Passer au contenu principal

Eine mondäne Frau (1925)

Die europäische Gräfin Elnora flieht zu ihrem Cousin in ein kleines Kaff im Mittleren Westen der USA, nachdem ihre Beziehung durch die Untreue ihres Geliebten zerbrach. Die moderne Frau ist tätowiert, raucht und trinkt in der Öffentlichkeit, was für die prüde Landbevölkerung zu dieser Zeit ein unerhörtes Verhalten darstellt. Die Gräfin stört das nicht, sie gibt Partys und hat bald gleich mehrere Verehrer. Einen muss sie erst mit der Peitsche davon überzeugen, dass er ihr Favorit ist. Ihm gefällt es, also wird geheiratet.

Eine mondäne Frau ist ein US-amerikanischer Stummfilm des Regisseurs Malcolm St. Clair aus dem Jahr 1925. Der Schwarz-Weiß-Streifen fußt auf dem Roman "The Tattooed Countess" von Carl van Vechten und gilt als der erste Spielfilm der Geschichte, in dem sadomasochistische Motive zu sehen sind. Entscheidend ist dabei der Begriff "Spielfilm", kleine schmutzige Filmchen mit SM-Anleihen gab es sicherlich schon früher. Filmhistorisch ist das ganz interessant, aber man muss schon auf Stummfilme stehen, um dem Ganzen etwas abgewinnen zu können. Mich schreckt ja gar nicht so die Optik dabei ab, im Gegenteil, sondern die Musik macht mich fertig. Das manische Gedudel von romantischen Stummfilm-Komödien, was Eine mondäne Frau ja ist, geht hier zum Glück nicht länger als 70 Minuten. Nur für filmhistorisch Interessierte einen Blick wert.

https://www.imdb.com/de/title/tt0016548/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Sujet Film