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Der Meister und Margarita (2024)

Moskau in den 1930er-Jahren: Die Werke eines berühmten Schriftstellers werden vom kommunistischen Regime zensiert und sein Theaterstück über Pontius Pilatus und einen alternativen Jesus aus ideologischen Gründen abgesagt. Nach seinem Ausschluss aus dem sowjetischen Schriftstellerverband wird der Autor zu einem Ausgestoßenen. Da trifft er auf Margarita, die zu seiner Geliebten wird und ihn zu einem Roman inspiriert, in dem alle Personen aus seinem Leben satirisch umgedeutet werden. Dabei geht es vor allem um die Figur des Woland, einer Manifestation des Teufels, der sich an den Feinden des Schriftstellers rächt. Doch der Autor taucht immer tiefer in seinen Roman ein und kann irgendwann nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden.

Der Meister und Margarita aus dem Jahr 2024 ist ein russisches Fantasy-Drama unter der Regie von Michael Lockshin. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Michail Bulgakow und ist der umsatzstärkste Film, der jemals in Russland veröffentlicht wurde. Neben vielen bekannten russischen Persönlichkeiten glänzt August Diehl in seiner Rolle als Teufelsfigur Woland. Natürlich geriet der ideologiekritische Film ins Visier des faschistischen Regimes in Russland - ein Qualitätsmerkmal.

Der Meister und Margarita ist ein bildgewaltiger und opulenter Fantasyfilm mit einigen tollen Ideen, wie der sprechenden Katze, und einer Kameraarbeit sowie Tricktechnik auf internationalem Niveau. Schauspielerisch ist das Ganze ebenfalls als gelungen zu bezeichnen, natürlich allen voran der großartige August Diehl.

Jedoch gibt es unzählige Erzählebenen, die nicht nur den Hauptprotagonisten irgendwann nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden lassen, sondern auch den Zuschauer. Hinzu kommen teils schrecklich schnelle Schnitte, nervige Musik und ein theaterartiges Overacting. Eine hektische Wallung nach der anderen folgt auf langatmige Szenen mit viel Gelaber. Doch neben der unübersichtlichen Story mit der doppelten, dreifachen und vierfachen Erzählebene fand ich die schreckliche Überlänge von 160 Minuten am schlimmsten. Wer sowas abhaben kann, der wird hier sicherlich gut unterhalten. Für mich ist das aber nichts.

https://www.imdb.com/de/title/tt14536120/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Sujet Film