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Best-of-seven: Unsere Eishockey-Woche

von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer

In der Kolumne Best-of-seven blicken wir auf die Highlights der Eishockey-Woche.

Thema der Woche: Panic at the Goalie Market

Ist die Zeit von Július Hudáček in Dresden schon wieder vorbei? Foto: City Press

Eigentlich hatten wir uns doch auf folgende Regel geeinigt: Das erste Zwischenfazit wird in der Deutschland-Cup-Pause gezogen. Nicht, dass bis dahin alles egal sei, aber ein paar Niederlagen, individuelle Durchhänger oder Verletzungen sollten den Puls bei den Verantwortlichen nicht übermäßig steigen lassen. In der zweiten Novemberwoche ist gerade mal ein gutes Viertel der DEL-Hauptrunde vorbei. Da ist noch genug Zeit für Korrekturen. Erst recht in einer Liga, in der zehn von 14 Teams die Playoffs erreichen und man nur 13. werden muss, um den Abstieg zu verhindern.

Die Eishockey-Saison 2025/26 ist da aber anders. Vor allem beim Thema Torhüter. Wir sind noch ein gutes Stück vom Deutschland Cup entfernt, aber bereits drei Teams haben neue Goalies geholt. Und sie kommen aus allen möglichen Bereichen der Tabelle: Köln auf Platz drei, München auf Platz acht, Dresden auf dem letzten Platz. Es ist also völlig egal, in welchen Nöten ein Team gerade steckt, ein neuer Torwart scheint die Lösung zu sein. Panic at the Goalie Market, wenn man so will.

Schon im Sommer war da einiges los. Gerade mal fünf Teams gingen auf der wichtigsten Position unverändert in die neue Saison. Eins davon war München, was durch die Verpflichtung von Antoine Bibeau jetzt schon wieder rausfällt. Bleiben nur noch Berlin, Wolfsburg, Schwenningen und Iserlohn als einzige Teams, die bislang ausschließlich mit Torhütern spielen, die schon vergangene Saison da waren. Augsburg und Mannheim setzen gar auf komplett neue Duos, aber auch Ingolstadt, Bremerhaven, Köln, Straubing, Nürnberg, Frankfurt und Dresden haben Leute geholt, die nun regelmäßig spielen, nicht wenige davon als Nummer eins oder zumindest als 1b.

Dieser Tage ging es aber noch mal richtig rund. Und eigentlich ist das nur bei den Kölnern wirklich nachzuvollziehen. Felix Brückmann fällt nun mal mit einer Knieverletzung aus. Was umso bitterer ist, weil er sich in den ersten Wochen zur Nummer eins entwickelt hatte: In acht der zwölf Haie-Spiele stand Brückmann auf dem Eis, wehrte 91,6 Prozent der Schüsse ab, kassierte nur 2,1 Gegentore im Schnitt, und damit 4,82 weniger, als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Brückmann war in Topform. Was man von Tobias Ancicka nicht unbedingt behaupten kann: Nur 86,8 Prozent Fangquote, 3,51 Gegentore Spiel, 3,97 mehr als erwartet.

Felix Brückmann kam gut in die Saison, nun fällt er erst mal aus.

Nun ist auch Ancicka durchaus in der Lage, ein paar Spiele am Stück zu machen. Die Frage ist nur, wie lange Brückmann ausfällt. Meist ist von mehreren Wochen die Rede, es könnte aber auch bis ins neue Jahr gehen. Das ist zu lang, um nur auf Ancicka zu setzen, zumal der dritte Mann noch nicht so weit scheint, um über Wochen oder gar Monate als feste Nummer zwei in der DEL zu spielen. Aaron Kaiser ist gerade mal 18 Jahre alt, hütet das Tor der Junghaie in der DNL und hat noch nie ein Profispiel gemacht.

Sujet Best-of-seven

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