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"Papa weg!" - Wenn Kinder den Papa ablehnen

Franziska* schreibt mir: "Meine Tochter will nie vom Papa ins Bett gebracht werden. Sie sagt dann immer "Papa weg!". Wie können wir das ändern? Die Situation belastet uns alle und ich habe das Gefühl, dass mein Mann langsam aufgibt."

Hier auf Steady beantworte ich einige eurer Fragen mit meinem Hintergrund eines Studiums der Neurowissenschaften und kognitiven Psychologie, einer Ausbildung zur Trageberaterin und Babykursleiterin, meinem gesammelten Wissen aus etwa 250 Büchern zum Thema Erziehung und meinen Erfahrungen, die ich in den letzten sieben Jahren als Mutter gesammelt habe. Ich bin keine Psychologin und kein Coach. Wenn euch eine Situation so sehr belastet, dass sie eure Gedanken den ganzen Tag über beeinflusst, möchte ich euch bitten, euch professionelle Hilfe zu suchen. Ich kann euch die innere Arbeit mit eurem Päckchen an Erfahrungen, Verletzungen und Traumata nicht abnehmen. Was ich aber versuchen kann, ist euch ein paar Gedanken und Impulse mitzugeben, die euch vielleicht helfen können, eure eigene Lösung zu finden. Und wenn ihr euch mit dem, was ich schreibe, überhaupt nicht identifizieren können solltet, dann ist auch das ein wichtiges Zeichen. Ich bin keine „Expertin“ und habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Was ich anbieten kann, ist eine (hoffentlich) empathische Antwort aus wissenschaftlichem und persönlichem Hintergrund.

Wer mir auch schreiben möchte, wendet sich bitte an anna.brachetti@posteo.de. Ich bearbeite dienstags und donnerstags eure Briefe. Schreibt bitte auch dazu, ob ich eure Nachricht und meine Antwort darauf anonymisiert (*Namen werden verändert) veröffentlichen kann.

Vielen Dank für das Vertrauen!

Bild: Chiara Doveri

Hallo liebe Anna,

ich bin in einer eingefahrenen Situation gelandet, vielleicht hast du ein paar hilfreiche Tipps.
Meine Tochter ist nun 2 Jahre alt. Als sie ein Jahr alt war, hatte der Papa für eine Weile weniger Zeit durch die Arbeit und so waren wir viel zu zweit. Damals hat es angefangen, dass sie nur noch von Mama gewickelt werden wollte, und irgendwann nur noch Mama für alles wollte. Er hat viel Zeit investiert nach seiner Arbeit, sie hat ihn aber immer vehement abgelehnt. Wir sind nach Monaten der Geduld oft aneinandergeraten, weil ich dringend etwas Abstand brauchte und er aber irgendwann frustriert war, sie ewig zur Kooperation zu bewegen, während sie Mama ruft. Manchmal klappt’s sehr gut mit den beiden, meistens spontan, Buch anschauen, sie hatten auch viele gute gemeinsame Spielzeiten, mit und ohne meine Anwesenheit. 

Nun kommt ihre wachsende Autonomie hinzu und sie schickt ihn permanent weg, sobald er sich nähert. "Papa weg". Die Situation belastet uns sehr und spitzt sich immer mehr zu, wie du dir vielleicht denken kannst. Was können wir tun? Soll ich doch lieber alles selbst machen?

Alles Liebe und danke fürs Lesen,

Franziska*

Sujet Starke Gefühle

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