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17 JAHRE DEMENZ: Mein Herzensbuch ist da!

Wenn ich auf das 1. Quartal des Jahres 2025 zurückschaue, bin ich glücklich und erleichtert, aber auch sehr dankbar. Ich habe endlich das Buch über die Erkrankung meiner Mutter geschrieben, das ich schon ewig schreiben wollte. 17 JAHRE DEMENZ – So long, liebe Mama ist da! Du machst dir keine Vorstellung, wie lange ich mich hier selber blockiert und sabotiert habe …

Christine Piontek mit ihrem Buch "17 JAHRE DEMENZ - So long, liebe Mama" (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Klick aufs Bild, wenn du den Klappentext lesen möchtest.

Verflixte sieben Jahre lang hatte ich dieses Herzensprojekt vor mir hergeschoben. Hatte Angst gehabt, die schiere Fülle der Erinnerungen und die Traurigkeit würden mich überwältigen. Angst, dem Thema Demenz nicht gerecht zu werden, denn es war doch so wichtig. Angst, meiner Mutter, aber auch dem Rest meiner Familie zu nahe zu treten, wenn ich Details preisgebe aus dieser langen Zeit, in der sich Mama veränderte und wir versuchten, das Richtige zu tun - und dabei immer wieder an Grenzen stießen. Angst, einfach großen Müll zu fabrizieren, den keine Sau interessiert. Und wenn doch, dann womöglich so schlecht zu schreiben, dass meine Leser enttäuscht sind.

Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Der Grund: Wenn ich am Thalia Storyteller Award teilnehmen wollte, müsste ich mein Projekt bis spätestens 2. März fertig haben. Als ich mich fragte, was ich wohl schreiben sollte, machte es PENG! Natürlich DAS BUCH – was für eine Frage?!

Einfach machen!

Im Jahr davor hatte mir der Preis Glück gebracht. Mit meinem Erstling CatCheapET (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hatte ich es in die Best Stories geschafft. Vor allem aber hatte ich gelernt: Ein Buch zu schreiben, ist nicht die Raketenwissenschaft, für die ich es immer gehalten hatte. Man muss sich halt hinsetzen und es machen! Und während es gut ist, in etwa zu wissen, was man da tut, lässt sich nicht immer alles im Detail planen. Vieles entsteht beim Tun. Und das macht meistens riesengroßen Spaß!

Nach dem Erfolg des ersten Buches war mein Vertrauen in mich und mein Schreiben gewachsen. Ich würde es auch schaffen, die Geschichte meiner Mutter zu erzählen! Dabei ging es mir weniger darum, den Erfolg vom Vorjahr zu wiederholen. Das wäre zwar schön, aber das Thema allein wäre sicher kraftvoll genug, um sich auch ohne Award durchzusetzen. Was mir half, waren die Deadline und das kompakte Buchformat. 17 Kapitel à drei Seiten gaben mir Struktur und verlangten von mir, dass ich meine Gedanken ordnete.

Ein Interview und ein Podcast

Letztlich schaffte ich die Abgabe sogar mit zwei Wochen Puffer. 17 JAHRE DEMENZ – So long, liebe Mama erschien am 17. Februar. Kurz danach zog es bereits in die Bestsellerliste der story.one-Titel bei Thalia ein, hielt sich dort mehrere Wochen, schaffte es sogar bis hoch auf Platz 1.

Ich kontaktierte einige Redakteure und bot an, mein Buch zur Rezension einzusenden. “Sehr gerne”, kam prompt eine Antwort. Und wann wir denn mal reden könnten darüber? Wait, what? Hatte ich da gerade eine Anfrage für ein Interview bekommen?

