. Eine halbe Stunde habe ich dann der Hefe Zeit gegeben, ihre Magie zu wirken.

Anschließend musste das Ganze auf einer bemehlten Oberfläche ausgerollt und gefaltet werden, wieder und wieder, bis die Margarineklümpchen ganz verschwunden waren. Dann wanderte der Teig in Frischhaltefolie eingewickelt noch mal für 30 Minuten in den Kühlschrank.

Beim finalen Ausrollen und Formen habe ich mich wie gewohnt schusselig angestellt. Aber wer mich kennt, weiß: Bei mir schmecken die Sachen entweder gut oder sie sehen gut aus. Beides zusammen geht nicht. Bitte sagt mir, dass das bei euch auch so ist!

Schließlich liegen die Kunstwerke auf dem Backblech und dürfen da eine weitere Stunde entspannen, damit die Hefe aufgeht. Erst dann kommt der Part, vor dem ich mich von Anfang an gefürchtet habe, weil er sehr viel – ich wiederhole: seeeeeehr viel! – Öl enthält. Hier werden die Yum Yums dann ausgebacken.

Das ist bei mir so semi-gut gelungen. Ich habe auch recht wenig Öl verwendet, um keine ganz so große Sauerei anzurichten. Vielleicht hätte ich mir dafür einen Air Fryer oder eine Fritteuse ausleihen sollen. Zu spät.

Aber irgendwie hat es doch funktioniert und danach habe ich die fertigen Yum Yums noch mit einer Puderzuckerglasur überzogen und endlich waren sie servierbereit:

Quelle: Privat

Solche Änderungen an Rezepten, wie ihr sie hier lesen konntet, nehme ich ziemlich häufig vor und es ist mir noch nie aufgefallen – bis jetzt, weil ich es für euch zusammenschreibe. Vielleicht gelingt mir deshalb immer nur die Hälfte meiner Rezepte und die Gebäckstücke sehen meist nicht so aus, wie sie sollten.

Werde ich etwas daran ändern? Vermutlich nicht.

Geschmeckt haben sie jedenfalls göttlich und ich kann nur zu gut verstehen, warum Caitlin dem Duft nicht widerstehen konnte.

Cheers

Stevie x

Quellen:

https://scottishrecipes.co.uk/recipes/Yum-Yums (Opens in a new window)
Topic Very British Isles-y!

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