Elisabeth macht sich auf die Suche nach ihrer Familie. Ihr Weg führt die junge Britin in die Ukraine, auf eine abgelegene Insel, wo sie in einem Nonnenkloster einst zur Welt kam. Die Umstände ihrer Geburt und Kindheit liegen im Dunkeln, doch Elisabeth will Klarheit über ihre Herkunft und das Schicksal ihrer Eltern haben. Zusammen mit der Novizin Sarah beginnt sie zu recherchieren. Als wäre das gruselige Kloster mit den unterirdischen Gängen nicht schon herausfordernd genug, wird Elisabeth ständig von verrückten Nonnen attackiert, die messer- und kettenschwingend in den dunklen Ecken der Klosteranlage lauern. Doch diese Mauern beherbergen noch weitaus grauenvollere Kreaturen.
Visuell ist Mariano Bainos 1993 erschienener Film Dark Waters ein meisterhaft inszeniertes Werk. Auch wenn die Story des russisch-ukrainisch-italienisch-englischen Films streckenweise etwas wirr ist, so ist das Ganze doch wunderschön anzusehen. Die Kulissen, die Kostüme, die Ausstattung und die Masken sind handwerklich nur als großartig zu bezeichnen. Die Dramaturgie ist gelungen, und es gibt ordentlich Splatter und Gekröse. Dazu kommt die wabernde Synthesizer-Musik und fertig ist der Nunsploitation-Kultfilm. Neben Dämonen und Skeletten sind Nonnen meine Lieblingshorrorgestalten, daher bin ich hiermit wirklich sehr zufrieden. Feuer, Blut und Kreuze - Dark Waters ist ein stilvoller, atmosphärischer und furchteinflößender Okkult-Horrorfilm mit Anklängen an die Werke von Lucio Fulci und Dario Argento.
https://www.imdb.com/de/title/tt0109550/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)