Ich hatte. Stefan Schalles, Kulturredakteur der Rhein-Zeitung, hörte mir am Telefon eine Stunde lang geduldig zu, stellte immer wieder Fragen - und schrieb dann einen einfühlsamen, wertschätzenden Artikel, der am 3. März zunächst online erschien:

Screenshot des Artikels von Stefan Schalles über Christine Piontek und ihr Buch "17 JAHRE DEMENZ - So long liebe Mama" in der Rhein-Zeitung vom 3. März 2025. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Klicke auf den Screenshot! (Artikel lesbar für Abonnenten)

Zwei Tage später waren mein Buch und ich auch in der Printausgabe. Riesengroß! Größer sogar als der Artikel über Bestsellerautorin Dora Heldt, der unter meinem prangte. Alter Falter …

Etwa zeitgleich fand ich über Instagram interessierte Bloggerinnen, die zum Teil über Erfahrungen in der Pflege verfügten und deshalb ein doppeltes Interesse an meinem Buch hatten. Kerstin Jakobs hatte sogar einen Podcast. Und so gesellte sich zu meinem ersten Zeitungsinterview auch meine erste Podcast-Rezension. Du kannst sie hier kostenlos anhören:

https://einfach-kerstin-podcast.podigee.io/38-new-episode (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Was mich unheimlich freute: Alle, die mein Buch gelesen und bewertet hatten, hatte ich emotional berühren können. Die Angst zu versagen, die mich so viele Jahre lang blockiert hatte, löste sich endgültig in Luft auf. Stattdessen durfte ich feststellen, dass ich anderen Betroffenen sogar tatsächlich das Gefühl geben konnte, nicht allein zu sein mit den großen Herausforderungen, die eine Demenzerkrankung mit sich bringt – das hatte ich mir so sehr gewünscht!

Danke an meine Familie

Auch die Sorge, meinem Vater oder meinen Schwestern auf den Schlips zu treten, hatte sich Gott sei Dank als unbegründet erwiesen. Ich hatte beim Schreiben extra alle von Anfang an eingebunden. Von Papa bekam ich eine wertvolle zeitliche Übersicht mit den wichtigsten Eckdaten zu Arztbesuchen, Pflege- und Rehamaßnahmen und anderen “Meilensteinen” unserer ganz persönlichen “Demenz-Odyssee”.

Als ich nach einigen Kapiteln unsicher wurde, ob ich auf dem richtigen Weg war, rief ich Papa an und las ihm kurzerhand die Passagen vor, die mich zweifeln ließen. Papa war berührt. Und sagte mit Nachdruck: “Du musst das ganz genau so weiterschreiben!” Damit war auch der letzte Rest an Unsicherheit beiseite gewischt.

Meine jüngste Schwester ergänzte die Erinnerungen durch Expertise. Als Ergotherapeutin hat sie auch beruflich Erfahrung mit Demenz. Das war und ist für uns bei der Pflege unserer Mutter von unschätzbarem Wert, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Jüngste Mamas ergotherapeutische Betreuung nach dem Umzug meiner Eltern in ihre Nähe selbst hatte übernehmen können.

Alle drei – auch “die Mittlere” – lasen das Buch, bevor ich es veröffentlichte, und gaben mir grünes Licht. Ich weiß das umso mehr zu schätzen, weil es sicher keine einfache Lektüre für sie war. Eine Menge Emotionen kamen hoch. Aber vielleicht war das auch gut so. Mir hat das Schreiben geholfen, manches zu verarbeiten, neu zu bewerten und meinen Frieden mit Dingen zu machen, die mich lange gewurmt hatten.

Und der Award?

Nein, diesmal hat es nicht geklappt. Ich greife damit vor in den April, aber es macht die Sache rund. Kurz gesagt: Ich bin nicht traurig über den Ausgang des Wettbewerbs. Denn auch, wenn ich nicht gewonnen habe, so ist unter den prämierten Geschichten mit Eine Reise gegen das Vergessen von Michaela Röck auch ein Buch über Demenz und ich bin sehr gespannt darauf, es zu lesen.

17 JAHRE DEMENZ hat sich knapp drei Monate nach Veröffentlichung bereits mehr als 100 Mal verkauft - auch ohne einen Preis. Ich hatte also recht mit meiner Einschätzung. Nach dem fulminanten Start hat sich das Ganze nun etwas verlangsamt, aber gerade ist das Buch zum Beispiel seit ein paar Tagen wieder einmal in der Bestsellerliste.

Wenn du mir dabei helfen möchtest, die magische Marke von 300 verkauften Exemplaren zu erreichen, dann teile gerne diesen Artikel mit Menschen, die das Thema interessieren könnte. Wenn du das Buch kaufen möchtest, kannst du das überall im Buchhandel tun, ob stationär oder online. Du kannst vorher natürlich auch gerne reinlesen und bei der Gelegenheit erfahren, was es mit dem Cover auf sich hat. Klicke dazu einfach auf das Bild:

Cover des story.one-Buches "17 JAHRE DEMENZ – So long, liebe Mama" von Christine Piontek mit Banderole Kapitel 1 "Stinkefinger" (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Was sonst noch passiert ist im 1. Quartal:

Dieser Beitrag, den ich zum Start des Projekts geschrieben habe, um dir zum Launch ein bisschen Content zum Entdecken zu bieten, ist eine Mischung aus Rückblick und Piontextchen. Du sollst einen Eindruck davon bekommen, was ich hier bei Steady für dich bereithalte:

  1. Einen Monatsrückblick mit einer Auswahl über die Themen, die ich anschließend in einem ausführlicheren Beitrag behandele. Du kannst dich an der Abstimmung beteiligen: Worüber soll ich dir mehr erzählen?

  2. Im zweiten Newsletter verrate ich, welches Thema das Rennen gemacht hat. Ich teasere das Piontextchen an, das aus der Abstimmung entstanden ist. Mitglieder können den ganzen Text lesen.

Klingt das interessant für dich? Den Monatsrückblick kannst du kostenfrei lesen. Auch an der Abstimmung kannst du dich beteiligen. Alles, was du tun solltest, damit du nichts verpasst und die Infos bequem in deinem Postfach landen, ist das hier:

Während ich diese Zeilen schreibe, ist das Projekt noch nicht live gestellt. Es gab noch keine Abstimmung. Also habe ich mir erlaubt, das mir so wichtige Herzensthema “Mama-Buch” ungefragt vor dir auszubreiten.

Da ich zum Schreibzeitpunkt noch nicht “live bin”, habe ich auch noch keine Abonnenten. Es gibt deshalb auch hier noch keine Abstimmung. Aber einen Überblick über das, was im 1. Quartal sonst noch so passiert ist, will ich dir trotzdem geben:

  • Das neue Jahr habe ich krank begonnen. Erst mit drei Tagen fetter Migräne rund um Silvester – wahrscheinlich die Vorboten von Corona. Kurz darauf lag ich dann nämlich endgültig flach. Dabei wollte ich doch am Buch weiterschreiben! Gerade hatte ich das erste Kapitel beendet und endlich die harte Nuss mit dem Titel geknackt. Und nun pausieren? Menno!

  • Buchclubs scheinen gerade wie Pilze aus dem Boden zu schießen, oder? Vielleicht liegt es auch daran, dass ich immer tiefer eintauche in die Buch-Bubble. In Bonn jedenfalls gibt es seit diesem Jahr einen neuen Club (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), der sich einmal im Monat trifft. Ich war neugierig. Buch Nummer 1, Miss Moons höchst geheimer Club für ungewöhnliche Hexen von Sangu Mandanna, hätte ich ohne den Anreiz, beim Treffen dabei zu sein, wahrscheinlich nie gelesen. Oder, in meinem Fall: gehört. Während die Augen vom Fieber brannten, ließ ich es mir vorlesen. Eine nette Ablenkung. Bis auf die Stellen, die genervt haben. 3 von 5 Sternen von mir. Gäbe es hier schon eine Abstimmung, könnte ich dir anbieten, in einem Piontextchen zu erzählen, was mich gestört hat und warum.

  • Dann gab es da noch dieses Buch, das 5 auf Hochglanz polierte Sterne von mir bekommt: Stay away from Gretchen von Susanne Abel hat mich einfach umgehauen. Tom muss die Diagnose, die seine Mutter Greta bekommt, erstmal verdauen: Alzheimer! Dann muss er lernen, damit umzugehen. Wie er das meistert – oder auch nicht – beschreibt die Autorin sehr einfühlsam und ehrlich. Dabei greift sie auf eigene Erfahrungen zurück. Und dann ist da auch noch die Parallelgeschichte: Gretas Vergangenheit, von der wir erzählt bekommen, weil die Krankheit Erinnerungen hochspült, die Greta am liebsten vergessen hätte …


    Das Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht. Greta und meine Mutter verbindet mehr als die Demenzerkrankung, und bei einer Abstimmung hätte ich dir angeboten, davon zu erzählen. So aber verweise ich dich einfach auf die Geschichte (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), in der ich meine Gedanken bereits aufgeschrieben habe. Auch möchte ich dir die Fortsetzung des Buches ans Herz legen: Was ich nie gesagt habe erzählt die Perspektive des Vaters, während Tom noch mehr über seine Vergangenheit herausfindet – und seine Welt erneut auf den Kopf gestellt wird. Auch hier spielt die Demenz der Mutter eine Rolle, die im Alltag berücksichtigt werden will. So gut beobachtet!

  • Noch ein Herzenserlebnis zum Thema Lesen - und ein Tipp für dich, falls du bloggst/schreibst und im Rheinland wohnst: Mitte März fuhr ich zum ersten Treffen vom Kölner Büchertraum, wo Bloggerinnen und Autorinnen nun alle zwei Monate zusammenkommen, um sich auszutauschen. Nur eine der Initiatorinnen, Claudia Schulte (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), hatte ich schon mal auf einer Buchmesse getroffen. Sonst kannte ich niemanden. Allerdings fühlte es sich kein bisschen so an. Mehrere Stunden lang unterhielten wir uns angeregt bei Kaffee und Kuchen. Ich bekam viele tolle Buchtipps und erzählte natürlich auch von meinem neuen Buch. Neugierig nahmen die Bloggerinnen meine Lesezeichen und Karten mit Fotos und Zitaten entgegen und boten an, sie an strategisch wertvollen Stellen auszulegen. Claudia, von Beruf Krankenschwester, hatte sogar Interesse daran, mein Buch zu rezensieren (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). DANKE für so viel Unterstützung!

Weitere Highlights des ersten Quartals waren…

  • ein Besuch der Puppenshow Puppen gucken von Martin Reinl & Carsten Haffke, einer urkomischen Impro-Comedy rund um Handpuppen wie Wiwaldi, Traudl und den von mir heiß geliebten Horst-Pferdinand und

  • eine Einführung ins Generative Coaching mit Eddi Hüneke inklusive Workshop unter dem Motto “Sing in Peace”. Was mich hier begeistert hat, war, wie die Stimmen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim freien Singen plötzlich in Harmonie verschmolzen, während wir tief in unser Inneres eintauchten. Da kam so viel hoch! Danach waren wir platt – aber auf eine heilsame Art und Weise.

    Eddi, ehemals Mitglied der A-capella-Gruppe Wise Guys, hat eine für mich ganz neue Herangehensweise an die Herausforderungen aufgemacht, die mich im täglichen Leben begleiten. Im Falle einer Themenabstimmung würde ich dir anbieten, mehr über meine Erfahrungen zu berichten. So aber verweise ich gerne auf “Eddis Welt” (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hier bei Steady, wo ich selbst Mitglied bin. Und schließe mit dem Ausblick auf den Monatsrückblick April, wo Eddi auch eine Rolle spielen wird …

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Deine Christine

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